
Werben im Podcast: Wohlstand für Alle
Bewertung
4.7von
Dieser Podcast hat
616 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Ole Nymoen, Wolfgang M. SchmittExplizit
Nein
Erstellt am
2019/08/13
Neueste Episode
2026/10/21
Durchschnittsdauer
42 min.
Veröffentlichungsintervall
3 Tage
Beschreibung
Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge. Impressum (Angaben gemäß § 5 TMG): Bitte keine Fanpost/Anfragen an folgende Adresse! Wolfgang M. Schmitt c/o Rechtsanwalt Markus Kompa (zustellungsbevollmächtigt) Geißelstraße 11 50823 Köln Deutschland Kontakt: E-Mail: [email protected] Telefon: +49 (0)221 29960001 Fax: +49 (0)221 29960002 Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE3303228702
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Ep. 376: Ist Vollbeschäftigung möglich? Die Ökonomie des Michał Kalecki
2026/10/21
Ist Vollbeschäftigung in einem kapitalistischen System machbar? Im Zuge der Modern Monetary Theory und weiterer Ansätze der pluralen Ökonomik wird diese Frage wieder häufiger diskutiert. Jobgarantien sollen Sicherheit geben und damit Menschen davor bewahren, nach rechts zu driften.
Die Debatte ist nicht neu: Der polnische Ökonom Michał Kalecki beschäftigte sich bereits in den 1940er-Jahren mit der Frage, welche Wege zur Vollbeschäftigung gangbar sind und welche nicht. Kalecki, den man zu den Post-Keynesianern zählt und der zugleich marxistisch geprägt war, ignoriert bei seinen Überlegungen nie, dass wir in einer Klassengesellschaft leben, in der diejenigen, die über Kapital verfügen, mehr Macht haben als jene, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen.
Kalecki setzt auf einen stark intervenierenden Staat. Vor allem das Deficit Spending scheint für ihn eine Möglichkeit darzustellen, Vollbeschäftigung zu erreichen. Klar ist aber auch: Trivial ist das nicht. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
Literatur:
Michał Kalecki: „Drei Wege zur Vollbeschäftigung“, in: Ders.: Krise und Prosperität im Kapitalismus. Ausgewählte Essays 1933-1971. Metropolis.
Ders.: „Politische Aspekte der Vollbeschäftigung“, in: Ebd.
Termine:
Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:
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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:
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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:
https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/
Ole und Wolfgang sind am 16. Januar in Hamburg:
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Überwachung und Aufschwung? So war Oles China-Reise!
2026/10/17
In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir über China: Ole schildert seine Eindrücke der Reise und dann sehen wir uns zwei bemerkenswerte Artikel an, die aktuelle Entwicklungen in der Volksrepublik beleuchten.
Chinas Wirtschaft schwächelt, das zeigt sich auch daran, wie stark die Gig-Economy gewachsen ist, die nebenbei viele unglückliche Chinesen produziert. Wie mächtig die Regierung von Xi und seiner Kommunistischen Partei ist, zeigt wiederum eine Steuerreform. Reiche Chinesen, die Geld im Ausland geparkt haben oder sogar inzwischen im Ausland leben, sollen rückwirkend Steuern für ihre Offshore-Vermögen zahlen – in Hongkong, Singapur und Japan sind die chinesischen Millionäre und Milliardäre nun nervös.
Anschließend diskutieren wir über zwei Texte, die sich mit den Deutschen und ihrer sogenannten "Vergangenheitsbewältigung" auseinandersetzen. Adorno analysiert den Umgang der Deutschen mit ihrer Schuld Ende der 50er-Jahre, in den 2000er-Jahre liefern Rolf Gutte und Freerk Huisken eine kontraintuitive Interpretation der deutschen Geschichte.
Was, wenn der Nationalstolz gerade wegen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit besonders wirksam und verbreitet ist? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der Speakeasy-Bar!
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Speakeasy #37: Ole in China, Adorno und die "Aufarbeitung der Vergangenheit"
2026/10/15
In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir über China: Ole schildert seine Eindrücke der Reise und dann sehen wir uns zwei bemerkenswerte Artikel an, die aktuelle Entwicklungen in der Volksrepublik beleuchten.
Chinas Wirtschaft schwächelt, das zeigt sich auch daran, wie stark die Gig-Economy gewachsen ist, die nebenbei viele unglückliche Chinesen produziert. Wie mächtig die Regierung von Xi und seiner Kommunistischen Partei ist, zeigt wiederum eine Steuerreform. Reiche Chinesen, die Geld im Ausland geparkt haben oder sogar inzwischen im Ausland leben, sollen rückwirkend Steuern für ihre Offshore-Vermögen zahlen – in Hongkong, Singapur und Japan sind die chinesischen Millionäre und Milliardäre nun nervös.
Anschließend diskutieren wir über zwei Texte, die sich mit den Deutschen und ihrer sogenannten "Vergangenheitsbewältigung" auseinandersetzen. Adorno analysiert den Umgang der Deutschen mit ihrer Schuld Ende der 50er-Jahre, in den 2000er-Jahre liefern Rolf Gutte und Freerk Huisken eine kontraintuitive Interpretation der deutschen Geschichte.
Was, wenn der Nationalstolz gerade wegen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit besonders wirksam und verbreitet ist? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der Speakeasy-Bar!
Literatur:
Theodor W. Adorno: Theodor W. Adorno, Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit, in: Eingriffe. Neun kritische Modelle, Suhrkamp.
Rolf Gutte, Freerk Huisken: Alles bewältigt, nicht begriffen! Nationalsozialismus im Unterricht, VSA. Online verfügbar unter: https://www.vsa-verlag.de/uploads/media/VSA_Gutte_Huisken_Alles_Bewaeltigt_nichts_begriffen.pdf
Financial Times über Chinas Kampf gegen Steuerflucht: https://www.ft.com/content/f31baf40-a753-4cca-86e1-1373f08d99e2?syn-25a6b1a6=1
The Washington Post über Chinas Gig-Economy: https://www.washingtonpost.com/business/2026/09/20/chinas-leader-pursues-global-power-many-its-citizens-feel-left-behind/
Ep. 375: Joseph Schumpeter und der Imperialismus
2026/10/14
Führt der Kapitalismus zum Imperialismus und damit in den Krieg? Diese Frage wird seit mehr als 100 Jahren diskutiert. Auch der Ökonom der „schöpferischen Zerstörung“, Joseph Schumpeter, mischte sich mit einem berühmten Aufsatz in die Debatte ein.
Seine These ist, dass der Imperialismus dem Kapitalismus keineswegs zu eigen ist, sondern vielmehr ein atavistisches Überbleibsel bildet, das durch gewisse Bedingungen erstarken und die Oberhand gewinnen kann. Schumpeter schlägt einen großen historischen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart, um die Frage nach dem Verhältnis von Kapitalismus und Imperialismus zu beantworten.
Bemerkenswerterweise kommt er dabei mitunter Lenin und Rosa Luxemburg gefährlich nahe. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Aktualität von Schumpeters Überlegungen.
Literatur:
Branko Milanović: The Great Global Tranformation. National Market Liberalism in a Multipolar World, Allen Lane.
Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB.
Ders.: „Zur Soziologie der Imperialismen“, in: Ders.: Schriften zur Ökonomie und Soziologie. Hrsg. v. Lisa Herzog und Axel Honneth. Suhrkamp.
Termine:
Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:
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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:
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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:
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Wie Literatur den Krieg verarbeitet! – Literaturdistrikt 2025
2026/10/10
2025 waren wir Live beim Literaturdistrikt-Festival in Essen, um über Literatur und Zeitenwende zu sprechen, Passagen aus wichtigen Klassikern der (Anti-)Kriegsliteratur vorzutragen und um über Oles Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ zu diskutieren.
Hier ist der Audio-Mitschnitt der Veranstaltung, in der wir vom aktuellen Diskurs ausgehend zu Erich-Maria Remarque, Ernst Jünger, Bertolt Brecht, Celine und weiteren Autoren zurückkehren, die sich literarisch mit dem Krieg auseinandergesetzt haben. Das Literaturdistrikt-Festival 2025 wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, vom Kulturamt der Stadt Essen und von der Kunststiftung NRW.
Website: www.literaturdistrikt.de
Ep. 374: Volkswagen und das Ende der Sozialpartnerschaft
2026/10/07
Die Krise bei Volkswagen verschärft sich weiter. Die Konkurrenz aus China und das schlechte Management der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass der Absatz von VW-Autos rückläufig ist. Jetzt soll der Konzern wettbewerbsfähig gemacht werden, indem man knapp ein Sechstel der Stellen abbaut und die verbliebenen Arbeiter enorme Kürzungen hinnehmen.
Von dem "Erfolgsmodell Sozialpartnerschaft" kann nicht mehr länger die Rede sein, wenn sechs Urlaubstage gestrichen werden sollen und die Arbeiter bei gleichem Gehalt länger arbeiten müssen. Auch die Übernahme von Auszubildenden steht zur Disposition. Die IG Metall zeigt sich zwar kampfbereit, die Frage ist jedoch, ob man zu radikalen Schritten willens ist und ob sie noch rechtzeitig etwas ändern können.
VW-Chef Blume möchte trotz der harten Einschnitte nicht von einer Schrumpfkur sprechen. In Wahrheit erlebt die Belegschaft genau das. Diese Kürzungen werden über den VW-Konzern hinaus Signalwirkung haben.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!
Literatur/Quellen:
Oliver Blume im Pioneer-Podcast:
https://youtu.be/rtKcaWvUy14?si=ZeaNCLfZ5P_3WSj6
Termine:
Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:
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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:
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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:
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Ole und Wolfgang sind am 16. Januar in Hamburg:
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Ep. 373: Freerk Huisken und die Schule im Kapitalismus
2026/09/30
Wozu ist die Schule da? Oft hört man den Satz, dieses oder jenes lerne man fürs Leben – gemeint ist aber in der Regel: für das Leben im Kapitalismus. Die Schule als Institution bildet das Konkurrenzsubjekt heraus, das schon früh einübt, was in der demokratisch organisierten Marktwirtschaft einmal wichtig sein wird.
Das Notensystem sowie die dreigliedrige Aufteilung der Schulen sorgt für Sortiermechanismen, wie sie für die kapitalistische Produktion nützlich sind. Zudem lernt ein jeder Schüler, sich artig zu disziplinieren. Nicht die Bildung steht im Vordergrund, sondern ein instrumentelles Lernen ist das Ziel.
Dabei wird das Subjekt zum einen in seinem Selbstwert bestätigt, zum anderen aber erlebt es ständige Enttäuschungen, an denen es wachsen soll, um sich erneut in den Konkurrenzkampf zu wagen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Schulkritik von Freerk Huisken.
Literatur/Quellen:
Freerk Huisken: Schule, die 5. Gewalt. Die Zurichtung des Nachwuchses für Staat und Kapital, VSA Verlag.
Ole im Gespräch mit Freerk Huisken, Teil 1:
https://youtu.be/k2MWNblex4I?si=5Qqq3xUrNyCWCd4F
Ole im Gespräch mit Freerk Huisken, Teil 2:
https://youtu.be/PmXY-R68OYQ?si=gZEXlm40f2H-k5Ms
Termine:
Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:
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Mutige Frauen und wilde Streiks: Gün Tanks Roman DIE OPTIMISTINNEN
2026/09/26
Die Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland ist noch immer unterbelichtet, vor allem ist beinahe in Vergessenheit geraten, wie viele Frauen aus der Türkei und anderen Ländern in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten und ihre Familien zu ernähren.
In dem Roman „Die Optimistinnen“ setzt ihnen Gün Tank ein Denkmal und zeigt, wie sehr sich diese Frauen in den Arbeitskampf eingemischt haben – gegen alle Widerstände. Gewerkschaftlich nicht organisiert, von den Betriebsräten oft ignoriert, gingen die Gastarbeiterinnen zu wilden Streiks über, um ihre Interessen zu vertreten. Sie kämpften für bessere Wohn- und Arbeitsbedingungen und sie kämpften gegen die finanzielle Diskriminierung in Form von Leichtlohngruppen.
Unter diesem Terminus verstand man Arbeiten, die angeblich leicht zu verrichten waren, von Frauen ausgeführt wurden und deshalb schlechter bezahlt waren als dieselben Tätigkeiten der Männer. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Gün Tanks Roman!
Literatur:
Gün Tank: Die Optimistinnen. S. Fischer.
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Ep. 372: Louis Althusser und die ideologischen Staatsapparate
2026/09/23
Wie kommt die Ideologie in die Köpfe? Mit dieser Frage beschäftigt sich der französische Philosoph Louis Althusser in seiner Schrift zu den „Ideologischen Staatsapparaten“. In einer Zeit, in der die Kirchen erheblich an Macht eingebüßt haben, übernehmen vorwiegend die Schulen die Aufgabe, die kapitalistische Ideologie zu vermitteln.
In der Schule werden sie alle ausgebildet, die künftigen Arbeiter und Kapitalisten sowie die Ideologen und Politiker. Der Kapitalismus muss auch geistig reproduziert werden, um sich reproduzieren zu können, zeigt Althusser in seiner berühmten Schrift, die noch weitere Ideologische Staatsapparate ausmacht, auch wenn diese – wie etwa die Familie – gar nicht direkt vom Staat gesteuert werden.
Dass die Ideologie den Bürger erreicht, liegt nicht zuletzt auch an der Subjektwerdung, der durchaus ein unterwerfender Charakter innewohnt. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Althussers Ideologietheorie.
Literatur:
Louis Althusser: Ideologie und ideologische Staatsapparate, VSA-Verlag.
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Termine:
Am 11.9. ist Wolfgang in Frankfurt: https://www.instagram.com/p/DcqWocUAAZu/?img_index=4
Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart – nicht am 29. Oktober, wie im Podcast behauptet:
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Speakeasy #36: Walter Benjamin und die Ästhetik des Faschismus
2026/09/19
In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, denn oft wird das Konzept des taktischen Wählens ventiliert, um angeblich den Rechtsruck zu verhindern. Geht es den Parteien wirklich darum?
Danach diskutieren wir ausführlich über eine ARD-Doku mit dem Titel „Die da unten“, in der es um die Ungleichheit in Deutschland geht. Interviewt werden sowohl Bürger mit wenig Gehalt oder kleiner Rente als auch Millionäre und Milliardäre von der Stiftung Familienunternehmen, bei deren Tagung im Hotel Adlon in Berlin auch Kanzler Friedrich Merz spricht, um den Reichen ein paar Tipps zu geben. Selten war die Klassengesellschaft so transparent zu sehen, dennoch führt dies bei der Durchschnittsbevölkerung nicht zu Wünschen nach mehr Umverteilung. Stattdessen sind sie von nationalistischen, autoritären und sozialdarwinistischen Phantasien beherrscht.
Anschließend sprechen wir ausführlich über die Ästhetisierung der Politik und die Politisierung der Kunst anhand von Walter Benjamins berühmten Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.
Literatur/Quellen:
Walter Benjamin: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, Suhrkamp.
Friedrich Merz‘ Rede an die Familienunternehmer:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-kanzler-tag-der-familienunternehmen-2026-2439682
Die NDR-Doku „Die da unten“:
https://www.ardmediathek.de/video/die-da-unten/die-da-unten/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MjI2NV9nYW56ZVNlbmR1bmc
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Ep. 371: Wie autoritär ist der rechte Postliberalismus?
2026/09/16
Was wollen die rechten Postliberalen? Wie auch die linken Vertreter des Postliberalismus lesen sich manche Vorschläge solide sozialdemokratisch: Monopole sollen bekämpft, Arbeitnehmerrechte gestärkt und Familien besser unterstützt werden.
Wie bei den linken Postliberalen wollen auch die Rechten das Christentum und seine Werte zur Grundlage der Gesellschaft erklären, dabei sind sie aber wesentlich autoritärer: Patrick J. Deneen, der inzwischen J. D. Vance berät, hat in seinem Buch „Why Liberalism Failed“ zunächst das Scheitern der Liberalen erklärt, um nun in seinem Buch „Regime Change“ einen Aristopopulismus herbeizuschreiben, bei dem Elite und Volk miteinander verschmelzen – nicht im Sinne einer Demokratisierung, lediglich bessere Eliten sollen her. An dieser Stelle wird es endgültig obskur.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den rechten Postliberalismus.
Literatur:
Patrick J. Deneen: Regime Change. Toward a Postliberal Future, Sentinel.
Ders.: „Wir sind jetzt alle Postliberale“, in: Veith Selk, Julian Nicolai Hofmann (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte, Suhrkamp.
Termine:
Am 24.9. ist Wolfgang in Remagen zu Gast: https://arpmuseum.org/veranstaltungen.html
Am 26.9. ist Wolfgang in Lübeck zu Gast: https://www.thomas-mann-gesellschaft.de/jahrestagung/luebecker-thomas-mann-tage-2026/index.html
Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart – nicht am 29. Oktober, wie im Podcast behauptet:
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Speakeasy #36: Wieso "Taktisch wählen" ein Fehler ist!
2026/09/14
In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, denn oft wird das Konzept des taktischen Wählens ventiliert, um angeblich den Rechtsruck zu verhindern. Geht es den Parteien wirklich darum?
Danach diskutieren wir ausführlich über eine ARD-Doku mit dem Titel „Die da unten“, in der es um die Ungleichheit in Deutschland geht. Interviewt werden sowohl Bürger mit wenig Gehalt oder kleiner Rente als auch Millionäre und Milliardäre von der Stiftung Familienunternehmen, bei deren Tagung im Hotel Adlon in Berlin auch Kanzler Friedrich Merz spricht, um den Reichen ein paar Tipps zu geben. Selten war die Klassengesellschaft so transparent zu sehen, dennoch führt dies bei der Durchschnittsbevölkerung nicht zu Wünschen nach mehr Umverteilung. Stattdessen sind sie von nationalistischen, autoritären und sozialdarwinistischen Phantasien beherrscht.
Anschließend sprechen wir ausführlich über die Ästhetisierung der Politik und die Politisierung der Kunst anhand von Walter Benjamins berühmten Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.
Literatur/Quellen:
Walter Benjamin: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, Suhrkamp.
Friedrich Merz‘ Rede an die Familienunternehmer:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-kanzler-tag-der-familienunternehmen-2026-2439682
Die NDR-Doku „Die da unten“:
https://www.ardmediathek.de/video/die-da-unten/die-da-unten/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MjI2NV9nYW56ZVNlbmR1bmc
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Literatur #69: Gün Tank – Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter
2026/09/13
Die Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland ist noch immer unterbelichtet, vor allem ist beinahe in Vergessenheit geraten, wie viele Frauen aus der Türkei und anderen Ländern in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten und ihre Familien zu ernähren.
In dem Roman „Die Optimistinnen“ setzt ihnen Gün Tank ein Denkmal und zeigt, wie sehr sich diese Frauen in den Arbeitskampf eingemischt haben – gegen alle Widerstände. Gewerkschaftlich nicht organisiert, von den Betriebsräten oft ignoriert, gingen die Gastarbeiterinnen zu wilden Streiks über, um ihre Interessen zu vertreten. Sie kämpften für bessere Wohn- und Arbeitsbedingungen und sie kämpften gegen die finanzielle Diskriminierung in Form von Leichtlohngruppen.
Unter diesem Terminus verstand man Arbeiten, die angeblich leicht zu verrichten waren, von Frauen ausgeführt wurden und deshalb schlechter bezahlt waren als dieselben Tätigkeiten der Männer. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Gün Tanks Roman!
Literatur:
Gün Tank: Die Optimistinnen. S. Fischer.
Speakeasy #36: Landtagswahlen, Walter Benjamin – und das falsche Bewusstsein der Arbeiterklasse
2026/09/12
In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, denn oft wird das Konzept des taktischen Wählens ventiliert, um angeblich den Rechtsruck zu verhindern. Geht es den Parteien wirklich darum?
Danach diskutieren wir ausführlich über eine ARD-Doku mit dem Titel „Die da unten“, in der es um die Ungleichheit in Deutschland geht. Interviewt werden sowohl Bürger mit wenig Gehalt oder kleiner Rente als auch Millionäre und Milliardäre von der Stiftung Familienunternehmen, bei deren Tagung im Hotel Adlon in Berlin auch Kanzler Friedrich Merz spricht, um den Reichen ein paar Tipps zu geben. Selten war die Klassengesellschaft so transparent zu sehen, dennoch führt dies bei der Durchschnittsbevölkerung nicht zu Wünschen nach mehr Umverteilung. Stattdessen sind sie von nationalistischen, autoritären und sozialdarwinistischen Phantasien beherrscht.
Anschließend sprechen wir ausführlich über die Ästhetisierung der Politik und die Politisierung der Kunst anhand von Walter Benjamins berühmten Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.
Literatur/Quellen:
Walter Benjamin: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, Suhrkamp.
Friedrich Merz‘ Rede an die Familienunternehmer:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-kanzler-tag-der-familienunternehmen-2026-2439682
Die NDR-Doku „Die da unten“:
https://www.ardmediathek.de/video/die-da-unten/die-da-unten/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MjI2NV9nYW56ZVNlbmR1bmc
Meisterwerke: Sturmhöhe. Mit Wolfgang und Mithu Sanyal
2026/09/12
Wir danken dem Literaturforum im Brecht-Haus, dass wir auch diese Ausgabe von "Meisterwerke der Literatur und was sie uns lehren" als Podcast veröffentlichen dürfen.
© Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus
Mehr Informationen zum Literaturforum im Brecht-Haus findet ihr hier:
www.lfbrecht.de
Social Media: @lfbrecht
Telegram-Kanal: https://t.me/literaturforumimbrechthaus
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