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Dieser Podcast hat
81 Episoden
Sprache
GermanExplizit
Nein
Erstellt am
2020/01/18
Neueste Episode
2026/09/25
Durchschnittsdauer
54 min.
Veröffentlichungsintervall
33 Tage
Beschreibung
«Tre!bhaus» ist der Podcast, der dir erzählt, was dein Alltag mit der Klimakrise zu tun hat: dein Müll, dein Internet, deine Tomaten, dein Bier – wir erzählen die Alltagsgeschichten. Und wir stellen die Frage nach den Strukturen in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft – mächtige Strukturen, die verhindern, dass wir klimagerecht leben, wirtschaften und denken. Wir gehen nah ran, unmittelbar, wir befragen Wissenschaftler:innen, Expert:innen, Betroffene und Aktivist:innen und liefern Ideen, was getan werden kann. Ein Podcast von Olivier Christe, Céline Elber, Anna Ida Fierz, Johann Otten, Esther Petsche, Christoph Keller, Samuel Schläfli, Lena Schubert.
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(81) Nimm mein Geld und tu was damit (Zukunftsgespräche 4/5)
2026/09/25
Albin Meyer ist ein reicher Mann, er hat geerbt. Aber statt sich Luxusferien zu gönnen und ein grosses Auto, hat er beschlossen, regelmässig an Umweltorganisationen zu spenden, seine Fähigkeiten als Informatiker Startups zur Verfügung zu stellen, und er fordert, dass Millionäre wie er stärker besteuert werden. Millionäre könnten, sagt Albin Meyer, einen Hebel darstellen für eine klimagerechte Zukunft, indem sie ihr Verhalten ändern, ihre Investitionen in erneuerbare Energien lenken, und: sich einsetzen für eine demokratische Gesellschaft. Mit dieser Haltung ist Albin Meyer nicht allein.
https://www.seismoverlag.ch/de/daten/wie-das-reichste-1-die-welt-retten-kann/
https://www.taxmenow.eu
(80) Wünschenswerte Zukünfte - immer weiter geradeaus? (Zukunftsgespräche 3/5)
2026/08/28
Obwohl wir doch angeblich "im Moment leben" sollen, machen wir uns unweigerlich Gedanken über die Zukunft, sei das in Form von Utopien oder Dystopien. Aber war das schon immer so? Und welche Wirkungsmacht haben Zukunftserzählungen im hier und jetzt? In dieser Folge spricht Lilla Gurtner mit Alexandra Vlachos übers über-die-Zukunft-Sprechen und Nachdenken, über lineare, zirkuläre und spiralförmige Zukunfts-Vorstellungen und darüber, warum sie den Kurs "desirable future", also "wünschenswerte Zukünfte" so gern mit Masterstudierenden macht. Alexandra Vlachos ist Historikerin und forscht und lehrt am Centre for Development and Environment an der Universität Bern.
(79) Wenn Klimadiskussionen eskalieren und personalisiert werden (Zukunftsgespräche 2/5)
2026/07/25
Wie oft kommt es vor, dass Diskussionen rund ums Klima eskalieren. Der Flug in die Ferien wird auf einmal zu einer moralischen Frage, Fleisch essen wird zum identitären Problem, genau so wie eine Gasheizung im Keller. Die Eskalation findet auch auf der politischen Ebene statt, eine immer stärker werdende, rechtsgerichtete, autoritäre Bewegung reklamiert das Recht für sich, hemmungslos fossile Schadstoffe in die Luft zu blasen. Mit solchen Positionierungen kommen wir nicht weiter, sagt die Philosophin Kirsten Meyer, die an der Humboldt Universität zu Berlin lehrt, Sie ist die Mitverfasserin des Buchs «Besser um die Zukunft streiten» und findet, wir sollten wieder lernen zuzuhören und die eigene Position zu hinterfragen, wenn immer möglich.
(78) Abschied vom männlichen Prinzip - hin zu «care» (Zukunftsgespräche 1/5)
2026/06/26
Wie gelingt es uns, in eine Zukunft zu gehen, in der Natur, Klima, Menschen in ein Gleichgewicht kommen, welche Veränderungen brauchen wir? Ziemlich radikale, sagt Christoph Keller, Autor von «Nennt mich Wellenkamm», einem Roman, der in eine bessere Zukunft schaut und zugleich zurückblickt auf unsere Zeit. Rückblickend werden es viele nicht mehr verstehen, dass es einst eine maskulin dominierte, extraktivistische, ausbeuterische Wirtschaft gab, in der es üblich war, Erdöl zu fördern, nur um es zu verbrennen, in der eine brutale Konkurrenz herrschte, ungeachtet der Kosten, die sie verursachte. «Nennt mich Wellenkamm» skizziert eine Gesellschaft von morgen, in der Gendergerechtigkeit, das Prinzip «care» und ein fundamentaler Respekt vor der Natur die Basis sind für eine klimafreundliche Existenz.
(77) Die Zukunft leben - und Utopien umsetzen (Basel 7/7)
2026/05/29
Die einen stellen Blumentöpfe aufs Trottoir, andere engagieren sich in einem Pflanzgarten, nochmals andere lassen sich einen Baum in den Vorgarten pflanzen oder sie beschliessen, in einer Gemeinschaft zu wohnen, Das sind alles Aktionen und Initiativen, die sich nicht direkt messen lassen mit Blick auf ihre Klimawirkung, aber sie sind dennoch wichtig: weil sie zeigen, wie eine Stadt, wie ein Zusammenleben in Zukunft möglich wäre. Wir machen einen Ausflug mit einer Baumpflanzerin, zu einer Gemeinschaftsbewohnerin und wir fragen, was das Potential von Tactical Urbanism sein könnte.
(76) Die Basler Klimapolitik - wer bremst, wer beschleunigt (Basel 6/7)
2026/04/30
Die Klimaneutralität, die Basel bis 2037 erreichen soll, ist kein Spaziergang, es wird grundlegende Veränderungen brauchen; in unserem Konsumverhalten, in der Gestaltung des öffentlichen Raums, in der Mobilität, in unseren Wertschöpfungsketten. Umso wichtiger ist, dass die Ziele klar kommuniziert werden, dass die Bevölkerung mitgenommen wird, dass die Bremser überzeugt werden. Da könnte noch mehr gemacht werden, meint Regierungsrat Kaspar Sutter in unserer Live-Podcast-Aufnahme, man sei aber gut unterwegs, und Michaela Reimann, Co-Geschäaftsleiterin von Basel 2037 betont, die Wirtschaft sei auf Kurs, während Axel Schubert, Mitinitiant der Klimagerechtigkeitsinitiative sich mehr Mut wünscht, mehr Motivation und ja - mehr Leadership. Eine angeregte Diskussion über geteilte Verantwortung und klare Haltungen.
(75) Klimagerechtigkeit beginnt in der Quartierstrasse (Basel 5/7)
2026/03/27
Wenn eine Stadt wie Basel bis 2037 klimaneutral werden will, braucht es hunderte Massnahmen. Unter anderem muss auch der öffentliche Raum neu gestaltet werden - mehr grün, weniger Autos, mehr Begegnungsmöglichkeiten, mehr Nachbarschaft. Doch im öffentlichen Raum prallen oft ganz unterschiedliche Vorstellungen aufeinander, und auch unterschiedliche Bedürfnisse. Aufwertung und Begrünung, da sind sich die Expertinnen in dieser Episode einig, darf nicht zu höheren Mieten und Kosten führen, und die Begrünung sollte vor allem den Quartieren zugute kommen, die unter der Klimaerhitzung am meisten leiden. Aber wie lassen sich die unterschiedlichen Interessen zusammenbringen - das ist die entscheidende Frage.
(74) Was tun mit den Emissionen der Wirtschaft - vor allem mit der Pharma (Basel 4//7)
2026/02/27
Auch die Wirtschaft muss in Basel-Stadt bis 2037 auf netto null Treibhausgasemissionen kommen. Für lokale Betriebe, die in der Stadt oder in der Region operieren, ist die Rechnung relativ einfach. Komplizierter wird es bei den Pharmakonzernen, die über hunderte von Lieferketten zu einem Endprodukt kommen. Hier fallen, wie der Klimaexperte Matt Bond erklärt, über 99 Prozent aller Emissionen an, für die Gewinnung der Rohstoffe, den Transport, die Verarbeitung und so weiter. Hier eine klimagerechte Transformation umzusetzen ist nicht einfach, und doch – sie ist möglich. Der Verein basel circular, eine public-private-Partnership zwischen dem Kanton und einer Stiftung, hat sich genau das zum Ziel gesetzt: auch bei internationalen Konzernen energiesparende, klimagerechte Kreisläufe zu etablieren. Carol Tornay, Geschäftsführerin von basel circular erklärt, wie das geht.
(73) Wenn die Klimakrise unsere Pensionsgelder wegfrisst - auch in Basel (3/7)
2026/01/30
Die Klimakrise wird kosten, viel, wenn wir sie nicht abwenden. Katastrophen werden unsere Infrastruktur treffen, die Gesundheitskosten steigen, Ernten gehen zurück, und damit sinkt das Wachstum. Und auf Wachstum sind die Pensionskassen angewiesen, damit sie Rendite erzielen - was also ist mit den Milliarden Franken, die in den Basler Pensionskassen liegen? Kriegen nachfolgende Generationen auch genug, um im Alter gut zu leben? Darüber diskutieren im kHaus die Gewerkschafterin Lea Trogrlic, der Pensionskassenexperte Ruedi Rechsteiner und der Reporter Olivier Christe in einer Live-Aufnahme mit der Moderation von Lilla Gurtner und Christoph Keller.
(72) Was, wenn Basel klimagerecht bauen und essen würde (2/7)
2025/12/26
Einige Emissionen lassen sich relativ einfach reduzieren, Heizungen können mit Fernwärme und Wärmepumpen ersetzt werden, Elektroautos sind effizienter und viel klimafreundlicher als Verbrenner. Aber was ist mit Nahrungsmitteln, mit Kleidern, die wir brauchen, mit Elektronik und so weiter. Am Beispiel Bauen und Essen zeigen wir auf, welche Handlungsmöglichkeiten der Kanton Basel, der sich das Ziel netto null bis 2037 in die Verfassung geschrieben hat, tatsächlich besitzt, und wo es noch viel Potential gibt. Ein Besuch bei Barbara Buser, der Architektin, die nicht neu bauen will, und ein Streifzug durch die Pflanzgärten der Stadt.
(71) Klimastadt Basel - auf Kurs oder im Stolpergang? (1/7)
2025/11/28
Es war eine Sensation. Vor drei Jahren haben die Stimmbürger:innen der Stadt Basel einen historischen Entscheid gefällt. An der Urne haben sie einem neuen Verfassungsartikel zugestimmt, der ein klares Ziel festlegt: ein klimagerechter Stadtkanton bis 2037. Die Initiative dazu kam nicht von der Verwaltung, nicht von der Regierung, sondern aus der Zivilgesellschaft; jetzt muss sich zeigen, ob Regierung, Parlament und Verwaltung auch gewillt sind, den Willen der Bevölkerung umzusetzen, Basel-Stadt zu einer klimaneutralen und auch klimagerechten Stadt zu machen. In einer siebenteiligen Serie zeigen wir auf, wo es tatsächlich Fortschritte gibt und wo es hapert. In dieser Episode mit den Einschätzungen von Pia Lachmann, Mitinitiantin von «Basel2030». den Antworten von Till Berger, Klimaverantwortlicher des Kantons Basel-Stadt, und mit einem Ausflug nach Kopenhagen, eine Stadt, die noch weiter denkt.
(70) Vielfalt hören (und erleben)
2025/10/31
Biodiversität spielt eine entscheidende Rolle für das Klima. Der Schwund ökologischer Vielfalt ist heute nicht nur sichtbar, sondern auch hör- und erlebbar: Mit dem Rückgang zahlreicher Arten verändert sich unsere akustische Umwelt. Hinzu kommen menschengemachte Geräuschkulissen und die zunehmende Zersiedelung, die Lebensräume von Pflanzen und Tieren zerschneiden und voneinander trennen. Eine Klangreise in unsere Landschaft eröffnet neue Räume – und Handlungsfelder für die Politik.
(69) Krieg gegen Menschen, Krieg gegen die Umwelt
2025/09/26
Kriege sind wieder allgegenwärtig, besonders der Genozid des israelischen Regimes in Palästina und der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine beschäftigen uns täglich. Aber es gibt auch andere Kriege, die weniger in den Schlagzeilen sind, darunter auch Kriege niedriger Intensität, wie zum Beispiel in Nordukrdistan. Dorthin sind Felicitas Fischer und Sophie Hartmann gereist und zeigen auf, wie Krieg gegen Menschen Hand in Hand geht gegen die Natur. Und Jojo Mehta, Mitbegründerin des internationalen Netzwerks «Stop Ecocide International» erläutert, warum der Ökozid international bestraft werden muss - als ein Verbrechen gegen die Natur, aber auch gegen Menschen.
(68) Superyachten verbieten - nicht nur, aber auch fürs Klima
2025/08/29
Sie verbrauchen bis zu 500 Liter Diesel pro Stunde, ihr Bau verschlingt unendliche Ressourcen, und sie sind purer Luxus, der nur für die ganz Reichen verfügbar ist: die Superyachten. Rund 6000 Superyachten gibt es weltweit, Tendenz stark steigend, und sie sind, laut einer Studie von Oxfam, mit ihren Emissionen verantwortlich nicht nur für die Erhitzung des Klimas, sondern auch für den Tod Hunderttausender. Superyachten vernichten ganze Ökosysteme, sie sind auch das Sinnbild männlicher Dominanz und ein Ort, an dem sexuelle Übergriffe ausgesprochen häufig vorkommen. Christoph Keller hat in der Welt der Superyachten recherchiert und berichtet über das, was er gesehen und erlebt hat.
(67) Immer bequemer, immer weiter
2025/06/27
Die Tourismusindustrie verkauft Träume, schöne Bilder, unvergessliche Erlebnisse, sie verführt ihre Kund:innen zu immer luxuriöseren, immer ferneren, immer exotischeren Reisen. Mit dem Ergebnis, dass die Treibhausgasemissionen der Branche exponentiell steigen, und dass viele Tourismusdestinationen bald nicht mehr «bereisbar» sein werden, weil sie zerstört sind, zu heiss oder zu unsicher. Der Tourismus zerstört, was er verkauft - aber es gibt Alternativen, und über die müssen wir reden. Eine grundstätzliche Betrachtung, unter anderen mit der Nachhaltigkeitsexpertin Vera Thaler von fairunterwegs.
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