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Wissen gegen Krebs

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Dieser Podcast hat
60 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/03/09
Neueste Episode
2026/09/30
Durchschnittsdauer
14 min.
Veröffentlichungsintervall
37 Tage

Beschreibung

Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch, der ein klares Ziel verfolgt. Mit der Podcast-Serie «Wissen gegen Krebs» bringt die Journalistin Rebekka Haefeli diese beiden Pole zusammen: eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem Krebsbefall zur Regel wird. Die Podcast-Serie sendet direkt aus dem trauten Heim, dem Spital, dem Labor oder dem Behandlungszimmer. Sie gibt Einblick in die von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Projekte, die in der Forschungsdatenbank lediglich eine Nummer tragen, im echten Leben aber schicksalsweisend sind. Authentisch, packend, bewegend. Und immer voller Hoffnung. Doch hören Sie selbst. www.krebsforschung.ch/podcast Musik: Jim & Pete Thuli und Audiohub.de

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Erbliches Risiko – wenn Krebs in der Familie liegt
2026/09/30
«Ich versuche, das Leben zu geniessen», sagt Nadja (49). Seit sie weiss, dass sie das Lynch-Syndrom hat, gilt das umso mehr: Die erbliche Genmutation erhöht das Risiko für bestimmte Krebsarten. Auch ihre Mutter trägt diese in sich. Sie erkrankte bereits an Gebärmutterschleimhaut- und Darmkrebs und liess sich als Erste in der Familie testen. Nach dem Schock entschied sich Nadja, Gebärmutter und Eierstöcke vorsorglich entfernen zu lassen. «Forschung ist die Zukunft. Wir sind heute da, wo wir sind, weil andere vor uns geforscht haben», sagt Gynäkologin Nicole Bürki vom Universitätsspital Basel. Gemeinsam mit Ursina Zürrer, Nadjas Onkologin am Kantonsspital Winterthur, ist sie an der schweizweiten Studie «Cascade» beteiligt. Die Studie untersucht, wie Familien mit erblich bedingtem Krebs besser unterstützt werden können. Denn am Anfang steht meist nur eine Person, die sich testen lässt. Danach stellt sich jedoch auch die Frage, wie möglicherweise betroffene Angehörige Zugang zu Beratung, Gentest und früher Vorsorge erhalten.
Forschung für die Kleinsten – Hirntumoren bei Kindern
2026/08/26
Mit nur drei Monaten wurde bei einem kleinen Jungen ein Hirntumor entdeckt. Heute erzählen seine Eltern, wie sie diese schwere Zeit erlebt haben und warum Forschung für sie so wichtig ist. Beim Treffen im Universitäts-Kinderspital Zürich ist auch die behandelnde Neuro-Onkologin Ana Stücklin dabei. Mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz untersucht sie, warum manche kindlichen Hirntumoren nicht oder nur vorübergehend auf Therapien ansprechen. Denn auch wenn diese Erkrankungen selten sind, sterben noch immer Kinder an Hirntumoren. Gerade deshalb ist die Forschung so dringend. Die Familie des Jungen weiss aus eigener Erfahrung, wie wichtig Fortschritte in der Behandlung sind: «Dank der Forschung haben wir immer die bestmöglichen Therapien für unseren Sohn bekommen.» Welche ersten Anzeichen auf einen Hirntumor hindeuten können, wodurch der Tumor bei dem Jungen entdeckt wurde und wie es ihm heute geht, jetzt in der aktuellen Folge von «Wissen gegen Krebs» anhören.
Flüssigbiopsie bei Krebs – was Liquid Biopsy heute schon kann
2026/06/24
«Statt Gewebe zu entnehmen, reicht bei der sogenannten Liquid Biopsy eine einfache Blutentnahme», erklärt Heather Dawson vom Institut für Gewebemedizin und Pathologie der Universität Bern. Diese Flüssigbiopsie gilt als einer der spannendsten Ansätze der modernen Krebsmedizin. Doch wie gross ist ihr Potenzial und wo liegen die Grenzen? Gemeinsam mit Sabine Schmid vom Inselspital Bern ordnet Dawson den aktuellen Stand ein. Beide Expertinnen betonen, dass die Methode für viele Anwendungen noch nicht ausreichend erforscht ist und weiterhin kritisch untersucht werden muss. Im Zentrum der Folge steht Dawsons Forschung zu Darmkrebs: Flüssigbiopsien könnten künftig helfen, Therapien gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten abzustimmen, unnötige Untersuchungen und Behandlungen zu vermeiden und neue Wege für die Früherkennung zu eröffnen. Sicher ist: Liquid Biopsy wird noch einen grossen Einfluss auf die Krebsmedizin haben.
Antihormontherapie bei Brustkrebs nach den Wechseljahren
2026/05/27
In der Schweiz erhalten jährlich rund 6500 Frauen die Diagnose Brustkrebs, die meisten nach dem 50. Lebensjahr. Viele Betroffene kennen deshalb bereits Beschwerden der Wechseljahre. Prof. Petra Stute vom Inselspital Bern erforscht mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz die Brustkrebsbehandlung nach der Menopause. Ihr Ziel: Frauen sollen trotz belastender Nebenwirkungen ihre Krebstherapie fortsetzen können, denn ein Abbruch kann das Rückfallrisiko erhöhen. «Es gibt Angaben, dass bis zu 40 Prozent der Frauen ihre Therapie abbrechen», sagt die Ärztin. Besonders bei hormonabhängigen Tumoren müssen Betroffene ihre bisherige Hormontherapie gegen Wechseljahrbeschwerden sofort stoppen, da Östrogen das Wachstum der Krebszellen anregen kann. Allerdings kehren dann die Wechseljahrbeschwerden zurück oder werden durch die Antihormontherapie zusätzlich verstärkt. In dieser Folge erzählt die 61-jährige Frau S., wie sie seit ihrer Diagnose im Januar 2025 mit Hitzewallungen, Osteoporose-Risiko und Antihormontherapie umgeht. Mehr Infos zu den Wechseljahren: menoqueens.com.
Mundhöhlenkrebs bei jungen Menschen – wenn Risikofaktoren fehlen
2026/04/29
32, frisch verlobt und mitten im Aufbau ihrer eigenen Event-Firma – bis eine Diagnose alles verändert: Zungenkrebs. Barbara Fountain hatte nie geraucht, doch ein harmlos wirkendes Bläschen auf der Zunge entpuppte sich als Tumor. «Ich wusste nicht einmal, dass es das gibt», sagt sie. Fälle wie ihrer nehmen zu, besonders bei jungen Frauen, und das unabhängig von Alkohol- oder Tabak-Konsum, erklärt HNO-Spezialist Patrick Bergsma vom Inselspital Bern. Er forschte mit Unterstützung der Krebsforschung Schweiz zu diesem Thema. In der Schweiz erkranken jährlich rund 1200 Menschen an Mundhöhlenkrebs. Barbara Fountain hat inzwischen «Young Tongues» gegründet, um Betroffene weltweit zu vernetzen. Wie es ihr heute geht, erzählt sie in der aktuellen Folge von «Wissen gegen Krebs».
Bauchspeicheldrüsenkrebs – neue Ansätze in der Chirurgie
2026/03/25
Toni K. hatte nach seiner Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs Glück im Unglück: Beim heute 73-Jährigen wurden keine Metastasen gefunden. Denn Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft erst spät entdeckt. «Das liegt daran, dass man lange keine Symptome spürt», sagt Anna Wenning, Oberärztin an der Universitätsklinik für viszerale Chirurgie am Inselspital Bern. In einer von der Krebsforschung Schweiz unterstützten Studie untersucht sie, welche Operationsstrategie für welche Patientinnen und Patienten am besten ist. Dabei geht es nicht nur um Lebenszeit, sondern auch um Lebensqualität. Bei Tumoren am Kopf der Bauchspeicheldrüse wird meist nur ein Teil des Organs entfernt. Die Naht kann jedoch undicht werden, es kann zu einer sogenannten Fistel mit Infektionen und Blutungen kommen. Genau das erlebte auch Toni K. In einer Notoperation wurde ihm der Rest der Bauchspeicheldrüse entfernt. Heute kann Toni K. wieder Ski fahren: «Nichts Verrücktes, aber ich lebe einfach damit.»
Den eigenen Tumor verstehen – Pathologie macht Krebs greifbar
2026/02/25
«Die violett eingefärbten Punkte meiner Krebszellen wirkten auf mich fast schön.» Nach ihrer Brustkrebsdiagnose wollte Frau Z. mehr wissen. Sie bat ihre Ärztin, die pathologischen Bilder ihres Tumors sehen zu dürfen und vor allem, sie erklärt zu bekommen. «Den Patientinnen und Patienten damit Sicherheit und Vertrauen zu geben, ist unser Ziel», erklären die Forschenden eines von der Krebsforschung Schweiz unterstützten Projektes. Die Idee dazu stammt vom Pathologen Gieri Cathomas (Institut für Gewebsmedizin und Pathologie, Universität Bern) und wurde gemeinsam mit der Psychoonkologin Marie-Louise Fontana sowie dem Psychoonkologen Alexander Wünsch weiterentwickelt. In interdisziplinären Sprechstunden erklären Fachpersonen den Befund und beantworten Fragen. Frau Z. geht es heute gut. Sie habe dank der Antworten des Pathologen ein besseres Verständnis von Brustkrebs und der Therapien, die sie durchgemacht hat.
Früherkennung von Brustkrebs – neue Wege dank künstlicher Intelligenz
2025/12/31
Jede achte Frau in der Schweiz erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. Trotzdem haben viele Frauen grossen Respekt vor der Mammografie. Journalistin Michèle Roten (46) wollte wissen, wie sich die Untersuchung anfühlt: «Ich war wirklich relativ angespannt, weil ich wie viele Frauen die Vorstellung hatte, dass die Brust stark zusammengequetscht wird.» Zusätzlich testete sie ein Brust-CT, auch Mamma-CT genannt – ein hochmodernes, Gerät, das bisher in der Schweiz einzig am Universitätsspital Zürich zur Verfügung steht. Die Untersuchung ist schmerzfrei, erzeugt jedoch Tausende von Bildern, die anschliessend beurteilt werden müssen. Radiologe Andreas Boss vom GZO-Spital Wetzikon setzt deshalb für die Auswertungen auf künstliche Intelligenz und erforscht deren Einsatz in der Radiologie. In dieser Folge erzählt Michèle Roten auch, wie beide Untersuchungen abliefen, weshalb diese für sie weniger belastend waren als erwartet und dass weder Mammografie noch CT bei ihr etwas Auffälliges zeigten.
Wenn Worte Spuren hinterlassen - psychische Verletzungen in der Krebsbehandlung
2025/11/26
Das Vertrauen von Frau J. in Ärztinnen und Ärzte war lange erschüttert. Ihr Mann hatte einen fortgeschrittenen Bauchspeicheldrüsen-Tumor. Er lehnte eine Chemotherapie im Krankenhaus ab. Der Arzt sagte, dann können sie nichts für ihn tun. «Wir wurden einfach fallengelassen.» Medikamentenfehler werden erfasst, vermeidbare psychische Verletzungen jedoch nicht. Und gelten dadurch als nicht existent. David Schwappach will diesen Teufelskreis mit seinem Forschungsprojekt über psychische Verletzungen in der Krebsbehandlung sichtbar machen und durchbrechen. Er ist Professor für Patientensicherheit am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern. Er sagt: «Die Betroffenen verlieren das Vertrauen ins Gesundheitssystem, ziehen sich zurück, sind enttäuscht und wütend.» Sein Forschungsprojekt läuft bis 2027. Betroffene und Angehörige können sich melden: [email protected]. Nur drei Monate nach der Diagnose starb der Mann von Frau J. in einem Hospiz. Dort fühlten sie sich gut betreut.
Protonentherapie – Strahlen der Zukunft
2025/10/29
Francesca Albertini, Medizinphysikerin und Projektleiterin, forscht am Paul Scherrer Institut (PSI) im Kanton Aargau an einer besonderen Art der Bestrahlung: der Protonentherapie. Diese gibt es in der Schweiz nur am PSI. In dieser Podcast-Folge begleiten wir einen Patienten mit Hirntumor bei seiner Behandlung. Die Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützt die Forschung dazu. Radio-Onkologe Dominic Leiser erklärt: «Das Ziel ist eine noch präzisere Bestrahlung von Tumoren und weniger Nebenwirkungen.» Die Strahlendosis wird dafür täglich neu berechnet und dem Körper des Patienten angepasst. Wie bei Felix M. – 34 Jahre alt, verheiratet, Vater einer kleinen Tochter. Im Mai 2025 erhielt der Informatiker die Diagnose Hirntumor: «Das war ein Schock!». Wie die Therapie genau abläuft, was die Vorteile sind und wer in Zukunft ebenfalls davon profitieren könnte, erfahren Sie in dieser Folge.
Brustkrebs beim Mann – zwischen Tabu und Wissenslücke
2025/09/24
«Brustkrebs bei Männern? Gibt es das?» Eine Frage, die Roland Z. immer wieder hört. Er gehört zu den wenigen Männern, die jährlich diese Diagnose erhalten. In dieser Folge spricht er offen über seinen Weg: vom Moment, als er den Knoten entdeckte, bis zur Therapie, und wie es ist, mit einer Krankheit zu leben, die fast nur mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Auch sein damaliger Arzt, der Onkologe Prof. Stefan Aebi vom Luzerner Kantonsspital, kommt zu Wort. Er erklärt, warum männlicher Brustkrebs in der Forschung kaum beachtet wird, weshalb das ein Problem ist und was sich dringend ändern muss. Für ihn ist klar: Gerade, weil die Erkrankung bei Männern so selten ist, braucht es mehr Wissen.
Fatigue nach Krebs – Neue Studie bringt Hoffnung
2025/08/27
«Ich hätte nie im Leben gedacht, dass man so müde sein kann und so erschöpft!» Sibylle K. leidet an Fatigue, einer unglaublichen Müdigkeit, die sie im Alltag sehr belastet. Vor rund zwei Jahren erhielt sie die Diagnose Lungenkrebs. Heute nimmt sie an einer Studie für Krebsbetroffene zu Fatigue und Schlafstörungen teil. Dabei sollen Achtsamkeitsübungen, das sind eine Art Meditation, oder Akupressur, also Druckpunktmassagen, die Lebensqualität verbessern. Claudia Witt, Professorin für Komplementäre und Integrative Medizin am Universitätsspital Zürich, leitet die Studie. Sie erklärt: «Etwa die Hälfte der Menschen mit Krebs leidet unter Fatigue, bis zu 60 Prozent an Schlafstörungen.» Das Projekt, das von der Krebsforschung Schweiz unterstützt wird, läuft bis 2027. Mehr Informationen zur Studie und einer möglichen Teilnahme (nach Verfügbarkeit) finden Sie auf: www.icanselfcare.ch.
Blasenkrebs – mit Tuberkulose-Bakterien gegen Tumorzellen
2025/06/25
Pro Jahr erkranken in der Schweiz rund 1000 Männer und 300 Frauen neu an Blasenkrebs. Ein oft unterschätzter Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Blasenkrebs trifft aber auch Menschen, die nie geraucht haben. Wie Georg L. Der 78-Jährige fühlte sich immer fit, bis er Schwierigkeiten beim Wasserlassen hatte. Nach mehreren Untersuchungen fand man in seiner Blase einen Tumor. Richard Cathomas vom Kantonsspital Graubünden behandelt ihn. Der Onkologe forscht zudem zu Blasenkrebs und will zielgerichtete sowie personalisierte Therapien anbieten. Dabei sind Tuberkulose-Bakterien in der Blase und die Rolle des Immunsystems wichtige Themen. In dieser Podcast-Folge erzählt Georg L. auch offen, weshalb er sich nach seiner Blasen-Entfernung für einen künstlichen Urinbeutel entschieden hat.
Tumor im Blinddarm - was vielen Betroffenen heute erspart bleibt
2025/05/28
Der 34-jährige Michael F. aus Bern war gesund. Bis er 2018 nach einer Blinddarm-Operation einen Anruf erhielt, der sein Leben veränderte. Die Ärzte fanden im entnommenen Blinddarm einen bösartigen, neuroendokrinen Tumor. Er musste sich erneut operieren lassen. Chirurgen entfernten dabei einen Teil seines Dickdarms, um das Risiko von Metastasen zu senken. Seitdem verträgt er keine scharfen Speisen mehr und muss morgens schnell aufs WC. Andere Betroffene haben nach der Operation jedoch anhaltenden Durchfall. Diese zweite Operation kann man heute vielen Betroffenen ersparen, dank eines von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Forschungsprojektes. Prof. Reto Kaderli und sein Team vom Inselspital Bern leiteten die Studie, die neue Erkenntnisse zur Empfehlung für eine zweite Operation liefert. Die Entfernung des Dickdarms wird nun nur noch bei über 2 Zentimeter grossen oder schnell wachsenden Tumoren empfohlen. Michael F. hätte mit der neuen Empfehlung nicht nochmals unters Messer müssen. Seither achtet er aber mehr auf sich, ernährt sich gesünder und sagt: «Ich lebe heute bewusster.»
Gendermedizin in der Krebstherapie – Das Geschlecht macht den Unterschied
2025/04/30
Welche Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen bei Krebstherapien? Die Forschung hat darauf bisher nur wenige Antworten. Daher ist Genderforschung auch in der Onkologie von grosser Bedeutung. Claudia S., Anfang 40 und Mutter von zwei Kindern, bekam letztes Jahr die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Die zielgerichtete Therapie nach der Operation musste sie aufgrund heftiger Nebenwirkungen abbrechen. Dies sei exemplarisch für die Geschlechterunterschiede bei Krebstherapien, sagt Berna Özdemir. Sie ist Genderforscherin und Onkologin am Berner Inselspital. Frauen haben im Schnitt weniger Muskelmasse, hormonelle Schwankungen und einen anderen Stoffwechsel als Männer – insbesondere bei der Entgiftung über Leber und Nieren. Daher bauen sie Medikamente langsamer ab, was zu mehr Nebenwirkungen führen kann. Auch die Dosis von Chemotherapien wird oft noch mit veralteten Formeln berechnet; die Geschlechterunterschiede nicht berücksichtigt. Die Wissenschaftlerin macht sich deshalb dafür stark, den Faktor Geschlecht in Zukunft miteinzubeziehen.

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