
Werben im Podcast: Elbphilharmonie Talk
Dieser Podcast hat
71 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
ElbphilharmonieExplizit
Nein
Erstellt am
2020/11/10
Neueste Episode
2026/05/28
Durchschnittsdauer
40 min.
Veröffentlichungsintervall
36 Tage
Beschreibung
Elbphilharmonie Talk – der Gesprächspodcast der Elbphilharmonie
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Das Banjo und die Sklaverei: Rhiannon Giddens über ihr Reflektor-Festival in der Elbphilharmonie
2026/05/28
Grammy-Preisträgerin, Sängerin, Banjo-Virtuosin, Bluegrass-Erneuerin, Opernkomponistin, Autorin, kulturhistorische Spurensucherin: Für Rhiannon Giddens gibt es viele Etiketten — und keines davon reicht wirklich aus. Denn die amerikanische Künstlerin bewegt sich mühelos zwischen musikalischen Welten, historischen Narrativen und künstlerischen Ausdrucksformen. Wer könnte also besser geeignet sein, das »Reflektor«-Festival zum 10-jährigen Jubiläum der Elbphilharmonie zu gestalten? Vom 25. bis 29. November kuratiert sie neun Konzerte und steht dabei auch selbst auf der Bühne: als Sängerin und Banjo-Spielerin, im Duo mit ihrem langjährigen musikalischen Partner Francesco Turrisi sowie als Artistic Director des von Yo-Yo Ma gegründeten Silkroad Ensembles.
Im »Elbphilharmonie Talk« erzählt Giddens, wie sie das Festivalprogramm als Raum für Begegnungen, Austausch und neue Verbindungen konzipiert hat. Sie spricht mit ansteckender Begeisterung über die verborgenen Geschichten amerikanischer Musik, die Ursprünge des Banjos als Instrument der afrikanischen Diaspora und darüber, warum musikalische Traditionen nie isoliert entstehen, sondern aus kulturellen Überschneidungen hervorgehen. Selbst Soundtracks für Filme und Videospiele versteht sie als Chance, neue Zugänge zu schaffen. Außerdem gibt sie Einblicke in ihre Arbeit als Autorin und Illustratorin – und darüber, wie sehr sie das Stricken als kreativen Ausgleich schätzt.
Die Kora als Männersache? Die gambisch-britische Musikerin Sona Jobarteh über Aktivismus und ihren ganz eigenen Weg.
2026/04/16
Die Kora-Spielerin, Sängerin und Aktivistin über ihre 21-saitige Stegharfe, kulturelle Identität und das Musizieren mit ihrem Sohn (auf Englisch).
Eine Liebeserklärung an Louis Couperin: Elbphilharmonie Talk mit dem Star-Cembalisten Jean Rondeau
2026/01/26
Im Interview spricht der Cembalist Jean Rondeau über sein neustes Großprojekt.
Von der Violine zum Schlagzeug-Olymp: Vivi Vassileva im Video-Spezial des Elbphilharmonie Talks
2026/01/23
Eine Spezial-Folge des Elbphilharmonie Talks: Content Creatorin Daria Challah trifft die erfolgreiche Schlagzeugerin Vivi Vassileva im Video-Podcast.
Mal Front-Frau, mal Sidewoman: Elbphilharmonie Talk mit der erfolgreichen Jazz-Bassistin Linda May Han Oh
2025/12/05
Sie ist eine der gefragtesten Bassistinnen der internationalen Jazzszene: Linda May Han Oh. Besonders bekannt ist sie als Bassistin der Pat Metheny Group bekannt und aus einem Trio, das sie mit dem Pianisten Vijay Iyer und dem Schlagzeuger Tyshawn Sorey bildet. Zum Auftakt der Reihe »Jazz Bass« ist sie im Kleinen Saal der Elbphilharmonie nun mit ihrer eigenen Band zu hören gewesen – einem muskulös aufspielenden Quintett, für das sie selbst die Musik schreibt und zu der sie neben extrem anspruchsvollen Parts für ihren Kontrabass auch kaum weniger komplizierte Gesangsmelodien beisteuert.Im Gespräch am Morgen danach geht es um ihren Arbeitsethos und seine Auswirkungen auf ihre Musik, um den Einfluss, den die Mutterschaft auf ihr Spiel und ihr Schreiben hat und um ihre reichhaltigen Erfahrungen als Musikerin fast von Kindesbeinen an.
Ein eigenes Elbphilharmonie-Festival und ein fulminanter Coming-of-Age-goes-Jazzgeschichte-Roman: Im Gespräch mit dem Jazz-Pianisten Brad Mehldau
2025/11/26
Die Konkurrenz um den Grammy in der Kategorie Best Alternative Jazz Album ist im Jahr 2026 besonders hart, aber die aktuelle Platte »Ride Into The Sun« von Brad Mehldau hat es unter die fünf nominierten geschafft. Das Album ist eine von schönstem Americana-Spirit beseelte Hommage an den früh verstorbenen Singer/Songwriter Elliot Smith (1969-2003), mit dem Mehldau selbst noch einige Auftritte in Los Angeles absolviert hat. Es ist kein Zufall, dass der Pianist für einen Preis als Schöpfer des besten alternativen Jazzalbums im Rennen ist; schließlich hat sein künstlerischer Horizont immer ein sehr viel breiteres Panorama umfasst als nur den Jazz. Kurz vor seiner Grammy-Nominierung und ehe er im März 2026 ein »Reflektor«-Festival in seinem Namen in der Elbphilharmonie gestaltet, nahm sich Brad Mehldau an einem Sonntagnachmittag von seinem Wohnort Amsterdam aus Zeit für einen »Elbphilharmonie Talk« über Zoom.Hier gehts zum Festival-Programm von Brad Mehldau
Was hat der mit ABBA zu tun? Im Gespräch mit dem schwedischen Klarinetten-Star Martin Fröst
2025/10/30
Egal, mit wem man spricht in der Musikszene: Fällt der Name Martin Fröst, ist ein anerkennendes Raunen das Mindeste, was als Reaktion kommt. Seit Jahrzehnten hält der blonde, hochgewachsene Schwede seine Stellung als Weltspitzenklarinettist, der mit seinem vollendeten Spiel Kolleg:innen wie Publikum gleichermaßen begeistert. In der Saison 2025/26 hat ihn das NDR Elbphilharmonie Orchester zum Residenzkünstler erkoren. Rund um das erste Konzert seiner Residenz ergab sich die Gelegenheit, mit dem erfrischend unkomplizierten Solisten über seine Karriere zu sprechen, über die Besonderheiten des Musiklebens in Schweden, über die er während seiner Residenz in Hamburg aufführt, und darüber, was er mit ABBA zu tun hat. Konzerte mit Martin Fröst in der Elbphilharmonie: Jetzt entdecken
Zwischen Küchenputz und den größten Bühnen der Welt – im Gespräch mit dem Ausnahmemusiker Abel Selaocoe
2025/07/30
Alle Welt findet ihn gerade megatoll. Aber abheben deswegen? Dagegen weiß der junge Klassik-Star Abel Selaocoe ein probates Mittel: Zuhause den Küchenfußboden putzen. Das sorgt für Erdung, es reguliert Körper, Geist und Seele, und es ist klug. Denn all das Adrenalin und Endorphin, ausgelöst vom Musikmachen vor Leuten, die sich vor Jubel kaum einkriegen, kann einen Menschen ganz schön durcheinanderbringen.Im Podcast mit der Elbphilharmonie erzählt Abel Selaocoe, der charismatische Cellist und Sänger aus Südafrika mit Wohnsitz Manchester, auch über das Singen, über seine 15 Monate alte Tochter und wie ganz anders sie aufwächst als er. Er spricht über seine Eltern, die noch in demselben Township leben, in dem er groß geworden ist, und über die allgegenwärtige Klangkulisse dort, wo die Behausungen dünne Wände haben und man alles hört. Natürlich geht es auch um seinen acht Jahre älteren Bruder Sammy, dem er so ziemlich alles verdankt, was seine musikalische Entwicklung betrifft.
Dirigentin statt Spionin – Elim Chan im Gespräch
2025/06/12
»Es war, als hätte ein Blitz in meinen Kopf eingeschlagen. Ich wusste plötzlich, dass es das ist, was ich tun will«, erzählt die Dirigentin Elim Chan im »Elbphilharmonie Talk«. Selbstironisch und voller persönlicher Anekdoten spricht sie über ihren Werdegang, über nicht ganz unpraktische Vorurteile, Tai-Chi und besondere Herausforderungen am Dirigierpult. Sie erklärt, warum sie manchmal lieber ohne Stab dirigiert, und erzählt, wie Pultlegende Bernard Haitink sie mal aus der Reserve lockte.1986 in Hongkong geboren, erhielt Elim Chan ihre musikalische Ausbildung vor allem in den USA. Nach einem ziemlichen Senkrechtstart in ihre Welt-Karriere steht sie heute am Pult von internationalen Top-Orchestern, voranging in Europa und Nordamerika. In der Elbphilharmonie war sie bereits mehrfach zu Gast, im April 2025 feierte sie ihr Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester.Hier könnt ihr Elim Chan im Konzert erleben. Am 21.8.2025 mit dem
Concertgebouworkest Young und der Cellistin Julia Hagen.
Sie kennt keine Genregrenzen – die junge Trompeterin Lucienne Renaudin Vary
2025/05/07
Die erfolgreiche junge Trompeterin über ihre Liebe zu Klassik und Jazz, ihre Vorbilder und ihre französische Heimat. Lucienne spielt am 14. Februar 2026 in der Elbphilharmonie Weitere Infos über den Elbphilharmonie TalkBei der Trompeterin Lucienne Renaudin Vary kommen Töne, Linien, Melodien mit einer Schwerelosigkeit daher, als spiele sie Blockflöte. »Die Trompete ist ein wunderbares und ursprüngliches Instrument«, meint die junge Französin. Ihre Virtuosität spielt die stets barfüßig auftretende Musikerin mit ebenso beneidenswerter wie unnachahmlicher Gelassenheit aus. Und dann ist sie auch noch so eigensinnig, sich in ihrem Repertoire ganz und gar nicht zu beschränken. Klar, Barock und Klassik sind gesetzt für Trompeter:innen, aber auch der Jazz ist für Lucienne Renaudin Vary viel mehr als ein Flirt. Sie stellt ihn gleichberechtigt neben die Klassik, spielt liebend gern Musik von Gershwin, Sidney Bechet oder Astor Piazzolla. Sie improvisiert in der Tradition des Swing und unterhält sogar ein eigenes Quintett.Im »Elbphilharmonie Talk« preist sie die Schönheiten ihrer Heimatstadt Le Mans, einer kleinen Stadt 200 Kilometer südwestlich von Paris. Sie spricht über ihre Liebe zum Meer und zu Frankreich. Und Lucienne Renaudin Vary bekennt freimütig, dass sie die Schuhschachtel als Konzertsaal-Form besser findet als rundbespielte Konzerthäuser wie den Großen Saal der Elbphilharmonie, in dem sie indes schon bei mehr als einem Dutzend Konzerte mitgewirkt hat. Ihr Lieblingstrompeter? Weder Louis Armstrong noch Miles Davis. Ihr Herz und ihr Ohr gehören dem Westcoast-Beau Chet Baker, dem gefallenen Engel des Jazz.
Über verpasste Chancen und Fusion-Sounds mit Residenzkünstler Kian Soltani
2025/04/24
Wenn beim Musikmachen Präzision auf Leidenschaft trifft und Sendungsbewusstsein auf Strahlkraft, dann stehen die Chancen für eine Solistenkarriere schon mal ziemlich gut. Bei dem jungen Cellisten Kian Soltani spielen diese Eigenschaften auf ideale Weise ineinander. Wer ihn auf der Bühne erlebt, hört und sieht einen Interpreten voller Hingabe ans Werk, an die Mitspieler und ans Publikum. Als Portrait-Künstler gestaltet Kian Soltani in der Saison 2025/26 gleich eine ganze Reihe an Konzerten in Hamburg.Im »Elbphilharmonie Talk« geht es um Flexibilität und Eigensinn, um die Spuren der iranischen Herkunft seiner Eltern, die schon vor Jahrzehnten nach Österreich übersiedelten, und um den Einfluss seines Lehrers Ivan Monighetti auf die Entwicklung seiner eigenen Künstlerpersönlichkeit. Soltani, bekennender Fan von Filmmusik im Cinemascope-Format, schwärmt von seiner während der Pandemie gemachten Erfahrung, als Solist mithilfe des Multiplays orchestrale Welten zu erschaffen, und wie sich die so gewonnene Musik auf der Bühne angemessen reproduzieren lässt (Spoiler: nur mit sehr viel technischem Aufwand). Er erzählt, wie sich die unterschiedlichen Tonsysteme in der iranischen Musik und der des Westens übereinbringen lassen, und was sein Vater damit zu tun hat. Und neben vielem anderen berichtet er auch vom größten Versäumnis seines Lebens, das zwar schon viele Jahre zurückliegt, aber immer noch an ihm nagt.
Über Heimat und Heavy Rock – im Gespräch mit Souad Massi
2025/04/04
Sonnengeflutet klingt die Musik, die die algerisch-französische Sängerin und Gitarristin Souad Massi mit ihrem Quintett spielt. Die Singer-Songwriterin gilt als Tracy Chapman Algeriens – sie selbst ist eher zurückhaltend, nie auf Glamour bedacht. Im Podcast erinnert sie sich an ihre Anfänge und ihren Auftritt in Hmaburg vor vielen Jahren. Sie erzählt von ihrer Familie, ihrer ungebrochenen Liebe zum Heavy Rock, den Aufnahmen zu ihrem Album »Sequana« und dem neuen, an dem sie gerade arbeitet – wiederum mit dem Produzenten Justin Adams, der auch schon Platten der Wüsten-Band Tinariwen oder der Led-Zeppelin-Legende Robert Plant produziert hat. Als junge Frau ging Souad Massi fort aus Algerien, nach Frankreich, mit den Jahren wächst das Heimweh. Die Sehnsucht nach dem, was sie hinter sich lassen musste, um in Freiheit zu leben, schwingt im Klang ihrer Stimme mit. Dabei ist sie eine ebenso weltoffene wie weltgewandte Künstlerin, die in ihrem Werk eine unverwechselbare Handschrift gefunden hat. Mediterrane Musikstile, Brasilianisches, Rock und Jazz bestimmen in wechselnden Gewichtsanteilen ihre Songs. Im März 2025 brachte Souad Massi Songs ihres Albums »Sequana« im Großen Saal auf die Bühne. Dieses Konzert wurde als Livestream übertragen.
»Die Klänge aus der Welt heraus befreien« - Sophie Hunger über ihr Reflektor-Festival in der Elbphilharmonie
2025/03/13
Drei Jahre hat sie nicht auf der Bühne gestanden. Nun beendet die wunderbare Schweizer Singer/Songwriterin Sophie Hunger, die in der Zwischenzeit zwei Kinder geboren und einen sehr bemerkenswerten Roman geschrieben hat, schlagartig ihre lange Abstinenz vom Rampenlicht. Und zwar in einer ziemlich auffälligen und berühmten Location und als Kuratorin eines viertägigen Festivals, das ihren Namen trägt: beim »Reflektor Sophie Hunger« in der Elbphilharmonie.Zwei Wochen vor dem Start erzählt die redegewandte und ungemein warmherzige Künstlerin im »Elbphilharmonie Talk« darüber, wie es ist, zurückzukehren nach so langer Zeit. Über jeden einzelnen Gast des von ihr kuratierten Festivals spricht sie mit so viel Respekt und Liebe, dass ihre Vorfreude noch das trägste Gemüt in Wallung versetzen müsste. Sie gibt auch Auskunft über die unglamourösen Entstehungsbedingungen ihres Buchs, das den Titel eines ihrer Songs vom Debütalbum »1983« trägt und aus dem sie am letzten Tag ihres Festivals gleich zweimal vor vollbesetztem Kleinen Saal lesen und dazu musizieren wird: »Walzer für Niemand«.Schon aus dem Klang ihrer Sprechstimme wird spürbar, was für eine beseelte und schöpferische Person diese Sängerin, Gitarristin und Textdichterin ist, die in so vielen Sprachen singt. Sophie Hunger erscheint als eine glückliche Künstlerin, die ihr Glück in aller Bescheidenheit durchaus zu fassen vermag.
So klingt die Gegenwart: »Elbphilharmonie VISIONS« 2025 - Elbphilharmonie Talk mit Alan Gilbert
2025/01/31
Neue Musik spielt in der Programmgestaltung der Elbphilharmonie seit Beginn eine herausgehobene Rolle. Zum einen bietet der Große Saal mit seiner glasklaren Akustik und einer von allen Sitzplätzen aus ausgezeichneten Sicht aufs Bühnengeschehen ideale Voraussetzungen für das unmittelbare Erleben des klanglich Außergewöhnlichen. Zum anderen scheint die moderne Architektur eine Zeitgenossenschaft auch der Musik geradezu herauszufordern.Alle zwei Jahre aber verwandelt sich der Große Saal für eine ganz besondere Konzertserie in eine weltweit einzigartige Klanggalerie der Moderne: Beim Festival »Elbphilharmonie Visions« stehen ausschließlich Orchesterwerke des 21. Jahrhunderts auf dem Programm. 2025 stammt die Musik der sieben Konzerte von 16 Komponist:innen aus unterschiedlichen Generationen, vom jungen Preisträger Alex Paxton (*1990) bis zum Altmeister Helmut Lachenmann (*1935). Spiritus rector dieses Fests der allerneuesten Musik im Cinemascope-Format ist Alan Gilbert, der seit 2019 Chefdirigent beim NDR Elbphilharmonie Orchesters ist.Im »Elbphilharmonie Talk« spricht Gilbert über seine Freude an der Verantwortung für die Musik unserer Zeit. Dabei versucht er auch die Frage zu ergründen, weshalb auch Leute, die zeitgenössischer Bildener Kunst gegenüber absolut offen und neugieirg sind, oft dennoch Berührungsängste mit moderner Musik haben. Auch beschreibt er den aufregenden Vorgang, wie sich in ihm als Dirigent allein aus dem Studium der Partitur eines noch nie zuvor aufgeführten Werks eine so konkrete Klangvorstellung herauskristallisiert, dass er den tatsächlich entstehenden Klang des Orchesters in den Proben nur noch nachzujustieren braucht. Natürlich geht er auch auf die Entstehung des Festivals an sich ein, auf seine Erfahrungen als Chefdirigent des New York Philharmonic, dem er in den Zehnerjahren eine ähnliche Biennale der Neuen Musik gegönnt hat.Im Gespräch wird Alan Gilberts Leidenschaft und Hingabe an die Musik unserer Zeit derart greifbar, dass man eigentlich sofort alles stehen und liegen lassen will, um sich in der Elbphilharmonie das eine oder andere Konzert des Festivals »Elbphilharmonie Visions« zu gönnen. Nein, nicht nur das eine oder das andere. Alle.
Pre-Show-Workouts und betrunkene Dirigierklassen – Elbphilharmonie Talk mit Pekka Kuusisto
2025/01/17
Offen, schlagfertig und sehr reflektiert – so wirkt der finnische Geiger Pekka Kuusisto im Gespräch. An Silvester und Neujahr 2024/25 hat er in der Elbphilharmonie mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester das Violinkonzert von Bryce Dessner gespielt, das ihm der US-amerikanische Rockgitarrist (The National) und Komponist Dessner auf den Leib geschrieben hat. Es ist geigerischer Leistungssport sondergleichen. Kuusisto hat sie trotz der wenigen Jahre, die es das Werk überhaupt erst gibt, wohl schon an die zwanzig Mal auf den großen Konzertbühnen der Welt bewältigt. Er erzählt sehr anschaulich, wie gründlich er sich auch physisch jedes Mal auf diese Herausforderung vorbereitet, und wie viel leichter ihm auch dank Pilates inzwischen manches fällt. Am Morgen vor dem ersten Konzert nahm er sich Zeit, im Elbphilharmonie Talk über sein Leben zu sprechen, in dem Platz ist für viele verschiedene Arten von Musik. Er spricht über seinen Bruder, den er viel zu früh verloren hat, und er liefert eine sehr finnische Erklärung dafür, weshalb er ganz gut dirigieren kann, obwohl er das Fach formell nie studiert hat. Kleiner Spoiler: Alkohol spielt dabei durchaus eine Rolle.
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