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Bewertung
5von
Dieser Podcast hat
88 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Robert MuchaExplizit
Nein
Erstellt am
2019/06/19
Neueste Episode
2026/08/21
Durchschnittsdauer
117 min.
Veröffentlichungsintervall
43 Tage
Beschreibung
Originalteile-Podcast ist der Leute-Podcast aus Heilbronn. Journalist Robert Mucha begrüßt als Gastgeber alle zwei Wochen unterschiedlichste Akteure aus Heilbronn und der Region und lässt sie ausgiebig zu Wort kommen. Ein Podcast von Robert Mucha. Präsentiert vom Autozentrum Hagelauer.
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Originalteile-Podcast – Folge #87 mit Tilmann Distelbarth (Verleger der Heilbronner Stimme)
2026/08/21
Originalteile-Podcast – Folge #87 mit Tilmann Distelbarth (Verleger der Heilbronner Stimme)
Tilmann Distelbarth über die Nacht des Cyberangriffs, das Erbe seines Großvaters, seine Wette auf gedrucktes Papier – und warum ihm künstliche Intelligenz aus Amerika Angst macht.
In Folge #87 des Originalteile-Podcasts sitzt Tilmann Distelbarth am Mikrofon, Verleger der Heilbronner Stimme in dritter Generation. Sein Großvater Paul Distelbarth bekam 1946 die Lizenz der amerikanischen Militärregierung, sein Vater Frank führte das Haus dreiundvierzig Jahre. 1997 übernahm Tilmann – mit dreißig, und mit einer Ansage seines Vaters, die man sich merken sollte.
Er erzählt vom Jungen am Frühstückstisch, der noch nicht lesen konnte und deshalb traurig war, weil er doch unbedingt »unsere Zeitung« lesen wollte. Von Jura in Tübingen, das er nicht zu fassen bekam, und von Rouen statt Paris, weil dort keine Deutschen waren. Vom Volontariat beim Tagesspiegel und bei der Münchner Abendzeitung – erst seriös, dann Boulevard, ganz bewusst. Und von der ersten schweren Entscheidung als junger Chef, als er eine Abteilung schließen musste.
Dann die Nacht, die in diesem Haus keiner vergisst: 14. Oktober 2022, viertel vor eins, ein Anruf aus der Rotation. »Ich lese Ihnen mal vor. Auf Englisch.« Der Cyberangriff legt die komplette Stimme lahm. Warum am Ende der Wohnort des IT-Leiters entscheidend war, erzählt er selbst.
Außerdem geht es um seine Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender des Süddeutschen Verlags, um die Frage, warum sein Haus beim Cyber Valley andockt und nicht beim IPAI, und um künstliche Intelligenz: »Wer hat denn diese KI programmiert? Wer hat die Filter eingestellt?« Er sagt klar, dass ihm ein Amerika, wie es gerade unterwegs ist, echt Angst macht.
Erfahrt mehr über Tilmann Distelbarths Blick auf Heilbronn, über die Zeitung als Vertrauensanker in einer Region im Umbruch, über Homeoffice, Nick Cave und den Neckar – und darüber, warum ein Mann, der ein Medienhaus mit fast 500 Beschäftigten führt, keinen aktiven Social-Media-Account hat.
Neu: Originalteile gibt es ab sofort auch als Video-Podcast. Ihr könnt die Gespräche jetzt nicht nur hören, sondern auch sehen – mit allem, was dazugehört: Blicke, Pausen, Lachen. Am Bild schrauben wir weiter.
Weblinks & Social Media der Heilbronner Stimme:
Web: www.stimme.de
Instagram: www.instagram.com/heilbronnerstimme/
Facebook: www.facebook.com/heilbronnerstimme
LinkedIn: www.linkedin.com/company/heilbronner-stimme/
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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Originalteile-Podcast - Folge #86 mit Marco Haaf (Geschäftsführer aim Heilbronn)
2026/02/04
Es ist die Geschichte eines Heilbronners, der eigentlich Gebirgsjäger werden wollte und dann doch beim Ulmer Ruderclub landete. Sohn eines Südzucker-Betriebswirts und einer Arzthelferin, aufgewachsen in Bad Friedrichshall, zur Schule gegangen am Hohenstaufen-Gymnasium in Bad Wimpfen. Heute verantwortet er als Geschäftsführer der aim die Zukunft der Bildung in einer Region, die sich gerade zur KI-Hauptstadt Europas entwickelt.
Der Weg dorthin war alles andere als vorgezeichnet. Während andere schon wussten, dass sie Lehrer werden wollen, trainierte Haaf Ruderinnen für die U23-Weltmeisterschaft, holte 1999 Silber im leichten Doppelzweier und wurde in Kanada zum »Coach of the Year« gewählt. Am Hohenstaufen-Gymnasium entdeckte er später ein Talent, das ihm bis heute besonders am Herzen liegt: Carina Bär. Als junger Teenager kam sie 2005 zu ihm in die Ruder-AG. »Ich habe damals zu ihr gesagt: Du wirst Olympiasiegerin.« Jahre später, 2016 in Rio, wurde aus der Prophezeiung Wirklichkeit. Bär holte Gold im Doppelvierer.
Was folgte, war ein klassischer Lehrerweg mit unklassischen Umwegen. Vom Referendariat am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neckarsulm über die Schulleitung bis zum geschäftsführenden Schulleiter aller Neckarsulmer Schulen. Besonders prägend: Die Corona-Jahre, in denen er als einziger Schulleiter Baden-Württembergs eine Abiturfeier durchsetzte. Als Demonstration. Auf dem Schulhof. Mit 500 Menschen im 1,5-Meter-Abstand. »Ich habe viel Ärger von meinem Chef bekommen«, sagt Haaf. »Aber wenn ich in die Gesichter der Jugendlichen geschaut habe, wusste ich: Es war genau das Richtige.«
An keinem einzigen Tag der Pandemie schloss er die Schulmensa. Weil es Kinder gab, die auch im Homeschooling ein warmes Mittagessen brauchten. »Wenn es für 25 ein Bedürfnis gibt, dann macht man das möglich.« Eine Haltung, die sich durch sein ganzes Leben zieht.
Heute, als Geschäftsführer der aim, will Haaf »innovative Bildung« nicht nur im Namen tragen, sondern leben. Seine Akademie bringt gerade KI-Roboter in Heilbronner Schulen und positioniert sich als Impulsgeberin für ein Bildungssystem im Umbruch. Wenn er am Ende des Gesprächs sagt, er wolle bis über den Ruhestand hinaus auf dem Bildungscampus bleiben, wird klar: Der Weg des ehemaligen Ruderers ist noch lange nicht zu Ende.
Weblinks & Social Media von Marco Haaf:
Web: www.aim-akademie.org
LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/marco-haaf-014aa2145/
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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Originalteile-Podcast – Folge #85 mit Manfred Schreiweis (Zeitzeuge der Bombennacht 1944 & Dachstein-Tragödie 1954)
2025/10/31
In Folge #85 des Originalteile-Podcasts reisen Robert und Tonmann Philipp Seitz nach Frankreich – nach Liederschiedt in Lothringen, Grenzgebiet, dort wo Deutschland und Frankreich sich berühren. Hier lebt Manfred Schreiweis, Jahrgang 1939, und er hat Geschichten zu erzählen, die man nicht vergisst.
13 Seiten hat er vorbereitet. Handschriftlich. Dazu Cremant, selbstgebackene Apfeltarte, Knabbereien, als wäre es Weihnachten. So empfängt man Gäste in Frankreich. So empfängt jemand, der weiß, dass manche Geschichten Zeit brauchen.
Manfred Schreiweis war fünf Jahre alt, als die Bombennacht über Heilbronn hereinbrach. 4. Dezember 1944. Er erinnert sich an den Fliegeralarm, an die Erschütterungen, an die Hitze. An den Morgen danach, als von der Stadt kaum noch etwas übrig war. Er erzählt von der Kindheit im Krieg, von Hunger und amerikanischen Soldaten mit Schokolade, von der Kernerstraße und der Spatzenschaukel, die umkippte.
Und er erzählt von jenem Tag im Kindergarten, als er »Guten Tag« sagte – und zur Strafe in die Ecke musste. Er hatte vergessen, den Arm hochzureißen und »Heil Hitler« zu rufen. Er war fünf. Solche Bilder bleiben.
Dann ist da noch die Geschichte vom Nachbarsjungen, zwölf, dreizehn Jahre alt. Nach der Bombennacht fand er seine Eltern tot im Keller. Verbrannt, durch die Hitze auf 80 Zentimeter geschrumpft. Er zog sie in einer Zinkbadewanne aus dem Haus – und zog diese Badewanne durch die zerstörte Stadt bis zum Hauptfriedhof. Ein Kind mit einer Badewanne voller Leichen. Manche Bilder erträgt man nur, weil man sie erzählt.
Jahre später, 1954, war Manfred Schüler an der Dammschule. Seine Klasse sollte eine Wanderung auf den Dachstein machen. Ostern, Anfang April. Manfred wollte mit. Er war schon konfirmiert, durfte selbst entscheiden. Aber seine Mutter sagte nein. Keine Begründung, einfach nein. Aus Dankbarkeit für alles, was sie für ihn getan hatte, während und nach dem Krieg, entsprach er ihrem Wunsch. Seine Mitschüler fuhren los. Mit ihrem Lehrer Hans Georg Seiler. Am 15. April 1954 starben 13 Menschen im Schnee. Manfred Schreiweis blieb am Leben, weil seine Mutter nein sagte.
Er erzählt von diesem Tag. Vom Überleben. Von den leeren Plätzen in der Klasse danach. Von der Frage, warum manche sterben und andere nicht. Vom Schweigen, das folgte.
Nach der Schule ging Manfred Schreiweis weg. Lehre bei der Deutschen Bank in Heilbronn, dann mit 17 nach Belgien als Austauschvolontär bei der Bank in Brüssel. Dort lernte er, dass man Feindbilder auflösen kann. Dann zur Europäischen Gemeinschaft in Brüssel, wo er gut verdiente. Mit 21 nach Ägypten für Kolbenschmidt, mit einem 2-Millionen-Auftrag im Gepäck. Mit 24 Geschäftsführer von zwei Firmen in Belgien und Holland. Mit 28 Vorstandsvorsitzender in Straßburg. Seit 42 Jahren im Ausland.
Seine Frau lernte er schon früh in Heilbronn kennen. Sie war auch bei der Bombennacht dabei, floh mit ihrer Familie nach Ilsfeld. Er ging mit seiner Mutter nach Eberbach. Später heirateten sie, lebten in Belgien, dann Holland, schließlich Frankreich. Integriert. Mit gefühlter französischer Staatsbürgerschaft. Er sitzt bei Wahlen an der Urne. Hängt die französische Fahne raus, wenn Fußball ist. »Ich wohne in Frankreich. Logisch, dass ich die Marseillaise singe.«
Jeden Sonntagmorgen aber trifft er sich per Zoom mit einem guten Freund aus Heilbronn. Beobachtet die Stadt aus der Ferne. Sieht, wie aus Trümmern eine Wissensstadt wurde. TUM Campus, IPAI, Experimenta – Begriffe, die er kennt, die ihn staunen lassen. »Hätte ich mir nie vorstellen können«, sagt er. Dass ausgerechnet Heilbronn, diese zerstörte, traumatisierte Stadt, mal so eine Bedeutung bekommt.
Er spricht auch über die Gegenwart. Über Europa, über Krieg, über Politiker, die heute von »Kriegstüchtigkeit« reden. Er, der als Kind erlebt hat, was Krieg bedeutet, sagt: »Man muss vorsichtig sein. Man muss reden.«
Originalteile-Podcast - Folge #84 mit Marjan Petković (Torwarttrainer TSG Hoffenheim)
2025/09/23
Es ist die Geschichte eines Spätzünders, der erst mit 19 Jahren ernsthaft im Tor stand: Sohn jugoslawischer Gastarbeiter aus Güglingen, hätte eigentlich Basketballer werden sollen. Heute trainiert er Oliver Baumann bei der TSG Hoffenheim – und damit einen der wichtigsten Männer für die WM 2026.
Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig: Während andere schon in Nachwuchsleistungszentren ausgebildet wurden, kickte Petković auf dem Dorfbolzplatz, spielte lieber Basketball und half nur sporadisch beim TSV Güglingen aus. Erst als der Trainer der ersten Mannschaft persönlich an seiner Tür klingelte und einen Notfall-Torwart brauchte, begann seine Fußballkarriere richtig. »Ich war so ein typisches Bolzplatzkind«, erinnert sich Petković im zweistündigen Gespräch. »Meine Eltern sind als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen – da war es immer möglich, auf den Bolzplatz zu gehen.«
Was folgte, war ein rasanter Aufstieg: Vom Kreisliga-Torwart über Kirchardt und den VfR Heilbronn bis zu Eintracht Braunschweig, wo er den Verein von der dritten Liga bis in die Bundesliga begleitete. Besonders prägend: Das erste Heimspiel vor 19.000 Zuschauern gegen Osnabrück. »Als ich die Flutlichtmasten gesehen habe und überall Fahnen an den Fenstern hingen, da habe ich gemerkt: Hier riecht es brutal nach Fußball.«
Die Wendepunkte seiner Karriere kamen oft überraschend – wie jener Moment im strömenden Regen an einer ungarischen Autobahnraststätte, als Torsten Lieberknecht anrief. Petković war mit seiner hochschwangeren Frau auf dem Rückweg aus dem Serbien-Urlaub, als er neben einem Toilettenhäuschen stehend die Zusage für Braunschweig gab – ohne Rücksprache mit der Familie. »Ich bin wieder ins Auto gestiegen und sie fragte: Was war los? Wechsel nach Braunschweig, sagte ich. Und sie nur: Liegt Braunschweig nicht irgendwo im Norden?«
Nach seiner aktiven Karriere der nahtlose Übergang zum Torwarttrainer – erst im Nachwuchsbereich der TSG Hoffenheim, dann sechs Jahre beim SV Wehen Wiesbaden, jetzt zurück in der Heimat als Torwarttrainer der Profis. Die größte Herausforderung: Oliver Baumann, seit Jahren eine der konstantesten Größen der Bundesliga, für die WM 2026 in Topform zu bringen.
Petković spricht offen über die besonderen Anforderungen, mit einem Nationaltorhüter zu arbeiten: »Bei Olli siehst du, welchen Aufwand er von morgens bis abends betreibt. Alles ist abgestimmt in seinen Abläufen.« Gleichzeitig bleibt er bescheiden: »Ich kann das nur indirekt beeinflussen. Es geht um die Leistung hier im Club.«
Bewegend sind Petkovićs Einblicke in die Härte des Profifußballs: Von gebrochenen Kiefern über Trainerwechsel bis zu dem einen Spiel gegen Kaiserslautern, bei dem er wusste: »Wenn ich heute nicht performe, könnte es komisch werden.« Es sind diese Momente, die eine Karriere entscheiden können. Bei ihm führte genau dieses Spiel zu seinem Wechsel nach Braunschweig – Torsten Lieberknecht saß auf der Tribüne und holte ihn später.
Heute, als Torwarttrainer, will Petković »ein Bessermacher sein« – egal ob für junge Talente oder gestandene Profis wie Oliver Baumann. Seine Philosophie: »Du musst immer für den richtigen Moment bereit sein, wenn deine Chance kommt.« Eine Einstellung, die ihn selbst vom Dorfbolzplatz bis in die Bundesliga gebracht hat. Wenn er am Ende des Gesprächs noch schnell an den Laptop muss, wird klar: Der Weg des Spätstarters ist noch lange nicht zu Ende.
Weblinks & Social Media von Marjan Petković:
Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Marjan_Petković
LinkedIn: www.linkedin.com/in/marjan-petković-b52022283/
Instagram: www.instagram.com/marjan_petkovic/?hl=de
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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Originalteile-Podcast - Folge #83 mit Rüdiger Rehm (Trainer Vitesse Arnheim)
2025/08/05
Es ist ein Wiedersehen der besonderen Art: Fast 30 Jahre nach ihrem gemeinsamen DFB-Pokalsieg mit der A-Jugend des VfR Heilbronn 1996 treffen sich Robert Mucha und Rüdiger Rehm in den Niederlanden wieder. Diesmal jedoch unter dramatischen Umständen – denn Rüdigers erste Auslandsstation als Trainer steht vor dem Aus.
Rüdiger Rehm, heute 46, verkörpert wie kaum ein anderer die Widersprüche des modernen Profifußballs: Vom Dorfkind aus Flein zum Profi bei Waldhof Mannheim, später zum Aufstiegstrainer - aber auch drei Entlassungen, schlaflose Nächte und der Moment, als seine Kinder in der Schule gefragt wurden: »Wird dein Papa wieder gefeuert?« Seine Bilanz spricht trotzdem für sich: Über 400 Profispiele an der Seitenlinie, zwei Aufstiege, er formte u. a. Robert Andrich zum Nationalspieler und Philipp Tietz zum Bundesligaprofi. Seit Juni 2025 wagt er bei Vitesse Arnheim sein erstes Auslands-Abenteuer – ausgerechnet bei einem Verein, der ums Überleben kämpft.
Im ehrlichen, über zweistündigen Gespräch nimmt uns Rüdiger mit auf eine faszinierende Reise zwischen Triumph und Scheitern: Von den prägenden Jahren beim VfR Heilbronn, wo der Vater ihm mit Waldläufen rund um Flein die nötige Härte einimpfte, über seine ersten schlaflosen Nächte als 19-jähriger Profi bis zu seinem heutigen Kampf in Holland. Er erzählt von seinem sieben Jahre älteren Bruder Axel, der ihn permanent forderte, von seinem legendären DFB-Pokalsieg 1996 und warum jeder Rückschlag ihn letztendlich stärker gemacht hat.
Besonders bewegend: Rüdigers Einblicke in das Leben als Trainer im modernen Fußball, wo Social Media und ständige Kritik nicht nur ihn, sondern auch seine Familie belasten. Seine 15- und 17-jährigen Kinder bekommen in der Schule zu spüren, wenn Papa wieder mal »kurz vor dem Rausschmiss« steht. Warum er trotzdem kämpferisch bleibt und fest daran glaubt, dass Vitesse Arnheim eine Zukunft hat.
Die beiden ehemaligen Mitspieler sprechen auch über den legendären Sommer 1996, als sie mit dem VfR Heilbronn als Außenseiter sensationell den DFB-Pokal der A-Junioren gewannen – bis heute der größte Erfolg der Heilbronner Fußballgeschichte. Rüdiger erklärt, warum dieser Triumph ihn mehr geprägt hat als alle späteren Erfolge als Profi: »Erfolg mit Jugendfreunden ist anders, intensiver.«
Von der Euphorie der 90er Jahre bis zur bitter-süßen Realität des Trainerdaseins 2025: Eine Geschichte über Freundschaft, Widerstandsfähigkeit und die Frage, warum manche Menschen nie aufhören zu kämpfen – auch wenn alle Zeichen auf Sturm stehen.
Weblinks & Social Media von Rüdiger Rehm:
Web: https://www.kicker.de/ruediger-rehm/trainer
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rüdiger-rehm-748013348/
Instagram: https://www.instagram.com/rehmer1978/
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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Originalteile-Podcast - Folge #82 mit Ellen Frauenknecht (TV-Moderatorin & Philosophie-Coach)
2025/07/15
In Folge #82 des Originalteile-Podcasts erwartet euch eine der außergewöhnlichsten Lebensgeschichten, die je im Originalteile-Podcast erzählt wurden. Ellen Frauenknecht war das Gesicht der deutschen Wirtschaftsberichterstattung - von Bloomberg TV über CNBC bis zur ARD-Tagesschau berichtete sie live von den Weltfinanzmärkten. Millionen kannten ihr Gesicht, wenn sie vom Frankfurter Börsenparkett sendete.
Doch 2018 änderte ein eigentlich geplanter Entspannungsurlaub in Indien alles. Was als Wellness-Trip gedacht war, wurde zur größten Lebenswende: Ellen entdeckte rein zufällig die 5000 Jahre alte Vedanta-Philosophie und fasste eine radikale Entscheidung. Sie kündigte ihre TV-Karriere und zog für fünf Jahre nach Mumbai, um an einer Philosophie-Akademie zu studieren.
Ellen nimmt uns mit auf ihre Reise - von ihrer Kindheit in Heilbronn (inklusive legendärer Intershop-Erinnerungen) über die wilde Bloomberg-Zeit im London der späten 90er bis hin zur inneren Transformation in Indien. Sie erklärt, warum sie vom Millionenpublikum zu 20 Menschen im Zoom-Call wechselte und dabei glücklicher wurde als je zuvor.
Heute vermittelt Ellen mit "The Wisdom Workout" jahrtausendealte indische Weisheit für moderne Probleme. Von Emotionssteuerung bis Burnout-Prävention - sie übersetzt komplexe Philosophie in praktische Lebenshilfe. Besonders spannend: Wie sich Prinzipien aus ihrer erfolgreichen Bloomberg-Zeit mit Vedanta-Lehren decken und warum gerade intelligente Menschen oft Opfer ihres eigenen Verstands werden.
Ein Gespräch über den Mut zu radikalen Entscheidungen, die Suche nach dem Sinn jenseits äußeren Erfolgs und warum wahre Gelassenheit erlernbar ist. Plus: Einblicke in Heilbronns Club-Geschichte und die Frage, ob Erleuchtung messbare KPIs hat.
Retreat-Info: Das im Gespräch erwähnte Herbst-Retreat findet vom 13.-16. November am Chiemsee statt, ist aber bereits ausgebucht. Bei Interesse für die Warteliste oder zukünftige Infos: [email protected]
Weblinks & Social Media von Ellen Frauenknecht:
Web: https://www.thewisdomworkout.com
Newsletter: https://www.thewisdomworkout.com/thewisdompulse
YouTube: https://www.youtube.com/@TheWisdomWorkout
Instagram: https://www.instagram.com/thewisdomworkout/
TikTok: https://www.tiktok.com/@the.wisdom.workout
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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Originalteile-Podcast - Folge #81 mit Michael »Gino« Ingino (Oldschool Hip-Hop Fashion Collector & Kurator)
2025/05/28
In Folge #81 des Originalteile-Podcasts treffe ich Michael »Gino« Ingino – einen Mann, der Hip-Hop Fashion lebt und atmet. Aufgewachsen als Sohn eines GI und einer Heilbronnerin, war Gino schon als Kind fasziniert von den frischen Styles der US-Soldaten in den US-Kasernen.
Gino nimmt uns mit auf seine Reise: Vom ersten Kangol-Hut bis zur spektakulären Custom-Made MCM Dapper Dan Jacke, die er extra für die aktuelle Ausstellung »Stories of Hip Hop« im Schmuckmuseum Pforzheim anfertigen ließ. Er erzählt, wie er über 25 Jahre lang vintage Pieces aus den 80ern sammelte – von Run DMC Trainingsanzügen bis zu original Breakdance-Klamotten aus dem Film »Beat Street«.
Besonders spannend: Wie Gino seine Instagram-Sammlung »Oldschool Hip Hop Fashion« aufbaute, im Makerspace der Experimenta fotografierte und schließlich zum Kurator einer Museumsausstellung wurde. Wir sprechen über die Heilbronner Hip-Hop Szene der 90er, über Dapper Dan's revolutionäre Luxury-Bootlegs aus Harlem und warum Fashion im Hip-Hop viel mehr ist als nur Klamotten – es ist Statement, Haltung und Erkennungszeichen.
Eine Folge über Leidenschaft, Authentizität und die Kraft von Jugendkultur – erzählt von einem, der weiß, wovon er spricht.
Weblinks & Social Media von Michael »Gino« Ingino:
Instagram: https://www.instagram.com/oldschoolhiphopfashion
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Originalteile-Podcast - Folge #80 mit Prof. Dr. Rainer Moritz (Leiter Literaturhaus Hamburg)
2025/03/11
Originalteile-Podcast - Folge #80 mit Prof. Dr. Rainer Moritz (Leiter Literaturhaus Hamburg)
Der Grenzgänger aus Heilbronn: Rainer Moritz über seine schwäbischen Wurzeln, deutsche Schlager und die Zukunft der Literatur in digitalen Zeiten.
In der 80. Folge des Originalteile-Podcasts ist Prof. Dr. Rainer Moritz zu Gast – ein kultureller Grenzgänger, der als Literaturhaus-Leiter, Schlagerliebhaber und ehemaliger Fußballschiedsrichter Welten verbindet, die selten zusammenkommen.
Mit feiner Ironie und schwäbischem Pragmatismus erzählt der gebürtige Heilbronner von seiner Jugend zwischen Stadtbücherei im Deutschhof und Pfühlpark, wo er als Schiedsrichter strenge Entscheidungen fällte und als Leser die Welt entdeckte. Er schildert die prägende Zeit am Robert-Mayer-Gymnasium und seine unwahrscheinliche Leidenschaft für deutsche Schlager – eine "falsche Sozialisation", wie er augenzwinkernd bemerkt.
Der Weg vom Tübinger Germanistikstudenten über die Verlagsstationen in Berlin und Leipzig bis zum Literaturhaus Hamburg offenbart einen Mann, der in kulturellen Zwischenräumen zu Hause ist. Besonders seine Zeit als westdeutscher Verlagsleiter im Leipziger Reclam-Verlag nach der Wende bietet erhellende Einblicke in unterschiedliche Wertvorstellungen und kulturelle Selbstverständnisse.
Mit analytischer Schärfe diagnostiziert Moritz die Herausforderungen des Buchmarkts in digitalen Zeiten, plädiert für qualitativ hochwertigere, aber teurere Bücher und erklärt, warum er den deutschen Schlager als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen betrachtet – ein Thema, das er mit der gleichen intellektuellen Ernsthaftigkeit angeht wie die Hochliteratur.
Ein Gespräch über kulturelle Brücken in fragmentierten Zeiten.
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Originalteile-Podcast - Folge #79 mit Onur Celik (Vorstand des VfR Heilbronn)
2025/02/15
Von der Gründerromantik zur Verbandsliga: Wie ein normaler Angestellter den Heilbronner Fußball neu definiert
Es ist ein grauer Februartag im siebten Jahr des neu gegründeten VfR Heilbronn. Onur Celik, Vorstand und Architekt des Vereins, ist pünktlich zum vereinbarten Podcast-Termin erschienen – doch dann nimmt das pralle Vereinsleben seinen Lauf: Ein unangekündigter Streuroboter wird angeliefert, Kaffee muss organisiert werden, die Milch fehlt, ein Schlüssel wird gebracht, Zeitungsausdrucke wollen studiert werden. Zwischen Telefonaten und WhatsApp-Nachrichten erzählt der 47-Jährige vom neuen Mannschaftsbus. Es sind diese Momente des alltäglichen Vereinschaos, die zeigen: Hier schlägt das Herz des Amateurfußballs.
In seiner zweiten Podcast-Folge – die erste entstand im Februar 2020, kurz vor dem Corona-Lockdown – zieht der angestellte bei einem Finanzdienstleister eine bemerkenswerte Zwischenbilanz: Vier Aufstiege in fünf Jahren, von der Kreisliga B in die Verbandsliga. Der Weg dorthin war geprägt von unerschütterlichem Optimismus, strategischer Weitsicht und der Kraft der sozialen Medien. Was 2017 mit einer Facebook-Seite begann, ist heute ein Verein mit über 500 Mitgliedern, der die größte Social Media Reichweite aller Fußballvereine der Region vorweisen kann.
Mit analytischer Präzision und der Leidenschaft eines Fußballromantikers spricht Celik über die Transformation eines Traditionsvereins im digitalen Zeitalter. Er gewährt Einblicke in die Mechanismen modernen Vereinsmanagements, in dem der neue Mannschaftsbus nicht nur Transportmittel ist, sondern europaweiter Markenbotschafter für Heilbronn. Doch bei aller Innovation bleibt der Blick fürs Wesentliche: "Der Verein ist nicht die erste Mannschaft, sondern tatsächlich viel, viel mehr."
VfR Heilbronn im Netz:
https://vfr1896.de
https://www.facebook.com/vfrheilbronn/
https://www.instagram.com/vfr_heilbronn/
https://www.tiktok.com/@vfrheilbronn_official?_t=8dsIvIcLwMd&_r=1
https://www.youtube.com/@VfRHeilbronn
https://www.linkedin.com/in/vfr-heilbronn-management/
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Onur Celik auf LinkedIn:
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Originalteile-Podcast - Folge #78 mit Sebastian Krieg (DJ & Oldtimer-Unternehmer)
2025/02/09
Von Vinyl zu V8: Sebastian Krieg und die Kunst der Transformation!
Wie aus dem Heilbronner Underground-DJ ein erfolgreicher Oldtimer-Unternehmer wurde – und warum manchmal der mutigste Schritt darin besteht, ganz von vorne anzufangen.
Es sind diese besonderen Momente, die eine Stadt prägen: Zum Beispiel als in den frühen 90ern im Heilbronner OM-Keller eine neue Ära begann.
Mittendrin: Sebastian Krieg, damals ein junger DJ mit klarer Vision für seinen Sound. Was folgte, waren prägende Jahre für die süddeutsche House-Szene - von durchgetanzten Nächten im legendären Stuttgarter M1 bis zu internationalen Gigs und eigenen Produktionen.
In dieser Folge des Originalteile-Podcasts blickt der heute 51-jährige zurück auf eine Zeit des Aufbruchs, als elektronische Musik noch Neuland war und der Underground seine eigenen Regeln schrieb. Er erzählt von prägenden Begegnungen mit DJ-Größen wie Eric Ryk und DJ Hell, von der sich wandelnden Club-Kultur und dem Moment am Küchenfenster 2014, als er beschloss, alles hinter sich zu lassen.
Doch manchmal ist ein Ende auch ein Anfang: Mit der gleichen Akribie, mit der er einst seine Sets kuratierte, widmet sich Sebastian heute seiner zweiten großen Liebe: klassischen Automobilen. Als Gründer von Classic Cars Munich leitet er zwei erfolgreiche Standorte für Oldtimer-Restauration - ohne je selbst geschraubt zu haben. Seine Geschichte ist die eines Mannes, der den Mut hatte, sich selbst neu zu erfinden und dabei seinen Prinzipien treu zu bleiben.
Ein Gespräch über die transformative Kraft der Musik, die Magie alter Automobile und die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, seinen Träumen zu folgen.
Sebastian im Netz:
LinkedIn:
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Web:
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Youtube: https://www.youtube.com/@classiccarsmunich
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Originalteile-Podcast - Folge #77 mit Jan Stechele (Banker)
2025/02/02
Der Kinderarzt fürs Bankensystem: Aufgewachsen in einer Heilbronner Kinderärztefamilie lernte Jan Stechele, was geduldige Betreuung heißt – und genau die brauchte es 2008 bei der BayernLB und später als Vorstand von N26, um jede Krise zu überstehen.
In der 77. Folge des Originalteile-Podcasts ist Jan Stechele zu Gast, der die dramatischsten Momente der Finanzwelt hautnah miterlebt hat. Der gebürtige Heilbronner gewährt in seinem Münchner Zuhause tiefe Einblicke in zwei prägende Jahrzehnte des deutschen Bankenwesens.
Vom Vespafahrer in Heilbronn über Shanghai und Hongkong in die Führungsetagen des internationalen Banking: Als persönlicher Assistent des BayernLB-CEOs erlebte er 2008 die Finanzkrise hautnah mit. Seine wichtigste Lektion: 'Je stressiger es wird, desto ruhiger musst du sein.'
Seine Erfahrungen aus Asien, wo mobile Payments schon 2008 Alltag waren, prägten später seinen Blick auf die digitale Transformation. Als Vorstand bei N26 gelang es ihm, die heikle Balance zwischen Start-up-Dynamik und Bankenregulierung zu meistern.
Nach seinem Ausscheiden im Herbst 2024 spricht er offen über die Herausforderungen des modernen Bankings, die Rolle von KI im Finanzsektor und seine Vision eines digitalen Finanzplatzes Europa. Ein spannendes Gespräch über Transformation, die Kunst der Balance und was eine neue Milchtüte mit Bankenregulation zu tun hat.
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Originalteile-Podcast - Folge #76 mit Antonia Hagen-Kettemann (Geschäftsführerin Kaffeehaus Hagen)
2025/01/25
In der 76. Folge des Originalteile-Podcasts öffnet Antonia Hagen-Kettemann die Türen zum Kaffeehaus Hagen, wo der Duft von 90 Jahren Familientradition durch die Räume weht. Mit 37 Jahren führt sie das Heilbronner Traditionshaus in dritter Generation - zwischen Kaffeesäcken und Kindheitserinnerungen, zwischen väterlichen Prinzipien und den Anforderungen der Moderne.
Als Kind raste sie noch auf kleinen blauen Wägelchen zwischen den Kaffeesäcken umher, heute kämpft sie mit explodierenden Rohkaffeepreisen und EU-Verordnungen. Antonia gibt ehrliche Einblicke in die Herausforderungen einer Familienunternehmerin, die gleichzeitig Tochter und Chefin sein muss. Sie erzählt von der "lebhaften Streitkultur" mit ihrem Vater, der erst überzeugt werden musste, dass auch nach dem Essen ein Cappuccino erlaubt sein darf.
Von der ambitionierten Tennisspielerin am Trappensee zur Geschäftsführerin eines Traditionshauses - Antonia teilt ihre Geschichte vom Aufwachsen in einem politischen Haushalt, ihrem Weg über Konstanz und Rom zurück nach Heilbronn und ihrer Vision für die Zukunft des Kaffeehauses. Sie erklärt, warum Filterkaffee zu Unrecht unterschätzt wird, weshalb ein Espresso weniger Koffein enthält als gedacht und wie sich die Heilbronner Gastro-Szene entwickelt.
Erfahrt mehr über die Kunst der Kaffeeröstung, die Geheimnisse erfolgreicher Kaffeeseminare und warum manchmal auch ein Vollautomaten-Besitzer ein guter Mensch sein kann.
Weblinks & Social Media von Kaffeehaus Hagen:
Web: https://www.hagen-onlineshop.de
Instagram: https://www.instagram.com/hagenkaffee/
Facebook: https://www.facebook.com/kaffeehaushagen/
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Originalteile-Podcast #75 mit Bülent Yilmaz, Marco Sacher, Andre Nachbar, Georgia Markquart & Micha Becker (Press-Crew)
2025/01/09
Nach den bewegenden Gesprächen mit Nate da Great und Superior (Folge 73: Link) sowie Stefan Pyttlik und Marc C Woehr (Folge 74: Link) versammelt der finale Teil unserer Press-Spezial-Serie fünf weitere Zeitzeugen - aufgenommen am Morgen nach dem großen Klassentreffen am 21. Dezember 2024.
Ein intimes Gespräch über die Transformation von jugendlicher Rebellion zu erwachsener Verantwortung: Bülent Yilmaz, der Sprachbegabte aus der Familie mit dem Holzofen, und Georgia Markquart, die Vermittlerin zwischen den Szenen, führen durch eine Geschichte von kreativer Not und kompromissloser Haltung. Michael Becker spricht erstmals offen über seine Zeit als Writer, André Nachbar erinnert sich an seine Skateboard-Konversion, und Marco "Bado" Sacher bewahrt bis heute die Schätze dieser Zeit in Form von tausend Platten.
Ein Gespräch über die zeitlose Kraft authentischer Jugendkulturen – und über eine Stadt, die ihre rebellischen Kinder einfach machen ließ.
Audio: Philipp Seitz (www.philipp-seitz.de)
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Originalteile-Podcast - Folge #74 mit Stefan Pyttlik (Extremsportler & Innovationsmanager) & Marc C Woehr (Künstler)
2025/01/03
Nach der bewegenden ersten Folge mit Nate da Great und Superior (Hier gibts die Folge: https://open.spotify.com/episode/4plOMCsrl0DXehfTsTcGgR?si=bc0fc3565d0649c9) fügt Teil 2 unserer "Press"-Spezial-Serie weitere entscheidende Puzzlestücke hinzu.
Stefan Pyttlik und Marc C Woehr erzählen ihre Version der Geschichte - aufgenommen am 20. Dezember 2024, einen Tag vor dem großen "Press"-Klassentreffen, das diese dreiteilige Serie inspirierte.
Der finale Teil, aufgezeichnet direkt nach dem emotionalen Wiedersehen mit fünf weiteren Zeitzeugen im Studio, folgt in Kürze.
Stefan, erfolgreicher Extremsportler und Innovationsmanager, erinnert sich an sein erstes Skateboard - heimlich gekauft vom Weihnachtsgeld, versteckt vor den Eltern in der Garage. Marc, mittlerweile international gefragter Künstler, spricht über seine ersten Graffiti in der Theaterunterführung und wie aus Writer-Tags Kunst wurde, die heute in Galerien von Miami bis Portugal zu sehen ist.
Die Geschichte dieser Zeit ist auch die Geschichte einer besonderen Form von Integration: In den Wharton Barracks treffen amerikanische Soldatenkinder auf deutsche Jugendliche, am "Press" mischen sich Kids aus Gastarbeiterfamilien mit Einheimischen. Es ging nur darum, was du drauf hast.
Besonders faszinierend sind die kleinen Details dieser Zeit: Die improvisierte Jumprampe, die im Stadtbus transportiert wurde ("Der Busfahrer hat einfach mitgemacht"), die ersten Techno-Partys in verlassenen Industriehallen, die Skateboard-Sessions in der Tiefgarage. Es sind Geschichten von Freiheit und Rebellion, aber auch von einer Stadt, die ihre Jugend einfach machen ließ - und dadurch eine ganz eigene Kultur entwickelte.
Beide sprechen auch über ihre aktuellen Projekte: Marc gestaltet u. a. Steinway-Flügel und stellt international aus, Stefan revolutioniert die Mountain-Bike-Szene und baut Innovationen für einen globalen Konzern. Zwei unterschiedliche Wege, die doch eines gemeinsam haben: Sie wären ohne die prägende Zeit am "Press" nicht denkbar gewesen.
Ein Gespräch über Authentizität, kulturelle Aneignung im besten Sinne und die zeitlose Kraft von Jugendkulturen - unterhaltsam, bewegend und hochaktuell.
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Stefan Pyttlik
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Instagram: https://www.instagram.com/stefan_pyttlik/ & https://www.instagram.com/trailsurfers_bw/
Marc C Woehr
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Originalteile-Podcast - Folge #73 mit Nate da Great (Rapper) & Superior (Producer)
2024/12/31
Es ist ein besonderer Tag im Originalteile-Studio: Mit Nate da Great und Superior sitzen zwei absolute Pioniere der Heilbronner Hip-Hop-Szene auf dem Podcast-Sofa. Einen Tag vor dem großen "Press"-Klassentreffen am 21. Dezember auf dem Kiliansplatz tauchten wir tief ein in die DNA der Heilbronner Straßenkultur der 80er und frühen 90er Jahre. Diese Folge ist der Auftakt einer dreiteiligen Serie, in der die Protagonisten der damaligen Zeit die Geschichte des Heilbronner Hip-Hop erzählen – weitere Folgen erscheinen in Kürze.
Die Geschichte beginnt 1984 auf einem deutsch-amerikanischen Volksfest in den Wharton Barracks, als die ersten Breakdance-Battles zwischen deutschen und amerikanischen Jugendlichen die Fundamente einer einzigartigen Kulturszene legten. Nate, damals frisch aus den USA zurück, und der Heilbronner Superior nehmen uns mit auf eine faszinierende Reise durch diese Pionierzeit: Von ersten Rap-Versuchen auf Commodore Amiga über nächtliche Graffiti-Sessions bis hin zu legendären Auftritten mit Advanced Chemistry.
Ab Minute 48 wird es besonders spannend, als die beiden von ihrem Durchbruch erzählen: Wie sie 1992 einen bundesweiten Talentwettbewerb der BRAVO gewannen, in der gleichen Ausgabe landeten wie Guns N' Roses, aber dann am eigenen Erfolg fast zerbrachen, als ihr Sound zu rau für die deutsche Musikindustrie war.
Erfahrt mehr über die Entstehung des "Press" als informellem Parlament einer ganzen Jugendgeneration, über die ersten Hip-Hop-Jams im OM, und warum Heilbronn in der deutschen Hip-Hop-Geschichte einen ganz besonderen Platz einnimmt. Die beiden erzählen von Freestyle-Sessions in der Theaterunterführung, von der Entstehung des legendären "Heilbronx"-Begriffs und wie eine Stadt zwischen Stuttgart und nirgendwo ihren ganz eigenen Sound entwickelte.
Die Geschichte reicht bis in die Gegenwart: Superior produziert heute Beats für internationale Rap-Größen und veröffentlicht bald eine Single mit Samy Deluxe, während Nate da Great nach wie vor die Clubs der Nation mit seinem einzigartigen Style begeistert. Am 21. Dezember 2024 schloss sich der Kreis, als sich die "Press"-Crew nach drei Jahrzehnten wieder am Kiliansplatz traf.
Ein Gespräch über Authentizität, cultureclash und die zeitlose Kraft von Hip-Hop, das nebenbei auch die Geschichte einer Stadt erzählt, die sich in den 80ern und 90ern neu erfand.
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Instagram Superior: https://www.instagram.com/superior27/
Instagram Nate da Great: https://www.instagram.com/natedagreatofficial/
Web Nate da Great: https://www.threesoulrecords.com/nate-da-great
Mehr spannende Geschichten und Analysen zur Entwicklung Heilbronns findet ihr im Substack HEILBRONN.BETA: https://robertmucha.substack.com
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