Wie sieht die Zukunft der Versicherungswirtschaft aus? Der Digital Insurance Podcast ist die führende Plattform für die digitale Transformation in der Versicherungsbranche.
Seit 2020 begleiten wir den Wandel der Branche und bieten exklusive Insights, die man sonst nur in geschlossenen Board-Meetings findet. Wir sprechen Klartext mit den Entscheidern: Zu Gast sind CEOs und Vorstände der größten Player wie AXA, Nürnberger, Signal Iduna, ADAC, HDI, ERGO, Gothaer, RheinLand, Hallesche und vielen mehr.
Ob du Fach- oder Führungskraft, Gründer oder Branchen-Interessierter bist: Dieser Podcast liefert dir das strategische Wissen, um die Digitalisierung der Versicherungen nicht nur zu verstehen, sondern aktiv zu gestalten.
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Innovation oder Jobkiller?
2026/04/22
In dieser Episode tauche ich tief in die Welt der digitalen Revolution ein. Ich spreche mit Fynn Monshausen Head of Department Digital Sales and Service bei der BarmeniaGothaer darüber, wie die Künstliche Intelligenz die Versicherungsbranche nicht nur oberflächlich verändert, sondern die gesamte Organisationsstruktur auf den Kopf stellt. Wir diskutieren, warum die Automatisierung von früher – die oft starr und kundenunfreundlich war – heute durch personalisierte KI-Assistenten abgelöst wird, die Kontext verstehen und sogar menschliche Emotionen wie Wut oder Begeisterung in einer E-Mail deuten können.
Fynn teilt seine beeindruckenden Eindrücke aus China, wo Versicherer wie ZhongAn zeigen, was technologisch bereits möglich ist: Dort betreuen gerade einmal sechs Mitarbeitende eine Million Kunden. Wir sprechen darüber, was das für deutsche Arbeitsplätze bedeutet und warum Sachbearbeiter in Zukunft eher zu Trainern und Compliance-Wächtern für KI-Systeme werden. Außerdem wagen wir einen Ausblick auf AGI (Artificial General Intelligence) und die Frage, ob wir bald nur noch „Agenten“ haben, die unsere Schäden autonom abwickeln, während wir uns entspannt zurücklehnen.
Meine 5 Highlights der Folge:
Der Perfect Storm:
Warum Versicherungen ihre Organisationsform komplett neu denken müssen, um im Zeitalter der KI zu überleben.
Automatisierung vs. Personalisierung:
Wie moderne LLMs (Large Language Models) den Widerspruch zwischen effizienten Prozessen und individueller Kundenansprache auflösen.
Lerneffekte aus China:
Ein Blick auf das krasse Verhältnis von Mitarbeitern zu Kunden bei Tech-Giganten und was wir von deren „KI ist wie Luft zum Atmen“-Mentalität lernen können.
Die neue Rolle der Experten:
Warum exzellente Sachbearbeiter nicht arbeitslos werden, sondern zu den strategischen Köpfen hinter der KI-Architektur aufsteigen.
Agentic AI:
Der Übergang von der reinen Texterstellung hin zu KI-Agenten, die Aufgaben wie Schadensmeldungen eigenständig „End-to-End“ erledigen.
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Vom Sachbearbeiter zum AI-Orchestrator: Die Zukunft der Schadenabteilung
2026/04/15
In dieser spannenden Podcast-Episode spreche ich mit Andreas Decker, CPO der Solvd Group und Managing Director bei ControlExpert, über die Herausforderungen und Chancen der KI in der Kfz-Schadenbearbeitung. Andreas gibt uns tiefe Einblicke, warum viele interne KI-Projekte scheitern und wie radikale Spezialisierung der Schlüssel zum Erfolg ist.
Hier sind die Highlights, die ich für dich zusammengefasst habe:
Das Dilemma der Inhouse-KI: Wir sprechen darüber, warum viele Versicherer glauben, die komplette KI-Automatisierung im Schadenbereich selbst stemmen zu können, obwohl sie oft mit einem "digitalen Flickenteppich" aus Legacy-Systemen und zugekauften SaaS-Lösungen kämpfen. Andreas betont, dass ein echtes KI-Team weit über ein paar Data Scientists hinausgeht und eine komplette Organisation benötigt.
Beschwerde-Explosion und fehlende Antworten: Ich frage Andreas, ob der Anstieg der Beschwerdezahlen beim Versicherungsombudsmann ein Indikator für die mangelnde Umsetzung von Technologie ist. Es zeigt sich, dass der häufigste Beschwerdegrund nicht etwa falsche Entscheidungen, sondern schlicht die fehlende oder verzögerte Kommunikation ist – ein Paradox in Zeiten, in denen jeder über KI und Kundenzentrierung spricht.
Warum LLMs allein nicht reichen: Andreas erklärt eindrücklich, dass große Sprachmodelle wie "sehr gute Uni-Absolventen" sind – mit viel Wissen, aber ohne spezifische Praxiserfahrung und Kontext. Mit einer Genauigkeit von nur 54% bei versicherungsspezifischen Aufgaben sind sie unzureichend. Er beleuchtet die Notwendigkeit von spezialisierten Modellen, Data Factories und professionellem Operations-Management.
Das "Schadendreieck knacken": ControlExpert hat sich zum Ziel gesetzt, das klassische Schadendreieck aus Kosten, Aufwand und Kundenzufriedenheit zu durchbrechen. Der Ansatz basiert auf drei Säulen: fundierte Fachkenntnis in der Kfz-Reparatur, exzellenter Kundenservice (24/7, multikanal, multilinguale, sofortige Status-Updates) und nahtlose Automatisierung durch neueste Technologie – alles orchestriert durch Agents. Ein spannendes Beispiel ist die User Experience, bei der eine künstliche Wartezeit die Akzeptanz erhöht hat!
"Own the Brain, Rent the Body": Andreas plädiert für einen strategischen Ansatz: Kernelemente, die einen echten Wettbewerbsvorteil bringen (wie Vertrieb oder Risikomodelle), sollten intern entwickelt werden. Bereiche, wo Spezialisierung und Skalierung entscheidend sind (wie die Kfz-Schadenbearbeitung), sollten über externe Partner bezogen werden. Er betont zudem, dass jede Transformation zu 50% aus Technologie und zu 50% aus Change Management besteht.
Dieses Gespräch hat mir wirklich die Augen geöffnet, wie komplex und gleichzeitig vielversprechend die Zukunft der Schadenbearbeitung ist. Hör dir die ganze Episode an, um Andreas' faszinierende Prognosen für die nächsten Jahre zu erfahren und zu verstehen, wie wir uns von repetitiven Aufgaben verabschieden und eine neue Ära der Effizienz und Kundenzufriedenheit einläuten können!
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Fundament der Transformation
2026/04/08
In dieser Episode spreche ich mit Jacqueline Baumer, der Bereichsleiterin für Facility Management bei der Signal Iduna. Jacqueline ist leidenschaftliche Architektin und räumt in unserem Gespräch mit dem verstaubten Image des „Hausmeisters“ auf. Wir tauchen tief in die Welt der Gebäude ein und erfahren, warum Facility Management weit mehr ist als nur Glühbirnen zu wechseln – es ist das unsichtbare Herzstück jeder funktionierenden Arbeitswelt.
Wir diskutieren darüber, wie Jacqueline 5.000 Pflanzen und 65 Handwerker koordiniert, um eine Wohlfühlatmosphäre für tausende Mitarbeiter zu schaffen. Sie erklärt mir ihre emotionale Bindung zu Gebäuden und warum es ihr in der Seele wehtut, wenn ein architektonisches Kunstwerk nach dem Bau „schutzlos“ sich selbst überlassen wird.
Meine 5 Highlights aus dem Gespräch:
Räume als Orte der Kultur:
Jacqueline sieht Gebäude nicht nur als Stein und Beton, sondern als Plattformen für menschliche Begegnung. Ohne die richtige Infrastruktur findet keine Unternehmenskultur statt.
Der „Oldtimer-Vergleich“:
Ein Gebäude ist wie ein wertvoller Oldtimer. Man stellt ihn nicht einfach in den Regen, sondern pflegt ihn mit Herzblut, damit er seinen Wert und seine Funktion behält.
Facility Management als Sogfaktor:
In Zeiten von Homeoffice muss das Büro einen Mehrwert bieten. Ein perfekter Service – vom funktionierenden Konferenzraum bis zum guten Kaffee – wirkt wie ein Sog, der die Kollegen gerne wieder ins Büro bringt.
Das Dilemma der Nachhaltigkeit: Wir sprechen über den Spagat zwischen Ressourcenschonung und modernster Technik, wie zum Beispiel den Austausch alter Leuchtmittel gegen LEDs erst am Ende ihrer Lebensdauer.
Psychologie der Instandhaltung: Jacqueline erklärt, warum kleine Defekte wie eine flackernde Lampe oder fehlendes Toilettenpapier die Wertschätzung der Mitarbeiter gegenüber dem Arbeitgeber massiv beeinflussen können.
Jacqueline gibt uns einen faszinierenden Einblick in ein Gewerk, das man oft erst bemerkt, wenn etwas nicht funktioniert. Von Brandschutzkeilen unter Türen bis hin zum „Melden macht frei“-Prinzip bei Defekten – diese Folge verändert euren Blick auf das Gebäude, in dem ihr gerade sitzt.
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Makler & Captive: Das perfekte Tandem
2026/04/01
In dieser Folge spreche ich mit Tobias Winkler, der seit 2023 als Vorstand der Delvag und Geschäftsführer der Albatros die Versicherungsgeschicke der Lufthansa Group lenkt. Tobias gibt uns einen tiefen Einblick in das Innenleben eines Captive-Versicherers und erklärt, warum fundierte Branchenkenntnisse in der Luftfahrt weit über die bloße Schadenzahlung hinausgehen.
Wir beleuchten das Zusammenspiel zwischen dem Versicherungsmakler Albatros und dem Risikoträger Delvag und wie dieses Tandem passgenaue Lösungen für die komplexen Szenarien eines Weltkonzerns entwickelt. Dabei wird deutlich, wie Tobias und sein Team als unverzichtbare Berater agieren und durch Innovationen, wie verkürzte Gesundheitsprüfungen für Piloten, echten Mehrwert schaffen.
Highlights der Episode
Strategisches Tandem:
Tobias erklärt das Zusammenspiel von Albatros als Makler und Delvag als Captive-Versicherer der Lufthansa Group, um Risiken effizient zu managen und maßgeschneiderte Programme zu platzieren.
Innovationskraft durch Daten:
Wir diskutieren, wie die Analyse von Schadendaten, zum Beispiel bei Auslandseinsätzen von Mitarbeitern, zur Optimierung von Versorgungsnetzwerken und zur Kostenreduktion führt.
Individuelle Absicherungslösungen:
Am Beispiel von Lizenzverlustversicherungen für Piloten zeigt Tobias auf, wie durch den Verzicht auf detaillierte Gesundheitsprüfungen im Kollektiv innovative Produkte entstehen, die im Standardmarkt kaum möglich wären.
Effizienz durch KI:
Tobias teilt seine Vision von KI als Werkzeug zur Prozessoptimierung, das Experten von administrativen Aufgaben entlastet, damit sie sich auf die qualitativ hochwertige Analyse und Beratung konzentrieren können.
Zukunft als Plattformmodell:
Die Vision für Albatros ist die Entwicklung hin zu einem Plattformmodell, das verschiedene Bausteine für die Luftfahrt- und Transportindustrie bündelt und so die Verhandlungsmacht gegenüber dem Markt stärkt.
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AI & Automation Update: Maximale Effizienz mit KI-Workflows
2026/03/25
In dieser Folge treffe ich mich mit Thomas Fröhlich zu unserem monatlichen KI-Update – dieses Mal passenderweise an einem Freitag, um das Wochenende mit ordentlich Inspiration einzuläuten. Wir tauchen tief in unsere privaten und beruflichen Experimente mit Künstlicher Intelligenz ein und diskutieren, wie sich unser Alltag durch Tools wie Gemini und Claude rasant verändert.
Ich erzähle dir, wie ich Gemini mittlerweile für fast alles nutze: von der Rettung meiner alten Lederschuhe durch detaillierte Pflegeanleitungen bis hin zum effizienten "Konsumieren" von YouTube-Videos, indem ich mir einfach die Key-Insights zusammenfassen lasse. Thomas berichtet von seinen Erfahrungen bei der Urlaubsplanung für Österreich, bei der die KI verschiedene Transportmittel unter Berücksichtigung aktueller Spritpreise und Komfortfaktoren gegeneinander abgewogen hat.
Wir besprechen außerdem die moralischen und praktischen Grenzen von KI-Chatbots – von ihrer Rolle als therapeutische Begleiter bis hin zu kuriosen Fehlern wie dem "Erdbeeren-Problem" bei ChatGPT. Ein großes Thema ist die Zukunft von Apps: Wird die KI zum Betriebssystem, das Apps als bloße "Skills" nutzt und damit das klassische Interface, wie wir es kennen, überflüssig macht?.
5 Highlights der Episode:
KI als praktischer Alltagshelfer:
Wie ich Gemini nutze, um Ledercreme richtig zu dosieren oder YouTube-Videos in Sekundenschnelle zu analysieren.
Die komplexe Urlaubsplanung:
Thomas zeigt, wie KI Dimensionen wie Preis, Zeit und Flexibilität für die perfekte Reise nach Österreich kombiniert.
Der "Therapeut" im Smartphone:
Warum Coaching und Therapie aktuell die Top-Anwendungsfälle für KI-Modelle wie ChatGPT sind.
Bücher werden interaktiv:
Die Möglichkeit, Sachbücher in Custom GPTs zu verwandeln, um direkt mit dem "Autor" und dessen Wissen zu chatten.
Das Ende der Apps?:
Unsere Diskussion über Claude Co-Work und die Vision eines Betriebssystems, in dem Software nur noch als Hintergrund-Skill fungiert.
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Der agile Versicherer
2026/03/18
In dieser Episode tauche ich tief in die Welt der digitalen Transformation der Versicherungsbranche ein. Gemeinsam mit meinen Gästen, Dr. Sebastian Schulz (Vorstand bei Pentadoc) und Timm Hendrik Krieger (Leiter Transformation bei Signal Iduna), diskutiere ich, warum echte Veränderung weit über Technologie hinausgeht und wie man kulturelle Widerstände in einer Branche überwindet, die traditionell auf Stabilität statt auf Geschwindigkeit setzt.
Die Highlights der Folge:
Komplexität statt Trägheit:
Wir räumen mit dem Vorurteil auf, Versicherer seien einfach nur langsam. Vielmehr sorgt die enorme fachliche und technische Komplexität dafür, dass Sicherheit oft vor Tempo geht.
Kulturwandel durch Struktur:
Timm erklärt, wie Signal Iduna seit 2016 radikale agile Strukturen eingeführt hat, um Business und IT enger zu verzahnen und Entscheidungsprozesse drastisch zu verkürzen.
Transformation muss geführt werden:
Sebastian betont, dass man Technologie zwar kaufen kann, echte Transformation aber Führung braucht. Er beschreibt den "Mut-Rahmen", den Unternehmen benötigen, um den ersten Schritt wirklich zu wagen.
KI als Beschleuniger:
Wir sprechen darüber, wie generative KI wie Google Gemini bereits operativ genutzt wird, um innerhalb von nur sechs Monaten neue Assistenten für Tausende Mitarbeiter auszurollen.
Vom Silo zum Squad:
Erfahre, warum der Wechsel von klassischen Projektstrukturen hin zu dauerhaften, crossfunktionalen Teams (Squads) der Schlüssel für eine bessere User Experience und höhere Mitarbeiterzufriedenheit ist.
Wir debattieren hitzig darüber, ob Benchmarks gegenüber Wettbewerbern ausreichen oder ob der wahre Druck nicht vielmehr von den Erwartungen der Kunden und Vermittler kommt, die heute digitale Exzellenz gewohnt sind. Wenn du wissen willst, wie man 4.000 Menschen in ein agiles Betriebssystem überführt und warum das Fundament entscheidender ist als jedes glänzende Frontend, dann solltest du diese Folge auf keinen Fall verpassen!
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Vertrieb 2.0: Coaching-Scams vs. Echter Erfolg
2026/03/11
In dieser Folge spreche ich mit Thorben Schwarz, neuer Practice Lead Insurance Sales bei Piela und Co., über einen faszinierenden Wandel in der Versicherungsbranche. Während klassische Agenturen oft händeringend nach Nachwuchs suchen, erlebt der Strukturvertrieb gerade ein massives Comeback bei der Generation Z. Thorben beobachtet diesen Markt seit 25 Jahren und erklärt mir, warum dicke Autos und glitzernde Uhren auf Instagram plötzlich wieder ziehen.
Wir tauchen tief in die Welt der Finanzcoaches ein und besprechen, wie dieses Lebensgefühl von Erfolg und Freiheit junge Menschen triggert – auch wenn dahinter oft fragwürdige Praktiken oder fehlende Fachausbildungen stecken. Wir beleuchten das Dilemma der großen Versicherer, die einerseits seriös bleiben wollen, aber andererseits den Anschluss an eine Generation verlieren, die Beratung lieber online und „auf Augenhöhe“ konsumiert.
5 Highlights der Folge
Der Instagram-Effekt:
Warum Statussymbole wie dicke Mercedes und Rolex-Uhren für die Gen Z im Strukturvertrieb wieder funktionieren und welches Lebensgefühl damit verkauft wird.
Coaching-Wildwuchs:
Das Problem mit Finanzcoaches ohne echte Fachausbildung (wie den 34d-Schein), die über Social Media massiv Kunden und Mitarbeiter werben.
Die „Angestellten Selbstständigen“: Der Spagat zwischen der Sicherheit eines Konzerns und der Freiheit eines Unternehmers sowie die rechtlichen Fallstricke dabei.
Individualisierung vs. Konzernmarke:
Warum Versicherer ihren Vermittlern heute erlauben müssen, eigene „Untermarken“ (z. B. als Spezialist für Tierversicherungen) aufzubauen, um authentisch zu bleiben.
Automatisierung im Vertrieb:
Wie moderne Technik und Data Mining den Berateralltag entlasten können, damit wieder mehr Zeit für die eigentliche Kundenberatung bleibt.
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In dieser Folge tauchen wir tief in den zweiten Teil unserer Digital Insurance Show ein, die wir gemeinsam mit Liferay in München aufgezeichnet haben. Wir diskutieren im Expertenpanel, wie Versicherer Kunden langfristig binden können und welche Rolle technologische Visionen dabei spielen.
Es geht direkt zur Sache: Wir sprechen über den harten Wettbewerb durch Vergleichsportale, der Margen drückt und Produkte oft austauschbar wirken lässt. Meine Gäste erklären, warum eine Cool Experience und echte Differenzierung an der Kundenschnittstelle heute überlebenswichtig sind. Dabei beleuchten wir das Konzept der Total Experience, das nicht nur den Endkunden, sondern auch den Makler in den Fokus rückt – denn wenn das Tool Spaß macht, steigt auch die Produktivität.
Ein spannender Punkt ist die Vision, Versicherungen durch Prävention und individuelle Policen wie die „Lars-Fuchs-Police“ fast überflüssig zu machen oder zumindest Schäden aktiv zu verhindern. Wir debattieren zudem kritisch über die Trägheit alter IT-Systeme aus den 70ern, die oft verhindern, dass einfache Dinge – wie der Verzicht auf einen postalischen Brief – schnell umgesetzt werden können.
Meine 5 Highlights der Folge:
Der Fokus auf Total Experience:
Warum eine exzellente User Experience für Makler genauso wichtig ist wie für Endkunden, um im digitalen Ökosystem zu bestehen.
Individualisierung vs. Kollektiv:
Die Diskussion, ob maßgeschneiderte Tarife den klassischen Solidargedanken der Versicherung gefährden oder die Zukunft sind.
Das Erbe der Legacy-Systeme:
Ein ehrlicher Blick darauf, warum die IT-Infrastruktur vieler Versicherer echte Innovationen oft ausbremst.
KI als Effizienz-Turbo:
Wie künstliche Intelligenz dabei hilft, Prozesse wie Schadensmeldungen zu beschleunigen und den „grünen Haken“ beim Kunden zu setzen.
Einfachheit gewinnt:
Warum Amazon-ähnliche Erlebnisse (Bestellung und Rückgabe mit einem Klick) der Maßstab sind, an dem sich die Versicherungsbranche messen lassen muss.
Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf den bequemen Status Quo der Branche und fragen uns: Muss erst ein externer Impuls wie in der Automobilindustrie kommen, damit sich wirklich etwas bewegt?
Die Digital Insurance Show
Ihr wollt am 01. Juli bei der nächsten Digital Insurance Show dabei sein? Schreibt eine kurze Mail an Susan Bröder mit dem Betreff „Event Teilnahme“ und seid dabei!
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“Digital Insurance Show”: Was passiert eigentlich nach dem Vertrieb?
2026/02/25
In dieser Episode nehmen wir Euch mit zurück zu unserer Digital Insurance Show vom 19. November letzten Jahres.
Wir haben dieses intensive Event für Euch in zwei Teile gesplittet: Heute hört Ihr den ersten Teil unserer Aufzeichnung live aus München bei der Bayerischen, bevor in der nächsten Woche die Fortsetzung folgt.
In einer hochkarätigen Runde diskutieren wir gemeinsam mit Martin Gräfer (Die Bayerische), Robert Müthing (Liferay), Lars Fuchs (Domcura) und Fabian Ober (Versicherungskammer) über die Zukunft der digitalen Kundenbeziehung. Wir gehen der Frage auf den Grund, wie Algorithmen emotionale Bindung schaffen können und wo in einer Welt voller Chatbots der entscheidende Platz für den Menschen bleibt.
Unsere 5 Highlights aus diesem ersten Teil:
KI als Loyalitätsbooster: Wir diskutieren die These, ob eine KI durch ständige Verfügbarkeit und Schnelligkeit eine tiefere Verlässlichkeit und damit Loyalität erzeugen kann als jeder menschliche Kontakt.
Das ChatGPT-Experiment:
Martin Gräfer teilt seine verblüffende Erfahrung, wie detailliert und fachlich korrekt ihn eine KI zu seiner privaten Krankenversicherung beraten hat – inklusive Hinweisen auf das Versicherungsvertragsgesetz.
Das "Phygital"-Konzept:
Wir beleuchten die Mischung aus physischer Beratung und digitalen Prozessen, bei der gerade komplexe Produkte wie die PKV weiterhin einen menschlichen Ansprechpartner erfordern.
Effizienz durch Automatisierung:
Erfahrt, wie die radikale Automatisierung von Standardprozessen Maklern die nötige Zeit zurückgibt, um sich wieder voll auf die individuelle Kundenberatung zu konzentrieren.
Die Macht der Kooperation:
Die Runde debattiert darüber, warum die Branche bei IT-Lösungen und Datenstrukturen enger zusammenrücken muss, um echte Effizienzgewinne für alle Beteiligten zu realisieren.
Wir blicken für Euch hinter die Kulissen der digitalen Transformation und analysieren, warum gerade die Kombination aus Hightech und menschlicher Empathie die Zukunft der Versicherungswelt prägen wird.
Hört jetzt in den ersten Teil rein und seid gespannt auf die Fortsetzung in der kommenden Woche!
Die Digital Insurance Show
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AI & Automation Update: Feature, Produkt oder persönlicher Co-Pilot?
2026/02/18
Willkommen zu unserem KI-Update im Februar 2026! Heute habe ich mich wieder mit meinem Kollegen Thomas Fröhlich hingesetzt, um über die wichtigsten KI-Themen des Monats zu sprechen – und ich verrate euch, wir hätten noch stundenlang weiterreden können!
Gleich zu Beginn sind wir tief in eine uralte Diskussion eingetaucht, die durch KI eine ganz neue Relevanz bekommt:
Ist KI ein Feature oder ein eigenständiges Produkt? Ich liebe Thomas' Schraubenzieher-Analogie dazu, die das Ganze perfekt auf den Punkt bringt. Wir sind uns einig, dass KI vor allem als Sparrings-Partner in unserem Alltag eine riesige Rolle spielt – ob für Kochrezepte oder komplexe berufliche Fragen.
Das führt uns direkt zur Frage, ob wirklich jeder zum Prompt-Engineer werden muss. Ich bin der Meinung:
Nein! Aber wir haben beleuchtet, warum das Prompting – ähnlich dem Schreiben eines detaillierten Drehbuchs – eine Fähigkeit ist, die nicht jedem liegt.
Eine weitere große Frage war, ob KI ein "Muss" oder ein "Kann" ist.
Wir haben darüber gesprochen, dass der niedrigschwellige Einstieg ins Gespräch mit KI für jeden möglich und empfehlenswert ist, während die tiefere Integration in komplexe Arbeitsabläufe mehr fordert.
Zuletzt haben wir uns mit der spannenden Frage beschäftigt:
Macht KI uns wirklich produktiver oder schafft sie nur mehr Arbeit? Hier hat Thomas das faszinierende Konzept von "Bad Work, Good Work, Great Work" vorgestellt, und wir haben diskutiert, wie KI uns dabei helfen kann, uns auf die wirklich bedeutungsvollen Aufgaben zu konzentrieren.
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Orchestrierung statt Altlasten
2026/02/11
In dieser Folge tauche ich tief in die Welt der künstlichen Intelligenz ein und spreche mit Dr. Thomas Rodewis, dem Chief Innovation Officer der Versicherungskammer, und Ewa Chocianowska von Dataiku darüber, wie KI die Versicherungsbranche bis 2026 radikal umkrempeln wird. Wir lassen die Phase des reinen Experimentierens hinter uns und schauen uns an, wie KI ganz konkret Business-Ergebnisse liefert und dabei hilft, den massiven demografischen Wandel abzufedern.
5 Highlights der Episode:
Vom Spielzeug zum Werkzeug:
Wir diskutieren, warum die „KI-Party“ des reinen Ausprobierens vorbei ist und Unternehmen nun in der Phase der Verantwortung stecken, in der KI als geschäftskritische Infrastruktur messbare Erlöse bringen muss.
Der Demografie-Hammer:
Thomas erklärt, wie die Versicherungskammer bis 2030 fast ein Viertel ihrer Belegschaft durch den Ruhestand der Babyboomer verliert und warum KI die einzige Rettung ist, um dieses wegfallende Wissen zu kodifizieren und Prozesse am Laufen zu halten.
KammerGPT als Gamechanger:
Ich erfahre, wie die Versicherungskammer mit einer eigenen, sicheren internen GPT-Instanz arbeitet, die bereits von über 50 % der Belegschaft genutzt wird, um E-Mails zu schreiben, Code zu prüfen oder sogar Protokolle zu erstellen.
Abkehr von reiner Produktivität:
Ewa zeigt auf, dass wir neue Metriken wie „Time to Insight“ brauchen, da es nicht mehr nur darum geht, Minuten zu sparen, sondern dem Kunden in Echtzeit das richtige Angebot zu machen, bevor er zur Konkurrenz abwandert.
Demokratisierung der KI:
Wir besprechen, warum KI nicht in der IT-Abteilung versauern darf, sondern in die Hände der Fachexperten – der Aktuare und Schadenmanager – gehört, damit sie zu einem echten Hebel für die Business-Transformation wird.
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Algorithmen statt Aktenstaub
2026/02/04
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Christian Krams, dem CEO der Bavaria Direkt, über den beeindruckenden Expansionskurs des digitalen Versicherers.
Wir tauchen tief in die Zahlen ein und analysieren, wie das Unternehmen sein Beitragsvolumen innerhalb kürzester Zeit massiv steigern konnte.
Christian erklärt mir, warum ein ausgefeiltes Pricing und eine konsequente technologische Ausrichtung die Eckpfeiler ihres Erfolgs sind. Er gibt spannende Einblicke, wie die Bavaria Direkt als digitaler Arm des Konzerns Versicherungskammer agiert und dabei die Vorteile eines jungen Unternehmens mit der Stärke eines etablierten öffentlichen Versicherers kombiniert.
Wir diskutieren außerdem über die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Schadenbearbeitung und im Service. Christian erläutert, warum Standardisierung im digitalen Markt überlebenswichtig ist und wie sie es schaffen, trotz des harten Wettbewerbs auf Vergleichsportalen profitabel zu wachsen. Dabei wird deutlich, dass Erfolg im InsurTech-Bereich kein Zufallsprodukt ist, sondern auf einer präzisen Datenstrategie und der täglichen Disziplin in der Umsetzung beruht.
Highlights der Folge:
Enormes Wachstum:
Die Bavaria Direkt konnte ihr Beitragsvolumen von 240 Millionen Euro Ende 2024 auf aktuell über 380 Millionen Euro steigern.
Pricing als Erfolgsschlüssel:
Durch eine hochpräzise aktuarielle Kalkulation einzelner Risiken bietet das Unternehmen seinen Kunden extrem wettbewerbsfähige Preise an.
Hoher Automatisierungsgrad:
Im KFZ-Servicebereich sind bereits knapp 80% der Prozesse automatisiert, was eine effiziente Abwicklung riesiger Neugeschäftsvolumina ermöglicht.
KI im Einsatz:
Schon lange vor dem aktuellen Hype nutzt das Unternehmen Machine Learning zur Mustererkennung in der Schadenregulierung, um Kosten zu senken und die Bearbeitung zu beschleunigen.
Fokus auf den deutschen Markt:
Trotz internationaler Konkurrenz sieht Christian im deutschen Privatkundengeschäft noch massives Potenzial für weiteres digitales Wachstum.
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MCP und Agentic AI
2026/01/28
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge, in der wir uns mit dem rasanten Wandel in der Technologielandschaft der Versicherungsbranche beschäftigen. Es ist kein Geheimnis, dass digitale Teilhabe und Überleben für Versicherer heute mehr denn je von der Geschwindigkeit der Adaption und der anschließenden Umsetzung abhängen. Standards für Protokolle wie MCP (Model Context Protocol) entstehen in Monaten statt in Jahren – eine Herausforderung, die CIO Jens Becker und Bereichsleiter Markus Kreuzer von der Zurich Deutschland mit einer innovativen "AI Fast Lane" meistern.
In dieser spannenden Unterhaltung tauche ich mit Jens und Markus tief in die Welt der agilen KI-Implementierung ein. Wir sprechen darüber, wie die DA Direkt als "Speerspitze" des Konzerns radikal IT-Change beschleunigt und sich mutig für agentic AI öffnet, statt in bürokratischen Narrativen zu verharren. Jens, CIO der Zurich Gruppe Deutschland seit fünf Jahren, verantwortet die gesamte IT, während Markus, seit knapp drei Jahren bei der Zurich und in der Versicherungsbranche, für alle Applikationen der DA Direkt zuständig ist – von der Softwareentwicklung bis zur Business-Analyse.
Hier sind 5 Highlights aus unserem Gespräch:
MCP – Der USB-C der KI-Agenten: Markus erklärt, wie das Model Context Protocol (MCP) den Large Language Models (LLMs) ermöglicht, nicht nur zu "labern", sondern auch handlungsfähig zu werden. MCP ist ein Standard, der es LLMs erlaubt, auf Bestandsdaten und Backend-Systeme zuzugreifen, Daten zu lesen und Aktionen zu triggern – eine Revolution, die in Windeseile adaptiert wurde, ähnlich dem universellen USB-C-Anschluss.
Geschwindigkeit als neue Währung: Jens betont, dass die technologische Entwicklung nie wieder so langsam sein wird wie heute. Das schnelle Auftauchen und die rasante Adaption von MCP zeigen, dass es keine Zeit mehr gibt, ein Jahr zu warten. Es ist nicht nur ein wahrgenommener Druck, sondern eine Notwendigkeit, um konkrete Business-Probleme zu lösen und Kundenzufriedenheit sowie Geschäftserfolg zu steigern.
Die "AI Fast Lane" – Governance neu gedacht: Wir sprechen über das Herzstück ihrer Strategie. Die AI Fast Lane ist kein Abbau von Kontrollen, sondern eine Reorganisation. Durch Maßnahmen wie gemeinsame Kick-offs aller Stakeholder, die frühzeitig Fragen adressieren können, und das Konzept eines "Kümmerers", der Themen durch den Prozess begleitet, werden bürokratische Hürden drastisch reduziert.
Mindset statt Verbote – Innovation fördern: Jens erklärt, dass es darum geht, ein innovationsfreundliches und offenes Umfeld zu schaffen. Statt neue Technologien sofort zu verbieten oder auf die Warteliste zu setzen, werden sie ausprobiert. Das Mindset ist entscheidend: Man zeigt, dass es geht, indem man es einfach macht, und schafft dann Nachahmer. Hierbei hilft eine Governance, die Risiken aufzeigt, aber dem Fachbereich die Entscheidung über die Akzeptanz der Risiken überlässt.
Agente Teams und iteratives Vorgehen: Markus und Jens geben einen Einblick in die Zukunft der AI mit "Agentic AI". Anstatt eines großen, alleskönnenden LLMs setzen sie auf spezialisierte Agenten, die in Teams zusammenarbeiten, zum Beispiel bei der Bearbeitung von Schadensfällen. Der Fokus liegt dabei auf einem iterativen Ansatz – klein anfangen, schrittweise skalieren und den Business Value beweisen. Das Ziel ist nicht, 20 Agenten zu haben, sondern Kundenzufriedenheit und Effizienz zu steigern.
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AI & Automation Update: Von Chatbots zu Agentic AI
2026/01/21
In dieser neuen Episode unseres KI-Updates werfe ich gemeinsam mit Thomas Fröhlich einen Blick auf das Jahr 2026 und die rasanten Entwicklungen in der Welt der Künstlichen Intelligenz. Wir diskutieren, warum der anfängliche Hype um einfache Chatbots vorbei ist und wieso Versicherer jetzt tief in die Workflow-Automatisierung einsteigen müssen, um wirklich produktiv zu werden.
Hier sind die 5 Highlights unserer Diskussion:
Allianz setzt auf Anthropic: Die Allianz geht über die bloße Nutzung von Chatbots hinaus und integriert das Modell "Claude" tief in ihre IT-Infrastruktur, um komplexe Prozesse zu automatisieren.
Vom Chatbot zur Agentenfamilie: Wir besprechen den Wandel von einfachen Prompts hin zu spezialisierten KI-Teams, bei denen verschiedene "Agenten" wie in einer Stabshierarchie zusammenarbeiten, um Aufgaben von der Dokumentenanalyse bis zur Content-Erstellung zu erledigen.
Das Ende der "Affenarbeit": KI befreit uns endlich vom lästigen Hin- und Herkopieren zwischen Fenstern. Durch Middleware-Lösungen wie Kamunda oder n8n lassen sich heute ganze Prozessketten nahtlos verknüpfen.
KI-Shopping mit Google Gemini: Dank neuer Protokolle wird Gemini zum aktiven Verkaufsagenten, der nicht nur berät, sondern direkt Kauf- und Buchungsprozesse abschließt, was den digitalen Vertrieb revolutioniert.
Schadenbearbeitung in Rekordzeit Am Beispiel der Zürich Versicherung zeigen wir, wie KI die Schadenbearbeitung auf unglaubliche 47 Sekunden drückt und damit die Kundenerfahrung fundamental verbessert.
Wir stecken mitten in einer Phase, in der KI-Systeme lernen, logisch zu planen und eigenständig Probleme zu lösen. Es geht nicht mehr nur um Textgenerierung, sondern um echte Ausführungskompetenz. Wenn du wissen willst, wie du dein eigenes "KI-Team" aufbaust und welche strategischen Weichen du jetzt stellen musst, solltest du dir diese Folge auf keinen Fall entgehen lassen.
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KI, DORA & Altsysteme: So gelingt Tech-Innovation im Konzern
2026/01/14
Herzlich Willkommen zur Fortsetzung meines Gesprächs mit Johannes Rath von der Signal Iduna und Jens Lapinski von Angel Invest.
Wichtiger Hinweis vorab: Bitte beachtet, dass diese Episode bereits am 30. Mai 2025 aufgezeichnet wurde.
Im ersten Teil haben wir darüber gesprochen, was für unglaublich spannende Tech-Innovationen da draußen entstehen. Aber jetzt wird es ernst: Wie bekommt man diese ganze Innovation eigentlich in einen großen Konzern hinein?
Johannes (Transformation, Operations & Strategie bei Signal Iduna) und Jens (einer der aktivsten Super Angels Europas) sind das perfekte Team, um das zu diskutieren. Johannes muss die Innovationen implementieren, und Jens liefert sie.
Wir sprechen darüber, wie man die Realität von Altsystemen, Kostendruck und strenger Regulatorik (Stichwort DORA) mit dem Wunsch nach modernster KI in Einklang bringt. Es geht nicht darum, Innovationspreise zu gewinnen, sondern echte, drängende Probleme zu lösen – wie den demografischen Wandel, der bei Signal Iduna bis 2030 30 % der Belegschaft betrifft.
Hier sind 5 Highlights aus unserem Gespräch:
Das "Sherpa"-Problem:
Wie oft scheitert ein gutes Startup am Einkauf oder an der Compliance? Johannes erklärt, wie ihr Innovation Hub "Signals" als "Sherpa" agiert. Dieses Team begleitet die Startups durch den Konzern-Dschungel und hat so die Onboarding-Zeit drastisch verkürzt.
Reife statt Hype:
Ein wichtiges Learning war, nicht jedem Hype nachzujagen. Johannes gibt zu, anfangs Fehler gemacht zu haben, indem er zu frühe Startups angebunden hat, deren Produkte noch nicht reif waren. Heute fokussieren sie sich auf reifere Lösungen, die nachweislich ein Problem lösen.
Infrastruktur für Ideen:
Es reicht nicht, nur Startups zu treffen. Signal Iduna hat ein ganzes Ökosystem aufgebaut – vom eigenen Hub über das "Technology Briefing Center" bis hin zum Investment in Jens' Fonds –, um einen stetigen Strom an relevanten Lösungen zu garantieren.
Innovation ist ein Marathon:
Johannes betont, dass man beim Thema Innovation einen langen Atem braucht. Viele Innovations-Hubs machen schnell wieder zu. Der Erfolg liegt darin, die unvermeidlichen Tiefschläge auszuhalten und langfristig zu denken, was Versicherer eigentlich gut können sollten.
Die exponentielle KI-Wand:
Jens warnt, dass die Entwicklung von KI exponentiell verläuft. Die Kosten sind massiv gesunken, die Qualität ist explodiert. Wer jetzt sechs Monate wartet, um über KI nachzudenken, ist vielleicht schon zu spät dran.
Das war nur ein kleiner Einblick. Wir sprechen auch darüber, wie Johannes' Team konkret an "agentischen" KI-Systemen arbeitet, um die Produktivität zu steigern.
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