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Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

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Bewertung
★★★★★
5
von
2 Bewertungen
Dieser Podcast hat
164 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2019/12/23
Neueste Episode
2026/10/02
Durchschnittsdauer
44 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Leela Sutter und Patrick Schwarzenbach, Reportagen und Expert*innen aus diesem weiten Feld dienen uns als Kompass für diese Reise.

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Wechseljahre als Tor zur verkörperten Spiritualität mit Dr. Christina Schlatter
2026/10/02
Die Wechseljahre sind aktuell in aller Munde – ein längst überfälliger Trend, der das Tabu rund um den alternden Frauenkörper bricht. Doch abseits von Östrogenspiegeln und Hitzewallungen stellen sich tiefere, fast existenzielle Fragen: Was macht diese körperliche Transformation mit unserer Seele? Und warum haftet der menopausalen Frau in unserer Gesellschaft eigentlich immer noch das Stigma des «unleidigen Weibes» an, das bitteschön unsichtbar bleiben oder gar nicht erst altern sollte? In dieser Folge sprechen wir mit Dr. med. Christina Schlatter. Sie ist Gynäkologin in Zürich und verfolgt in ihrer Arbeit einen konsequent verkörperten («embodied») und ganzheitlichen Ansatz der Frauenmedizin. Wir lernen eine Ärztin kennen, die Medizin nicht nur aus Lehrbüchern begreift: Nach einer eigenen schweren Herzoperation vor zwei Jahren und darauffolgenden Angstzuständen fand sie über Meditation und Tanz zu neuen Formen der Heilung. Heute schreibt sie an einem Buch mit dem Arbeitstitel «Feeling of being alive in 4 dimensions – vom Gefühl, lebendig zu sein», in dem sie die Beziehung zwischen Ärztin und Patientin neu auslotet. Gemeinsam tauchen wir ab in ein Gespräch, das weit über reine Biologie hinausgeht: - Hormon-Trend vs. gelebte Realität: Warum wir aufhören müssen, das Älterwerden der Frau abzuwerten. - Verletzlichkeit als Superkraft: Wie aus Angst und körperlichen Krisen eine tiefere Verbundenheit entstehen kann. - Sicherheit im eigenen Leib: Was es braucht, um sich im eigenen Körper radikal sicher und zuhause zu fühlen – egal, in welcher Lebensphase. Eine Folge für alle, die spüren, dass Spiritualität nicht abstrakt im Kopf bleibt, sondern mitten durch Fleisch, Blut und Hormone geht. Gefällt dir Holy Embodied? Wenn dich diese Folge berührt, zum Nachdenken gebracht oder inspiriert hat, hinterlass uns super gerne eine Bewertung bei Apple Podcasts oder Spotify und teile die Folge mit Menschen, denen sie guttun könnte. Das hilft uns riesig, mehr Raum für verkörperte Spiritualität zu schaffen. Danke dir für deine Unterstützung!
Ewiger Sommer – zu welchem Preis? Klima-Scham und Ambiguitätstoleranz
2026/09/18
Ginge es nach uns, könnte das ganze Jahr Sommer sein. Lange helle Abende, Wärme auf der Haut, draussen sein. Und gleichzeitig schmerzt es, wenn Hitze zur Bedrohung wird, Dürre herrscht, Gletscher schmelzen und eine Welt, wie wir sie kennen, ins Wanken gerät.  Was machen wir mit diesem Widerspruch? Mit Schuldgefühlen, die sich in den Genuss mischen? Mit dem Gefühl, selbst Teil des Problems zu sein? Und mit der Frage, was wir eigentlich bereit sind zu verändern und worauf wir verzichten können – und wer sich Verzicht überhaupt leisten kann?  Die Klimakrise konfrontiert uns mit Gleichzeitigkeiten, die wir gerne auflösen würden: Wir wollen leben, geniessen und frei sein – und wissen zugleich, dass ein «immer mehr» auf einem endlichen Planeten nicht funktionieren kann. Letztlich ist es die Gleichzeitigkeit von Werden und Vergehen, nöd wahr. Individuelles schlechtes Gewissen und persönlicher Verzicht greifen dabei zu kurz. Es braucht Lösungen, die von einem kollektiven Wunsch getragen sind - und die Bereitschaft, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen neu zudenken.  Vielleicht brauchen wir dafür vor allem eines: Ambiguitätstoleranz. Diese gar nicht so einfache Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, ohne sie vorschnell aufzulösen. Wir können den Sommer lieben und die Folgen eines immer wärmeren Planeten betrauern. Wir können Teil eines problematischen Systems sein und Handlungsspielraum haben. Wir können Angst vor Veränderung haben und zuversichtlich in die Zukunft schauen.   Doch diese Zuversicht oder Hoffnung darf nicht zur Beruhigung werden, die uns vom Handeln abhält. Dabei muss Handeln nicht bedeuten, alles allein richtig machen zu wollen. Was wäre, wenn wir Verantwortung stärker als etwas Gemeinsames verstehen? Wenn gemeinsam entscheiden, was wir verändern wollen?  Eine Folge über Klima-Scham und Lebensfreude, über Schuld und Genuss, über die Grenzen des Wachstums – und darüber, wie Ambiguitätstoleranz und gemeinsames Handeln uns helfen können, angesichts der Klimakrise lebendig zu bleiben.  Wenn du am eigenen Leib, im eigenen Körper erfahren möchtest, wie sich das pure SEIN anfühlt: Vom 2.-4 Oktober ist Holy Embodied im Kloster Kappel, um genau das zu kultivieren. Über Meditation, Atem und Bewegung. Simpel, spielerisch und unterstützt vom Kraftort Kappel. Alle Details findest du hier  - ich fröimi! RefLab bietet weitere Podcast-Formate zu Spiritualität, Philosophie, Kultur, Psychologie und Popkultur. Zudem erscheinen wöchentlich neue Blogbeiträge. Wenn du informiert bleiben möchtest, abonniere den RefLab-Newsletter.
Mathias Bänziger: Wenn ein Sufi Pfarrer wird
2026/09/04
Mathias Bänziger ist Sufi-Schüler. Und reformierter Pfarrer. Und eigentlich, sagt er, ist er Pfarrer geworden, weil er Sufi ist. Seine Sufi-Tradition versteht sich dabei nicht als Religion, der man angehören muss, sondern als universellen spirituellen Weg. Im Gespräch geht es um die erstaunlichen Parallelen zwischen der Nachfolge Jesu und dem Sufi-Konzept der «Entwerdung»: Was bedeutet es, weniger Ich zu werden, damit Gott Raum bekommt? Und wo liegen die Unterschiede zwischen Trance und tiefen mystischen Erfahrungen? Wir sprechen über Mathias’ Weg, seine eigene Praxis und wie wichtig eine gewisse Nüchternheit ist. Und dann ist da noch Sofia: die weibliche Seite Gottes, die in unserer religiösen Sprache oft vergessen geht. Mathias Bänziger schreibt gerade ein Buch darüber. Wenn du am eigenen Leib, im eigenen Körper erfahren möchtest, wie sich das pure SEIN anfühlt: Vom 2.-4 Oktober ist Holy Embodied im Kloster Kappel, um genau das zu kultivieren. Über Meditation, Atem und Bewegung. Simpel, spielerisch und unterstützt vom Kraftort Kappel. Alle Details findest du hier: https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/ - ich fröimi! Mehr über die Sufitradition von Mathias und seinen Lehrer Pir Vilayat Inayat Khan findest du hier: https://sufismus.ch/inayatiyya/pir-vilayat-inayat-khan/ https://mathiasbaenziger.ch
Deine Stimme als Spiegel deines Innersten
2026/08/21
Die menschliche Stimme ist ein zutiefst intimes Instrument. Sie schwingt mit unseren Gefühlen, unseren Erfahrungen und unserem Körper mit – und bringt oftmals unbewusste Blockaden oder Anspannungen zum Ausdruck. In dieser Folge hört ihr Auszüge aus einem Gespräch mit der Stimmkünstlerin Magnolia. Sie hat sich selbst das Singen beigebracht – und zwar eine besondere Form des Singens: den Kehlkopfgesang. Ihr wortloser Klang lebt ganz aus dem Moment heraus, aus Aufmerksamkeit, Präsenz und Hingabe an das, was gerade entsteht. Spannend dabei: Magnolia trennt ihren Gesang bewusst von Spiritualität. Für Sarah und mich wirft das Fragen auf. Kann dieser freier Klang überhaupt losgelöst von spiritueller Erfahrung gedacht werden? Was geschieht, wenn die Stimme ungehemmt durch den Körper fliesst? Und warum berichten so viele Menschen davon, in Klang, Gesang und Vibration etwas zu berühren, das grösser ist als sie selbst? Ausgehend von Magnolias Erfahrungen entfaltet sich ein persönliches Gespräch über Stimme und Verkörperung, über den Kontakt mit tiefen Verletzungen, die sich in der Stimme widerspiegeln, sowie Erinnerungen Radiostimmtraining oder den «Brüelteppich». Undnatürlich über jene Momente, in denen Klang zur Tür in eine Erfahrung von Weite, Freiheit und Verbundenheit wird. Weiterführende Ressourcen und in der Folge erwähnte Personen /Orte: Lisa Gerrard findet ihr unter anderem auf Spotify (https://open.spotify.com/intl-de/artist/3C4MmUJYQN9svNdedAR2BK?si=CuG7hODqSA-v0K1OfMdQDA) – die australische Künstlerin hat unter anderem einen Golden Globe Award gewonnen für ihre Zusammenarbeit mit Hans Zimmer für die Filmmusik von Gladiator. Magnolia ist auf Instagram unter @shadow_magnet zu finden, die Musik in der Podcastfolge ist von ihr. Hier hab ich für RefLab über die Kraft der Stimme geschrieben: https://www.reflab.ch/die-kraft-deiner-stimme/ Das Freakstock-Festival ist ein Festival der so genannten Jesus Freaks Deutschland, eine evangelikal-charismatische geprägte Gruppierung, die sich bisschen Hippie-, bisschen Punk-, bisschen Skater-Kultur angeeignet hat; mehr dazu hier: https://jesusfreaks.de/ Peter Roth ist der geniale Naturtonmusiker, mit dem ich bereits mehrere Gespräche für RefLab führen konnte: https://www.reflab.ch/peter-roth-maestro-der-stille/ und https://www.reflab.ch/peter-roth-ohne-das-komponieren-koennte-ich-mir-das-leben-in-dieser-situation-nicht-vorstellen/. Und natürlich muss ich hier auch das geniale Gespräch mit Simone Felber, der Jodlerin, verlinken: https://www.reflab.ch/simone-felber-ueber-jodeln-trauer-und-den-koerper/
Sommerreprise: Caroline Theiss: Resilienz, Intuition und die Kunst, gut zu leben
2026/08/07
Wir verbringen so viel Zeit damit, unser Leben verstehen zu wollen. Es zu planen, zu optimieren, zu kontrollieren. Vielleicht beginnt ein gelungenes Leben aber gar nicht im Kopf. Sondern dort, wo wir wieder spüren, was uns trägt. Für diese Folge leihe ich euch ein Gespräch aus dem Podcast I feel you meiner RefLab-Kollegin und Pfarrerin Janna Horstmann. Sie spricht mit Caroline Theiss – Kopfsortiererin, Reframing-Meisterin, Ressourcenaufzeigerin und Trainerin für ressourcenorientierte Entwicklung. Gemeinsam fragen sie nach dem, was uns trägt, wenn das Leben komplex wird. Nach Resilienz, intelligenter Intuition und der Kunst, immer wieder handlungsfähig zu werden. Wir können die Welt nicht kontrollieren. So sehr wir es manchmal auch versuchen. Aber wir können lernen, unseren Ressourcen zu vertrauen. Dem Körper zuzuhören. Kopf, Herz und Bauch miteinander ins Gespräch zu bringen. Vielleicht beginnt genau dort ein Leben, das sich nicht perfekt anfühlt – sondern lebendig. Die Frage geht auch an dich: Was fühlt sich lebendig an, was nährt dich gerade? Was bringt dich zurück in deinen Körper, zurück zu dir? Wenn du diesen Fragen gemeinsam mit anderen nachgehen möchtest, freuen wir uns, dich am Holy Embodied Wochenende (https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/) im Oktober im Kloster Kappel zu treffen.
Sommerreprise: Gregor Hasler: Von christlichen Gefühlen und Psychedelika
2026/07/24
In meinem Socialmedia Feed diesen Sommer tauchen immer wieder Anzeigen für diverse Pflanzenmedizin-Zeremonien auf oder Rituale, die über psychoaktive Substanzen tiefe Einsichten hervorbringen sollen. Etwas, was in mir stets grosse Skepsis hervorruft. Sorgfältig und fachkundig begleitet, mögen diese Rituale wohl gewisse Öffnungen des Bewusstseins bewirken. Doch kann es tatsächlich eine Abkürzung sein für den mystischen Weg, die vielen Stunden in der Stille? Eine Frage, die ich Gregor Hasler gestellt habe. Er ist einer von 40 Therapeuten, die eine streng regulierten, weltweit einzigartige Psychedelika-Psychotherapie anbieten dürfen. Er ist zudem ordentlicher Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg in der Schweiz, sowie Chefarzt und Leiter der psychiatrischen Forschungsabteilung des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit. Er selbst hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Psychotherapeuten eine Erfahrung mit MDMA gemacht – die ihm «christliche Gefühle» zugänglich gemacht hatte. Sein neustes Buch «Higher Self. Psychedelika in der Psychotherapie» ist im vergangenen November erschienen. Ich habe ihn in Fribourg auf seiner Station besucht – und mir seine LSD-Zimmer angeschaut, vor allem aber alles über die Chancen und Grenzen von psychedelischen Substanzen für die Behandlung gewisser Erkrankungen und den Zusammenhang von mystischen Erfahrungen und Psychedelika hören wollen.
Sommerreprise: Wieviel Tod hält ein Leben aus?
2026/07/10
Irgendwann hat man doch genug Scheisse erlebt, irgendwann muss es doch reichen. Zumindest denken wir häufig so, gerade in Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem Tod. Jetzt ist doch langsam mal genug gestorben um mich herum. Doch was, wenn das Schlimmste eintrifft, das man sich vorstellen kann? Wenn der Tod einem die Person raubt, die einem die ganze Welt bedeutet? Was hält mich dann noch zusammen, wenn alles um mich herum zerbricht? Die Frage habe mir meine Kollegin Janna Horstmann gestellt, in ihrer «I feel you»-Serie zum Thema Tod. Erstmal waren da diese grosse Leere und das Leid in einem unvorstellbaren Mass. Eine Trauer, die mich in ihrer unglaublich körperlichen Form umgehauen hat. Es gibt vermutlich gar nicht genug Freunde und Begleiterinnen um das Leid eines am Leben verzweifelten Menschen tragen zu können. Am Ende aber steht da die echte, vollständige Versöhnung mit meiner Geschichte. Etwas, was mich selbst immer wieder berührt. Im Oktober bietet Leela Sutter, Theologin, Yogini und spirituelle Begleiterin einen Kurs im Kloster Kappel an, hier findest du alle Infos: https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/ Als Leelas Vater 2025 starb, schrieb sie über den Abschied einen berührenden Blogpost (https://www.reflab.ch/wenn-der-papi-stirbt/). Ein Jahr später blickte sie nochmals zurück (https://www.reflab.ch/ein-jahr-ohne-meinen-vater/). Und hier hat Leela 5 Tipps gesammelt, wie man mit Menschen umgehen kann, die trauern (https://www.reflab.ch/wie-mit-trauernden-umgehen-5-tipps/).
Den Sternen folgen? Astrologie zwischen Glauben und Selbsterkenntnis
2026/06/26
Ein Stern weist den Sterndeutern den Weg zum neugeborenen Jesus – und heute lassen sich viele Menschen von Sternzeichen, Horoskopen und Geburtshoroskopen inspirieren. Was fasziniert uns daran? Was kann Astrologie als Werkzeug der Selbsterkenntnis eröffnen? Und wo beginnt sie, unsere Freiheit einzuengen oder gar eine Ausrede für gewisse Charakterzüge zu werden? Sarah und Leela sprechen über ihren Zugang zu ihren jeweiligen Sternzeichen (Krebs und Zwillinge, eine tolle Kombi), was uns am Astroboom nervt und weshalb wir aber trotzdem die Finger nicht ganz davon lassen können und wollen. Deine Gedanken und dein astrologisches Feedback sind wie immer gern gehört und gelesen – z.B. via Sprachmemo auf Instagram oder an [email protected].
Kleider als Spiegel deines Innern
2026/06/12
Warum ziehen wir eigentlich an, was wir anziehen? Kleider können Zugehörigkeit signalisieren, Schutz geben, Individualität ausdrücken oder einfach Freude machen. Doch sie erzählen oft auch Geschichten über unser Innenleben – darüber, wie wir gesehen werden möchten, wo wir dazugehören wollen und was wir vielleicht lieber verbergen. In dieser Folge von Holy Embodied sprechen wir über Mode, Identität und Spiritualität. Wir fragen uns: Was sagt meine Kleidung über mich aus? Weshalb greifen wir morgens zu genau diesen Kleidern und nicht zu anderen? Und verändert sich unser Verhältnis zu Kleidung, wenn wir tiefer in Präsenz und Verbundenheit ankommen? Heisst spirituell sein, dass einem Äusserlichkeiten irgendwann egal werden? Nei. Voll nöd. Du kannst tief in der Stille zuhause sein und gleichzeitig Freude an schönen Kleidern haben. Vielleicht verändert sich dabei aber etwas anderes: Je verbundener wir mit uns selbst werden, desto weniger müssen Kleider etwas für uns leisten. Sie werden weniger Mittel zum Zweck und mehr authentischer Ausdruck dessen, was wir ohnehin sind. Diese Folge von Holy Embodied ist das monatliche Gespräch zwischen Sarah Staub, evangelisch-methodistischer Pfarrerin, und Leela Sutter, nondualer Theologin, Journalistin und spiritueller Begleiterin. Wenn du uns auf deiner Podcast-Plattform eine Bewertung hinterlässt, freuen wir uns sehr. Das hilft anderen Menschen, Holy Embodied zu entdecken. Und wenn du Gedanken, Fragen oder eigene Erfahrungen zum Thema teilen möchtest, schreib uns gerne an [email protected]
Anne Pumperla: Beten ist wie aufs Handy schauen
2026/05/29
Anne Pumperla ist promovierte Theologin, selbständige Pastorin, praktiziert Kung Fu und Yoga — und bewegt sich in ihrer Spiritualität nahe an der Nondualität. Nondualität meint die Erfahrung, dass die Dinge zwar getrennt erscheinen, in Wirklichkeit aber verbunden sind. Oder anders gesagt: dass alles eins ist. Gleichzeitig ist Anne ihr Christin-Sein wichtig. Sie hat sich wissenschaftlich intensiv mit den Grenzen des Christentums auseinandergesetzt — und darüber promoviert. Was bedeutet es eigentlich, sich heute Christ:in zu nennen? Wo verlaufen die ethischen Grenzen eines Christentums, das Menschen ausgrenzt? Und wie kann Spiritualität ehrlich bleiben — ohne grosses Tamtam, ohne religiöse Performance? Für Anne ist Gebet deshalb oft etwas ganz Einfaches: ein kurzes Einchecken. So selbstverständlich wie der Blick aufs Handy. Kein besonderer Zustand, sondern ein Sich-Erinnern an das, was gerade da ist. An den eigenen Körper. An den Moment. An Gott — der für sie keine abstrakte Idee, sondern eine zutiefst körperliche Erfahrung ist. Wir sprechen über Annes spirituellen Weg, über Mystik ohne Esoterik, über Meditation und Verkörperung — und darüber, wie all das in ihre Arbeit («Ganz da»; https://ganzda.de/) einfliesst.
Der versteckte spirituelle Perfektionismus
2026/05/15
Spiritualität ist eigentlich eine Befreiungssaga: Ein Weg, die unfreien Teile in uns frei werden zu lassen. Aber vielleicht habt ihr das in euch selbst auch schon beobachtet an diversen Stationen eurer Spiritualität: Plötzlich sitzt da ein kleiner fieser Perfektionismusgremlin. Einer der sagt: «Da sollte ich doch längts drüberstehen» oder «Warum kann ich das immer noch nicht besser» oder, die fieseste Stimme aller Stimmen «Mit mir muss grundsätzlich etwas falsch sein». In dieser Folge von Holy Embodied teilen wir ehrlich und offen unsere eigenen Erlebnisse mit diesem Perfektionismus – die lustigerweise für uns beide mit Autofahrten zu tun haben. Diese Folge erinnert daran, wie heilsam es sein kann, barmherzig und grosszügig mit sich selbst zu werden. Denn integraler Teil einer verkörperten Spiritualität – oder einer Mystik im stinknormalen Leben – ist die Erfahrung, dass wir auch in unserem Unfertigen angenommen sind. Diese Folge von Holy Embodied ist eins der monatlichen Gespräche zwischen Sarah Staub, evangelisch-methodistische Pfarrerin, und mir, Leela Sutter – nonduale Theologin, Journalistin und spirituelle Begleiterin. Wenn ihr unseren Podcast bewertet oder abonniert, helft ihr uns sehr, auch von anderen gefunden zu werden. Danke dafür! Euer Feedback, eure Fragen oder persönlichen Geschichten erreichen uns jederzeit gerne per Mail an: [email protected] 3
Moritz Haegi über sein Jahr in Palästina
2026/05/01
Wir waren letztes Jahr beide an der Schule des Friedens in Kappel am Albis (https://www.reflab.ch/andreas-nufer-und-seine-schule-des-friedens/): Moritz Haegi und ich. Er ist Doktorand für für Nahoststudien an der Uni Basel und Rapper. Als MzumO rappt er über den Krieg in Gaza, über sein Jahr in Palästina und die Unterdrückung, die er dort tagtäglich beobachtet hat. Seine Musik sei seine Art, Eindrücke und Gefühle, ja sein Leiden über die Situation zu verarbeiten, auf eine sehr körperliche Weise. «Sumud»* ist dabei ein Begriff, den ihn inspiriert: Standhaftigkeit, ja vielleicht ein gewisser Trotz, weiterzumachen. Moritz Haegi spricht nicht über seine Spiritualität oder seine Erfahrungen von All-Einheit – sondern gibt uns einen tiefen Einblick ins Leben der Menschen in einem Gebiet der Welt, in dem Gewalt und Unterdrückung leider an der Tagesordnung sind. Seine Perspektive als Forscher und als Künstler ist dabei eine einzigartige, die den Konflikt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. *Arabisch für Standhaftigkeit, steht auch für einen Wert, der in der palästinensischen Kultur hochgehalten wird. Wir bilden im RefLab unterschiedliche Perspektiven auf den Nahost-Konflikt ab und sind uns der Komplexität des Themas bewusst. Hier eine Auswahl weiterer Beiträge dazu: https://www.reflab.ch/zwei-jahre-gaza-krieg-empathie-vertraegt-kein-aber/ https://www.reflab.ch/anita-haviv-ziviles-engagement-in-israel/ https://www.reflab.ch/verlorene-zeit-und-fluechtige-freiheitsmomente/ https://www.reflab.ch/wolfgang-kraushaar-wie-man-ueber-den-israel-palaestina-konflikt-diskutieren-sollte/
Leben als Zumutung
2026/04/17
Wenn sich Holy Embodied dem Thema Leben und Lebendigkeit widmet, dann wird das keine lieblich-süsse Frühlingsfolge. Sondern eine über die Wucht des Lebendigseins: über den Trotz der Lebenslust und – ja – auch über die Aggressivität des Lebenshungers. Sarahs Start ins Leben ist dafür ein eindrückliches Beispiel. In dieser Folge erzählt sie ihre haarsträubende Geburtsgeschichte. Wir sprechen darüber, warum Leben immer auch eine Zumutung ist – wie jeder Entwicklungsschritt uns etwas Neues zumutet und uns zugleich einlädt, uns selbst neu zu zeigen. Vom ersten Aufstehen als Baby bis hin zu der Herausforderung, in Beziehungen authentische Grenzen zu setzen: Jeder Schritt in Richtung «mehr Leben» braucht Mut, Neugier – und auch die Lust zu spielen. In jeder zweiten Folge von Holy Embodied sprechen Sarah Staub, evangelisch-methodistische Pfarrerin, und ich, Leela Sutter – nonduale Theologin, Journalistin und Begleiterin für Menschen in Zeiten von Erschöpfung, Übergängen oder nach Traumata. Wenn ihr unseren Podcast bewertet oder abonniert helft ihr uns sehr, auch von anderen gefunden zu werden. Danke dafür! Euer Feedback, eure Fragen oder persönlichen Geschichten erreichen uns jederzeit gerne per Mail an: [email protected] 3 Weiterführende Links: Mehr zu Ohad Naharin: https://www.arte.tv/de/videos/076157-000-A/mr-gaga/ https://www.youtube.com/watch?v=-rjjU9TVVLM Infos zu Sarahs Geschichtenabend im Hirschli: https://www.reflab.ch/events/auf-hoffnung-hoffen-poesie-klavier/ Mehr zu Leela und ihrer Arbeit: www.leelasyoga.com
Pierre Stutz: Mystik im Jahr 2026
2026/04/03
Pierre Stutz schreibt Bücher, gibt Kurse und hält Vorträge – allem gemein ist das Thema Mystik. Er selbst habe über grosses Leiden die Mystiker*innen entdeckt, damals im Alter von 38 Jahren in einem schweren Burnout. Als römisch-katholischer Priester wollte er stets noch «schnell die Welt retten» und merkte, dass alle Bemühung, aller Effort doch nie genug war. Dazu kam, dass ihm seit Teenager klar war: Ich bin schwul. Nach zwei Jahren Leiden konnte sich Pierre Stutz befreien und widmet sich seither der Mystik. Nicht als Theorie, sondern als erlebte Wirklichkeit, die immer wieder neu «erzweifelt werden muss» im Hier und Jetzt. Warum die Entdeckung der Stille aber nicht einfach das Ende der Reise ist, wie sich Gott in jedem Moment in uns gebiert und weshalb ein mystischer Mensch in erster Linie ein Mensch ist, der im Paradox lebt – hört ihr in dieser Folge. Es gibt zwei ältere Sendungen, die ich mit Pierre Stutz realisiert habe: eine über Langeweile, die wir mitten in der Pandemie aufgenommen hatten (https://www.srf.ch/audio/perspektiven/langeweile-eine-mystische-uebung?id=f80ae265-0c2e-4e47-935e-4bab49bd5e1e) und eine über erotische Spiritualität (https://www.reflab.ch/pierre-stutz-plaedoyer-fuer-eine-erotische-spiritualitaet/).
Über die grossen und kleinen Tode
2026/03/20
Es ist die Zeit vor Ostern, Passionszeit, die perfekte Zeit also, um übers Sterben zu sprechen. Und zwar nicht nur über dieses grosse Sterben, jenes, in dem wir unseren Körper verlassen. Sondern über all die kleinen Tode, die wir jeden Moment sterben. Wenn ich mich zum Beispiel als Elternperson verabschieden muss von der Version von mir, die ich war bevor ich Kinder bekommen habe. Oder die Version von mir, die ich war vor meiner Pensionierung. Die Version von mir, die ich war vor einer Krankheitsdiagnose. Oder im ganz kleinen, von der Version von mir, die gerne Kaffee getrunken hat. Die sich ein Leben mit diesem einen Gegenüber gewünscht hat. Denn sind es nicht genau diese Tode, die uns extrem herausfordern, zerbrechen lassen, verzweifeln lassen? Ja, manchmal auch ganz körperlich lähmen. Gleichzeitig schaffen diese Prozesse Platz, Platz für das, was wirklich gelebt werden will, Platz für das Eigentliche – Platz fürs Heilige. Vielleicht hört ihr es in der Folge, das Thema berührt uns sehr. Genau das ist doch die Stärke von «Holy Embodied»: Sarah und ich zeigen uns ungefiltert, ungeschönt und so so ehrlich, wenn wir über verkörperte Spiritualität, über alltäglich gelebten Glauben egal welcher Tradition, Denomination oder Religion sprechen. Wir, das sind in jeder zweiten Folge die evangelisch methodistische Pfarrerin Sarah Staub und ich, Leela Sutter, nonduale Theologin, Journalistin und heute energetische Begleiterin von Menschen, deren Nervensysteme nach Traumata, Erschöpfung oder in Veränderungsprozessen Unterstützung brauchen können. Wenn ihr uns eine Bewertung hinterlassen mögt für unseren Podcast auf jener Plattform, auf der ihr uns gerade hört, sind wir unendlich dankbar – das hilft uns, auch von anderen gefunden zu werden! Und euer Feedback, eure Fragen oder persönlichen Geschichten empfangen wir gerne und freudig zum Beispiel via E-Mail [email protected] 3

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