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Pur und Ungesüßt - Der Künstler*innen Talk

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Kategorien
Land
Austria
Dieser Podcast hat
61 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Stefan Pauser
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/01/25
Neueste Episode
2026/10/08
Durchschnittsdauer
36 min.
Veröffentlichungsintervall
38 Tage

Beschreibung

In Pur und Ungesüßt - Der Künstler*innen Talk treffe ich spannende Persönlichkeiten aus der österreichischen Kunst- und Kulturbranche und spreche mit ihnen über ihr künstlerisches Schaffen, Höhen und Tiefen ihrer Karriere und über das Menschsein in all seinen Facetten. Was bewegt sie? Was treibt sie an? Wie sehen sie die Welt? Persönliche und politische Gespräche, die emotional berühren, unterhalten und zum Nachdenken einladen. Pur und Ungesüßt wird auf Radio Orange 94.0 ausgestrahlt und ist als Podcast auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

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Selina Heindl: Schauspielerin
2026/10/08
Selbstzweifel. Kritik. Liebe. Und die Frage: Wie hält man sich eigentlich selbst aus? Was braucht es, um sich als Schauspielerin wirklich freizuspielen? Selina Heindl über das Handwerk, die Freude am Spielen und die Freiheit, auf der Bühne und vor der Kamera ganz im Moment zu sein. „Die Technik, die ich an der Schauspielschule gelernt habe, gibt mir die Sicherheit und die Möglichkeit, mich auf der Bühne oder vor der Kamera freizuspielen.“ Wie viel Selbstzweifel gehört dazu? Wie gelingt es, die eigene Arbeit wertfrei zu betrachten? Und wo liegen die Grenzen zwischen ehrlichem Feedback und dem, was niemand hinnehmen sollte? „Kritik und Feedback ja, Mobbing und Beleidigungen nein.“ Auch der eigene Film im Kino kann eine ganz besondere Herausforderung sein: „Ich tu mir schwer, meine Filme im Kino anzuschauen. Ich liebe den Prozess, das Drehen, aber ich muss das Endergebnis dann gar nicht sehen", sagt sie mit einem Schmunzeln im Gesicht. Und dann geht es um Liebe, Freiheit und die Grenzen, die Gesellschaften Menschen immer wieder gesetzt haben: „Menschen haben immer Menschen geliebt, egal welches Geschlecht, nur konnte man es nicht zu allen Zeiten immer so ausleben.“ Ein Gespräch über den Mut, sich zu zeigen und darüber, wie man lernt, sich selbst auszuhalten.
Pia Reiser: FM4-Filmkritikerin
2026/09/03
Niemand spricht über Filme wie sie. Viele kennen ihre Stimme aus dem gefeierten FM4-Filmpodcast, doch heute ist die sympathischste Filmkritikerin des Landes ausnahmsweise nicht auf FM4, sondern in "Pur und Ungesüßt" zu hören. Pia Reiser liebt - Achtung Spoiler - das Kino und alles was Kino mit einem macht, wenn man sich nur darauf einlässt: „Das Tolle am Film ist, dass man in ganz absurde Welten hineinstolpert und etwas für sich entdecken kann.“   Im Gespräch geht es um ihre besondere Art, über Filme zu sprechen ("Flapsigkeit for the win") und warum Wien im internationalen Vergleich als „Kino-Paradies“ gilt.  Wie schreibt man eine gute Filmkritik? „Es sollte nie nur um den Film gehen.“ Was also steckt hinter einer Geschichte warum lassen uns manche Filme völlig kalt und andere nicht mehr los? Und wie viel muss man eigentlich über einen Film wissen, bevor man sich ein Urteil erlaubt?
florian: Singer-Songwriter, Producer, Podcast-Host
2026/08/06
Prima la musica oder prima le parole? "Ich lass mich total von der Melodie und den Instrumenten leiten.“ florians Indie-Pop-Sound ist gefühlvoll, ehrlich und hat Ohrwurm-Potential (trust me, ich spreche aus Erfahrung). In seiner neuen Single “Empty Space” singt florian die berührende Zeile “And it finally feels like home”. Was für den Oberösterreicher Heimat bedeutet? „Da, wo ich so sein kann, wie ich bin, ist meine Heimat und mein Zuhause.“  Zeit und Aufmerksamkeit sind mitunter das Wertvollste, was wir einander schenken können. Als Host des Podcasts „Best Guest“ nimmt sich florian genau diese Zeit für Musiker:innen und andere spannende Persönlichkeiten – und schafft Raum und Zeit für Gespräche. photo credit (c) David Reiner
Ruth Brauer-Kvam: Schauspielerin und Regisseurin
2026/07/02
Ruth Brauer-Kvam ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen und Regisseurinnen unserer Zeit und prägt seit Jahrzehnten die Theaterlandschaft im deutschsprachigen Raum: Wiener Staatsoper, Volksoper, Theater an der Wien, Burgtheater, Komische Oper Berlin,... „Erfolg ist für mich, wenn die Leute auf der Bühne eine Mordsgaudi haben und ich das Publikum berühren kann.“   Darf Theater "nur" Unterhaltung sein oder muss es immer auch politisch sein? Wie viel Einfluss hat die Regie eigentlich auf die Besetzung? Und wie schafft es Ruth in ihrer Arbeit als Regisseurin unseren Kanon, die Darstellung von Frauenfiguren und klassische Geschlechterrollen auf der Bühne zu hinterfragen und aufzubrechen? Wir sprechen außerdem über Ruths unbändige Liebe zur vielfach belächelten Operette, die in ihren Ursprüngen „viel dreckiger, burlesker und sexueller“ war und über den Moment und die Energie kurz vor einem Auftritt: „Wenn's los geht, dann geht der Ofen an!“ photo (c) Sam Dopona
Florian Jung: Schauspieler und Regisseur
2026/06/04
Florian Jung spielt seit über zwei Jahrzehnten in Filmen, Serien und am Theater. Dass heute deutlich mehr Geschichten über Menschen mit Behinderung erzählt werden, ist ein Fortschritt, der nicht selbstverständlich ist. „Wir mussten damals die Türen auftreten.“ Wir sprechen über seine Faszination von Rollen mit großer Fallhöhe und eine Aktion des Unsichtbaren Theaters, die so überzeugend war, dass sogar die Polizei gerufen wurde. Sein positiver Blick auf die Welt musste sich erst entwickeln: “Ich war nicht von Anfang an der Berufsoptimist". In seinem aktuellen Programm geht er existenziellen Fragen des Lebens nach: Was ist Zeit? Können wir beeinflussen, wie sie vergeht? Und wie viel Zeit bleibt uns noch?photo credit (c) Carina Kittenberger
MOVSKI: Rapper
2026/05/06
Der Wiener Rapper Movski zeigt, wie vielfältig Hip-Hop als Kunstform sein kann: Gefühlvoll, roh und ehrlich. Was ihn am meisten begeistert? " Wenn Menschen echte Geschichten erzählen!" Im Gespräch erzählt er außerdem, warum Hildegard Knef für ihn „die beste deutschsprachige Texterin aller Zeiten“ ist und wieso Hip-Hop Menschen eine Stimme gegeben hat, die davor keine hatten. Wir sprechen über gesellschaftlichen Wandel, Verantwortung und warum wir alles kritisieren dürfen und keine Angst vor Gegenwind haben sollten. Gerade viele Männer würden aktuell lernen, dass sich gesellschaftlich etwas verändert – ein Kulturwandel, der für manche schmerzhaft, aber für uns als Gesellschaft dringend notwendig ist. Dabei gehe es auch darum, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und mit möglichen Konsequenzen zu leben. Ein Gespräch über Musik, Haltung und wie man es schafft, zu sich selbst zu finden. photo credit (c) Bettina Kunz
Matthias Gaeta: Content Creator, Influencer, Aktivist
2026/03/05
Gute Laune und knallharter Aktivismus – geht sich das aus? Oh ja. Und wie! Online ist Matthias Gaeta längst eine fixe Größe mit stetig wachsender und sehr treuer Fanbase. Inzwischen ist er auch öfters im TV unterwegs und dabei immer laut, wenn’s unbequem wird. Was passiert, wenn ein Mitte-30-jähriger mehrgewichtiger, schwuler Influencer auf einen 72-jährigen pensionierten Personalberater mit zweifelhaften Wertvorstellungen trifft? Das war kürzlich in der ORF-Sendung “Ansichtssache - Was ist schon normal?” zu sehen. Eine echte Herausforderung für Matthias bei den queer-feindlichen, misogynen und rassistischen Aussagen seines Gegenübers ruhig zu bleiben: “Abseits einer Fernsehsendung diskutiere ich mit solchen Menschen ganz einfach nicht!” “Raw. Ungefiltert. Good Vibes. Mit Tiefgang.” So beschreibt Matthias sein Insta-Profil. Dass er ein grandioser Geschichtenerzähler ist und Menschen begeistern und mitreißen kann, stellt er regelmäßig in seinen Stories und Reels unter Beweis. Wohin geht seine Reise? “Am allerliebsten hätte ich eine Gute-Laune-Talk-Show mit Gästen und Musik!” photo credit (c) thecreatorsat
Sophie Eidenberger: Kostüm- und Bühnenbildnerin
2026/02/05
Was haben „Aal-Golf Hitler“, die Wiener Festwochen und ein post-apokalyptisches Wien gemeinsam? Richtig: Sophie Eidenberger hat bei allem ihre Finger im Spiel. Als Kostüm- und Bühnenbildnerin erzählt sie Geschichten über Bilder, Räume und Körper – ganz ohne Worte. Originalität und “harte Kunst”? Völlig überschätzt, findet Sophie. Entscheidend sind Konzept und Kontext. “Ich glaub immer weniger an diese Originalität. Wir leben ja nicht im luftleeren Raum. Wir leben mit den Referenzen und werden von ihnen beeinflusst.“ Eigentlich wollte Sophie Drehbuchautorin werden, doch ein Uni-Kurs bei einem Szenenbildner aus dem Umfeld von Werner Herzog machten Kostüm- und Setdesign zum Zentrum ihrer Arbeit. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen führte sie ihr Weg u.a. zum ZDF Neo Magazin Royale, zum Thalia Theater Hamburg und zur Neuen Staatsoper Wien. Aktuell bereitet Sophie die zwei Nesterval-Produktionen "WALLDEN" und "DONAUGOLD" vor, die beide im Frühling Premiere feiern werden. photo credits (c) Nikolaus Adler
Anne Wieben: Opernsängerin
2025/12/04
Anne Wieben ist Opernsängerin, Schauspielerin, Executive Director einer Operncompany, Festivalleiterin von “Opera on the Lake” und Teil des legendären Nesterval-Ensembles. Dieses Jahr stand sie an der Neuen Staatsoper Wien auf der Bühne, tourte mit dem Orchester der Wiener Volksoper – und 2026 erscheint ein neuer Opernfilm mit ihr in der Hauptrolle. Im Gespräch erzählt sie, wie sich ihre Stimme über die Jahre entwickelt hat: „Mit 18 hast du keine reife Stimme. Ich habe 100 % stimmliche Sicherheit gefunden, als ich 30 war, aber in der Oper bist du als Sopranistin mit 35 schon alt. Das ist ein Problem.” Wie sie mit Kritik und veralteten Erwartungshaltungen umgeht? „Ich bin nicht hier, um jedem zu gefallen!“ Anne schafft sich ihre eigenen Bühnen - sie bewegt sich mühelos zwischen Hochkultur und Kleinkunst und begeistert ihr Publikum auf großen Opernbühnen und in kleinen Off-Spaces. “Ich liebe beides und ich brauche beides!" photo credit (c) Kati Vertigo / Studio Yeah
MARINA & THE KATS: Indie Swing Band
2025/11/06
Marina & The Kats touren mit ihrem ganz speziellen Indie-Swing Sound durch die ganze Welt und katapultieren Swing-Musik in die Jetztzeit.  Dieses Jahr war "die kleinste Bigband der Welt" für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert. Die Band teilt nicht nur gemeinsame Werte, sondern auch das Schlagzeug: 3 von 4 Bandmitgliedern spielen Drums. Das Konzept “Shared Drums” ist inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden. Was sie an der Swing-Musik so fasziniert? "Dass die Schönheit und die Schirchheit so gut miteinander funktioniert. In der Swingmusik wurden sozialkritische Themen angesprochen und gleichzeitig wurde dazu getanzt." Die Blütezeit des Swing in den 1930ern und 1940ern war geprägt von weltpolitischen Turbulenzen - Parallelen zum aktuellen Weltgeschehen drängen sich auf. Ob jetzt wieder die Zeit für kritische Texte und tanzbare Sounds gekommen ist? "Haltung zeigen kommt nie aus der Mode!" photo credits (c) Tim Cavadini
Stella Maria Barghouty: Sängerin
2025/10/02
Mit 16 auf dem Weg nach ganz oben: Sängerin Stella Maria Barghouty. “Egal wo ich bin, ich suche immer die Bühne.” Und genau dadurch hat sich ihr Leben inzwischen komplett verändert. Auf einem Norwegen-Urlaub mit ihrer Familie singt Stella spontan bei einer Open-Mic-Night in einer Bar. Der Musikproduzent Martin Kleveland, der schon mit Lionel Richie, Jessie J und den Sugababes zusammengearbeitet hat, sitzt just an diesem Abend im Publikum und wird auf sie aufmerksam. Wenige Monate später ist das gemeinsame Werk fertig: 2026 erscheint Stellas Debütalbum mit Pop-Balladen und knalligen Dance Tracks.
Mademoiselle Giselle: Drag Queen
2025/09/04
"Drag hat mich gefunden!" Offen und mit einem Augenzwinkern spricht Mademoiselle Giselle über die Geschichte hinter ihrem neuen Namen, den Verlust ihres "Bordells" und ihren unermüdlichen Einsatz für die Wiener Drag-Szene. Als Mitbegründerin des Vereins rund um den „Lipstick Ball“ und die legendäre „Drag Of The Night“-Wahl fördert sie gemeinsam mit Sassica Rabbit, Lexi Labor und Miss Patty Fanny die nächste Generation queerer Kunst. Eine Folge über Glamour, Zusammenhalt und die Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden. photo credits (c) Kevin Tuider/Uschi Pix
Ruhmer: Musiker
2025/07/04
Ruhmers musikalische Laufbahn begann am Schlagzeug – heute steht er ganz vorne auf der Bühne. Ruhmer war Live-Drummer bei der Band Oehl und tourte als Support Act mit Herbert Grönemeyer. 2023 veröffentlichte er sein Debütalbum "Cherryland", vor kurzem folgte das zweite Album: "Masterplan". Doch gibt es den eigentlich - den Masterplan für sein Leben? In dieser Folge sprechen wir über einschneidende Lebensentscheidungen, darüber, wann ein Werk wirklich fertig ist und Songs wie "Kill Me Now", die von toxischen Beziehungen erzählen und wie man sich davon befreit. Außerdem erzählt Ruhmer, wie er heute mit der Energie bei Live-Auftritten umgeht und warum er es liebt, sein Publikum zu erobern.
Andreas Födinger / AF90: Musiker
2025/06/05
Er ist seit zwei Jahrzehnten ein fixer Bestandteil der österreichischen Musikszene: Andreas Födinger ist Mitbegründer der legendären Band "Bilderbuch", langjähriger Schlagzeuger und Gitarrist und seit 2022 mit seinem neuen Projekt "AF90" unterwegs. Andreas weiß, was es für einen Hit braucht: "Das richtige Timing. Ich bin überzeugt, zwei Jahre früher hätte "Maschin" nicht den gleichen Impact gehabt." Wie man es nach so vielen Jahren im Geschäft schafft, die Leichtigkeit zu behalten? "Jeder Künstler hat Selbstzweifel, aber den Druck macht man sich ja nur selbst. Es ist ok einen Song nur für sich zu haben. Scheiß drauf, ob der im Radio gespielt wird oder ob jemand anderer ihn gut findet." Sein Geheimrezept: "Weniger darauf schauen, was anderen gefallen könnte oder gerade dem Zeitgeist entspricht, sondern das tun, was man selber geil findet!" photo credit (c) Liebentritt
Tereza Kotyk: Regisseurin und Drehbuchautorin
2025/05/08
„Ich hab manchmal das Gefühl, ich könnte aus allem eine Geschichte erzählen“, sagt Regisseurin und Drehbuchautorin Tereza Kotyk über ihren unbändigen Erzähldrang. Am 9. Mai kommt ihr neuer Film “Nebelkind - The End of Silence” in die österreichischen Kinos. Bildgewaltig und berührend erzählt Tereza die Geschichte von drei Frauen. Auf den Spuren eines entlaufenen Wolfes begibt sich die Wolfshüterin Hannah nur widerwillig in das tschechische Heimatdorf ihrer Großmutter, nahe der österreichischen Grenze. Hier lebt Hannahs Mutter, die sich mit der versuchten Aufarbeitung der traumatischen Familiengeschichte keine Freunde im Dorf gemacht hat. Auch Hannah kann sich der tabuisierten Vergangenheit nicht länger entziehen. „Wir erzählen einander Geschichten, um anderen näher zu sein und uns zu verbinden.“ Ihre Filme entstehen aus dieser Sehnsucht nach Nähe, nach dem Unsagbaren, nach dem, was unter der Oberfläche liegt. Für Tereza ist klar: „Das Leben ist wie ein Kreis und niemals linear.“ Und Kunst? „Kunst kann  verändern und Perspektiven öffnen.“

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