
Werben im Podcast: Ist das normal?
Bewertung
4.5von
Dieser Podcast hat
227 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DIE ZEITExplizit
Ja
Erstellt am
2017/09/05
Neueste Episode
2026/01/26
Durchschnittsdauer
56 min.
Veröffentlichungsintervall
16 Tage
Beschreibung
Wie lieben Menschen heute? Was brauchen glückliche Beziehungen? Und guter Sex? Die Ärztin und Therapeutin Melanie Büttner und der Wissenschaftsjournalist Sven Stockrahm sprechen über alles, was Körper und Psyche guttut. Und über das, was uns verletzt, aber auch verbindet. Ohne Scham, mit Tipps für die eigene Entwicklung und ganz viel Nähe. Immer montags, alle zwei Wochen – mit spannenden Gästinnen und Gästen. Feedback per Sprachnachricht oder Mail an [email protected]. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/podcast-abo
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"Wechseljahre sind keine Krankheit, die behandelt werden muss"
2026/01/26
Von Hitzewallungen über Muskelschmerzen bis hin zu Lustlosigkeit und
sogar Depressionen: Es gibt kaum etwas, was vor allem Frauen in den
Wechseljahren angeblich nicht droht. Dabei sind die meisten Symptome gar
nicht typisch für die Wechseljahre, sagt Kerstin Weidner. Und Männer
kennen sie auch. Daten zeigen zudem: Die meisten Frauen kommen gut durch
diese Zeit.
"Eine Phase natürlicher Veränderung wird gerade in eine potenziell
pathologische, problematische Krise verwandelt", erzählt Weidner den
beiden Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Nur woher kommen dann
die Beschwerden? Oft haben sie ganz unterschiedliche Ursachen und es
braucht individuelle Lösungen statt Supplements, Coachings und Therapien
für alle. In dieser Folge schauen wir auf wissenschaftliche Evidenz. Und
die zeigt, dass Erwartungen, Stress und der Alltag oft einen stärkeren
Einfluss auf Symptome haben als der Hormonspiegel. Wann eine Therapie
dennoch sinnvoll sein kann und warum das Risiko gefährlicher
Nebenwirkungen so hoch ist.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Kerstin Weidner ist Professorin und Fachärztin für Psychosomatische
Medizin und Psychotherapie. Sie leitet die Klinik und Poliklinik für
Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum der TU
Dresden. Zugleich ist sie stellvertretende Vorsitzende der Deutschen
Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche
Psychotherapie.
- In einer repräsentativen Untersuchung konnte Weidner zusammen mit
einem Team aus Forschenden zeigen, dass nur Hitzewallungen und
Schweißausbrüche als typische Wechseljahresbeschwerden bezeichnet
werden können. Alle anderen Symptome erleben Menschen und eben nicht
nur Frauen, in jeglichen Lebensphasen (Weidner et al., "Journal of
Psychosomatic Obstetrics & Gynecology", 2017 (PDF) und Weidner et
al., "Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie", 2012).
- In weiteren Forschungsarbeiten zeigten Weidner und ihr Team, dass
Methoden, die Stress abbauen und die Selbstwirksamkeit stärken,
bestimmte Symptome unter Frauen während der Wechseljahre lindern
(Weidner et al., "Maturitas", 2020).
Alle Folgen vom Sex- und Beziehungspodcast auch auf
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Bonusfolge: Zum Sex verabreden: Super oder super unsexy?
2026/01/13
Wenn Lust und Nähe in einer Beziehung einschlafen, ist ein häufiger Rat: Schreibt es euch in den Kalender. Über das Potenzial von Sexdates in Langzeitbeziehungen
Ankündigung: Bonusfolgen von "Ist das normal?" und ZEIT-Podcast-Archiv mit Abo
2026/01/13
Noch mehr "Ist das normal?": Ab sofort erscheinen regelmäßig
Bonusfolgen, in denen Melanie Büttner und Sven Stockrahm auch deine
Fragen zu Liebe, Sex und Beziehungen besprechen. Schreibt uns dazu gerne
an [email protected]. Ansonsten gibt es einen noch persönlicheren
Blick hinter die Kulissen und wir sprechen über alles, was uns und euch
gerade bewegt.
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"Wir sollten unserem Hintern danken, sogar den Hämorrhoiden"
2026/01/12
Ihre Nichte nennt sie liebevoll "Ass-Doctor", uns hat sie eine
Sprechstunde zum Hintern gegeben: Die Proktologin Caterina
Schulte-Eversum erklärt, was der Po und vor allem unser Beckenboden
braucht, warum Hämorrhoiden unsere Freunde sind und wenn es schmerzt,
meist etwas anderes das Problem ist. In dieser Folge gibt es die
Po-Basics und Antworten auf Fragen, die sich viele nicht trauen zu
stellen.
Die Scham, zum Proktologen zu gehen, sei riesig, viele kämen erst sehr
spät zu ihr in die Praxis, erzählt Caterina den Hosts Melanie Büttner
und Sven Stockrahm. Jucken, Nässe und Wunden werden lieber
totgeschwiegen. Und zugleich werde der Hintern sexualisiert und als
Schimpfwort genutzt. Grund genug, aufzuklären: über den richtigen
Toilettengang, Inkontinenz auch bei jungen Menschen, Analsex und warum
feuchtes Toilettenpapier eigentlich nie eine gute Idee ist.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Caterina Schulte-Eversum ist unter anderem Fachärztin für
Allgemeinchirurgie, Proktologin und Sexualmedizinerin. Im Podcast
Apropos Po rund um den Allerwertesten klärt sie auf – zu allen
Fragen den Hintern betreffend.
- Zum Thema Beckenbodentraining und Physiotherapie empfiehlt Melanie
in dieser Folge die Website der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie,
Geburtshilfe, Urologie, Proktologie – die AG GGUP. Dort gibt es eine
Liste von spezialisierten Therapeutinnen und Therapeuten.
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"Kein Bock auf Sex? Ich dachte, ich muss kaputt sein"
2025/12/22
"Ich finde Sex meist überbewertet", sagt die Moderatorin und Autorin
Maria Popov, manchmal auch, weil sie es geil finde, dass Menschen darauf
nicht klarkämen. Denn selbst wenn alle es kennen: Wer keinen Bock auf
Sex hat, spricht nicht gerne darüber. Viele schämen sich sogar. Weil sie
denken, mit ihnen stimmt etwas nicht.
"Eine Sex-Absage kann auch bedeuten, dass Menschen sich nicht geliebt
fühlen", sagt Maria im Gespräch mit den Sexpodcasthosts Melanie Büttner
und Sven Stockrahm. Auf der Bühne des literarischen und politischen
Frohen Festivals spricht Maria über ihre Jugend und den Schmerz, sich
falsch zu fühlen, weil sie angeblich zu spät zünden würde. Die
Entlastung, als sie für sich selbst das Label Asexualität entdeckte. Und
warum Bocklosigkeit uns alle angeht.
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- Maria Popov ist Journalistin, Moderatorin und Schauspielerin. Acht
Jahre lang klärte sie auf YouTube und TikTok im Jugendformat "Auf
Klo" über Sex, Liebe und Beziehungen auf. Mittlerweile moderiert sie
unter anderem das Nachfolgeformat "Das letzte Gespräch". 2025 ist
ihr erstes Buch erschienen: Kein Bock Club – warum wir auch mal
keine Lust auf Sex haben.
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Was passiert in Berlins bekanntester Männersauna?
2025/12/01
Montagmorgen in Berlin, Kreuzberg: Zum ersten Mal verlassen die Hosts
Sven Stockrahm und Melanie Büttner das Studio und nehmen euch mit in den
Boiler, wo Melanie eigentlich nicht mit rein darf. Doch für den
Sexpodcast hat die Männersauna eine Ausnahme gemacht. Betriebsleiter
Thomas führt sie durch Wellnessbereiche und Dampfsauna, am Pool vorbei
ins Cruising-Labyrinth mit Spielflächen und Kabinen.
Was passiert, wenn hier die Türen öffnen? Wie funktioniert Konsens im
Dunkeln? Und was bleibt unsichtbar, wenn Kleidung, Etiketten und Rollen
fallen? Boiler-Mitgründer Tim Vogler spricht über seine Sauna als Safe
Space für schwule und queere Menschen. Und warum es sich lohnt, nicht
nur Männern einen solchen Ort zu bauen.
Mehr zum Boiler und einem seiner Gründer
- In einem Hinterhof am Berliner Mehringdamm liegt vor allem im Keller
der Boiler Berlin. Mehr zur Männersauna findet ihr
auf www.boiler-berlin.de.
- Direkt neben dem Boiler gibt es seit 2025 die clubsauna.berlin, ein
Ort für queere Menschen jeglicher Genderidentitäten.
- Tim Vogler hat den Boiler mitgegründet und engagiert sich seit
Jahren im Bereich HIV- und Männerarbeit.
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How Bot Is Your Love? "Ist das nomal?" trifft "Neustart"
2025/11/17
Dr.-Sommer-Frage oder handfeste Beziehungskonflikte: Viele Menschen
fragen erstmal den Chatbot um Rat. Nur wann braucht es einen echten
Therapeuten? Und was ist mit Menschen, die tatsächliche Gefühle zu
KI-Gefährten aufbauen?
In einem Crossover sprechen Meike Laaff und Henrik Oerding, die Hosts
des jüngsten ZEIT-Digitalpodcasts "Neustart", mit Sven Stockrahm, einem
der Hosts des Sexpodcasts "Ist das normal?" – vor Live-Publikum. Was
können uns die Maschinen geben – und was nicht?
Diese Aufnahme ist beim ZEIT Podcast-Club am 1.11.2025 in Berlin
entstanden. Einen Videomitschnitt des Auftritts findet ihr hier.
Im Podcast Club würfelt DIE ZEIT all ihre Podcasts durcheinander. Anne
Kunze von Verbrechen trifft auf Zacharias Zacharakis von Ist das eine
Blase?, Ileana Grabitz von Das Politikteil diskutiert mit Christoph
Amend von Und was machst du am Wochenende?, Yasmine M'Barek von Ehrlich
jetzt? spricht mit Lars Weisbrod von Die sogenannte Gegenwart.
Weitere Sexpodcastfolge zum Thema
- "Die Gefühle, die wir mit Influencern erleben, sind echt"
Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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"Sex ist nicht einfach nur Sex – nie" (Wiederholung vom 04.07.2022)
2025/11/03
"Woran merkst du, dass du Sexualität genießt?" – das sollten wir uns in
Gesprächen mit vertrauten Menschen viel häufiger fragen, sagt die Paar-
und Sexualtherapeutin Angelika Eck. Was banal scheint, ist für Eck
fundamental. Denn erst, wenn Menschen an diesen Punkt gelangen, kann
sich Neues entwickeln. Viele Paare und Personen kommen zu ihr, um sich
mit ihrer Lustlosigkeit und ihren Beziehungskonflikten
auseinanderzusetzen. Zurück in den Genuss und die Lust finden viele,
wenn ihnen klar wird, dass sie sich bewusst für Sex entscheiden können.
"Sei lustvoll! Wie soll das überhaupt gehen?", fragt Eck und erklärt den
Sexpodcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm, was sie meint, wenn
Klient:innen ihr berichten, sie würden gerne wollen wollen. "Es ist
keine frohe Botschaft, aber wir sind immer eigenverantwortlich in allen
sexuellen Prozessen", sagt Eck. Wie findet man dahin, allein und als
Paar? Warum alles im Leben einen Preis hat, wozu es Mut braucht und wann
Sex und Erotik zu etwas werden, das uns erfüllt.
Mehr zu unserer Gästin und zur Folge
- Angelika Eck ist Psychologin sowie Paar- und Sexualtherapeutin. In
Karlsruhe hat sie ihre Praxis.
- Eck ist Herausgeberin des Fachbuchs Der erotische Raum – Fragen der
weiblichen Sexualität in der Therapie. Darin gehen die Autorinnen
und Autoren unter anderem den Gründen weiblicher Unlust und der
Rolle von Fantasien in der Therapie nach.
- Für das ZEITmagazin ONLINE schreibt Angelika Eck die Kolumne
Schlafzimmerblick. Im Juni 2021 sind einige der Folgen als Buch
erschienen: Schlafzimmerblick: Liebe, Sex und Partnerschaft –
ehrliche Antworten auf heikle Fragen.
- In dieser Folge erwähnt Angelika Eck unterschiedliche Modelle und
Ideen aus der Sexualforschung. Dabei geht sie auf Konzepte
verschiedene Wissenschaftler:innen ein. Darunter etwa die klinische
Psychologin Marta Meana, die über den Irrglauben geforscht hat, dass
Frauen in der Sexualität ausschließlich an Beziehungen interessiert
seien. Außerdem wird die Sexualtherapeutin Helen Singer Kaplan
erwähnt, die vielen als Vorreiterin der Sexualtherapie gilt. Die
Sexualmedizinerin Rosemary Basson forscht an der Frage, ob
weibliches Verlangen oft erst von entsprechenden Handlungen ihrer
Partner:innen geweckt wird. Und die Sexologin Peggy Kleinplatz wird
erwähnt, die sich vor allem dafür einsetzt, dass sexuelle Vorlieben
wie etwa BDSM nicht als Störungen betrachtet werden.
Weitere Sexpodcastfolgen mit Angelika Eck:
- "Wir können Erotik nicht herstellen, aber unglaublich beeinflussen"
- "Erotik bewegt sich oft an der Schwelle zwischen Angst und Neugier"
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"Viele Paare kämpfen gegen die Realität" (Wiederholung vom 23.10.2023)
2025/10/20
Liebe ist etwas Großartiges und macht gleichzeitig emotional abhängig.
Was bin ich bereit für eine andere Person zu geben und was brauche ich
selbst von meinem Lieblingsmenschen? Irgendwann kommt in jeder Beziehung
der Punkt, wo das nicht mehr zusammenpasst. "Die Illusion, wie die Liebe
sein wird, hat eine Mindesthaltbarkeitsdauer", sagt die Psychologin und
Paartherapeutin Berit Brockhausen.
Dabei wüssten viele Paare, was eine gute Beziehung ausmache, dass
Vorwürfe nicht helfen, Nähe wichtig ist und Kommunikation. "Es hapert
nicht am Verstehen", sagt Berit im Gespräch mit den Sexpodcasthosts
Melanie Büttner und Sven Stockrahm: "Es hapert am Können und am nicht
Wollen." Streit sei oft einfacher als die Erkenntnis, dass ich bestimmte
Dinge vom anderen nicht bekommen werde, egal, wie sehr ich sie mir
wünsche. "Wenn ich es gut mit ihnen meine, kann ich Paaren diesen
Schmerz nicht ersparen", sagt Berit. Denn dann geht es um den Kern, wie
es Menschen gelingt, miteinander glücklich zu bleiben.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Die Psychologin und psychologische Psychotherapeutin Berit
Brockhausen berät seit mehr als 30 Jahren Paare in der Krise. Mehr
zu ihrer Arbeit, ihren Büchern und ihrem therapeutischen Hintergrund
gibt es auf ihrer Facebookseite sowie auf ihrer Webseite
partnerschaftsberatung.de.
- Berit ist Teil von Desafinado, dem Berliner Büro für Paartherapie
und Paarberatung. Dort arbeitet das Team inspiriert vom Ansatz des
2020 verstorbenen Psychologen und Arzt David Schnarch, einem der
Pioniere der Sexualtherapie. 2023 hat Berit das Institut für
Differenzierungsbasiertes Arbeiten gegründet, an dem
Paartherapeutinnen und -therapeuten ausgebildet werden.
Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema
- "Commitment wird im blödsten Fall als Bedürftigkeit gesehen"
- "In einer Beziehung braucht es auch emotionale Selbstbefriedigung"
- "Es geht nie um die blöde Sachebene, sondern immer um Gefühle"
Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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"Die Gefühle, die wir mit Influencern erleben, sind echt"
2025/10/06
Wir sind ein bisschen, wem wir folgen, sagt die Wissenschaftlerin
Johanna Degen. Unsere digitalen Verbindungen auf Instagram, über
Chatbots bis hin zu OnlyFans seien Teil unserer Identität. Und sie
erfüllen Bedürfnisse nach Nähe, Intimität und Sexualität – einseitig,
klar, aber oft erst einmal effektiver als direkter Kontakt.
"Parasoziale Beziehungen infiltrieren unsere Face-to-Face-Realitäten",
erzählt Johanna im Gespräch mit den Hosts Melanie Büttner und Sven
Stockrahm. Sie erforscht, was sie mit uns machen und sagt: "Sie sind
dabei, uns zu konsumieren." Warum fühlen sich diese Beziehungen so echt
und emotional erfüllend an? Wieso folgen schon junge Mädchen
OnlyFans-Performerinnen? Was passiert, wenn digitale Welten mit unseren
realen Begegnungen konkurrieren und unser Selbstbild prägen – und das
bereits stärker als uns lieb ist?
Mehr zu unserer Gästin
- Johanna Degen ist Sozialpsychologin, Sexual- und Paartherapeutin und
vor allem Wissenschaftlerin an der Europa-Universität Flensburg.
Zugleich arbeitet sie mit festen Forschungsgruppen und Laboren,
unter anderem an der Universität Verona und der TU München. In ihrer
Forschung beschäftigt sie sich derzeit etwa mit
Online-Dating, Parasozialität oder auch KI-Beziehungen.
- Johanna hat bereits mehrere Fachbücher veröffentlicht, zuletzt "The
Shaping of the Parasocial Self: On the Psychology of Intimacy and
Relationships in a Digital Era".
- In ihrem Podcast "Liebeslabor" spricht über psychologische
Forschung, Beziehungen, Therapie und Everyday Life. Auf Instagram
findet ihr Johanna etwa über @teach_love.de.
Weitere Sexpodcast-Folgen zum Thema
- "Dann macht das Handy Ping und das Mindgame in Beziehungen beginnt"
Alle Sexpodcast-Folgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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"Stalking ist Realitäts- und Schmerzabwehr"
2025/09/22
"Stalker sind unerhörte Menschen, ihnen wird nicht zugehört", sagt der
Psychotherapeut Wolf Ortiz-Müller. Er und sein Team versuchen zu
verstehen, wie Menschen ticken, die anderen nachstellen, sie mit
Textnachrichten bombardieren und sogar vor der Haustür auflauern. Das
sei nicht mit Verständnis für übergriffiges Verhalten und Gewalt zu
verwechseln. Als Leiter der Beratungsstelle Stop-Stalking in Berlin
hilft er sowohl Betroffenen als auch Stalkern.
Den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erklärt Wolf, wie
biografische Verletzungen und alte Bindungserfahrungen das Verhalten von
Menschen, die nicht loslassen können, beeinflussen. Zugleich zeigt er
auf, was für Folgen es für diejenigen haben kann, denen nachgestellt
wird: Stalking kann Betroffene regelrecht zermürben und schwere
psychische Erkrankungen auslösen. Und er gibt praktische Hinweise für
Betroffene: klare Grenzen setzen, Verhalten dokumentieren und sich
Unterstützung holen.
Mehr zu unserem Gast und weitere Infos
- Wolf Ortiz-Müller ist psychologischer Psychotherapeut, Mitgründer
und Leiter der Beratungsstelle Stop-Stalking Berlin
(www.stop-stalking-berlin.de). Dort können sich sowohl Betroffene
als auch stalkende Personen hinwenden, es gibt zudem die
Möglichkeit, sich telefonisch beraten zu lassen (unter der Rufnummer
030 / 22 19 22 000). Ortiz-Müller war auch am Aufbau des Berliner
Krisendienstes beteiligt.
- Wie schützt man Betroffene und wie hören Täter und Täterinnen auf?
Dazu hat Wolf Ortiz-Müller Stalking – das
Praxishandbuch herausgegeben.
- Beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen gibt es Soforthilfe für
Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Beratung per Telefon, E-Mail
und Chat (rund um die Uhr, anonym, in 17 Sprachen und
Gebärdensprache).
- Weißer Ring: Hilfe für Kriminalitätsopfer. Beratung per Telefon und
E-Mail (anonym).
- Die Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e. V.
richtet sich an gewaltausübende Menschen. Ziel ist es auch, Gewalt
und Stalking in Zukunft zu verhindern.
- Wie häufig ist Stalking? Die Mannheimer Stalking-Studie von 2018
(PDF) vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit gibt dazu
Anhaltspunkte.
Alle Sexpodcast-Folgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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"Glück in einer Beziehung? Merkt man am Glow"
2025/09/08
Verliebt sein ist einfach – bis der Alltag einzieht. Wir alle bringen
Baggage mit in unsere Beziehungen: alte Muster und Erfahrungen, Ängste
und überhöhte Erwartungen. Darüber reden ist wichtig, klar, aber längst
nicht alles. Die Psychologin und Liebescoach Stella Schultner weiß, wie
Liebe nicht nur gut startet, sondern bleiben kann.
Live im ZEIT-Sexpodcast auf der Bühne des Z2X-Ideenfestivals kramt sie
mit den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm in unseren
Beziehungskoffern. Was für Skills braucht es, wenn wir den oder die
Menschen gefunden haben, die zu uns passen? Und was sollten wir endlich
auspacken? Wie wir besser streiten, ohne Drama und Flucht, erkennen, was
uns triggert, und loslassen, was uns immer wieder scheitern lässt.
Mehr zu unserer Gästin
- Stella Schultner ist Psychologin und arbeitet als Love- und
Singlecoach. Sie berät Menschen in Liebes- und Beziehungsfragen.
Zusätzlich gibt sie auf Instagram und in ihrem Podcast IN LOVE Tipps
zu Dating und Partnerschaften.
Weitere Sexpodcast-Folgen zum Thema
- "Viele Paare kämpfen gegen die Realität"
- "Beziehungsglück bedeutet, nichts festhalten zu wollen"
- "Ohne Standards zu daten, ist wie hungrig einkaufen zu gehen"
Alle Sexpodcast-Folgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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"Alles Negative durchzuarbeiten, macht es meist nur schlimmer"
2025/08/25
Ein kleiner Streit, ein komischer Blick, ein unüberlegter Kommentar –
und schon sind viele mittendrin in Grübeleien, die einem den ganzen Tag
verderben können: Wie war das gemeint, was hat das zu bedeuten? Nur
vielleicht steckt oft gar nichts dahinter, sagt die Psychologin und
Psychotherapeutin Gitta Jacob. Und sie hat einen vermeintlich banalen
Tipp: Man kann entscheiden, ob man sich in etwas hineinsteigern will
oder nicht.
Im Podcast bespricht sie mit den Hosts Melanie Büttner und Sven
Stockrahm, wieso wir vor allem negative Gefühle auch mal ziehen lassen
sollten, statt sie überzubewerten. Besonders, wenn es um Konflikte in
unseren Beziehungen geht. Gitta erklärt, weshalb es nichts bringt,
Emotionen zu bekämpfen, was es braucht, um sie anzunehmen, und wie wir
es schaffen, gelassener mit ihnen umzugehen.
Mehr zu unserer Gästin
- Gitta Jacob ist klinische Psychologin und arbeitet als leitende
Psychotherapeutin bei GAIA in Hamburg, einem Unternehmen, das
digitale Therapiekonzepte entwickelt. Zugleich ist sie
Wissenschaftlerin und Bestsellerautorin ("Leben geht nur vorwärts:
Wann es Zeit ist, das innere Kind in Ruhe zu lassen und
durchzustarten").
- Gerade ist Gittas neues Buch erschienen, in dem sich alles um
Emotionsregulation dreht: "Zu viel Gefühl: Wie wir unsere Emotionen
lenken und nicht sie uns".
Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema
- "Wer sagt schon: Vielleicht bin ich auch ein bisschen toxisch?"
- "Es geht nie um die blöde Sachebene, sondern immer um Gefühle"
Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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"Das Spiel ist das Ziel – nicht der Strich am Bettpfosten"
2025/07/14
Gute Verführung hat nichts mit Manipulation, Druck oder To-do-Listen zu
tun, sagt die Sexologin und Bestsellerautorin Dania Schiftan. Sie
braucht Zeit und Distanz. Und lässt sich auch wieder neu lernen. Gerade
in längeren Beziehungen wird der Wunsch nach Intimität, Nähe und Sex
schnell zum Frust: Statt den anderen für sich zu begeistern, dreht sich
schnell alles um Vorwürfe und Forderungen. Was, wenn eine Person will,
die andere aber nicht?
Verführung bekommt man nicht auf Knopfdruck, erklärt Dania im Gespräch
mit den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Sie beginnt
oft bei einem selbst: Wer weiß, was er oder sie will, kann andere auch
wieder neugierig auf sich machen. Wie man wieder zurück in die Lust
findet, warum spontane Lust oft scheitert und was Verführung mit einem
guten Fußballspiel gemein hat.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Dania Schiftan ist Sexologin, Sexual- und Psychotherapeutin und hat
in Zürich ihre eigene Praxis. Ihr aktuelles Buch heißt "Das Comeback
deiner Lust: So entfachst du das Feuer in dir – Spice up Your Life
in 3 Minuten täglich".
- In dieser Folge sprechen wir über die vier Elemente der Balance, die
der renommierte Psychologe, Paar- und Sexualtherapeut David Schnarch
erstmals beschrieben hat – in seinem Buch "Intimität und Verlangen:
Sexuelle Leidenschaft in dauerhaften Beziehungen".
- Wer möchte, kann Dania Schiftan auf Instagram folgen.
Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema
- "Wir können Erotik nicht herstellen, aber unglaublich beeinflussen"
- "Sex muss kein Ziel haben, schon gar nicht den Orgasmus"
Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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Folge den Sexpodcast-Hosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie
Büttner und dem ZEIT-Ressortleiter Wissen Online, Sven Stockrahm, auf
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"Du darfst dich schämen, manchmal solltest du dich sogar schämen"
2025/06/30
Lachen die etwa über mich? Was habe ich da nur gesagt? Hoffentlich hat
mich keiner gesehen. Scham prägt uns, seit der Mensch denken kann – und
meistens ist sie mit unseren unangenehmsten Erinnerungen verbunden. "Wir
schämen uns heute oft nicht mehr für das, was wir tun – sondern dafür,
wer wir sind", sagt der Journalist und Sachbuchautor Matthias
Kreienbrink. Instagram, TikTok und soziale Medien machen es
möglich: Mehr denn je zielt eines der schlimmsten Gefühle auf uns als
Person, denn selten war es einfacher, Menschen zu beschämen oder selbst
beschämt zu werden.
Dabei ist Scham mehr als nur ein Gefühl – sie ist ein soziales Signal,
manchmal ein Schutzmechanismus, und oft durchkreuzt sie auch unsere
Beziehungen und den Sex. Mit den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven
Stockrahm bespricht Matthias, wie die Scham instrumentalisiert wird, wie
sie unser Selbstbild erschüttern kann und wann sie uns doch nutzt. Warum
wir mit der Scham leben müssen – und lernen können, wie sie uns nicht
mehr kontrolliert.
Mehr zu unserem Gast
- Matthias Kreienbrink ist freier Gesellschafts- und Digitaljournalist
(unter anderem auch für DIE ZEIT) sowie Sachbuchautor.
- Sein erstes Buch "Scham – Wie ein machtvolles Gefühl unser Leben neu
prägt" ist im Februar 2025 erschienen und nähert sich der Scham
unter anderem aus psychologischen, soziologischen und
philosophischen Perspektiven.
- Auf Instagram ist er unter @matthiaskreienbrink zu finden.
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