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MeltingPod - Migration im Dialog

Werben im Podcast: MeltingPod - Migration im Dialog

Dieser Podcast hat
64 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2020/07/18
Neueste Episode
2026/09/22
Durchschnittsdauer
52 min.
Veröffentlichungsintervall
55 Tage

Beschreibung

MeltingPod - Migration im Dialog: der Podcast des Nachwuchsnetzwerkes des Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen. Die Corona-Pandemie hat uns auf die Idee gebracht, einen Podcast zu starten, um eine Plattform für Netzwerkarbeit, zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und dem Wissenschafts-Praxis-Transfer im Bereich der interdisziplinären Migrationsforschung zu bieten. Wir sprechen hierbei als Nachwuchswissenschaftler:innen mit anderen Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedensten Fachgebieten, die zum Thema Migration forschen. Der Podcast behandelt Themen, mit denen sich die junge Migrationsforschung beschäftigt und gibt somit einen Einblick in das Forschungsfeld über die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen hinweg.

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Mit Selma Güney über die Selbstpositionierung von Muslimas in digitalen Räumen
2026/09/22
Mit Selma Güney sprechen wir über die Selbstpositionierung von Muslimas in digitalen Räumen. In deren Dissertation untersucht Selma, wie muslimische Medienmacherinnen digitale Räume nutzen, um sich gesellschaftlich zu positionieren und Fremdzuschreibungen zu widersprechen. Einigen Medienmacherinnen geht es dabei darum, überhaupt als gesellschaftliches Subjekt wahrgenommen zu werden, sichtbar zu werden, anderen darum, sich provokativ eindeutigen Zuschreibungen zu entziehen. Außerdem gibt Selma Einblicke in deren qualitativen Forschungsprozess und die besonderen forschungsethischen Fragen, die mit Interviews zu Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen verbunden sind. Wir sprechen über Vertrauen und Nähe im Forschungsprozess, die eigene Positionierung als Forscher*in, den Umgang mit sensiblen und persönlichen Erzählungen und darüber, welche Verantwortung entsteht, wenn Menschen Einblicke in ihre Biografien geben. Zum Abschluss diskutieren wir, warum Zuhören, gründliches Einlesen und die Reflexion der eigenen Perspektive in der Forschung zu marginalisierten Gruppen unverzichtbar sind. Eine Folge über digitale Sichtbarkeit, gesellschaftliche Macht und darüber, wer selbst sprechen kann und wem zugehört wird.
Manuel Diaz Garcia über Migration, AfD-Wahl und politische Repräsentation
2026/07/15
Wer wählt die AfD und warum? Viele Wahlforscher*innen beschäftigen sich genau mit dieser Frage. Vor allem bei sogenannten Russlanddeutschen sei die AfD besonders beliebt und auch zunehmend mehr türkeistämmige Menschen würden ihr Kreuz bei der rassistischen Partei setzen. Mit Manuel Diaz Garcia (Universität Duisburg-Essen) gehen wir diesen Aussagen auf den Grund, prüfen, was Mythos ist und was wirklich dahintersteckt. Darüber hinaus sprechen wir mit ihm über die politische (Unter-)Repräsentation marginalisierter Gruppen und über das Thema Migration im Wahlkampf.
Nico Mokros über die Mitte-Studie, Rechtsextremismus und die Sozialisation zur Mündigkeit
2026/05/14
Mit Nico Mokros sprechen wir über rechtsextreme Einstellungen in der deutschen Gesellschaft und die Erkenntnisse der sogenannten Mitte-Studien. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wer die „Mitte“ eigentlich ist, wie die Daten erhoben werden und welche Missverständnisse rund um die Studie immer wieder auftauchen. Außerdem gibt Nico Einblicke in seine eigene Forschung: In seiner Promotion arbeitet er mit den Daten der Mitte-Studien und untersucht, welche Rolle intergenerationale Prägungen für autoritäre Einstellungen spielen. Dabei wird deutlich, warum der Blick auf Elterngenerationen und familiäre Sozialisation zentral ist, um gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Eine Folge über gesellschaftliche Selbstbilder, autoritäre Dynamiken und die Frage, wie politische Einstellungen über Generationen hinweg weitergegeben werden.
Dorothea Biaback Anong über Migrationsregime und Selektivität in drei Weltregionen
2026/03/22
In dieser Folge sprechen wir mit Dorothea Biaback Anong (TU Berlin) über Migrationsregime und Freizügigkeitspolitiken in drei globalen Kontexten: Mercosur, EU und ECOWAS. Wir sprechen über die methodische Umsetzung des Forschungsprojektes in diesen drei Regionen. Außerdem teilt Dorothea anschließend mit uns die interessanten Ergebnisse aus ihrer Dissertation „Decentering Europe - Comparing Selectivity in Regional Migration Regimes“. Entlang der Ergebnisse zeigt sie auf, warum Europa in unserem Nachdenken über Migration dezentralisiert werden sollte, welche unterschiedlichen Selektionsmechanismen sich für Immigration in den drei Regionen zeigen und wie sich die Unterschiede erklären lassen.
Dilan Bor und Ekrem Keskin über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Gastarbeiter*innen
2026/01/14
In dieser Folge sprechen wir mit Dilan Bor und Ekrem Keskin über ihre Erfahrung in der Erforschung eines sehr persönlichen Themas: die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Gastarbeiter*innen im Ruhrgebiet. Die beiden studieren im dualen System Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Migration-Integration an der Fachhochschule Dortmund und haben bei Prof. Dr. Emra Ilgün-Birhimeoğlu ein Lehrforschungsprojekt besucht, das sich diesem Thema widmete und in einer Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) und dem Hoesch Museum Dortmund mündete. Dilan und Ekrem berichten uns von ihren Erfahrungen im Forschungsprozess zu einem Thema, das in ihrer eigenen Familiengeschichte verankert ist, wie sie mit der emotionalen Nähe umgegangen sind und zeichnen in den Erkenntnissen über die Erfahrungen der befragten Gastarbeiter*innen Kontinuitäten über die Jahrzehnte nach.
Bezahlkarte Stoppen: Im Gespräch mit der Initiative und mit wissenschaftlicher Einordnung von Dr. Marcus Engler
2025/11/14
In unserer 59. Folge sprechen wir über die Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete aus unterschiedlichen Perspektiven. Wir starten nach einem Überblick über das Thema mit einer wissenschaftlichen Einordnung zum Thema von Marcus und erfahren danach von Fritzi alles über die Initiative "Bezahlkarte Stoppen" in Freiburg. Außerdem spricht Andrea vor Ort bei einem Unterstützungsangebot mit Betroffenen. Welche Konsequenzen hat die Bezahlkarte für sie? Und bewirkt sie tatsächlich, dass sie wie politisch als Ziele formuliert Migrationsanreize reduziert und Verwaltungskosten senkt?
Lidwina Gundacker über Komplexität in Integrationsverläufen Geflüchteter und die Lücken von Migrationstheorien
2025/08/14
In dieser 58. Folge sprechen wir mit Lidwina Gundacker (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) über biographische Daten von Geflüchteten und über die Schwierigkeiten, typical integration cases zu erstellen. Das führt zu unserer übergeordnete Fragestellung zur Komplexität des Themas Fluchtmigration und welche blind spots in bisherigen Migrationstheorien eine adäquate quanitative Untersuchung von Integrationsverläufen erschweren. Entlang unterschiedlicher Publikationen von Lidwina kommen wir der Thematik näher und überlegen zum Schluss, wie eine Herangehensweise aussehen könnte.
Salah El-Kahil über eine kritische Reflexion des Konzepts der sog. Clan-Kriminalität
2025/06/14
In dieser Folge sprechen wir mit Salah El-Kahil über das Konzept der sogenannten Clan-Kriminalität. Wir erfahren, wie die verschiedenen Kriminalämter den Begriff unterschiedlich verwenden und was unerlaubtes Baden in Gewässern damit zu tun hat. Zudem diskutieren wir die Herkunft des Begriffs und seine Funktionen. Abschließend thematisieren wir, wie sich der Begriff zu polizeilich unzulässigen ethnischen Kategorien verhält und inwiefern wahrgenommene „Kulturunterschiede” tatsächlich kriminelles Verhalten erklären können.
Dr. Andrea Chagas über Migrationsbeiräte
2025/04/14
Nach einer Pause nun die neue April-Ausgabe, in der wir mit Dr. Andrea Chagas über ihr Amt im Migrationsbeirat Mannheim sprechen. Was ist ein Migrationsbeirat und seit wann gibt es ihn? Welche Aufgaben und Funktionen hat er und wie ist der Mannheimer MIgrationsbeirat zusammengesetzt? Diese und weitere Fragen klären wir mit Andrea durch Ihre Einblicke. Zudem gehen wir noch kurz auf das Partizipations- und Integrationsgesetz (PartIntG) ein und erfahren über Einflussmöglichkeiten von Migrationsbeiräten.
Yannis Wong on the special case of Hong Kong migrants in the UK
2025/02/14
Another episode in English – another important topic. With Yannis Wong, PhD student at the Department of Anglophone Studies at the University of Duisburg-Essen, we discuss his research and delve into the complex world of British immigration policy, focusing on the British National Overseas (BNO) Visa Scheme for Hong Kong residents. Yannis explains how this seemingly humanitarian initiative actually reflects colonial legacies and selective immigration practices. We also look at the hidden narratives behind official and media rhetoric, examining how language is used to justify and normalise historical injustices.
Dr. Jessica Schwittek über transnationale Familien aus Kinderperspektive
2025/01/14
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Jessica Schwittek (Universität Duisburg-Essen) über transnationale Familien aus Kinderperspektive. Wir erfahren dabei, warum der Begriff 'Stayer-children' wichtig ist um die Situation von Kindern in transnationalen Familien zu beschreiben und wie Kinder diese Familienform bewerten und mitgestalten. Außerdem beantwortet Jessica welche methodischen Herausforderungen die Forschung mit Kindern mit sich bringt und warum die generationale Ordnung dabei relevant ist. Abschließend teilt sie ersten Einblicke in das beginnende Folgeprojekt.
Dr. Cihan Sinanoğlu über Ereignisse aus 2024 - ein Jahresrückblick
2024/12/14
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Cihan Sinanoğlu (DeZIM-Institut) und blicken auf ausgewählte Ereignisse des Jahres 2024, die im Zusammenhang mit der deutschen Integrations- und Migrationspolitik stehen und welche Dynamiken wir in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit beobachten. Dabei blicken wir zurück auf die Mobilisierung Anfang des Jahres, die im Zuge der Correctiv-Recherchen entstanden und im weiteren Verlauf auch in die USA zu den Wahlen Donald Trumps zum Präsidenten und sprechen über Parallelen aber auch Unterschiede zwischen den USA und Deutschland. Nach einem Einblick in den Kurzbericht zu Rassismus und Armutsgefährdung sprechen wir über den Rechtsruck in Deutschland, der sich in den Wahlen abzeichnete. Hier sprechen wir über Aktivismus und Wissenschaft sowie Objektivitätsdiskussionen. Cihan Sinanoğlu gibt uns außerdem einen Einblick in die zentralen Findings des Berichts "Rassismus und seine Symtpome" und wir enden die Folge mit einer Einordnung der Auswirkungen des Ampel-Aus auf Wissenschaft.
Wiebke Siedorf über rechtliche Aspekte für Geflüchtete mit psychischen Erkrankungen
2024/10/21
In dieser Folge MeltingPod sprechen wir mit Wiebke Siedorf (Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer) über rechtliche Aspekte im Hinblick auf die Versorgung geflüchteter Menschen mit psychischen Erkrankungen. Welche Regelungen hier die Basis bilden, warum es unterschiedliche Zugänge zum Gesundheitssystem für Geflüchtete gibt und ob dabei Grundgesetz- oder Europarechtsverstöße feststellbar sind, erklärt Wiebke auf Basis ihrer Masterarbeit. Darüber hinaus geht es auch um mögliche Wege, wie Stigmatisierungen und Hemmschwellen im Kontext der Behandlung psychischer Erkrankungen für geflüchtete Menschen abgebaut werden können. ** Anmerkung: Die Aufnahme fand nach der Abstimmung im Bundestag, jedoch vor der Abstimmung im Bundesrat zum geplanten Sicherheitspaket der Bundesregierung statt. **
Dr. Benjamin Etzold über den geographischen Zugang zur Migrationsforschung und das "Gewaltkontinuum" Flucht
2024/09/14
**Triggerwarnung: in dieser Folge wird das Thema geschlechtsspezifische Gewalt behandelt** In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Benjamin Etzold (Bonn International Centre for Conflict Studies) über einen geographischen Zugang zur Migrationsforschung und das "Gewaltkontinuum" der Flucht. Dabei erfahren wir , warum Räume zentral sind, um Migration zu verstehen. Zudem erklärt Benjamin zentrale Begriffe und Methoden der geographischen Migrationsforschung. Abschließend erfahren wir erste Ergebnisse aus seinem aktuellen Forschungsprojekt zu geschlechtsbezogener Gewalt gegen Rohingya in Bangladesch.
Ein literarisch-musikalischer Gruß in eure Sommerpause
2024/08/14
Konferenzen, Urlaub oder sich an den Schreibtisch kleben, so sieht vielleicht für viele Wissenschaftler*innen unter euch der Sommer aus – auch für uns. Wir melden uns trotzdem mit Lese- und Hörempfehlungen und freuen uns im Gegenzug auf Eure Tipps.

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