
Werben im Podcast: Das Gespräch
Dieser Podcast hat
49 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Explizit
Nein
Erstellt am
2017/01/09
Neueste Episode
2026/04/19
Durchschnittsdauer
50 min.
Veröffentlichungsintervall
8 Tage
Beschreibung
Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
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Carmen Scheibenbogen, Long Covid-Spezialistin
2026/04/19
Carmen Scheibenbogen ist zu einem Gesicht des Kampfes gegen Long Covid geworden, einer Krankheit, die körperlich erschöpft und sozial ausgrenzt. Schätzungen rechnen mit bis zu einer Million Fällen in Deutschland. Wer daran erkrankt ist, ringt auch lange nach Ende der akuten Infektion um seine körperliche und intellektuelle Leistungsfähigkeit.
Carmen Scheibenbogen hat sich an der Berliner Charité schon lange vor der Pandemie mit einem Krankheitsbild beschäftigt, das in der Medizin lange nicht ernst genommen wurde. Die Ärztin erforscht die langfristigen Folgen von Infektionskrankheiten, die bis zu völliger Pflegebedürftigkeit und Bettlägerigkeit führen können.
Welche Verantwortung diese Forschung mit sich bringt und warum sie optimistisch ist, was die Chancen auf Behandlung und Heilung angeht, darüber spricht Carmen Scheibenbogen mit Kirsten Dietrich.
Torsten Schulz, Schriftsteller
2026/04/12
Das gibt es selten: Eine Buchpremiere im Stadion des FC Union Berlin. Torsten Schulz stellte dort „Kindheit mit Jimmy oder Die Kunst zu dribbeln“ vor, ein Buch über seine Kindheit und den legendären Union-Spieler Günther „Jimmy“ Hoge. Immer wieder kehrt der Schriftsteller in seinen Büchern ins Ost-Berlin der 1960er und -70er Jahren zurück, wie in „Boxhagener Platz“ oder „Mein Skandinavisches Viertel“. In den 1980er Jahren studierte Schulz an der Filmuniversität Babelsberg, später wurde er dort Professor für Praktische Dramaturgie. Heute sieht er dort einiges kritisch. Frank Meyer hat mit ihm gesprochen.
Astrid Leicht, Drogenhilfe "Fixpunkt"
2026/04/05
Wenn man mit Astrid Leicht über Drogenkonsum redet, dann spricht sie mit einem ganz grundsätzlichen Respekt vor den Einzelnen und ihren Lebensentscheidungen. Seit knapp 40 Jahren macht die Berlinerin Sozialarbeit mit und für Drogensüchtige und setzt sich für Verbesserungen in der Gesundheits- und Drogenpolitik ein. Im Jahr 1989 hat sie den Verein "Fixpunkt" gegründet, dem sie inzwischen als Geschäftsführerin vorsteht.
Kirsten Dietrich hat mit Astrid Leicht gesprochen.
Tomer Dotan-Dreyfus, Schriftsteller
2026/03/29
Als Jugendlicher interessierte sich Tomer Dotan-Dreyfus nicht für Politik. Das änderte sich im Jahr 2002, als die israelische Armee einen Anschlag auf einen hochrangigen Hamas-Führer im Gaza-Streifen verübte. Damals wurden viele Unschuldige getötet und sein Theaterlehrer brachte Tomer Dotan-Dreyfus dazu, sich in die Rolle der Angehörigen hineinzuversetzen. Seitdem weigert er sich, die Palästinenser nur als Feinde zu sehen. Er hat seinen Militärdienst in Israel abgebrochen und das Land verlassen; inzwischen lebt er in Berlin. Matthias Bertsch hat mit ihm über sein jüngstes Buch „Keinheimisch: Kindheit in Israel. Leben in Berlin“ gesprochen. Darin setzt er sich sehr persönlich und kritisch der alten und der neuen Heimat auseinander.
Annika Kahrs, Künstlerin
2026/03/22
Annika Kahrs hat ein Faible für die Melancholie verlassener Orte: Ehemalige Kirchen, Dörfer oder Kaufhäuser. An diesen Orten, die für die Gemeinschaft von Menschen geschaffen wurden, inszeniert die Künstlerin komplexe Videoarbeiten, geprägt durch Sounds, Musik und Performances. Im Mittelpunkt stehen Profi- und Laiendarsteller, manchmal auch Vögel oder Giraffen. Noch bis zum 3. Mai 2026 ist Annika Kahrs Werk der letzten 16 Jahre in einer Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin zu entdecken. Britta Bürger hat mit ihr gesprochen.
Pascale Hugues, Journalistin und Schriftstellerin
2026/03/15
Pascale Hugues ist eine französische Berlinerin. Seit 1989 berichtet sie für französische Zeitungen aus der deutschen Hauptstadt. Sie schreibt auch für den "Tagesspiegel": Über die Macken und Schönheiten Berlins, zum Beispiel über die Ähnlichkeiten der Stadt mit Straßburg, ihrer Heimat im Elsass.
In ihrem neuen Buch "So voller Leben" erzählt Pascale Hugues von ihrer Mutter, die an einer bipolaren Störung litt und sich das Leben nahm. Doch außerhalb der depressiven Phasen hat Pascale Hugues ihre Mutter auch als mutige und freie Frau erlebt, sie hatte "zwei Mütter in einer", wie sie schreibt. Frank Meyer hat mit Pascale Hugues gesprochen.
Ann Wertheimer, American Voices Abroad
2026/03/08
"Ich bin nicht wie die Kriegstreiber." Das war die Haltung der US-amerikanischen Berlinerinnen und Berliner, als sie zu Beginn des Irakkriegs vor über 20 Jahren den Verein "American Voices Abroad Berlin" gegründeten. Eine von ihnen war Ann Wertheimer.
Heute ist Ann Wertheimer Vorsitzende des Vereins und erhebt ihre Stimme gegen Trump-Amerika. Ihre Eltern waren vor den Nazis aus Deutschland in die USA geflohen. 1971 ging sie als Lehrerin für ein Austauschjahr nach Berlin und blieb – wegen der aufregenden Stadt und der Liebe zu ihrem späteren Ehemann.
Katrin Heise spricht mit Ann Wertheimer über das wechselhafte deutsch-amerikanische Verhältnis – im Großen wie im Kleinen.
Axel Buether, Farbforscher
2026/03/01
Farben beeinflussen die Konzentration, das Wohlbefinden und sogar den Heilungsprozess. Das zeigen die Studien von Prof. Dr. Axel Buether von der Universität Wuppertal. Dank seiner Farbkonzepte für Krankenhäuser sind die Menschen dort zufriedener: die Mitarbeitenden melden sich seltener krank und die Patienten brauchen weniger Beruhigungsmittel.
Axel Buether hat immer wieder neue Wege eingeschlagen: Zuerst war er Steinmetz, später hat er als Architekt gearbeitet und für die EXPO 2000 in Hannover einen vielbeachteten Multimedia-Pavillon entworfen. Heute gestaltet er Krebsstationen, Schulen oder Gefängnisse in Deutschland, Österreich und der Schweiz und erforscht die Farbpsychologie.
Vera Kröning-Menzel hat mit ihm über die Macht der Farben gesprochen.
Die Grenz-Überschreiterin: Elfi Mikesch, Kamerafrau und Regisseurin
2026/02/15
Krieg und Gewalt, Frieden und Freundschaft, Feminismus und Gender. Diese Themen ziehen sich durch das Leben und Werk von Elfi Mikesch. Seit sechs Jahrzehnten ist die 85-jährige regelmäßiger Gast der Berlinale, denn als Kamerafrau hat sie viele Filme von Monika Treut, Rosa von Praunheim und Werner Schroeter gestaltet. Als Regisseurin sucht sie nach neuen Verbindungen von Fiktion und Dokumentation. Im Rahmen der Berlinale 2026 wird Elfi Mikesch mit dem Ehrenpreis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Britta Bürger hat mit ihr gesprochen.
Katja Lange-Müller, Schriftstellerin
2026/02/08
Ihre Bücher sind schmal, vielfach preisgekrönt und haben es in sich. Die Rezensenten bescheinigen ihr „aufgekratzte Melancholie“, Mitmenschlichkeit und dosierte Sentimentalität. Katja Lange-Müller, die rebellische Funktionärstochter aus Ost-Berlin, verließ die DDR 1984. Ihre Bücher dokumentieren diese Zerrissenheit zwischen West und Ost und sind dabei manchmal außerordentlich komisch. Magdalena Kemper hat im Jahr 2009 mit ihr über „Enten, Frauen und die Wahrheit“ (so der Titel eines ihrer Bücher) und das, was dazwischen liegt, gesprochen.
Eine Wiederholung anlässlich des 75. Geburtstags von Katja Lange-Müller am 13. Februar 2026.
Thomas Krüger, "Mr. Pianoman"
2026/02/01
Eigentlich wollte Thomas Krüger im Jahr 2016 nur Urlaub in Paris machen, doch dann entdeckte er am Flughafen ein Klavier. Er setzte sich hin und spielte einfach drauflos: ein Meadley aus bekannten Pop-Songs. Seine Mutter filmte ihn dabei und stellte das Video online. Es ging viral und machte den Berliner zu Deutschlands bekanntestem Piano-YouTuber.
Inzwischen hat sein Kanal "Mr. Pianoman" fast eine Million Abonnenten und Thomas Krüger gibt Konzerte. Nach wie vor improvisiert er gern auf öffentlichen Klavieren, auch in Marzahn, dem Bezirk, in dem er aufgewachsen ist und dem er sich sehr verbunden fühlt. Matthias Bertsch hat mit ihm gesprochen.
André Nicke, Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt
2026/01/25
Wenn Theater mit dem Publikum kommuniziert und es unterhält, dann ist es gutes Theater, findet André Nicke. Er ist Schauspieler, Regisseur und Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Immer wieder bringt er DDR-Stoffe wie die „Spur der Steine“ auf die Bühne und hat damit bei seinem Publikum großen Erfolg. Der gebürtige Bautzner versteht sich als ostdeutscher Theatermacher und sagt, das Theater sei in den besten Momenten eine „Selbstermächtigung des Publikums“.
Über die Vielfalt der Produktionen, die Sanierung des großen Hauses in Schwedt und die Besonderheit des Theaters in der ostdeutschen Provinz hat Ulrike Bieritz mit André Nicke gesprochen.
Hülya Karçi, Theaterpädagogin
2026/01/18
Ob Theater mit Demenzerkrankten, Aufführungen in Nachbarschaftszentren oder ein Projekt an dem sich eine migrantische Familie mit einem behinderten Kind beteiligt - die Theaterpädagogin Hülya Karçi empfindet ihre Arbeit als politisch. Denn ihr geht es darum, das Miteinander der Menschen und ihr Interesse aneinander zu stärken, weil sie beobachtet, dass dies in der Gesellschaft zunehmend verloren geht. Schon als junge Frau engagierte sich Hülya Karçi politisch in der Türkei und wurde deswegen inhaftiert. "Das Leben ist politisch!", sagt sie. Seit über 25 Jahren lebt und arbeitet sie in Berlin. Über Vertrauen und Hartnäckigkeit als Basis für ihre kreative Arbeit hat Katrin Heise mit ihr gesprochen.
Uwe Müller, Telefonseelsorger
2026/01/11
Das Prinzip Telefonseelsorge ist einfach: Wer ein Gespräch braucht, warum auch immer, ruft an. Am anderen Ende nimmt auf jeden Fall jemand ab und hat Zeit: Manchmal für konkrete Ratschläge, vor allem aber zum Zuhören, auch wenn der Kontakt anonym und flüchtig ist. Uwe Müller gründete 1988 im damaligen Ost-Berlin die kirchliche Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg und leitete sie fast 40 Jahre lang. Kirsten Dietrich hat mit ihm gesprochen.
Visionen für Berlin - der Architekt Thomas Willemeit
2026/01/04
Als einer der drei Gründer des renommierten Architekturbüros GRAFT setzt sich Thomas Willemeit für große Projekte ein. Er möchte das Internationale Congress Centrum ICC zur größten Elektro-Ladestation Berlins weiterentwickeln und die Weltausstellung EXPO 2035 nach Berlin holen. Sein architektonisches Denken sei musikalisch geprägt, sagt er. Willemeit spielt Geige, singt im Chor und hat selbst Chöre gegründet. Über seine Visionen für Berlin und die Verbindung von Musik und Architektur hat Britta Bürger mit ihm gesprochen.
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