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World Briefing

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Dieser Podcast hat
91 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
The Pioneer
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/03/10
Neueste Episode
2026/09/23
Durchschnittsdauer
-
Veröffentlichungsintervall
34 Tage

Beschreibung

Der geopolitische Podcast von und mit Sigmar Gabriel, dem ehemaligen Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Im Gespräch mit ThePioneer-Moderatorin Chelsea Spieker ensteht einmal im Monat ein Navigationssystem für eine Welt im Wandel. Ein ThePioneer Original-Podcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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„Keine antisemitische Partei in Berlins Rathaus“
2026/09/23
Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel über die Berlin-Wahl, den Iran-Konflikt und Deutschlands Wirtschaft. Diese Ausgabe des World Briefing wurde live vor Publikum beim MyWay-Strategiegipfel 2026 in Berlin aufgezeichnet. Neue Weltordnung: Welche Chance hat Europa? Die USA ziehen sich zunehmend aus ihrer traditionellen Rolle als Weltordnungsmacht zurück und konzentrieren sich auf den strategischen Wettbewerb mit China. Für Sigmar Gabriel ist das nicht nur ein Risiko: Viele Länder wollten sich weder von den USA noch von China oder Russland führen lassen, sagt er im Talk mit Chelsea Spieker. Ein geeintes und wirtschaftlich starkes Europa könne für sie zu einem attraktiven Partner werden. USA, China und Iran: Wie verschieben sich die globalen Kräfteverhältnisse? Gabriel hält eine schnelle Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für unwahrscheinlich. Zugleich blickt er auf das Verhältnis zwischen Donald Trump und Xi Jinping: Die USA seien militärisch und technologisch weiterhin stärker, China hole jedoch auf. Europas Einfluss hänge deshalb nicht allein von seiner Verteidigungsfähigkeit ab – entscheidend seien wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft. Deutschland im „perfekten Sturm“: Was muss sich ändern? Günstige Energie, offene Märkte, sichere Handelswege und China als großer Absatzmarkt: Viele Voraussetzungen für Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg hätten sich ins Gegenteil verkehrt. Gabriel fordert mehr Tempo bei Investitionen, weniger Bürokratie und mehr Mut zum Risiko. Mit Blick auf die jüngsten Wahlen kritisiert er zudem die Vergesellschaftungspläne der Berliner Linken und äußert sich deutlich zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der SPD. Produktion: Lorenz Lanig Redaktion: Marc Saha
“USA und China zeigen sich gerade als geopolitische Schwächlinge”
2026/08/26
World Briefing live bei der MyWay: Am 24. September treffen Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel beim MyWay-Strategiegipfel im Kongresszentrum Westhafen in Berlin aufeinander. Dort zeichnen sie eine neue Folge des World Briefing live vor Publikum auf. Interesse? Alle Informationen und Tickets gibt es auf der MyWay-Website (https://myway.thepioneer.de/). Der Iran sitzt am längeren Hebel: Sechs Monate Krieg gegen den Iran – und trotz der militärischen und wirtschaftlichen Übermacht der USA ist kein Ende in Sicht. Im Gespräch mit Chelsea Spieker zieht Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel eine ernüchternde Bilanz: Washington sei ohne klare Strategie in den Konflikt geraten, während auch Peking kaum Einfluss auf Teheran ausüben könne. Ausgerechnet der Iran sitze derzeit gegenüber beiden Großmächten „am längeren Hebel“. Europas Chance: Die Schwäche der Großmächte verändert nach Gabriels Einschätzung die internationale Ordnung – und könnte Europa neue Spielräume eröffnen. Er plädiert für engere politische Bündnisse mit Staaten, die sich weder von Washington noch von Peking führen lassen wollen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder Kanada könnten dabei vorangehen. „Das ist eigentlich Europas Chance“, sagt Gabriel – vorausgesetzt, die Europäer schaffen es, gemeinsam zu handeln. Putin testet den Westen: Mit Blick auf Russland warnt Gabriel davor, die zunehmenden Provokationen an der NATO-Ostflanke zu unterschätzen. Drohnen und russische Kampfjets seien Tests, mit denen Wladimir Putin auslote, wie weit er gehen könne. Steuert die Welt damit auf eine noch größere Katastrophe zu? Gabriel sieht keinen unmittelbar bevorstehenden Weltkrieg, wohl aber eine ernsthafte Gefahr: „Die beste Möglichkeit, ihn davon abzuhalten, ist, Stärke zu zeigen.“ Produktion: Till Zobel Redaktion: Marc Saha
Trump reagiert nicht auf Liebe, sondern auf Stärke“
2026/07/08
NATO: Donald Trump droht mit einem Rückzug der USA aus Europa, spricht gleichzeitig von „Love in the Air“ – während NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf demonstrative Nähe setzt. Ist diese Strategie gescheitert? Chelsea Spieker konfrontiert Sigmar Gabriel mit der Frage, ob Liebedienerei gegenüber Trump überhaupt Erfolg haben kann – oder ob Europa nur mit einer selbstbewussten Haltung bestehen wird. „Am Ende geht es um Interessen und nicht darum, ob man sich lieb hat oder sich schmeichelt.“ Nahost: Chelsea Spieker fragt, welche Rolle Europa im Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran künftig spielen sollte. Sigmar Gabriel wirbt für Diplomatie statt militärischer Eskalation und erklärt, warum Europa Stärke zeigen muss, ohne selbst Kriegspartei zu werden. „Trump reagiert nicht auf Schwäche. Trump reagiert nicht auf Liebedienerei. Er reagiert auf Stärke.“ Europa: Gemeinsam diskutieren Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel, wie Europa sicherheitspolitisch eigenständiger werden kann, ohne das transatlantische Bündnis aufzugeben. Warum mehr europäische Souveränität im Interesse beider Seiten liegt – und weshalb sich Europa auf alle Szenarien vorbereiten sollte: „Hoping for the best, preparing for the worst.“ Produktion: Till Zobel Redaktion: Marc Saha
„Trump hat den Zenit seiner Macht überschritten “
2026/06/03
Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel über den Iran, Trumps schwindende Macht und Europas neue Verantwortung Cordoba 2.0. Deutschland ist erstmals mit seiner Bewerbung für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Statt dessen zieht u.a Österreich in das Gremium ein. Im Gespräch mit Chelsea Spieker ordnet Sigmar Gabriel das Ergebnis als mehr als nur eine verlorene Abstimmung ein. Für ihn ist es auch ein Signal vieler Staaten des Globalen Südens, die Deutschland zunehmend als „Anhängsel der USA oder von Israel“ wahrnehmen. Nichts Neues im Osten. Auch im Nahen Osten wird sichtbar, wie sehr sich die Machtverhältnisse verschieben. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran kommen nur schleppend voran, die Straße von Hormus bleibt ein geopolitischer Hebel und Israels Rolle in der Region wächst weiter. Gabriel beschreibt Donald Trumps Lage dabei als strategische Sackgasse: Der US-Präsident habe gedacht, „das geht so einfach wie in Venezuela“, sitze nun aber „mittendrin in einem Riesen-Schlamassel und weiß nicht, wie er rauskommt“. Erwachsenes Europa. Beim Blick auf Russland, China und die Zukunft Europas wird das Gespräch grundsätzlich. Während die USA sich zunehmend aus Europa und dem Nahen Osten zurückziehen, müsse der Kontinent endlich eigenständiger werden. Für Gabriel ist dabei eine Entwicklung unübersehbar: „Der Gipfelpunkt der Macht von Donald Trump scheint überschritten zu sein.“ Die eigentliche Herausforderung für Europa beginne allerdings erst danach. Produktion: Till Zobel Redaktion: Marc Saha
„Europas Einstimmigkeit ist ein Schutzschild für die Kleinen“
2026/05/06
Andauernder Krieg im Nahen Osten. Im Gespräch mit Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel tastet sich Chelsea Spieker an eine unbequeme Wahrheit heran: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hält – aber sie trägt nicht. Beide Seiten verhandeln, weil sie müssen, nicht weil sie wollen. Dass „der Krieg gekommen ist, weil die Diplomatie nicht wirken durfte“, wie Gabriel analysiert, ist dabei weniger Analyse als Diagnose einer Weltlage, in der Eskalation Verhandlungen ersetzt hat. Die Kräfte verschieben sich. Der Iran nutzt die Straße von Hormus als Hebel gegen die Weltwirtschaft, Israel festigt seine Position. Gabriel formuliert es so: „Der einzige Gewinner ist Netanjahu – er hat die Landschaft im Nahen Osten neu gestaltet.“ Eine neue Ordnung entstehe – nicht am Verhandlungstisch, sondern im Schatten militärischer Stärke. Einfluss auf den deutschen Alltag. Die Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn schafft europäische Spielräume, doch steigende Energiepreise und politische Unsicherheit bleiben. Und Außenpolitik wirke nach innen, sofern „der Staat sich zurücknehmen muss, damit die Bürgerinnen und Bürger Luft zum Atmen kriegen“. So gehe es längst nicht mehr nur um Geopolitik, sondern um Lebensrealität. Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha
„Der einzige Gewinner ist Netanjahu“
2026/04/12
Andauernder Krieg im Nahen Osten. Im Gespräch mit Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel tastet sich Chelsea Spieker an eine unbequeme Wahrheit heran: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hält – aber sie trägt nicht. Beide Seiten verhandeln, weil sie müssen, nicht weil sie wollen. Dass „der Krieg gekommen ist, weil die Diplomatie nicht wirken durfte“, ist dabei weniger Analyse als Diagnose einer Weltlage, in der Eskalation Verhandlungen ersetzt hat. Die Kräfte verschieben sich. Der Iran nutzt die Straße von Hormus als Hebel gegen die Weltwirtschaft, Israel festigt seine Position. Gabriel formuliert es zugespitzt: „Der einzige Gewinner ist Netanjahu – er hat die Landschaft im Nahen Osten neu gestaltet.“ Eine neue Ordnung entstehe – nicht am Verhandlungstisch, sondern im Schatten militärischer Stärke. Einfluss auf den deutschen Alltag. Die Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn schafft Spielräume, doch steigende Energiepreise und politische Unsicherheit bleiben. Außenpolitik wirkt nach innen – wenn „der Staat sich zurücknehmen muss, damit die Bürgerinnen und Bürger Luft zum Atmen kriegen“, geht es längst nicht mehr nur um Geopolitik, sondern um Lebensrealität. Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha
„Trumps Iran-Strategie ist eine Wette mit vielen Unbekannten.“
2026/03/02
Ich habe Zweifel an einem Regime-Change durch Luftbombardements.“ Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hält im Gespräch mit Chelsea Spieker die militärische Strategie der USA im Iran für ein riskantes Kalkül. Die Hoffnung, durch massive Angriffe das Regime in Teheran ins Wanken zu bringen, sei hochspekulativ – zu viele Faktoren seien unberechenbar, zu wenig spreche für eine geschlossene Opposition im Land. Eskalation mit globaler Sprengkraft. Die Angriffe treffen nicht nur den Iran, sondern die gesamte Weltwirtschaft. Steigende Öl- und Gaspreise, Unsicherheit an den Märkten und wachsender Druck auf Europa zeigen, wie schnell sich ein regionaler Krieg international ausweitet. „Sie merken, die Welt ist total aus den Angeln.“ Gabriel warnt vor einer Dynamik, in der keine Seite die volle Kontrolle über die Eskalation hat. Europa zwischen Abschreckung und Illusionen. Während Frankreich sein nukleares Schutzversprechen ausweitet, mahnt Gabriel zur strategischen Nüchternheit. Deutschland müsse vor allem konventionell abschreckungsfähig werden – nicht über eigene Atomwaffen spekulieren. „Wir tun so, als seien wir hilflos, sind wir gar nicht.“ Entscheidend sei die Kombination aus militärischer Stärke und Verhandlungsbereitschaft. In diesem Podcast analysieren Sigmar Gabriel und Chelsea Spieker die Risiken von Trumps Iran-Strategie, die Rolle Chinas und Russlands – und die Frage, wie Europa in einer zunehmend enthemmten Weltordnung bestehen kann. Produktion: Till Robert Schmidt
„Europa verliert sich in Nebenkriegsschauplätzen“
2026/02/13
“Under destruction” ist das Motto der 2026er Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Studio des Tagungsortes „Hotel Bayerischer Hof“ analysieren Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel und The Pioneer-Host Chelsea Spieker, was im Jahr 1 nach der „JD Vance-Rede“ passiert ist. Ein Talk über eine transatlantische Beziehung im Umbruch. Die große US-Delegation zeige, sagt Gabriel: „Wir haben ja immer den Eindruck, die Vereinigten Staaten wollen eigentlich nichts mehr von uns – aber das stimmt so nicht.“ Der Kanzler habe den richtigen Ton getroffen: Europa müsse „mehr tun für unsere eigene Sicherheit“, zugleich bleibe ein „starker europäischer Pfeiler in der NATO“ der richtige Weg. Kommunikations-Hot Spot MSC. Sowohl Sigmar Gabriel als auch Chelsea Spieker haben die Konferenz zum Austausch genutzt, haben sich Panels und Speaker angehört, aber auch Hintergrundgespräche geführt. In Gesprächen mit internationalen Unternehmen spürt Gabriel wachsende Unsicherheit – geopolitisch wie wirtschaftlich. Gerade deshalb müsse Europas Leitmotiv lauten: „Economy first.“ Ohne wirtschaftliche Stärke lasse sich weder Verteidigung noch sozialer Zusammenhalt finanzieren. Schwäche, so Gabriel, „imponiert Donald Trump nicht“. Europa abwehrbereit? Deutlich skeptisch ist er gegenüber einer vorschnellen Nuklear-Debatte. „First things first“ – Europa müsse erst seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit glaubwürdig aufbauen. Wer jetzt über eigene Atomwaffen diskutiere, schüre Ängste: „Ich würde nicht unterschätzen, wie viele Menschen Angst vor dieser Diskussion haben.“ Lösung für die Ukraine? Zum Ukraine-Krieg mahnt Gabriel zur Geschlossenheit mit den USA. Ein eigener europäischer Verhandlungs-Pfad wäre „lebensmüde“ und würde Putin in die Hände spielen. Sein Fazit aus München: kein Durchbruch – aber „ein Schritt nach vorne und nicht zurück“. Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha
„Demokratie lässt sich nicht mit Öl-Verträgen erzwingen“
2026/01/07
„Kein Mitleid für den Gangster“. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel bewertet die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ohne jede Sentimentalität. Für ihn ist Maduro kein legitimer Staatschef, sondern ein krimineller Machthaber, der Venezuela systematisch ausgeplündert hat. Entscheidend sei nun, ob ein echter demokratischer Neuanfang möglich wird oder nur ein Austausch der Eliten stattfindet, sagt Gabriel im Talk mit The Pioneer-Host Chelsea Spieker: „Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt, sondern folgt der Logik von Macht.“ Trumps Hunger nach Öl. Scharf kritisiert Gabriel die angekündigte amerikanische Kontrolle über venezolanische Ölexporte. Dieses Vorgehen erinnere gefährlich an frühere US-Interventionen in Lateinamerika mit langfristig destabilisierenden Folgen. Demokratie lasse sich nicht militärisch erzwingen, sondern müsse von innen wachsen. „Das Ergebnis solcher Interventionen ist fast immer schlimmer als das, was vorher da war.“ Europa, sei mutig! Mit Blick auf Europa fordert Gabriel mehr strategische Klarheit und weniger moralische Selbstgewissheit. Die Welt bewege sich wieder in Richtung Einflusssphären, was auch für Russland und China ein Signal sei. Europa dürfe sich dabei nicht herumschubsen lassen, sondern müsse eigene Interessen vertreten. „Resilienz ist heute vor allem eine Frage unserer inneren Haltung.“ Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha
„Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt“
2025/12/21
Sigmar Gabriel über Realpolitik, deutsch‑europäische Interessen und neue außenpolitische Herausforderungen. Europa hat 2025 vor allem eines gezeigt: Uneinigkeit. Der Plan von Friedrich Merz, russisches Staatsvermögen zur Finanzierung der Ukraine-Hilfe zu nutzen, ist gescheitert – nicht an Recht, sondern an der Realität europäischer Interessenspolitik. Im Gespräch mit Chelsea Spieker analysiert Ex-Außenminister Sigmar Gabriel, was dieser diplomatische Rückschlag für die geopolitische Glaubwürdigkeit Europas bedeutet – und warum er Friedrich Merz dennoch für seinen Vorstoß lobt. Europa zwischen Anspruch und Abstinenz: Gabriel warnt vor einer Weltordnung, in der Europa nur noch Zuschauer ist – ob im Ukrainekrieg, im Nahostkonflikt oder gegenüber den geopolitischen Ambitionen der USA unter Donald Trump. „Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt“, sagt Gabriel – und fordert eine nüchterne, strategische Neuausrichtung der europäischen Außenpolitik: weniger Naivität, mehr Realismus. Auch über die Schwächen der deutschen Industrie, das Blockieren des Mercosur-Abkommens, Big Tech, den wachsenden Einfluss des globalen Südens – und eine mögliche neue Sicherheitsarchitektur in Europa wird gesprochen. Eine Folge über das, was war – und das, was 2026 dringend besser werden muss.
„Die EU sollte jetzt gemeinsame Schulden machen“
2025/10/22
Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier (tour.thepioneer.de) Donald Trump, Europa und der Ukraine-Krieg. Donald Trump hat erstmals harte Sanktionen gegen russische Ölkonzerne verhängt – für Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel ein Wendepunkt, aber kein Durchbruch. „Putin führt diesen Krieg längst als Wirtschaftskrieg – Sanktionen sind für ihn so etwas wie eine Großmachtssteuer.“ Der frühere Außenminister erklärt im Gespräch mit The Pioneer-Host Chelsea Spieker, warum Russland vom westlichen Druck unbeeindruckt bleibt und weshalb Europa sich nicht auf Washington verlassen darf. Europa zwischen Mut und Stillstand. Gabriel fordert ein neues gemeinsames Handeln der Europäer – politisch, wirtschaftlich und militärisch. „Ohne den Mut von Adenauer und de Gaulle wird Europa in den Mühlsteinen zwischen Amerika, China und Russland zerrieben.“ Er sieht im Draghi-Plan die Chance für einen echten Aufbruch: gemeinsame Investitionen, gemeinsame Verteidigung, gemeinsame Verantwortung. Nahost: Hoffnung mit Fragezeichen. Auch im Nahen Osten sieht Gabriel nur vorsichtige Hoffnung nach dem von Trump vermittelten Waffenstillstand. „Die Geschichte zeigt, dass selbst die stärksten Friedensentwürfe im Nahen Osten oft an den Radikalen beider Seiten scheitern.“ Entscheidend sei nun, ob Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und ob die USA ihr Engagement fortsetzen. Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha
„Netanjahu sind die Geiseln egal“
2025/09/18
Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier: tour.thepioneer.de „Putin testet uns“: Russische Drohnen über Polen, keine Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Putin und dem Westen, alarmierte Staaten im Baltikum. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel vermutet dahinter einen Plan. Der russische Präsident wolle unsere Verteidigungsfähigkeit und den Zusammenhalt der NATO-Staaten testen. Trotzdem rät Gabriel: „Nicht nur aufrüsten, sondern auch weiter verhandeln.“ „Radikalinski Kirk“. In den USA hat der Mord am Polit-Aktivisten Charlie Kirk die Gräben in der Gesellschaft vertieft. Im Gespräch mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker analysiert Sigmar Gabriel, was der Mord für die USA und Präsident Trump bedeutet. Isoliertes Israel? Die Gaza-Offensive der israelischen Armee, die nach wie vor verschleppten Geiseln, die Attacke auf die Hamas-Führung in Katar und die Lage im wenig beachteten Westjordanland. Sigmar Gabriel kommt in dieser Folge zum Schluss, Israels Gesellschaft sei nach rechts gerückt, die Fundamentalisten beider Seiten (Israel und Palästinenser) brauchen und benutzen sich: „Alle Zeichen im Nahen Osten stehen auf rot“. Produktion: Till Robert Schmidt Redaktion: Marc Saha
“Deutschland spielt den ohne-mich-Michel”
2025/08/27
Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier. “Kein wirklich greifbarer Fortschritt”: Für Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel haben die Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin und zwischen Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij und Vertretern von EU und NATO wenig gebracht. Mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker spricht er darüber, wie es jetzt weitergehen könnte und welche Rolle Deutschland dabei spielen könnte. Nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Gabriel wirbt für eine Reanimation der Wehrpflicht. Das sei eine Diskussion, bei der die deutsche Gesellschaft sich Klarheit darüber verschaffen müsse, wo sie steht. Malefiz-Champion. “Wir sind Weltmeister darin, anderen Leuten Steine in den Weg zu legen”, kritisiert Sigmar Gabriel. Neue globale Handels-Regeln. Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel diskutieren auch über den Zoll-Deal zwischen Europäischer Union und dren USA. Gabriel prognostiziert: “Es wird zu einer Regionalisierung solcher Abkommen kommen. Und das ist nicht die beste Lösung, aber allemal besser als das Gesetz des Dschungels, wo da jeder gegen jeden kämpft.” An dieser Folge haben mitgewirkt: Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion).
“Die cleversten Verhandler der Welt sitzen in Teheran”
2025/07/07
Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier => https://tour.thepioneer.de/ Window of opportunity. Nach Monaten der Eskalation im Nahen Osten sieht Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) eine gute Zeit für Verhandlungen mit dem Iran. Zwar sei das iranische Atomprogramm durch amerikanisch-israelische Angriffe zurückgeworfen worden, so Gabriel im Talk mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker, doch eine vollständige Zerstörung sei nicht erfolgt. Gabriel betont: „Der Iran ist nicht kurz davor, die Bombe in die Hand zu bekommen – das ist ein gutes Zeichen.“ Friedensplan für Nahost. Gabriel macht deutlich, dass sowohl Trump als auch die iranische Führung aus eigennützigen Motiven an einer Deeskalation interessiert seien. Die eigentliche Frage sei, ob es ernsthafte Gespräche gebe, die auch das Raketenprogramm und regionale Stellvertreterkonflikte mit einbeziehen. Europa hingegen habe derzeit keine tragende Rolle, so Gabriel: „Wir stehen am Seitenrand.“ Bündnis ohne Kitt? Sigmar Gabriel und Chelsea Spieker sprechen auch über die sogenannten BRICS-Staaten, die sich vor kurzem getroffen haben. Trotz antiwestlicher Rhetorik mangele es an Geschlossenheit: „Der globale Süden ist sich bei weitem nicht einig.“ An dieser Folge haben mitgewirkt: Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion).
“Deutschland kehrt zurück in die Führungsrolle"
2025/06/05
“Offensichtlich gelungener Besuch”. Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel gibt Bundeskanzler Friedrich Merz gute Noten für seinen Besuch bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Im Gespräch mit Chelsea Spieker (The Pioneer), dieses Mal in seiner Heimatstadt Goslar aufgezeichnet, urteilt der frühere SPD-Chef Gabriel über die Auslandsreise des CDU-Chefs:: “Deutschland führt wieder. Ohne Deutschland wird es gemeinsame europäische Politik geben. Wir sind das Zugpferd”. Er betont die wichtige Verbindung zwischen den USA und Deutschland, wie sie auch Friedrich Merz bei seinem Besuch thematisiert hat: “Ohne USA wären wir unter Hitler oder unter Stalin aufgewachsen.” Warnung vor Diktatfrieden. Gabriel traut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht bei der Frage, wie es mit der Ukraine weitergehen soll: “Ich kann nicht erkennen, dass Putin zu Verhandlungen bereit ist. Trump und Putin telefonieren zwei Stunden über Frieden und Verhandlungen und einen Waffenstillstand. Und am nächsten Tag kommt der schlimmste Angriff Russlands auf die ukrainische Zivilbevölkerung, den es bisher gab.” Weitere Themen: Mit Blick auf Polen und die Niederlande, wie instabil ist EU-Europa? Die neue deutsche Migrationspolitik Wie wichtig ist der Nahe Osten für Donald Trump? An dieser Folge haben mitgewirkt: Milan Rottinger & Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion).

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