
Werben im Podcast: Ist das normal?
Bewertung
4.5von
Dieser Podcast hat
248 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DIE ZEITExplizit
Ja
Erstellt am
2017/09/05
Neueste Episode
2026/10/05
Durchschnittsdauer
66 min.
Veröffentlichungsintervall
13 Tage
Beschreibung
Wie lieben Menschen heute? Was brauchen glückliche Beziehungen? Und guter Sex? Die Ärztin und Therapeutin Melanie Büttner und der Wissenschaftsjournalist Sven Stockrahm sprechen über alles, was Körper und Psyche guttut. Und über das, was uns verletzt, aber auch verbindet. Ohne Scham, mit Tipps für die eigene Entwicklung und ganz viel Nähe. Immer montags, alle zwei Wochen – mit spannenden Gästinnen und Gästen. Feedback per Sprachnachricht oder Mail an [email protected]. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/podcast-abo
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»Kein Bock mehr? Dann ist der Endgegner das Müssen und das Sollen«
2026/10/05
Wen wir begehren, ist manchmal nicht leicht zu erklären. Und wenn die
Lust gerade in Langzeitbeziehungen schwindet, wird sie oft zum Problem:
»Wir sollen ja wollen«, sagt die Entwicklungspsychologin und
Paartherapeutin Sonja Bröning. »Das macht es uns schwer.« Denn Begierde
hängt mit dem zusammen, was wir in unseren Partnern alles sehen: beste
Freunde, emotionale Heimat, erotische Wunschfiguren. Vielleicht zu viel
und doch untrennbar miteinander verwoben.
Unsere Begierde ist etwas, das sich am Ende nicht kontrollieren lässt
und das keine Paartherapie fixen kann. Und auch nicht versuchen sollte,
erzählt Sonja den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Was
gelingen kann: dass Menschen zur Anfangsmagie ihrer Beziehung
zurückfinden, wenn sie sich erst mal durchs Dickicht ihrer Sehnsüchte,
Ansprüche und Bedürfnisse gewühlt haben.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Diese Folge wurde live auf dem Harbour Front Literaturfestival vor
Publikum aufgezeichnet.
- Sonja Bröning ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der
Medical School Hamburg und forscht zu Beziehungen und Sexualität.
Zugleich arbeitet sie als systemische Paar- und Sexualtherapeutin in
eigener Praxis. Mehr zu ihrer Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Website
und auf Instagram.
- Im Sommer 2026 ist das Sachbuch Vielfältige Liebe – Polyamorie
gestalten von Agostino Mazziotta und Sonja Bröning erschienen
Weitere Podcastfolgen zum Thema
- »Vielen geht es darum, wie Sex aussieht – nicht, wie er sich
anfühlt«
- »Sex ist nicht einfach nur Sex – nie«
- »Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen
kann«
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willst«
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»Wenn Kritik funktionieren würde, bräuchte keiner eine Paartherapie«
2026/09/21
Jeder Konflikt in Beziehungen lässt sich meist auf drei Dinge
herunterbrechen, sagt Eric Hegmann: »Du machst es nicht so wie ich.
Nicht so, wie ich es mir wünsche. Und anders, als ich es erwarte.« Nur
wie lösen wir den ständigen Stress zu Hause? Indem wir vor allem auf
zwei Anteile in uns schauen, sagt Deutschlands derzeit wohl bekanntester
Paartherapeut. Wer erkennt, wovor er sich insgeheim schützen will, und
gleichzeitig seine Lust auf Neues aktivieren kann, hat die wichtigsten
beiden Schritte getan.
Konflikte verschwinden nicht, indem wir sie abwehren oder uns anpassen:
»Wenn ich eine nachhaltige Veränderung will, brauche ich eine Idee
davon, was ich hinzubekomme, nicht nur, was wegfällt«, sagt Eric im
Gespräch mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. In
Folge 250 erklärt er, wie Paare mit kleinen Experimenten wieder
zueinanderfinden, statt sich immer wieder mit gebrochenen Versprechen zu
enttäuschen.
Mehr zu unserem Gast und eine Bitte
- Eric Hegmann ist Paartherapeut und Autor mehrerer Bücher. Bekannt
wurde er vor allem durch das NDR-Fernsehformat »Die Paartherapie«,
in dem er echte Paare vor der Kamera und im gleichnamigen Podcast
begleitet und unterstützt.
- Im Mai 2026 ist »Das Buch, von dem du dir wünschst, du hättest es
vor deiner Trennung gelesen« erschienen. Darin erklärt er
ausführlich seine Arbeit mit den inneren Anteilen, mit Beispielen
und Übungen, wie Paare besser mit ihren Konflikten umgehen können.
- Deine Meinung ist gefragt: Uns interessiert, wie du die Podcasts der
ZEIT nutzt, was dir daran wichtig ist und was du dir wünscht. Noch
bis Ende September 2026 kannst du uns das in einer kleinen Umfrage
unter zeit.de/befragung-podcast mitteilen. Wir freuen uns sehr, wenn
du mitmachst.
Weitere Podcastfolgen zum Thema
- »Streit über Haushalt ist großartig, weil Paare daran wachsen
müssen«
- »Am Ende ist die Frage: Möchte ich recht haben oder glücklich sein?«
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»Je verspielter man ist, desto glücklicher ist auch die Beziehung« (Wiederholung 4/4)
2026/09/07
Wir sind in der Sommerpause, deshalb wiederholen wir diese Folge aus
unserem umfangreichen Archiv.
»Manche Paare vergessen, dass Beziehung eine freiwillige Veranstaltung
ist«, sagen Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas. Sie sind seit mehr als 30
Jahren ein Paar, beide Therapeuten und beraten gemeinsam andere Paare
als Liebling + Schatz. Für sie sind glückliche Beziehungen kein Zufall,
aber sie halten auch nicht durch gelegentliche Wellnesswochenenden zu
zweit oder den Restaurantbesuch um die Ecke.
Wer etwas für sich und seine Beziehung tun will, soll spielen, erzählen
beide den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. In dieser
Folge sprechen sie über ihre eigenen Glückstipps und weshalb sie Paaren
Mikroabenteuer verschreiben, Einladungen zu spielerischen
Paarerfahrungen – je verrückter und ungewohnter, desto besser.
Mehr zu unseren Gästen und weitere Infos
- Gemeinsam beraten die systemischen Paartherapeuten Birgitt Hölzel
und Stefan Ruzas als Paar andere Paare und leiten die Münchner
Praxis Liebling + Schatz. Im Podcast »Auf der Paar-Ebene« sprechen
sie mit dem Journalisten Jan Tussing zudem über Liebe, Sex,
Partnerschaft und Krisen. Ihr Buch »Höchste Paarungszeit« ist ein
Ratgeber für Eltern für mehr Zeit zu zweit im Alltag. Mehr zu den
beiden gibt es auf ihrer Website und auf Instagram.
- Der Psychologe Kay Brauer von der Uni Halle-Wittenberg erforscht,
wie gut sich Verspieltheit im Erwachsenenalter auswirken kann – auch
im Kontext von Beziehungen (Journal of Research in Personality:
Brauer & Proyer, 2018). Mit weiteren Forschern hat er Hinweise
darauf entdeckt, dass sich Verspieltheit auch wieder neu lernen und
trainieren lässt (Applied Psychology: Health and Well-Being: Proyer
et al., 2020).
- Auch die Psychotherapeutin Esther Perel, eine der erfolgreichsten
Beziehungsexpert:innen, rät zu mehr Verspieltheit in Liebe und
Partnerschaft.
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Bonusfolge: Hörst du mir überhaupt zu? Wie wir aufhören, aneinander vorbeizureden
2026/09/01
Viel zu oft glauben wir, unsere Partner schon zu kennen. Und passen kaum noch auf. Dabei verbessert echtes Zuhören jede Beziehung. Welche Nachfragen wahre Nähe schaffen.
»Sex hört dann auf, wenn die Partner sich wichtig sind« (Wiederholung 3/4)
2026/08/24
Wir sind in der Sommerpause, deshalb wiederholen wir diese Folge aus
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Warum willst du Sex? Aus Spaß, weil er eben dazugehört oder aus anderen
Gründen? »Viele Paare haben keinen Sex mehr, obwohl sie ihn gerne
hätten, weil sie Lust als fast einzige Fahrkarte betrachten«, sagen die
Paar- und Sexualtherapeuten Katharina Middendorf und Ralf Sturm. Und
erklären, warum es sich lohnt, Sex und Lust getrennt zu betrachten.
Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen sie
über gute Gründe für Sex, die viele oft nicht gelten lassen: die
Beziehung halten, Stress abbauen, sich normal fühlen, anderen einen
Wunsch erfüllen. Was es für Sex braucht, wie sich der Druck rausnehmen
lässt und wieso die besten Tipps für besseren Sex meist ins Leere
laufen.
Mehr zu unseren Gästen und weitere Infos
- Katharina Middendorf und Ralf Sturm sind beide unter anderem
systemische Paar- und Sexualtherapeuten. Für den Tagesspiegel
schreiben sie die Kolumne Mythen der Liebe. Gemeinsam haben sie eine
Praxis in Berlin.
- In dieser Folge werden einige Konzepte für die Sexualtherapie – wie
etwa das Hamburger Modell – genannt, die wir in einer frühen
Sexpodcastfolge ausführlich erklärt haben.
- Über Lustlosigkeit schrieb auch der bekannte Sexualtherapeut und
Psychologe David Schnarch in seinen Büchern Die Psychologie
sexueller Leidenschaft und Intimität und Verlangen.
Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.
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»Zu hoffen, der andere ändert sich, ist bequem – und nutzlos« (Wiederholung 2/4)
2026/08/10
Wir sind in der Sommerpause, deshalb wiederholen wir diese Folge aus
unserem umfangreichen Archiv.
Warum fehlt Biggi die Nähe und Wärme in ihrer Beziehung zu Ben? Und was
steckt hinter Bens Lustlosigkeit? Im Sexpodcast sind wir ein zweites Mal
dabei, wenn Paar- und Sexualtherapeut Ulrich Clement uns in eine echte
Sitzung mitnimmt. Seine Klienten sind Ben und Biggi, beide Anfang
vierzig, seit neun Jahren ein Paar. In der letzten Podcastfolge »Was in
einer Paartherapie wirklich passiert« haben beide ihre Probleme
geschildert, nun müssen sie sich fragen: Was möchte ich verändern, damit
unsere Beziehung eine Zukunft hat?
Gemeinsam mit Ulrich Clement besprechen die Podcasthosts Melanie Büttner
und Sven Stockrahm in dieser Folge auch, welche Strategien der Therapeut
in der Sitzung wählt und warum. All das zeigt, was Paare wie Ben und
Biggi erwarten kann, die selbst über eine Therapie nachdenken.
Mehr zu unseren Gästen
- Alles zu unserem Gast, dem Sexualtherapeuten, Psychologen, Coach und
Autor Ulrich Clement findet sich auf seiner Website
www.ulclement.de. In der Serie und dem Online-Kurs Life Lessons hat
Ulrich Clement seine Praxis geöffnet. Das Projekt zeigt, wie
Sexualtherapie heute funktionieren kann.
- Wir bedanken uns bei allen Paaren, die sich für diese Folge beworben
haben, und ganz besonders Ben und Biggi, die mitgemacht haben.
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Was in einer Paartherapie wirklich passiert (Wiederholung 1/4)
2026/07/27
Wir sind in der Sommerpause, deshalb wiederholen wir diese Folge aus
unserem umfangreichen Archiv.
Im Sexpodcast hören wir mit euch bei einer echten Paartherapie zu und
erklären, wie eine Sitzung abläuft, was gefragt wird und warum. Unser
Paar: Ben und Biggi, beide Anfang 40 und seit 9 Jahren zusammen. Ihr
Problem: zu wenig Sex und Wärme in der Beziehung. Ihr Therapeut: Ulrich
Clement, der die systemische Sexualtherapie in Deutschland entwickelt
hat und bereits Hunderten von Paaren helfen konnte.
In der ersten Sprechstunde geht es um Konflikte im Alltag, eine
Beziehung aus der Vergangenheit und die Frage: Was könnte beim Sex
besser laufen? Gemeinsam mit Ulrich Clement besprechen die Podcasthosts
Melanie Büttner und Sven Stockrahm, worauf es in der Praxis wirklich
ankommt und was Paare erwarten kann, die auch über eine Therapie
nachdenken.
Mehr zu unserem Gast
- Alles zu unserem Gast, dem Sexualtherapeuten, Psychologen, Coach und
Autor Ulrich Clement findet sich auf seiner Website
www.ulclement.de. In der Serie und dem Online-Kurs "Life Lessons"
hat Ulrich Clement seine Praxis geöffnet. Das Projekt zeigt, wie
Sexualtherapie heute funktionieren kann.
- Wir bedanken uns bei allen Paaren, die sich für diese Folge beworben
haben und ganz besonders Ben und Biggi, die mitgemacht haben.
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»Ohne Sinnlichkeit bringt auch das abgefahrenste Sexspielzeug nichts«
2026/07/13
Wer bei Maria Kehr vorbeischaut, dem kommen auch schon mal die Tränen:
»Wenn dir jemand sagt: ›Ich habe mich selten so geliebt gefühlt‹, das
hat schon Kraft.« Die Coachin für sinnliche Berührung und Sexualität
versucht, Menschen und Paare ins intensive Spüren und in echte
Verbindung zu bringen – emotional wie körperlich. Statt Anspannung und
Leistungsdruck zählen bei ihr Absichtslosigkeit und Sich-fallen-Lassen.
Wie das geht und was dafür nötig ist, erzählt sie den Podcasthosts
Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Und hat auch gleich zwei Übungen
mitgebracht, durch die sie die beiden führt. »Ich vertrete eine
Sexualität, die sich anfühlt wie ein Sommertag«, sagt Maria. Und die
beginnt bei einem selbst: Erst wenn wir wissen, was wahre Sinnlichkeit
für uns bedeutet, können wir sie auch weitergeben.
Weitere Podcastfolgen zum Thema
- »Wahre Sinnlichkeit katapultiert Sex in eine völlig neue Dimension«
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»Ein Partner ohne Behinderung? Auch für uns war das der heilige Gral«
2026/06/29
»Viele sehen mich mit meiner Behinderung als Trophäe. Das nutze ich beim
Onlinedating schamlos aus«, sagt die Schauspielerin und Sängerin Lucy
Wilke. Gleichzeitig bekommt sie die Berührungsängste vieler
Nicht-Behinderter ständig zu spüren: »Ich habe mich oft wie eine
Therapeutin gefühlt, statt wie eine Frau, die datet.« Der Aktivist und
Moderator Raúl Krauthausen kann das gut nachvollziehen. »Sex, geht das
überhaupt?«, das könne für manche sogar eine unangebrachte
Kennenlernfrage sein.
Mit den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen beide
offen wie nie über Sexualität und Scham, Beziehungen und ihr ganz
persönliches Verhältnis zum eigenen Körper. »Meine erste sexuelle
Erfahrung hatte ich mit 27«, erzählt Raúl heute mit Anfang 40. Und
ergänzt: »Das Gefühl ›Ich bin minderwertiger, weil ich weniger Erfahrung
habe, weil ich behindert bin, weil ich Hilfe brauche‹, das konnte ich
erst in den letzten Jahren ablegen.« In dieser Podcastfolge dreht sich
alles um die beiden und die Frage: Kannst du dir eine Beziehung mit
einem behinderten Menschen vorstellen? Und falls nein, warum eigentlich
nicht?
Mehr zu unseren Gästen
- Lucy Wilke ist Schauspielerin, Sängerin, Künstlerin und Autorin.
Seit 2020 ist sie festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.
Bekannt wurde sie unter anderem durch das Theaterstück F*****g
Disabled. Aktuell schreibt sie an einem Roman über ihre
Datingerlebnisse und plant einen OnlyFans-Account als Kunstprojekt.
Unter dem Namen Criplicious will sie auch den gesellschaftlichen
Blick auf Behinderung und Begehren zum Thema machen.
- Raúl Krauthausen ist Inklusionsaktivist, Autor und Moderator. Er ist
unter anderem Host des Podcasts Im Aufzug, in dem er mit prominenten
Gästen spricht. Zu sehen ist er außerdem in der Videotalk-Reihe
KRAUTHAUSEN – face to face. Raul setzt sich öffentlich für
Barrierefreiheit und Behindertenrechte ein. Etwa mit seinem Buch Wer
Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet
Ausreden. Derzeit schreibt er an seinem zweiten Kinderbuch.
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»Im Labor ist ein Bett. Wir beobachten aber niemanden direkt beim Sex«
2026/06/15
Was verändert sich im Körper durch einen Orgasmus? Ist Paarsex
befriedigender als Solosex? Und welchen Einfluss haben hochrealistische
Sexpuppen auf Nähe und Intimität? Mit solchen Fragen beschäftigt sich
der Sexualwissenschaftler Johannes Fuß. Er leitet das Sexlab – einen
Studienraum, in dem Menschen Sex haben und dabei diskret überwacht
werden. Die Grundlagen von Lust und Erregung messen die Forscher etwa
anhand von Blutwerten, Herzfrequenz oder Hormonausschüttung.
Den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Johannes,
wie man ein Sexlab einrichtet, was Körperwerte verraten, aber auch wer
sich bei ihnen so als Proband meldet. Und die drei sprechen darüber, wie
Robotik und KI beginnen, Sexualität zu verändern.
Mehr zu unserem Gast und weitere Infos
- Johannes Fuß ist Psychiater und Sexualwissenschaftler und leitet das
Institut für forensische Psychiatrie und Sexualforschung der
Universität Duisburg-Essen.
- Das Sexlab ist in einer Doku der 3sat-Sendung »nano« zu sehen:
»Solo-Sex – Von Menschen und Tieren, die masturbieren« (erstmals ab
Minute 07:25)
- Johannes sucht aktuell Teilnehmende für die Studie: Wie verändert
sich das Mikrobiom nach dem Analsex?
- Mehr über das Sexlab und zu weiterer Forschung am Institut von
Johannes Fuß
- In der Folge sprechen wir unter anderem über eine Studie zur
Ausschüttung von Endocannabinoiden bei Masturbation bis zum
Höhepunkt (»The Journal of Sexual Medicine«: Fuß et al., 2017).
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»Wir sind keine sexgeilen Menschen, die sich jedes Wochenende treffen«
2026/06/01
»Swingen läuft dann schief, wenn man dadurch seine Beziehung retten
möchte«, sagt der Paartherapeut und Sexualberater Thomas. Er selbst ist
verheiratet, und seine Frau und er teilen ihre Sexualität auch mit
anderen, wie sie sagen. Swingen bedeutet für sie nicht nur sexuelle
Abenteuer, sondern auch tiefe Verbindung, Freundschaft und Community.
Den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Thomas,
warum für ihn eine stabile Beziehung mit Vertrauen, radikaler
Ehrlichkeit und vielen Gesprächen die Voraussetzung für seine offene Ehe
ist.
»Wir sind emotional nackt voreinander«, sagt Thomas über seine
Partnerschaft und erklärt, wie es gelingt, Eifersucht, Unsicherheit oder
unerwartete Verliebtheit offen zu besprechen. Und er räumt mit Klischees
rund ums Swingen auf – wenn es etwa um Klubs, Anonymität und ständigen
Sex geht. Als Therapeut begleitet er selbst zudem Menschen, die swingen.
Und er sagt, es gibt drei Fragen, die jeder für sich beantworten sollte,
ehe man seine Beziehung öffnet: »Wollen wir das beide? Kann ich ehrlich
über Angst und Eifersucht reden? Und: Suchen wir eher Erweiterung oder
Rettung?«
Mehr zu unserem Gast
- Thomas ist Paartherapeut, Sexualberater und Podcaster. Er ist
verheiratet und hat Kinder.
- Gemeinsam mit seiner Frau Anna spricht Thomas im Podcast Wir Swingen
offen über Beziehung, Sexualität und persönliche Entwicklung.
Weitere Podcastfolgen zum Thema
- »Sexuell exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht«
- »Sex in Freundschaften verbindet, weil er verbindlich ist«
- »Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen
kann«
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»Es gibt Frauen, die Gewalt ausüben, nicht weil sie sich wehren«
2026/05/18
Männer und Frauen berichten ähnlich häufig davon, in ihren Beziehungen
körperliche Gewalt erfahren zu haben. Das belegt eine Dunkelfeldstudie
des Bundeskriminalamtes. Wie kann das sein, denken wir bei
Partnerschaftsgewalt doch vor allem an Männer als Täter? »Wir sehen
Frauen oft nicht in ihrer Ganzheit, in ihrer Destruktivität, in ihrer
Wut«, erzählt die Soziologin und Gewaltforscherin Rebecca Gulowski den
Podcasthosts Melanie Büttner rund Sven Stockrahm.
Gewalt, die von Frauen ausgehe – egal, ob psychisch, physisch oder
sexualisiert –, werde oft kleingeredet oder pathologisiert: »Das Bild
von der verrückt gewordenen Furie«, sagt Rebecca, sei aber »eher
konstruiert«. Und gleichzeitig gehöre zur Wahrheit, dass männliche
Partnerschaftsgewalt meist intensiver und folgenschwerer sei und größere
Angst oder sogar Todesangst auslöse als weibliche. In dieser Folge geht
es um Frauen, die übergriffig werden, welche Rolle Scham,
Geschlechterstereotype und eigene Gewalterfahrungen dabei spielen. Und
wie sich die Gewalt verhindern lässt.
Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos
- Rebecca Gulowski ist Professorin für Sozialwissenschaften,
wissenschaftliche Referentin für Familienhilfe und Kinderschutz am
Deutschen Jugendinstitut und psychosoziale Beraterin mit Schwerpunkt
Trauma und Gewaltprävention. Sie forscht unter anderem zu
Partnerschaftsgewalt und weiblicher Täterinnenschaft.
- Wir zitieren aus der Dunkelfeldstudie Lebenssituation, Sicherheit
und Belastung im Alltag – kurz LeSuBiA – des Bundeskriminalamtes
von 2026. Sie liefert Daten zu Gewalterfahrungen in Deutschland,
insbesondere zur psychischen und körperlichen Gewalt in
Partnerschaften.
- Weitere erwähnte Studien und Forschungsarbeiten: Sexualisierte
Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (Deutsches Ärzteblatt: Dreßing
et al., 2025), Partnerschaftsgewalt durch Frauen (in Handbuch
Häusliche Gewalt: Rebecca Gulowski, 2020), Beratung für Frauen, die
Partnerschaftsgewalt ausüben (in Handbuch Häusliche Gewalt: Gulowski
& Schünemann-Homburg, 2020), Das Fremde in mir. Gewaltdynamiken in
Liebesbeziehungen zwischen Frauen. Soziologische Perspektiven auf
ein Tabuthema (Constance Ohms, 2015)
- Rebecca Gulowski war selbst lange für violenTia in München tätig,
eine Fachberatungsstelle speziell für Frauen, die in ihrer
Partnerschaft Gewalt ausüben.
Eine spezialisierte Psychotherapie kann dabei helfen, die Folgen von
sexueller Gewalt und anderen Traumatisierungen zu bewältigen.
Psychotherapeuten mit einer traumaorientierten Zusatzausbildung sind
hier zu finden:
- Traumaambulanzen: in verschiedenen Städten
- Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
- Fachverband für Anwender der psychotherapeutischen Methode Eye
Movement Desensitization and Reprocessing (EMDRIA)
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»Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen kann«
2026/05/04
»Was alle Beziehungen eint, ist das Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu
werden«, sagt der Psychologe und Beziehungstherapeut Agostino Mazziotta.
Er ist überzeugt, dass Liebe wachsen kann, wenn wir sie teilen – auch
abseits der Monogamie. Live auf der Bühne der Lindauer
Psychotherapiewochen spricht Tino mit den Hosts Melanie Büttner und Sven
Stockrahm über offene Beziehungen, Polyamorie oder ganz grundsätzlich
über konsensuelle Nichtmonogamie.
Für viele sind diese Modelle in ihren Partnerschaften längst Realität,
in der Psychotherapie gelten sie aber oft noch als verdächtig oder sogar
problematisch. Wir schauen, welche Chancen und Herausforderungen
individuelle Beziehungsformen mit sich bringen und wie Menschen
herausfinden, was wirklich zu ihnen passt.
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- Agostino Mazziotta ist Psychologe, Ehe-, Familien- und
Lebensberater, Sexualtherapeut und Professor für Diversity und
Community Work in Münster. Er forscht unter anderem zu
einvernehmlich nichtmonogamen Beziehungen.
- Diese Folge wurde live auf der Bühne im Rahmen der Lindauer
Psychotherapiewochen aufgezeichnet, eine der weltweit größten Fach-
und Weiterbildungsveranstaltungen in der Psychotherapie und
Psychosomatik.
- Im Sommer 2026 erscheint das Sachbuch »Vielfältige Liebe -
Polyamorie gestalten« von Agostino Mazziotta und Sonja Bröning.
Beide haben auch einen Artikel im »Psychotherapeutenjournal«
veröffentlicht zum Thema »Hilfreich oder schwierig? Erfahrungen
queerer Menschen in Beratung und Therapie«.
- Wer sich mit Menschen austauschen möchte, die einvernehmlich
nichtmonogam leben, kann sich an verschiedene Polystammtische und
Treffpunkte wenden. Auf der Webseite der Polyamorie Stammtische Köln
gibt es beispielsweise eine deutschlandweite Übersicht mit
Kontakten.
Weitere Podcastfolgen zum Thema
- »Ich kann nur in einer Beziehung bleiben, wenn ich sie nicht
brauche«
- »Sexuell exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht«
- »Sex in Freundschaften verbindet, weil er verbindlich ist«
Alle Folgen vom Sex- und Beziehungspodcast auch auf
www.zeit.de/istdasnormal.
Kennst du unser Buch? »Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn
willst«
Folge den Hosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und
dem ZEIT-Ressortleiter Wissenschaft, Sven Stockrahm, auf Instagram unter
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»Mir muss klar sein: Ich werde die Menschen, die ich liebe, verletzen«
2026/04/20
Der eine Satz zu viel im Streit. Die WhatsApp-Nachricht, die man nicht
hätte lesen sollen. Eine Lüge. Oder das Gefühl, verraten worden zu sein:
Manche Beziehungskrisen kommen schleichend, andere wie aus dem Nichts.
Und dann gehen wir auf Abstand, obwohl wir gerade jetzt Verbindung
bräuchten. Die Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit der
Paartherapeutin Sharon Brehm darüber, was nach einem Vertrauensbruch
hilft: Erst durchatmen, sich selbst spüren und den eigenen Schmerz ernst
nehmen. Auch wenn es schwerfällt.
Entscheidend sei bei jedem Konflikt der Kontext, sagt Sharon: nicht
allein die Schwere, sondern die Geschichte dahinter. Stress, Deutungen
und alte Wunden bestimmen, wie hart uns etwas treffen kann. Wem es
gelingt, neugierig zu bleiben, statt sich sofort zu verteidigen oder
Schuld zu verteilen, macht den ersten Schritt. Letztlich geht es gerade
in Beziehungen um die große Frage: Wie können wir uns voneinander
erzählen, ohne uns zu verletzen?
Mehr zu unserer Gästin
- Sharon Brehm ist systemische Paartherapeutin und Coach in München.
Mehr zu ihrer Arbeit erfahrt ihr auf Sharons Webseite und auf
Instagram. Sie ist zudem Autorin des Sachbuchs: wiederherzgestellt:
Wie emotionale Heilung mehr Vertrauen, Nähe und Lebendigkeit in
deine Beziehung bringt. 2022 veröffentlichte sie das psychologisch
fundierte Datingbuch Smart Loving: Wie wir echte Liebe finden.
Weitere Podcastfolgen zum Thema
- »Am Ende ist die Frage: Möchte ich recht haben oder glücklich sein?«
- »Streit über Haushalt ist großartig, weil Paare daran wachsen
müssen«
- »In einer Beziehung braucht es auch emotionale Selbstbefriedigung«
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"Am Ende ist die Frage: Möchte ich recht haben oder glücklich sein?"
2026/04/06
Anna Ewald würde gerne ein Wort aus unserem Wortschatz streichen:
Entschuldigung. Denn oft sei es nur Teil eines hohlen Rituals, bei dem
das, was wirklich passiert sei, weder gesehen noch gehört werde, sagt
die Psychologin, Paar- und Sexualtherapeutin. Wer nur "Sorry" sagt, will
meist schnell die Schuld loswerden, statt echte Verantwortung zu
übernehmen. Das kennen wir alle. Hauptsache, alles ist wieder gut. Das
repariere nichts, erklärt Anna den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven
Stockrahm. Ohne Verhaltensänderung gehe es nicht.
"Konflikte sind kein Scheitern", sagt Anna, "sondern der wichtigste
Türöffner für wahrhaftige Verbindung." Niemand könne uns triggern, denn
wunde Punkte sind schon vorher da. Wichtig sei es, Auseinandersetzungen
in Beziehungen besprechbar zu machen, ohne auszurasten. Wie das geht,
verrät Anna in dieser Folge, und sie bringt drei einfache Formeln mit,
die helfen, Verletzungen zu kurieren, statt nur zu versorgen. Denn all
unsere Wunden sind in Beziehung mit einem anderen Menschen entstanden.
Deshalb können sie auch nur in Beziehung heilen.
Mehr zu unserer Gästin
- Die Psychologin Anna Ewald arbeitet als Einzel-, Paar- und
Sexualtherapeutin in Berlin. In ihrem Podcast "Liebe. Sex. Beziehung
– Der Therapie-Podcast" spricht sie unter anderem darüber, wie es
gelingt, alte Verletzungen zu heilen, tiefere Verbindung aufzubauen
und Beziehungen zu gestalten. Auf Instagram findet ihr sie unter
annaewald.therapie.
Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema
- "Streit über Haushalt ist großartig, weil Paare daran wachsen
müssen"
- "Ich kann nur in einer Beziehung bleiben, wenn ich sie nicht
brauche"
- "Glück in einer Beziehung? Merkt man am Glow"
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