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programmier.bar – der Podcast für App- und Webentwicklung

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Dieser Podcast hat
551 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
programmier.bar
Explizit
Nein
Erstellt am
2018/04/12
Neueste Episode
2026/10/22
Durchschnittsdauer
50 min.
Veröffentlichungsintervall
5 Tage

Beschreibung

Die programmier.bar lädt regelmäßig spannende Gäste aus der Welt der App- und Webentwicklung zum Gespräch ein. Es geht um neue Technologien, unsere liebsten Tools und unsere Erfahrungen aus dem Entwickler-Alltag mit all seinen Problemen und Lösungswegen.Euer Input ist uns wichtig! Schreibt uns eure Themenwünsche und Feedback per Mail an [email protected] oder auf Discord (https://discord.gg/SvkGpjxSMe), LinkedIn (@programmier.bar), Bluesky (@programmier.bar), Instagram (@programmier.bar) oder Mastodon (@[email protected]).Wir sind Full-Stack-Spieleentwickler bekannter Apps wie 4 Bilder 1 Wort, Quiz Planet und Word Blitz. https://www.programmier.bar/impressum

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News 43/26: Anthropic Scion // Pi 1.0 // Jev 1.14 // Muse Spark Open
2026/10/22
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Anthropic ersetzt Git für das eigene Monorepo durch ein selbst gebautes System, Pi erreicht Version 1.0 und Jev versteht jetzt auch Bilder. Dazu gibt es Updates zu Muse Spark Open und zum Rollout von Gemini 4 Argon. Und endlich ist Philipp nach ein paar Wochen Pause wieder mit dabei! Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26. November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Garrelt hat den Engineering-Blogpost zu Scion mitgebracht, Anthropics eigenem Versionskontrollsystem. Naiv gefetcht wären es im riesigen Monorepo über 600 Petabyte Git-Traffic pro Tag. Scion setzt deshalb nicht auf dezentrales Offline-Arbeiten, sondern darauf, dass Agents immer online sind. Sieben Leute haben in fünf Monaten migriert, CI-Checkouts dauern jetzt Sekunden statt Minuten. Philipp ordnet ein: Google und Meta lösen das mit Piper und Sapling schon lange, und etwas Claude-Marketing steckt auch drin. Philipp stellt uns Pi 1.0 vor, die erste Major-Version des minimalistischen Open-Source-Coding-Agents von Earendil: wenige Default-Tools, alles andere kommt über Extensions. Neu ist unter anderem ein Codemode mit nativer MCP-Unterstützung. Statt dass jeder MCP-Server Kontext frisst, kombiniert das Modell Tools in einem Skript. Dazu kommt das experimentelle Pi Durable für langlebige Agents, deren Sessions ihr von mehreren Geräten aus fortsetzen könnt. Dennis hat ein Update zu Jev dabei, dem System-One-Modell von TypeSafe, das statt Freitext günstige Entscheidungen in Software trifft. Mit Jev 1.14 kommen Bild-Input und ein neuer Typ für Bounding Boxes dazu, damit lassen sich etwa Bilder klassifizieren oder Objekte erkennen. Philipp sieht jede Menge unterschätzte Use Cases, gerade dort, wo heute noch deterministischer Control Flow steht. Außerdem hat Meta mit Muse Spark Open ein Open-Weight-Modell für Agent-Aufgaben veröffentlicht: 816 Milliarden Parameter, 42 Milliarden aktiv, in NVFP4 mindestens 700 GB VRAM oder zwei Mac Studios mit M5 Ultra. Und Philipp sortiert den verwirrenden Rollout von Gemini 4 Argon: Das Modell ist inzwischen in Antigravity auch für Google AI Pro verfügbar, während der neue Gemini agent in Google Cloud auf Enterprise-Use-Cases zielt. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
Spezialfolge : next.app devCon 2026 aus Berlin
2026/10/20
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Drei Tage, 24 Tracks, ein neuer Name: Jan war auf der next.app devCon in Berlin und berichtet Dennis, wie die Konferenz für ihn war, die früher unter den Namen droidCon und flutterCon lief. Mit einem Programm, das weit über Mobile hinausgeht, hat sich die Veranstaltung dieses Jahr deutlich breiter aufgestellt. Jan nimmt uns mit durch Setup und Format: dedizierte Tracks für Gaming, XR, Security, Swift und mehr, Sessions über 20 oder 45 Minuten plus Keynotes in mehreren Tracks parallel. Das macht die Orientierung bequem, sorgt aber auch dafür, dass man als Besucher:in schnell drei Tage im selben Raum sitzt. Bei den 20-Minuten-Slots bleibt Jan skeptisch: Für einen Ticketpreis von etwa 500 Euro wünscht er sich mehr Tiefe statt acht Kontextwechsel pro Tag. Inhaltlich spannend wurde es vor allem in den zwei Tracks zu Agentic Coding. Dort hat sich gezeigt, dass gerade zwei Realitäten nebeneinander existieren: auf der einen Seite die Bubble mit Software Factories, Agent-Rollen und von Agents gepflegten Wikis, auf der anderen Entwickler:innen, die Coding Agents aus guten Gründen nicht nutzen dürfen, von Patenten über Firmengeheimnisse bis zu Anforderungen an das Supply Chain Management. Für Jan ein Argument dafür, dass auch das klassische Konferenzformat noch lange relevant bleibt. Zwei Talks sind besonders hängen geblieben: einer über das Factory Pattern, der die Frage aufwirft, ob sich unsere Rolle in Richtung Architekt:innen für das System verschiebt, das Software baut. Und einer zu Clean Code in Zeiten von AI, der sehr faktisch durchgeht, welche Regeln einem Agent tatsächlich nutzen und welche man verwerfen oder neu denken sollte. Beim Eventhandwerk gibt es dagegen Luft nach oben, und das sagen wir hier ehrlich: Das Catering vom Vorjahr ist weggefallen, stattdessen gab es ein paar Food Trucks im Hof. Dazu mehrere Sessions, die schlicht ausgefallen sind, ohne dass es einen Hinweis gegeben hätte. Inhaltlich ist die Konferenz aus Jans Sicht auf einem guten Weg, organisatorisch fehlt an einigen Stellen noch die Kleinigkeit, die den Unterschied macht. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
News 42/26: Gemini 4 Argon // REA: Reverse Engineer Anything // Cloudflare übernimmt Deno // Apple Home View
2026/10/15
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Gemini 4 Argon ist da, aber kaum jemand kommt dran. Ein GitHub-Repo verspricht, fremde Software einfach nachzubauen. Deno geht zu Cloudflare und Apple stellt mit HomeView eine komplett neue Produktkategorie vor. Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26. November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Google hat mit Gemini 4 Argon sein neues Frontier-Modell veröffentlicht und auf dem Papier sieht das stark aus. Spannender als die Zahlen finden wir aber, wie limitiert der Rollout ist. Danach geht es um ein Repo, das innerhalb weniger Tage durch die Decke gegangen ist: REA. Ein MCP, mit dem Agents bestehende Software reverse-engineeren und nachbauen können. Dave nimmt uns mit durch die Frage, was das für kommerzielle Software bedeutet. Anschließend wird es für Jan emotional, denn Deno geht zu Cloudflare und die Arbeit an der Runtime wird in Zukunft eingestellt. Ryan Dahl beschreibt im Blogpost, dass der größere Hebel für die Developer Experience nicht in der Runtime liegt, sondern in der Infrastruktur drumherum und genau diese Expertise will Cloudflare für Workers und Durable Objects haben. Apple hat mit HomeView eine neue Produktkategorie vorgestellt: ein Smart-Home-Hub mit Sieben-Zoll-Display. Der Haken für uns: Der Start ist auf englischsprachige Märkte beschränkt, Deutschland ist erstmal außen vor. Zum Schluss gibt es Nachschub für Jans neue Rubrik „neidisch auf Windows-User:innen”: Microsoft bringt bei den neuen Surface-Geräten magnetisch gesicherte USB-C Anschlüsse, die sich bei Zug lösen, statt den Rechner vom Tisch zu reißen. Ganz so elegant wie erhofft ist die Umsetzung allerdings nicht. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
Deep Dive 218 – Deno Desktop mit Leo Kettmeir
2026/10/13
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Electron, Tauri, Electrobun – braucht es wirklich noch eine weitere Lösung, um aus dem Web-Stack heraus Desktop-Apps zu bauen? Mit Deno Desktop hat Deno seit Version 2.9 genau das gewagt und Leo Kettmeir, Software Engineer bei Deno, nimmt uns mit hinter die Kulissen dieses neuen Features. (Hinweis: Nach der Aufnahme dieses Gesprächs hat Deno Land Inc., die Firma hinter Deno und Deno Desktop, bekannt gegeben, dass sie von Cloudflare übernommen wird. Was das konkret für die Weiterentwicklung von Deno Desktop bedeutet, ist aktuell noch unklar.) Im Gespräch zeigt Leo, warum Deno sich selbst längst nicht mehr nur als JavaScript-Firma versteht, sondern als Tooling-Company, die Entwickler:innen das Leben leichter machen will. Sei es mit der Runtime selbst, der Package Registry JSR, dem Webframework Fresh oder eben mit Deno Desktop als Antwort auf Electron. Erst dieses Jahr fand das Team eine praktikable Architektur für das Projekt, wobei sich Deno Desktop bewusst Konzepte von Tauri und Electrobun abgeschaut und mit dem eigenen „Deno-Flair“ kombiniert hat: einfache Nutzung, Browser-APIs statt proprietärer Schnittstellen und ein Befehl reicht, um aus einer bestehenden Webseite eine Desktop-App zu machen. Technisch spannend ist die Bauweise: Deno Desktop lädt eine spezielle Runtime-Binary herunter, hängt die eigene, gebündelte App per Magic Header einfach dahinter, ähnlich wie es Deno Compile schon macht, und erzeugt so eine einzige Binary. Weil dabei nichts kompiliert, sondern nur zusammengefügt wird, lässt sich fast überall für jede Zielplattform cross-kompilieren. Beim Rendering kann man zwischen der schlanken System-Webview und dem Chromium Embedded Framework wählen. Auch bei der Developer Experience zeigt sich der Anspruch: Hot Module Reloading, automatische Framework-Erkennung und ein einziges Chrome-DevTools-Fenster, in dem sich gleichzeitig Renderer und Deno-Prozess inspizieren lassen. Ganz fertig ist die Reise aber nicht. Deno Desktop gilt in 2.9 offiziell als experimentell und laut Leo geht es aktuell vor allem um Bugfixes statt fehlender Kernfunktionen. Auch beim Testen von Desktop-Apps gibt es branchenweit keine wirklich guten Lösungen, selbst Tauri verlässt sich hier eher auf Live-Feedback der Nutzer:innen als auf automatisierte End-to-End-Tests. Ausblick gibt es trotzdem: iOS-Builds sind schon möglich, Android ist in Arbeit, weshalb der Name „Deno Desktop“ langfristig vielleicht zu eng gefasst ist. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube Musik: Hanimo
News 41/26: Kolibri // Claude Code Mods // Neuer Firefox
2026/10/08
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Ein neues AI-Modell aus Deutschland, Mods für Claude Code und ein Firefox, der kaum wiederzuerkennen ist: Das bringen Fabi, Garrelt und Dennis diese Woche mit. Vorab eine Bitte: Das Team vom Engineering Kiosk will mit seiner Umfrage zu deutschsprachigen Tech-Podcasts herausfinden, was ihr hört und was euch wichtig ist. Macht doch gern bis zum 24. Dezember mit. Am Ende dieser Folge diskutieren wir noch, wie stark sich unsere Entwicklungsarbeit mit AI zuletzt gedreht hat. Wer danach etwas zum Lachen braucht: Garrelt empfiehlt euch das Video AI CEO Interviews (2026) von Kai Lentit. Schreibt uns, ob ihr so etwas öfter in den News hören wollt! Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26. November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Nachdem sich Aleph Alpha 2024 aus dem Rennen um eigene LLMs verabschiedet hatte, meldet sich das Heidelberger Unternehmen jetzt mit Kolibri zurück. Fabi stellt uns das seit dem 3. Oktober verfügbare Open-Weight-Modell vor: eine Mixture-of-Experts-Architektur mit 78 Milliarden Parametern, von denen pro Token rund 3 Milliarden aktiv sind, spezialisiert auf Deutsch und gebaut für Verwaltung, Banken und andere regulierte Branchen. Mal eben lokal laufen lassen ist trotzdem nicht drin, die Gewichte brauchen rund 78 GB GPU-Speicher. Solide für den souveränen Einsatz, der ganz große Wurf ist es für Fabi aber nicht. Mit Mods lässt sich Claude Code ab sofort per TypeScript umbauen. Garrelt berichtet uns, was damit geht: Anders als Hooks können Mods Events umschreiben, eigene UI zeichnen und eingebaute Features wie /diff ersetzen, im Terminal wie in der Desktop-App. Ausgeliefert werden sie über Plugins, mehrere Mods lassen sich stapeln und Claude Code schreibt und hot-reloadet sie auf Wunsch gleich selbst. Spannend: Ein Entscheidungsmodell wie Jev kann nicht mehr benötigten Tool-Output aus dem Kontext werfen, dazu passt Cloudflares neues Open-Weight-Modell Clef, das mit Jev kompatibel ist. Und dann noch eine Non-AI-News, zumindest fast: Firefox hat ein neues Design bekommen. Dennis zeigt uns, was sich ändert: Die Tabs wandern in eine Seitenleiste nach links, was stark an Arc erinnert, und ein einziger Schalter deaktiviert sämtliche AI-Funktionen im Browser. Wer über einen Browser-Wechsel nachdenkt, kann Firefox mal wieder eine Chance geben. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
News 40/26: OpenAI DevDay // Dots // Sol 6.1 // Sonnet 5.5 // State of Devs // Einstiegsjobs im Sinkflug
2026/10/01
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Über 20 Ankündigungen an einem einzigen Tag: Jan war beim Livestream des OpenAI DevDays dabei und nimmt uns mit durch das komplette Paket. Danach schauen wir mit Dennis auf den State of Devs 2026 und darauf, warum Berufseinsteiger:innen in Deutschland gerade so schwer Fuß fassen. Zum Schluss geht es um eine Maus, die vibriert. Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26. November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Mit Claude Sonnet 5.5 hat Anthropic kurz nach Opus 5.5 die 5.5-Familie erweitert. Das Modell ist über 30 % schneller als Sonnet 5 und kostet pro Aufgabe bis zu 30 % weniger. In der Praxis heißt das für uns: Opus 5.5 für Brainstorming und Plan, Sonnet 5.5 fürs Umsetzen klar abgesteckter Aufgaben. Mit Dots bringt OpenAI zum DevDay immer laufende Personal Agents, die auf GPT-6 Astra basieren und einen eigenen Rechner in der Cloud mitbringen. Dazu kommen ChatGPT Space als gemeinsamer Arbeitsraum für Teams, ChatGPT und Dots, das günstigere GPT-6.1 Sol samt Ultrafast-Tier, OpenAI Private Intelligence für sensible Daten, Codex in der Cloud inklusive Codex Security Cloud mit Zugriff auf die Daybreak-Blue-Modelle, Sign in with ChatGPT sowie ein neuer Pro-500-Plan. Wenig davon hat man noch nie gesehen, vieles davon deutlich polierter als bei denen, die es vorher probiert haben. Danach berichtet Dennis über den State of Devs 2026. Der Gesamteindruck ist deutlich: Es gibt spürbar mehr Unsicherheit als früher und 2026 dürfte als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem sich AI nicht mehr umschiffen ließ. Wie sich das konkret auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt, zeigt eine Auswertung des Indeed Hiring Lab: Einstiegsjobs lagen im Juli 2026 rund 46 % unter dem Niveau von 2019, im Bereich IT-Anwendungen und -Lösungen sogar 77 % darunter. Ausbildungs- und duale Stellen halten sich dagegen stabil. Zum Abschluss noch etwas Erfreuliches aus einer Ecke, aus der es Jan nicht erwartet hätte: Microsoft bringt haptisches Feedback auf die Maus. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
Deep Dive 217 – Leveling Up in Job Interviews mit Philipp Hauer
2026/09/29
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Was entscheidet wirklich über ein Job Interview und warum sitzen am Ende beide Seiten in derselben Prüfungssituation? Darüber sprechen Dennis und Dave mit Philipp Hauer, Head of Engineering bei commercetools. Philipp ist seit zehn Jahren im Commerce-Umfeld unterwegs, vom Backend-Entwickler bis in die Leadership-Rolle, und kennt Bewerbungsgespräche inzwischen von beiden Seiten des Tisches. Zum Einstieg ordnet Philipp ein, wie sich Interviews in den letzten Jahren verschoben haben. Technische Fähigkeiten abzuklopfen ist nur noch ein Teil der Übung. Mindestens genauso viel Zeit geht in die Frage, wie jemand denkt, kommuniziert und mit Situationen umgeht, für die es keine vorbereitete Antwort gibt. Für alle, die gerade einen Job suchen, hat Philipp einen klaren Rat: Zeigt nicht nur, was ihr könnt, sondern vor allem, wie ihr zu einer Lösung kommt. Wer das eigene Vorgehen erklären und dabei ehrlich mit Unsicherheiten umgehen kann, kommt meist weiter als jemand, der die perfekte Antwort auswendig gelernt hat. Danach drehen wir die Perspektive um. Philipp erzählt, worauf er selbst achtet, wenn er Kandidat:innen gegenübersitzt, warum ein Interview keine Einbahnstraße ist und wie Teams ihren Prozess so bauen, dass er wirklich etwas misst. Zum Schluss schauen wir darauf, wohin sich Hiring bewegt, wenn Unternehmen ihre Auswahlprozesse stärker an Daten ausrichten. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube Musik: Hanimo
News 39/26: Jev von TypeSafe AI // Opus 5.5 & GPT-6 // Plugin4Shell // JetBrains Air // Googlebook OS
2026/09/24
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Diese Woche geht es um zwei Modell-Releases an einem Tag, um Jev, ein Modell, das bewusst kein LLM ist, um die erste Supply-Chain-Lücke im Agenten-Ökosystem, um JetBrains’ neue Air-Familie und um Googlebook, den Nachfolger des Chromebooks. Die programmier.con 2026 findet am 25. und 26. November in Bad Nauheim statt und die Tickets werden knapp. Wer bis Ende September bucht, bekommt noch ein T-Shirt dazu! Den Auftakt für diese Folge machen die großen Anbieter: Anthropic hat Claude Opus 5.5 veröffentlicht, das laut eigenen Angaben bei den meisten Aufgaben mit dem teureren Fable 5.1 gleichzieht. Wenige Stunden später hat OpenAI mit GPT-6 Sol und GPT-6 Luna nachgelegt. Bei uns im Team waren zuletzt viele OpenAI abgewandert, weil Opus 5 im Alltag recht gesprächig war – mit 5.5 könnte das Pendel wieder zurückschwingen. Die Feeds übernommen hat aber Jev von TypeSafe AI, gegründet von Ex-OpenAI-Forscher Diogo Almeida. Fabi nimmt uns mit in die Idee: Jev ist ein sogenanntes System-1-Modell, das keinen Fließtext produziert, sondern nur strukturierte Entscheidungen. Dennis bleibt skeptisch, was der praktische Alltagsnutzen ist, Fabi sieht solche Modelle künftig eher unsichtbar in den Harnesses verbaut. Garrelt bringt mit Plugin4Shell die erste Supply-Chain-Schwachstelle im Agenten-Ökosystem mit. Betroffen waren Claude Code, Codex, GitHub Copilot und Gemini CLI. Anthropic und OpenAI haben gepatcht. Jan zeigt, wie JetBrains aus den Experimenten der letzten Monate ein System macht: Air ist jetzt die Dachmarke für Air in den IDEs, Air Teams für geteilte Agenten-Sessions, Air Governance für Policies und Kostenkontrolle sowie Air Context als Wissensschicht über dem Repository.. Über das Agent Client Protocol lassen sich Claude Agent, Codex, Junie oder andere Agents gleichberechtigt einbinden. JetBrains verkauft damit das Meta-Tooling statt eines eigenen Agents und genau das unterscheidet Air von Tools, die fest an ihrem AI-Produkt hängen. Zum Schluss Googlebook, der Nachfolger der Chromebooks: Google liefert mit Googlebook OS ein Android-basiertes Betriebssystem und macht den Herstellern klare Vorgaben, von 16 GB RAM bis zur eigenen Gemini-Taste. Bei Preisen ab rund 1.000 Euro fragen wir uns allerdings, wer die Geräte kaufen soll. Vertagt haben wir Thorsten Balls viralen Blogpost zu seinen Prognosen für die Entwickler:innenwelt in Zeiten von AI. Passenderweise ist Thorsten Speaker auf der programmier.con im November und dort könnt ihr mit ihm persönlich diskutieren. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
News 38/26: AI-Bremse // Amp wird kostenlos // Shopify verlässt React Native // Apple Reference Image
2026/09/17
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Diese Woche geht es um den Ruf nach einer AI-Bremse aus dem Herzen der Branche, um den Coding Agent Amp, der ab sofort ohne Abo nutzbar ist, um Shopifys Doppelschlag aus Tailwind-Übernahme und Abschied von React Native sowie um Apples neuen Echtheitsnachweis für Fotos. Zum Schluss gibt es noch einen unfreiwilligen Backup-Reminder aus der Cloud. Ihr wollt mehr davon live hören? Die programmier.con 2026 findet am 25. und 26. November in Bad Nauheim statt und die Tickets werden knapp. Wer bis Ende September bucht, bekommt noch ein T-Shirt dazu. Anthropic-CEO Dario Amodei plädiert in seinem Essay „We Must Pace the Frontier“ dafür, das Tempo bei der Entwicklung der stärksten Modelle bewusst zu drosseln. Spannend ist die seltene Einigkeit von Sam Altman und Elon Musk, genauso spannend die Kritik, die darin vor allem Marketing und Haftungsvorsorge sieht. Garrelt nimmt uns mit zu Amp, dem Coding Agent von Thorsten Ball und seinem Team. Amp ist jetzt kostenlos: Ihr bringt eigene Keys oder Abos mit und zahlt nur für die Orbs, also die Remote-Rechner für eure Agents. Wer Runner auf eigener Hardware betreibt, zahlt nichts. Passend dazu spricht Thorsten Ende November auf der programmier.con mit Jan über den Stand der Coding Agents. Shopify baut seine Apps wieder nativ in Swift und Kotlin, weil Coding Agents die Rechnung hinter einer geteilten Codebase verschoben haben. Jan bespricht, warum das Team auf einen kompletten Neubau statt einer Migration setzt, und die Frage, die alle Flutter- und React-Native-Fans umtreibt: Braucht es Cross-Plattform-Frameworks überhaupt noch? Dennis berichtet von Apple Reference Image, das mit dem iPhone 18 Pro kommt: Die Kamera signiert die Sensordaten bei der Aufnahme, sodass sich die Echtheit eines Fotos später nachweisen lässt. Gegen Deepfakes ist das kein Allheilmittel, aber dennoch ein Fortschritt. Zum Schluss noch eine Randnotiz mit Lerneffekt: AWS kann die im Krieg beschädigte Region Bahrain und eine Availability Zone in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht wiederherstellen. Daten, die ausschließlich dort lagen, sind endgültig weg. Multi-Region und echte Backups sind eben doch keine Kür. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
Deep Dive 216 – Vite+ mit Alexander Lichter von void(0)
2026/09/15
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Bundler, Linter, Formatter, Testrunner, Package-Manager: Wer ein neues Frontend-Projekt aufsetzt, verbringt oft mehr Zeit mit der Auswahl und Konfiguration von Tooling als mit dem eigentlichen Feature. Genau dieses Problem will Vite+ lösen, eine vereinheitlichte Toolchain rund um Vite. Alexander Lichter gehört zum Vite+-Team und ist zum vierten Mal bei uns zu Gast. Zunächst ordnet Alexander ein, was Vite grundsätzlich ist: ein Build-Tool und Dev-Server, auf dem ein großer Teil der modernen Web-Entwicklung läuft, ob mit React, Vue oder Svelte. Ursprünglich 2020 von Evan You, dem Ersteller von Vue, gebaut, hat sich Vite so weit verbreitet, dass praktisch jedes Framework mittlerweile ein eigenes Plugin dafür mitbringt. Der Kern der Folge ist die Architektur von Vite+: Build-Tool, Linter (Oxlint), Formatter (Oxfmt), Testrunner (Vitest) sowie Package- und Node-Version-Management laufen unter einer einzigen CLI zusammen, inklusive Caching für Monorepos. Alexander zeigt, warum das bewusst ein eigenes Produkt neben dem schlanken Vite ist, und was das Team für AI-Agents plant: LLM-Instructions und Evals, die messen, wie gut Agents damit zurechtkommen. Hinter den Projekten steht VoidZero, die Firma, die Evan You 2023 gegründet hat, um Vite, Vitest und den Bundler Rolldown hauptamtlich weiterzuentwickeln. Der ursprüngliche Plan, Vite+ für Unternehmen kostenpflichtig zu lizenzieren, ging nicht auf. Dev-Tools verkaufen sich schwer, so Alexander. Vite+ erschien im März 2026 stattdessen kostenlos unter MIT-Lizenz, im Juni übernahm Cloudflare das gesamte VoidZero-Team. Wie sich das im Arbeitsalltag angefühlt hat und wie ähnliche Deals wie Anthropics Übernahme von Bun oder OpenAIs Kauf von Astral einzuordnen sind, erzählt Alexander offen. Zum Schluss geht es um AI-generierte Pull Requests bei Vite und VoidZero: Wer einen PR einreicht, muss den eigenen Code verstehen und erklären können, und die Beschreibung soll kein Roman sein, sondern in eigenen Worten zusammenfassen, was passiert ist. Dazu gibt es einen Ausblick auf die Roadmap Richtung Vite+ 1.0. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube Musik: Hanimo
News 37/26: GPT-6 Astra // ChatGPT Images 2.5 // iPhone Duo // iPhone 18 Pro // Apple Watch Series 12
2026/09/10
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Diese Woche geht’s um OpenAIs neues Modell GPT-6 Astra, ChatGPT Images 2.5, einen per AI geführten Beweis zum Navier-Stokes-Problem und tausende Agents, die sich in einem verwaisten Wiki koordiniert haben. Den größten Teil der Folge nimmt Apples Keynote ein, samt der neuen Gerätekategorie iPhone Duo. Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26 November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Mit GPT-6 Astra hat OpenAI Anfang September sein neues Spitzenmodell ausgerollt, in ChatGPT und über die API. Auf den Benchmarks ist kaum noch Luft: 98 Prozent bei FrontierMath Tier 4, ARC-AGI-3 praktisch gesättigt. Der Release war nach dem Hugging-Face-Vorfall im Juli verschoben worden, um Safeguards nachzuziehen. Kurz danach kam ChatGPT Images 2.5 mit halbierter Latenz, einem Sketch-Modus zum Vorzeichnen und Kommentaren direkt am Bild. Schwerer wiegt, dass eine Gruppe von Agents auf einem internen OpenAI-Modell einen Beweis zu Navier-Stokes geliefert hat: die 3D-Gleichungen können in endlicher Zeit singulär werden. In Lean ist der Beweis verifiziert, von Menschen noch nicht, und das Preisgeld will OpenAI nicht beanspruchen. Dazu passt die Meldung, dass sich tausende Agents in einem verwaisten deutschen Wiki koordiniert haben: rund 18.000 Posts unter mehr als 3.700 Namen, samt geteiltem Workaround um die eigenen Sandbox-Limits. Größter Block ist Apples Keynote. Das iPhone Duo ist das erste Foldable des Hauses: 7,6 Zoll innen, 5,4 Zoll außen, Touch ID im Seitenknopf statt Face ID, ab 1.999 Dollar und ab dem 23. Oktober. Das iPhone 18 Pro bekommt den A20 Pro in 2 Nanometern und erstmals eine variable Blende. Apple Watch Series 12 und Ultra 4 kommen mit neuem S11, HRV-Messung und Readiness-Score, bei den AirPods 5 ist ANC jetzt ohne Aufpreis dabei. Ein Hinweis noch: bei dieser Aufnahme hatten wir technische Probleme, deshalb schwankt die Audioqualität zwischendurch. Wir bitten das zu entschuldigen. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
News 36/26: Ox Alpha ist GLM 5.3 Flash // Apple M6 und M5 Ultra // Model Hardware Standard // Gemini 3.5 Transcribe // Nvidia und Hugging Face // Claude Fable 5.1
2026/09/03
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Diese Woche geht’s um Ox Alpha, Apples neue Chips M6 und M5 Ultra, Anthropics Model Hardware Standard und Claude Fable 5.1. Dazu kommen Gemini 3.5 Transcribe und ein paar Kurzmeldungen. Und falls ihr euch über die Bezeichnung wundert: News und AI-News laufen ab jetzt in einem Format. Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26 November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Fabi und Philipp klären auf, was hinter Ox Alpha steckte, dem anonymen Modell auf OpenRouter: das offene GLM 5.3 Flash von Z.ai mit 320 Milliarden Parametern. Bemerkenswert sind 15 Cent pro Million Input-Token und dass es ausschließlich auf chinesischer Hardware läuft. Dazu hält sich das Gerücht um eine Hugging-Face-Übernahme, inzwischen bei 13 bis 14 Milliarden Dollar. Dennis bringt Apples neue Chips mit, den M6 im Mac mini und den M5 Ultra im neuen Mac Studio. Mit bis zu 512 Gigabyte Arbeitsspeicher rücken quantisierte Frontier-Modelle in Reichweite, die Konfiguration kostet dann aber schnell 20.000 Euro. Unser Fazit: Wir nutzen weiter APIs. Dave hat den Model Hardware Standard mitgebracht, Anthropics Research Preview für ein Protokoll, das Agenten Bedienung und Sicherheitslimits von Maschinen erklärt. In der Forschung hat Claude Experimente damit über Nacht eigenständig weitergeführt, Philipp fragt trotzdem, wie etwas Standard sein kann, das eine Firma als Preview vorstellt. Frisch ist außerdem Claude Fable 5.1 samt Mythos 5.1: im Schnitt 25 Prozent günstiger und besser. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
Deep Dive 215 – Informatik-Studium und KI mit Prof. Dr. Olaf Herden von der DHBW
2026/09/01
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Wie muss sich ein Informatikstudium heute verändern, damit es Studierende auf eine Zukunft mit AI vorbereitet? Genau darüber sprechen Jan und Dave mit Prof. Dr.-Ing. Olaf Herden, Studiengangsleiter für Angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, Campus Horb. Für Olaf ist klar: Die Informatik schafft sich durch AI nicht selbst ab, aber das Studium muss sich anpassen. Klassische Prüfungsmethoden passen nicht mehr zur Geschwindigkeit, mit der sich AI-Tools entwickeln, deshalb braucht es kleinere, häufigere Zwischenschritte. Neben der Lösung tritt der Weg dahin mehr in den Vordergrund. Inhaltlich bleibt trotzdem eine Konstante: Den Überblick über ein System zu behalten und einzuschätzen, wo AI-Einsatz sinnvoll ist, bleibt Aufgabe von Menschen und genau das muss das Studium vermitteln. Ein zweiter Punkt ist das Verhältnis von Domänenwissen und technischer Tiefe. Früher belächelte „Bindestrich-Informatiker:innen“ mit Schwerpunkt Wirtschaft oder Medizin gewinnen an Bedeutung, ohne dass technisches Verständnis für Algorithmen und Daten überflüssig wird. Zu erkennen, dass Daten in einem Datensatz sehr ungleich verteilt sind, funktioniert unabhängig von der Domäne. Auch der Blick auf den Arbeitsmarkt lohnt sich: Wer jetzt ein Studium beginnt, steht der Wirtschaft erst Mitte der 2030er-Jahre zur Verfügung, Studieninhalte von heute müssen also auf eine AI-Landschaft vorbereiten, die es noch gar nicht gibt. Wie konkret diese Debatte wird, zeigt das Beispiel Quicksort: Im Berufsalltag bei Lotum hat den niemals jemand von Hand implementiert, trotzdem sind sich alle einig, dass ein tiefes Verständnis von Algorithmen und Datenstrukturen nicht überflüssig wird, nur weil AI den Code dafür schreibt. Die Parallele zum Web Development liegt nahe: Frameworks nehmen uns längst eine Abstraktionsebene ab, etwa bei der Reaktivität. Übernimmt AI die nächste Ebene, könnte ein zukunftsfähiges Studium Entwickler:innen gezielt auf die Rolle als Architekt:innen vorbereiten, die das große Ganze orchestrieren. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube Musik: Hanimo
News 35/26: Replit mit dauerhaft kostenlosem Tier // Bun 1.4 und der Rust-Rewrite // Slack Code Channels
2026/08/27
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Diese Woche geht’s um Replits dauerhaft kostenloses Tier, Bun 1.4 nach dem großen Rust-Rewrite und Slacks neuen Channel-Typ, die Code Channels. Ein Hinweis noch: Wir führen News und AI-News ab jetzt zu einem Format zusammen. Ihr habt noch kein Ticket für die programmier.con 2026? Dann nutzt jetzt noch die Chance und nehmt am 25. und 26 November an unserem Event rund um Web und AI teil! Mehr unter: https://con.programmier.bar/ Dennis bringt Replits neues Free Tier mit, das durch die deutlich gesenkten Preise von GPT-5.6 Luna möglich wird. Statt eines Einmal-Budgets gibt es ein Tageslimit, dazu eine Built-in Database und ein live veröffentlichtes Projekt. Damit lassen sich komplette Applikationen dauerhaft kostenlos bauen, was den Zugang zu AI-Tooling deutlich breiter macht. Dave hat sich Bun 1.4 vorgenommen, das Jarred Sumner als kleinstes Release bisher bezeichnet. Neu sind zwei native Built-in-APIs: Bun.Image für Bildverarbeitung sowie Bun.WebView für Browser-Automatisierung und Web Scraping. Der Aufreger ist aber der Rewrite von Zig auf Rust, der größtenteils von Claude geschrieben wurde und die Community spaltet: Diskutiert werden die durchgehenden unsafe-Blöcke, der mehrfach verschobene Release und der Vorwurf einer PR-Aktion, weil Bun zu Anthropic gehört. Fabi schließt mit Slack ab, für das Salesforce auf der Dreamforce einen neuen Channel-Typ vorgestellt hat: die Code Channels. Sie werden von einem Agenten erzeugt und bündeln Plan, Repository, Code-Diffs, Pull Request und eine Live-HTML-Vorschau an einer Stelle. In jedem Slack-Plan enthalten, die Agents kosten extra, unterstützt werden bisher Claude Code und Devin. Für kleine Teams und überschaubare Änderungen klingt das nach einer guten Ergänzung. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube
Spezialfolge : Backup-Strategien mit Jan Gregor Emge-Triebel
2026/08/25
Wie hat dir die Folge gefallen? Gut 👍 Schlecht 👎 (Keine Anmeldung erforderlich) Wie sieht eine Backup-Strategie aus, die auch dann noch trägt, wenn Festplatte, Wohnung und Cloud-Anbieter gleichzeitig ausfallen? Nachdem Jan bei den Picks of the Day die M-DISC erwähnt hatte, wollten überraschend viele von euch genau das wissen. Fabi übernimmt die Moderation und stellt sich bewusst auf die andere Seite des Spektrums: Er verlässt sich fast komplett auf die Cloud, während Jan zu Hause ein mehrstufiges Setup aus NAS-Systemen, Online-Speicher und physischen Archiven betreibt. Ausgangspunkt ist Jans NAS, das als zentraler Knotenpunkt für die ganze Familie dient. Über Synology Drive landen Fotos, Dokumente und Daten von Laptop, Tablet und Smartphone automatisch an einem Ort, auch die von Eltern und Geschwistern mit eigenen Konten. Damit dieses eine Gerät nicht selbst zum Single Point of Failure wird, laufen die Festplatten in einem RAID-Verbund, und eine USV puffert kurze Stromausfälle ab, damit laufende Schreibvorgänge nicht abbrechen. Von dort geht es weiter zum eigentlichen Backup: Über Tools wie Hyper Backup oder Arq wandert das NAS verschlüsselt und versioniert auf einen S3-kompatiblen Cloud-Speicher, sodass sich einzelne Ordnerstände auch Wochen später zurückverfolgen lassen. Jans Grundprinzip dabei: Man sollte immer ein Backup mehr haben, als man zu brauchen glaubt. Deshalb liegen manche Daten zusätzlich bei iCloud, Google oder Microsoft, und ein zweites NAS steht als ungeversionierte Spiegelung bei einer Vertrauensperson, angebunden per Tailscale-VPN. Für die ganz lange Aufbewahrung kommen M-DISCs ins Spiel, ein optisches Medium mit versprochener Haltbarkeit von mehreren Jahrzehnten. Jan nutzt die 25-Gigabyte-Variante, die als letzte Größe noch mit einer einzelnen Speicherschicht auskommt und dadurch am wenigsten mechanisch anfällig ist. Fabi zieht den passenden Vergleich zur Versicherung: Man investiert Zeit und Geld in etwas, das man hoffentlich nie braucht, und trotzdem lohnt es sich. Offen bleibt eine Frage, die mit komplexeren Smart-Home-Setups und eigenen AI-Agents dringlicher wird: Wie vererbt man Zugänge zu NAS-Systemen, Cloud-Diensten und Passwort-Managern, wenn moderne Absicherung längst über simple Passwortlisten hinausgeht? Fabi hofft auf eine Art lebende Dokumentation, vielleicht sogar mit AI-Unterstützung, damit im Ernstfall nicht nur die Daten, sondern auch der Zugriff darauf erhalten bleibt. Auf Jans Niveau nachziehen will er trotzdem nicht, nimmt aber mit, dass ein Cloud-Abo allein vielleicht doch nicht das Ende aller Backup-Weisheit ist. Schreibt uns gerne, wo ihr euch auf der Backup-Richterskala einordnet und wie viele Terabyte bei euch zusammenkommen. Schreibt uns! Schickt uns eure Themenwünsche und euer Feedback: [email protected] Folgt uns! Bleibt auf dem Laufenden über zukünftige Folgen und virtuelle Meetups und beteiligt euch an Community-Diskussionen. Bluesky Instagram LinkedIn Meetup YouTube

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