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Troststoff

Werben im Podcast: Troststoff

Dieser Podcast hat
24 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Winnie Heescher
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/02/15
Neueste Episode
2025/12/17
Durchschnittsdauer
57 min.
Veröffentlichungsintervall
97 Tage

Beschreibung

Du suchst ein Buch, weil Du jemanden verloren hast? Eine Geschichte, die Dich ablenkt, wärmt, Dir Halt gibt? Ein Buch für jemand anderen, der trauert? TROSTSTOFF ist ein Literaturpodcast, in dem Geschichten über Tod, Trauer und Trost erzählt werden. Wahre und fiktive Geschichten über das Abschiednehmen. Meistens geht es um andere Bücher als die, die in Buchhandlungen im Regalmeter "Tod und Trauer" stehen. Mit den Autor*innen dieser Bücher spricht die Journalistin Winnie Heescher.

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Episode 24: "Für immer seh ich dich wieder"
2025/12/17
Charlotte und Yannic erwarten einen Sohn, Gustav. Sie haben begonnen, sich einzurichten, Projekte abgeschlossen, Elterngeld ausgerechnet. Gustav kann kommen. Doch an dem Abend, an dem sie eine Party geben wollen, verspürt Charlotte Schmerzen. Wenige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin verstirbt Gustav, plötzlich und unerwartet an einer sehr seltenen Komplikation. Im Troststoff-Gespräch erzählt Gustavs Vater Yannic Han Biao Federer von all den unsagbar erscheinenden Gedanken und Gefühlen - für die er Worte gefunden hat in seinem Buch „Für immer seh ich dich wieder“.
Episode 23: Martin Schäuble über "Alle Farben grau"
2025/01/25
Im Juni 2020 hängen in Frankfurt Plakate in den Strassen: Ein 16jähriger Junge wird gesucht. Tage später wird er tot aufgefunden. Er hat sich das Leben genommen. Die Eltern dieses Jungen treten an den Journalisten und Autor Martin Schäuble heran und bitten ihn, sich des Themas anzunehmen. So entsteht “Alle Farben grau”, ein Roman, der vom Leben des 16jährigen Paul erzählt, von seinen Begabungen, von seinen Depressionen, vom Versuch, ihm zu helfen. Wie finden sich die richtigen Worte für das, was geschehen ist? Warum wurde die Depression zu spät erkannt? Wie weitermachen? Ein Gespräch mit Martin Schäuble.
Episode 22: Tobias Rüther über "Arbeit und Struktur" von Wolfgang Herrndorf
2024/02/10
Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf nahm sich 2013 das Leben, nachdem er unheilbar erkrankt war. “Er ertrug es nicht, nicht sagen zu können, welche Farbe Ketchup hat. Sprache war für ihn Ausdruck, die Welt im Griff zu haben”, sagt sein Biograph Tobias Rüther. “Als die Sprache schwindet, ist es das Furchtbarste für ihn – abgesehen vom Furchtbaren, das ihm ohnehin schon geschieht.” Wolfgang Herrndorf hat die Jahre nach der Diagnose in einem Blog festgehalten: “Arbeit und Struktur”. Dieser erscheint später auch als Buch. Es ist mitunter schwer, das Fortschreiten der Krankheit auszuhalten beim Lesen, aber es ist auch ein witziges, ironisches Buch, ein Buch über das Schreiben und über Freundschaft. Und es ist ein einzigartiges Buch in seiner Form und Sprache.
Episode 21: Ein Gespräch mit Josephine Mark über "Trip mit Tropf"
2023/12/12
Josephine Mark wäre gerne stundenlang durch den Wald gestromert, mit Chemotherapie geht das aber nicht. Also zeichnet sie ihren eigenen Wald - der Comicroman "Tripf mit Tropf" entsteht. Ein Gespräch über Freundschaft, Zusammenhalt und Fürsorge, einen jahrhundertealten Wolfskodex und die besondere Verantwortung, Bilder in die Welt einzuspeisen.
Episode 20: Christoph Danne mit "Solo für Phyllis"
2023/07/09
Ein Paar erwartet ein Kind. Es soll Phyllis heißen. Bei der pränataldiagnotischen Untersuchung zeigen die schwarz-weiß-Bilder das Schwarz-Weiß der diagnostischen Welt: einen schwerer Herzfehler und möglicherweise eine schwere geistige Beeinträchtigung. Die Ärzte raten zum Abbruch. Die Eltern, Christoph Danne und seine Partnerin, lehnen das ab. Über diese Zeit hat Christoph Danne ein Buch geschrieben: “Solo für Phyllis”. Ein Troststoff-Gespräch über Angst und Hoffnung, Kastanien und den ersten Menschen im Weltraum, über schöne Begegnungen vor Wollläden und vor allem über Liebe.
Episode 19: "Die besten Beerdigungen der Welt" mit Ute Wegmann
2023/04/10
“Die besten Beerdigungen der Welt” von Ulf Nilsson ist ein Kinderbuchklassiker. Drei Kinder finden an einem langweiligen Sommertag eine tote Hummel und beerdigen diese. Und dabei sollte es nicht bleiben! Ute Wegmann hat dieses Buch verfilmt. Warum das gar nicht so einfach war, wie wichtig Trauergedichte, Spielen und Langeweile sind und warum sie selbst als Kind nicht ein einziges totes Tier beerdigt hat, darüber erzählt sie in diesem Gespräch. Und über Ulf Nilsson, der leider schon verstorben ist.
Episode 18: "Über die Vergänglichkeit" mit Ina Schmidt
2023/02/28
Irgendwann werden wir alle sterben – wie leben wir mit diesem Gedanken? Verdrängen wir ihn, ignorieren wir ihn oder setzen wir uns mit ihm auseinander? Ein Gespräch mit der Philosophin Ina Schmidt über die Vergänglichkeit und das Abschiednehmen, über Anfänge, die im Ende stecken können und über einen Koffer ihrer Großmutter.
Episode 17: "Einmal im Leben" mit Barbara Zoschke
2023/02/03
"Einmal im Leben möchte ich" – wie geht der Satz für Dich weiter? In dieser Episode geht es um’s Wünschen. Die Autorin Barbara Zoschke hat Hunderte von Menschen nach ihren Wünschen gefragt. Junge Menschen, alte Menschen. Und ein Buch daraus gemacht: "Einmal im Leben" mit Illustrationen von Katrin Stangl. Ein Gespräch über die Herkunft unserer Wünsche über das Wünschen im Laufe des Lebens und das Tröstliche, das in unseren Wünschen stecken kann.
Folge 16: Johannes Laubmeier über "Das Marterl"
2022/11/27
Der Vater stirbt durch einen Verkehrsunfall. Viele Jahre später kehrt der Sohn in seine bayerische Heimat zurück. Er will die Vergangenheit rekonstruieren: den Unfall, seine Beziehung zu seinem Vater, seine Kindheit und Jugend. Was als Reportage gedacht ist, wird ein Roman: "Das Marterl". Ein Gespräch von Winnie Heescher mit dem Autor Johannes Laubmeier über das Erinnern und das Vergessen, über Rituale an Todestagen, über Schokopudding im Kühlschrank und Rilke.
Episode 15: Maren Wurster über "Papa stirbt, Mama auch" und "Totenwache"
2022/10/31
Die Mutter hat Demenz, der Vater hat Krebs im Endstadium. Und Maren Wurster steht mit Ende dreißig vor der Frage: Was mache ich mit meinen Eltern, was wird mit meinem Leben? Maren wohnt in Berlin, sie ist zu diesem Zeitpunkt frisch getrennt, alleinerziehend, und ihre Eltern leben in Stuttgart. Sie holt sie nach Berlin in ein Pflegeheim und schreibt über das, was sie erlebt, ein Buch: „Papa stirbt, Mama auch“ – es ist kein Buch über den Tod, es ist ein Buch über den Weg dahin: über Pflege der Eltern, Verzweiflung, schöne Erinnerungen. Und als der Vater gestorben ist, geht sie einen Schritt, den heute nur noch wenige gehen: Sie hält Totenwache. Drei Tage bleibt sie an der Seite ihres verstorbenen Vaters im Pflegeheim. Was sie in diesen drei Tagen macht und was sie über die Totenwache, den Tod und unseren gesellschaftlichen Umgang mit dem Sterben gelernt hat, erzählt sie hier in dieser Folge.
Episode 14 "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" mit Tamar Noort
2022/09/02
Tamar Noort erzählt über ihren Debütroman "Die Ewigkeit ist ein guter Ort": Elke, die Protagonistin dieses Buches, hat vor 15 Jahren ihren Bruder Chris durch einen Unfall in einem See verloren - doch darüber spricht sie nicht. Nicht mit ihren Eltern, nicht in ihrem Freundeskreis, nicht mit ihrem Freund. Was diese Sprachlosigkeit anrichtet, warum Gotteszweifel wichtig sind und welche Rolle tote Mäuse spielen können, davon erzählt die Autorin und Schriftstellerin Tamar Noort in diesem Gespräch. "Nichts schmerzt mehr als offen auszusprechen, wie weh etwas tut. Dass darin auch Erlösung steckt, weiß man aber erst, wenn man durch den Schmerz hindurchgeht."
Episode 13 Gespräch mit Melanie Garanin: "Nicht immer traurig zu sein, ist eine Entscheidung*
2022/08/07
"Wir werden immer, immer traurig sein, nie untraurig. Aber lass uns bitte versuchen, nicht immer, immer unglücklich zu sein. Bitte“, sagen Melanie Garanin und ihr Mann zueinander, nachdem ihr Sohn Nils mit drei Jahren gestorben ist. Bauchspeicheldrüsenentzündung. Der Verdacht, dass es sich um einen Behandlungsfehler handelt, steht von Anfang an im Raum. Juristisch wird er nicht anerkannt. Um wenigstens auf dem Papier für Gerechtigkeit zu sorgen, beginnt Melanie Garanin mit der Arbeit. Die Illustratorin und Erfinderin von liebenswerten Geschöpfen zaubert zwei Bücher in die Welt: „Nils. Von Tod und Wut. Und von Mut“ und „Was bleibt, ist Licht. Ein Trostbuch“. Im TROSTSTOFF-Gespräch erzählt sie, was aus ihrem Vorsatz geworden ist, nicht immer unglücklich zu sein, warum Hätte-Hätte-Fahrradkette nichts für sie ist und ihr der Herbst lieber ist als der Frühling. Es geht um Lampen als rasenden Reporterinnen, die Farbe Gelb und Viento. Und natürlich auch um Nils.
Episode 12: "Die Dinge unseres Lebens" mit Susanne Mayer
2022/05/28
Der Vater längst gestorben, die Mutter zieht in ein Seniorenheim. Das Elternhaus von Susanne Mayer bleibt zurück, gefüllt vom Keller bis zur Dachspitze mit dem Erbe mehrerer Generationen. Einen Sommer lang nimmt Susanne Mayer jeden Gegenstand in die Hand und entscheidet, was damit passieren soll. Ein Gespräch über die Dinge einer Familie, ein Gespräch über die deutsche Geschichte, die in diesen Dingen steckt.
Episode 11: "Mutterseelenallein" - Gespräch mit Britta Buchholz
2022/05/25
Britta Buchholz ist 31 Jahre alt, als bei ihrer Mutter Krebs diagnostiziert wird. Nur acht Wochen bleiben den beiden. In ihrer Trauer beginnt Britta zu schreiben - zunächst für sich, schließlich entsteht daraus ein Buch: "Mutterseelenallein. Eine Tochter findet ihren Weg." Das Buch ist auch eine Reflexion über das besondere Verhältnis von Töchtern und Müttern.
Episode 10: "Was bleibt, wenn wir sterben?" Gespräch mit Louise Brown
2022/03/31
Ein Gespräch mit Louise Brown über Beerdigungsregeln und den Wunsch, sich von ihrer Mutter nochmal verabschieden zu können. Über leere, kalte Häuser und den Herzschlag von Uhren. Über die harte Schule der Trauer und was sie in einem öffnet. Über den Weg einer Journalistin zur Trauerrednerin zur Schriftstellerin.

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