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Der Gangster, der Junkie und die Herrin

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Bewertung
★★★★☆
4.3
von
4 Bewertungen
Dieser Podcast hat
205 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2021/05/17
Neueste Episode
2026/10/13
Durchschnittsdauer
55 min.
Veröffentlichungsintervall
28 Tage

Beschreibung

Ein Ex-Gefängnisinsasse, ein Ex-Drogenabhängiger und eine Domina sitzen gemeinsam am Tisch... Das könnte eine Filmszene sein. Bei uns ist es der Anfang vieler spannender Gespräche! Zwischen Maximilian Pollux, Roman Lemke und – seit der 3. Podcast-Staffel – Nina Workhard. Die drei haben Erfahrungen gemacht, die andere nur aus dem Fernsehen oder dem Internet kennen. Oft jenseits der Legalität. Gemeinsam mit Gästen aus unterschiedlichen Bereichen sprechen sie offen und authentisch miteinander und stellen Fragen, die man selbst nicht wagen würde, zu fragen. In der ersten Staffel erzählen Maximilian, Roman und Ex-Prostituierte Tara das entlang der sieben Todsünden: Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit. Denn genau dazwischen hat sich ihr Leben abgespielt. In der zweiten Staffel geht es um das „Tier in uns“: Was ist ein „Hai“ unter Gangstern? Wann musste Roman den „Hasen machen“? Und warum fühlte sich Tara manchmal wie ein Waschbär? In der dritten Staffel sprechen Maximilian, Roman und Neuzugang Nina zusammen mit spannenden Gäste über ihre „Leichen im Keller“. Welche Geheimnisse belasten das Gewissen schon lange und sollen endlich begraben werden? Die vierte Staffel befasst sich mit vermeintlich guten Ideen. Pläne, die im Kopf völlig genial erscheinen und in der Realität mitunter völlig daneben gehen. Und die nun 5. Staffel widmet sich den schnell dahin gesagten Worten: „Ist das krank!?“ Der Gangster, der Junkie, die Herrin und ihre Gäste schauen genau hin: Denn wann ist etwas wirklich krank? Oder ist es etwas ganz Normales, über das sich nur niemand traut, offen zu sprechen? Ein Tabu? Über den Themen aller Staffeln steht das Motto: „Ihr seid nicht allein!“ Jeden Donnerstag gibt es eine neue Folge auf SWR3.de, in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt!

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Treue in der Ehe: Monogamie als Liebesideal oder soziale Lüge? Mit Dr. Meriam Axtmann
2026/10/13
Was bedeutet Treue eigentlich – und wer legt fest, wie eine glückliche Beziehung aussehen muss? Gemeinsam mit der Sexualtherapeutin Dr. Meriam Axtmann spricht Nina Workhard über Untreue, Affären und die Frage, warum Menschen ihre Bedürfnisse manchmal lieber außerhalb der Beziehung ausleben, statt offen darüber zu sprechen. Beide klären die Fragen: Warum gehen Menschen fremd? Muss und kann eine einzelne Person alle Bedürfnisse seines Gegenübers stillen? Und warum ist Treue nicht gleich Loyalität? (00:00): Intro (05:25): nach dem Betrug: starke Emotionen in der Paartherapie (11:47): Warum ist es leichter, ehrlich zur Domina zu sein, als zur Partnerin? (24:07): Was für die meisten Menschen Betrug bedeutet (25:04): Was bei polyamorösen Beziehungen meist anders läuft als in monogamen (28:45): die Bedeutung von Untreue für die Beziehung (35:25): Ist eine Beziehung reparabel? (37:52): Fazit & Outro Hier geht’s zum Podcast-Tipp der Woche: https://1.ard.de/willkommen-im-club
Langeweile: Warum sich gesunde Liebe oft falsch anfühlt. Mit Dr. Pablo Hagemeyer
2026/10/06
Nina und Pablo fragen sich: Muss Liebe immer aufregend sein? Die beiden sprechen darüber, warum intensive und toxische Beziehungen uns das Gefühl geben können, besonders lebendig zu sein und weshalb sich Ruhe und Beständigkeit danach manchmal fast wie Langeweile anfühlen. Es geht um Dopamin, den nächsten Kick und die Frage, warum unser Nervensystem immer wieder nach Intensität sucht. Aber auch darum, was passiert, wenn wir Langeweile wieder zulassen: Können ruhige Phasen in einer Beziehung vielleicht genau die Grundlage für Sicherheit, Nähe und echte Verbundenheit sein? (00:00): Intro (01:50): Langeweile in Beziehungen: die Angst vor einer eingeschlafenen Beziehung (04:59): Das Hängebrücken-Experiment: Erregung wird mit Liebe verwechselt (07:26): Was wir als Kinder über Langeweile (ver)lernen (16:45): Ruhe und Sicherheit als Fundament einer Beziehung (26:43): Bedürfnisse, Kicks und Offenheit in Partnerschaften (39:59): Fazit & Outro Hier geht’s zum Podcast-Tipp der Woche: https://www.swr.de/swrkultur/programm/playlist-liebe-erzaehlt-100.html
Single-Sein: Brauche ich einen Partner, um glücklich zu sein? Mit Dr. Meriam Axtmann
2026/09/29
Brauche ich einen Partner, um glücklich zu sein? Dieser Frage gehen Domina Nina Workhard und Sexualtherapeutin Meriam Axtmann nach. Es geht ums Single-Sein, alte Rollenbilder und die Frage, was wir von Beziehungen heute eigentlich erwarten. Warum gilt eine Partnerschaft noch immer als vermeintliches Upgrade fürs Leben? Was verändert sich, wenn Frauen nicht mehr auf Beziehung und Ehe angewiesen sind – und warum fühlen sich trotzdem viele Männer und Frauen unter Druck? Es geht um Selbstbestimmung, Mental Load, emotionale Nähe und darum, Beziehungen neu zu denken. (00:00): Intro (01:16): Zahlen & Trends: Warum immer mehr Menschen alleine wohnen (04:32): Single sein vs. einsam sein (14:45): Braucht man eine Beziehung, um glücklich zu sein? (17:33): Persönliche Erfahrung von Nina: Wenn die Beziehung klein machen (25:19): Freiheit und neue Erwartungen an Beziehungsmodelle (35:06): Der Spagat zwischen Alltag, Augenhöhe und Erotik in Partnerschaft (37:24): Warum wir Männerbilder neu denken dürfen (51:08): Fazit & Outro Hier geht's zum Podcast-Tipp der Woche: https://1.ard.de/1+1
Einsamkeit: Nie war Nähe so einfach und so selten. Mit Dr. Meriam Axtmann
2026/09/22
Wie nah können wir uns anderen Menschen wirklich fühlen? Und warum kann sich Nähe manchmal trotzdem einsam anfühlen? Domina Nina Workhard und Sexualtherapeutin Meriam Axtmann sprechen über Einsamkeit, Verbindung und die Frage, warum echte Nähe manchmal schwerer geworden ist. Denn ständig erreichbar zu sein, heißt noch lange nicht, sich verbunden zu fühlen. Es geht um Selbstbestimmung, Verletzlichkeit und die Frage, warum wir manchmal Intensität mit Intimität verwechseln. Und darum, was es eigentlich braucht, damit echte Nähe entstehen kann. (00:00): Intro (06:02): Intensität ist nicht gleich Intimität: Einsamkeit im Rotlichtmilieu (13:29): Verletzlichkeit und Vertrauen als Schlüssel zu echter Intimität (17:45): Tarot-Karten: Welche Rolle spielt Einsamkeit bei Nina und Meriam? (20:33): Ninas persönlicher Weg als Sexarbeiterin: „Loneliness is the price you pay“ (32:28): Social Media, Kontakt und die Illusion von Nähe (41:48): Ninas Doppelleben und die Frage, was wir von uns teilen müssen (49:15): Fazit & Outro Hier geht's zum Podcast-Tipp der Woche: „Lisas Paarschitt: Der Beziehungs-Podcast mit Lisa Ortgies"
Narzissmus: Liebst du mich oder nur dich selbst? Mit Dr. Pablo Hagemeyer
2026/09/15
Es geht weiter – aber mit neuen Gesichtern! In der ersten Folge von „Rotlichttherapie“ geht’s um Narzissmus und toxische Beziehungen. Denn mittlerweile ist Narzissmus fast schon ein Internet-Schlagwort: Jeder schwierige Ex ist plötzlich ein Narzisst, jede toxische Beziehung eine „narzisstische Beziehung“. Aber was steckt eigentlich wirklich dahinter? Psychiater Pablo Hagemeyer und Domina Nina Workhard nehmen den Begriff unter die Lupe und sprechen über Abwertung, Manipulation und die Dynamik dahinter. Wie wird aus einer scheinbar perfekten Beziehung eine, in der man plötzlich an sich selbst zweifelt? Warum fühlen sich solche Beziehungen anfangs so intensiv an und wieso fällt es so schwer, sich aus ihnen zu lösen? Pablo bezeichnet sich selbst als Narzisst und erklärt, warum narzisstische Eigenschaften zunächst eine ganz normale Funktion unserer Psyche erfüllen – und wann daraus ein zerstörerisches Muster werden kann. Es geht um Love Bombing, emotionale Abhängigkeit und die Frage, ob Menschen mit narzisstischen Mustern überhaupt lieben können. Nina gibt außerdem Einblick in ihre eigene ehemalige Beziehung, die für sie nicht nur emotional zerstörerisch, sondern sogar lebensgefährlich wurde. (00:00): Intro (04:55): Nicht alles ist Narzissmus: welche Funktion hat das Persönlichkeitsmerkmal? (07:53): Ninas Erfahrung mit ihrem narzisstischen Ex-Partner (12:57): Wenn das anfängliche Lovebombing in Abwertung und Gewalt umschlägt (27:49): Dopamin, Serotonin, Oxytocin: was Narzissmus in unserem Gehirn auslöst (40:53): Narzisst oder doch eher Psychopath? (49:25): Ninas persönlicher Rat, Fazit & Outro Hier geht's zum Podcast-Tipp der Woche: https://1.ard.de/mein-mensch?rotlichttherapie
Trailer: Rotlichttherapie
2026/08/10
Was passiert, wenn sich eine Domina, eine Sexualtherapeutin und ein Psychiater gemeinsam über Beziehungen, Sexualität und mentale Gesundheit austauschen? In „Rotlichttherapie“ sprechen Nina Workhard, Dr. Meriam Axtmann und Dr. Pablo Hagemeyer über die großen Fragen rund um Liebe, Sexualität und mentale Gesundheit. Wie entstehen Beziehungen? Warum sehnen wir uns nach Nähe? Und was verraten unsere unausgesprochenen Wünsche und Vorlieben über uns selbst? Persönliche Geschichten treffen auf psychologische und therapeutische Einordnung: offen, fundiert und ohne Tabus. Denn egal ob im Rotlicht, in der Therapie oder im Alltag: Die Geschichten sind oft dieselben. „Rotlichtherapie“ ist ein Podcast von SWR3. Schickt uns Feedback oder schnepfige Grüße an: [email protected] +++ Nicht nur hören, sondern auch sehen! Den Podcast gibt es auch als Video +++ Produktion und Redaktion: Annika Bingger, Jo Bischofberger Schnitt: Michaela Calmbacher  Sounddesign: Nassouh Hichri  Sprecher: Jan Bracht Kamera: Michael Merkel  Ton: Jasmin Vollmer, Tobias Weis  Requisite: Hannes Riesterer, Sophia Ruppert und Lea Sachs   Grafik: Sandra Amberg Aufnahmeleitung: Natascha Schultheiß   Produktionsleitung: Marc Bürkle, Kathrin Tiefenthaler  Außerdem an dem Podcast beteiligt: Vina Nguyen, Henriette Schreurs und Sandra Tiersch
Die letzte Folge: Gangster, Junkie und Herrin blicken zurück
2025/11/13
Gemischte Gefühle bei Maximilian, Roman und Nina. Es ist das Ende eines lebensverändernden Projekts. Im Mai 2021 lief die erste Podcast-Folge mit den Erfahrungsexperten für Kriminalität, Drogen und das Rotlicht-Milieu. Nun nach fünf thematischen Staffeln und rund 200 Episoden später überwiegt Dankbarkeit und Aufbruchstimmung. Maximilian, Roman und Nina rekapitulieren, wie alles angefangen hat, mit dem Ex-Gangster, dem Ex-Junkie und damals der Ex-Hure. Sie wollten einen Einblick in die Milieus geben – aus der Sicht von Betroffenen, das Gangstertum entglorifizieren, Tabuthemen brechen. Sie redeten Klartext über ihr Leben, gaben Ängste, Schwächen und Verfehlungen preis, über die sie vorher selbst nicht zu sprechen wagten. Und gaben anderen damit die Erlaubnis, es auch zu tun. Und so kamen großartige Gäste und es entstand eine außergewöhnlich wertschätzende Community, die mit ihrem Feedback eine große Rolle spielte. Erfahrt hier zum Schluss: Wie hat der Podcast die Drei verändert? Wofür sind sie für immer dankbar und was haben sie gelernt? Etwas therapeutische Wirkung war offenbar für alle Beteiligten dabei. Vergesst jedenfalls nie: „Ihr seid nicht allein!“ Schreibt uns unter [email protected]. Podcasttipp: „SWR3 Comedy“ https://www.swr3.de/podcasts/podcast-swr3-comedy-100.html
Nina und Max: schamlos auf der Gamescom
2025/11/06
Nina und Max waren im August mit einem kleinen Kamerateam für SWR3 auf der Gamescom in Köln. Verkleidet als GTA-Charaktere bekamen sie per Knopf im Ohr Anweisungen und wurden mit versteckter Kamera gefilmt. So mussten sie andere Besucher mit schlechten Anmachsprüchen ansprechen, sich schamlos vordrängeln oder sich einfach wie “echte” Computerspiel-Charaktere verhalten. Das Videos findet ihr auf dem Instagram-Kanal von SWR3: https://www.instagram.com/swr3online/reel/DOiB9aiDDRe/ https://www.instagram.com/swr3online/reel/DOQAYq3jNJV/ https://www.instagram.com/swr3online/reel/DOA6fXYDFx3/ In dieser Folgen erzählen sie Roman von ihren Erlebnissen beim Dreh, von Schamgefühl und Fremdscham, von ganz allgemeinen Rechtfertigungen und warum das Verhalten in diesem Kontext für sie okay war, obwohl sie es sonst verurteilen würden. Zwei verkleidete Narzissten, die auf einer riesigen Messe absurde Anweisungen aufs Ohr kriegen – was soll schon schief gehen? Schreibt uns unter [email protected].
Jenni: 7 Jahre im Bett mit einem Junkie ohne es zu merken?
2025/10/30
Zu Gast ist Jenni Lemke, die Ehefrau von Roman. Bevor die beiden heirateten, hat Jenni 7 Jahre lang neben ihm – dem Junkie – geschlafen, ohne von seinem enormen Drogenkonsum zu wissen. Den hat er ihr jahrelang verheimlicht! Geht das überhaupt? Ist das nicht krank!? 2012 lernt Jenni über eine Online-Community Roman kennen. Eigentlich hat sie keinen Bock auf Beziehung. Doch wegen einer Fuß-OP ans Bett gefesselt, beginnt sie mit ihm zu chatten, findet ihn witzig. So kommt es nach ein paar Wochen zum ersten Date. Roman hat nie dem Junkie-Klischee „Fixer im Bahnhofsviertel“ entsprochen. Zu der Zeit bringt er Leistung in der Medienbranche, später im Vertrieb, aber dopt sich täglich mit Kokain, Alkohol und Cannabis. Jenni kommt aus einer anderen Welt, kennt keine harten Drogen, außer Alkohol. Als die beiden das erste Mal auf eine Party von Romans Kollegen gehen und dort jemand Koks auspackt, ist das für sie ein absolutes No-Go. Ab da beginnt Roman seinen Konsum zu verbergen, lügt Jenni an, 7 Jahre lang. Bis zu dieser einen Nacht, in der er sie völlig zugedröhnt weckt und zugibt: „Schatz, ich glaube, ich hab ein Problem“. Wie hat es Jenni geschafft, Roman zu helfen? Wie konnte sie ihm trotz der Lügen weiter vertrauen? Wo wäre für sie die Grenze des Zumutbaren gewesen? Jenni sagt, dass sie sich dumm vorkam, dass sie so blind war, es nicht zu merken. Doch Roman sagt klar: Jenni hat sein Leben gerettet! Mit Akzeptanz, Hilfe zur Therapie und Liebe. Kein Patentrezept, aber eine gute Basis für ihr gemeinsames gesundes Leben. Alles Gute! Schreibt uns unter [email protected]. Podcasttipp: „Dirty Money: Geldwäsche-Paradies Deutschland“ https://www.ardmediathek.de/film/dirty-money-geldwaesche-paradies-deutschland/Y3JpZDovL3dkci5kZS9laW56ZWxzdHVlY2tlZnVlcmRva3VzL3BvY19pbXBvcnRfNDAwMzI4NTEzMg
Nathalie Koeck: Schönheitsbehandlungen – ab wann wird es krank?
2025/10/23
Zu Gast ist Ärztin Nathalie Koeck. Mit Maximilian, Nina und Roman spricht sie über die steigende Tendenz zu chirurgischen und nichtchirurgischen Schönheitsbehandlungen und die Frage: Ist das nicht krank? In ihrer Praxis widmet sich Nathalie der ästhetischen Medizin. Sie ist keine Chirurgin. Sie arbeitet mit Unterspritzungen, Lasertechnik und einem guten Anteil Psychologie. Das Erstgespräch mit ihren Kunden ist immer sehr lang. Ihr ist wichtig, gut über mögliche Komplikationen aufzuklären und möglichst natürliche Ergebnisse zu erzielen. Denn ja, einige Patienten neigen dazu, über das Ziel hinauszuschießen. Nathalie gibt Einblick in ihre Arbeit: Was sind die häufigsten Eingriffe? Welche Unterschiede gibt es bei Frauen und Männern? Worauf muss man bei der Anwendung von Botox unbedingt achten? Warum sind günstige Schönheits-OPs im Ausland oft nicht empfehlenswert? Max bringt den Suchtfaktor bei Schönheitsbehandlungen ins Gespräch – ein großes Gefahrenpotential besonders bei Menschen mit einer körperdismorphen Störung, einer Fehlwahrnehmung des eigenen Körpers. Nathalie lehnt Extreme prinzipiell ab, da sie gesundheitliche Risiken bergen, also wirklich krank machen können. Grundsätzlich findet sie jedoch, gibt es kein Richtig oder Falsch. Jeder soll sich in seinem Körper wohlfühlen. Von der Gesellschaft wünscht sie sich mehr Akzeptanz in Körperfragen, von ihren Kollegen mehr Ethik und von ihren Patienten mehr Vertrauen in ihre Beratung. Schreibt uns unter [email protected].
Anonymes Bordell mit Sexpuppen: Ist das krank?
2025/10/16
In Berlin hat ein Künstler 2020 ein Hotel eröffnet, in dem man mit lebensechten Puppen sexuelle Phantasien ausleben kann. Nina Workhard, die selbst Sexarbeiterin ist, stellt zur Debatte: Ist das krank oder die Zukunft? Und was macht das im schlimmsten Fall mit dem Frauenbild? Hauptsächlich Männer nehmen das anonyme Angebot in Anspruch. Größe, Typ und Styling der Real Dolls sind frei wählbar, selbst Fabelwesen sind möglich. Während Roman den Reiz lebloser Dinge kaum nachvollziehen kann, sieht Maximilian prinzipiell keinen Unterschied zu normalem Sexspielzeug. Nina besorgt die Anonymität des Ganzen. Sie fürchtet, dass Kunden irgendwann nicht mehr differenzieren können zwischen Puppe oder Lebewesen. Normalisiert so ein Hotel Gewaltfantasien? Was macht es langfristig mit unserer Sexualität, wenn der menschliche Faktor verschwindet? Die Drei diskutieren über sexualisierte Ästhetik, fehlende Reflexion und das Verbot von Kinderpuppen. Als Max den Vergleich zu Bordells mit echten Frauen gegenüberstellt, ändert sich der Blick. Ist die Objektifizierung bei Prostituierten nicht viel schlimmer, als bei Puppen? „Der Tätertyp findet das Spiel, aber nicht jeder Spieler wird zum Täter“ sagt er. Ähnlich wie beim Umgang mit Ballerspielen, scheint es Charaktersache zu sein. Die Einführung KI-gesteuerter Sexpuppen, die Sadisten motivieren könnte, wirkt auf jeden Fall beängstigend. Nina wird diese Entwicklung weiter beobachten und differenziert betrachten. Schreibt uns unter [email protected]. Podcasttipp „Innenwelt“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/innenwelt-der-psychologie-podcast-von-wdr-5/urn:ard:show:1ed47ad24053fa4d/
Roman: Erst ADHS-Hyperfokus, dann null Bock auf Hobbys oder Job?
2025/10/09
Es scheint normal, dass man im Leben Dinge ausprobiert und wenn sie nicht gut sind, lieber was Neues anfängt. Roman Lemke hat sich seit seiner Jugend in viele Themen und Jobs total reingehängt. Und obwohl es richtig gut lief, erlosch sein Interesse oft schon nach zwei Jahren. Er wiederholt dieses Muster immer wieder und fragt sich: Ist das eigentlich krank? Roman hat Vogelspinnen gezüchtet, ist Photoshop-Experte geworden und erfolgreicher Vertriebler. Zusammen mit Maximilian und Nina versucht er zu ergründen, warum ihm der Ehrgeiz für Projekte, in die er sich anfangs leidenschaftlich vertiefen konnte, so bald abhanden kam. Was haben ihm die Interessen gebracht? Was war sein Ziel dabei: Anerkennung, Erfolg, Geld? Hat er eine Ahnung, warum er abbricht? Sicher ist es ein Merkmal von Romans ADHS: Sobald das Belohnungszentrum im Hirn nicht mehr den Reiz des Neuen spürt, fehlt der Dopamin-Kick. Eine weitere wichtige Spur finden die Drei mit der Frage nach der persönlichen Motivation. Roman wollte immer gesehen werden. 2019 hat er begonnen, in Podcasts offen über seinen Drogenkonsum zu sprechen. Herauszufinden, was die Ursache von schwierigen Konsummustern ist, brachte seinem Publikum Konsumkompetenz nahe und hat ihn selbst gerettet. Doch er kann nicht ewig die immer gleichen Fragen stellen. Nach 6 Jahren Austausch mit grandiosen Menschen, beginnt für ihn nun ein neues Kapitel. Genau weiß er nur, dass ihm eine Arbeit zum reinen Geldverdienen nicht reicht. Er braucht weniger Rausch, weniger mediale Aufmerksamkeit, weniger materielle, dafür mehr einfache Dinge. Er muss den Job gern machen, etwas lernen können und Spaß dabei haben. Herauszufinden was man wirklich will, ist ein nötiger Schritt der Persönlichkeitsentwicklung. Den eigenen Weg zu finden, kann nicht krank sein – da sind sich Roman, Nina und Max einig. Schreibt uns unter [email protected]. Podcasttipp „CHEATS – Wer zerstört Counter-Strike?“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/cheats-wer-zerstoert-counter-strike/urn:ard:show:16d7f8950e911f8c/
Stephie Rubberdoll: Trans und bi – auf Umwegen zur eigenen Identität
2025/10/02
Stephie ist in Bayern aufgewachsen. Sie wurde dort als männliche Person geboren und ist traditionell erzogen worden. Als Kind des Bürgermeisters hatte sie ganz besonders das Gefühl, immer alle gesellschaftlichen Erwartungen erfüllen zu müssen. Obwohl sie bereits mit 16 Jahren das Gefühl hatte im falschen Körper zu stecken, hat sie früh geheiratet, ein Kind bekommen und diesen Teil ihres Lebens weiter unterdrückt. Als die Ehe nach langer Zeit auseinanderbrach, war das für Stephie der Impuls ihr Leben so zu führen, wie sie es eigentlich immer wollte. Nach einer erfolgreichen Geschlechtsumwandlung ist Stephie heute auch offiziell als Frau eingetragen und versucht unter anderem als Domina Menschen zu helfen, die diesen Weg noch vor sich haben und außerdem in der Gesellschaft darüber aufzuklären. Im Podcast erzählt sie Max, Nina und Roman von ihrem persönlichen Weg, den vielen Hürden, den Anfeindungen, den systematischen Diskriminierungen und wie sie mit all dem fertig geworden ist.
Nina: Windelfetisch und was das mit „normalen“ Beziehungen zu tun hat
2025/09/25
Ein erwachsener Mann trägt aus freien Stücken Windeln, geht damit bewusst in die Öffentlichkeit, um bloßgestellt zu werden: Ist das nicht krank?! Domina Nina Workhard lädt uns ein, genauer hinzuschauen. Sie sagt: Männer in traditionellen Beziehungen erwarten oft automatisch von ihren Frauen, „gepampert“ zu werden. Gemeint ist: Care-Arbeit und Beziehungsmanagement bleiben vermehrt an den Frauen hängen. Nina nimmt uns mit auf eine Session mit ihrem Sklaven Marvin. Der liebt es, als Frau gestylt, Windeln anzuziehen und die auch zu füllen! Die Herrin führt Marvin, der in die Rolle eines Kindes schlüpft, auf einen Jahrmarkt und umsorgt ihn komplett. Marvin lebt auf diese Art seine kindliche Seite aus und kann jegliche Verantwortung abgeben. Obwohl es teilweise entwürdigend scheint, bezahlt er viel Geld für das extreme Szenario und erlebt dadurch eine große Befreiung. Nina zwingt Maximilian und Roman über Ablehnung und Ekel hinauszugehen und sich mit den tieferen Bedürfnissen hinter dem Rollenspiel auseinanderzusetzen. Sie diskutieren über ihre eigenen unbewussten Erwartungen an ihre Partnerinnen, die Rolle von Geld und die absolute Wichtigkeit des beiderseitigen Einverständnisses. Nina würde es ablehnen, in ihrer persönlichen Beziehung Geliebte, Therapeutin, Putzfrau, Sekretärin und mehr zu sein. Aus der Perspektive der Domina erscheint ihr der Windelfetisch kaum kränker, als manche unbewussten Beziehungsmuster. Die Parallele wird mit dieser Folge vielleicht verständlicher: Was im Spiel die Windel ist, ist im echten Leben der mentale Rucksack, der einer Frau oft ungefragt umgeschnallt wird. Schreibt uns unter [email protected]. Podcasttipp „Hateland“: https://www.ardaudiothek.de/sendung/hateland/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/
Prof. Dr. Jens Amendt: Kriminalfälle klären mit Insekten
2025/09/18
Krimifans wissen auf jeden Fall, dass der ungefähre Todeszeitpunkt eines Mordopfers mit Hilfe von Fliegenmaden bestimmt werden kann. Doch wer will sich wirklich genau vorstellen, wie die Arbeit mit verwesten Leichen im Detail abläuft? Erscheint die intensive Beschäftigung mit ekelerregenden Krabbeltieren und übelriechenden, zerfressenen Körpern nicht grauenhaft und irgendwie krank? Zu dieser Frage haben Maximilian, Roman und Nina Professor Dr. Jens Amendt eingeladen. Er ist Forensiker am Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt am Main und erzählt begeistert von seiner Forschungs- und Ermittlungsarbeit. Während seines Biologie-Studiums entwickelte er als Hilfskraft im Naturmuseum eine Faszination für Insekten. Nach einem internationalen Kongress vor 25 Jahren wollte er mehr mit diesem Knowhow anfangen und schlug den Weg in die Rechtsmedizin ein. Gemeinsam sprechen die Vier über deutsche Bestattungsgesetze, Körperspender für Anatomiekurse und sogenannte Bodyfarmen in den USA. Das sind Gelände, die Wissenschaftlern als Freiluft-Labore zur Erforschung der menschlichen Verwesung dienen. Jens Amendt würde gerne auch in Deutschland so ein Forschungsgelände anlegen, stößt aber bisher auf Bedenken. Er liebt das Nichtalltägliche an seinem Beruf. Sein Verhältnis zum Tod hat sich dadurch nicht verändert und er ist auch nicht immun gegen Verwesungsgeruch geworden. Krank, tabuisiert oder nur sehr speziell? Entscheidet selbst. Schreibt uns unter [email protected]. Podcasttipp: Y-Kollektiv – Der Podcast https://www.ardaudiothek.de/sendung/y-kollektiv-der-podcast/urn:ard:show:8fc9608ab910f6ee/

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