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Sascha Geipel - Sport, Spiel, Spaß und Gesundheit

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Kategorien
Land
Germany
Dieser Podcast hat
235 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Sascha Geipel
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/04/13
Neueste Episode
2026/01/10
Durchschnittsdauer
13 min.
Veröffentlichungsintervall
18 Tage

Beschreibung

Sascha lebt, schreibt, podcastet und arbeitet in Imst, Tirol. Er schreibt, podcastet, coacht - und inspiriert Menschen sich zu bewegen: körperlich, gedanklich, menschlich. Er steht für Gespräche mit Tiefe, die Mut machen und bewegen. Klar. Kommunikativ. Sportlich. Offen. Du suchst jemanden, der den Menschen hinter dem Thema sieht? Dann lass uns reden. Sein Motto: "Sport, Spiel, Spaß und Gesundheit." Was ist deins? Vielleicht wird unser Gespräch die Geschichte, die jemandem hilft, wieder loszugehen. Nimmst du die Einladung an?

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234. # 234 Vom Gipfel und Powder ins Hamsterrad Warum Neuorientierung oft mehr Bauchlandung als Befreiung ist. - Sascha Geipel
2026/01/10
🎅🏾 234. # 234 Vom Gipfel und Powder ins Hamsterrad Warum Neuorientierung oft mehr Bauchlandung als Befreiung ist. - Sascha Geipel - Ich hab es mir sogar ausgesucht. ​​ Neuorientierung klingt sexy: ​​ Ein neues Kapitel, neuer Job, neues Leben. So als würdest du dein altes Ich einfach in die Ecke stellen, wie ein Snowboard mit stumpfen Kanten. Nur die Realität? Holt dich ein und beißt. ​​ STELL DIR VOR: ​ Du bist Snowboarder. Wind im Gesicht, Adrenalin im Blut, Powder im Gefühl, Publikum tobt. Du bist der Typ, der Saltos in die Luft zimmert und danach mit Sonnenbrille in die Kamera grinst. Und dann? Zack. Das Alter schlägt zu, Karriere vorbei. Was tun? Klar: Vertrieb, was mit dem Studium anfangen oder warum nicht einfach EMS-Trainer werden. Klingt unlogisch - Strom statt Snowboard, aber macht vielleicht Sinn. ​ Aber hier liegt der Haken: ​Wenn du glaubst, dass Neuorientierung einfach nur “Sport gegen Sport” tauschen heißt, stürzt du schneller ab als bei Glatteis auf dem Board. Denn Neuorientierung ist kein Ersatzprogramm. Es darf kein Plan B sein, den du mal eben einschiebst, weil Plan A gescheitert ist.​ Die Falle: ​ Du rennst in etwas rein, das sich schick anhört, aber null zu dir passt. Statt Freiheit kriegst du Frust. Statt Aufbruch nur eine neue Abhängigkeit. ​Neuorientierung kann super sein - aber nur, wenn du kapierst, was dich wirklich antreibt. Bist du der Typ, der auf der Bühne glänzen muss? Oder der, der andere leise besser macht? Brauchst du Risiko oder lieber Sicherheit?​ Überspringst du das, landest du nicht auf der Sonnenseite, sondern im Tal der toten Träume … Ist die Neuorientierung jetzt ein Sprung in den weichen Powder? Oder, ein Ritt auf harter Kante? Check deine Motivation, dann landest du im neuen Leben, tust du es nicht, dann kommst du zum nächsten Burnout. ​​ Wie mich das trifft, das erzähle ich jetzt im Podcast:🎧
233. # 233 Warum 130 Dezibel Mindestlautstärke viel gesünder ist als im Büro zu sitzen? - Sascha Geipel
2025/10/25
🎅🏾 233. # 233 Warum 130 Dezibel Mindestlautstärke viel gesünder ist als im Büro zu sitzen? - Sascha Geipel - Ich hab’s mir nicht ausgesucht. ​​ Aber plötzlich waren da neben Töchterlein auf einmal 20 Kinder mehr bei uns in der Familie. ​​ Auf Zeit, 1 Woche, aber… ​​ CHAOS PUR. ​​ Stimmengewirr, Geschrei, Fragen im Minutentakt: „Kannst du…?“, „Darf ich…?“ „Wo ist…?“, „Die, Der hat…” und unverständliches Geheule. ​​ Inzwischen bin ich so voller Adrenalin, dass ich den wichtigsten Podcast überhaupt nicht geschrieben hab und aufgenommen habe: meinen Podcast über Tenniscamps. ​​ Das tut mir leid, ehrlich. ​​ Aber wenigstens einen Gedanken möchte ich dir mitgeben, der mir gerade jetzt auf dem Weg zum Tennisplatz eingefallen ist: ​​ So, wie es mir gerade geht… ​​ Genau so fühlt sich ein Posteingang an, wenn 21 Coaches gleichzeitig schreien: „Hier! Mein System ist das einzig Wahre!” ​​ Einfach zu viel Input. Zu viele Kinder, die an deinen Tennis Shorts hängen, grundsätzlich nörgeln – und meistens einfach nur Aufmerksamkeit wollen. ​​ Wenn Du dann noch mit Aussagen um die Ecke kommst, die denselben Lärm machen wie alle anderen – rat mal, wo sie landen? ​​ Richtig: Wenn nicht im Papierkorb, dann zumindest im „Ungelesen-”Stapel. ​​ Deine Aufgabe als Tennistrainer, Copywriter, Coach ist also die gleiche wie meine aktuell als Übergangspapa: ​​ Ordnung reinbringen. Das Wichtige sagen – und alles unnötige weglassen. ​​ Dann hört man dir auch zu im Leben, im Posteingang, usw.…weil du der Ruhepol bist im Durcheinander. ​​ Wie du das machen kannst, … ​Kann sein, dass ich dir das im Podcast verrate.🎧
232. # 232 Sie Sockendimension! - Sascha Geipel
2025/08/22
🎅🏾 232. # 232 Sie Sockendimension! - Sascha Geipel - Es beginnt harmlos. Zwei Socken wandern zusammen mit dem Rest der Wäsche in die Trommel der Waschmaschine. ​​ Du hörst das rhythmische Schleudern. Das Wasser rauscht. Das Schlagen setzt ein. ​​ Und dann: Die Ruhe danach. ​​ Du öffnest die Tür. Greifst hinein. Und merkst: Eine Socke fehlt. ​​ Du lachst erst kurz. Räumst die Wäsche komplett aus – und findest die Socke nicht. ​​ Wahrscheinlich steckt sie im Ärmel von einem Hoodie… ​​ NEIN. ​​ Sie ist weg. Wie schon so viele vor ihr…nie vergessen, aber für immer verloren. ​​ Es gibt einfach Orte, die wir nie betreten können. Orte zwischen den Dingen. Risse in der Wirklichkeit. ​​ Daheim verschwinden deine Socken – und auch deine besten Ideen. ​​ Du kennst das: ​​ Eine Eingebung beim Joggen. Ein Satz, der eine überragend gute Headline abgibt. Eine Idee, die den perfekten Hacken für das Angebot bietet. ​​ Und dann schaust du nicht sofort hin. Du hältst es nicht fest. Du denkst nur: „Das merk ich mir.“ ​​ Und mit dem nächsten Laufschritt… ​​ WEG. ​​ Zurück bleibt die Leere und das Bewusstsein: Du weißt, dass du was richtig, richtig großartiges im Kopf hattest – aber du kannst es nicht zurückholen. ​​ Genau wie die Socke. ​​ Das Einzige, was hilft: ​​ Lass nicht zu, dass deine Ideen in der Sockendimension verschwinden. Schreib sie sofort auf oder diktiere Sprachnachrichten an dich selbst ins Handy. Zur Not kannst du sie auch auf einen alten Tankbeleg oder eine Serviette kritzeln, Hauptsache, die Idee ist NICHT weg. ​​ Die Sockendimension ist hungrig. Und wartet nicht nur auf Socken – sondern vor allem auf deine Ideen! ​ ​Was ich jetzt für eine Idee habe, das sag ich dir im Podcast🎧
231. # 231 Du wirst betrogen! - Sascha Geipel
2025/08/15
🎅🏾 231. # 231 Du wirst betrogen! - Sascha Geipel - Du gehst rein, weil du „nur schnell” dir ein paar Sneaker anschauen willst. ​​ Einfach nur: Sneaker. ​​ Und dann… ​​ Der Duft von frisch ausgepackten Schuhen. Ein Verkäufer, der dich behandelt, als würdet ihr euch seit Jahren kennen. Die Playlist im Hintergrund, die dich an irgendeinen perfekten Sommer erinnert. Und vor dir bestellt jemand einen „Nike Jordan, Puma Boris Becker Ausgabe, Adidas aus den 70ern und einen Jogger der so stylish ist, als wärst du der größte Rap - Star der Welt“. ​​ Plötzlich willst du nicht mehr der „langweilige ich kauf einfach nur einen Sneaker-Typ“ sein. ​​ Du bestellst. Etwas total ausgefallenes zur Anprobe, der Schuh ist Kunst – in deiner Größe. Klar. ​​ Du hältst ihn in der Hand – und fühlst dich, als hätte dir jemand gerade die Rolle deines Lebens gegeben. ​​ Nur: Du hast keinen Schuh gekauft, lieber Leser und Zuhörer. ​​ Du hast eine Identität gekauft – verpackt in einen Sneaker von Adidas und Co. mit Gummisohle und einem Logo. ​​ Der Teil daran, der richtig weh tut, ist: ​​ Diese Entscheidung war schon gefallen, bevor du überhaupt einen Fuß in den Laden gesetzt hast. ​​ Der Geruch. Das Lächeln. Die Reihenfolge der Songs. Die Auswahl an Schuhen. Der Boden des Ladens, das extra so getimt ist, dass du dich willkommen fühlst. Alles bewusst konstruiert, um dein „Ja“ auszulösen. ​​ Dasselbe passiert, wenn Menschen deine Website besuchen. Deine Salesletter, Ads und Squeezepages lesen. ​​ Nur – in den meisten Fällen bist du der Kunde am Tresen, der manipuliert wird. ​​ Weil du nicht alle Hebel kennst… ​​ Es gibt 28 davon. 28 psychologische Trigger, die dich dazu bringen, zu klicken, zu kaufen, zu handeln – und die die großen BRANDS seit Jahrzehnten einsetzen. Nicht 3. Nicht 5. ​​ 28. ​​ Wenn du sie kennst, bist du der Schuhverkäufer. Du steuerst den Moment, in dem der Kunde sagt: „Ich nehme ihn.“ ​​ Wenn du sie nicht kennst, bist du nur der Typ, der 279 € für ein bisschen Stoff mit Sohle zahlt – und denkt, es war seine Idee. ​Was wenn ich dir verrate welchen Shop ich meine und was so ein oder 28 Trigger sein könnten, hörst du dann den Podcast?🎧
230. #230 Typisch Frauenfußball! - Sascha Geipel
2025/08/07
🎅🏾 230. #230 Typisch Frauenfußball! - Sascha Geipel -Fußball ist anstrengend…also hab ich mir Gedacht Fußball schauen am Samstag vor allem Frauenfußball nicht. ​ Aber das brauch ich dir ja nicht erzählen, du sitzt bestimmt auch gerne am Samstag auf der Couch vorm Fußball, oder? ​ Jedenfalls: ​ Ich bin so spät aufgewacht, dass ich fast schon vergessen habe – wie anstrengend doch das Fußball schauen, vor allem die Europameisterschaften sind… ​ Ich muss erst einmal Gedanken sortieren: warum schaue ich das überhaupt? Ja richtig – die deutschen Mädels. Also Fernseher an, gewartet, bis die Nationalhymne erklingt, die Mädels sich in den armen liegend singen Einigkeit und Recht und Freiheit,… dann erstmal ein Cola eingegossen, raus auf die Terrasse um tief Luft zu holen und mir das Spiel gegen Spanien reinziehen. ​ Nach den ersten Schlucken Cola: Samstag. Da sollte ich selbst mal was sporteln, einkaufen gehen und Tennis spielen, sonst sind gleich wieder alle Routinen dahin. Mein Tennis hab ich ja bedauerlicherweise schon verpasst… ​ Ich kann dir verraten: Ich war NICHT einkaufen. Noch bevor meine Cola nämlich fertig inhaliert war, krieg ich ne Nachricht von Sven: ​ „Wann kommt denn der Sascha in Mannheim an?” ​ Und in dem Moment…ja. Die Erkenntnis kam: Samstag war der 27. Juli. Der Tag, an dem ich mich mit Sven und Jenny in Mannheim treffen wollte…nur: ​​ WARUM HAT MIR DAS NIEMAND FRÜHER GESAGT? ​​ Ich hatte also am späten Vormittag des Samstags die unangenehme Aufgabe, Marina von mehreren sie direkt betreffenden Dingen zu unterrichten: ​ Wir müssen heute nach Mannheim Du musst mit, also muss sie Sachen packen Und ein Hotel brauchen wir Gott sei Dank nicht, wir können ja zu meinen Eltern ​​ Rate mal, was da los war… ​​ Ich geb dir noch ein paar Absätze Zeit… ​​ Vielleicht 3 oder so? Immerhin hat Töchterlein am Samstag in auf dem Spielplatz ihr erstes Geld verdient…ganze 2 Euro. ​ Stolz wie Bolle war sie da – und in ihrer zuckersüßen Art, wollte sie Marina und mich davon direkt einladen 🥹 ​ Also, was passiert ist: ​ Marina war hellauf begeistert*, hat alles eingepackt daheim und wir sind los Richtung Mannheim. ​ Ich musste mir aber in den letzten 2 Tagen von einer ganzen Menge Leute anhören, solche Dinge zu verplanen, sei: ​ Typisch Sascha. Was das jetzt mit Frauenfußball zu tun hat, erfährst du im Podcast… 🎧
229. # 229 Gemeinsam verbringen wir das Wochenende… - Sascha Geipel
2025/07/31
🎅🏾 229. # 229 Gemeinsam verbringen wir das Wochenende… - Sascha Geipel - Jetzt hatte ich euch gar nicht erzählt, wie mein Wochenende so war – dafür war letzte Woche einfach zu viel los… ​ Aber: ​ Je näher du am Paradies (also in Tirol) bist, desto eher weißt du ja, was hier wettertechnisch grade so abgeht, oder... ​ Es ist einfach beschissen. ​ Regen. Kalt. Mehr Regen. Noch kälter – und so geht das gefühlt seit Monaten. ​ Sonntag war auch so. ​ Und irgendwann hatte ich das latente Gefühl, Töchterlein kaut uns die Fingernägel ab, so launisch ist sie auf das Wetter. Und die Langeweile, die eben jenes für sie bedeutet… ​ Bis – einem Regenbogenstreifen am Horizont gleich – der erlösende Anruf kam: ​​ „Wir fahren jetzt dann ins Happy Hopp – wollt ihr mit?” ​ Jetzt bloooooß keinen Fehler machen. Keine übertriebenen Bewegungen oder so. Dieses zarte Pflänzchen darfst du nicht schon im Keim ersticken… ​ Also sag ich: ​ „Sweety – was meinst du, willst du mit Töchterlein mit?” ​ „Nein, ich fühle mich nicht besonders und Töchterlein ist auch nur am Quengeln. So mag ich nicht und du kannst auch nicht, weill du noch so viel zu tun hast.” ​ „Ach, das ist schon ok…” ​ „Nein, das wäre ja doof – wir wollen doch den Sonntag zusammen verbringen” ​ Ahh. Ja. Wie kriege ich das gedreht? Mein Versuch: ​ „Aber ich glaube schon, dass es Töchterlein gut tun würde. Dann hätte sie ein bisschen Bewegung, kann sich auspowern – und wird nicht nass, da drinnen.” ​ „Wäre das echt ok? Was machst du denn dann die ganze Zeit?” ​ „Ich werde erstmal bisschen Haushalt machen, das Untergeschoss muss noch gesaugt werden – und eigentlich wollte ich sowieso mal schauen, warum die Waschmaschine in letzter immer so am springen ist, was sie nicht soll.” ​ „Das würdest du machen – am Sonntag? Neee, du sollst dich ja auch ein bisschen entspannen!” ​ „Na gut – wir machen das so: ich schau mal, wie weit ich komm. Ok?” ​ Ja, Ihr Lieben... ​ 😎 ​ Und schon… ​ Hatte ich den ganzen Sonntag Zeit für mich. ​ Und – ich hab die Zeit natürlich NICHT für mich genutzt und etwas gechillt…und im Haushalt ist auch nur das Nötigste passiert. ​ (Saugen ging klar, Waschmaschine so lala – und ich war ne Runde Joggen im Wald) ​ Weil: ​ Ich hab meine ganze Freizeit nur FÜR EUCH geopfert. ​ Und hab mir das CCC – Cashcow Copywrtiting Compendium gekauft.​ Ich lehn mich mal aus dem Fenster: Das sind 86 Seiten in 16.931 Wörtern ALLES vermittelt, was es für bessere Copy braucht.Was bringt dir das jetzt, naja es kann sein, dass der dir Podcast dabei hilft es besser zu verstehen, wobei, bei dir wahrscheinlich nicht, denn du weißt eh schon alles… 🎧
228. # 228 Ein Whirlpool voller Tennisspieler. - Sascha Geipel
2025/07/24
🎅🏾 228. # 228 Ein Whirlpool voller Tennisspieler. - Sascha Geipel - Ich hab geträumt. ​​ Und ich mein nicht so ein „Ich-steh-in-der-Schule-nackt-vor-der-Klasse“-Traum. ​​ Sondern eher: ​​ „Ich-bin-in-einer-von-Boris-Becker-initiierten-Kopie-von-Grandslam-Tennis-Game-und-muss-den-perfekten-Volleystop-spielen“-Traum, ihr Hörer und Hörerinnen. ​​ Szene 1: Ein Whirlpool. Boris Becker. Oberkörperfrei. Sektglas in der Hand. „Wer keinen Volleystop in unter 3 Sekunden spielen kann, fliegt raus.“ ​ Ich frag: „Raus – wohin?“ Er: „Aus dem Training in meiner Akademie, absolut. Für immer.“ ​​ Szene 2: Die Umkleidekabine. Novak Djokovic steht da. Mit 63 Tennisschlägern. Es ist Mitternacht. Drinnen. Er flüstert: „Sascha. Du brauchst keine Technik. Du brauchst ein Gefühl. Hier – nimm diesen Schläger. Er zeigt dir den Schmerz, den sie nicht mal selbst kennen.“ ​​ Szene 3: Die Kantine. Carlos Alcaraz. Trainingsanzug. Rotzfrech. Mit Bällen und Edding in der Hand. Er schreit mich an:​ „Deine Stops sind zu nett! Du spielst wie jemand, der noch Rückgaberecht hat!“ Dann schreibt er an die Wand: „P.S. steht für Power und Stärke. Nicht für 'Pferde streicheln'.“ ​​ Szene 4: Der Aufzug ins Unterbewusstsein. Ich drücke auf „Kellerfahrt“. Drin steht Roger Federer. Trinkt Vodka auf Eis. Lächelt mild. Dann raunt er mir zu: „Es ist wie beim Tango. Tennis darf führen. Aber nie drücken.“ ​​ Ich sag: „Heißt das, KEINE RETURNS MEHR?“ Er: „Nur beim ersten Ball.“ ​​ Szene 5: Der Regieraum. Rafael Nadal. Mit Gummistiefeln. Moderiert eine Tennis-Auktion. ​​ „Ich biete: einen Matchtiebreak mit mir... einen verdeckten Vorteil... und einen Bonus, den keiner will, aber alle kriegen.“ ​​ Ich will mitbieten – aber Grigor Dimitrow rollt mit einem Rollstuhl rein, als sprechender Tiger. ​​ Er guckt mich an – und sagt es sarkastisch: „Ach komm… 'endlich A ohne Z'? Nimm doch gleich 'Mehr Bälle. Mehr Schläger. Mehr Freiheit.'“ ​​ Alle lachen. Nur Marija Sharapova weint. Sie murmelt: „Du verstehst es nicht, Boris. Du siehst nur die Worte. Nicht das Verlangen dahinter.“ ​​ Szene 6: Der Showdown. Spot auf mich. Ich habe 5 Minuten, um eine Strategie zu erstellen, die gewinnt. ​​ Plötzlich kommentiert John McEnroe aus einer Sprecherkabine: „Er startet stark. Klassischer Return. Ohhh – da kommt der Übergang ans Netz! Und jetzt… YES! Er zieht den Mechanismus auf einen versteckten Schlag! Ich brech ab!“ ​​ Ich wache auf. Verschwitzt. Verwirrt. Aber auch: Mit einer Idee. ​​ Und die Idee liest du grade. ​​ Aber was, wenn du da in der Szene drin gewesen wärst? ​​ Umringt von Becker, Federer & Co. Und Du müsstest in 5 Minuten die eine Tennis-Strategie entwickeln, die Grand Slams gewinnt. ​​ Wärst du bereit? ​Ob ich bereit bin? Das sagt dir der Podcast… 🎧
227. # 227 Eine Katastrophe... - Sascha Geipel
2025/07/18
🎅🏾 227. # 227 Eine Katastrophe... - Sascha Geipel - Eine Katastrophe… - Ich bin zwar durchaus der Meinung, dass ich in der Schule (zumindest bei den wichtigen Themen) meistens (halbwegs) ganz ok aufgepasst habe, aber was mir bisher absolut nicht klar war: ​​ Katastrophen sind Rudeltiere, Liebe Hörer und Hörerinnen. ​​ Ich mein, allein wie die Woche anfing… ​​ Wie sie weiterging… ​​ Und was DANN passiert ist… ​​ Kannst du dir ja nicht ausdenken. Wirklich nicht. ​​ Das war nämlich – NAAAAAAAAAAAAAH. ​​ Hast du’s gehört? Aus dem „Ostflügel”? Mit dieser piepsigen Kinderstimme? Dieses langgezogene „PAAAPAAAAAAAA”? ​​ Nein? ​​ Ja gut – ich muss jedenfalls 🏃🏾‍➡️Du kannst ja am Podcast teilnehmen, also nur wenn du unbedingt willst… 🎧
226. # 226 Sag mir bitte, ich nicht der Einzige... - Sascha Geipel
2025/07/14
🎅🏾 226. # 226 Sag mir bitte, ich nicht der Einzige... - Sascha Geipel - Ich schwör – ich hab es mir vorgenommen.​ Wirklich. Im Januar. Und im April. Dieses Jahr. Letztes Jahr. Jedes verdammte Quartal wieder. Ich hab mir es sogar schriftlich notiert: ​ „Ab sofort: Buchhaltung täglich. Nur 11 Minuten.“ ​ (Smiley dahinter. Motivationssternchen. War ein schöner Moment.) ​ Und dann? ​ Gestern, 11. Juli… ​ Ich sitz da. Es ist 21:48 Uhr. Ich schwitze leicht. Nicht wegen des Wetters. Sondern wegen... naja: Umsatzsteuervoranmeldung. ​ Natürlich wieder auf den letzten Drücker. Natürlich wieder mit wildem Zusammenklicken aller Belege. Natürlich wieder mit der leisen Hoffnung, dass meine Ordnerablage alles hat – und das Finanzamt schon nix merkt. ​ Und ich frag mich: ​ Warum zur Hölle mach ich das wieder auf den letzten Drücker? ​ Ich mein – es ist jeden verdammten Monat das Gleiche. (Okay: jedes Quartal. Aber der Schmerz fühlt sich monatlich an.) ​ Ich kenn das Muster. ​ Nicht nur von mir – auch von Kunden und Freunden. ​ Kein Mensch handelt aus Vernunft – die meisten handeln einfach aus Schmerz. ​ Die Umsatzsteuervoranmeldung wird erst gemacht, wenn es weh tut. Der Fitnesstraining wird erst gemacht, wenn der Rücken so weh tut, dass man sich kaum noch bewegen kann. Die Verkaufsseite wird erst geschrieben, wenn gar kein Leads mehr da sind. ​ Deshalb funktioniert gute Copy: ​ Weil sie Schmerz simuliert, bevor er real wird. ​ Weil sie Dich fühlen lässt, wie es sich anfühlen würde, wenn Du nichts tust. Jetzt. Nicht in zwei Wochen. Nicht am 11. Jetzt. ​ Ich… ​ Mach dann schon mal die ersten Buchungen für Juli – haha. Also wenn Du jetzt wissen willst welche Schmerzen mich gerade quälen, dann gönn dir den Podcast. 🎧
225. # 225 Hast Du schon mal eine Wette verloren? - Sascha Geipel
2025/07/04
🎅🏾 225. # 225 Hast Du schon mal eine Wette verloren? - Sascha Geipel - Keine Ahnung, wie gut du mich kennst, aber – ich mag so ab und zu Wetten. ​ Also nicht Lottospielen oder Sportwetten oder so ein Kram, wo es um Kohle geht oder so… ​ Eher so… ​ Spaß-Wetten unter Freunden. ​ (du kannst ja mal Marina fragen, mit ihr hab ich auch schon gewettet – und Gott sei Dank gewonnen…das wär sonst was geworden…) ​ Tja – jetzt hab ich eine verloren, Ihr Lieben... ​ Und der Einsatz war außergewöhnlich hoch. Ist er eigentlich immer, sonst macht es ja wenig Spaß… ​ Jedenfalls: ​ Ich, Sascha Geipel, darf die nächsten 14 Tage keinen Copy Content mehr (für mich) machen. ​ Das bedeutet: dieser Podcast am 20.06.2025 um 0:01 Uhr ist die vorerst letzte… ​ …bis zum 04.07.2025. ​​ Ich weiß selbst nicht, wie es dazu kommen konnte…ich war mir SO SICHER. Aber dann – argh. ​ Naja. ​ Wettschulden sind Ehrenschulden. ​ Und jetzt ist das halt so. ​ Falls du zu den wenigen Menschen gehörst, die gerne wöchentlich von mir lesen und hören, wird das hart werden. Aber: ​​Ich habe dich verstanden 😎 denn ich darf ja nur kein Podcast mehr über Copy machen, aber was anderes aha! … 😊 Jetzt zieh dir das Ding rein, denn dann weißt du auch um welche Wette es ging. 🎾
224. # 224 Wie Du ein Finale platzen lässt? - Sascha Geipel
2025/06/26
🎅🏾 224. # 224 Wie Du ein Finale platzen lässt? - Sascha Geipel - Sonntag, 15:00 Uhr: ​ Ich sitz mit leicht zitternden Knien vor dem Fernseher und halte ein bisschen Smalltalk mit meiner Frau. ​ Hinter mir: Töchterlein. Die durfte mit auf die Couch. Und verhält sich: mustergültig. ​ Zu Beginn des French Open Finals hat sie kurz in den Fernseher gewunken und sich dann mit ihrer Musikbox verzogen und ein bisschen geremixt. ​ Der Anfang des Matches lief gut, die Entwicklung war grandios (für Sinner). ​ Bis… ​ Bis Carlos in den 3ten Satz reinkommt. ​ Er war in den ersten beiden Sätzen nicht voll da, weswegen Sinner so dominierte… ​ Und an der Stelle, Lieber Leser und Zuhörer: ​ Carlos war schon ein paar Wochen in dem Turnier dabei. Also mindestens 1 oder 2…und dazwischen war ja Halbfinale. Und ein paar Dinge sind aus dem Halbfinale waren einfach überragend. ​ Zusätzliche Vorhand Winner zum Beispiel. Stops. Volleys. Eine Rückhand… ​ Und er kommt in den 3. Satz, sieht Sinner, wie er offensichtlich dominiert – und schreit laut:​ „Ja wie kann das sein – das kannst du doch nicht machen.” ​ Und dann – das muss man sich mal vorstellen: ​ FÄNGT ER AN, MATCHBÄLLE ABZUWEHREN!! ​ Vorhand Cross Winner, Stop longline, Lob wieder zurück… ​ Macht einen Heiden Aufwand.​ Findet vor mir im Fernseher statt. ​ Und ich versuch grad, den größten Hunger meines Lebens zu stillen, da ich vorher auf einer Radtour war. ​​ Schätze, was passiert ist? ​ Mein potentieller Hunger hat das gemerkt…dass mir das Finale auf den Sack ging…und er konnte es ja auch mitbeobachten… ​ Und meinte dann: ​ „Du, lass uns später was Essen – du wirkst mir grad absolut nicht bei der Sache.” ​ Ja – und jetzt? ​ Überraschenderweise liefen meine Versuche, gestern nochmal etwas zu Essen, ins Leere… ​ Jap. ​ Egal. ​ Dafür hab ich gute Nachrichten: ​ Ich erspar dir heut den Pitch – und mir die Transition dazu. ​ Ich hab nämlich ein so famoses Tennis selbst gespielt… ​ Dass mein Gegner sogar das Resultat am liebsten Streichen will. ​ Ich zitiere mal den Grund, wieso er das will: ​ „Die Kombination aus Stop, Lob und Cross Schlägen macht Dein SPIEL sehr mächtig – vielleicht zu mächtig. Du ersetzt menschliche Verantwortung komplett, ähnlich wie Alcaraz. ​ Das widerspricht jedem physikalischen Gesetz: ​ „Schläge, die automatisierte Entscheidungsfindung in sensiblen Winkeln des Platzes ohne menschliche Kontrolle ermöglichen.“” ​ Ja… ​ Ich könnte dir lediglich anbieten: ​ Ich erzähle dir im Podcast mehr darüber wie das French Open Finale und mein Match zusammenhängen.​ Für den privaten Einsatz ist es nämlich ok 😉 Man kann es nur nicht öffentlich verfügbar machen… ​ Aber um dafür extra einen Punkt zu machen… ​ Fehlt mir jetzt auch die Muse. Also, daher jetzt den Podcast genießen… 😊
223. # 223 Wenn es läuft, genieße es. Wenn´s kracht, halt dich fest. - Sascha Geipel
2025/06/05
🎅🏿 223. # 223 Wenn es läuft, genieße es. Wenn´s kracht, halt dich fest. - Sascha Geipel - Gute Nachricht Ich hab den Arbeitsamt-Termin positiv hinter mich gebracht. ​ Schlechte Nachricht: ​ Es wird sich zeigen, wie gut oder schlecht – aber lass uns optimistisch bleiben. ​ Immerhin bin ich heute Nacht eh aufgewacht und hab mich so fit gefühlt, dass ich kurzfristig beschlossen hab, schon um kurz nach 4 Uhr diesen Podcast zu schreiben. ​​ Weil: schneller vom Computer weg. Schneller wieder diese reine, Tiroler Luft…und schneller wieder: meinen Kakao. ​​Da blieb natürlich keine Zeit, dir irgendeinen Copy Hack zu erklären – sorry. Ich hoffe, das geht auch in Ordnung, wenn’s etwas später ist? Passt grad einfach nicht so gut…ich musste eh erst meine Zähne putzen, bin am Kühlschrank hängen geblieben…und das Müsli lachte mich an, iss mich, jetzt. ​ Ich dachte es dann auch – quasi. Ich fülle also das Müsli in die Schüssel und gebe die Milch darüber und freu mich wie Sau, grad, weil ich da um 4 Uhr überhaupt nicht dran gedacht hab: ​ Wenn ich Hunger hab, muss ich ja ein paar Minuten etwas essen – und kann gleichzeitig ein bisschen was „arbeiten” 🥳 ​ Aka. den Podcast schreiben – war ja schon wieder ein paar Tage Funkstille…sorry dafür. ​ Ich denke, ich melde mich ab nächster Woche ausführlich mit den Eindrücken, Erlebnissen, Learnings und dem ganzen Horror der letzten vier Tage… ​ Bis dahin: ​ ​Falls du auf der Suche nach guter Copywriting-Lektüre bist, dann kannst du mich hier kontaktieren. Ich bin zwar vielleicht ein bisschen voreingenommen, aber denke doch: ​ Da lernst du ne ganze Menge. Aber, wenn du wissen willst, was ich diese Woche noch so erlebt hab, dann ist das hier dein Podcast… 😊
222. # 222 Bin ich Hulk, oder was? - Sascha Geipel
2025/05/29
🎅🏿 222. # 222 Bin ich Hulk, oder was? - Sascha Geipel - Erinnerst du dich an das Desaster mit dem Auto? (falls nicht: kannst du es hier nochmal anhören.)​ ​ Jedenfalls… ​ So ein Erlebnis macht was mit dir. Deine ganze Aura, was du ausstrahlst, wildfremden Menschen gegenüber – wie so ein eingebauter Heiligenschein oder so. ​ Sichtbar auf 200 Meter. ​ Ich wollte mir gestern Abend eine Pizza holen – Hunger und so. Steh beim Pizamann in Huben, ein paar andere Kunden sind auch noch da, als ein verschwitzter Mann den Laden betritt: Gustaf. ​ Gustaf ist Platzwart in einem Tennisclub und hat das Sölsch geliefert. Und er kam schnaufend rein, schaut sich um – fixiert mich mit seinem Blick (weil: offensichtlich hat das Auto mich zum Hulk gemacht) und sagt: ​ „Du – Atmer – kannst du – Atmer – mir – Atmer – vielleicht kurz – Atmer – helfen?” ​ So unangenehm mir das immer ist, angesprochen zu werden, hab ich natürlich erstmal geprüft, ob er jemanden hinter mir meint – kann ja sein, dass er schielt oder so. Aber nein, hinter mir war niemand mehr… ​ Ich also: „Was brauchst du denn?” ​ „Mir ist – Atmer – ein Colli mit – Atmer – Bierflaschen – Atmer – umgekippt. Kannst du – Atmer – mir helfen, – Atmer – den wieder – Atmer – aufzustellen?” ​ Jetzt war ich richtig verwirrt, immerhin war – und ich mein das nicht despektierlich – in der Pizzabude natürlich die klassische Clever-Fit-Pumper-Gesellschaft versammelt: Seiten auf Kontostand, Sonnenbrille bei Regen und ein Kreuz bei einander, dass sie wohl seitlich durch DIN-Türen laufen müssen, weil sie sonst hängen bleiben. ​ Also mit nach draußen…rein in den LKW…und ganz schnell festgestellt: ​ ​ Gustaf und ich allein – das wird nix. ​ Also bin ich wieder runter, in den Pizzaladen rein und hab mir die zwei stabilsten Gäste geschnappt. Gustaf währenddessen saß in der Ecke vom LKW auf dem Boden und hatte Tränen in den Augen. ​ (oder es war einfach nur der Schweiß, der ihm in Wasserfällen die Stirn runterlief, keine Ahnung) ​ Die 2 Muskelmänner und ich: wir haben den Colli dann aufgestellt und auf das elektrische Flurförderfahrzeug gehievt bekommen. ​ Und ich hab mir direkt geschworen: ​ Ich versuch jetzt ab sofort, möglichst schwächlich zu wirken – weil auf so einen Mist hab ich eigentlich gar keinen Bock. ​ (wusstest du, dass so ein Getränke-Colli mit Flaschen rund 500kg wiegt? Ich auch nicht – und hätte ich das geahnt, ich hätte sofort abgelehnt, dabei zu helfen) ​ Aber immerhin konnte ich dann ruhigen Gewissens zur Pizza noch eine Cola mitnehmen – und Tiramisu als Nachtisch. ​ Und jetzt ein Dank an den Pizamann, der hinter der Theke das Ganze natürlich mitbekommen hat: ​ Getränke gabs für uns „Helfer” gratis. ​ (rückblickend wäre es mir besser bekommen, die 2 Euro für die Cola einfach zu zahlen…ich bin einfach keine 20 mehr, wie mein schmerzender Rücken mir heut direkt beim Aufwachen wieder ungefragt bestätigt hat) ​ Das vielleicht wichtigste Learning aber: ​ Allein hätte Gustaf das nicht geschafft. Mit mir als Hilfe hätte es immer noch nicht gereicht. Aber mit genug Unterstützung konnten wir sogar 500kg in die Luft bringen. ​ Und das ist genau das, was Kunden jeden Tag von Copywritern erleben dürfen. ​ Man hilft sich, man unterstützt sich – und am Ende gewinnen alle. ​ Wenn du noch nicht dabei bist, Lieber Zuhörer, würd ich das schleunigst nachholen! ​ Weil… ​ Ich mein: ​ Du würdest doch niemanden hängen lassen, der grad deine Hilfe braucht – oder? ​ Also, ich brauch jetzt deine Hilfe im Podcast… 😊
221. # 221 [Pilot] Der Mann, der den Job nicht fand… - Sascha Geipel
2025/05/22
🎅🏿 221. # 221 [Pilot] Der Mann, der den Job nicht fand… - Sascha Geipel - So langsam…könnte man meinen: das wird. ​ Ich mein: ​ Die Jobsuche aus der alten Tätigkeit dem EMS Studio sind weitgehend abgeschlossen, die Copywriter Reise hat begonnen, die Website steht (und läuft – über dem Personal EMS Training hängt etwas abgestandener Staub) – und: ​ Den Aufnahmetest als Lockführer habe ich auch absolviert. ​ Die Frau roch nach Filterkaffee und Zigaretten, hatte die Empathie eines Adlers – und die Entscheidungsfreude eines Beamten am Freitag um 17:59 Uhr. ​ Und mein Besuch vor Ort war… ​ Wie sagt man das so, dass es nicht sämtliche Spamfilter aktiviert… ​ NUTZLOS WIE EIN HALBES BLÄTTCHEN KLOPAPIER BEI DURCHFALL. ​ Weil erstens: ​ Ich sollte mir eigentlich drei Stunden Zeit nehmen für den Test. Sie (und ich auch) wusste aber schon: das wird nix… ​ Erstmal Sammelbüro, und dann vielleicht so fünf weitere Personen. ​ Nur… ​ Die Ruhe, die du dort findest, ist etwa so wie auf der Baustelle mit Presslufthammer. ​ Weil – und das muss man sich mal vorstellen: ​ Sie sagt, nehmen Sie hier Platz, beugt sich mit ihrer überaus einladenden Kick Bluse über mich, klickt den Computer an, öffnet das Testprogramm, sieht ehrfürchtig Funktionstasten auf dem kleinen Bildschirm aufflackern, gefolgt von einem unangenehmen Piepton in meinen Kopfhörern – und stellt anerkennend fest: ​ „Testvorgang is scho mul bereit.” ​ (ich versuche, den Dialekt dieses Zug’reisten so authentisch wie möglich in Schriftform abzubilden) ​ „Hamwa Trinke?” ​ „Wie meinen?” ​ „Trinke?” ​ „???” – so muss zumindest mein Gesicht ausgesehen haben… ​ „Wo gehtsn Trinke?” ​ Da hab ich es wohl verstanden – könnte es sein, dass sie wissen möchte, ob ich etwas zum trinken dabei habe? ​ Stell dir bitte mein Gesicht vor. Ich sitze im 6 Stock eines Hochhauses für 3 Stunden. 85 Stufen. In einem Geschäftshaus mit Hotel. ​ Preisfrage, du sitzt 3 Stunden: ​ WIESO SOLLTE ICH NICHTS ZU TRINKEN HABEN? ​ Ich mein, stell dir das bildlich vor: du betrittst als Bewerber ein Haus. Du musst in den sechsten Stock, das steht auf deiner Notiz. Du klingelst. Die Haustür wird mit einem Summer geöffnet. ​ Und instinktiv wählst du die Treppe links, die nach oben führt, um in den sechsten Stock zu kommen. ​ UND DANN FRAT DICH JEMAND DREIMAL OB DU WAS ZU TRINKEN HAST? ​ Meine Antwort „noch 3 Stockwerke die Treppe hoch” hat sie offensichtlich nicht ernst genommen, sie ist nämlich schnurstracks zum nächsten Kandidaten marschiert – Richtung: Trinke. ​ Da war dann auch der nächste Kandidat auf einen Blick zu erkennen, sie geht hin – und dann hab ich mich ein bisschen wie in einem Charlie Chaplin Film gefühlt: ​ Weil… ​ Geschlagene 21 Minuten lang hat sie benötigt um 5 Computer Testbereit zu machen. ​ Und…das Ding war gar nicht, dass die Computer nicht schon eingeschaltet waren. Soweit ist sie nämlich gar nie gekommen – für mich sahen die Computer so aus, als hätte dich jemand in die 90er Jahre zurückversetzt… ​ Ja, Ende vom Lied: ​ Ich hab den Test nicht bestanden. Und weiß auch nicht, ob ich den jemals bestanden hätte. ​ Oder ob überhaupt – weil das ja das Grundproblem ist: ​ Die „Jobsuche” als Lockführer war: fehlerhaft. ​ Also hab ich immer noch kein Job… ​ Aber wenigstens jetzt endlich Kontrolle über mein Willen. ​ Weil ich jetzt endlich eines erkannt hab, Dass Du jetzt ’ne richtig coole Copy im Sportumfeld von mir bekommst – direkt aus dem Tirol Office. Was Du da erwarten kannst, dass gibt es jetzt im Podcast… 😊
220. # 220 Du willst gewinnen? Dann hör auf, nett zu sein. - Sascha Geipel
2025/05/15
🎅🏿 220. # 220 Du willst gewinnen? Dann hör auf, nett zu sein. - Sascha Geipel - Weißt du, warum du in deinem Sport nicht gewinnst?​ Weil du versuchst, zu gefallen. Weil du nett sein willst. Weil du denkst, dein Gegner sei ein rationales Wesen mit Interesse an Fairness und Vorteilen, wenn du sie nur hübsch in ein paar Benefits verpackst. ​ ICH NENNE DAS BULLSHIT. ​ Menschen gewinnen nicht wegen Vorteilen. Menschen kaufen oder gewinnen, weil irgendwas in ihnen brennt – und du ihnen kurz das Gefühl gibst, dass du die Flamme ausmachen kannst. ​ Aber dafür musst du wissen, was genau brennt. ​ Und da scheitern 95 % der Sportler. ​ Sie spielen Bälle oder verwenden Worte wie: „Entdecke jetzt die Vorteile von…” oder „Wie Du [Ziel] erreichst in [Zeitraum], ohne [Hindernis]”. ​ Ich sag dir was: ​ Wenn du das machst, hast du nichts verstanden. ​ Menschen gewinnen nicht wegen Vorteilen. Sie gewinnen wegen: dem Schmerz, abends alleine zu sein. der Scham, immer noch so wenig zu verdienen oder zu sein. der Hoffnung, dass sie diesmal wirklich gesehen werden. der stillen Rache an all denen, die gesagt haben: „Du schaffst das eh nicht.“ ​ Und wenn du diese Emotionen nicht triffst? ​ Dann kannst du auch gleich deine Sportart einpacken und dich zu Hause auf die Couch legen. ​ Ich hab diesen PODCAST geschrieben, weil ich's satt hatte, Sportler zu sehen, die klingen wie 'n Bewerbungsschreiben beim Bundesamt für Sportförderung. ​ Wenn du also in deiner Sportschule die Trigger wissen willst, dann kannst du hier klicken. 28 Trigger. Für 28 menschliche Schwächen, die jeder hat – aber keiner zugibt.​ Du willst gewinnen? Dann hör auf, nett zu sein. Und fang an, da zu treffen, wo’s wirklich weh tut. Ein Teil der Trigger, nenne ich dir jetzt im Podcast… 😊

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