
Werben im Podcast: Marketing im Kopf
Dieser Podcast hat
269 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Luis BinderExplizit
Ja
Erstellt am
2020/10/08
Neueste Episode
2026/10/23
Durchschnittsdauer
20 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage
Beschreibung
In diesem Podcast geht es um die Frage, was notwendig ist, um ein Produkt oder eine Dienstleistung gut vermarkten zu können und was für grundsätzliche Strategien im Marketing verfolgt und ganz leicht umgesetzt werden können. Egal, ob du selbst im Bereich Marketing arbeitest, oder, ob du dich einfach nur für das Thema interessierst, in diesem Marketing-Podcast lernst du alle Grundlagen und Strategien, die aktuell im Marketing verwendet werden.
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Welche Kunden verdienen mehr Vertrieb? - #268
2026/10/23
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wie du Kunden bewerten und daraus die passende Vertriebsbetreuung ableiten kannst. Wir schauen auf den monetären, strategischen und Referenzwert, auf Wachstumspotenziale und den Share of Wallet. Außerdem geht es darum, warum nicht jeder Kunde denselben Vertriebsaufwand und dasselbe Service Level braucht.
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Marketing-News der Woche:
Marriott produziert eine weltweite Kampagne nur vier Wochen
Marriott Bonvoy verändert die Art wie ein Unternehmen internationale Werbekampagnen produziert. Für die neue Markenplattform hat die Hotelkette Creator Content in 10 Ländern an 15 Reisezielen und in insgesamt 20 Hotels erstellen lassen. Zwischen dem Briefing und den fertigen Inhalten lagen nur 4 Wochen. Anstatt auf das perfekt inszenierte Hotelbild zu setzen, setzte Marriott stärker auf persönliche, Einblicke und alltägliche Reisemomente. Die Kampagne umfasst mehr als 1.600 Außenwerbeplatzierungen. Damit wird Creator Marketing immer mehr zur eigentlichen Contentproduktion. Die Creator liefern nicht nur Reichweite, sondern übernehmen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Werbemitteln.
Target holt erfolgreiche TikTok Marken in den stationären Handel
Der US-Händler Target nimmt immer mehr Marken ins Sortiment, die vorher über Social Media bekannt geworden sind. Ein Beispiel dafür ist Mellow Sleep, eine 2025 gegründete Marke für Schlafprodukte, die besonders über TikTok gewachsen ist. Seit Mitte Oktober sind bestimmte Produkte in 550 Target-Filialen erhältlich. Damit soll unter anderem die zuletzt schwächer, gewordene, Wohn- und Einrichtungssparte gestärkt werden. Spannend ist die Verbindung aus social commerce und stationärem Handel: TikTok ist nicht nur für die Produktwerbung gut, sondern entwickelt sich zum Testfeld für neue Marken. Online-Produkte, die erfolgreich werden, bekommen dann die Chance zusätzliche Käufergruppen im Geschäft zu erreichen.
The Verge setzt stärker auf Stammleser als auf Reichweite bei Google
Das Technologie Magazin verändert die Strategie zu Lesergewinnung. Das Team setzt stärker auf Newsletter, Community, Aufbau und Datenanalyse. Hintergrund ist der Rückgang von Webseitenbesuchern über Suchmaschinen. Das Unternehmen möchte so mehr Menschen erreichen, die direkt zurückkommen sich registrieren oder ein Abo abschließen. Das heißt, anstatt ausschließlich Klickzahlen zu optimieren, setzt man jetzt stärker auf langfristige Beziehungen zu Leserschaft.
Otto bringt seine Produktsuche direkt zu ChatGPT
Der Online-Händler Otto integriert sein Sortiment in ChatGPT und hat dafür einen eigenen Plugin umgesetzt. Nutzer sollen sich so direkt innerhalb von ChatGPT zu Produkten beraten lassen können. Ergänzen dazu schaltet das Unternehmen Werbung auf der Plattform.
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Guter Vertrieb muss nicht immer individuell sein - #267
2026/10/16
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wie sich Verkaufsmethoden von standardisierten Gesprächsabläufen bis zur individuellen Beratung unterscheiden. Wir schauen uns Satisfaction Selling, Consultative Selling, Formula und Problem-Solving-Selling an und klären, wann welcher Ansatz sinnvoll ist. Entscheidend sind dabei vor allem die Komplexität des Angebots, die Kundenbedürfnisse und die jeweilige Verkaufssituation.
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Marketing-News der Woche:
Black Friday: Jeder 2 plant mit KI
51 % der potenziellen Black-Friday- und Cyber-Monday-Käufer in Deutschland wollen sich 2026 von KI unterstützen lassen. Im Vorjahr waren es 23 %. Gefragt ist vor allem Hilfe bei Preisen, Rabattprüfung und Produktvergleichen. Vollständig automatisiert einkaufen lassen würden dagegen nur 8 % der Kaufinteressierten. Für E-Commerce und Marketing liegt die Chance damit zunächst in der Recherchephase. Die naheliegende Konsequenz: Produktinformationen und Angebote sollten klar und vergleichbar sein.
Influencer-Marketing wächst schneller als seine KPIs
Zwei Drittel der befragten Marketingverantwortlichen sehen die Erfolgsmessung als größte Schwierigkeit im Influencer-Marketing. Plattformen zählen Aufrufe, Reichweite und Interaktionen unterschiedlich. Doppelt erreichte Personen lassen sich schwer abgleichen. Zugleich fehlt in Unternehmen häufig eine gemeinsame Zuständigkeit für Creator. Die Konsequenz: vor dem Start muss klar sein, ob Bekanntheit, Verkäufe oder andere KPIs zählen. Bezahlte Verbreitung kann zusätzliche Messdaten liefern, ersetzt aber keine einheitlichen Definitionen und klaren Verantwortlichkeiten.
Über Ritter Sport und Kneipp wird geredet
Ritter Sport und Kneipp führen das YouGov-Ranking zum Wachstum der Mundpropaganda in Deutschland an. Beide legen im September gegenüber August um 4,1 Prozentpunkte zu. Dahinter folgen unter anderem Müllermilch, Dove und funny-frisch. Erfasst wird, ob Menschen in den vergangenen 2 Wochen mit Freunden oder Familie über eine Marke gesprochen haben. Dabei zählen positive, neutrale und negative Gespräche. Die Unterscheidung ist aber wichtig: Mehr Gesprächsvolumen zeigt erstmal Aufmerksamkeit. Ob die Marke dadurch beliebter wird oder häufiger gekauft wird, weiß man dadurch aber noch nicht.
Deutlich weniger Kampagnenaufwand dank KI
Mediaplus berichtet über einen deutlichen Rückgang des operativen Aufwands durch sein KI-Modell Plus.AI. Es stehen rund 60 Stunden pro Kampagne, etwa 200 Stunden gegenüber. Das entspricht einer Verringerung um 70 %. KI braucht organisatorische Veränderungen. Die Zeitersparnis alleine sagt aber noch nichts über Werbewirkung oder Ergebnisqualität aus. Beides müsste zusätzlich geprüft werden.
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Warum Abschlüsse allein im Vertrieb nicht alles sind - #266
2026/10/09
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wie Unternehmen ihren Vertrieb strategisch ausrichten und warum nicht jede Verkaufssituation dasselbe Vorgehen braucht. Wir schauen uns Hard und Soft Selling, standardisierten und adaptiven Verkauf und die Entwicklung hin zum CRM-Vertrieb an. Außerdem geht es darum, wie Stimulus-Response Selling funktioniert und wo dieses stark standardisierte Konzept an seine Grenzen stößt.
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Marketing-News der Woche:
Nike investiert wieder stärker in Marke. Trotz Spardruck.
Nike fährt die Markeninvestitionen wieder hoch. Trotz rückläufiger Umsätze sagt der CEO Elliott Hill, dass Brand Marketing „critical to winning“ ist. Gleichzeitig plant der Konzern Kostensenkungen in Milliardenhöhe. Nike reagiert damit nicht einfach stärker auf kurzfristige Performance, sondern will bewusst Reichweite, Markenbegehrlichkeit und kulturelle Relevanz stärken. Marke und Abverkauf sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden: In schwierigen Phasen kann Markenaufbau Teil der Wachstumsstrategie sein. Nicht nur ein Luxus für bessere Zeiten.
Payback will vom Bonusprogramm zur Shopping-Plattform werden
Payback entwickelt seine App Schritt für Schritt von einem Bonusprogramm zu einer Shopping-Plattform weiter. Der neue Marktplatz ist zwar noch in der Beta, macht die Richtung aber deutlich: Loyalty, Daten und Commerce sollen enger zusammengeführt werden. Payback gewinnt damit mehr Kontrolle über den gesamten Weg von der Aktivierung bis zum Kauf. Für Händler und Marken in Deutschland entsteht gleichzeitig ein zusätzlicher Retail-Media- und Vertriebskanal.
Rewe und Amazon investieren gegen den TV-Werbetrend
Während der TV-Werbemarkt insgesamt unter Druck steht, investieren einzelne große Werbekunden weiter deutlich. Unter anderem Rewe und Amazon erhöhen ihre TV-Spendings, während andere Unternehmen wie Procter & Gamble zurückfahren. Ein Gegenpunkt zur Erzählung, klassische Reichweitenmedien würden grundsätzlich an Bedeutung verlieren. Entscheidend ist weniger der Kanal allein als seine Rolle im Media-Mix. Gerade für große Marken bleibt TV interessant, wenn schnell breite Bekanntheit aufgebaut werden soll. Gleichzeitig können dann Performance-Kanäle andere Aufgaben entlang des Funnels übernehmen.
75 % der Marketer wollen mehr in KI-Sichtbarkeit investieren
75 % der befragten Marketingverantwortlichen wollen ihre Investitionen in KI-Sichtbarkeit und entsprechende Werbung erhöhen. Gleichzeitig nutzen nur 32 % der Konsumenten KI-Assistenten für Marken- oder Produktrecherche, und nur 23 % vertrauen dann der Empfehlungen. Die Lücke ist wichtig: Unternehmen investieren schnell, Akzeptanz und Wirkung wachsen aber noch nicht im gleichen Tempo mit.
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Wie macht Cultural Marketing Lust auf Marken, Verena Sudarić-Hefner & Philipp Zwez? - #265
2026/10/02
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcast Folge von Marketing im Kopf sind Verena Sudarić-Hefner und Philipp Zwez zu Gast und gemeinsam sprechen wir heute über Cultural Marketing.
Verena und Philipp sind Gründer und Geschäftsführer von PIERCE. Beide waren davor unter anderem viele Jahre bei Universal Music beschäftigt: Philipp als Managing Director for Brands, Verena als Senior Director Brand Strategy & Creation.
PIERCE ist eine Agentur die Marken mit Kultur und Entertainment verbindet, zum Beispiel durch Musik, Gaming und die Zusammenarbeit mit Künstlern und ihren Communities und arbeitet mit Unternehmen wie Zalando, Fiat, DAZN und vielen vielen weiteren.
In der heutigen Folge sprechen wir darüber, wie Cultural Marketing Menschen für eine Marke begeistert. Spoiler schon mal vorweg: Wichtig ist, einer Community etwas zu bieten, das wirklich zu ihr passt. Wir schauen uns an, wie Marken passende Partner finden, warum ein Glücksrad auf dem Festival oft wenig bringt und wie sich der Erfolg von Cultural Marketing messen lässt.
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Hier kannst du Verena Sudarić-Hefner und Philipp Zwez erreichen:
Linkedin Verena: https://www.linkedin.com/in/verena-sudari%C4%87-hefner
Linkedin Philipp: https://www.linkedin.com/in/zwez
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Unternehmen PIERCE:
Webseite: https://www.pierceculture.com/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pierce-culture/
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Über den Podcast:
In dem Podcast Marketing im Kopf soll es um die Frage gehen, was notwendig ist, um ein Produkt oder eine Dienstleistung gut vermarkten zu können und was für grundsätzliche Strategien verfolgt und ganz leicht umgesetzt werden können. Egal, ob du selbst im Bereich Marketing arbeitest, oder, ob du dich einfach nur für das Thema interessierst, in diesem Marketing-Podcast lernst du alle Grundlagen und Strategien, die aktuell im Marketing verwendet werden.
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Sind Erlebnisse mehr wert als Views, Verena Sudarić-Hefner & Philipp Zwez? - #264
2026/09/25
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcast Folge von Marketing im Kopf sind Verena Sudarić-Hefner und Philipp Zwez zu Gast und gemeinsam sprechen wir heute über Cultural Marketing.
Verena und Philipp sind Gründer und Geschäftsführer von PIERCE. Beide waren davor unter anderem viele Jahre bei Universal Music beschäftigt: Philipp als Managing Director for Brands, Verena als Senior Director Brand Strategy & Creation.
PIERCE ist eine Agentur die Marken mit Kultur und Entertainment verbindet, zum Beispiel durch Musik, Gaming und die Zusammenarbeit mit Künstlern und ihren Communities und arbeitet mit Unternehmen wie Zalando, Fiat, DAZN und vielen vielen weiteren.
In der heutigen Folge sprechen wir über Cultural Marketing und darüber, wie Marken mit echten Erlebnissen Nähe zu ihrer Zielgruppe schaffen. Warum wird Lidl für Musikstars interessant? Wie entstand die Pizza von Capital Bra? Und wie werden aus Live-Events Geschichten, die Menschen freiwillig teilen?
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Zu viel Struktur bremst deinen Vertrieb - #263
2026/09/18
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wie Vertriebsorganisationen nach Verkaufsprozessen und Regionen aufgebaut werden können und welche Vor- und Nachteile diese Strukturen haben. Es geht um Matrixorganisationen, Leitungsspannen und die Frage, wie viele Hierarchieebenen tatsächlich sinnvoll sind. Außerdem schauen wir uns an, warum Aufgaben, Befugnisse und Verantwortung zusammenpassen müssen, damit eine Vertriebsorganisation nicht zum Hindernis wird.
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Marketing-News der Woche:
Grindr nutzt echte Erlebnisse als Motor für digitale Reichweite
Grindr investiert stärker in Veranstaltungen, Merchandising und Kooperationen außerhalb der App. Ein kurzfristig angekündigtes Madonna-Konzert am Times Square hat 50.000 Menschen angezogen. Bilder und Videos verbreiteten sich anschließend über Social Media. Hinter dem Ansatz steckt mehr als Eventmarketing: Reale Erlebnisse erzeugen freiwilligen Content. Grindr plant außerdem eine gebrandete Bustour durch Europa. Mehr zu sowas gibt’s dann nächste Woche im Interview.
Markenkrisen verbreiten sich schneller
Mehrere Marken gerieten zuletzt durch einzelne Vorfälle oder Kampagnen in Social-Media-"Shitstorms". Aber: Nicht zwingend die Anzahl der Fehler wächst, sondern ihre Geschwindigkeit und Sichtbarkeit. Laut einer Sprout-Social-Befragung erwarten 64 % der Verbraucherinnen eine öffentliche Reaktion auf Social Media statt nur einer Pressemitteilung. Trotzdem ist nicht jedes hohe Engagement eine echte Krise. Bei einem Vorfall sollen 15 % der beteiligten TikTok-Accounts gefälscht gewesen sein. Marketingteams brauchen deshalb schnelles Monitoring, aber genauso eine nüchterne Bewertung von Reichweite und Stimmung.
Zara entscheidet mit Onlinedaten, wo sich neue Geschäfte lohnen
Für das Wachstum setzt Zara wieder stärker auf den stationären Handel. In den USA sind neue Geschäfte sowie Umbauten an bestehenden Standorten geplant. Interessant ist die Auswahl der Städte: Der Konzern analysiert die regionalen Onlinebestellungen und eröffnet nur dort, wo es ausreichend Nachfrage gibt. Gleichzeitig hat sich seit 2019 die Zahl der Geschäfte von Zara um 27 % reduziert, die Verkaufsfläche aber nur um 7 %. Größere und besser gelegene Läden sollen mehr Besucher anziehen und höhere Abschlussquoten ermöglichen.
Steigende Umsätze bedeuten nicht automatisch entspannte Konsumentinnen
Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 1,2 %. Besonders stark entwickelten sich Onlinehandel, Elektronik, Bekleidung sowie Restaurants und Bars. Gleichzeitig verschlechtert sich die Verbraucherstimmung: Inflation, höhere Energiepreise und sinkende Reallöhne belasten vor allem Haushalte mit geringeren Einkommen. Viele Menschen suchen gezielter nach günstigeren Produkten. Aber die Kombination ist wichtig. Ein wachsender Markt bedeutet nicht automatisch mehr Preisspielraum. Marken müssen den wahrgenommenen Gegenwert klar erklären und vermeiden, ihre Positionierung durch dauernde Rabatte zu beschädigen.
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Produkt, Kunde oder Kanal? So organisierst du deinen Vertrieb - #262
2026/09/11
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
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In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wie Unternehmen den Vertrieb organisieren sollten. Das heißt es geht um die Ausrichtung nach Produkten, Kundengruppen und Absatzkanälen. Du erfährst, welche Vorteile die 3 Modelle bieten, wo Schwächen liegen und warum Produktwissen, Kundenorientierung und gemeinsame Daten zusammenspielen müssen.
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Marketing-News der Woche:
Volkswagen will wieder stärker erklären, wofür die Marke steht
Technologie soll nicht mehr nur über Leistungsdaten erklärt werden, sondern über Alltagserlebnisse und konkrete Kundenbedürfnisse. Dazu gehören Creator Marketing und kleine Signale wie die Rückkehr echter Knöpfe in Fahrzeugen. Selbst die Volkswagen-Currywurst wird als Teil einer vertrauten Markenwelt genutzt. Der Ansatz verbindet Produktentwicklung und Kommunikation. Volkswagen versucht, Kritik aus dem Markt sichtbar in das Angebot zu übersetzen und dabei wieder stärker wie ein „echter Volkswagen“ wahrgenommen zu werden.
Marken konkurrieren nicht mehr nur mit Produkten aus ihrer Kategorie
Die Deutschen haben laut NIQ Geomarketing wieder mehr Geld zur Verfügung, aber es landet weniger im Handel. Ausgaben verschieben sich stattdessen Richtung Reisen, Restaurants, Fitness, Wellness und andere Erlebnisse. NIQ beschreibt das als Bewegung von Produkten zu Bedürfnissen. Für Marketing-Strategien verändert das die Wettbewerbsdefinition: Die Konkurrenz eines neuen Sofas kann ein Wochenendtrip sein, die Konkurrenz einer Modemarke ein Restaurantbesuch. Pauschale Rabatte lösen dieses Problem kaum, weil sie nur innerhalb der alten Kategorie-Logik arbeiten. Marken müssen zeigen, welches Bedürfnis sie erfüllen und warum ihr Angebot im Leben der Menschen gerade Priorität haben sollte.
Marken drängen Creator offenbar häufiger zu versteckter Werbung
Eine Befragung unter 365 Creatorn zeigt: 18 % wurden im letzten Jahr von einer Marke ausdrücklich gebeten, eine bezahlte Zusammenarbeit nicht zu kennzeichnen. Nur 84 % geben an, Kooperationen immer oder fast immer offenzulegen. Vor zehn Jahren waren es noch 95 %. Dahinter steckt oft die Sorge, ein sichtbares „Ad“ könne Reichweite oder Engagement senken. Für Influencer Marketing ist die Logik aber zu kurz gedacht und riskant. Wir haben Kennzeichnungsregeln, aber das strategische Problem ist überall gleich: Eine Marke leiht sich das Vertrauen eines Creators. Verstecken sie die Geschäftsbeziehung, verbrauchen sie genau dieses Vertrauen.
Edeka macht aus Brokkoli einen T-Rex gegen Tiefkühl-Vorurteile
Edeka setzt am Potsdamer Platz in Berlin einen überdimensionalen, gefrorenen T-Rex aus Brokkoli in Szene. Unter dem Motto „Survival of the Frischest“ soll die Kampagne mit dem Vorurteil aufräumen, tiefgekühltes Obst und Gemüse sei grundsätzlich schlechter als frische Ware. Statt den Produktvorteil nur mit Nährwerten oder langen Erklärungen zu belegen, übersetzt Edeka ihn in ein leicht erkennbares Bild. Die Installation erzeugt Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum, liefert ein starkes Motiv zum Fotografieren und macht eine eher sachliche Botschaft merkfähig.
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Vertrieb beginnt vor dem Verkaufen - #261
2026/09/04
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, welche Verkaufsform zu welchem Unternehmen passt? Entscheidend ist, wer an wen verkauft, wie viele Marktseiten beteiligt sind und ob Zwischenstufen wie Händler dazukommen. Daraus ergibt sich, wie der Vertrieb organisiert werden sollte, zum Beispiel nach Produkten, Kunden, Kanälen, Prozessen oder Regionen.
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Marketing-News der Woche:
ChatGPT wird in der EU endgültig zum Suchkanal
ChatGPT fällt in der EU unter strengere Regeln des Digital Services Act. Die EU stufte den Dienst als sehr große Online-Suchmaschine ein, nachdem OpenAI bis Ende März 2026 rund 159,1 Millionen monatlich aktive Nutzende der Suchfunktion gemeldet hatte. Damit gelten zusätzliche Pflichten bei Risikoanalysen, Transparenz und Jugendschutz. ChatGPT wird regulatorisch nicht mehr nur als Chatbot, sondern als Such- und Informationskanal behandelt. Damit wachsen Bedeutung und Verantwortung der Plattform für Marken, Inhalte und digitale Werbung.
Google macht KI-Sichtbarkeit erstmals direkt messbar
Google macht die Leistung von Websites in generativen Suchfunktionen weltweit in der Search Console sichtbar. Der neue Bericht zeigt Impressionen aus AI Overviews, AI Mode und generativen Funktionen in Discover, nach Seite, Gerät und Land. Parallel können Betreiber festlegen, ob ihre Inhalte in diesen KI-Flächen erscheinen dürfen. Marken müssen Sichtbarkeit nicht mehr nur über Rankings und Klicks beurteilen, sondern sehen, welche Inhalte in KI-Suchen auftauchen. Aber ein Problem: Impressionen zeigen noch keinen direkten Einfluss auf Kaufentscheidungen oder Markenwirkung.
Meta nimmt Werbetreibenden Kontrolle über Platzierungen
Meta treibt die Automatisierung digitaler Werbung weiter voran und will Werbetreibenden weniger Kontrolle über Platzierungen geben. Künftig soll das System entscheiden, wo eine Anzeige am besten funktioniert. Das kann Kampagnen vereinfachen, wirft aber Fragen zu Brand Safety, Transparenz und Messungen.
Einkaufszentren werden zu datengetriebenen Werbenetzwerken
Der US-Einkaufszentrenbetreiber Simon baut ein Retail-Media-Netzwerk. Neben fast 4.000 Screens nutzt das Unternehmen einwilligungsbasierte Standort-, Besuchs- und Transaktionsdaten aus mehr als 200 Centern. Marken können Zielgruppen vor Ort, in Connected TV und Social Media ansprechen und zusätzliche Besuche oder Käufe gegen Kontrollgruppen messen. Handelsflächen werden vom Werbeort zum Daten- und Messsystem. Die Akzeptanz hängt jedoch davon ab, wie verständlich Einwilligung und Datennutzung gestaltet sind… in Deutschland fraglich.
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Warum dein Vertrieb ohne Marketing keine Chance hat - #260
2026/08/28
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In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wie eng Marketing und Vertrieb tatsächlich zusammenhängen, von Marktorientierung über Marktforschung bis zur Verkaufsförderung. Außerdem klären wir, ob Unternehmen ihren Vertrieb besser selbst aufbauen oder auslagern sollten, welche 4 Kriterien dabei entscheidend sind und welche 3 Verkaufsformen es gibt: persönlich, distanzpersönlich und unpersönlich.
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Marketing-News der Woche:
Creator werden Teil der GEO-Strategie von Marken
Creator Marketing bekommt eine neue Aufgabe: Sichtbarkeit in ChatGPT und anderen Kl-Systemen. Marken prüfen zunehmend, welche Creator und Inhalte von Large Language Models aufgegriffen und als Quellen verwendet werden. Es geht darum Creator-Daten mit Analysen aus Kl-Antworten zu verbinden. Ein glaubwürdiger Creator-Beitrag kann nicht nur Menschen erreichen, sondern später auch beeinflussen, welche Marken ein Kl-Assistent empfiehlt. Für Influencer-Marketing entsteht damit eine zusätzliche KPI neben Reichweite und Engagement. Es geht um die Frage, ob Content langfristig in der Kl-Suche sichtbar wird.
Microdramas könnten der nächste große Werbekanal werden
Minutenlange Serien im 9:16-Format entwickeln sich vom asiatischen Trend zum internationalen Medienmarkt. Die Downloads von Microdrama-Apps stiegen im ersten Halbjahr 2026 weltweit um 95,5% gegenüber dem Vorjahr. Auch in Deutschland wächst das Interesse. Das Format ist spannend, weil es die Mechanik von TikTok mit klassischem seriellen Storytelling verbindet. Kurze Episoden, Cliffhanger und hohe Frequenz. Werbung kann als klassischer Spot, Product Placement oder Teil der Handlung integriert werden.
Fandom wird für Marken wichtiger als reine Reichweite
Marketing-Verantwortliche interessieren sich zunehmend für Fandoms statt nur für klassische Zielgruppen. Der Unterschied liegt in der Intensität. Fans konsumieren Inhalte nicht nur, sondern diskutieren, produzieren eigenen Content und halten Themen über längere Zeit relevant. Marken versuchen deshalb, Teil bestehender Communities rund um Sport, Musik, Gaming oder Entertainment zu werden. ABER: Fandom lässt sich nicht einfach über Media-Budget kaufen. Marken müssen einen glaubwürdigen Beitrag zur Community leisten. Cultural Marketing wird damit weniger zu einer einzelnen Kampagne und stärker zu einer langfristigen Beziehung zwischen Marke und Kultur.
Automatisierte Werbung macht Brand Safety wieder zum Thema
Programmatic Werbung auf YouTube bringt Marken immer wieder in Umfelder, die sie eigentlich vermeiden wollen. Unternehmen wie dm, Aldi und P&G reagieren auf einen Campact-Vorstoß gegen Kanäle mit menschenverachtenden Inhalten. Das ist medienstrategisch interessant. Je automatisierter Werbung ausgespielt wird, desto wichtiger werden Ausschlusslisten, Inventarkontrolle und Brand-Safety-Prozesse. Reichweite und günstige TKPs reichen nicht, wenn die Marke in einem Umfeld auftaucht, das dem eigenen Anspruch widerspricht.
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Vertrieb = Marketing? Fast! - #259
2026/08/21
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In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, wo Marketing endet und wo Vertrieb anfängt? Wo ist Vertrieb in der Wertkette nach Porter eigentlich, warum ist eine klare Trennung zu Marketing in der Realität kaum möglich und was heißt das für Unternehmen wie Bosch oder Zalando. Außerdem geht's um die vier Grundbausteine der Vertriebspolitik, von der Vertriebsorganisation über CRM bis zur Steuerung von Absatzwegen.
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Marketing-News der Woche:
Google automatisiert jetzt auch VideoformateGoogle erweitert Performance Max um generative KI, die Videos automatisch in fehlende Seitenverhältnisse überführt. Aus horizontalen Assets können vertikale oder quadratische Varianten entstehen. Das spart Produktion, verschiebt aber kreative Kontrolle zur Plattform. Marken müssen Bildsprache, Produkte und CI nach der Anpassung prüfen.
Bewertungen werden beim Onlinekauf wichtiger als RabatteBewertungen und Reviews beeinflussen die Kaufentscheidung bei 53 %, ausführliche Produktinformationen bei 52 % und Rabatte bei 49 % der Menschen. 83 % würden eine Produktseite verlassen, wenn wichtige Informationen fehlen. Gute Produktdaten sind also nicht nur SEO, sondern Marken- und Conversion-Thema.
Reddit macht aus Text-Posts Videos und AudioReddit testet beliebte Beiträge automatisch als Audio- und Videoformat aufzubereiten. Die ursprünglichen Posts und Kommentare bleiben bestehen. Reddit greift damit ein Verhalten auf, das bei TikTok und Reels längst funktioniert: Creator erzählen Reddit-Geschichten als Video weiter. Für Marken könnte Reddit damit mittelfristig noch stärker zu einem klassischen Social-Video-Kanal werden.
Commerce Media wächst zu einem der größten WerbekanäleFür die USA werden 83,7 Milliarden US-Dollar Commerce-Media-Ausgaben in 2026 und 142 Milliarden bis 2030 erwartet. Dann könnten fast 24 % der gesamten digitalen Werbeausgaben in diesen Bereich fließen. Interessant ist vor allem, dass Commerce Media längst über Amazon und klassische Händler hinausgeht: Uber, DoorDash, Finanzanbieter oder Reiseplattformen bauen ebenfalls Werbegeschäfte auf. Für DACH dürfte der Trend ebenfalls relevant werden.
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Warum du Beschwerden lieben solltest - #258
2026/08/14
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In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, welche Instrumente über den gesamten Kundenlebenszyklus hinweg wirken, von Qualitätsmanagement bis Kundenwertmanagement. Wir schauen uns an, warum Beschwerdemanagement oft unterschätzt wird, obwohl gut gelöste Beschwerden mehr Käufe, ein besseres Image und positive Mundpropaganda bringen können. Außerdem geht es darum, warum der direkte und der indirekte Beschwerdeprozess eng zusammenhängen und wie Unternehmen damit ihre Kundenbeziehungen ganzheitlich steuern.
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Marketing-News der Woche:
Social Media und Außenwerbung wachsen zusammen
Aktueller Kampagnen von Marken wie Rügenwalder Mühle und LBS zeigen, wie Inhalte zwischen Feed und Straße verlängert werden können. Ein Motiv funktioniert dabei nicht einfach identisch auf beiden Kanälen: OOH schafft öffentliche Sichtbarkeit und Reichweite, Social Media liefert Reaktionen, Weiterverbreitung und Gesprächsanlässe. Kampagnen sollten nicht mehr strikt nach Kanälen gedacht werden, sondern nach einer Idee, die sich zwischen digitalen und physischen Kontaktpunkten weiterentwickelt und gegenseitig verstärkt.
YouTube greift nach den deutschen TV-Budgets
YouTube will im deutschen Werbemarkt deutlich stärker an klassische TV-Budgets heran. Die Plattform erreicht nach eigenen Angaben 57 Millionen Nutzer in Deutschland und sagt, dass viele Mediapläne diese Nutzung noch nicht ausreichend abbilden. Entscheidend ist in Zukunft weniger das Absender-Etikett des Kanals als die Frage, welche Reichweite, Zielgruppe und Wirkung ein Kontakt in dem Umfeld tatsächlich liefert.
Punica zeigt die Grenzen von Nostalgie-Marketing
Punicas Comeback endet erneut: Der Vertrieb der Saftmarke wurde eingestellt, obwohl die Rückkehr 2024 zunächst Aufmerksamkeit erzeugt hatte. Der Fall zeigt, wie begrenzt Nostalgie als Marketing-Strategie ist. Erinnerungen an eine bekannte Marke können kurzfristig Reichweite und Gesprächswert schaffen, ersetzen aber weder ein relevantes Produkt noch dauerhafte Kommunikation und Distribution. Die Vergangenheit kann den Start erleichtern, aber sie beantwortet nicht, warum Menschen heute kaufen sollten. Retro funktioniert vor allem dann, wenn eine bekannte Markenidee mit einem aktuellen Nutzen, ausreichender Sichtbarkeit und einem klaren Platz im Markt verbunden wird.
Aldi macht Rabatt-Apps zum Gegner
Aldi greift mit seiner aktuellen Werbung die Rabatt-Apps von Rewe, Lidl und anderen Wettbewerbern frontal an. Die Botschaft: Gute Preise sollen ohne App, Coupons oder zusätzliche Datennutzung funktionieren. Der Discounter verlängert den Angriff über mehrere Motive und macht damit einen echten Marktmechanismus zum Kampagnenthema. Ein gutes Beispiel für klare Positionierung. Statt nur die eigene Leistung zu erklären, definiert Aldi bewusst, wogegen die Marke steht. Solche Vergleichsstrategien können aufmerksamkeitsstark sein, funktionieren aber nur, wenn das eigene Leistungsversprechen einfach, glaubwürdig und im Alltag überprüfbar bleibt.
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Warum Kunden bleiben, obwohl sie längst gehen wollten - #257
2026/08/07
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum, warum Kunden ihrem Anbieter treu bleiben, obwohl sie eigentlich gar nicht mehr zufrieden sind. Wir schauen uns an, warum es dafür 2 unterschiedliche Strategien gibt, nämlich Verbundenheit und Gebundenheit, und welche Wechselbarrieren dahinterstecken, von vertraglichen und wirtschaftlichen bis hin zu emotionalen. Außerdem geht es darum, warum Kunden trotz all der Barrieren manchmal doch abwandern und wie man rechtzeitig erkennt, ob das am Unternehmen, am Wettbewerb oder am Kunden liegt.
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Marketing-News der Woche:
Werbung richtet sich erstmals direkt an KI-Agenten
Mit „Agent Ads“ entsteht digitale Werbung, die KI-Crawler anspricht. Aktuell werden Textseiten mit gekennzeichneten Markeninformationen im FAQ-Stil getestet. Besucher von KI-Plattformen eröffnen bspw. 3,5x häufiger ein Konto, als Nutzer aus klassischer Suche. Der KI-Traffic innerhalb von einem Jahre um 9x gestiegen. Marken müssen maschinenlesbar werden, ohne Antworten heimlich zu beeinflussen. Kennzeichnung, überprüfbare Fakten und Brand Safety werden zum wichtig für die neuen Werbeform.
ProSiebenSat.1 bündelt sieben Sender für einen Spot
ProSiebenSat.1 bietet Werbekunden einen gemeinsamen Werbeplatz auf sieben Sendern an. Derselbe Spot läuft gleichzeitig bei ProSieben, Sat.1, Kabel Eins, sixx, Sat.1 Gold, Kabel Eins Doku und ProSieben Maxx. Rewe nutzt das Angebot als erster Kunde. Für Marken in Deutschland kann das bei bspw. Launches oder großen Kampagnen interessant sein.
KI empfiehlt Marken nur bei klarer Themenkompetenz
Eine Analyse von über 1.000Kategorien mit fast 300.000 Quellenangaben und über 76.000 Markennennungen zeigt, wie stark thematische Nähe die Sichtbarkeit in ChatGPT beeinflusst. In weit entfernten Themenfeldern wurden Marken in 25 % der Fälle erwähnt, bei eng verwandten Themen in 44 %. Die Wahrscheinlichkeit einer Quellenangabe stieg von 50 % auf 74 %. Breite allein schafft keine Autorität. Marken müssen Kernfragen eines Themenfelds wiederholt, tief und aus mehreren Perspektiven beantworten. Für SEO und GEO zählt damit weniger die Zahl einzelner Beiträge als ein erkennbares Wissen.
Mitarbeitende werden zu den glaubwürdigsten Creatorn
Gap, Staples und Starbucks machen Mitarbeitende immer stärker selbst zu Creatorn. Gap öffnet sein Affiliate-Programm für Beschäftigte, die über persönliche Links Provision verdienen können. Staples profitiert bereits von einer Mitarbeiterin, deren TikTok-Videos aus dem Filialalltag Millionen Reactions erreicht. 40 % der Konsument entdecken Produkte häufig über Employee Generated Content. Alleine in der Gen Z sind es 61 %. Für Marken liegt der Vorteil in der Glaubwürdigkeit anstatt hochglanz Werbung.
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Ikea Family vs. Dr. Oetker Backclub: Wer bindet die treueren Kunden? - #256
2026/07/31
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
In dieser Folge wird über verschiedene Unternehmen gesprochen, da Markennamen genannt werden, handelt es sich um UNBEZAHLTE WERBUNG!
In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum wie man es eigentlich schafft, Kunden über den reinen Kauf hinaus an sich zu binden? Das geht mit offenen und geschlossenen Kundenclubs über Multipartnerprogramme wie Payback oder Miles & More bis hin zu Value Added Services und Open Innovation. Und außerdem schauen wir uns an, warum die Reifephase der Kundenbeziehung gar nicht so sicher ist, wie es im ersten Moment aussieht, und warum Wachstum in dieser Phase nicht mehr der Entscheidende Punkt ist.
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Marketing-News der Woche:
Schlechte KI-Kreation schadet Marken
42 % bewerten eine Marke negativer, wenn deren KI-Werbung billig, unnatürlich oder irritierend wirkt. Gleichzeitig reagieren 40 % positiv auf professionell umgesetzte KI-Werbung. Menschen lehnen KI nicht grundsätzlich ab, entscheidend sind aber Qualität und Kontext. Obwohl 56 % KI-Inhalte nicht immer sicher erkennen, kann eine schlechte Umsetzung Vertrauen kosten. KI spart zwar Zeit, ersetzt aber keine Qualitätskontrolle.
Penny macht Influencer-Marketing zum Ladenkonzept
In Frankfurt eröffnet dauerhaft eine „Leylaland“-Filiale rund um Reality-Star Leyla Heiter. Der Markt bleibt ein regulärer Penny mit rund 3.500 Artikeln und den gleichen Preisen wie andere Filialen. Goldene Palmen, Kronleuchter, Gemälde und eine lebensgroße Statue sollen gezielt Fotos, Social-Media-Content und Medienaufmerksamkeit auslösen. Penny misst den Erfolg nicht nur an Reichweite und Markenwirkung: Der Markt soll sich durch seinen eigenen Umsatz wirtschaftlich tragen. Aus einer Kooperation wird ein Markenerlebnis, das Social Media, PR und Point of Sale verbindet.
Nano-Influencer gewinnen an Bedeutung
US-Marken arbeiten verstärkt mit Menschen, die teils nur 500 Follower haben. Unternehmen wie Target, American Eagle und Little Spoon bauen Programme auf, in denen kleinere Creator für Produktvideos, Einkaufserlebnisse oder andere Markeninhalte belohnt werden. Algorithmen zeigen Nutzer zunehmend Inhalte von Accounts, denen sie gar nicht folgen. Ein kleiner Account kann deshalb große Reichweite erzielen, wenn der Content relevant ist. Für 2026 sollen bereits rund 45 % der US-Ausgaben für Influencer Marketing an Creator mit weniger als 20.000 Followern gehen. Auch im DACH-Raum können viele echte Markenfans damit wertvoller sein als wenige Stars.
Vertikale Videos werden zum Standard
TikTok, Reels und YouTube Shorts haben vertikale Videos etabliert. Ende 2025 erreichten YouTube Shorts laut dem Unternehmen bereits 200 Milliarden Aufrufe pro Tag. Auch Spotify, Disney+, Netflix, Prime Video und weitere Streamingangebote experimentieren inzwischen mit vertikalen Feeds oder kurzen Clips. Dahinter stehen vor allem 2 Ziele: mehr Nutzungszeit und mehr Werbefläche in endlos scrollbaren Feeds.
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Kundenbindung heißt nicht Treue, sondern Share of Wallet - #255
2026/07/24
Marketing im Kopf - ein Podcast von Luis Binder
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In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum wie Unternehmen Kunden über die 5 Ps wirklich binden. Wir schauen uns an, warum Kundenakquise nicht nur überzeugen, sondern auch stimulieren und eingewöhnen muss. Außerdem geht es darum, warum Kundenbindung nicht bei Treue endet, sondern über Individualisierung und Cross-Selling den Share of Wallet erhöht, und welche Rolle Leistung, Kommunikation, Preis, Vertrieb und Personal dabei jeweils spielen.
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Marketing-News der Woche:
Lieferando bringt digitale Werbung ins RestaurantfensterLieferando und T Advertising Solutions vermarkten erstmal 500 digitale Displays in Restaurants, bis Ende 2027 sollen es 2.000 sein. Die Flächen sind programmatisch buchbar.
Die besten WM-Spots kamen nicht nur von GroßmarkenEDO wertete mehr als 1.200 Spots von 369 Marken während der Fußball-WM aus. Stark schnitten Kalshi, Oura Ring und AT&T ab. Kalshis Spot erzeugte laut Analyse 796-x mehr direkte Reaktion als der durchschnittliche WM-Spot.
Kulturelle Nähe wird zum Gegenmittel gegen KI-EinheitswerbungViele KI-generierte Kampagnen ähneln sich. Lemonade, Sprite und Duolingo setzen auf Street-Art, Musik oder Anime. Das kann Marken in Social Media unverwechselbarer machen, funktioniert aber nur bei einer echten Verbindung zur Community. Relevanz entsteht durch Teilhabe, nicht durch Kopieren.
Aufmerksamkeit wird wichtiger als reine Reichweite
Menschen nutzen Bewegtbild inzwischen durchschnittlich 4 h 33 min. täglich. Mehr Bildschirmzeit führt aber nicht automatisch zu mehr Werbewirkung. Entscheidend ist, ob Werbung tatsächlich aufmerksam verfolgt wird. 20 % der 30- bis 49-Jährigen recherchieren parallel nach beworbenen Marken oder Produkten.
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Warum dein Prime-Abo bei Amazon auch Music und Video hat - #254
2026/07/17
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In dieser Folge: In der heutigen Podcastfolge von Marketing im Kopf geht's darum: Warum Kunden eigentlich kündigen, und ob sich das überhaupt stoppen lässt? Das heißt heute geht's noch mal tiefer in die vier typischen Abwanderungsmuster von der Radikalabwanderung bis zur Zweifelabwanderung und um die Phasen, die vorher ablaufen: Gefährdung, Auflösung und Abstinenz. Außerdem gibt's noch mal den kompletten Kundenlebenszyklus im Schnelldurchlauf, von der Anbahnung bis zur Abstinenzphase.
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Marketing-News der Woche:
Adidas gewinnt bei der WM mehr Medienwert, Nike mehr Kulturmoment
Im Markenvergleich zur Fußball-WM lag Adidas beim gemessenen Earned Media Value vor Nike. Nike gewinnt mit lokalen Events, Community-Aktivierung und hoher kultureller Relevanz. Hohe Reichweiten allein reichen nicht. Erfolgreiche Marken verbinden Sponsoring, Social Media, Creator, Produkte und echte Fan-Erlebnisse zu einer längeren Geschichte.
KI-Nachfrage treibt das Geschäft der großen Agenturnetzwerke
Publicis hebt seine Wachstumsprognose für 2026 an. Die Marketing-Services des Konzerns wuchsen im 2. Quartal organisch um 6,5 %. Als Treiber nennt das Unternehmen unter anderem die Nachfrage nach KI-gestützten Marketing-Leistungen sowie neue Kunden. KI ist nicht mehr nur Testfeld, sondern wird zum messbaren Umsatzfaktor.
Großbritannien erhöht den Druck auf Scam Ads
Neue Vorschläge der Medienaufsicht Ofcom sollen große Plattformen stärker verpflichten, betrügerische Werbung und entsprechende Accounts zu blockieren. Das könnte zeigen, wohin die Regulierung digitaler Werbung in Europa gehen könnte.
KI-Slop gefährdet Werbebudgets
Das von DoubleVerify beschriebene Netzwerk „DreamScheme“ nutzt KI-Bilder als Klickköder und leitet Nutzer auf Made-for-Advertising-Seiten. Gute Klickzahlen können also wertlosen Traffic verdecken. Platzierungen und Traffic-Qualität müssen deshalb genauer geprüft werden.
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