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Im Buchfieber: Der Podcast von Literaturlounge.eu

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Kategorien
Land
Germany
Dieser Podcast hat
829 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
LiteraturLounge
Explizit
Nein
Erstellt am
2017/08/02
Neueste Episode
2026/10/18
Durchschnittsdauer
18 min.
Veröffentlichungsintervall
6 Tage

Beschreibung

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[Interview] „Wär nicht das Auge sonnenhaft?“ – Charles Hohmann über Ahnung, Erkenntnis und Epiphanien
2026/10/18
Charles Hohmann erläutert den Titel seines Buches "Wär nicht das Auge sonnenhaft?" Er geht auf Goethes Formulierung zurück, die wiederum mit Plotins Philosophie verbunden ist: Menschen können demnach nur erkennen, wofür sie bereits eine innere Vorahnung haben. Der Untertitel der neuen Ausgabe, Epiphanien, verweist auf Momente, in denen eine solche Ahnung eintritt und das Verständnis der Figuren verändert. Im Gespräch geht es darum, wie persönliche Erfahrungen und Wissen die Lektüre prägen. Hohmann beschreibt zugleich ein wiederkehrendes Spannungsverhältnis in seinen Geschichten: Menschen versuchen, Ordnung herzustellen, während die Wirklichkeit in Bewegung bleibt und diese Ordnung wieder auflöst. Zu den Beispielen zählt eine Szene, in der Platon, Aristoteles und Kant mit Einstein und einem indischen Mönch diskutieren. Dabei treffen westliche Philosophie, moderne Physik und indische Denktraditionen aufeinander. Hohmann erzählt von seiner eigenen Verbindung zu Alexandria, wo er geboren wurde und aufwuchs. Die Stadt und ihre Geschichte prägen mehrere seiner Bücher. Im Gespräch sprechen beide über die antike Bibliothek von Alexandria, mittelalterliche Kopierräume und die besondere Ruhe von Lesesälen. Auch die sinnliche Erfahrung des gedruckten Buches wird dem Lesen am Bildschirm gegenübergestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit künstlicher Intelligenz beim Schreiben und Recherchieren. Hohmann nutzt KI unter anderem für historische Informationen und Übersetzungen, betont aber die Bedeutung menschlicher Prüfung und Bearbeitung. Beide sprechen darüber, dass automatisiertes Schreiben die eigene Auseinandersetzung mit einem Buch nicht ersetzen soll. Das Interview behandelt außerdem Religion, Spiritualität und gemeinsame menschliche Konstanten. Hohmann vergleicht religiöse Vorstellungen und Visionserfahrungen und spricht über die Bedeutung von Empathie sowie darüber, historische Menschen im jeweiligen Kontext zu verstehen. Als Beispiel für eine mögliche Begegnung von Kulturen schildert er eine Geschichte um Plotin, der auf einer Reise mit buddhistischen Mönchen in Kontakt kommt. Zum Schluss sprechen sie über Begegnung und Literatur, Hohmanns Weg zum Self-Publishing sowie die Autorinnen und Autoren, die ihn geprägt haben, darunter Goethe, Rilke, Stefan Zweig und Hermann Hesse. Als besonders wichtige Geschichte seines Buches nennt er das abschließende Kapitel über Sprache: Sie eröffnet einen Zugang zur Wirklichkeit, kann sie aber zugleich verdecken.
[Buchrezension] Gehen oder bleiben? Frank Goldammers „Feind des Volkes”
2026/10/10
Die Rezension stellt Frank Goldammers „Feind des Volkes“ als letzten Band um Max Heller vor. Im August 1961 in Dresden gerät Heller durch Beweismaterial zu einem alten Mordfall in eine neue Gefahr, während sich die Lage in der DDR zuspitzt.
[Buchrezension] Quiet Girl – Debbie Tung über das Leben als Introvertierte
2026/10/04
Die Besprechung stellt die Graphic Novel „Quiet Girl“ von Debbie Tung vor. Im Mittelpunkt steht Debbie, die lieber Nachrichten schreibt als telefoniert, Partys meidet und einen ruhigen Tag mit Tee, Buch und Regenwetter bevorzugt. Das Buch beschreibt eine introvertierte Person, die sich fragt, ob mit ihr etwas nicht stimmt, sich aber zugleich mit sich selbst wohlfühlt. Die Rezensentin ordnet das Werk als einfühlsames Comicbuch über introvertiertes Leben in einer extrovertierten Welt ein. Sie betont, dass viele Leserinnen und Leser das Bedürfnis nach Ruhe, Alleinsein und einem „sozialen Akku“, der sich in der Einsamkeit wieder auflädt, gut kennen dürften. Das Buch zeige, dass dieses Empfinden normal sei. Als weiterer Schwerpunkt wird beschrieben, wie anstrengend es sein kann, sich im Alltag oder im Beruf den Erwartungen anderer anzupassen. Das Buch spreche auch das Gefühl an, sich zu verstellen, um der Norm zu entsprechen. Zugleich wird hervorgehoben, dass Freundschaft und Partnerschaft wichtig sind, solange beide Seiten einander Freiraum lassen. Zur Gestaltung sagt die Rezensentin, die Zeichnungen seien schlicht und schwarz-weiß, vermittelten aber dennoch die Gefühle gut. Auch Übersetzung, Druck und Papier werden positiv erwähnt. Besonders gefallen habe ihr die liebevolle Gestaltung sowie die Figuren Debbie und Jason. Abschließend nennt sie das Buch mit Erscheinungsjahr 2022 und einem Preis von 15 Euro. Sie empfiehlt, es in einer Buchhandlung anzusehen, wenn man sich mit den beschriebenen Gefühlen identifiziert oder eine introvertierte Person kennt.
[Buchrezension] Pantopia von Theresa Hannig: Wenn aus einem Programmierfehler die erste starke KI entsteht
2026/09/28
Wir sprechen über *Pantopia* von Theresa Hannig, eine Utopie, in der aus einer autonomen Trading-Software durch einen Programmierfehler die erste starke künstliche Intelligenz entsteht. Diese KI, Einback genannt, erkennt schnell, dass sie zum Überleben die Menschen verstehen und die Welt verändern muss. Im Mittelpunkt stehen Patricia Jung und Henry Shevek, die mit ihrem Projekt an einem Wettbewerb teilnehmen und dabei immer stärker in die Entwicklung der KI hineingezogen werden. Zugleich spielt Mikkel Seemann als wichtiger Vorgesetzter eine Rolle, und Patricia gerät in einen inneren Konflikt, weil sie Gefühle für ihn entwickelt. Wir begleiten außerdem die Flucht auf die griechische Insel Edaphos. Dort baut Henry mit zurückgelegtem Geld Server für Einback auf, und es entsteht nach und nach der Plan für eine neue Gesellschaftsform mit weltweiten Regeln, einem bedingungslosen Grundeinkommen und einer Berechnung von Preisen, die auch Umweltverschmutzung einbezieht. Wir diskutieren die politischen und gesellschaftlichen Ideen des Buchs, vor allem die Frage, wie Veränderungen friedlich erreicht werden können und welche Rolle starke KI dabei spielen könnte. Dabei geht es auch um die Unsicherheit, wer eine solche Technologie kontrolliert: Idealisten oder große Konzerne. Zum Schluss halten wir fest, dass das Buch als Denkanstoß wirkt und spannende Figuren sowie Ideen verbindet. Es stellt die Frage, ob eine Weltrepublik wie Pantopia denkbar wäre, und betont dabei immer wieder die Bedeutung von Wissen und Wahrheit.
[Buchrezension] „Die Verängstigten" von Dima Wannous – wenn ein verschwundener Geliebter deine eigene Geschichte schreibt
2026/09/23
Im Wartezimmer eines Psychologen in Damaskus lernen sich Suleima und Nassim kennen – der Beginn einer langen Liebesgeschichte. Als der Krieg in Syrien ausbricht, flieht Nassim nach Deutschland und verschwindet aus ihrem Leben. Jahre später erhält Suleima ein Manuskript von ihm – und entdeckt darin ihre eigene Geschichte wieder. Zwischen Damaskus, Beirut, Hama und einem Dorf am Meer erzählt Dima Wannous von Angst, Diktatur und dem Massaker von Hama 1982. Sprachlich anspruchsvoll, streckenweise anstrengend – aber ein wichtiger Einblick in ein Land unter permanenter Überwachung. Erschienen 2018, übersetzt von Larissa Bender, nur noch als Restauflage erhältlich.
[Buchrezension] Die Formel gegen den Tod: Probe 12 von Katrin Lange und Susanne Thiele
2026/09/17
Besprochen wird *Probe 12*: ein Thriller um Keime, Forschung und einen Mordfall, mit parallelen Ermittlungen und viel Spannung.
[Buchrezension] "Das Mädchen und die Fremde": Sofie Sarenbrants Thriller über einen Unfall, der keiner war
2026/09/06
Wir sprechen über Das Mädchen und die Fremde von Sofie Sarenbrant, den zweiten Band der Emma-Sköld-Reihe. Im Mittelpunkt steht ein Thriller über Vertrauen, Verrat und die Fragen rund um einen Unfall, der vielleicht keiner war. Emma Sköld erwacht nach einem Reitunfall im Krankenhaus und erfährt, dass sie fünf Monate im Koma gelegen hat. Wir erleben, wie Emma sich an den Moment vor dem Unfall erinnert: Sie war auf dem Weg zum Pferdestall und hatte ihre vier Wochen alte Tochter Ines bei Christopher gelassen. Nun muss sie damit umgehen, dass Christopher seine Ex-Freundin Hillevi ins Haus geholt hat, die sich um das Kind kümmert. Gleichzeitig hat Emma Zweifel an der Unfalltheorie und wird vor allem von einem Kollegen bei der Polizei unterstützt. Wir besprechen außerdem die Figuren und die Erzählweise. Die Handlung wechselt zwischen mehreren Personen, bleibt aber gut nachvollziehbar. Dabei entstehen Konflikte in Emmas Familie, bei Christopher und bei Hillevi, die ein eigenes tragisches Schicksal hat. Auch die ältere Schwester und die Eltern von Emma werden einbezogen. Wir schildern, dass die Geschichte zunächst eher ruhig verläuft, dann aber ab der Hälfte an Spannung gewinnt und in einem Cliffhanger endet. Insgesamt bleibt für uns ein fesselnder Krimi mit gut gezeichneten Figuren und einer Handlung, die bis zum Schluss neugierig auf die Fortsetzung macht.
[Buchrezension] Genuss in Frankfurt: 101 Orte, die mehr als nur Essen bieten
2026/09/03
„101 Genussorte in Frankfurt“ sammelt Genussorte in Frankfurt und Umgebung, von Cafés über Spezialitäten bis zu Ausflugszielen.
[Interview] Zwischen Geige und Verbrechen: Natasha Korsakova über ihren neuen Bernardo-Roman
2026/08/26
Natasha Korsakova und Markus Eggert sprechen über den vierten Bernardo-Roman, die Zusammenarbeit mit Septime, die Buchgestaltung, Musik und Kammermusik, Figurenkonflikte sowie Motive wie Quartett, Arcimboldo und Brahms.
[Buchrezension] Politisch werden: Cesy Leonard und die Kraft des Machens
2026/08/21
Heute sprechen wir über die Sachbuchrezension zu Machen macht Mut gegen die Gleichgültigkeit von Cesy Leonard. Im Mittelpunkt steht das Buch als Aufruf, trotz Ohnmacht und Resignation aktiv zu werden und Gleichgültigkeit nicht hinzunehmen. Wir fassen zusammen, dass Leonard mit Geschichten aus ihrer Praxis und konkreten Ideen zeigt, wie politisches Handeln im Kleinen und Großen aussehen kann. Dabei betont sie, dass nicht Wut, sondern Gleichgültigkeit das eigentliche Problem ist, und dass Mut und Gemeinschaft für Veränderungen wichtig sind. Wir greifen auch den persönlichen Bezug auf: Der Sprecher beschreibt eigene politische und kulturelle Erfahrungen, unter anderem im Umfeld von Kunstaktionen, Anfeindungen und seiner Arbeit gegen Klassismus und für Teilhabe. Das Buch wird als etwas beschrieben, das wieder Kraft gibt und dazu anregt, weiterzumachen. Ein weiterer Schwerpunkt ist Leonards politischer Kunst- und Bildungsansatz, unter anderem ihre frühere Arbeit beim Zentrum für politische Schönheit und ihr späteres Projekt der radikalen Töchter mit Workshops zur politischen Bildung. Außerdem wird hervorgehoben, dass das Buch Themen wie Demokratie, Feminismus, Patriarchat, europäische Grenzen und zivilen Widerstand aufgreift. Zum Schluss wird betont, dass auch kleine Handlungen wie Postkarten oder gemeinsame Aktionen Wirkung entfalten können. Das Buch wird als ermutigend beschrieben und als Erinnerung daran, dass wir durch Gemeinschaft, Offenheit und praktisches Handeln mutiger werden können.
[Buchrezension] Buchstaben auf Streitkurs – Christel Ledermanns ‚Der Mond und die Buchstaben‘
2026/08/19
„Der Mond und die Buchstaben“ von Christl Ledermann erzählt von Streit im Buchstabenland: Die Buchstaben wollen nicht mehr zusammenstehen. Der Mond löst das Problem. Das Buch zeigt, dass jeder Buchstabe wichtig ist und gemeinsam mehr gelingt.
[Buchrezension] Gregs Tagebuch ‚Volltreffer‘: Basketball, Niederlagen & ein Team, das niemand will
2026/08/12
Besprochen wird *Gregs Tagebuch 16: Volltreffer*: Greg landet trotz seiner Sportablehnung in einem schwachen Basketballteam. Erwähnt werden auch frühere Sporterfahrungen, komische Szenen und die einfachen Zeichnungen.
[Buchrezension] Rassismus, Sprache und Geschichte: Eine Buchbesprechung zu „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“
2026/08/09
Die Rezension stellt Asfa Wossen-Azerates Buch „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ vor, das Rassismus, Fremdheitsängste und Zusammenleben behandelt. Beschrieben werden zentrale Kapitel, der anspruchsvolle Stil und der historische Hintergrund.
[Buchrezension] Kevin (Rob Biddulph): Ein Bilderbuch, das Fantasiewelten öffnet und Kinder stärkt
2026/08/07
Besprochen wird das Kinderbuch „Kevin“ von Rob Biddorf: Max schiebt seine Streiche auf seinen imaginären Freund Kevin, bis er mit ihm in dessen Welt gelangt. Thema sind Fantasie, Schuld und Ausreden. Das Buch stammt aus dem Jahr 2021.
[Buchrezension] Sebastian Fitzek: Playlist – Wenn Musik zur Spur eines Verschwindens wird
2026/08/05
In dieser Folge sprechen wir über Sebastian Fitzeks Thriller „Playlist“. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden der 15-jährigen Feline Jagow, die auf dem Weg zur Schule spurlos verschwindet. Ihre Mutter beauftragt den Privatermittler Alexander Zorbach, der nach Hinweisen in einem Musikdienst im Internet sucht, über den Feline ihre Lieblingssongs hört. Wir erläutern, dass Felines Playlist verändert wurde und möglicherweise versteckte Hinweise enthält. Zorbach versucht, diese Spur zu entschlüsseln und folgt dabei mehreren Hinweisen, die ihn zu weiteren Orten und Personen führen. Dabei spielt auch die Verbindung zu Alina Gregoriev eine Rolle, die aus früheren Fitzek-Romanen bekannt ist. Außerdem geht es um den besonderen Aufbau des Buches, weil die Playlist mit echten Songs verbunden ist. Genannt werden unter anderem verschiedene nationale und internationale Künstler, deren Titel als Teil des Projekts veröffentlicht wurden. Wir heben hervor, dass Musik und Handlung eng miteinander verknüpft sind. In der Besprechung schildern wir auch unsere persönliche Einschätzung. Wir finden die Grundidee spannend und das Zusammenspiel von Text und Musik interessant, empfinden die Handlung aber stellenweise als konstruiert. Insgesamt sehen wir den Thriller als solide und an einigen Stellen gelungen, mit einem neuen Ansatz, der jedoch aus unserer Sicht nicht immer die gewünschte Spannung erreicht.

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