
Werben im Podcast: Eulenfisch
Dieser Podcast hat
35 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Limburger Magazin für Religion und BildungExplizit
Nein
Erstellt am
2020/04/13
Neueste Episode
2026/06/29
Durchschnittsdauer
22 min.
Veröffentlichungsintervall
89 Tage
Beschreibung
Eulenfisch steht für ein Konzept theologischer Erkenntnis: Glaube und Vernunft bzw. Fides et Ratio. Eule und Fisch sind hierfür eine Allegorie. Der Fisch des Glaubens verbindet sich mit der Eule als Vogel der Weisheit zu einem neuen „Wesen“, dem Eulenfisch. Das Magazin will in seinen thematisch ausgerichteten Ausgaben zeigen, wie die scheinbar gegensätzlichen Aspekte von Glaube und Vernunft in einem profilierten Religionsunterricht zusammenfinden. http://www.eulenfisch.de/
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Patrick Roth und die Macht von Traum und Eucharistie
Von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski
Aus der Stille, in die Stille
2026/01/07
Von den Worten des Menschen, dem Klang der Musik und der Stimmung des Schweigens von HOLGER ZABOROWSKI
Die Stille und das Wort des Menschen Aus der Stille kommt alles, was ist. Die Welt ist aus der Stille geboren. Bevor überhaupt etwas war, vor dem Anfang von allem, vor dem Urknall – Wer hätte ihn hören können? Wie klang er? – war die Stille. Die anfängliche, den Anfang ermöglichende Stille ist das Nichts, das allem, was ist, zuvor und zugrunde liegt. Und sie ist als Grund die Offenheit für alles, für all die Möglichkeiten, die sich aus ihr ergeben, all die Worte und Klänge, die Geräusche und Laute, die sich aus ihr hervorwagen. Alles kommt aus der Stille, und so kommt aus der Stille auch der Mensch. Wenn ein Mensch auf die Welt gekommen ist, beginnt er recht bald, laut zu schreien. Dass er schreit, ist ein gutes Zeichen. Er lebt, dieser neue Erdenbürger. Er macht auf sich aufmerksam, drückt Begierden aus, äußert sich. Diese ersten Äußerungen sind elementarer Natur. Sie sind überlebensnotwendig. Menschen teilen diese Fähigkeit, sich bemerkbar zu machen, mit den Tieren, die auch schreien, weinen, jammern können. Es gibt jedoch noch eine andere Weise, in der Menschen sich äußern, in der sie ihr Inneres nach außen wenden, sich zeigen als die, die sie sind. Wenn sie nämlich nicht einfach animalische Laute von sich geben, sondern sprechen, wenn sie ein Wort und noch ein anderes Wort, wenn sie Sätze, Gedanken, Bedeutungsvolles äußern und dies aus ihrem Inneren heraus ins Außen der Welt hinein erklingen lassen. In solchen Äußerungen zeigen sich Menschen, zeigen, dass sie nicht nur etwas sind, etwas Vorhandenes, sondern jemand, eine Person mit Innenleben, das sich in allem, was sie sagt oder tut, mal mehr, mal weniger nach außen wenden kann. Daher ist es fürEltern wichtig, wann ein Kind das erste Wort gesagt hat – und was es genau gesagt hat. War es »Mama«? »Papa«? Oder etwas ganz anderes? Manche Kinder fangen besonders früh an zu sprechen. Andere sind mundfaul und beginnen sehr spät mit dem Sprechen. Doch für alle ist der Moment des ersten Wortes ein entscheidendes Ereignis, das im Gedächtnis der Familie weitergetragen wird – als sei es ein zweiter Geburtstag, ein zweites Zur-Welt-Kommen. Und genau das ist es auch: ein Sich-Zeigen, in dem noch einmal neu die Welt betreten und die Welt angeeignet, zu etwas Eigenem gemacht wird. Denn mit dem ersten Wort tritt der Mensch aus der Stille, in der es für ihn noch keine Worte gibt, sondern nur Laute, heraus. Er lässt diese Stille hinter sich und kommt zur Sprache und dadurch erst in vollem Sinne zur Welt, die sich ihm in Worten eröffnet und die er sich durch Worte erschließt, Wort um Wort, Satz für Satz, ein Wechselspiel, ein Hin und Her von Anspruch und Zuspruch, der Dialog von Mensch und Welt. Aus der wortlosen, wenn auch nicht lautlosen Stille heraus zeigen sich Menschen als Menschen, die, wie Aristoteles sagte, den Logos, das Wort, die Sprache, den Sinn haben, um dadurch zur Welt zu kommen und in ihr Heimat zu finden. Geheimnisvoll ist dieser Übergang, so geheimnisvoll wie überhaupt die Menschwerdung und das Menschsein. Ein Mensch zeigt sich, ein erstes Wort erklingt, und nun lebt er, dieser Mensch, im Gespräch, als Gespräch mit sich selbst, der Welt, anderen Menschen und, wenn er betet, auch mit Gott.
Cover: Jedi Noordegraaf
Das Band zwischen Himmel und Erde
2026/01/07
Über Musik und Spiritualität von MELANIE WALD-FUHRMANN
Mit der Musik scheint es eine besondere Bewandtnis zu haben. In ihren Wirkungen auf den Menschen – seinen Körper, seine Gefühle, sein Bewusstsein – steht sie weit über den anderen Künsten. Und oft genug fühlen sich gerade die intensivsten ästhetischen Erlebnisse mit Musik so an, als könnte man sich ihrer Wirkung nicht entziehen, sei ihr hilflos – wenn auch voll Entzücken – ausgeliefert, gar wie verzaubert. Es nimmt daher nicht Wunder, dass die Mythen etlicher Kulturen den Ursprung der Musik in die Sphären höherer Mächte verlegen und Geister, Götter, Engel oder Heroen als ihre Urheber oder Übermittler ansehen. Man konnte sich offenbar schlicht nicht vorstellen, dass etwas so Wunderbares und Mächtiges allein von Menschen geschaffen sei.
Cover: Jedi Noordegraaf
Warum die Bibel Alte und Junge gleich wichtig nimmt
2025/07/02
Das Verhältnis von Alt und Jung in der Bibel ist anders definiert als in unseren modernen Gesellschaften Europas, in denen Familien zu häufig scheitern und auseinanderbrechen. Das Abschieben der älteren Generation wird verurteilt (Spr 19,26; 23,22; 30,17), ist aber auch Realität. Vor allem Witwen und Waisen leben oft am Rande der Gesellschaft, wenn sie nicht versorgt werden. Idealisiert werden weder Lebensstand, noch Alter, auch nicht das oftmals mühsame Zusammenleben der Generationen. Und doch gibt es einen zentralen Unterschied zu unserer Gegenwart: Menschen rechnen mit Gott in ihrem Leben – in jedem Lebensalter. Entscheidend ist, wie jede Lebensetappe gelebt wird. Der Psalm 90 gibt gute Hilfestellungen dafür, wie man mit der Lebenszeit klug umgehen kann; dabei spielt die göttliche Zeitrechnung ebenso eine Rolle wie die Qualität der geschenkten Zeit. »Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der verging, nur einer Nachtwache gleich.«
(Ps 90,4) Für Gott gibt es kein Gestern und kein Morgen, sondern nur das Heute, die Gegenwart. Für ihn zählt nicht, wie lange ein menschliches Leben währt, sondern welche Bedeutung es hatte und welche Spuren ein Mensch hinterlässt. Der Psalm macht unsere menschlichen Kalender und Uhren ganz klein, aber das Leben eines Menschen groß. »Lehre uns zählen unsere Tage, auf dass wir gelangen zur Weisheit des Herzens.« (Ps 90,12) – diesen Rat gibt der Beter des Psalms. Zur Weisheit des Herzens gehört es, für jeden Tag dankbar zu sein und mit der unberechenbaren Gegenwart Gottes zu rechnen – ob alt oder jung.
Prof. Dr. Beate Kowalski,
Altern. Oberstufe der Lebensschule
2025/06/26
Altwerden ist mehr als biologischer Verfall – es ist ein Kapitel voller Chancen, Reifung und Menschlichkeit. Alter ist kein Defizit,sondern die letzte Bildungsstufe des Lebens.
von FRANZISKUS VON HEEREMAN
Unterwegs sein. Von den Erfahrungen des Pilgerns
2024/12/15
Beitrag: Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Universität Erfurt
Wir sind nur Fremde und Gäste auf Erden
2024/12/15
Beitrag: Prof. Dr. Beate Kowalski, Universität Dortmund
Vom stillen Skandal der Ignoranz
2024/06/20
Beitrag: Prof. Dr. theol. habil. Wolfgang Beck, Phil.-Theol. Hochschule Sankt George in Frankfurt a.M.
Bildung zur Freiheit
2024/06/19
Beitrag: Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Universität Erfurt
Über die Ausweitung der Kampfzone
2023/12/29
Beitrag: Michael Hochschild
Cover: Banksy: Die Soldaten
Wohlwollen und Versöhnung - Vom Frieden sprechen – im Schatten des Krieges
2023/12/29
Beitrag: Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Universität Erfurt
Cover: Banksy: Die Soldaten
Zum Artikel: https://www.eulenfisch.de/magazin/ausgaben/02-2023-krieg-und-frieden/holger-zaborowski-wohlwollen-und-versoehnung/
Das Selbstbestimmungs paradox der Berufung
2023/07/17
Das Selbstbestimmungsparadox der Berufung
Was bedeutet das lebenslange Lernen für die Berufung in der Welt von heute? Ein Beitrag von Michael Hochschild in der Eulenfischausgabe 1_2023.
Michael Hochschild begann seine religionssoziologischen Studien bei Niklas Luhmann und Franz-Xaver Kaufmann. Heute lehrt er als Zeitdiagnostiker in Paris und forscht über die hereinbrechende Zukunft einer postmodernen Welt und ihrer neuen Zivilisationsformate.
Cover: Eulenfischfischausgabe 1 2023, Copyright: Cornelia Steinfeld
(Be-)Ruft Gott Menschen?
2023/07/17
(Be-)Ruft Gott Menschen?
Dass Gott Menschen beruft, ist eine jüdisch-christliche Zentralüberzeugung. Doch immer wieder werden diesbezüglich Zweifel laut. Ist diese Annahme im 21. Jahrhundert noch vertretbar? Ein Beitrag von Prof. Dr. Ursula Schumacher in der Eulenfischausgabe 01_2023.
Prof. Dr. Ursula Schumacher hat an der Universität Luzern den Lehrstuhl für Dogmatik inne. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Gnadentheologie sowie die Theologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Cover: Eulenfischfischausgabe 1 2023, Copyright: Cornelia Steinfeld
Frei sein - Spiritualität in der ökologischen Krise
2023/02/08
Ein Beitrag von KATRIN BEDERNA in der Eulenfischausgabe 02_2022.
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