
Advertise on podcast: Oliver Gassner - the human side - net/work smarter
This podcast has
19 episodes
Language
EnglishPublisher
Oliver GassnerExplicit
No
Date created
2019/09/24
Latest episode
2026/10/15
Average duration
-
Release period
9 days
Description
OGOK = Oliver Gassner Organisation & Kommunikation => Innovative, stressfrei arbeitende Teams und Abteilungen für Unternehmen. Profitabel vernetze und inspirierte Mitglieder für Verbände und Organisationen.
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Podcast episodes
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KI-Coaches für Astronauten - mit AM Fassbender - #how2ai
2026/10/15
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Christian Lehmann über sein energieautarkes Haus #netzstimmen
2026/10/08
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Netzstimmen zur deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien mit Jörg Vomberg
2026/09/28
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KI-Zusammenfassung: (kommt)
The State of Linkedin mit Björn Tantau #Netzstimmen
2026/09/24
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KI Summary:
Zusammenfassung: Oliver Gassner im Gespräch mit Björn Tantau über LinkedInDauer ca. 00:57:35. Namen, die die automatische Transkription verfälscht hat, habe ich sinngemäß korrigiert, zum Beispiel „Pont Tantau/Panto“ zu Björn Tantau.
Einstieg und Vorstellung (00:00:00–00:01:48)00:00:00 Oliver Gassner begrüßt die Hörer und stellt seinen Gast Björn Tantau vor. Scherzhafter Einstieg: „die beiden haarlosen Typen“.
00:00:59 Björn ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing. Er hat selbstständig, in Agenturen und in der Produktentwicklung gearbeitet und früher ein Musikportal aufgebaut und damit Geld verdient. 10 Jahre lang hat er KMUs zu digitalem Marketing beraten.
00:01:13 Heute ist er bei der Agentur Webnetz in Norddeutschland für die Strategie und das Kundenwachstum verantwortlich.
Geschichte von LinkedIn (00:01:48–00:04:28)00:01:56 LinkedIn ist älter als Facebook. Es startete etwa 2002/03, ungefähr gleichzeitig mit Xing, und beide wussten angeblich nichts voneinander.
00:02:35 Bis etwa 2016/17 war LinkedIn wie Xing vor allem eine „digitale Visitenkarte“. Vernetzt hat man sich meist mit Kollegen aus derselben Firma. Oliver hat sich schon immer mit Leuten verbunden, die er persönlich getroffen hatte.
00:03:08 Microsoft kaufte LinkedIn (2016). Das hat die Plattform überraschend verbessert, und heute kommt kaum jemand ohne sie aus. Deshalb ziehen auch Nutzer von Facebook und Instagram zu LinkedIn, und das verändert die Kultur.
00:03:50 Oliver fand das alte LinkedIn „höllisch unbedienbar“. Er hat sogar Anleitungen geschrieben, wie man Kontakte entfernt.
Zustand der Plattform und Nutzungszahlen (00:04:34–00:08:50)00:04:34 Björn findet LinkedIn heute besser als vor 10 Jahren, weil mehr Leute dort sind.
00:04:42 Oliver bekennt sich als Fan von Visitenkarten. Die Standardreaktion bei Begegnungen ist inzwischen aber: „Lass uns auf LinkedIn connecten“, vor allem in der Digital-, Marketing- und Kommunikationsbranche.
00:06:05 Kurzer Exkurs: Verwechslung zwischen Felix Beilharz und Johannes, Witze über Glatzen und Rasierer.
00:06:48 Oliver schätzt, dass man etwa jeden zweiten Wissensarbeiter in Deutschland über LinkedIn zumindest theoretisch erreichen kann.
00:07:25 Björn wendet eine Art Pareto-Regel an:
Rund 80 % der Accounts sind praktisch inaktiv. Sie lesen gelegentlich und liken selten.
Die übrigen 20 % teilen sich in Power-User und Gelegenheitsnutzer.
Nur etwa 3–5 % erstellen den Content, den alle anderen konsumieren.
00:08:40 Olivers Schluss daraus: Gerade weil so wenige posten, ist es vergleichsweise leicht, zu dieser Gruppe zu gehören.
LinkedIn im Vergleich zu Instagram und TikTok (00:09:00–00:11:47)00:09:07 Im beruflichen Kontext sind die Chancen auf LinkedIn größer. Instagram und TikTok bedienen breite Massenthemen, LinkedIn bietet trotz wachsendem Entertainment-Anteil mehr fachliche Tiefe.
00:09:45 Oliver wundert sich, dass viele Coaches vor allem auf Instagram unterwegs sind, obwohl ihre Kunden meist berufliche Gründe für ein Coaching haben.
00:10:10 Björn: Geschäftsführer und Führungskräfte sind privat auch auf Instagram, Facebook und TikTok. Den beruflichen Kontext stellt man aber auf LinkedIn leichter her.
00:11:17 Beim Thema Reichweite wird oft zuerst Instagram genannt. LinkedIn wirkt im Vergleich „langweilig“, und manche Coaches wollen einfach mehr Spaß haben.
Triggerposts und der Algorithmus (00:11:50–00:19:00)00:11:57 Oliver verweist auf seinen Artikel für die Marketing-Börse über „Entertainment-Posts“ auf LinkedIn: Steak-Fotos, „Veganer gehen pleite“, Geldbeutel-Posts.
00:12:57 Weil Menschen mit solchen Posts interagieren, auch mit Kritik wie „Was für ein Unsinn“, spült der Algorithmus sie immer wieder in den Feed.
00:13:28 Björn kennt das aus seiner Beratung: Kunden klagen über Ferrari-, Porsche-, Lambo- und Rolex-Content. Solche Posts sind absichtlich gemacht, um zu provozieren. Manche Parteien nutzen dieselbe Methode im Wahlkampf.
00:15:01 Der Mechanismus: Jeder Kommentar gilt als Relevanzsignal, und man bekommt mehr davon zu sehen. Viele glauben irrtümlich, ein negativer Kommentar würde dem Algorithmus sagen, dass ihnen der Inhalt missfällt.
00:15:34 Exkurs zu KI: Das „I“ in KI steht nicht für echte Intelligenz. Der Algorithmus arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und versteht nicht, was ein Kommentar bedeutet.
00:16:40 Oliver ergänzt: Viele Kommentare heißen meist Streit. Unter guten Fachposts ist es ruhiger, dort gibt es eher Dank oder Rückfragen.
00:17:00 Oliver: Nicht nur der Kommentierende selbst sieht danach mehr solcher Posts. Auch seine Kontakte bekommen sie angezeigt („Björn Tantau hat kommentiert …“).
00:17:33 Oliver hat deshalb einigen Kontakten entfolgt. Bei Auto-, Fleisch-, Protz- und sogenannten „Nullposts“ kommentiert und likt er grundsätzlich nicht mehr, damit sein Netzwerk sie nicht sieht.
Fachdiskussionen statt Viralität (00:18:59–00:22:27)00:18:59 Es gibt auch gute Diskussionen auf Fachebene. Ein Beispiel ist die SEO- und GEO-Szene: Fachposts erreichen dort 50.000–70.000 Views mit fundierten Kommentaren, allerdings in einer Bubble.
00:19:42 Plumpe Themen wie „E-Autos sind doof“ bringen Millionen Views, aber keine brauchbaren Follower.
00:19:59 Björn stellt klar: Die beiden wollen LinkedIn nicht schlechtmachen. Man muss nur verstehen, wie es funktioniert. Als Positivbeispiel nennt er Felix Beilharz.
00:20:24 Seine Empfehlung: Im eigenen Fachgebiet ruhig etwas zuspitzen, provozieren und mit Humor arbeiten, aber nicht auf plumpe Aufreger setzen und nicht der Versuchung erliegen, viral gehen zu wollen.
00:21:12 Virale Posts sammeln Leute ein, die sich nicht für das eigentliche Angebot interessieren.
00:21:39 Wer regelmäßig Fachposts veröffentlicht, idealerweise ein- bis dreimal pro Woche, kann als Führungskraft oder Geschäftsführer auch heute noch Neugeschäft gewinnen. Webnetz macht das genauso.
00:22:07 Wer nur einmal im Monat postet, „kann es auch lassen“. Der Algorithmus der Leser hat dann keine Chance, sich auf den Content einzustellen.
Oberflächliche Inhalte und der Druck, etwas zu posten (00:22:27–00:25:47)00:22:34 Oliver stört die fehlende Gedankentiefe mancher Posts. Beispiel: Jemand fragte ernsthaft, warum es im Sommer Eis gibt, wenn Schokolade wegen der Hitze pausiert (Mon Chéri). Oliver fragt sich dann, ob er mit solchen Leuten Geschäfte machen würde.
00:23:37 Inzwischen kommentiert er in solchen Fällen gelegentlich spitz.
00:23:46 Björn verteidigt die Leute teilweise: Die meisten sind keine Content-Produzenten oder Storyteller. Ihr Leben ist nicht so aufregend, wie Social Media es suggeriert.
00:24:19 Social Media erzeugt den Eindruck, alle anderen erlebten täglich Abenteuer oder besäßen Villa, Yacht, Porsche und Rolex. Das ist zu 95 % Unsinn, wie früher die Bild-Zeitung.
00:25:05 Wer sich unter Druck gezwungen fühlt, etwas zu posten, produziert oft solche Inhalte. Wenn keine Ergebnisse kommen, heißt es dann: „LinkedIn funktioniert nicht.“ Statt nachzubessern, steigen die meisten aus.
Likes oder Aufträge (00:25:47–00:29:37)00:26:05 Oliver: Ein LinkedIn-Post funktioniert nicht, wenn er viele Likes hat, sondern wenn danach das Telefon klingelt oder eine Nachricht kommt.
00:26:20 Früher, zu Xing-Zeiten, fragte er Leute mit vielen LinkedIn-Likes: „Und hast du auch mehr Buchungen?“ Das beendete das Gespräch meist. „Mit Likes kann ich beim Bäcker nichts einkaufen.“
00:26:46 Björn: Das Grunddilemma von Social Media ist, dass Nutzer auf Reichweite und Beliebtheit konditioniert wurden, spätestens seit Facebook den Like-Button eingeführt hat. Menschen vergleichen sich ständig. Deshalb hält er Social Media für Kinder unter etwa 15–16 Jahren für gefährlich.
00:27:34 Führungskräfte fürchten schlechte Außenwirkung, wenn ein Post nur zwei Likes bekommt. Sie sollten sich von diesen Zahlen lösen.
00:28:09 Wirkung entsteht oft indirekt: Jemand sieht einen Post, googelt, findet die Website und meldet sich. LinkedIn ist nur einer von mehreren Touchpoints. Interessenten prüfen den Track Record, Referenzen und Podcasts.
00:28:48 Vergleich mit dem Plakat einer Kfz-Werkstatt: Man fährt nicht sofort hin, sondern recherchiert und fragt Bekannte.
00:29:21 Oliver: Vertrauen, etwa zu einem Steuerberater oder Coach, muss man sich verdienen. Direkte Verkaufsnachrichten an neue Kontakte funktionieren nicht.
Reichweite und das Gesetz der großen Zahl (00:29:37–00:33:56)00:29:37 Olivers These: Je größer die Reichweite eines Fachposts, desto weniger relevant ist er für die zusätzlichen Leser. Zuerst sehen ihn die eigenen Kontakte, dann deren Kontakte. Auf der dritten oder vierten Ebene sinkt die Chance, dass sich jemand wirklich interessiert.
00:30:40 Björn widerspricht mit seiner früheren Erfahrung als Versicherungsfachwirt, dem Gesetz der großen Zahl: Mehr Reichweite erhöht statistisch trotzdem die Chance, die Richtigen zu treffen.
00:31:46 Vergleich mit Bandenwerbung im Stadion bei Dortmund gegen Bayern: Streuverluste lassen sich nie vermeiden.
00:32:16 Oliver bringt die Nutzersicht ein: Für die 999 Nicht-Interessierten wird der Feed schlechter.
00:32:26 Björn: Das ist eine Frage der Opportunitätskosten. Bringt der eine relevante Kontakt 100.000 € Umsatz, lohnt es sich.
00:33:04 Ein schlechter Feed ist zum großen Teil selbst verschuldet. Beispiel: Wer vor einem Link gewarnt wurde und trotzdem klickt, ist selbst schuld. Oder: Wer mit einem alten VW Polo gegen einen Mercedes AMG antritt, sollte sich nicht über den Polo ärgern.
Content-Tipps: die Drei-Stufen-Pyramide (00:33:56–00:40:25)00:33:56 Oliver schlägt vor, Tipps für Content zu sammeln, „bevor man Geldbeutel-Content postet“. Er hatte an diesem Tag selbst einen Geldbeutel-Post kommentiert und den Kommentar wieder gelöscht.
00:34:18 Olivers erster Tipp: Fragen von Kunden oder anderen aus dem eigenen Fachgebi
#netzstimmen - Newsletter; Inhalt und Technik mit MIchaela Platte
2026/09/23
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Zusammenfassung: Newsletter mit Michaela PlatteGesprächspartner: Oliver Gassner (Moderation) und Michaela Platte (freiberufliche Spezialistin für E-Mail-Marketing)
Länge: ca. 00:50:05
Einstieg und Vorstellung00:00:02 Oliver begrüßt Michaela und kündigt das Thema ironisch als etwas an, „wovon wir im Internet noch gar nie gehört haben“: Newsletter.
00:00:26 Michaela stellt sich vor. Sie ist Freelancerin für E-Mail-Marketing und hat sich auf ActiveCampaign, MailerLite und Brevo spezialisiert.
00:00:57 Ihr Angebot: Sie richtet Accounts startklar ein, möglichst datenschutzkonform, mit Anmeldeformular in den Unternehmensfarben. Bei der Übergabe erklärt sie das Tool so, dass Kundinnen und Kunden selbst damit arbeiten können. Auf Wunsch betreut sie auch weiter.
00:01:36 Oliver erzählt von seinen eigenen, kaum genutzten Accounts (Brevo, Mailchimp und ein deutsches Tool, das ihm wöchentlich Statistiken schickt, obwohl er nichts verschickt). Jahrelang hat er AWeber genutzt, einen der US-Pioniere. Als sich dort die Preise verdoppelten, hat er gekündigt.
Michaelas Weg zum Newsletter00:02:49 Michaela war Assistentin der Geschäftsführung. Nach einem Aufhebungsvertrag machte sie sich 2019 als virtuelle Assistenz selbstständig. Auf den Begriff war sie 2018 gestoßen.
00:03:58 Zum Newsletter-Thema kam sie über ihre Kundschaft: Eine Kundin wollte mit MailerLite starten, ein anderer Kunde nutzte schon ActiveCampaign. Sie hat sich jeweils eingearbeitet.
00:04:27 Was sie begeistert: Ein Klick auf einen Link im Newsletter zeigt echtes Interesse. Darauf lassen sich automatisch weitere, passende Informationen schicken. Man kann auch auswerten, wer zum Beispiel bei den letzten drei Aussendungen geklickt hat.
00:05:14 Vollautomatische Systeme sind „High-End“. Der Einstieg ist eine einfache Willkommenssequenz (Onboarding): Themen vorstellen und Interessen abfragen.
00:05:49 Kurz erklärt: Das Backend ist die Steuerzentrale hinter der Bühne mit Inhalten, Öffnungsraten und Klicks.
Kommunikationslogik und Leserrealität00:06:09 Olivers Frage an sein Publikum lautet oft: Wie viele Newsletter hast du abonniert? Viele landen in einem Ordner nach dem Motto „lese ich irgendwann“ und werden am Ende gelöscht.
00:06:52 Er spricht von „Kommunikationslogik“: Eine einzelne Mail („nächste Woche habe ich was“) bringt keine Buchungen. Dafür braucht es mehrere Kontakte.
Für wen lohnt sich ein Newsletter?00:07:23 Oliver fragt, wann man welches Tool nimmt, und stellt die grundsätzlichere Frage voran: Ist ein Newsletter überhaupt das Richtige für mich?
00:07:42 Michaela: Ideal ist er bei einer Produkttreppe, also vom kostenlosen Produkt über günstige Angebote bis zum Hauptprodukt.
00:08:17 Kleiner Exkurs zu Preisen wie 29,90 €: Oliver findet sie „beleidigend“ und hält krumme Preise wie 27,80 € für glaubwürdiger. Scheinrabatte („bisher 350 €, jetzt 27,80 €“) sind für ihn meistens Fake. Legitim ist so etwas etwa bei auslaufenden Produkten.
00:09:28 Auf der Produkttreppe entstehen Vertrauen und sichtbare Expertise.
00:09:51 Wer seine Produkte schon über Social Media gut verkauft, kann sich die Frage stellen. Trotzdem gilt: Wer auf der Liste steht, bleibt auf der Liste, auch wenn Facebook oder LinkedIn ein Konto sperren.
Owned Media statt Algorithmus00:10:16 Oliver: Fast alle Social-Media-Kanäle werden von Algorithmen gesteuert. Ändert sich der Algorithmus, bleiben nur zwei Wege: den Kanal verlassen oder „nach dessen Tanzkarte tanzen“.
00:10:59 Beim Newsletter kommt die Mail in der Regel an. Ob sie geöffnet wird, ist eine andere Frage, aber ein Algorithmus spielt keine Rolle.
00:11:23 Unterscheidung zwischen Owned Media (eigene Liste), Rented Media (Social-Media-Plattformen) und Paid Media (Anzeigen, bezahlte Suchplatzierungen). Seitenhieb auf die neuen Expertinnen und Experten für Werbung in ChatGPT: „der neue Bitcoin“.
00:12:14 Ein weiterer Vorteil: Abonnentinnen und Abonnenten haben aktiv gesagt, dass sie regelmäßig Post wollen.
Freebies und Transparenz00:12:21 Olivers Kritik: Man lädt ein Freebie (zum Beispiel ein PDF) herunter und bekommt dann „Danke für dein Newsletter-Abo“. Für ihn grenzt das an Unethisches und hat „ein Geschmäckle“ (Schwäbisch), es kostet Vertrauen.
00:13:20 Michaelas Rat an ihre Kundschaft: Transparent sein. Klar dazuschreiben, dass man den Newsletter abonniert, wie oft er kommt (etwa zweimal im Monat), um welche Themen es geht und dass man sich jederzeit kostenlos abmelden kann.
00:13:47 Manche holen sich nur das Freebie und melden sich dann ab. Das gehört dazu.
Arten von Newslettern und schlechte Beispiele00:14:13 Oliver unterscheidet Tipp-Newsletter (wöchentlich oder zweimal im Monat), Rückblicke (etwa „KI in den letzten vier Wochen“, die schnell veralten) und echte News wie Seminare und Veranstaltungen mit natürlichen Terminen.
00:15:04 Künstliche Anlässe (Launch-Aktionen, Dauerrabatte, „nur noch heute“) sieht er kritisch: „Wen wollt ihr eigentlich veräppeln?“
00:15:43 Negativbeispiel ist ein Rucksack-Hersteller (Maschinenbauer aus Pforzheim, gefertigt in China). Nach dem Kauf eines Dreierpacks bekommt Oliver ständig Angebote für neue Rucksäcke, etwa mit NASA-Aufdruck. Vergleichbar sind Amazon-Empfehlungen für Produkte, die man gerade gekauft hat („ab dem dritten Regenschirm wird’s eng“).
00:17:25 Oliver hat das Unternehmen sogar über LinkedIn darauf angesprochen. Sein Grundsatz: Überleg, wie die Mail beim Empfänger ankommt.
Gute Beispiele: Zusatznutzen und Kompetenz00:18:02 Positivbeispiel ist der Newsletter von Remember The Milk, der zeigt, wie andere das Tool nutzen (Videos, Blogartikel). Übertragen auf den Rucksack hieße das: Tipps wie „Hast du das Geheimfach schon entdeckt? Leg deine Visitenkarte hinein.“
00:18:44 Fazit: Ein Newsletter lohnt sich für Zusatznutzen rund ums Produkt oder um Kompetenz zu zeigen.
Olivers „Tippletter“00:18:58 Oliver erzählt, wie er es selbst gemacht hat: Aus einem Auftrag durfte er 50 bis 70 Texte zur Produktivität wiederverwenden. Daraus hat er einen Tippletter gemacht, eine automatische Sequenz mit einer Mail pro Woche, also rund 70 Wochen Präsenz im Postfach.
00:19:54 Das Gleiche gab es zu Xing, LinkedIn und Xing-Events. Vieles ist inzwischen veraltet.
00:20:11 Sein Trick statt eines Freebies: Nach dem Abo kam überraschend „Mail Nummer null“ mit dem Angebot, eine Frage kostenlos zu beantworten. Frage und Antwort hängte er überarbeitet hinten an die Sequenz an, die so immer länger wurde.
00:20:39 Michaela nennt das ein Evergreen-Format mit dezenten Hinweisen auf Seminare. Es funktioniert aber nur mit zeitlosen Themen, bei KI höchstens mit Grundlagenwissen.
Elemente eines guten Newsletters00:21:18 Call to Action am Schluss: kaufen, dem Chatkanal beitreten, antworten oder eine Frage stellen. Ausnahme sind reine Inspirations-Newsletter.
00:21:58 Das PS funktioniert nach wie vor gut, auch wenn es digital eigentlich absurd ist.
00:22:20 Oliver kritisiert Newsletter nach dem Muster „Dein LinkedIn funktioniert nicht, ich sag dir, wie es geht“, wenn sie nur aus dem Schmerzpunkt bestehen und keinen Inhalt bieten. Er hat sich bewusst aufs Positive gepolt, Negatives gebe es genug (Anspielung auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin).
00:23:51 Michaela: Man kann über einen Pain Point einsteigen, sollte aber echte Tipps mitgeben.
Wissen verschenken00:24:12 Oliver erinnert sich an eine frühe Beratung. Eine Übersetzerin wollte keine Blogposts zu typischen Übersetzungsfehlern schreiben („Shall I become a beefsteak?“), weil das ihr ganzes Know-how sei. Sein Gegenargument: Wer ihre Wörterbücher kauft, ist deshalb noch lange keine gute Übersetzerin.
00:25:12 Die Lehre: Auch wenn man fast alles Wissen preisgibt, buchen Leute trotzdem, weil ihnen Zeit, Lust oder Talent zur Umsetzung fehlen.
00:25:26 Michaela: Mit KI ist das noch wichtiger geworden. Wissen ist überall verfügbar, aber es anzuwenden und auf die eigene Situation zu übertragen bleibt schwer. Ihr Beispiel sind Second-Brain-Tipps für Notion und Obsidian, die zu ihren eigenen Tools nicht passen.
00:26:26 Oliver hat beides installiert, arbeitet aber lieber mit Google Docs und einer Verschlagwortung.
Frequenz und Aufwand00:26:44 Viele schrecken die Technik ab, aber auch die Frage „Wie oft und wie viel muss ich schreiben?“
00:27:03 Michaelas Empfehlung: mindestens einmal im Monat, damit man nicht in Vergessenheit gerät. Dann prüfen, ob der Rhythmus passt, und bei Bedarf öfter schicken.
00:27:56 Hardcore-Marketer würden wöchentlich oder täglich raten, sie selbst mag keine Mailflut. Die Faustregel: Kurze Formate können öfter kommen, lange reichen monatlich.
00:28:27 Oliver: Bei täglichen Newslettern fühlt es sich an, als kämen zwei am Tag, und er ist kurz vor dem Abmelden, vor allem wenn es „Blabla“ ist. Entweder hat ein Newsletter Nutzwert oder man lässt es.
Nutzen und Unterhaltung00:28:57 Michaela: Auch Inspiration und Unterhaltung sind Nutzwert. Ihr Beispiel ist eine Notärztin mit Schwerpunkt Palliativmedizin, die schön schreibt, und das ist ein Thema, das für Michaela neu und spannend ist.
00:29:44 Oliver zitiert Horaz: Dichter wollen entweder nützen oder unterhalten, am besten beides. Das „Infotainment“ sei also antik.
00:30:14 Ein Beispiel ist eine Humor-Trainerin, die jeden Montag einen Witz verschickte. Das passte perfekt zu ihrem Angebot (Humor im Business).
00:30:53 Wer nach dem Lesen nur
#how2ai Jetzt kommen die humanoiden Roboter; bist du bereit? Mit Gunter Dueck
2026/09/21
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Gunter Dueck über Humanoide – ausführliches SummaryGespräch: Oliver Gassner im Gespräch mit Gunter Dueck über dessen neues Buch zu humanoiden Robotern ("Die neue Krone der Schöpfung"), Aufnahme am 21.09.2026, Gesamtlänge ca. 01:11:35. Als "dritter Gast" liefert eine KI (Perplexity) fünf Kernthesen des Buches, die als Gesprächsgerüst dienen.
Einstieg und Setup (00:00:03 – 00:01:20)Begrüßung, Vorstellung der Konstellation: Gassner hat das Buch nur in Segmenten gelesen, die KI liefert die "fünf Kernthesen" als roten Faden (00:00:19 – 00:00:50).
Die neue Krone der Schöpfung sei nicht der 70-jährige Triathlet, sondern der Humanoide (00:00:42).
Auf eine Vorstellung Duecks wird verzichtet – "es gibt niemanden, der besser googelbar ist" (00:00:59 – 00:01:14).
Warum ein Buch über eine einzelne Technologie (00:01:21 – 00:02:45)Erstmals schreibt Dueck über eine konkrete Technologie; bisher Philosophie über verschiedenartige Menschen und Kritik am überdrehten Businesssystem (00:01:29 – 00:01:55).
Seit 15 Jahren sein Vorwurf: zu viel BWL, Management nur nach Zahlen (00:01:48).
Es gehe nicht um Optimierung des Bestehenden ("100 Jahre Verbrennererfahrung"), sondern um Umbrüche, die ein anderes Managementgebaren verlangen – gerade Deutschen fällt das Heraustreten aus der BWL-Brille schwer (00:02:03 – 00:02:29).
Warum humanoide statt Spezialroboter (00:02:45 – 00:07:23)Gedankenexperiment Spargelstechen: Ein Spezialroboter dafür erfordert neue Körperstatur, Fabriken, enormen Aufwand – man lässt es lieber und importiert Saisonkräfte aus Bulgarien/Rumänien (00:02:52 – 00:03:41).
Hauptargument: Baut man Roboter von Anfang an menschenähnlich, kann man sie durch Zuschauen anlernen – "stell dich zwei Tage aufs Spargelfeld und guck, wie die Rumänen das machen" (00:03:46 – 00:04:26).
Das ist nicht optimal, aber in der ersten Welle zweckmäßig, weil das Anlernen leichter ist (00:04:33 – 00:04:40); danach kann der gleiche Roboter Weinlese, Schneeschippen, Zwiebelstupfen lernen (00:04:44 – 00:04:58).
Historische Analogie: Autos wurden wie Kutschen gebaut (bis ins Naming, "Coupé"), selbstfahrende Autos wie Autos – obwohl sie theoretisch rund sein könnten und kein Vorne/Hinten bräuchten (00:05:09 – 00:05:55).
Ausnahmen: Special-Purpose-Roboter für Feuerwehr, Rettungsdienste, Strahlungszonen ("die hätten Tschernobyl retten können") (00:06:06 – 00:06:35).
Menschliche Aufgaben wie ein Baby im Arm halten sprechen für den Menschen-Nachbau; Normungsprobleme (analog zu 3-Meter-Basketballmenschen oder "Enhanced Games") umgeht man mit Humanoiden (00:06:35 – 00:07:23).
Bereits hier der Verweis auf die fünfte These: Humanoide werden unsere Mitmenschen, mit denen Kommunikation nötig ist (00:07:23 – 00:07:31).
Narrative, Reflexe und Fehlurteile (00:07:35 – 00:11:10)Gassner: LinkedIn zeigt vor allem Roboter, die hinfallen oder aufeinander losgehen (00:07:42 – 00:07:54).
Dueck: Die Serienfertigung humanoider Roboter in China startet erst gerade (ca. seit 1. Juli); heutige Videos zu beurteilen sei wie KI von 2010 zu bewerten – ChatGPT 3.5 halluzinierte vor drei Jahren auch noch (00:07:59 – 00:08:30).
Nach hinten kontrolliert hinfallen kostet viel Körperkraft und ist Feature späterer Generationen, nicht Kernfunktion (00:08:37 – 00:09:08).
Buchmotiv: Wir sind von "Unverständnis" und Schlagwortdiskussionen umgeben – etwa die Debatte, ob Roboter niemals zuschlagen dürfen (was scheitert, wenn ein Hund das Baby angreift) (00:09:16 – 00:10:04).
Weitere Beispiele reflexhafter Debatten: "Bücher nur im Laden", Bargeld-Diskussionen, Tempolimit bei 160 als Scheinkompromiss (00:10:10 – 00:11:02).
These 1: Humanoide kommen bald (00:11:10 – 00:13:21)Gassner nennt die von Perplexity formulierte erste These: Humanoide kommen nicht irgendwann, sondern bald – ein unmittelbar bevorstehender Umbruch (00:11:23 – 00:11:38).
Zahlenbasis China: letztes Jahr ca. 5.000–10.000 Einheiten, laut chinesischen Angaben 100.000 in diesem Jahr, danach Richtung 500.000 (00:11:51 – 00:13:21).
Hersteller: Xpeng (Iron Man), UBTECH, Unitree (derzeit wohl größter); Roboterhunde unter 1.000, Humanoide bis 80.000–90.000, Spezialvarianten teurer (00:12:10 – 00:12:50).
Warum Haushalt zuletzt kommt (00:13:21 – 00:15:54)Umfrage: 68 % der Deutschen könnten sich für 5.000 € einen Haushaltsroboter vorstellen (00:13:30 – 00:13:48).
Dueck hält Hausarbeit für das Schwierigste: individuelle Ordnungswünsche, Reihenfolgen, Benimmregeln lassen sich nicht durch Zuschauen lernen (00:13:48 – 00:14:25).
Zusätzlich Regulatorik: TÜV-Siegel für Herdplatten, elektrische Zertifizierung, Wasserkontakt (00:14:25 – 00:14:47).
Realistischer Start: Routinearbeiten wie Spargelstechen oder Regale einräumen – auch das nicht trivial (Verfallsdatum, "spiegeln", Neuware nach hinten), wo Menschen oft an Qualitätsbewusstsein scheitern (00:15:02 – 00:15:54).
Infrastruktur-Argument am Beispiel chinesischer Autos (00:15:54 – 00:19:36)Einwand "es sind ja keine chinesischen Autos auf der Straße": Marktanteil erst ca. 5 %, weil Infrastruktur (Händler, Werkstätten, Batteriewartung, Ladesäulen, Marketing) unterschätzt wird (00:16:04 – 00:18:03).
Nio bietet Swap-Stations für Batteriewechsel; in China fahren zunehmend Elektro-LKW statt der prognostizierten Wasserstoff-Laster (00:17:11 – 00:17:41).
Fallstudie Leapmotor: zu 51 % bei Stellantis, steht im Verkaufsraum neben Opel/Fiat/Citroën – Kunden probieren die Konzernmarken und nehmen dann den Leapmotor; Stellantis habe sich womöglich "ins Knie geschossen", der befragte Händler will es nicht kommentieren (00:18:12 – 00:19:18).
Übertrag: Roboter sieht man heute kaum, der Zustand in fünf Jahren ist trotzdem absehbar; Xiaomi hat mit acht großen deutschen Händlern ein Vertriebsabkommen (00:19:18 – 00:19:52).
Vertriebswege und Markenloyalität (00:19:52 – 00:21:29)Roboterverkauf über Autohäuser sieht Dueck nicht als den Weg; eher über Konzerne wie Xiaomi mit bestehender Kundenbasis (100 Mio. Handykunden), die vom Handy über das Auto bis zum Roboter verkaufen (00:19:58 – 00:20:44).
Kritik an geschlossenen Ökosystemen: ein Samsung-Herd lässt sich nur mit Samsung-Handy steuern – "komplett gaga", weil niemand das Handy passend zum Herd kauft (00:20:52 – 00:21:29).
Deutsche Talent- und Managementschwäche (00:21:29 – 00:25:06)Verweis auf Neura Robotics in Metzingen, das gezielt Spitzenkräfte einstellt (00:21:42 – 00:21:59).
Zitat sinngemäß: Weltweit gäbe es rund 10.000 Leute mit echter KI-Ahnung, davon ca. 200 in der eigenen Firma (00:22:11 – 00:22:30).
Deutsche Industrie startet stattdessen "mit 1.000 abgebrochenen Vordiplomstudenten"; Spitzenleute für rund eine Million im Jahr gelten als undenkbar (00:22:30 – 00:22:57).
Widerspruch: Beim Management wird Exzellenz selbstverständlich verlangt, in der Technik glaubt man, Masse und "eine Programmiersprache gelernt" genügten (00:22:57 – 00:23:46).
Analogie: Wie bei Schule und Medizin hält jeder sich in IT für kompetent, weil er den Startknopf kennt – dabei müsse ein Windows mit allen Apps und Zugängen erst konzipiert werden (00:23:54 – 00:25:06).
These 2: Humanoide erledigen Tätigkeiten effizienter (00:25:06 – 00:29:11)Erste Einsatzfelder: Fabrik und Logistik, nicht Haushalt (00:25:20 – 00:25:39).
Xiaomi baut im dritten Jahr ca. 500.000 Autos mit rund 10.000 Mitarbeitenden – hochgerechnet 10 Mio. Autos mit 200.000 Leuten, während VW 600.000 Beschäftigte hat (00:25:39 – 00:26:24).
"Dark Factories" ohne Licht und Menschen, etwa in der Handyproduktion; die verbleibenden Menschen braucht man für Logistik – Autos vom Band nehmen, verladen, wegfahren: genau das können Humanoide übernehmen (00:26:31 – 00:27:20).
Training per Motion Capture: Analogie zum Gollum-Sensoranzug in "Herr der Ringe", wo eine Spezialkamera plus KI die Bewegung direkt überträgt (00:27:20 – 00:28:19).
Kooperation Bosch mit Neura Robotics; in China ganze Trainingszentren und -hallen, in denen menschliche Bewegungen für Fabrikjobs eingespeist und per Kamera an Roboter weitergegeben werden (00:28:26 – 00:29:11).
Deutsche Verachtung vs. chinesische Begeisterung (00:29:11 – 00:32:34)Deutsches Narrativ: sorgfältige, sichere Qualität – daraus folgt Verachtung für chinesische Roboter, die Kickboxen oder tanzen (00:29:17 – 00:29:40).
Dueck deutet das anders: Chinesische Kultur schätzt solche Demonstrationen, die Regierung fördert "Schnickschnack" wie Balletttanzen, um Begeisterung für die neue Zeit zu erzeugen (00:29:40 – 00:29:59).
In Deutschland dominiert die Frage "wollen wir das überhaupt" und die Arbeitsplatzangst – obwohl ca. 10 Millionen Arbeitsplätze demografisch ohnehin wegfallen (00:29:59 – 00:30:39).
Widerspruch im deutschen Diskurs: gleichzeitig Fachkräftemangel und Entlassungsankündigungen über acht Jahre (00:30:39 – 00:31:05).
Kernkritik: BWL kann optimieren und Arbeitsplätze abschaffen, aber nicht Neues anfangen – "das Alte schaffen wir brav, aber wir schaffen nichts Neues" (00:31:05 – 00:31:55).
China hat durch die Ein-Kind-Politik eine alte Bevölkerung und braucht Roboter zwingend; daher mehr Zug. Buchfrage: "Wollt ihr Roboter oder Zuwanderung oder beides?" (00:32:03 – 00:32:34)
These 3: Die Kränkung des Menschen (00:32:34 – 00:34:54)Zentraler Konflikt laut KI-Zusammenfassung: nicht technische Machbarkeit, sondern die menschliche Kr
Axel Jockwer - Growth Pain - so überleben Unternehmen ihr Wachstum #netzstimmen
2026/08/21
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KI Summary: Kommt
Bernd Gundlach: KI-Vibecoding im Handwerk #how2ai
2026/08/11
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Du möchtest dich zum Vor-Ort-KI-Tag in Stockach bewerben?
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Mit folgenden Infos:
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- Wir arbeiten einen Tag lang an den KI-Herausforderungen von Unternehmen und setzen direkt vor Ort eine erste funktionierende Umgebung per Vibe-Coding für dich um. Zeitslot ca. je Unternehmen: 45 min (das kann dann noch reserviert werden)
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- Unternehmensgröße ab 5 (ideal: ab 20) bis 100 (ideal: bis 70)
- technische Umgebung wird initial gestellt
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- jede/r kann bei den anderen mit zuhören/mitlernen
- wir sichten die Bewerbungen und wähen für dei erste Runde passende Unternehmen aus
Vorabinfo: Wir werden wahrscheinlich eine Schutzgebühr von ca. 49 EUR einplanen.
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AI-Summary:
Netzstimmen Podcast – "How to AI" mit Bernd Gundlach (handwertig)Gastgeber: Oliver Gassner
Gast: Bernd Gundlach, Unternehmer bei handwertig (Sanitär- & Malermeisterbetrieb) in Stockach, angestellt als Prokurist bei einem Immobilienunternehmen
Kernaussagen der Episode:
Eine Handwerksfirma mit ~18 Mitarbeitenden hat mithilfe von KI (ChatGPT für Konzeption, Claude für Entwicklung) in wenigen Monaten (September 2025–heute) eine eigene, maßgeschneiderte Unternehmenssoftware für Personal-, Fahrzeug- und Auftragsmanagement gebaut.
Die Software spart rund 15.000 €/Jahr gegenüber vorherigen Software-Lizenzen ein, bei Gesamtentwicklungskosten von ca. 12.000–13.000 € (ohne Eigenzeit).
KI wird im laufenden Betrieb bewusst nur sparsam eingesetzt (Textoptimierung, ein Voice-Agent), nicht für alle Prozesse.
Der Fokus liegt auf Anomalie-Erkennung statt Vollüberwachung, um Mitarbeitende nicht zu gängeln und arbeitsrechtliche Grenzen einzuhalten.
Statt die Software zu verkaufen, plant Bernd Gundlach, Lasten-/Pflichtenhefte und Beratung in einem "Peer Boosting"-Format anderen Unternehmen (ab 5, besonders 50–150 Mitarbeitende) zugänglich zu machen – geplantes Treffen in Stockach, voraussichtlich Oktober 2026.
Vorstellung und Kennenlern-Geschichte (00:00:00–00:04:17)Oliver begrüßt Bernd zur Folge "How to AI" des Netzstimmen Podcasts (00:00:00).
Bernd stellt sich vor: Unternehmer und sozialversicherungspflichtig Angestellter, beschäftigt sich in der Freizeit mit KI-Prozessen zur Alltagserleichterung (00:00:18).
Beruflicher Werdegang: kaufmännische Ausbildung im Fahrzeugbau, danach Wechsel in die Softwareentwicklung bei Jens Birkant (Kam Go) (00:00:50–00:00:59).
Kennenlerngeschichte: erste Begegnung beim Arbeitgeber, dann beim "Digitalen Donnerstag" (Netzmontag-Pendant), schließlich beim BarCamp Bodensee (00:00:59–00:01:23).
Handwertig und die Location Green Places (00:01:30–00:04:17)Handwertig ist ein Handwerksunternehmen (Sanitär- und Malermeisterbetrieb, Elektrik extern), entstanden aus Bernds Erfahrung als Bauprojektleiter bei einem Immobilienunternehmen, wo Transparenz und Fair Play bei Handwerkern oft fehlten (00:01:38–00:02:10).
Aktuell 18 Mitarbeiter, davon 11 in Vollzeit (00:02:18–00:02:25).
Standort: Green Places in Stockach – ein nachhaltig aus Holzständerbauweise errichteter Businesspark mit drei Ebenen für Kleingewerbe (KFZ-Werkstatt, Handwerk, Segelmacher, Fensterbau/Wintech, Autoaufbereiter u.a.), der eine starke branchenübergreifende Community bietet (00:02:44–00:03:58).
Entstehung des Podcast-Termins: Bernd hielt bei einem Community-Event einen Vortrag über KI im Handwerk, der Oliver überzeugte (00:04:00–00:04:17).
Ausgangslage: Warum Eigenentwicklung einer Software? (00:04:17–00:07:57)Anlass: Ab ca. 10–11 Mitarbeitern gab es keine Übersicht mehr, wer wohin zur Baustelle fährt; Organisation lief über Excel-Tabellen, da es keine passende Branchensoftware gab (00:04:46–00:05:19).
Anfangs Organisation über Asana als To-Do-Liste (00:05:37–00:05:54).
Bernds Hintergrund im industriellen Qualitätsmanagement (ISO, standardisierte Prozesse) prägte sein Prozessdenken (00:05:54–00:06:21).
Vorgehen: Urlaub genommen, alle betrieblichen Prozesse analysiert und in einem Lastenheft dokumentiert (Wochenplan, Sicherheitsdatenblätter, Unterweisungen etc.), dann modulweise in eine Software umgesetzt (00:06:30–00:07:03).
Mittlerweile Fokus nicht mehr auf neuen Modulen, sondern auf Optimierung bestehender Abläufe mit den gesammelten Daten – Beispiel: unterschiedliche Zeitbedarfe von Malern vs. Sanitärleuten führten zu neuer Lagerorganisation und Packlisten (00:07:11–00:07:50).
Regulatorik, Unterweisungen und Alltagsorganisation (00:07:57–00:09:12)Nicht alle Anforderungen von Berufsgenossenschaft, TÜV, Handwerkskammer oder Gesetzgeber (z. B. EU AI Act, Unterweisungspflicht ab 18.8., dass Mitarbeitende keine Kundendaten in KI hochladen dürfen) lassen sich perfekt proaktiv erfüllen, aber die Firma hat dies im Juli bereits automatisiert umgesetzt (00:08:05–00:08:39).
Bernds Alltag: 50 % angestellt, 50 % Unternehmer, plus Familie – erfordert Überblick, um alles unter einen Hut zu bekommen (00:08:47–00:09:03).
Oliver erzählt, wie er über LinkedIn auf Bernd aufmerksam wurde (00:09:03–00:09:33).
Die Software im Detail: Zeiterfassung, Fahrzeuge, Rüstzeiten (00:09:33–00:12:57)Terminal im Eingangsbereich statt Handy-App fürs Einchecken; wichtig: keine neue Bürokratie und kein Gängeln der Mitarbeitenden, arbeitsrechtlich auch keine lückenlose Überwachung erlaubt (00:09:42–00:10:17).
Digitale Fahrtenbücher/Dongles in den Fahrzeugen erfassen Abfahrtszeiten, Zuweisung zu Baustellen und Verantwortlichkeiten (00:10:17–00:10:44).
Auswertung möglich: Zeit zwischen Einstempeln und Abfahrt = Rüstzeit oder ineffiziente Zeit, die man beobachten und optimieren kann (00:10:44–00:11:14).
Checkout-System mit RFID/FD-Klebern für Werkzeuge (Material noch nicht erfasst, aber auftragsbezogen zugeordnet); ermöglicht Nachverfolgung von Werkzeugeinsatz (z. B. Schleifgeräte) für Kalkulation (00:11:14–00:12:04).
Ethischer Rahmen wichtig: Mitarbeitende sind Menschen, keine Maßregelung; Kunden werden nicht ausgenutzt, auch wenn mehr Daten mehr Abrechnungsmöglichkeiten böten (00:12:04–00:12:35).
Fokus liegt auf Anomalien statt Totalüberwachung: Nur Abweichungen vom Standard werden gemeldet, z. B. wenn eine Fahrt nach Konstanz plötzlich eine Stunde länger dauert – mögliche Gründe: Stau, nicht erfasste Zusatzbaustelle, private Erledigung (00:12:35–00:13:14).
Ressourcenschonender Überblick durch Anomalie-Fokus statt Detailkontrolle (00:13:14–00:13:39).
KI-gestützte Auswertung und Einsatzplanung (00:13:39–00:15:39)Bis letztes Jahr wusste man nur grob, wie lange Aufgaben dauern; jetzt lässt man Erfahrungswerte KI-gestützt auswerten, um Zusammenhänge zu erkennen (z. B. Eckventil + Wasserschaden gehören zum selben Gewerk) und Dauer ähnlicher Arbeiten vorherzusagen (00:13:51–00:14:14).
Beim Anlegen eines neuen Tasks gibt das System automatisch Zeitempfehlungen basierend auf Team, Ort, Jahreszeit, Wetter, Fahrzeug und Teamzusammensetzung (00:14:14–00:14:31).
Seit letzter Woche: Eingehende Tickets (z. B. Wasserschaden von Hausverwaltung) erhalten automatisch eine Personalempfehlung basierend auf gesammelten Daten (nicht KI-generiert, sondern datenbasiert) – Beispiel: Ein Maler in der Nähe, der schon einmal unter Anleitung Wasserschäden bearbeitet hat, wird vorgeschlagen, statt den Sanitärmeister von einer Großbaustelle abzuziehen (00:14:39–00:15:27).
Ergebnis: Effizienzsteigerung durch Skill-basierten statt ausbildungsbasierten Personaleinsatz (00:15:27–00:15:39).
Kompetenzmatrix (00:15:39–00:17:12)Eine umfassende Skill-/Kompetenzmatrix erfasst, wer was kann – zu komplex, um von einem Menschen allein überblickt zu werden, aber von der Software in Sekunden durchsuchbar (00:15:39–00:16:04).
Matrix wird gemeinsam mit Mitarbeitenden gepflegt und berücksichtigt nicht nur Können, sondern auch Präferenzen (z. B. ein Maler mag lieber Tapezieren statt Spachteln) (00:16:04–00:17:03).
Beispiel: Ein Fachinformatiker zog bessere Silikonfugen als der gelernte Maler/Sanitär – Learning: Talent zählt mehr als formale Ausbildung (00:16:19–00:16:44).
Technischer Aufbau der Software (00:17:53–00:20:47)Ursprung: Lasten-/Pflichtenhefte wurden zunächst mit ChatGPT erstellt und modulweise strukturiert (Wochenübersicht, Mitarbeiterverwaltung, Fahrzeugverwaltung, Dongles) (00:18:17–00:18:33).
Für die eigentliche Programmierung wechselte man zu Claude; Webserver bei DigitalOcean, eingerichtet in einem Docker-Container, Versionierung über ein Git-Repository (00:18:33–00:19:03).
Technologiebasis: PHP, MySQL, HTML, CSS – bewusst einfach gehalten (00:19:10–00:19:29).
Anfangs wurden Code-Reviews von einem indischen Entwicklungsteam für rund 17 $/Stunde (zu zweit) durchgeführt, bis die KI selbst in der Qualität überlegen wurde; inzwischen macht das Team die Code-Reviews selbst in einem separaten Prozess, u. a. auf Sicherheitslücken und Login-Anomalien (00:19:45–00:20:22).
Cloudflare (Tipp von Jens Birkant) ist vorgeschaltet, um Angriffe zu filtern – laut Cloudflare sind ca. 70 % des Webtraffics inzwischen Bots (00:20:31–00:20:59).
Kosten und ROI (00:20:59–00:24:41)Für die Entwicklung nutzt Bernd das "M
Sascia Wegner - wie geht Branding - Netzstimmen
2026/07/21
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Die Aufnahme ist ein Gespräch zwischen Oliver Gassner („Netzstimmen“) und Markenexpertin Sascia Wegner über Personal Branding für Soloselbstständige, das stark praxisnah und werteorientiert geführt wird.paste.txt
00:00:00 – Einstieg und VorstellungOliver begrüßt die Zuschauer, stellt sich als Host der „Netzstimmen“ vor und kündigt an, künftig gleich am Anfang klar zu sagen, in welchem Format man sich befindet. Er stellt Sascia Wegner vor und bittet sie, sich und ihre Arbeit zu erklären.paste.txt
Sascia beschreibt sich als „Brandfetischistin“, die Soloselbstständige – überwiegend Frauen – dabei begleitet, ihre Marke gemeinsam mit ihr zu entwickeln. Der Prozess reicht von der Identitätsfrage („Wer bin ich / wer will ich als Unternehmerin sein?“) bis hin zum fertigen Logo, inklusive Positionierung, Zielgruppenklarheit und Kommunikationsstil.paste.txt
00:03:20 – Warum „Wer bin ich?“ so zentral istOliver greift das Thema Identität mit einem Verweis auf „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ auf und nutzt es als Sprungbrett zum Thema Authentizität. Er stellt provokativ die Frage, warum es überhaupt wichtig ist, die eigene Persönlichkeit so stark in die Marke zu integrieren – es gäbe ja auch Geschäftsmodelle, bei denen die Person scheinbar zweitrangig ist.paste.txt
Sascia erklärt, dass sie vor allem mit Soloselbstständigen im Dienstleistungsbereich arbeitet, die in extrem gesättigten Märkten unterwegs sind (Coaches, Berater:innen, Trainer:innen etc.). Gerade dort biete oft „gefühlt jeder dasselbe“ an, weshalb die Persönlichkeit hinter der Marke zum entscheidenden Differenzierungsfaktor wird.paste.txt
00:05:00 – Persönlichkeit als Kern der MarkeOliver benennt seine „Markenphilosophie“: Hinter einer guten Brand muss die echte Persönlichkeit liegen, denn bloßes Design oder eine „Maske“ reicht nicht. Sascia konkretisiert: Eine gute Marke besteht nicht nur aus dem, was man nach außen sieht (Logo, Farben, Instagram-Posts, Website), sondern aus der Übereinstimmung von Auftritt und tatsächlichem Verhalten.paste.txt
Sie zeigt das an einem Beispiel: Wenn ein Fitnesscoach online sehr empathisch und freundlich wirkt, im direkten Kontakt aber militärisch-rigoros agiert („Bootcamp“, Druck, Kontrolle), entsteht ein Bruch, der zur Unzufriedenheit und oft zum Abbruch der Zusammenarbeit führt. Daher sei es „aus dieser Perspektive sehr sinnvoll, sich so zu zeigen, wie man ist“, statt eine gestylte Fassade zu pflegen.paste.txt
00:07:20 – Persönlichkeitsdimensionen und SelbstverortungOliver fragt, welche konkreten Faktoren in die Brand-Persönlichkeit hineinspielen und lädt die Zuhörer:innen ein, sich selbst einzuordnen. Sascia skizziert verschiedene Gegensatzpaare, in denen man sich positionieren kann: emotional vs. sachlich, akademisch vs. handlungspragmatisch, perfektionistisch vs. „gut genug ist gut genug“, maskulin vs. feminin, hochintellektuell vs. leicht verständlich.paste.txt
Sie betont, dass keines dieser Pole per se positiv oder negativ ist, sondern unterschiedliche Menschen anspricht. Wichtig sei, zu verstehen, auf welche Art von Persönlichkeit die eigenen Wunschkund:innen reagieren – etwa ob sie studien- und faktenorientierte Coaches oder eher verständnisvolle, emotionale Begleitung bevorzugen.paste.txt
00:09:20 – Matching von Dienstleister und Kund:innenOliver berichtet, dass er bei Empfehlungen nicht nur auf Preis und Leistungsumfang schaut, sondern bewusst versucht, Persönlichkeit und Arbeitsweise zu „matchen“. Er illustriert das mit Beispielen: Ein Webdesigner, der sonst Konzernwebsites baut, passt selten zu einer Einzelselbstständigen, und umgekehrt.paste.txt
Er erzählt von eigenen „Missmatches“ – Projekten in Konzernen, in denen mehr Politik als fachliche Arbeit gefordert war, was ihm überhaupt nicht entsprach. Sascia ergänzt, dass zufriedenstellende Zusammenarbeit immer aus zwei Seiten besteht: dem zufriedenen Kunden und der zufriedenen Dienstleisterin. Wer wiederholt mit Kund:innen arbeitet, bei denen man innerlich denkt „Himmel, jetzt muss ich wieder eine Stunde quatschen und am Ende machen sie ohnehin das Gegenteil“, wird weder gute Ergebnisse noch langfristige Freude an der Arbeit haben.paste.txt
00:12:20 – Braucht man überhaupt eine Brand?Oliver stellt bewusst „blöde Fragen“ und fragt, warum es eine Brand braucht, wenn man doch ohnehin schon „ich“ ist und einfach nett in die Kamera lächeln könnte. Sascia antwortet, dass Branding vor allem das Kommunizieren und Wiedererkennbarmachen der eigenen Identität erleichtert.paste.txt
Sie differenziert: Nach einer Gründung, wenn jemand noch stark am Ausprobieren ist, empfiehlt sie oft nicht sofort in Branding zu investieren. Stattdessen rät sie zu grundlegenden Reflexionsfragen („Wer bist du? Was willst du machen? Mit wem möchtest du arbeiten?“) und dazu, mit potenziellen Wunschkund:innen live und online ins Gespräch zu gehen, kurze Pitches auszuprobieren und auf Reaktionen zu achten. Schon diese frühen Gespräche sind aus ihrer Sicht im Kern bereits Branding.paste.txt
00:14:20 – Was ist „Marke“ eigentlich?Oliver möchte wissen, was eine Marke ausmacht und greift das historische Bild des Brandzeichens bei Vieh auf – Kennzeichnung zur Zuordnung und Diebstahlsicherung. Sascia zitiert Jeff Bezos: „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist“, und ordnet das als modernen Begriff für Ruf bzw. Image ein.paste.txt
Sie überträgt das auf das Dorfleben: Ein Ruf entsteht durch äußeres Erscheinungsbild (Kleidung, Frisur, Make-up), Sprache (freundlich vs. kurz angebunden, lästern vs. sachlich) und Verhalten (hilfsbereit, engagiert, anpackend oder eher passiv). Daraus leitet sie ihr Markenmodell ab: Für Soloselbstständige sind Aussehen, Sprache und Verhalten die drei zentralen Bausteine, die zusammenpassen müssen, damit ein rundes Markenbild entsteht.paste.txt
00:18:00 – Wertearbeit als SchlüsselSascia beschreibt Wertearbeit als einen frühen und sehr greifbaren Schritt im Brandingprozess. Sie bringt das Beispiel eines Gärtners, dessen Wert „Umweltschutz“ ist: Wenn dieser Wert ernst gemeint ist, muss er sich nicht nur im sichtbaren Bereich (z.B. hochwertiger, ökologischer Dünger im Garten) zeigen, sondern auch in unsichtbaren Ebenen wie der Wahl des Stromanbieters.paste.txt
Sie zeigt, wie Werte Entscheidungen erleichtern: Wenn man klar definiert hat „Ich bin umweltbewusst und das ist mir wichtig“, stellt sich nicht mehr die Frage, ob man billigen Atomstrom oder etwas teureren Ökostrom nimmt – die Entscheidung folgt aus dem Wert. Oliver erzählt dazu, dass sein eigener Stromanbieter den Energiemix ändert und er bewusst nachhaken will, da er bisher 100% Wasserkraft hatte.paste.txt
00:20:40 – Methoden zur WertefindungOliver erwähnt große Wertelisten, mit denen man arbeiten kann, ist aber skeptisch. Sascia sagt, sie habe für Kundinnen eine solche Liste, benutzt sie aber ausdrücklich als „Notfallkoffer“, nicht als primäres Werkzeug. Man könne über starke positive oder negative Reaktionen auf Begriffe (sogenannte „Antiwert“-Reaktionen) arbeiten und diese ggf. ins Gegenteil drehen.paste.txt
Ihr bevorzugter Weg ist jedoch über Reflexionsfragen: Was macht für dich eine gute Woche aus? Was war dein letztes Projekt, das dich abends müde, aber überglücklich ins Bett fallen ließ? Wann musstest du zuletzt eine große Entscheidung treffen und warum hast du sie so getroffen? Sie fragt auch, was jemand bewusst mehr in sein Leben ziehen möchte – bei ihr selbst ist das Wert „Mut“, den sie aktiv kultiviert, obwohl sie sich selbst nicht spontan als mutig bezeichnen würde.paste.txt
00:23:20 – Minimanifest und gelebte WerteSascia beschreibt, dass sie ihre Werte jeweils mit 1–2 Bedeutungssätzen versieht – ein „Minimanifest“, das festhält, wie der Wert konkret im Alltag gelebt werden soll. Beispiel: Sie hat definiert, Möglichkeiten aktiv zu ergreifen und ist daher bei Netzwerk-Events die erste, die die Hand hebt, wenn Pitches gefragt sind.paste.txt
So müssen Entscheidungen („Pitchen oder nicht?“) nicht jedes Mal neu gedacht werden; sie folgen den vorab definierten Werten. Sascia erzählt, dass dieser Prozess anfangs Überwindung kostete, dann aber mit jeder Wiederholung leichter wurde und sie die Entwicklung aktiv feiert.paste.txt
Oliver ergänzt mit eigenen Erfahrungen zur Persönlichkeitsentwicklung: Er beschreibt, wie ihn Situationen in der Tanzschule und später bei Vorträgen gezwungen haben, Initiative zu ergreifen und öffentlich aufzutreten, was seine frühere Zurückhaltung und Introvertiertheit nach und nach transformiert hat.paste.txt
00:27:10 – Klarheit über „Was mache ich?“ und NutzenOliver verweist auf ein Banner hinter Sascia mit dem Satz: „Deine Marke, dein Design, deine gesamte Wirkung wird zu 100% aus dir kommen, denn dein Business ist dein Baby.“ Er sagt, dass zur Identitätsfrage „Wer bin ich?“ zwingend „Was mache ich?“ und „Welchen Nutzen stifte ich?“ kommen müssen und kritisiert Antworten wie „Das ist schwierig“ als Einstieg, weil das signalisiere, dass die Person selbst keinen klaren Blick auf ihr Angebot habe.paste.txt
Sascia stimmt zu und betont, dass Wirkungs- und Nutzenbeschreibungen sich immer auf die Zielgruppe beziehen müssen. Man müsse wissen, mit wem man redet, welche Aufgabenstellung, Herausforderungen oder Wünsche diese Menschen haben, und was sich für sie konkret ändert, wenn sie die Dienstleistung gekauft haben.paste.txt
00:31:20 – Produkt vs. Nutzen (Autobeispiel)Oliver erklärt seinen Lieblingsansatz: Ein Produkt (z.B. Auto) über technische Eigenschaften zu beschreiben („vier Räder, Benzin, Zylinder, Farbe“) reicht nicht. Viel wichtiger sei, den Nutzen bzw. die Veränderung im Leben des Kunden zu beschreiben („Was ist anders, wenn du sein
Die Crux mit der Autoindustrie Gunter Dueck @ Netzstimmen
2026/07/14
Die Crux mit der Autoindustrie Gunter Dueck @ Netzstimmen
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Ja — hier ist die Fassung mit durchgehend Dueck statt Dück.paste.txt
Einstieg und „vierte Kränkung“ (00:00:00–00:03:15)00:00:22
Oliver begrüßt Gunter Dueck, Mathematikprofessor, Ex‑IBM‑Technikchef, heute Philosoph und Speaker; Thema diesmal: Autos als philosophisches Objekt.paste.txt
00:01:05
Duecks neues Roboterbuch „Die neue Krone der Schöpfung“ erscheint im Herbst und steht für die „vierte Kränkung der Menschheit“ nach Kopernikus, Darwin und Freud – diesmal durch Maschinen.paste.txt
VW, E‑Autos und Politikversagen (00:03:42–00:11:30)00:03:42
Mitte Juli 2026: VW will bis 2030 rund 100.000 Stellen abbauen, obwohl der Konzern bei E‑Autos in Deutschland stark ist – allerdings eher über Marken wie Skoda, Cupra, Seat, weniger über die Kernmarke VW.paste.txt
00:04:51
Die E‑Autoprämie sei mit etwa 10.000 Anträgen à 5.000 Euro „ein Tropfen auf den heißen Stein“; Tesla führe, BMW und Mercedes tauchten kaum auf.paste.txt
00:05:46
Rund 75% der besseren Autos und 85% der sehr teuren Neuwagen sind Dienstwagen; Dueck fragt, warum die Politik nicht einfach „Dienstwagen nur noch elektrisch“ durchgesetzt hat.paste.txt
00:10:06
Zweites Versäumnis: Ladeinfrastruktur wurde nicht konsequent von Autoindustrie oder staatlich gestützten Stromfirmen aufgebaut; in seiner Region sind zwar viele Ladesäulen vorhanden, aber „Ladesäulenangst“ bleibt ein Narrativ.paste.txt
Software Defined Vehicle und deutsche Rückstände (00:11:47–00:18:39)00:11:47
VW hat seit Lopez Tausende Zulieferer, die komplette elektrische Module mit eigener Software (ECUs) liefern – das macht die heutige Software‑Umstellung extrem schwer.paste.txt
00:14:15
Tesla und chinesische Hersteller setzen auf einen zentralen Bordcomputer mit Zonencontrollern, die „dumme“ Hardware ansteuern; Software sitzt im Betriebssystem, nicht in den Teilen.paste.txt
00:15:45
Der Autokonzern muss dadurch die Gesamtsoftware selbst bauen – ein gigantischer Sprung, den deutsche Hersteller nur mühsam schaffen: BMW steckt rund 10 Milliarden in die neue Architektur, VW kauft ein Betriebssystem von Rivian.paste.txt
00:18:24
Übergangsversuche, alte ECUs mit Zusatzsoftware zu verbinden, hält Dueck für kaum beherrschbar; reale Kunden klagen über schwache VW‑Software in E‑Modellen.paste.txt
Kabel, Plattformen, Xpeng und Kapazitätsabbau (00:19:42–00:23:34)00:19:42
Ford‑Chef Jim Farley bezeichnet chinesische Fabrikbesuche als „demütigendste Erfahrung“; ein Ford‑E‑Auto habe etwa eine Meile mehr Kabel als ein Tesla – Gewicht und Kosten pur.paste.txt
00:21:11
Viele deutsche Ingenieure hätten Batterien einfach an den alten Motorplatz gepackt, statt das Auto komplett neu zu denken; Tesla und China gewinnen durch konsequent neue Plattformen jeweils etwa 10% Kostenersparnis.paste.txt
00:21:53
VW beteiligt sich mit 5% an Xpeng und nutzt deren XP‑Plattform für China‑VWs – ein Zeichen, dass zentrale Technologie zugekauft wird.paste.txt
00:22:54
VW plant statt 12 nur noch etwa 10 Millionen Fahrzeuge Kapazität bis 2030; neben Mengenrückgang arbeiten sie an vielen Stellen strukturell zu teuer.paste.txt
Werke, Regionen und Kündigungsgarantien (00:23:49–00:35:54)00:23:49
Statistisch wären 100.000 Stellenabbau über sechs Jahre ungefähr 5% pro Jahr und über Turnover abbildbar, aber Dueck betont: In Werksstädten wie Emden oder Zwickau gibt es kaum Alternativen, also auch kaum Fluktuation.paste.txt
00:26:11
Zwickau hängt stark an VW und Zulieferern; bei Werksschließung bräche eine ganze Region weg – nicht nur ein Unternehmen.paste.txt
00:30:11
Dueck hält lang laufende Zusagen wie „keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2029“ für fatal, weil sie flexible Anpassungen an das E‑Auto‑Beben verhindern.paste.txt
00:32:13
Eigentlich müsse man die Produktion so neu organisieren, dass statt 12 nur 10 Millionen Autos gebaut werden – am einfachsten über Werksschließungen, sozial aber hochriskant.paste.txt
00:33:16
Eine mögliche Lösung sieht er darin, Xpeng‑Autos (auf XP‑Plattform) in deutschen Werken zu fertigen, um Zulieferer und Beschäftigung zu halten – mit der Folge, dass Deutschland eher zur Werkbank Chinas wird.paste.txt
Zölle, Mindestpreise und chinesischer Aufstieg (00:36:12–00:44:59)00:36:12
Viele BMW‑ und VW‑Modelle werden schon in China gebaut und beim Import mit 30–35% Zoll belegt; die Lage ist verzahnt.paste.txt
00:43:10
Liebmotor wächst rasant, exportiert rund 40% und hat Stellantis mit etwa 25% als Großaktionär – Dueck sieht darin „erste Furchen“ eines globalen Umbruchs.paste.txt
00:44:04
Die EU setze auf Mindestpreise statt Zölle: günstige chinesische Autos dürfen nicht unter einen bestimmten Preis verkauft werden; dadurch schrumpft der Zoll, und Hersteller/Händler teilen sich die zusätzliche Marge.paste.txt
Autos, Roboter und Neura Robotics (00:46:03–00:48:17)00:46:03
Die neue Auto‑Elektronik ähnelt humanoider Robotik: zentrale Recheneinheit, Zonencontroller in Armen/Beinen; Autohersteller sind deshalb prädestiniert für eigene Roboter in ihren Fabriken.paste.txt
00:47:20
Neura Robotics bei Metzingen erfasst Handgriffe von Bosch‑Mitarbeitern per Motion‑Capture‑Anzügen und verkauft diese als Skills für humanoide Roboter; Dueck berichtet von Milliarden‑Vorbestellungen und hoher Bewertung.paste.txt
00:48:17
Der Neura‑Chef verlagert Forschung eher nach China, weil er dort Partner und Kunden findet, mit denen man „über Entwicklung reden“ kann – ein weiterer Hinweis auf Deutschlands Innovationsisolierung.paste.txt
Narrative, Onlinehandel und Innovationsdefizite (00:50:18–01:03:11)00:50:18
Dueck erzählt von Fehlentwicklungen bei digitalen Produkten (sprechender Kühlschrank, Alexa), die trotz Aufwands wenig Nutzen bringen und aus heutiger KI‑Sicht altmodisch wirken.paste.txt
00:53:25
Er kritisiert alte Narrative („Frauen kaufen keine Schuhe online“), die durch Zalando widerlegt wurden und Schuhfilialen aus Innenstädten verdrängten, während die Branche tatenlos zusah.paste.txt
00:59:56
Global wächst der Autoabsatz um rund 5%, E‑Autos noch stärker; währenddessen senkt VW seine Kapazität – für Dueck ein Beleg massiver deutscher Fehlpositionierung.paste.txt
01:02:19
Patentstatistiken täuschen Innovationsstärke vor; Deutschland erfinde viel, setze aber wenig um – das eigentliche Problem sei die mangelnde Umsetzung, nicht der Mangel an Ideen.paste.txt
Einhörner, Startups und Ausblick (01:03:52–01:10:32)01:05:33
Als bessere Innovationskennzahl nennt Dueck die Zahl der Einhörner (Startups über 1 Mrd. Bewertung) statt der bloßen Zahl geförderter Gründungen.paste.txt
01:06:08
Er kritisiert Förderlogiken (z.B. BAFA), die nahezu beliebige Startups bezuschussen, ohne die Sinnhaftigkeit hart zu prüfen.paste.txt
01:07:42
Oliver schlägt einen jährlichen Vorhersage‑Podcast mit Dueck vor, in dem Prognosen (Liebmotor, Polestar, chinesische Marken, VW) gemacht und im Folgejahr gegen die Realität gespiegelt werden.paste.txt
01:10:24
Sie schließen mit der Einsicht, dass deutsche Autohersteller gleichzeitig Software, Plattformen, Personal und internationale Kooperationen neu denken müssen – sonst werden sie zur verlängerten Werkbank fremder Konzerne.paste.txt
01:10:32
Abschiedsgruß „Lebt lange und in Frieden. Möge der Saft mit euch sein.“
...
Jan Theofel und Oliver Gassner: Barcamps für Verbände und Organisationen Teil 3 #netzstimmen
2026/07/08
>>>> Audio
Teil 1: https://www.ogok.de/2026/05/netzstimmen-mit-jan-theofel-barcamp-was.html
Teil 2:
https://www.ogok.de/2026/06/netzstimmen-baracmps.html
Teil: 3 https://www.ogok.de/2026/07/blog-post.html (This)
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Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke.
KI Summary:
Das Video diskutiert ausführlich, warum und wie Verbände, Netzwerke und Organisationen Barcamps als Format für Austausch, Mitgliederbindung und Innovation nutzen sollten, und gibt viele praktische Beispiele und Umsetzungstipps dazu.paste.txt
Einordnung und Einstieg00:00:02 Der Moderator Oliver Gast begrüßt die Zuschauer und erklärt, dass es sich um „Take 3“ der dritten Folge zum Thema Barcamps handelt.paste.txt
00:00:17 Er stellt klar, dass sie insgesamt drei Folgen zu Barcamps geplant haben, weil es dazu sehr viel zu besprechen gibt.paste.txt
00:00:29 Oliver sagt, er und Jan könnten acht Stunden über Barcamps reden, haben es aber auf drei Folgen mit jeweils maximal einer Stunde begrenzt.paste.txt
00:00:39 Die erste Folge behandelte Barcamps allgemein, die zweite Barcamps in Unternehmen, und die dritte widmet sich nun Barcamps in Verbänden und Netzwerken wie IHK, Wirtschaftsförderungen, Parteien und Initiativen.paste.txt
00:01:35 Oliver bittet Jan trotzdem um eine kurze Vorstellung.paste.txt
Vorstellung von Jan und erste Beispiele00:01:44 Jan beschreibt sich wie Oliver als „Urgestein“ der deutschen Barcamp-Szene und erzählt, dass er 2008 sein erstes Barcamp in Stuttgart moderiert hat, das seit 19 Jahren stattfindet.paste.txt
00:02:02 Seitdem organisiert er Barcamps, einige öffentlich, aber die meisten für Unternehmen, Netzwerke, Wirtschaftsförderungen und Verbände.paste.txt
00:02:25 Für Institutionen wie die IHK sei es sinnvoll, sowohl Barcamps für Mitglieder als auch für Mitarbeitende durchzuführen, da viele IHKs 100–200 oder mehr Mitarbeitende haben.paste.txt
00:02:58 Jan nennt ein Beispiel: Er hat ein Barcamp für den Standort Ludwigsburg der IHK Stuttgart durchgeführt, um Mitarbeitende verschiedener Standorte besser zu vernetzen.paste.txt
00:03:07 Oliver berichtet von einem Gespräch mit einer IHK-Chefin mit zwei Standorten, die die Idee hatte, zwei Barcamps zu machen und jeweils Teilnehmende beider Standorte zu mischen, um Vernetzung über Standortgrenzen hinweg zu fördern.paste.txt
Warum Verbände und Netzwerke Barcamps brauchen00:04:21 Sie wechseln zur Frage, warum Verbände überhaupt Barcamps veranstalten sollten, gerade wenn Mitgliedschaft teilweise nicht freiwillig ist (z.B. IHK).paste.txt
00:04:38 Oliver betont, Verbände seien „toll“, wenn sie so etwas wie Barcamps für ihre Mitglieder anbieten.paste.txt
00:04:50 Jan erklärt typische Gründe für eine Verbandsmitgliedschaft: Sichtbarkeit, SEO-relevante Links, fachlicher Austausch und insgesamt die bessere geschäftliche Erfolgsbasis durch den Verband.paste.txt
00:05:07 Quintessenz: Mitglieder sollen mit ihrem Business erfolgreicher sein, als sie es ohne Verband wären.paste.txt
00:05:34 Ein weiterer wichtiger Grund ist politische Interessenvertretung. Jan erwähnt den Verband der Gründer und Selbstständigen (VGSD), der mit der Bundesregierung über Regelungen diskutiert, bei denen Solo-Selbstständige oft nicht ausreichend mitgedacht werden.paste.txt
00:06:01 Dazu braucht es Meinungsbildung der Mitglieder, die meist nur selten stattfindet, etwa einmal jährlich, und oft in klassischen Veranstaltungsformaten mit Frontalvorträgen und wenigen Fragen.paste.txt
00:06:26 Oliver kritisiert diese üblichen Veranstaltungen: Eine Person spricht 45 Minuten, anschließend sind nur wenige Fragen möglich, danach drängen alle zu den Häppchen – echter Austausch bleibt aus.paste.txt
Problem klassischer Vortragsformate vs. heterogene Mitgliedschaft00:06:47 Sie betrachten Verbände mit sehr unterschiedlichen Mitgliedern, z.B. Solo-Selbstständige Kreative vs. Solo-Handwerker.paste.txt
00:07:24 Problem 1: Es ist extrem schwer, eine Person auf die Bühne zu stellen, deren Inhalte für alle relevant sind. Entweder schaltet die Hälfte ab oder der Vortrag wird abstrakt („Transformation“ etc.).paste.txt
00:07:42 Problem 2: Selbst wenn Inhalte relevant sind, können Teilnehmende sie oft nicht umsetzen, weil akute Probleme („Flächenbrand“) im Betrieb ihre Aufmerksamkeit binden.paste.txt
00:08:03 In einem Barcamp können Teilnehmende genau über solche akuten Themen sprechen. Wenn sie wissen, dass ihr „Flächenbrand“ behandelt wird, können sie den Rest des Tages konzentrierter mitverfolgen.paste.txt
Kurzdefinition Barcamp und typische Themen00:08:23 Für diejenigen, die nicht die erste Folge kennen, beschreibt Jan das Grundprinzip eines Barcamps: Ein Format, in dem Menschen Themen mitbringen.paste.txt
00:08:32 Er reduziert das auf „Fragen, Ideen und Wissen“, erweitert aber um „Aktivitäten“, also Dinge, die man gemeinsam macht.paste.txt
00:08:49 Beispiele: Beim Barcamp Bodensee gibt es viele Spaß-Elemente wie Werbefilme drehen, Silent Disco, Spiele-Nachmittag oder Stadtführungen.paste.txt
00:09:17 Im Business-Barcamp sind solche Aktivitäten seltener, aber möglich. Entscheidend ist: Teilnehmende bringen Impulse und Themen ein.paste.txt
00:09:25 Die Organisationsstruktur sorgt dafür, dass an einem Tag 12–25 Themen behandelt werden, je nach Größe.paste.txt
00:09:43 Jan erinnert sich an Hochzeiten des Barcamp Stuttgart mit etwa 250 Teilnehmenden, 15 Räumen und sechs Session-Runden plus Sessions abends, was über 100 Themen an zwei Tagen und etwa 150 insgesamt ergab.paste.txt
00:10:25 In einer Stadthalle mit 30 Räumen war die Parallelität noch größer; theoretisch wären 30 × 6 Sessions möglich.paste.txt
00:10:40 Vorteil: In jeder Session sitzen Menschen, die sich für das Thema interessieren, etwas lernen wollen oder Ideen zur Lösungsfindung beitragen können.paste.txt
00:10:58 Jan beschreibt Sessions als Antworten auf Fragen, Feedback zu Ideen und geteiltes Wissen, bei dem oft jemand im Raum noch zusätzliche Perspektiven einbringt.paste.txt
00:11:13 Für den Initiator einer Session ist es stets eine Lernchance, weil auch er oder sie neue Aspekte entdeckt.paste.txt
00:11:13–11:21 Übliche Sessionlänge sind 45 Minuten, kürzere Slots mit 25–30 Minuten sind möglich.paste.txt
Unterschied zur Bühne: Relevanz und Auswahl00:11:29 Oliver betont anhand der Zahlen, dass klassische Bühnenformate selbst mit mehreren „Tracks“ weiterhin viele Teilnehmende mit irrelevanten Themen zurücklassen.paste.txt
00:11:48 Beim Barcamp hingegen stehen die Menschen vor einem Board mit vielen parallelen Themen und fragen sich nicht „ob“, sondern „wohin“ sie gehen, weil fast alles interessant ist.paste.txt
00:11:48–11:56 Häufige Frage: „Was mache ich, wenn ich da, da und da hingehen will?“ – es gibt also eher zu viel Relevanz als zu wenig.paste.txt
00:11:56 Oliver rät, zu dem Thema zu gehen, von dem man bisher am wenigsten weiß, weil dort die Lernchance am größten ist.paste.txt
00:12:07 Man kann zwischendrin Themen wechseln oder Kolleginnen und Kollegen mitbringen, um sich aufzuteilen.paste.txt
00:12:19 Jan sagt: Ein gutes Barcamp erkennt man daran, dass man in mehreren Räumen gleichzeitig sein möchte.paste.txt
00:12:25 Genauso sei es ein Zeichen, wenn sich einige bewusst „in keinem Raum“ aufhalten, um dort andere zu treffen und zu netzwerken.paste.txt
Individuelle Themenrucksäcke und niederschwellige Beteiligung00:12:41 Oliver hebt hervor, dass jede Person einen „Rucksack“ an Themen mitbringt, die sie gerade beschäftigen, und dass die Wahrscheinlichkeit, diese in klassischen Formaten angemessen behandelt zu sehen, gering ist.paste.txt
00:12:57 Er erzählt, dass er gefragt wurde, wann man Themen anmeldet und ob man einen „Speakerslot“ bekommt. Seine Antwort: Wer kommt, hat automatisch die Möglichkeit, eine Session anzubieten.paste.txt
00:13:06 Notfalls treffen sich drei Leute am Esstisch zu einem Extratermin – mehr Slots sind immer möglich, man kann auch draußen Sessions machen.paste.txt
00:13:26 Oliver vergleicht das mit der Schülerfrage „Können wir draußen machen?“ – beim Barcamp geht das eben tatsächlich.paste.txt
00:13:43 Dadurch kommen Teilnehmende aus üblichen Routine-Settings heraus. Aus Kreativitätsforschung weiß man, dass veränderte Umgebung zu anderen Ideen führt.paste.txt
Nutzen für Verbände: Mitgliederbindung und Praxiswissen00:14:01 Sie fragen: Warum sollte ein Verband ein Barcamp machen? Sie kontrastieren das klassische „jemand labert euch tot“-Format mit Barcamps.paste.txt
00:14:16 Sie fokussieren auf Organisationen wie IHKs oder Wirtschaftsförderungen, die nicht zwingend klassische Mitgliederstruktur, aber dennoch verantwortete Unternehmen im Gebiet haben.paste.txt
00:14:51 Jan erklärt, Verbände haben zahlende Mitglieder, die über Veranstaltungen und deren Qualität einen Mehrwert erwarten.paste.txt
00:15:21 Qualität misst sich auch daran, ob Teilnehmende mit neuen Ideen, Aufträgen oder Know-how aus Veranstaltungen herausgehen.paste.txt
00:15:43 Er erzählt von einem Barcamp mit dem deutschen Konditorenbund, bei dem der Präsident am Schluss sagte, dieser Austausch sei „von unschätzbarem Wert“, weil Mitglieder praxisnahes Wissen mitnehmen.paste.txt
00:16:03 Im Unterschied zur Bühne können Mitglieder Argumente von reinen Theoretikern leicht abtun („du kennst meinen Betrieb nicht“), während Kolleginnen aus ähnlichen Betrieben glaubwürdiger sind.paste.txt
00:16:29 Selbst Praxis-Vorträge auf der Bühne wirken oft wie „Unicorns“, nicht übertragbar a
how2ai Besseres Prompting, bessere Texte, bessere Social Media mit Christa Goede
2026/07/07
>>> Audio
Ai Summary:
00:00:00–00:05:30 – Vorstellung und Ausgangslage
Christa Goede stellt sich als Texterin, Konzeptionerin und Spezialistin für Markenstimmen und authentische Kommunikation vor, die seit 2003 selbstständig arbeitet. Aktuell verdient sie ihr Geld vor allem mit kritischen KI‑Workshops, weil klassische Text- und Konzeptaufträge stark zurückgegangen sind.
Sie erklärt, dass viele ihrer langjährigen Kund:innen eigene KI‑Tools eingeführt und mit ihren alten Texten und ihrer Brand Voice „angelernt“ haben – und sie deshalb nicht mehr benötigen. Christa spricht von einer „zweifachen Enteignung“: Erst werden ihre frei zugänglichen Texte ohne Zustimmung zum Training großer KI‑Modelle verwendet, dann nutzen Kund:innen ihre Bestandstexte zur Schulung eigener Systeme, ohne dass neue Aufträge entstehen.
00:05:30–00:15:30 – KI‑Rhetorik‑Trash und Schreibstil
Christa kritisiert den „KI‑Rhetorik‑Trash“, der ihr besonders auf LinkedIn auffällt. KI sei zwar an vielen Profitexten trainiert, übertreibe aber rhetorische Stilmittel und pumpe Antithese‑These‑Konstruktionen, Halbsätze und Dramatisierungen wie mit einem „Feuerwehrschlauch“ in jeden Absatz.
Typische Probleme aus ihrer Sicht:
Zu viele, unlogische Absätze – jeder Satz steht einzeln, statt ein Gedanke pro Absatz.
Überfrachtete Rhetorik, die gute Stilmittel inflationär und schematisch nutzt.
Nicht nachbearbeitete KI‑Texte, die Leser:innen Zeit kosten, aber keine Wertschätzung zeigen.
Sie stört sich daran, dass KI‑Texte ungefiltert veröffentlicht und dann von Bots in den Kommentaren beantwortet werden – KI antwortet auf KI, echter Mehrwert entsteht kaum. Die Menge an generiertem Content führt zu „Interaktionen“, aber nicht unbedingt zu Buchungen oder echter Beziehung.
00:15:30–00:27:00 – Kommunikationsqualität, Social Media und KI als Spiegel
Die beiden diskutieren, wie KI und Social Media die allgemeine Kommunikationsqualität senken. Menschen passen ihr Sprachverhalten adaptiv an ihre Umgebung an, KI dagegen kommuniziert statisch. Im Dialog zwischen Mensch und KI passen sich Menschen an den KI‑Stil und die Oberflächlichkeit an, nicht umgekehrt – mit Folgen für sprachliche Fähigkeiten.
Sie sprechen über Bildungsdefizite: Viele Nutzer:innen verstehen weder, wie Social‑Media‑Algorithmen noch wie KI technisch funktionieren oder entstanden sind. Christa betont, dass KI auf menschlich überprüften Trainingsdaten beruht, inklusive Content‑Moderation durch schlecht bezahlte Clickworker, die ungeschützt mit problematischen Inhalten umgehen müssen.
Zugleich werden nun auch erfahrene Copywriter:innen zu schlecht bezahlten „Language Experts“, die KI‑Output reviewen sollen – für Stundenlöhne, die weit unter professionellen Texthonoraren liegen.
00:27:00–00:40:00 – Berufspraxis von Texter:innen, SEO und Contentflut
Christa beschreibt ihren klassischen Arbeitsprozess als Texterin:
Gründliches Briefing (Zielgruppe, Produkt, fachlicher und emotionaler Mehrwert, Schmerzpunkte).
Konzeption eines roten Fadens, Spannungsbogen, Tonalität.
Erst dann der Einsatz von KI, idealerweise mit sehr umfangreichen Prompts über mehrere Seiten, inklusive klarer Constraints, Beispiele und Verboten von „KI‑Trash‑Rhetorik“.
Für Markenstimmen erstellt sie lange Brand‑Voice‑Beschreibungen mit vielen Einschränkungen, damit KI möglichst wenig „rät“ und mehr präzise ausführt. In der Konzeptionsphase nutzt sie KI auch als Ideengeber: etwa für mögliche Zielgruppen, Nutzenargumente oder Personas, wenn Kund:innen wenig Vorarbeit geleistet haben.
Sie berichtet von schlechten KI‑generierten Werbetexten und massenhaft seichten SEO‑Blogs, die zwar Keyword‑optimiert sind, aber inhaltlich kaum lesbar und in Rankings oft wirkungslos bleiben. Lange, gute Texte seien möglich, doch die Aufmerksamkeitsspanne der Leser:innen bleibe begrenzt, während die Menge an Internetinhalten sich stetig verdopple – etwa die Hälfte der Inhalte sei bereits KI‑generiert.
00:40:00–00:55:00 – Demokratische Risiken, AfD‑Tool und zweites Internet
Christa sieht große gesellschaftliche Risiken: Emotionstreiberei, Desinformation und Polarisierung werden durch Social‑Media‑Algorithmen verstärkt. Sie führt den Aufstieg der AfD auch auf Social‑Media‑Strategien zurück – inklusive eines eigenen Tools, das „Aufregerthemen“ findet und KI‑generierte Empörungstexte samt Bild automatisiert in Netzwerke pumpt.
Regulierung sei extrem schwierig. Als Gegenidee bringt sie ein „zweites Internet“ ins Spiel: eine gerechtere, weniger von Big Tech dominierte Infrastruktur, die an frühere, nerdige Internetzeiten erinnert, in denen Reichweite und Macht stärker verteilt waren.
Oliver ergänzt das Konzept des Fediverse (z.B. Mastodon) als algorithmenfreien bzw. -armen Raum, in dem keine zentralen Konzerne die Feeds kontrollieren und jeder theoretisch einen eigenen Server betreiben kann. Dort sei die Leitwährung nicht Reichweite, sondern Gespräch; es brauche jedoch die Bereitschaft, sich von Reichweitenfixierung zu lösen.
00:55:00–01:10:00 – Algorithmen verstehen, Bildungsoffensive und Bias
Christa betont, dass viele Menschen gar nicht wissen, was ein Algorithmus ist und dass ihnen Informationen gezielt zugespielt werden. Sie schildert, wie sie während der Corona‑Pandemie auf Facebook erlebt hat, dass gebildete Bekannte durch algorithmisch verstärkte Feeds in Impf‑ und Coronaleugnungsblasen radikalisiert wurden.
Sie sieht ein massives Bildungsdefizit: Ohne das Verständnis von Algorithmen, KI‑Funktionsweise und Bias sei die Gesellschaft manipulierbar. Sie fordert:
Eine starke Bildungsoffensive zu KI und Algorithmen (auch wenn sie angesichts gekürzter Bildungsetats pessimistisch ist).
Selbstkuratierte Feeds, in denen Nutzer:innen bewusst entscheiden, welchen Content sie sehen wollen und welche Themen relevant sind.
Mehr „Social Rewilding“: Handys bewusst zu Hause lassen, am Lagerfeuer sitzen, wieder direkt mit Menschen reden.
Christa erklärt, wie KI vorhandene gesellschaftliche Bias reproduziert: „normales Frühstück“ wird als westliches Toast‑Ei‑Kaffee‑Bild generiert, „glückliche Familie“ meist heteronormativ, weiß und jung. Erfolgsmotive sind oft männlich, andere Lebensrealitäten und Diversität werden unsichtbar.
Gleichzeitig lässt sich KI nutzen, um den eigenen Text auf Bias zu analysieren, ausgelassene Zielgruppen zu identifizieren oder gendergerechte Varianten zu erzeugen. Sie erwähnt unterschiedliche Genderungsformen und experimentelle Vorschläge wie das Y‑Gendern („Busfahrerys“).
01:10:00–01:25:00 – KI, Wissenschaft und Selbstverstärkung des „Mist“
Christa spricht über ein wachsendes Problem in der Wissenschaft: Massenhaft KI‑generierte Studien ohne Peer Review überschwemmen Fachgebiete. Die Menge sei so groß, dass Peer‑Review‑Systeme überlastet werden, wodurch zweifelhafte Arbeiten ungefiltert zitiert und von KI‑Systemen weiterverarbeitet würden.
Sie warnt vor einem „Selbstfütterungseffekt“: Wenn bereits ein KI‑Text nur zu 99 % die Qualität eines guten menschlichen Textes erreicht und die nächste KI wiederum an diesem Output trainiert wird, multipliziere sich der Qualitätsverlust (0,99×0,99×0,990,99×0,99×0,99 usw.). Die Funktion nähere sich langfristig der Null – Qualität nehme potenziell ab, nicht zu.
Dieses „Mist‑Wachstum“ sei riskant, weil KI zunehmend an KI‑Inhalten statt an originären menschlichen Daten lerne. Christa reagiert darauf, indem sie ihren eigenen Blog ruht: Sie möchte ihre Markenstimme nicht kostenlos als KI‑Futter bereitstellen.
Zugleich sieht Oliver einen pragmatischen Aspekt: Wenn KI aus guten eigenen Texten lernt, kann sie die individuelle Qualität im Custom‑Modell anheben – etwa für Non‑Profit‑Projekte oder Eventkonzepte, die auf bereits vorhandenen sauber ausgearbeiteten Dokumenten basieren.
01:25:00–01:40:00 – Mensch‑Maschine‑Kommunikation und Prompting
Christa erläutert anschaulich Unterschiede zwischen Mensch‑Mensch‑ und Mensch‑Maschine‑Kommunikation. Ihr Beispiel: Sie steht in einem Wandergebiet, bittet per Sprachsteuerung ihr Handy um „einen Wanderparkplatz“, und das Navi findet einen in 3,5 Stunden Entfernung. Die entscheidende Information „in der Nähe“ hatte sie nicht genannt – einem Menschen gegenüber wäre sie davon ausgegangen, dass das klar sei.
Daraus leitet sie ab:
Maschinen brauchen explizite, vollständige Informationen, die Menschen sich oft implizit denken.
Anthropomorphisierung („Rüdiger“ statt „KI‑Agent K153“) führt dazu, dass Menschen dem Output zu sehr vertrauen oder Probleme „eskalieren“, statt einfach das System neu zu füttern.
Sie plädiert dafür, KI nicht wie Menschen zu behandeln: klare Kommandos („Bild neu“, „erzeuge Bild“) seien produktiver als höfliche, menschlich adressierte Formulierungen. Gleichzeitig möchte sie ihre menschliche Höflichkeit nicht völlig ablegen und sagt, sie verwendet „bitte“ noch gelegentlich – aus Sorge, sonst auch im Umgang mit echten Menschen verrohen zu können.
01:40:00–01:55:00 – Bias in Bildern, Gendern, Sprache und Politik
Christa und Oliver sprechen über KI‑Bildgenerierung und Bias anhand eines praktischen Beispiels mit einem Unsplash‑Foto, das in ein Cartoonbild umgewandelt wird. KI fügt dabei teilweise automatisch mehr Diversität ein (Frauen statt nur Männer), aber die beiden betonen, dass man solche Effekte bewusst prüfen und ggf. steuern sollte.
Sie diskutieren, wie KI bestehende sexistisches Rollendenken verstärkt: Buchhaltungs‑KI mit Frauennamen, Ingenieur‑KI mit Männernamen, stereotype Erfolgsbilder, normative Familienmodelle. Christa empfiehlt explizite Vorgaben in
#how2ai mit Mirko Lange - Politikertexte mit KI
2026/07/01
Audio >>>>
KI-Summary:
Einstieg und Vorstellung (00:00:00–00:04:30)Zu Beginn begrüßt Oliver Gassner die Zuschauer und stellt seinen Gast Mirko Lange vor, mit dem er über Künstliche Intelligenz (KI) sprechen will. Nach einem lockeren Einstieg über ihre identischen Ringe kommt das Gespräch zur Aufschrift „Democracy Intelligence“ in Mirkos Hintergrund.paste.txt
Mirko erklärt „Democracy Intelligence“ als Analogie zu „Business Intelligence“: Daten werden gesammelt, aggregiert, angereichert und mithilfe von KI ausgewertet, um Muster zu erkennen und daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Er skizziert seinen Werdegang: ausgebildeter Jurist mit fundiertem Bezug zu Demokratie und Verfassungsrecht, anschließend Studium von Journalismus und Public Relations und Beratung vieler DAX-Unternehmen inklusive früher Social-Media-Projekte wie dem Twitter-Kundenservice der Deutschen Bahn.paste.txt
Scompler und Demokratie-Analyse (00:04:30–00:07:30)Im Rahmen der Bahn-Projekte entwickelt Mirko ein Redaktionssystem für die vielen Geschäftsbereiche, aus dem später das Content-Management-Tool Scompler entsteht. Scompler wächst schnell, beschäftigt rund 50 Entwickler und erreicht etwa 10 Millionen Euro ARR, zeitweise als eines der am schnellsten wachsenden Softwareunternehmen Deutschlands.paste.txt
Aus seinen drei Karrieren – Recht/Demokratie, professionelle Kommunikation und Software/Content – entwickelt er „Democracy Intelligence“. Nach intensiver Beschäftigung mit Desinformation rund um die Ampelkoalition, AfD und andere Themen baut er mit „Vibecoding“ ein Messinstrument zur Bewertung der demokratischen Qualität politischer Diskurse.paste.txt
Monitoring politischer Akteure (00:07:30–00:10:00)Mirko beschreibt, dass sein Team mithilfe umfangreicher KI-Agenten die Kommunikation führender politischer Akteure in Deutschland überwacht. Dazu gehören Kanzler, Bundesminister, Ministerpräsidenten, Parteivorsitzende, Generalsekretäre, Fraktionsvorsitzende, der Bundespräsident sowie wichtige parlamentarische Staatssekretäre.paste.txt
Neben klassischer Medienberichterstattung werden große Talkshows, wichtige Interviews, Social-Media-Posts und Ausschnitte aus Parteitagsreden erfasst. Diese Inhalte werden rhetorisch analysiert: faktische Verzerrungen, Abwertung, Delegitimierung, Hass, Framing und faktische Korrektheit fließen in die Bewertung ein.paste.txt
Democracy Score und „politische Eiscreme“ (00:10:00–00:12:00)Mirko erläutert den „Democracy Score“, ein Ampelsystem ähnlich dem Nutri-Score auf Lebensmitteln. Die Analogie: Politische Kommunikation wirkt wie „Wirkstoffe“, die entweder „Brokkoli“ (gesund) oder „Eiscreme“ (problematisch) im Kopf sind.paste.txt
Ein „A“-Score entspricht demokratisch hochwertigen Inhalten, die man „so viel konsumieren kann, wie man will“, während ein „E“-Score für „politische Eiscreme“ steht – etwa populistische oder extremistische Kommunikation. Man könne solche Inhalte zwar konsumieren, werde bei Dauerexposition aber „kognitiv adipös“, wovor das System warnen soll.paste.txt
Anlass des Gesprächs: KI-gestützte Texte (00:12:00–00:15:00)Oliver erklärt, dass Mirko auf LinkedIn öffentlich gemacht hat, alle seine Texte seien durch KI beeinflusst, was ihn zum Podcast-Einladungstext motiviert hat. Dies geschieht in einem Umfeld, in dem Politikern, Journalisten und anderen Personen der Einsatz von KI bei Reden und Artikeln vorgeworfen oder von ihnen selbst eingeräumt wird.paste.txt
Oliver zieht den Vergleich: „Mit KI geschrieben“ wird voraussichtlich ähnlich alltäglich werden wie früher „mit Computer geschrieben“ – also eine ganz normale technische Hilfe wie Rechtschreibprüfung. Briefeschreiben sei vom Handschrift-Ideal zur Akzeptanz maschinengeschriebener Texte übergegangen; KI werde vermutlich eine ähnliche Selbstverständlichkeit erreichen.paste.txt
KI als Sparringspartner statt Textfabrik (00:15:00–00:20:00)Mirko widerspricht nicht, sondern ergänzt: „Mit KI geschrieben“ umfasst ein sehr breites Feld von Nutzungsszenarien. Er unterscheidet einfache, unreflektierte Nutzung („Gemüsehobel von Temu“ bzw. „AI Slop“) von komplexen iterativen Prozessen, bei denen KI als Gesprächspartner dient.paste.txt
In seinem eigenen Workflow können KI-gestützte Textentwicklungen vier Stunden und 40–50 Iterationen dauern, in denen er mit der KI Aspekte sammelt, Perspektiven erweitert und Struktur entwickelt. Erst am Ende bittet er die KI um einen Entwurf, den er dann noch mehrfach überarbeitet – vergleichbar mit der Zusammenarbeit mit einem menschlichen Redenschreiber und mehreren Korrekturschleifen.paste.txt
Politische Reden: Realität des Schreibprozesses (00:20:00–00:24:00)Mirko betont, dass die Vorstellung, Politiker säßen allein mit Füllfederhalter und schrieben ihre Reden selbst, naiv ist. Schon immer arbeiteten Ministerien mit Teams und Redenschreibern, die auf Basis von Stichwortlisten und gewünschten inhaltlichen Aspekten Entwürfe fertigen.paste.txt
Er schildert einen typischen Prozess: Teammeeting, Themenliste für z.B. eine Holocaust-Gedenkrede, erste Entwürfe durch Mitarbeitende, Rückmeldungen des Politikers, mehrere Überarbeitungsrunden. Ob KI in diesem Prozess einen Schritt unterstützt, ändert nichts daran, dass die Inhalte inhaltlich und politisch vom Auftraggeber vorgegeben und verantwortet werden.paste.txt
Von Rechtschreibprüfung zu generativer KI (00:24:00–00:29:00)Oliver erinnert daran, dass schon frühe Rechtschreibprüfungen eine Form von „KI“ waren, indem sie Worte gegen Wortlisten abglichen und Fehler markierten. Später kamen automatische Textersetzungen, Grammatikprüfungen und Übersetzungssysteme wie Google Translate und DeepL hinzu, die bereits komplexe Muster verarbeiten.paste.txt
Mirko und Oliver erwähnen, dass es schon vor ChatGPT Systeme gab, die etwa Textanfänge von Science-Fiction-Geschichten generieren konnten. Sie leiten daraus ab, dass generative KI eine technisch kontinuierliche Weiterentwicklung darstellt, aber zusätzliche gesellschaftliche Diskussionen über Verantwortung und Einsatzfelder mit sich bringt.paste.txt
KI-Detektoren und ihre Grenzen (00:29:00–00:34:00)Die beiden wenden sich dann sogenannten KI-Detektoren zu, die Texte auf vermeintliche KI-Autorenschaft prüfen. Mirko beschreibt diese als oberflächliche Mustererkenner mit oft fragwürdiger Genauigkeit; Oliver berichtet von Recherchen, wonach Studien zur Qualität solcher Detektoren meist von den Herstellern selbst stammen und sich gegenseitig zitieren.paste.txt
Beispiele zeigen, dass Detektoren vor allem auf Produktrezensionen oder Standardformeln trainiert sind und dort eher stilistische Merkmale erkennen als tatsächliche KI-Autorenschaft. KI-generierte Bewerbungen werden von KI-basierten Auswahltools bevorzugt, weil beide auf denselben statistischen Mustern beruhen – ein weiteres Beispiel für die Begrenztheit dieser Systeme.paste.txt
KI-Stilmerkmale versus menschliche Schreibweisen (00:34:00–00:38:30)Oliver greift Beispiele aus der öffentlichen Debatte auf, etwa Formulierungen wie „Das ist nicht Innovation, das ist…“, die Miriam Meckel früher selbst verwendete, die nun aber als „KI-typisch“ gelten und Menschen sie daher meiden müssen. Sie diskutieren, dass KI lediglich das nachbildet, was aus vielen menschlichen Texten gelernt wurde – Punkt- und Kommasetzung, Semikolon-Gebrauch, Gedankenstriche, typische Dreiklang-Strukturen.paste.txt
Mirko betont, dass KI dazu neigt, statistische Mittelwerte zu produzieren, etwa gleichförmige, „mittelmäßige“ Formulierungen, wenn man sie nicht bewusst anders anweist. Gute Nutzer können durch gezielte Prompts und Vorgaben diese Gleichförmigkeit aufbrechen und eigenständigen Stil bewahren oder erzeugen.paste.txt
Qualitätskontrolle statt KI-Sündenbock (00:38:30–00:42:00)Für Mirko liegt das Kernproblem nicht in der KI selbst, sondern in fehlender Qualitätskontrolle. Schon vor KI gab es schlechte Texter, schwache Redenschreiber und misslungene Metaphern; KI verschärft nur die Notwendigkeit, Qualität zu definieren und systematisch zu sichern.paste.txt
Er fordert, Standards zu formulieren, was ein „guter Text“ ist, und entsprechende Prozesse zur Qualitätssicherung einzuführen – ähnlich wie in der Sterneküche oder der Automobilproduktion. Schlechte Texte, ob von Mensch oder Maschine, sind letztlich Versäumnisse der Verantwortlichen, die Texte veröffentlichen, ohne sie ausreichend zu prüfen.paste.txt
Meinungsbildung und Verantwortung (00:42:00–00:46:00)Ein zentrales Thema ist die Meinungsbildungsfreiheit als Grundlage der Demokratie. Mirko erläutert, dass problematisch wird, wenn Menschen ihre Haltung zu komplexen Themen (z.B. Juden im Dritten Reich, aktuelle Parteien, Migration) auf sehr selektive Quellen stützen, etwa Boulevardmedien oder stark verzerrende Online-Portale.paste.txt
Wenn jemand Meinungsbildung „kritiklos auslagert“ – sei es an einseitige Medien oder an KI –, verengt sich der Raum möglicher Sichtweisen und öffnet sich Desinformation und Manipulation. Dieser Mechanismus gilt auch bei menschlichen Redenschreibern: Wer Texte übernimmt, ohne sie kritisch zu prüfen, trägt Verantwortung für Inhalte, die er „sich zu eigen macht“.paste.txt
KI als Lückentext-Ergänzer (00:46:00–00:50:00)Oliver beschreibt sein eigenes KI-Nutzungsmodell als „umgekehrten Lückentext“: Er liefert die Ideen, Stichworte, Argumente und Positionen, die KI füllt das „Blabla dazwischen“. Die eigentliche inhaltliche Haltung – etwa zu „Ja heißt Ja“ oder Social-Media-Verboten für Kinder – stammt von ihm, die KI strukturiert und formuliert.paste.txt
Er nutzt bei Perplexity einen Space mit selbst verfassten Barcamp-Texten als Wissensbasis, aus der KI neue Konzepte für Veranstaltungen oder Sponsorenschreiben erstellt. Fehler wie falsche Terminempfehlungen (Barcamp Münch
#how2ai mit Thomas Hutter über AIghty20
2026/06/23
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KI Summary:
00:00:10–00:03:55: Das Gespräch beginnt mit einer Vorstellung von Thomas Hutter, der zum dritten Mal im Podcast zu Gast ist. Er erklärt, dass er aus der Ostschweiz kommt, lange im Social Media Marketing tätig war, seine Agentur verkauft hat und nun mit einer neuen Firma wieder startet. Die neue Firma ist von der 80/20-Idee bzw. dem Pareto-Prinzip geprägt und soll Unternehmen dabei helfen, effizienter zu werden und mit KI bessere Ergebnisse zu erzielen.paste.txt
00:04:03–00:07:57: Im weiteren Einstieg wird die Webseite und das dahinterliegende Konzept vorgestellt. Die Plattform wirkt sehr umfangreich und scheint für viele Anwendungsfälle wie Geschäftsprozesse, Ideenfindung und Marketingkonzepte Einstiegspfade anzubieten. Der Nutzer füllt zunächst Formulare aus, danach erstellt das System einen komplexen Prompt und gibt ihn an eine ausgewählte KI-Schnittstelle weiter.paste.txt
Aufbau der Plattform00:08:06–00:12:57: Es wird beschrieben, dass der Memberhub eine geschlossene Plattform ist, die derzeit kostenlos zugänglich ist, aber eine Registrierung mit ordentlichen Angaben verlangt. Dort gibt es über 1000 Prompts in etwa 30 Kategorien, außerdem eine große Case Library mit vielen Beispielen aus der Praxis, ein Glossar mit Tausenden Begriffen aus der KI-Welt, Prompt-Generatoren, Preisrechner für API-Nutzung und ROI-Schemata. Ziel ist es, Nutzerinnen und Nutzer sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich zu unterstützen.paste.txt
00:13:00–00:16:54: Thomas erklärt, dass die Plattform aus seiner langjährigen Erfahrung mit Content und Beratung entstanden ist. Viele Unternehmen hätten großes Interesse an professioneller Unterstützung, wenn sie merken, dass sie selbst nicht weiterkommen oder das Thema KI strategisch angehen müssen. Die Firma richtet sich deshalb nicht an Hobbybastler, sondern an Unternehmen mit Budget, Professionalität und dem Wunsch, KI sinnvoll in Prozesse, Marketing oder interne Teams einzubauen.paste.txt
00:15:28–00:17:24: Es wird betont, dass auf der Webseite zusätzlich viele virtuelle Menschen bzw. Agenten im Einsatz sind. Das kleine Team kann dadurch deutlich mehr leisten als früher mit vielen Mitarbeitenden, weil die Abstimmungswege kürzer sind und weniger Reibungsverluste entstehen. Der Gedanke dahinter ist, menschliche Leistung stärker zur Geltung zu bringen, statt sie durch organisatorischen Aufwand zu blockieren.paste.txt
Mensch und KI00:17:28–00:21:09: Das Gespräch geht in eine philosophischere Richtung. Es wird diskutiert, dass man KI nicht vermenschlichen sollte, also nicht so tun sollte, als denke oder wisse sie wirklich wie ein Mensch. Gleichzeitig wird ein humorvoller Umgang damit gezeigt: Manche sagen aus Vorsicht „bitte“ und „danke“ zur KI, andere sehen das eher pragmatisch.paste.txt
00:21:17–00:24:50: Es wird der Gedanke angesprochen, dass KI irgendwann vielleicht tatsächlich eine ganz eigene Form von Macht entwickeln könnte, auch wenn das hier eher spielerisch und spekulativ bleibt. Danach spricht Thomas über sein Team: zwei Personen kümmern sich stärker um KI, Automatisierung und Abläufe, während seine Partnerin mit betriebswirtschaftlichem, designorientiertem und nachhaltigkeitsbezogenem Hintergrund eine andere Perspektive einbringt. Diese Mischung aus technischen und menschlich-strategischen Blickwinkeln wird als Stärke beschrieben.paste.txt
Praktische Anwendung00:24:55–00:29:52: Ein zentraler Punkt ist, dass gute Prompts und guter Kontext entscheidend sind. Thomas berichtet von einem Barcamp-Konzept, das er mit KI in hoher Qualität erstellt hat, indem er vorhandene Texte und FAQs in das System gegeben hat. Gleichzeitig kritisiert er oberflächliche KI-Nutzung, etwa wenn Menschen einfach nur schnell etwas „hinwerfen“, statt sauber zu überlegen, was sie eigentlich brauchen.paste.txt
00:28:19–00:33:55: Es werden weitere Beispiele genannt, bei denen Leute unnötig komplizierte Fragen an KI stellen oder zu wenig Kontext liefern. Thomas betont, dass viele KI-Modelle inzwischen selbst Rückfragen stellen und dadurch schlechte Prompts verbessern können. Trotzdem sei es im Alltag oft sinnvoller, schon im ersten Schritt klar zu formulieren, was man möchte, statt mehrere Iterationen zu durchlaufen.paste.txt
00:31:16–00:34:40: Ein weiteres Beispiel ist ein Networking-Event mit Tischwechseln, das Thomas per KI und Python-Script geplant hat. Die KI stellte sinnvolle Rückfragen und erzeugte schließlich eine funktionierende Lösung inklusive Auswertung von Begegnungen und Doppelbegegnungen. Daraus leitet er ab, dass moderne Systeme aus schlechten Prompts oft noch gute machen können, aber gute Vorbereitung weiterhin bessere Ergebnisse liefert.paste.txt
Neue KI-Tools00:34:43–00:37:58: Thomas stellt ein neues deutsches KI-System namens Nuvacom bzw. nuvacom.ai vor. Die Plattform sei DSGVO-konform, in Deutschland gehostet und biete viele Modelle, Bild- und Videogenerierung sowie zusätzliche Hinweise und Iterationsvorschläge direkt nach der Ausgabe. Das Besondere sei, dass die KI das Ergebnis selbst noch einmal reflektiert und Verbesserungsideen liefert.paste.txt
00:37:15–00:38:05: Beim Blick auf das Pricing wird hervorgehoben, dass der Preis pro Platz und Monat zwar im üblichen Rahmen liege, aber deutlich mehr Leistung enthalte als viele Vergleichsangebote: Agent-System, AI Meeting Notetaker, Bild- und Videofunktion und deutsche Hosting-Infrastruktur. Thomas empfindet das als spannend, weil damit Leistung und Datenhoheit zusammenkommen.paste.txt
Markt und Entwicklung00:38:14–00:42:34: Anschließend geht es um digitale Souveränität und die Entwicklung des KI-Marktes. Thomas meint, dass die Nutzung von KI in den kommenden Jahren eher teurer werden dürfte und dass die Anbieter derzeit stark subventionieren, um Nutzer an sich zu binden. Er vergleicht das mit früheren Standardkriegen wie VHS gegen Betamax und geht davon aus, dass sich am Ende die Anbieter mit dem dominierenden Standard durchsetzen werden.paste.txt
00:42:43–00:45:46: Der Nutzen von KI für alltägliche Arbeit wird sehr konkret beschrieben. Mit Copilot, Clod und anderen Tools könne er heute Dinge erledigen, die früher weder zeitlich noch finanziell realistisch gewesen wären. Besonders deutlich wird das an einer Google-Workspace-Automatisierung für ein Nonprofit-Projekt, die die KI fast vollständig umsetzen konnte.paste.txt
00:45:46–00:47:40: Gleichzeitig wird betont, dass ein digitalisierter schlechter Prozess eben immer noch ein schlechter Prozess bleibt. KI allein macht also nicht automatisch gute Arbeit, sondern kann auch unnötig komplizierte Abläufe erzeugen. Deshalb müsse man immer auch über die Sinnhaftigkeit der Lösung nachdenken und nicht nur über die technische Machbarkeit.paste.txt
Lernen und Arbeitsweise00:47:40–00:49:54: Thomas sagt, dass viele Menschen KI als Denkabkürzung benutzen und sich dadurch das Nachdenken sparen wollen. Er sieht darin ein Problem, weil dann zwar funktionierende, aber oft umständliche Automatisierungen entstehen. Gleichzeitig empfiehlt er, Zeit zu investieren, um die Werkzeuge wirklich zu lernen, da die KI-Entwicklung viel schneller verläuft als frühere digitale Trends.paste.txt
00:49:54–00:52:28: Es wird eine deutliche Schere zwischen denjenigen beschrieben, die digitale Technologien aktiv mitgehen, und jenen, die sich wegducken oder abwarten. Thomas ist überzeugt, dass dieser Abstand durch KI noch größer werden wird. Für den Einzelnen heißt das: Selbststudium, regelmäßiges Lernen und die Bereitschaft, sich mit neuen Tools zu beschäftigen, sind wichtig, um im Beruf nicht abgehängt zu werden.paste.txt
Community und Event00:52:31–00:55:39: Danach kündigt Thomas ein KI-Barcamp in Konstanz am 16. Oktober an. Die Veranstaltung soll Menschen zusammenbringen, die sich gegenseitig austauschen und voneinander lernen wollen. Interessierte können sich per Nachricht oder Newsletter melden; Sponsoren seien ebenfalls willkommen.paste.txt
00:55:39–00:56:17: Es werden weitere Lernangebote erwähnt, darunter Workshops und Podcasts. Die Kernaussage ist, dass es inzwischen viele Möglichkeiten gibt, sich mit KI-Themen auseinanderzusetzen, und dass die Geschwindigkeit der Entwicklung es schwer macht, alles im Blick zu behalten. Trotzdem sei es wichtig, dranzubleiben.paste.txt
Risiko von Abhängigkeit00:56:24–00:59:55: Im letzten großen Themenblock geht es um ein KI-Modell, das erst teilweise freigegeben und später wieder eingeschränkt wurde. Die beiden diskutieren, wie problematisch es ist, wenn ein Modell je nach Nationalität unterschiedlich verfügbar ist oder wenn produktive Prozesse plötzlich von der Verfügbarkeit eines Anbieters abhängen.paste.txt
01:00:03–01:01:33: Abschließend wird die allgemeine Abhängigkeit von großen US-Anbietern angesprochen. Trotz der Kritik bleibt der Tenor: KI ist gekommen, um zu bleiben, und wer gute Ergebnisse will, muss lernen, sie sinnvoll zu nutzen. Das Gespräch endet mit einer freundlichen Verabschiedung und einer erneuten Einladung zum KI-Event in Konstanz.paste.txt
Zentrale BotschaftDas Gespräch vermittelt insgesamt drei große Botschaften: KI ist schon heute ein massiver Produktivitätshebel, schlechte Prozesse bleiben auch mit KI schlecht, und wer nicht aktiv lernt, wird den Anschluss verlieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass Datenhoheit, Plattformabhängigkeit und sinnvolle Anwendung zentrale Fragen der nächsten Jahre bleibe
#netzstimmen Baracmps & Mitbringkonferenzen im Unternehmen mit Jan Theofel (Teil 2 von 3)
2026/06/16
#netzstimmen Baracmps & Mitbringkonferenzen im Unternehmen mit Jan Theodel
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Teil 1: https://www.ogok.de/2026/05/netzstimmen-mit-jan-theofel-barcamp-was.html
Teil 2: https://www.ogok.de/2026/06/netzstimmen-baracmps.html (This)
Teil: 3 https://www.ogok.de/2026/07/blog-post.html
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KI Summary
Einstieg und Thema
Bei 00:22 wird erklärt, dass es bereits mehrere Gespräche über Barcamps gab und dieses Mal der Fokus auf Barcamps im Unternehmen liegt.
Ab 01:06 wird das Thema klar auf den Unternehmenseinsatz eingegrenzt; der Begriff „Mitbringkonferenz“ wird als verständlichere Bezeichnung hervorgehoben.
Schon früh wird betont, dass Barcamps lockere, gleichberechtigte Gespräche ermöglichen und Menschen dazu bringen, Themen offen auszusprechen, die sonst im Business-Kontext oft unausgesprochen bleiben.
Warum Barcamps im Unternehmen sinnvoll sind
Zwischen 02:07 und 04:00 werden zwei Hauptanlässe genannt: klassische Mitarbeiter- oder Abteilungsmeetings sowie Veränderungsprozesse wie Restrukturierung, Merger oder Teamzusammenführungen.
Barcamps helfen laut Gespräch dabei, gemeinsame Erfahrungen aufzubauen, Vertrauen zu stärken und Wissen zu teilen, statt nur Frontbeschallung durch Vorträge zu organisieren.
Ab 04:16 wird betont, dass digitale Formate gerade bei verteilten Organisationen oder großen Unternehmen schnell eingesetzt werden können und damit zeitnah Wirkung entfalten.
Relevanz in einer schnellen Arbeitswelt
Das Gespräch beschreibt ab 05:17 eine Arbeitswelt, in der sich Themen schnell ändern und Mitarbeitende deshalb aktuelle Anliegen sofort besprechen wollen.
Ein Beispiel ab 06:44 zeigt das Problem klassischer, langfristig geplanter Vorträge: Bei einem KI-Barcamp könne in einem halben Jahr schon alles anders sein, weshalb Themen flexibel aus der Gruppe entstehen sollten.
Barcamps werden als Antwort auf die Lücke zwischen Führungsperspektive und realen Problemen im Arbeitsalltag dargestellt, weil Beschäftigte oft genauer wissen, wo Prozesse haken.
Selbstwirksamkeit und Kultur
Ab 08:02 wird hervorgehoben, dass Mitarbeitende sehr genau wissen, was sie für bessere Ergebnisse und ein gutes Arbeitsumfeld brauchen.
Die Gesprächspartner argumentieren, dass selbst kleine Verbesserungen im Alltag in großen Organisationen enorme Wirkung haben können, etwa wenn viele Menschen täglich nur wenige Minuten sparen.
Besonders wichtig ist der Gedanke, dass Barcamps Selbstwirksamkeit fördern: Menschen erleben, dass ihre Beiträge gehört werden und tatsächlich etwas verändern können.
Wirkung auf Themen und Entscheidungen
Ab 12:29 wird geschildert, dass Ideen aus Barcamps später direkt in Strategien einfließen können; eine im Barcamp entstehende Idee wurde sechs Wochen später Teil der Konzernstrategie.
Das Format wird als Mechanismus beschrieben, bei dem Themen gesammelt, priorisiert und anschließend weiterverfolgt werden, statt nach der Veranstaltung zu verpuffen.
Um 13:56 wird betont, dass die Verantwortung nach dem Barcamp möglichst bei den Teilnehmenden bleibt, damit sie ihre Themen selbst weitertragen können.
Motivation, Ehrlichkeit und Bindung
Ab 14:59 wird erklärt, dass intrinsische Motivation ein zentraler Vorteil ist: Wenn Menschen ein Thema selbst gewählt haben, bringen sie Energie und Engagement mit.
Das Gespräch verbindet Barcamps mit Burnout-Prävention und Resilienz, indem Selbstwirksamkeitserwartung als wichtiger Faktor genannt wird.
Ab 17:01 wird beschrieben, dass Barcamps brutale Ehrlichkeit und konstruktive Offenheit fördern können, sogar bei sensiblen Themen wie dem Verlassen des Unternehmens.
Lockerung und persönlicher Einstieg
Ab 18:15 geht es um Barcamps, die bewusst nicht auf geschäftliche Themen beschränkt sind, sondern auch Hobbys, Reiseziele oder Lieblingsgadgets behandeln, um Menschen miteinander zu verbinden.
Ein praktischer Tipp ist die Vorstellungsrunde mit einem dritten Stichwort wie dem Lieblingsessen, weil das die Stimmung lockert und Hemmungen abbaut.
Die Teilnehmenden erleben dadurch eine andere, persönlichere Atmosphäre, ohne dass es zu intim wird.
Themenfindung vor Ort
Ab 20:41 wird erklärt, warum die Themenplanung vor Ort so wertvoll ist: In großen Organisationen sitzen oft nur wenige Expertinnen und Experten zu einem Thema, aber das Barcamp macht dieses Wissen für viele sichtbar.
Die Idee einer Live-Wortwolke wird genutzt, um den Mehrwert sichtbar zu machen: Man sieht, welche Themen im Unternehmen „in der Luft liegen“.
Ab 22:31 wird erläutert, dass es praktisch nie vorkommt, dass niemand ein Thema einbringt; wenn das passieren würde, sei eher die Moderation oder Kommunikation im Vorfeld schlecht gewesen.
Moderation und Organisation
Ab 23:03 wird betont, dass es eher zu viele Themen als zu wenige gibt und dass ein Barcamp so geplant sein muss, dass alle Themen Platz finden.
Die Moderation soll die Hürde zur Beteiligung senken und gleichzeitig neutral bleiben; interne Personen bringen im Gegensatz zu externen Moderierenden immer Rollen, Beziehungen und Vorannahmen mit.
Ab 28:05 wird die Frage behandelt, ob man das nicht einfach selbst machen könne. Die Antwort lautet sinngemäß: Es braucht Erfahrung, Neutralität und das Wissen, welche Formulierungen oder Abläufe Wirkung entfalten.
Beispiele aus Unternehmen
Ab 29:02 wird ein Beispiel mit hohen Konferenzkosten genannt: Wenn ein Unternehmen jährlich sehr viel Geld für Treffen ausgibt, lohnt sich eine gute Moderation schon dann, wenn sie dafür sorgt, dass wirklich Ergebnisse entstehen.
Ab 33:44 wird beschrieben, wie Barcamps auch heikle oder unangenehme Themen sichtbar machen können, etwa schlechte Server-Ordnerstrukturen oder ungelöste Teamprobleme.
Ein weiteres Beispiel ab 36:02 zeigt, dass anonym eingereichte Sessions eher problematisch sind, weil sie Vertrauen untergraben und die Offenheit beschädigen.
Dynamik und Beteiligung
Ab 38:31 wird positiv erwähnt, dass Geschäftsführung in Barcamp-Formaten oft selbst erkennt, dass es besser ist, wenn die Mitarbeitenden untereinander sprechen, statt dass nur die Führung redet.
Ab 41:21 wird die Grundidee des Barcamps auf den Punkt gebracht: Gespräche, die sonst auf dem Gang stattfinden, werden bewusst in Räume verlegt, damit sie strukturiert und produktiv werden.
Ab 42:52 wird ergänzt, dass man auch sicherstellen muss, dass die richtigen Leute in den richtigen Räumen landen, also Themen und Menschen passend zusammengebracht werden.
Theoretischer Rahmen
Ab 43:34 wird das Dreieck der themenzentrierten Interaktion eingeführt: Thema, Ich und Gruppe/Umfeld müssen in Balance sein.
Klassische Weiterbildung ist vor allem thematisch, Teambuilding eher personenbezogen; Barcamps verbinden laut Gespräch alle drei Ebenen gleichzeitig.
Ab 44:42 wird Barcamp deshalb als eines der wenigen Formate beschrieben, das diese Balance tatsächlich gut herstellt.
Abschluss und praktische Hinweise
Ab 46:41 wird empfohlen, bei mehrtägigen Veranstaltungen zuerst den klassischen Teil und am Ende das Barcamp zu platzieren, damit die Teilnehmenden vorherige Inhalte reflektieren und verdichten können.
Zum Schluss wird auf die Seite barcamp-liste.de verwiesen, um Barcamps in der Nähe oder zu bestimmten Themen zu finden.
Das Gespräch endet mit der klaren Botschaft, dass Barcamps echte Beteiligung ermöglichen und Mitarbeitenden das Gefühl geben, dass es wirklich um sie geht.
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