
Werben im Podcast: Big Pool Theory - Der Podcast, der für's Schwimmen Wissen schafft
Dieser Podcast hat
34 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Big Pool TheoryExplizit
Nein
Erstellt am
2020/11/24
Neueste Episode
2026/01/31
Durchschnittsdauer
51 min.
Veröffentlichungsintervall
33 Tage
Beschreibung
Wir sind ein Zusammenschluss aus schwimmbegeisterten Wissenschaftler:innen und möchten an dieser Stelle Forschung an die Beckenränder Deutschlands bringen. Wir freuen uns auch über Wünsche und Anregungen von Trainerseite: Interessiert euch ein spezielles Thema und ihr möchtet den aktuellen Forschungsstand dazu wissen? Dann schreibt uns gerne an: bigpooltheory(at)dstv-schwimmtrainer.de
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Folge 34: Mental gesund am Beckenrand Teil 2 - Über Stress und Stressresilienz
2026/01/31
Was haben Säbelzahntiger, kalte Duschen und gesprunge Schallplatten mit dauerhaftem Stress von Schwimmtrainer:innen zu tun? Wie ihr in dieser Podcast-Folge erfahren werdet: Eine ganze Menge!
In dieser Spezialfolge interviewen sich die beiden Gäste dieses Mal gegenseitig: Yannick Romswinckel und Moritz Hirmke - beide Sportpsychologen der DSTV - sprechen erneut über die mentale Gesundheit von Schwimmtrainerinnen und -trainer. Ihr erfahrt unter anderem:
Warum wir zwischen chronischem und akuten Stress unterscheiden müssen Praktisch anwendbare Modelle für euer Stresserleben im Alltag Konkrete Perspektiven und Strategien zum Umgang mit Stress Warum Neugier ein wirksames Gegengift für Stress sein kannIhr erreicht Yannick und Moritz sowie die anderen DSTV Sportpsychologen unter: https://dstv-schwimmtrainer.de/mitgliedschaft/mitgliederbereich.html (für Mitglieder ist das Erstgespräch kostenfrei).
Folge 33: Bernd Berkhahn im Interview Teil 2 - Persönliche Einblicke in Training, Gefühlsleben und Zukunftsvisionen
2026/01/02
Mit dieser 33. Folge starten wir in unsere 4. Staffel und gehen damit ins 5. Jahr unseres Bestehens. Auch dieses Mal versuchen wir wieder spannende Gäste vors Mikrofon zu bekommen und euch so jeden Monat mit Wissenschaft fürs Wasser und den Beckenrand zu versorgen.
Wir starten mit dem zweiten Teil des Interviews mit Bernd Berkhahn. Darin sprechen unser Host Lukas Mundelsee und Bernd über einige Inhalte und die Belastungssteuerung im Training von Bernds' Spitzengruppe, Bernd gibt Einblicke in sein Gefühlsleben während internationaler Meisterschaften, was er über Talent im Schwimmsport denkt und wie er die Zukunft des Schwimmsports in Deutschland, aber auch international einschätzt.
Ihr habt Fragen an Bernd für einen etwaigen dritten Teil? Dann schickt uns diese an [email protected]
Hier noch die angekündigten Links aus der Folge:
Liste der Erfolge von Bernd Berkhahn:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Erfolge_von_Bernd_Berkhahn_als_Trainer
Die Delphi-Studie zum Spitzensport in Deutschland:
https://www.whu.edu/fileadmin/CONTENT/whu.edu/2_Faculty___Research/2.5_Entrepreneurship___Innovation_Group/2.5.10_Center_for_Sports_and_Management/027_Schmidt_and_Buechling__2025__Die_Zukunft_des_deutschen_Spitzensports__1.pdf
Das Interview mit Jens Weinreich:
https://www.sportandpolitics.de/podcast-sportfoerderung-wo-bleibt-die-kohle-berkhahn-thieme-maennig-paris-2024/
Folge 32: Bernd Berkhahn im Interview Teil 1 - Vom Nachwuchscoach in Schleswig bis hin zu einem der besten Trainer der Welt
2025/10/31
Passend zu seiner Ernennung in die Trainer-Hall-of-Fame des DOSB am vergangenen Mittwoch kommt heute der erste Teil unseres Interviews mit Bernd Berkhahn. Gemeinsam mit unserem Host Lukas Mundelsee schauen wir mit Bernd auf seine Anfänge als Nachwuchstrainer in Schleswig, erfahren u.a., wie er bereits an seinem zweiten Standort, Elmshorn, einen Olympiateilnehmer entwickelte und was ihn trotzdem irgendwann nach Magdeburg gezogen hat. Bernd verrät uns seine damaligen und heutigen Lieblingsbücher und was ihn vielleicht von anderen Trainern unterscheidet. Wir lernen einige wichtige Mentoren von ihm kennen und sprechen schließlich über Hürden und Stolpersteine auf seinem Weg bis hin zu einem der besten Trainer der Welt.
Mit dieser Folge verabschieden wir uns von der BigPoolTheory in die Weihnachtspause, können aber schon mal verraten, dass Teil 2 des Interviews mit Bernd dann pünktlich zum Start des neuen Jahres erscheint, in dem wir dann Bernds Training beleuchten. Bleibt also neugierig :-)
Folge 31: Debriefing im Schwimmen - In 6 Schritten zur optimalen Nachbesprechung beim Wettkampf
2025/09/30
In dieser Folge der BigPoolTheory spricht unser Host Lukas Mundelsee mit Benjamin Lück über seine Hausarbeit, die er zur Erlangung der A-Lizenz Leistungssport Schwimmen verfasst hat. Darin hat Benni einen empirisch gestützten Leitfaden entwickelt, wie Trainer:innen Debriefings nach Wettkämpfen strukturieren können – und wie sich diese optimal mit der Zielsetzung der Sportler:innen verbinden lassen. Wir diskutieren, warum Nachbesprechungen mehr sein sollten als ein kurzes Feedback am Beckenrand, wie Athlet:innen durch klare Prozess-, Leistungs- und Ergebnisziele sowie die Selbstreflexion darüber profitieren können und welche praktischen Werkzeuge Benni dafür entworfen hat. Eine spannende Mischung aus Wissenschaft und Praxis für alle, die Training und Wettkampf im Schwimmen ganzheitlich denken wollen.
Link zum Goal-Sheet:
https://dstv-schwimmtrainer.de/big-pool-theory.html
Drei zentrale Publikationen, über die wir sprechen:
Draxl, P. B. (2019). Wettkampfdebriefing im olympischen Spitzensport: eine qualitative Analyse. Karl-Franzenz-Universität, Graz.Hogg, J. M. (2024). Debriefing sport performance: A strategy to enhance mental and emotional recovery and plan for future competition. In M. Kellmann & J. Beckmann (Hrsg.), Fostering Recovery and Well-being in a Healthy Lifestyle: Psychological, Somatic, and Organizational Prevention Approaches (S. 73–91). Routledge.Macquet, A.‑C., Ferrand, C. & Stanton, N. A. (2015). Divide and rule: A qualitative analysis of the de-briefing process in elite team sports. Applied ergonomics, 51, 30–38. https://doi.org/10.1016/j.apergo.2015.04.005
Folge 30: JEM und dann? Über prägende Ereignisse und Wendepunkte in den Karrieren von Nachwuchsathlet*innen im Schwimmsport
2025/08/31
In dieser Folge sprechen Dr. Ilka Staub und Dr. Lukas Mundelsee über die Ergebnisse einer eigenen Studie, die sich mit prägenden Ereignissen und Wendepunkten in den Karrieren von Nachwuchsathleten und -athletinnen im Schwimmsport befasst. Ziel der Studie war es, individuelle Ereignisse zu identifizieren und einzuordnen, um Erkenntnisse für die Entwicklung des Schwimmsports in Deutschland zu gewinnen. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte mittels 14 retrospektiver Interviews mit Athleten und Athletinnen, die nach erfolgreicher Qualifikation für internationale Jugend- und Juniorenmeisterschaften nicht den Sprung in die Offene Klasse geschafft haben. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für junge Schwimmsporttalente und bieten damit wertvolle Impulse für die Förderung und Betreuung von Nachwuchsathleten und -athletinnen.
Die Studie ist in der Blauen Reihe (Schwimmen - Lernen & Optimieren) der DSTV veröffentlicht:
https://www.bisp-surf.de/Record/PU202505003735/HierarchyTree?recordID=PU202505003735#tree-PU202505003735
Die 7 extrahierten Kategorien, um diese z.B. zur Saison-Reflexion mit den Sportlerinnen und Sportlern zu nutzen, sind:
Finanzierung: Diese Kategorie sammelt kritischeEreignisse, die sich im Themenfeld der monetären Unterstützungen der Proband*innen ereignet haben und welche sie reflektieren.Krankheit & Verletzung: In der Kategorie Krankheit und Verletzung finden sich kritische Ereignisse, diedie Proband*innen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Situation als positive oder negativ reflektieren.Verband: Die Kategorie Verband fasst reflektiertekritische Lebensereignisse zusammen, welche sich im Themenfeld Verbandsarbeit verorten lassen. Hierzu zählen sowohl Landes- als auch Bundesverbandsarbeit, Verbandsentscheidungen und vom Verband organisierte Maßnahmen. Bildungsweg: In der Kategorie Bildungsweg werdenreflektierte kritische Ereignisse zusammengetragen, welche im Themenfeld schulischer und universitärer Bildung der Proband*innen zu verorten sind. Dazuzählen z.B. Ereignisse auf verschiedenen Schularten oder in der dualen Karriere als Athlet*in, Student*in oder Auszubildende*r.Soziales Umfeld: In der Kategorie Soziales Umfeld wurden reflektierte Ereignisse und Beziehungen im inner- und außersportlichen Kontext gesammelt. Hierzu zählen Ereignisse mit Bezugspersonen und Unterstützungsleistungen des sozialen Umfelds.Trainingsbedingungen: Die Kategorie Trainingsbedingungen fasst kritische Ereignisse zusammen, welche primäre Berührungspunkte mit demalltäglichen Training der Proband*innen hatten. Dies beinhaltet bspw. Trainingsregime, Trainingsintensität und Trainingsumfang.Erfolg und Niederlage: Diese Kategorie beinhaltet kritische Ereignisse und Erfahrungen, welche die Proband*innen als Erfolge oder Niederlagen reflektieren. Dazu zählen Wettkampfergebnisse, Leistungssteigerungen und persönliche Ziele.
Folge 29: Spät stirbt, wer reich, wenig risikobereit und genetisch im Vorteil ist? Über Zwillingsstudien, Olympia-Träume und den Untergang der Titanic
2025/07/31
Anknüpfend an Folge 25, ist in dieser Folge erneut Prof. Dr. Lutz Thieme zu Gast und spricht mit Dr. Lukas Mundelsee über Fragen, die sich aus der Folge 25 ergaben. Im Mittelpunkt stehen Themen aus dem Bereich der psycho-sozialen Einflüsse von Leistungssport wie beispielsweise die potenzielle Bereitschaft „Lebenseinsatz“ zu bringen, umErfolge zu erzielen oder mögliche Besonderheiten, die sich durch das Betreiben von Teamsportarten ergeben. Des Weiteren sprechen Lutz Thieme und Lukas Mundelsee über Befunde, inwieweit sich sportliche Belastungen positiv odernegativ auf die Sterblichkeit auswirken können. Für zuverlässigere Aussagen zu diesen Einflussfaktoren werden spannende Erkenntnisse aus Zwillingsstudien vorgestellt, da mit diesem Studiendesign zwischen genetischen Effekten und Lebensumständen differenziert werden kann.
Besprochene Studien dieser Folge:
Goldman-Dilemma:https://link.springer.com/article/10.1007/s40279-018-0881-9
https://www.researchgate.net/profile/David-Savage-2/publication/225652472_Auswirkungen_von_Macht_auf_das_Uberleben_in_Extremsituationen_Ein_Vergleich_der_Titanic_und_Lusitania_Schiffskatastrophen/links/571dee5008aead26e71a63d5/Auswirkungen-von-Macht-auf-das-Ueberleben-in-Extremsituationen-Ein-Vergleich-der-Titanic-und-Lusitania-Schiffskatastrophen.pdf
https://doi.org/10.1007/s10654-024-01200-x
https://bjsm.bmj.com/content/54/20/1195
https://doi.org/10.1136/bmj.e8308
Folge 28: Post-Activation-Potentiation (PAP) & Post Activation Performance Enhancement (PAPE) als Warm-Up-Methoden im Schwimmen - Teil 2
2025/07/01
Nachdem Christoph Zinner und Sebastian Fischer vor einigen Wochen bereits über das sogenannte Post-Activation-Potentation (auf Deutsch: Post-Aktivierungs-Potenzierung, oder kurz: PAP) gesprochen haben, vertiefen beide in dieser Folge das Thema. Dieses Mal geht es um die konkrete Umsetzung von PAP sowie um PAPE, dem sogenannten Post Activation Performance Enhancement.
Die schriftliche Zusammenfassung der im Podcast genannten Studien finden sich hier:
https://www.scienceforsport.com/post-activation-potentiation/
Folge 27: Augen zu, Film ab – Wie Vorstellungstraining unsere Leistung steigern kann
2025/05/31
Hier ist sie: Die erste Cross-Over-Folge vom swimcast und der BigPoolTheory. Die beiden Hosts André Engel und Lukas Mundelsee haben die Sportpsychologin Anna Ehlert zu Gast. Gemeinsam mit der DSVjugend bietet Anna vor und während der diesjährigen DJM ein umfangreiches Angebot rund ums Thema Mentaltraining an. Deshalb geht es in dieser Folge auch passenderweise um das Thema Vorstellungstraining. Wir beantworten die Fragen, welche Effekte die Wissenschaft bislang nachweisen konnte, warum es funktioniert und ganz konkret, wie es sich als Sportler, aber auch Trainer umsetzen lässt.
Weitere Infos zum gemeinsamen Angebot von Anna und der DSVjugend gibt es hier:
https://boostsportpsychologie.notion.site/Herzlich-Willkommen-beim-Projekt-Mental-stark-im-Wasser-1c536371255b80b68b9fd9c8f5ca64c4
Die angesprochenen Buchtipps findet ihr hier:
Engbert et al. (2011). Mentales Training im Leistungssport. Ein Übungsbuch für den Schüler- und Jugendbereich. Neuer Sportverlag.
Engbert et al. (2021). Mentales Training im Leistungssport - Teil 2. Ein Praxisbuch für SportlerInnen, TrainerInnen & Eltern. Neuer Sportverlag.
Und schließlich kommt hier noch eine Auswahl an Studien und Überblicksarbeiten zum Thema Vorstellungstraining:
Guillot, A., & Collet, C. (2008). Construction of the motor imagery integrative model in sport: A review and theoretical investigation of motor imagery use. International Review of Sport and Exercise Psychology, 1(1), 31-44.
Lindsay, R. S., Larkin, P., Kittel, A. & Spittle, M. (2023). Mental imagery training programs for developing sport-specific motor skills: A systematic review and meta-analysis. Physical Education and Sport Pedagogy, 28(4), 444–465.
Morone, G., Ghanbari Ghooshchy, S., Pulcini, C., Spangu, E.,Zoccolotti, P., Martelli, M., Spitoni, G. F., Russo, V., Ciancarelli, I., Paolucci, S. & Iosa, M. (2022). Motor imagery and sport performance: A systematic review on the PETTLEPModel. Applied Sciences, 12(19), 9753.
Parnabas, V., Parnabas, J., Parnabas, A. M. & am Parnabas (2015). Internal and external imagery on sports performance among swimmers. European Academic Research, 2(11), 14735‐14731.
Post, P., Muncie, S. & Simpson, D. (2012). The effects of imagery training on swimming performance: An applied investigation. Journal of Applied Sport Psychology, 24(3), 323–337.
Selian, S., Humaid, H., Sukur, A., Dlis, F., Simatupang, N.,Rusdi, R., Dermawan, D. F. & Setiawan, E. (2023). Effects of imagery training to improve the quality of athletes' swimming skills: A mixed research method. Health,Sport, Rehabilitation, 9(4), 20–32.
Simonsmeier, B. A., Andronie, M., Buecker, S. & Frank, C. (2021). The effects of imagery interventions in sports: A meta-analysis. International Review of Sport and ExercisePsychology, 14(1), 186–207.
Folge 26: Post-Acti...was? Grundlagen und Anwendung von Post-Activation-Potentiation (PAP) als Warm-Up-Methode im Schwimmen
2025/04/30
In dieser Folge unterhalten sich Christoph Zinner und Sebastian Fischer über das sogenannte Post-Activation-Potentation, auf Deutsch: Post-Aktivierungs-Potenzierung, oder kurz: PAP. Während es diese Warm-Up-Methode schon seit den 70ern gibt, finden sich erst in den letzten Jahren vermehrt empirische Belege zu ihrer Wirksamkeit - auch im Schwimmen. Christoph und Sebastian stellen die Grundlagen dieser Methode sowie einige aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vor und geben bereits erste Tipps für die Anwendung. In einer zukünftigen weiteren Folge wird es dann um die konkrete Umsetzung von PAP sowie um PAPE gehen, dem sogenannten Post Activation Performance Enhancement.
Die schriftliche Zusammenfassung der im Podcast genannten Studien finden sich hier:
https://www.scienceforsport.com/post-activation-potentiation/
Folge 25: Schlau und sozial kompetent, aber jung stirbt, wen die Götter lieben? Über körperliche, akademische und psycho-soziale Effekte von Leistungssport
2025/03/31
Vor ziemlich genau 5 Jahren sorgte eine von unserem heutigen Gast, Prof. Dr. Lutz Thieme, publizierte Studie für Aufsehen in Sport-Deutschland: Die Mortalitätsrate unter deutschen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmern ist demnach höher als in der Normalbevölkerung! Obwohl gar nicht so intendiert, scheint das alte Sprichwort "Wen die Götter lieben, der stirbt jung" eine gewisse Gültigkeit zu besitzen. Doch ist Sport, insbesondere Leistungssport, somit nicht ratsam und sollten wir alle davon die Finger lassen? Nein, so einfach ist es natürlich nicht! Denn Sport hat auch zahlreiche positive Langzeiteffekte, wie inzwischen weitere Studien nachweisen konnten. Welche das sind und wie diese konträren Ergebnisse in einen größeren Kontext eingeordnet werden können, darüber diskutieren in dieser Folge Lukas Mundelsee und Lutz Thieme.
Die Studie von Lutz Thieme findet sich hier:
https://www.researchgate.net/profile/Lutz-Thieme-2/publication/341034522_Jung_stirbt_wen_die_Gotter_liebenWhom_the_gods_love_die_young_Zur_Mortalitat_deutscher_Olympiateilnehmer_1956_bis_2016The_mortality_of_German_Olympic_participants_from_1956_to_2016/links/5ede3405a6fdcc47688ddb9c/Jung-stirbt-wen-die-Goetter-liebenWhom-the-gods-love-die-young-Zur-Mortalitaet-deutscher-Olympiateilnehmer-1956-bis-2016The-mortality-of-German-Olympic-participants-from-1956-to-2016.pdf?_sg%5B0%5D=started_experiment_milestone&origin=journalDetail
Weitere Studien, über die wir in dieser Folge sprechen:
Blomstrand, P., & Engvall, J. (2021). Effects of a single exercise workout on memory and learning functions in young adults—A systematic review. Translational Sports Medicine, 4(1), 115-127. https://doi.org/10.1002/tsm2.190Cheval, B., Darrous, L., Choi, K. W., Klimentidis, Y. C., Raichlen, D. A., Alexander, G. E., ... & Boisgontier, M. P. (2023). Genetic insights into the causal relationship between physical activity and cognitive functioning. Scientific Reports, 13(1), 5310. https://doi.org/10.1038/s41598-023-32150-1https://doi.org/10.1038/s41598-023-32150-1Eime, R. M., Young, J. A., Harvey, J. T., Charity, M. J., & Payne, W. R. (2013). A systematic review of the psychological and social benefits of participation in sport for children and adolescents: Informing development of a conceptual model of health through sport. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity, 10, 1-21. https://doi.org/10.1186/1479-5868-10-98Magistro, D., Cooper, S. B., Carlevaro, F., Marchetti, I., Magno, F., Bardaglio, G., & Musella, G. (2022). Two years of physically active mathematics lessons enhance cognitive function and gross motor skills in primary school children. Psychology of Sport and Exercise, 63, 102254. https://doi.org/10.1016/j.psychsport.2022.102254Owen, K. B., Foley, B. C., Wilhite, K., Booker, B., Lonsdale, C., & Reece, L. J. (2022). Sport participation and academic performance in children and adolescents: A systematic review and meta-analysis. Medicine & Science in Sports & Exercise, 54(2), 299-306. https://doi.org/10.1249/MSS.0000000000002786Pestana, E. R., de Carvalho, W. R. G., de Menezes Nunes, L. A., Almeida Junior, F. D. A. D. S., & Salvador, E. P. (2018). Sports practice and factors associated with school performance in grade and high school: comparison between athletes and non-athletes. Sport Sciences for Health, 14, 639-644. https://doi.org/10.1007/s11332-018-0478-6
Folge 24: Ein Interview mit Hannes Vitense - Bundestrainer Nachwuchs/Jugend des DSV
2025/03/02
Wie halten es Bundestrainer eigentlich mit wissenschaftlicher Evidenz? Und Welche Daten sammeln sie und welche Ableitungen wurden zuletzt im Nachwuchsschwimmsport des DSV daraus gezogen? Über diese Fragen spricht Lukas Mundelsee in dieser Folge mit unseren Bundestrainer Nachwuchs/Jugend Hannes Vitense. Doch nicht nur über die wissenschaftliche Seite seines Tuns berichtet Hannes, sondern er gibt auch persönliche Einblicke in seinen Werdegang als Trainer, seine Philosophie als Bundestrainer sowie aktuelle Projekte des DSV.
Ihr habt Fragen, die ihr Hannes Vitense immer schon mal oder jetzt nach dieser Folge stellen wollt? Dann schreibt uns an: [email protected]
Folge 23: Ein Interview mit Tom Vandenbogaerde - Physiologe im internationalen Spitzenschwimmsport
2025/01/31
In dieser Folge sprechen Ilka Staub und Christoph Zinner im Rahmen des Symposiums „Science in Swimming – Wissenschaft ins tägliche Training übersetzen“ (09/2024) mit dem Sportphysiologen Tom Vandenbogaerde (PhD) über seine Arbeit im internationalen Spitzenschwimmsport in Neuseeland, Australien und Kanada.
Das größte Potenzial für die Gestaltung von Schwimmtraining von Weltklasseathleten sieht Tom Vandenbogaerde in dem Verständnis und Berücksichtigung der individuellen Anpassungen von Sportler*innen sowie von übergreifendem Training, d.h. zum intensiven Wassertraining ergänzende Trainingsreize durch weitere Sportarten, wie beispielsweise Klettern oder Martial Arts. Dadurch können in der konditionell-determinierten Sportart Schwimmen neben der vielfältigen athletischen Ausbildung auch charakterbildende Reize gesetzt werden. Des Weiteren schreibt Tom Vandenbogaerde der Analyse und dem Verständnis von Einzelfallstudien einen großen Stellenwert zu, um aus der Leistungsentwicklung und der Erfahrung von erfolgreichen Sportler*innen zu lernen. Bezogen auf den Einsatz von technologischen Tools erachtet Tom Vandenbogaerde Videofeedback und Videoanalysen als sehr sinnvoll und hilfreich. Hingegen ordnet er den übermäßigen Einsatz von Technikübungen als überbewertet ein. Auf die abschließende Frage, was in seinem beruflichen Werdegang für ihn entscheidend war, betont Tom Vandenbogaerde den großen Stellenwert seiner Mentoren, die ihn begleitet haben und intensiven inhaltlichen sowie ehrlichen Austausch mit verschiedenen Fachleuten an den jeweiligen beruflichen Stationen.
Folge 22: Mental gesund am Beckenrand - Über psychische Herausforderungen und Resilienz im Traineralltag
2024/12/31
Wir Trainerinnen und Trainer sind ziemlich stark gefordert, nicht selten haben wir gleich mehrere Rollen zu erfüllen: Neben Technik- und Taktikvermittler sind wir Trainingsplaner, Organisator, Mentor, Pädagoge und oftmals auch Psychologe und Gesundheitsmanager für unsere Athleten. Und das gerade im Leistungssport so gut wie jeden Tag. Zur Ruhe kommen wir selten. Selbst in vermeintlichen Pausenzeiten sitzen wir zum Beispiel über der Saisonplanung oder organisieren das nächste Trainingslager. Dass es uns selbst dabei auch mal mental nicht gut gehen kann, ist mittlerweile durch Studien gut belegt. Gesprochen wird darüber jedoch selten. Das wollen wir ändern! In dieser Folge widmen sich die Sportpsychologin Tabea Werner und Lukas Mundelsee als Host daher der mentalen Gesundheit von Trainerinnen und Trainern. Welche Faktoren können zu psychischen Schwierigkeiten führen, wie erkennt man diese, was kann man tun, wenn man sich mental nicht fit fühlt? All das sind Fragen, denen diese Folge der BigPoolTheory nachgeht.
Allgemeine Anlaufstellen
Telefonseelsorge: https://www.telefonseelsorge.de/
Stiftung Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/start
116117: https://www.116117.de/de/index.php
Spezielle sportpsychologische Anlaufstellen
Expertendatenbank: https://www.edl.asp-sportpsychologie.de/expertinnendatenbank-leistungssport/asp-expertinnenliste
DSTV Sportpsychologen: https://dstv-schwimmtrainer.de/mitgliedschaft/mitgliederbereich.html
Athletes in Mind: https://www.athletes-in-mind.de/
Publikationen, auf die wir uns beziehen:
Frost, J., Walton, C.C., Purcell, R. et al. (2024). The Mental Health of Elite-Level Coaches: A Systematic Scoping Review. Sports Med - Open, 10. 16. https://doi.org/10.1186/s40798-023-00655-8
Gouttebarge V, Castaldelli-Maia JM, Gorczynski P, et al. (2019). Occurrence of mental health symptoms and disorders in current and former elite athletes: a systematic review and meta-analysis. British Journal of Sports Medicine, 53. 700-706. https://doi.org/10. 1136/bjsports- 2019- 100671
Bilgoe SC, Moen MH, Raedts E, et al. (2024). Mental health symptoms among Dutch elite athletes and their coaches: a cross-sectional study. BMJ Open Sport & Exercise Medicine, 10. e001821. https://doi.org/10.1136/bmjsem-2023-001821
Altfeld, S., Mallett, C. J., & Kellmann, M. (2015). Coaches’
burnout, stress, and recovery over a season: A longitudinal study. International Sport Coaching Journal, 2(2), 137-151. https://doi.org/10.1123/iscj.2014-0113
Kegelaers, J., Wylleman, P., van Bree, I. B. N., Wessels, F., &
Oudejans, R. R. (2021). Mental health in elite-level coaches: Prevalence rates and associated impact of coach stressors and psychological resilience. International Sport Coaching Journal, 8(3), 338-347. https://doi.org/10.1123/iscj.2020-0066
Folge 21: Individuelles Feedback im Schwimmtraining Teil 2 - Schau's dir an! Videofeedback zur Unterstützung des motorischen Lernens
2024/11/30
Feedback ist ein zentraler Bestandteil im Verlauf eines Lernprozesses, um einen wiederholten Soll-Ist-Vergleich herzustellen und die Motivation innerhalb des motorischen Lernens zu steigern. Zu dem Thema Feedback wurden bereits in Folge 12 das Show Room Prinzip vorgestellt und in Folge 16 das Echtzeitfeedback mithilfe von Spiegeln am Schwimmbeckenboden thematisiert.
In der heutigen Folge sprechen Ilka Staub und Lukas Abel über verschiedene Varianten des Videofeedbacks. Zur
Unterstützung des motorischen Lernens kann das Videofeedback in der Technikvermittlung als bewährte Methode und sinnhafte Ergänzung eingesetzt werden. Mithilfe von Smartphones oder Tablets ist es möglich den Lernprozess relativ einfach visuell zu unterstützen, um beispielsweise Bewegungsvorstellungen zu schaffen oder Soll-Ist-Vergleiche herzustellen. In dieser Folge stellen Ilka Staub und Lukas Abel die drei verschiedenen Methoden des visuellen Feedbacks (Star Modeling, Self Modeling und Self Observation) mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen vor. Auf der Basis der Ergebnisse einer aktuellen systematischen Literaturrecherche sowie den eigenen praktischen Erfahrungen werden Empfehlungen für den Einsatz des visuellen Feedbacks im Lehr- und Trainingsbetrieb im Schwimmsport ausgesprochen.
Die Übersichtsarbeit, auf die sich die Podcast-Folge hauptsächlich bezieht:
Abel, L., Staub, I., & Vogt, T. (Angenommen/Im Druck). Motorisches Lernen und Video Modeling: Eine systematische Analyse von Gelingensbedingungen im Kontext schulischen Schwimmens. in C. Steinberg, & B. Bonn (Hrsg.), Digitalisierung und Sportwissenschaft (S. 133 - 148). (Brennpunkte der Sportwissenschaft; Band 41). Academia Verlag.
Folge 20: Power Posing im Sport - Zauberwaffe oder Humbug?
2024/10/31
Unter Power Posing versteht man eine Methode aus der (Sport-)Psychologie, bei der man eine raumeinnehmende Körperhaltung einnimmt, um so positive Effekte auf das eigene Empfinden und - in unserem Fall - dadurch auch auf die sportliche Leistung zu erzielen. Sich breitbeinig hinstellen, die Arme hinter dem Kopf verschränken oder die Hände in die Hüfte stemmen - das sind nur drei Beispiele, wie man Power Posing umsetzen kann und wie es man auch immer mal wieder bei Sportlerinnen und Sportlern vor ihren Starts sieht. Doch bringt das tatsächlich etwas? Und gibt es Formen des Power Posings, die mehr Erfolg versprechen als andere? Diesen Fragen gehen wir in dieser Folge der BigPoolTheory nach. Lukas Mundelsee spricht hierzu mit Dr. Robert Körner. Der promovierte Psychologe forscht und lehrt an der Universität Bamberg und publizierte 2022 zusammen mit Kollegen eine Meta-Analyse zu den Effekten von Power Posing auf verschiedene psychologische, physiologische und verhaltensbezogene Variablen. Die Studie kann unter folgendem Link vollständig gelesen werden:
https://www.researchgate.net/publication/360577810_Dominance_and_prestige_Meta-analytic_review_of_experimentally_induced_body_position_effects_on_behavioral_self-report_and_physiological_dependent_variables
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