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Edition Zukunft

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Bewertung
★★★★☆
4
von
4 Bewertungen
Dieser Podcast hat
288 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
DER STANDARD
Explizit
Nein
Erstellt am
2019/02/13
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
34 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen. Edition Zukunft ist ein Podcast von DER STANDARD. Redaktion und Moderation: Lisa Breit, Julia Beirer, Alicia Prager und Philip Pramer.

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Die Geschichte des Windkraftbetrügers Hendrik Holt
2026/10/09
Hendrik Holt, 36 Jahre alt und Sohn einer Unternehmerfamilie, ist einer der bekanntesten Betrüger Deutschlands. In den 2010er-Jahren verkaufte er Windparks an europäische Energiekonzerne. Allerdings: Die Genehmigungen für die Windräder waren gefälscht, die Projekte somit erfunden. Nach seiner Verhaftung mit Jahr 2020 verbüßte Holt seine Strafe zuletzt in einem Berliner Gefängnis, das er als Freigänger tagsüber regelmäßig verlassen durfte. Am 25. August kehrte er aber nicht ins Gefängnis zurück. Ende September wurde er schließlich auf seiner Flucht in Dubai gefasst. Wir sprechen über den Höhenflug und Fall des stets ausgezeichnet gekleideten Windkraft-Schwindlers.
Gefangen im Paralleluniversum: Wie uns alternative Medien bedrohen
2026/09/25
Man stelle sich vor, es gäbe eine neue App auf dem Smartphone, mit der man per Knopfdruck eine Schleuse in ein Paralleluniversum öffnen könnte. In dieser Welt steht alles Kopf: Saubere Energie ist dort plötzlich dreckig. Russland ist darin kein Kriegstreiber mehr, sondern nur der nette Nachbar von nebenan. Der wahre Bösewicht ist die EU, kein Wirtschaftsmotor und keine Demokratie mehr, sondern eine Art heruntergewirtschaftete Diktatur. Und der Rekord-Hitzesommer von heuer war gar keiner, sondern es war alles ganz normal. Dieses Paralleluniversum kann man tatsächlich per Knopfdruck finden, nämlich auf rechten Internetportalen. Medienethiker Luis Paulitsch von der Datum-Stiftung für Journalismus und Demokratie ist tief in sie eingetaucht, um dieses Terrain zu erforschen. Im Vorjahr hat er das Buch "Alternative Medien" veröffentlicht, im Sommer arbeitete er in einem Fachartikel heraus, mit welchen Tricks diese Webseiten Klimaskepsis in der Gesellschaft befeuern wollen. Im Podcast berichtet Paulitsch, welche Folgen diese Desinformation hat und warum sie die Demokratie gefährdet.
Lernen wir aus dem Hitzesommer?
2026/09/11
Die Luft glüht, selbst die Nächte bringen keine Abkühlung mehr: Im diesjährigen Sommer war der Klimawandel für die meisten im Land körperlich spürbar. Führt das zu einem Umdenken beim Klimaschutz – oder bleibt es folgenlos? Das ist Thema der heutigen Folge von Edition Zukunft mit Thomas Brudermann, einem Umweltpsychologen und Nachhaltigkeitsforscher. Er spricht darüber, ob uns die Erfahrung des Hitzesommers womöglich dazu motiviert, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen, ob extreme Temperaturen politische Weichen stellen können – und was von alledem im Herbst übrig bleibt.
Wie viel KI braucht die Schule der Zukunft?
2026/08/28
Seit ChatGPT vor knapp vier Jahren die Klassenzimmer erreicht hat, steht die Schule vor einer Frage, auf die es noch keine fertige Antwort gibt: Wie unterrichtet man, wenn Maschinen mühelos Aufsätze schreiben, Gleichungen lösen und Präsentationen erstellen können? Bernhard Gmeiner, AHS-Lehrer für Englisch und Geografie in Wien, war von Anfang an mittendrin und beobachtet seither, wie erfinderisch Jugendliche mit KI-Tools umgehen – oft lange bevor Lehrpersonen und Bildungspolitik reagieren. Im Podcast erklärt Gmeiner, warum Lehrkräfte keine Detektive sein sollten, die KI-Texte aufspüren, sondern warum sich Prüfungsformate grundlegend ändern müssen. Er spricht darüber, ob Chatbots für Minderjährige bald ähnlich reguliert werden könnten wie Social Media. Und er macht klar: KI in der Schule darf nicht heißen, junge Menschen zu professionellen Konsumentinnen und Konsumenten der großen Tech-Konzerne zu erziehen. Bernhard Gmeiners STANDARD-Blog: https://www.derstandard.at/inland/bildung/ki-im-klassenzimmer
Wieso setzt sich Österreichs Natur gerade neu zusammen?
2026/08/14
Nikolaus Szucsich arbeitet als Zoologe im Naturhistorischen Museum Wien und beobachtet hautnah die großen Veränderungen, die sich gerade in der heimischen Natur abspielen. Da sind etwa die Geisterfischchen, die erstmals in Sri Lanka auftauchten. Vor einigen Jahren drangen sie auch ins Naturhistorische Museum ein und krabbeln dort seit damals munter umher. Oder der Fall der Wiesenotter: Weil sie so zahlreich vorkam, bezahlte der kaiserliche Hof noch im 19. Jahrhundert Menschen dafür, wenn sie die Giftschlangen töteten. Heute kann man die Tiere nur noch im Museum oder im Zoo betrachten – sie gilt hierzulande schließlich als ausgestorben. Der Wolf wiederum, den die Österreicher bereits einmal ausgerottet haben, ist in seine alte Heimat zurückgekehrt. Das freut allerdings nicht alle Menschen im Land. Szucsich erklärt im Podcast, welche großen Trends die neue Zusammensetzung der heimischen Natur beeinflussen – und warum es gerade jetzt zu großen Verschiebungen in Flora und Fauna kommt.
Was die Quaggamuschel zur Problemmuschel macht
2026/07/31
Wenn Pflanzen und Tiere sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren, spricht man von biologischer Invasion. Ein solches Tier, das sich gerade in Österreich breitmacht, ist die Quaggamuschel. Das Weichtier, das früher nur in Zuflüssen des Schwarzen Meeres lebte, bevölkert mittlerweile viele Seen in Oberösterreich, Salzburg und Kärnten sowie den Bodensee in Vorarlberg. Die Quaggamuschel ist in unseren Gewässern allerdings kein freundliches Alien. Wo sie sich ansiedelt, beginnt sie, das Ökosystem zu dominieren und heimische Arten zu verdrängen. DER STANDARD fragte Nikolaus Schobesberger, Gewässerökologe beim Land Oberösterreich, warum die Ausbreitung der Muschel auch für Badegäste schmerzhafte Folgen haben kann und was wir gegen deren weitere Verbreitung tun können.
Wie man mit Kindern über die Klimakrise spricht
2026/07/17
Mama, warum gibt es so viele Autos? Warum tun die Erwachsenen nichts gegen die Klimakrise, obwohl sie wissen, wie schlimm es wird? Die Klimakrise ist längst im Alltag von Kindern angekommen. Doch wie sprechen Eltern mit ihnen darüber, ohne sie zu überfordern? Veronika Rivera, Naturschutzökologin und Mutter von drei Kindern, sucht in ihrem neuen Buch Kindheit am Kipppunkt nach Antworten. Im Podcast erzählt sie über ihre Ohnmacht, die eigenen Kinder nicht vor Hitze, Krankheiten und einer ungewissen Zukunft schützen zu können. Und was, wenn die Angst vor der Klimakrise die Partnerschaft belastet? Wie viel Wahrheit verträgt ein Kind? Rivera erklärt, wie Erwachsene Jugendliche vor Verzweiflung und Radikalisierung bewahren können – und warum eine geborgene Kindheit gerade in Zeiten der Klimakrise wichtig ist.
40 Grad, das neue Normal? Wie Städte künftig den Sommer überleben
2026/07/03
Der Sommer 2024 hat gezeigt, was auf uns zukommt: verbogene Schienen, ausgefallene Medizingeräte in Krankenhäusern, Tropennächte ohne Abkühlung. Für Matthias Ratheiser, Stadtklimatologe bei der Firma Weatherpark ist das keine Ausnahme mehr – sondern ein Vorgeschmack auf das, was künftig fast jeden Sommer normal sein wird. Wie müssen Städte umgebaut werden, um das auszuhalten? Warum sind Gründerzeitvierteln besonders gefährdet? Was haben nächtliche Kaltluftströme mit der Praterstraße zu tun? Und warum ist ein Südbalkon vielleicht keine so gute Idee mehr? Ratheiser erklärt, was Klimawandelanpassung konkret bedeutet.
Österreich muss sparen. Bleibt der Klimaschutz auf der Strecke?
2026/06/19
Das neue Doppelbudget der österreichischen Bundesregierung setzt auch beim Klimaschutz den Rotstift an. Klimaforscher Daniel Huppmann vom IIASA erklärt im Podcast, was die Kürzungen beim Klima- und Energiefonds konkret bedeuten, warum der Abbau klimaschädlicher Subventionen so schwierig ist – und weshalb Österreich beim Verfehlen der EU-Klimaziele am Ende teuer draufzahlen könnte.
Wie begeistern wir die Menschen für Klimaschutz?
2026/06/05
Wenn der Nachbar plötzlich Solarpaneele auf dem Dach hat, wird Klimaschutz greifbar. Caroline Zimm, Klimawissenschaftlerin am IIASA, erklärt im Podcast, warum soziale Nachahmungseffekte so mächtig sind und wie einzelne Vorreiter gesellschaftliche Normen verändern können. Soziale und technologische Kipppunkte, die Frage was eine Energiekrise als Chance bedeuten kann und darum, was Klimaklagen, junge Aktivistinnen und solare Minigrids in Afrika gemeinsam haben.
Autorin Fischer: "Achtsamkeit ist zur Ideologie geworden"
2026/05/22
Kathrin Fischer hat grundsätzlich nichts gegen Achtsamkeitsübungen. So wie diese in unserer Gesellschaft betrachtet und eingesetzt werden, seien diese aber Teil einer Ideologie geworden, die die Verhältnisse stabilisiert, sagt die deutsche Journalistin und Podcasterin. Politische und wirtschaftliche Verschlechterungen würden nicht mehr hinterfragt werden, vielmehr wolle uns die heutige Interpretation von Achtsamkeit weismachen, alle Probleme seien individuell lösbar. Im Podcast erzählt Fischer, warum der Rückzug in den "Bunker der Empfindsamkeit" keine Lösung ist und was wir aus der Geschichte eines Reisbauern in Kambodscha lernen können.
Wie bringe ich Schmetterlinge in meinen Garten?
2026/05/08
Die Biodiversitätskrise gilt als Zwilling der Klimakrise – und zählt zu den größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Sie schreitet so schnell voran, dass Ökologinnen und Ökologen bereits vom "sechsten Massenaussterben" in der Erdgeschichte sprechen. Das fünfte löste höchstwahrscheinlich ein Meteorit aus, der die Dinosaurier auslöschte. Auch in Österreich kommt die Natur immer stärker unter Druck. Das lässt sich auch daran ablesen, wie viele Falter durchs Land flattern. Biodiversitätsforscher Johannes Rüdisser von der Universität Innsbruck betreibt das Schmetterlingsmonitoring viel-falter.at. Im Podcast spricht er darüber, warum sich ausgerechnet Falter so gut eignen, um den Zustand der heimischen Natur zu vermessen. Er verrät den Grund des sechsten großen Massenaussterbens in der Geschichte der Erde und erklärt, welche starken Hebel die Politik gerade in der Hand hat, um dem Artensterben hierzulande etwas entgegenzusetzen. Außerdem erläutert der Biodiversitätsforscher, wie man es Schritt für Schritt schafft, dass es im eigenen Garten wieder summt und flattert – und wie man damit Schmetterlingen & Co im Überlebenskampf helfen kann.
Wie eine Koalition der Willigen die Klimapolitik neu erfinden will
2026/04/24
Während die Welt mit den Folgen des Iran-Kriegs und explodierenden Energiepreisen kämpft, treffen sich kommende Woche über 50 Staaten im kolumbianischen Santa Marta zur ersten Regierungskonferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Neben dem großen Kohleexporteur Kolumbien sitzen auch andere wichtige Öl- und Gasländer mit am Tisch. Merken die großen Förderstaaten, dass die fossile Ära zu Ende geht? Die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot von der Universität Wien erklärt, warum dieses Format bewusst anders funktioniert als die großen UN-Klimakonferenzen – und warum das eine Chance sein könnte
Wie die Klimakrise die Demokratie aushöhlt
2026/04/10
Die Demokratie steckt weltweit in der Krise, das Weltklima bekanntermaßen auch. Was hat das miteinander zu tun? Ziemlich viel, meint Jonas Schaible. Er ist Journalist beim SPIEGEL und hat 2023 in seinem Buch Demokratie im Feuer dafür plädiert, beide Krisen zusammenzudenken: Wer die Demokratie retten will, muss das Klima retten – und umgekehrt. Die Klimakrise befeuere genau jene Unsicherheiten und Verwerfungen, von denen autoritäre Kräfte profitieren – von Ernteausfällen und Überschwemmungen bis hin zu wirtschaftlichem Abstieg und Identitätsverlust. Dass die extreme Rechte Klimaschutz so gezielt verunglimpft, ist für ihn kein Zufall, sondern knallhartes politisches Kalkül. Im Podcast erklärt er, warum der bewundernde Blick nach China trügt, wo Demokratien beim Klimaschutz an ihre strukturellen Grenzen stoßen – und ob er selbst noch Hoffnung hat, dass die Wende gelingt.
Wie die nächste Ölkrise Österreich kaltlässt
2026/03/27
Der Angriff auf den Iran hat die Energiepreise in die Höhe getrieben – und laut Fatih Birol, dem Chef der Internationalen Energieagentur könnte diese Krise schlimmer werden als alles, was Europa in den vergangenen 50 Jahren erlebt hat. Rund zehn Prozent des weltweiten Ölverbrauchs sind durch die Blockade der Straße von Hormuz und zerstörte Produktionsanlagen weggefallen, mehr als bei den Ölpreisschocks der 1970er-Jahre. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur erklärt im Podcast, warum Diesel dabei knapper ist als Benzin, was die neue Spritpreisbremse taugt – und wo Österreich heute besser aufgestellt ist als noch vor vier Jahren. Er räumt mit einer verbreiteten Hoffnung auf: Hohe fossile Preise treiben nicht automatisch die Energiewende voran. Denn wenn Gas teuer wird, verbrennen viele Länder schlicht mehr Kohle. Dennoch sieht der Energieexperte in der aktuellen Situation auch eine Chance: Sie zeigt schonungslos, wohin die jahrzehntelange Abhängigkeit von fossilen Importen führt – und macht erneuerbare Energie politisch unausweichlicher denn je.

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