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FASHION THE GAZE

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Dieser Podcast hat
67 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/09/17
Neueste Episode
2026/09/19
Durchschnittsdauer
51 min.
Veröffentlichungsintervall
39 Tage

Beschreibung

In Fashion The Gaze (dt.: forme den Blick) sprechen Freya Herrmann und Vera Klocke einmal im Monat über die politischen Implikationen von popkulturellen Gegenwartsphänomenen. Von neo-faschistischen Tiktok-Trends über Body Politics und Inszenierungen in aktuellen Filmen und Serien: just trying to make sense of the culture and where the world is headed. Foto: Tini GröbnerAssistenz: Mawuena Mertz

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BERLINOIR: Inszenierungen von Dystopie zwischen "City of Blood" und U8-Videos auf TikTok
2026/09/19
Wir sind zurück aus der Sommerpause und sprechen - ausgehend von der Disney+ Serie „City of Blood“ und TikTok-Videos, die den öffentlichen Raum in Kreuzberg  verhandeln - über dystopische Inszenierungen von Berlin. Wir besprechen Bilder der ausgetrockneten Spree, die Inszenierung von Chaos und analysieren den Armenhass von U8-TikTok-Videos. Mit einer Inszenierungsbeobachtung von Romina Küper! Ab jetzt wieder jeden Monat überall wo es Podcasts gibt :)
TIKTOK KOLLOQUIUM @VOLKSBÜHNE BERLIN: GLOW-UP FASCISM. Looksmaxxing und die Inszenierung des perfekten Körpers
2026/05/29
Gemeinsam mit Schriftsteller_in, Redakteur_in und Pop Culture Icon Hengameh Yaghoobifarah widmen wir uns dem Thema Looksmaxxing. Was als Subkultur in den Tiefen von Incel-Foren begann, flimmert heute durch die FYP-Seiten von Millionen junger Menschen: als Tutorial und nicht enden wollende Transformation. Auf TikTok begegnet uns das Optimierungsversprechen in Form von „Bonesmashing“ bis hin zum „Softmaxxing“, von Skincare-Routinen, die nach klinischer Präzision klingen, bis hin zu Gesichtsanalysen, die den menschlichen Körper in Winkelgrade und Symmetriewerte zerlegen. Der Algorithmus belohnt das Vorher-Nachher, die Verwandlung, den messbaren Fortschritt. Wir fragen, mit welchen neofaschistischen Ideologien die algorithmische Vermessung des Gesichts, die Rückkehr zu pseudowissenschaftlichen Schönheitsidealen und die nostalgische Sehnsucht nach dem „natürlichen“, unverstellten Körper zusammenhängen.  Vielen Dank an das das Team der Volksbühne Berlin – c u in der nächsten Spielzeit!
THE DEVIL WEARS ZARA: Zwischen KI-Dystopie und Lean-In-Feminismus
2026/05/03
In dieser Folge sprechen wir – noch ganz aufgewühlt von der Pressevorführung – über den Film „The Devil wears Prada 2“, der am 30.4. in die Kinos gekommen ist. Wir fragen uns, wie der erste Teil „The Devil wars Prada“ von 2006 gealtert ist, analysieren die Kostümentscheidungen sowie die Inszenierungen von Arbeit, Selbstverwirklichung und Feminismus im neuen Film.
CHEFFLUENCERS: Inszenierungen von Essen zwischen Kontrolle und Exzess
2026/04/03
Zwischen „What I eat in a day”-Videos, „Eat your skincare”-Trends, Protein-Content und Supplement-Ästhetiken verhandeln digitale Essensinszenierungen Körpernormen und produzieren Ideale von Disziplin und Selbstoptimierung. Im Zentrum unserer Analyse stehen die widersprüchlichen Logiken, die digitale Essenspraktiken strukturieren. Zwischen Karottensalat, der als Retinolquelle dient und Oktopus-Döner vom Spieß oszillieren die Inszenierungen zwischen sinnlichem Exzess und asketischer Disziplin, zwischen der lustvollen Zurschaustellung von Nahrung und ihrer Reduktion auf Funktion, Effizienz und Optimierung. Wir analysieren die Videos als Ausdrucksformen eines Körperregimes, das Selbstoptimierung als emanzipatorisches Projekt inszeniert und fragen uns, welche Reinheitsdiskurse mit Essen einhergehen und welche Genussdiskurse durch Plattformlogiken befördert oder unsichtbar gemacht werden. Diese Folge haben wir vor dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen aufgenommen. Unsere volle Solidarität gilt Collien Fernandes und allen Opfern von Partnerschaftsgewalt und Onlinemissbrauch.  Wir werden uns mit dem Thema in einer kommenden Folge auseinandersetzen.
TIKTOK KOLLOQUIUM @Volksbühne: (TRUE) CRIME SCENE TIKTOK
2026/03/07
True Crime ist Deutschlands beliebtestes Mediengenre. Nach erfolgreichen TV-Serien und Podcasts sind wahre Verbrechen jetzt auch in unseren TikTok-Feeds omnipräsent: Sie begegnen uns als Storytimes, in dokumentarisch anmutenden Bildersammlungen und düsteren „get ready with me“-Videos, in denen Content Creator:innen von Gewalt und ungelösten Fällen berichten, während sie ein leichtes Tages-Make-Up schminken. Gemeinsam mit Anne Kunze, Kriminalreporterin und Podcasterin von Deutschlands bekanntestem True-Crime-Podcast Zeit Verbrechen, fragen wir, woher diese Faszination mit wahren Kriminalfällen kommt und analysieren die Inszenierungen zwischen wohligem Voyeurismus, popkultureller Lebenshilfe und kommerzieller Opferausschlachtung. Warum sind bis zu 93% der Hörer:innen von True-Crime-Podcasts weiblich und was macht True Crime gerade für Podcasts, aber auch für TikTok, so anschlussfähig?
PERFORMATIVE OFFLINE: Inszenierungen von Authentizität bei TikTok
2026/01/09
Trendprognosen und TikTok-Forecasts sind sich einig: 2026 wird das Jahr des Analogen. Die „analoge Renaissance“ bahnt sich schon länger an: immer mehr Menschen versuchen zu „unpluggen“, verlassen die sozialen Medien und feiern „physical media“. Wir besprechen Jahresvorsätze, die Creator*innen bei TikTok zwischen „the year of the whimsey“ und „how to burn cds“ ausrufen und hinterfragen die politischen Dimensionen der Online-Flucht zwischen Reaktion auf Broligarchien und der Hoffnung, mehr im Moment zu sein.
TIKTOK KOLLOQUIUM @Volksbühne: Wohnungslosigkeit zwischen Content Strategie und Selbstinszenierung
2025/12/14
Gefakte Spendenaufrufe, performative Hilfsaktionen und Verfolgung von obdachlosen Personen in der Innenstadt. In diesem Live-Podcast analysieren wir – gemeinsam mit der Autorin Janita-Marja Juvonen – die Ästhetiken und Inszenierungsstrategien von Obdach- und Wohnungslosigkeit in den sozialen Medien. Dabei interessieren wir uns insbesondere für TikTok-Videos, in denen Content Creatoren Obdach- und Wohnungslosigkeit inszenieren, um ihre Reichweite zu vergrößern. Welche Bilder entstehen hier, wie werden sie politisch und emotional wirksam, und was verraten sie über Machtverhältnisse und die Ästhetisierung und Kommodifizierung sozialer Ungleichheit – gerade jetzt, in der Weihnachtszeit? Wir freuen uns, falls ihr die Kapazitäten für eine Spende für QUEERHOME*  Wohnraumberatung für LSBTIQ+ habt:  https://www.sonntags-club.de/unterstuetzung/geldspende.php
HÖMMA! Inszenierungen von Ruhrgebiet in Chabos, Euphorie und auf Instagram
2025/11/14
Ob Backdrop, Diversersitätsversprechen, Authentizitätsmarker oder eigene Figur: In dieser Folge beschäftigen wir uns damit, wie genau das Ruhrgebiet in den Serien „Chabos“ (ZDF) und „Euphorie“ (RTL+) inszeniert wird. Wir analysieren die Darstellung der Hafengelände, Trinkhallen und Schrebergärten, beschäftigen uns mit den Darstellungstopoi, die mit dem Ruhrgebiet einhergehen und befragen die Attitüde, mit der das Ruhrgebiet bei Social Media als Synonym für „Echtheit“ und „Herzlichkeit“ besprochen wird. Mit Inszenierungsbeobachtung von Ruhrpott Icon Romina Küper⚒️❤️
TIKTOK KOLLOQUIUM @VOLKSBÜHNE: Ästhetiken von Longevity als rechte Überlegenheitsfantasien
2025/10/17
Bluttransfusionen, High-Tech-Wearables und Supplements: In diesem Live-Podcast analysieren wir – gemeinsam mit Theatermacher*in und Professor*in Caspar Weimann - im Rahmen unseres ersten TIKTOK KOLLOQUIUMS im Roten Salon der Volksbühne Berlin, die Ästhetiken und Inszenierungsstrategien von Longevity und unsterblichen Körpern auf TikTok. Longevity – die Idee eines langen, möglichst gesunden Lebens – geht davon aus, dass Altern ein biologischer Prozess ist, den man verlangsamen oder sogar umkehren kann. Mit Technologien wie Blutverjüngung, Genanalysen oder Bio-Tracking wird der Körper optimiert, kontrolliert und auf Langlebigkeit programmiert. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Gesundheitsvorsorge, Selbstoptimierung und einem transhumanistischen Zukunftsversprechen. Wir analysieren, wie diese Narrative auf TikTok visuell aufgeladen werden und fragen, wie dabei rechtsradikale Reinheitsideale, neoliberaler Transhumanismus und der zukunftsfähige Körper zur Projektionsfläche für Überlegenheitsnarrative werden.
GIRLHOOD: „In die Sonne schauen“ und Inszenierungen auf TikTok
2025/09/22
In Mascha Schilinskis Film „In die Sonne schauen“ begegnen wir Frauen aus verschiedenen Zeitebenen, die Familie, Freundinnenschaft und Gewalt navigieren. Auf TikTok beschreiben FLINTA* die Ambivalenzen des angeschaut-werdens und blicken voller Angst vor einer rechtskonservativer Politik in die Zukunft. Wir besprechen diese Inszenierungen von girl- und womanhood und analysieren die damit einhergehenden Blickkonstellationen, die Darstellungen einer lauernden Rape-Culture und das Versprechen solidarischer Girlgangs.
SPORTY FASCISM: Körperpolitiken zwischen Pilates, Marathon und Skinny-Tok
2025/07/25
Faschistische Sportideale sind bei TikTok in Form von weißen schlanken Körpern und Narrativen zwischen Disziplinierung und Selbstüberwachung omnipräsent. In diesem Live-Podcast, den wir am 15. Juni beim "Sportfest" im Ballhaus Ost Berlin aufgenommen haben, analysieren wir die Implikationen von Ästhetiken zwischen Lululemon-Leggins und Pro-Ana-Lifestyle als Teil eines aktuell zu beobachtenden Rise of Facism. Vielen Dank für die Einladung!  Unsere nächsten Live-Events finden ab diesem September im Roten Salon der Volksbühne Berlin statt. Dort starten wir am 28.9. in unsere neue Reihe "TIKTOK KOLLOQUIUM", in der wir mit Gästen über die Politik von Inszenierungen sprechen. In der ersten Ausgabe geht es um Ästhetiken von Longevity als rechte Überlegenheitsfantasien. Wir freuen uns sehr, wenn ihr kommt!  Tickets gibt es auf der Seite der Volksbühne. https://www.volksbuehne.berlin/de/events/tiktok-kolloquium
BROLIGARCHY: Inszenierungen und Strategien techaffiner rechter Männlichkeit
2025/06/27
In diesem Live-Podcast, den wir auf dem Kurzfilm Fest Hamburg aufgezeichnet haben, sprechen wir über die »Broligarchy« — eine Allianz aus Tech-Bros, Crypto-Kapital und rechter Intellektualität — die Social Media, Mode und digitale Bildwelten strategisch zur Verbreitung ihrer Ideologie nutzt.  Wir werfen einen kritischen Blick auf die Ästhetiken zwischen Hyperminimalismus, martialischer Männlichkeit und Retro-Futurismus und analysieren die Gefahren, die in ihrer Anschlussfähigkeit an popkulturelle Codes liegen. Herzlichen Dank für die Einladung!
TROLLS, MISINFORMATIONEN UND MISOGYNIE: TikTok vor dem Verfahren FKA Twigs gegen Shia LaBeouf
2025/05/30
Mitte Mai ist uns auf TikTok ein Vibe-Shift aufgefallen: In Videos wird die Künstlerin FKA Twigs von Nutzer:innen persifliert und als „unlikeable“ beschrieben. Auffällig ist, dass die Videos im Vorfeld zu ihrem – in diesem September anstehenden – Verfahren gegen Shia LaBeouf erscheinen, den sie wegen sexuellem und emotionalem Missbrauch angezeigt hat. In dieser Folge untersuchen wir die Mechanismen, Narrative und Inszenierungen, mit denen auf sozialen Plattformen teils gezielt Meinung gegen FLINTA gemacht werden – insbesondere, wenn diese über sexuelle oder häusliche Gewalt sprechen. Dabei erinnern wir uns an Prozesse wie Amber Heard vs. Johnny Depp oder die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Blake Lively gegen Jason Baldoni. Wie beeinflussen Algorithmen und virale Trends die öffentliche Wahrnehmung von Betroffenen und Tätern?
POST-WOKENESS ALS ÄSTHETIK: Von Kim K. über Fynn Kliemann zu SkinnyTok
2025/05/02
Während der Begriff „Wokeness“ ursprünglich aus der schwarzen Community stammt und eine politische Wachsamkeit beschreibt, lassen sich angesichts der Verschiebung des politischen Diskurses nach rechts Inszenierungen und Ästhetiken beobachten, die sich als post-woke beschreiben lassen: Sie spielen mit politischer Bedeutung, instrumentalisieren und ironisieren diese aber. Wir analysieren das Phänomen ausgehend von einer Inszenierung von Kim Kardashian mit dem Tesla-Roboter Optimus, der ARD-Doku „Fynn Kliemann - Ich hoffe, ihr vermisst mich“ und Skinnytok bei TikTok. Es geht um  die Normalisierung technofeudalistischer Narrative, weaponized incompetence und die Frage, was die Disziplinierung von Körpern mit faschistischen Idealen zu tun hat.
APOCALYPSE CORE: The White Lotus & Krank Berlin
2025/04/04
In dieser Folge sprechen wir, ausgehend von den Serien „Krank Berlin“ und „White Lotus“, über das für uns allgegenwärtige Gefühl von Apokalypse. Wir analysieren die Inszenierung von dysfunktionalen Beziehungen in einem maroden Gesundheitssystem, widmen uns dem „Duke“ T-Shirt aus „White Lotus“ und besprechen die dystopischen Videos über Medikamentenmissbrauch und sexuelle Gewalt, die uns gerade auf Social Media begegnen.

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