
Werben im Podcast: desire lines - Podcast
Kategorien
Dieser Podcast hat
214 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
desire linesExplizit
Nein
Erstellt am
2020/06/02
Neueste Episode
2026/10/07
Durchschnittsdauer
31 min.
Veröffentlichungsintervall
9 Tage
Beschreibung
Willkommen am desire lines-Lagerfeuer – hier diskutieren wir die großen narrativen Stränge in der Rad-, Outdoor- und Bergsport-Branche. Mein Name ist Norman Bielig und ich treffe mich hier am Lagerfeuer mit Marketeers, Creator*innen, Kreativen und Verantwortlichen dieser Branchen zum Gespräch. Ungezwungen und dennoch gehaltvoll. Ganz unprätentiös - einfach aus dem Wunsch heraus Erfahrungen und Gedanken zu teilen und andere daran teilhaben zu lassen. Willkommen am desire lines Lagerfeuer.
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Culture Collabs // dl notes #12
2026/10/07
Kollaborationen im Kulturbereich sind noch immer eher die Ausnahme im Outdoorsportbereich. Durch Gonsos Jubiläumsausstellung und den Circle Pit-Launch von Adidas und Satisfy inspiriert überlege ich, wie solche Kollaborationen aussehen können, welchen Mehrwert sie stiften und warum sie gerade im Outdoorsport noch viel Potenzial zur Differenzierung haben.
#189: Markus Bauer (Bike IQ & Brody Bike Service) I Wie wird Bikeservice wirtschaftlich rentabel?
2026/09/30
Markus Bauer war Mountainbike-Profi und 2017 Deutscher Meister im MTB-Marathon — bis sein Team auf E-Bikes umschwenkte und er ohne Sponsor dastand. Heute betreibt er mit Brody Bikeservice in Freiburg eine Werkstatt, die konsequent nichts verkauft, sondern nur repariert — und mit Bike IQ eine Software, die daraus entstanden ist und heute andere Werkstätten digitalisiert.
In dieser Folge sprechen wir über:
Seinen Weg vom Leistungssport in die Selbstständigkeit — und warum ein Karriereknick oft der eigentliche Startpunkt istDas Prinzip „Reparieren statt verkaufen": wie eine Werkstatt ohne Neuradverkauf funktioniert und warum das ein Vorteil sein kannBike IQ: wie aus einem internen Tool für die eigene Werkstatt ein Produkt für die ganze Branche wurde
Gäste-Links:
Brody Bikeservice: https://www.brody-bikeservice.comBike IQ: https://www.bike-iq.com
Coming of Age in der Markenentwicklung // dl notes #11
2026/09/23
In meiner späten Jugend und auch darüber hinaus habe ich Coming of Age-Geschichten und Filme geliebt. Geschichtenvom Werden. Es ging um Entwicklung, um Scheitern, wieder Aufstehen, um Missgeschicke, um das Erwachsen werden. Es ging eben nicht so sehr um das Sein oder das was man darstellte. Oder eigentlich auch, aber eben eher die Suchedanach. Vieles war fluide, und man versuchte eine Annäherung an die Vorbilder zu erreichen, nur um irgendwann eben seinen eigenen Weg zu finden. Und vielleicht ist das für Marken ein guter Weg - mehr Entwicklung, mehr Raum geben und weniger einfach nur sein.
Link zum Buch:
https://bikepackingbande.de/
#188: Christopher Junge & Benjamin Alt (ORTOVOX) I Wie führe ich eine neue Sportart authentisch in die Markenwelt ein?
2026/09/16
Wie kommt eine Bergsportmarke mit 45-jähriger Geschichteglaubwürdig ins Mountainbike-Segment? Und was lernt man, wenn man im Bikepark fragt, ob die Leute einen kennen — und die Antwort Nein ist? Christopher Junge und Benjamin Alt von Ortovox erzählen, wie der MTB-Markteinstieg wirklich ablief.
Wer fährt hier eigentlich? // desire lines notes #9
2026/09/09
Wer fährt hier eigentlich und mit wem kommunizieren wir in der Radbranche?
Strava meldet für 2024 ein Wachstum von 11% bei Fahrerinnen. Ältere Nutzer (61+) legen die meisten Kilometer des Jahres zurück. E-Bikes demokratisieren den Sport, machen ihn zugänglicher für Menschen, die früher nicht mitgefahren wären. Und das Bild in Kampagnen, auf Landingpages, in Tourismusprospekten? Athletisch. Männlich. 35–45. Bergkulisse. Perfektes Licht.
1. Das Bild hinkt der Realität um mindestens fünf Jahre hinterher. Die Zielgruppe hat sich verschoben – durch E-Bikes, durch demografischen Wandel, durch veränderte Mobilitätsmuster. Wer heute noch ausschließlich den sportlichen Typ zeigt, kommuniziert an 80% seines Marktes vorbei. Das ist keine progressive Forderung, das ist Grundlagenmarketing.
2. „Aspiration" ist keine Ausrede mehr. Das Argument „Wir zeigen das angestrebte Ich, nicht das tatsächliche Ich" funktioniert bei Parfüm. Bei einem Produkt, das Teilhabe verspricht, grenzt es aus. Wer das E-Bike als Einstiegsmöglichkeit vermarktet und dazu einen Hochleistungsathleten zeigt, schickt widersprüchliche Signale.
3. Bilder definieren, wer willkommen ist. Kommunikation ist nicht nur Botschaft – sie ist Einladung oder Ausschluss. Tourismus-Destinations, die nur eine bestimmte Art von Reisenden zeigen, signalisieren allen anderen: Ihr seid hier nicht gemeint. In gesättigten Märkten ist das eine Entscheidung gegen Wachstum.
#187: Christian Bollert (detektor.fm) I Wie ist dein Blick auf die Fahrradbranche?
2026/09/02
Christian Bollert hat detektor.fm vor 17,5 Jahren mitgegründet – aus einem Leipziger Kulturpodcast im Kinderzimmer ist ein Podcast-Label geworden, das unter anderem Antritt (den Fahrradpodcast), den Brand Eins Podcast und das Ostdeutschland-Projekt Dazwischen produziert. Im Gespräch geht's um Geschäftsmodelle, Host-Nähe als Erfolgsfaktor, den Blick von außen auf die Radbranche – und warum Podcast-Werbung dort noch viel Potenzial liegen lässt.
Worum geht's?
17,5 Jahre Podcast-Geschichte: Von vier Freund:innen mit Mikro im Kinderzimmer zum Label mit Radiosender, Auftragsproduktionen und eigenen Formaten – und warum sich der Fokus 2015/16 komplett gedreht hat (Radio wächst 2–4 %, Podcast teils 100–150 % pro Jahr).Das Geschäftsmodell: Ein Drittel Werbung, ein Drittel Auftragsproduktion (für Spiegel, SZ & Co.), ein Drittel "der Rest" – Events, freiwillige Zahlungen, Förderungen.Warum Nähe zur Redaktion zählt: Bollert glaubt an Hosts, die tief in der Recherche stecken – nicht an eingekaufte Reichweite. Sein Punkt: Creator-Podcasts mit gemietetem Gesicht sind oft nach ein bis drei Jahren durch, weil das Gesicht "ausgebrannt" ist.Dazwischen: Das neue Sachsen-Anhalt-Projekt mit dem Media Forward Fund. Bollerts These: Nach der Wiedervereinigung wurden die ostdeutschen Medienhäuser komplett von westdeutschen Verlagen übernommen – anders als 1945, als vor Ort neue Lizenzen vergeben wurden. Ergebnis bis heute: kaum eigenständiger Regionaljournalismus, viel "Ossi"-Klischee statt Differenzierung.Antritt bewusst breit statt nischig: Kein Rennrad-, MTB- oder Sport-Podcast, sondern alles rund ums Fahrrad – von Radwegrückbau in Berlin bis Eurobike-Politik. Reichweite: 40.000–70.000 Hörer:innen im Monat.Kein Erfolgsmuster erkennbar: Bollert sagt offen, dass sich Top-Folgen nicht planen lassen – eine Schutzblech-Folge kann floppen oder abräumen, ganz unabhängig vom Thema. Klickoptimierung sei "mindestens im Antritt gar nicht möglich."Die Radbranche von außen betrachtet: Corona-Boom → Überbestellung → Lieferkettenchaos (Suezkanal) → Kaufzurückhaltung durch Ukraine-Krieg und Energiepreise → aktuell starker Konsolidierungsdruck, sichtbar auch im Eurobike-Streit.Konservativ als Stärke und Schwäche: Die Branche übersteht Krisen laut Bollert stabiler, weil sie wenig Risiko eingeht – riskiert damit aber, Transformationen zu verschlafen. Sein Vergleich: die deutsche Autoindustrie und die E-Mobilität.Podcast-Werbung als First-Mover-Chance: Emotionale Bindung zur Stimme schlägt Reichweite – Studien zufolge hört der Großteil Werbung im Podcast einfach mit, statt zu skippen. Bei Antritt sieht Bollert eine Verschiebung weg von Rabattcodes hin zu reinem Markenaufbau (Beispiele: Versicherungen, Apple Watch).Was macht eine Rad-Story für Brand Eins interessant? Große Transformationen und Übergänge – Generationenwechsel, Kreislaufwirtschaft-Experimente, Vier- statt Sechstagewoche. Reine PR-Erfolgsmeldungen eher nicht.
Warum Marken nicht vergessen sollten? // desire lines notes #10
2026/08/26
Viele Marken behandeln jede neue Kampagne wie einen Neustart. Dabei ist das teuerste, was eine Marke tun kann, das Kapital der letzten Geschichte wegzuwerfen.
In dieser notes-Folge beschäftigen wir uns mit drei Argumenten für eine konsistente Kommunikation:
1. Kampagnen verbrauchen Budgets. Narrative bauen Kapital.
2. Narrative Frames sind Referenzgeschichten, keine Briefing-Templates.
3. Narrative Kontinuität ist ein Produktionsvorteil.
#186: Leonie Stüken (Rad & Sport Blaichach) I Wie entwickel ich als Laden eine Community?
2026/08/19
Mit Leonie Stüken von Rad & Sport Blaichach spreche ich über ein gelungenes Ladenkonzept, Servicequalität und vor allem ihr Communitybuilding über Events. Willkommen am desire lines-Lagerfeuer Leonie Stüken.
185: Dr. Robert Peschke (Little John Bikes) I Wie schafft man eine erfolgreiche Sortimentserweiterung?
2026/08/05
Mit Dr. Robert Peschke von Little John Bikes spreche ich über das Gravelland und welche Herausforderung es für den Filialisten mit sich bringt eine solche sportive Sonderfläche an den Start zu bringen. Natürlich schweifen wir auch etwas ab und kommen über Servicequalität zur Sortimentsgestaltung. Willkommen am desire lines-Lagerfeuer Dr. Robert Peschke.
#184: Karla Sommer (Velokin) I Wie wird Radfahren zugänglicher?
2026/07/22
Mit dem Gespräch mit Karla Sommer beginnt eine kleine Serie von Aufnahmen von der diesjährigen Eurobike. Karla ist Handelsvertreterin, Beraterin und engagiert bei Women in Cycling Germany. Wir sprechen über den Fachhandel, QuickWins und die aktuellen Arbeiten von Women in Cycling Germany. Willkommen am desire lines-Lagerfeuer Karla Sommer.
Ingredient Brands // desire lines notes #8
2026/07/15
Viele Bike-Brands sind de facto Assembler mit Logo. Zulieferer für Antrieb, Federung und Motoren bauen systematisch eigene Markenmacht beim Endkunden auf — sie verkaufen ihre Technik als eigenständiges Lifestyle- oder Qualitätsversprechen, unabhängig davon, an welchem Bike sie hängt. Der informierte Käufer kauft in Teilen die Komponente, das Bike kommt erst danach. Viele Bike-Marken nutzen das als Ausrede, keine eigene Identität zu entwickeln — eine Falle, weil sie damit die eigene Preisspirale erst auslösen: Treiben Zulieferer-Marken die Kaufentscheidung, differenziert das Bike nur noch über Preis und Spec-Sheet, und der nächste Anbieter hat dieselbe Spec für weniger Geld. Einzelne Marken entkommen dem, indem sie eigene Themen, Kultur und Community statt nur Technik verkaufen.
Logo runter vom Bike — was bleibt? Welche Werte, Geschichte, Haltung erkennt man noch?Ist das ein Marketing- oder ein strategisches Problem? Beides — ohne eigene Identität in der Produktentwicklung keine glaubwürdige im Marketing.Warum ist das in der Automobil-Branche kein Problem, in der Bike-Branche schon? Weil dort die Hauptmarken zu stark sind, um überschrieben zu werden — viele Bike-Marken sind dafür zu schwach.
#183: Tim Teale (ADLIPS Branding Studio) I Wie können Markenentwicklung und Storytelling der Radbranche helfen?
2026/07/08
Tim Teale leitet das ADLIPS Branding Studio. Er unterstützt die Radbranche auf ganz unterschiedlichen Ebenen in der unternehmerischen Entwicklung. Gerade im Bereich der Markenentwicklung sieht er große Möglichkeiten für die Branche sich zu entwickeln und den Kuchen für alle Beteiligten zu vergrößern. Was das mit der Darstellung von würdevollem Radfahren und einem Fokus auf Kultur zu tun hat teilt er in dieser Folge.
Community-Driven Product-Development / desire lines notes #7
2026/07/01
In dieser Folge spreche ich darüber, wie gemeinsam mit einer Community ein Produkt entwickelt werden kann. Welche Vorteile das hat, welche Herausforderungen sich hier stellen und wie Raphaela Franke das mit Raphroxs konkret gemacht hat.
#182: Eric Bahr (kineticworks) / Innovation vs. Implementierung
2026/06/24
Wie geht man damit um, wenn man eine tolle Innovation hat, der Markt sie aber nicht annimmt? Über dieses Dilemma, aber auch den Weg nach vorn spreche ich mit Eric Bahr von kineticworks.
Produktdesign & First Principle / desire lines notes #6
2026/06/17
Produktdesign stellt oft fundamentale und ganz grundlegende Fragen. Das First Principle ist aus meiner Sicht ein starkes Tool um in gewachsenen Organisationen, aber auch in Innovationsprozessen pointierte Antworten zu finden. Selber nutzen wir es auch um in Kommunikationen zum Kern vorzudringen und eine möglichst starke Verdichtung voranzutreiben.
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