
Werben im Podcast: Gedankensprünge
Dieser Podcast hat
61 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Lübeck hoch 3Explizit
Nein
Erstellt am
2021/05/20
Neueste Episode
2026/04/15
Durchschnittsdauer
58 min.
Veröffentlichungsintervall
28 Tage
Beschreibung
Gedankensprünge ist ein Podcast von Lübeck hoch 3, einem gemeinsamen Projekt der Musikhochschule Lübeck, der Technischen Hochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck. In jeder Folge sprechen Expert:innen verschiedener Disziplinen über ein Thema. Ob Forschung, Gesellschaft oder Kultur – unsere Gäste kommen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Sie bereichern sich gegenseitig, dürfen sich aber auch gern widersprechen. Der kostenlose Audio-Podcast Gedankensprünge erscheint immer in der Mitte eines jeden Monats.
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#60 | Abschlussfolge – Adieu, Gedankensprünge!
2026/04/15
Nach fünf Jahren ereignisreichen Jahren ist es so weit: Mit Episode 60 verabschieden wir uns von Euch. Grund genug, das Team hinter dem Podcast noch einmal vor den Mikrofonen zu versammeln, die gemeinsame Zeit Revue passieren zu lassen und Danke zu sagen. Dabei gibt es ein Wiederhören mit Podcast-Urgesteinen der ersten Stunde und Kolleg:innen, deren Stimme im Podcast bislang ungehört blieb.
Wenn ein Redaktionsteam, das über fünf Jahre zusammengewachsen ist, ein letztes Mal zusammenkommt, dann gibt es viele Anekdoten auszutauschen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass das formschöne Ohr, das auf unserem Podcast-Logo zu sehen ist, tatsächlich zu der Graphikerin Alexandra Klenke-Struve (UzL) gehört, die dieses Logo vor fünf Jahren für uns entworfen hat? Doch nicht nur Ohren, auch Nasen haben uns beschäftigt – etwa beim Rückblick auf Folge 3 »Riechen« (2021).
Redaktionsmitglied Elena Vogt (UzL) erinnert sich vor allem daran, dass Aale erstaunlich gut riechen: Ein Zuckerstück können sie im Wasser bis zu 250 m weit wahrnehmen. Moderatorin Vivian Upmann (vormals UzL) berichtet von Ihrem bislang unerfüllten Wunsch, einmal eine Live-Aufnahme auf einem Boot zu machen. Und beim gemeinsamen Nachdenken darüber, was es eigentlich braucht, damit sich unsere Podcast-Gäste bei uns wohlfühlen konnten, ist Theresia Lichtlein (TH) überzeugt: Ihnen genügend Zeit lassen, um anzukommen, sich einlassen zu können auf das Gespräch und die anderen Gäste in Ruhe kennenlernen zu können.
Moderatorin Johanna Helbing (TH) berichtet, dass sie durch den Podcast gelernt hat, dass es fast immer besser ist, dem eigenen Bauchgefühl zu folgen, als an einem vorbereiteten Fragenkatalog festzuhalten. Und Nicole Werner (MHL) erinnert sich gern daran, wie sich ihr MHL-Kollege Fabian Bade ganz ungeplant zum Schweizer Taschenmesser des Podcast entwickelte und nicht nur bei einer, sondern gleich bei vier Folgen die Runde als Gast bereicherte.
Von Mai 2021 bis April 2026 beleuchtete der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen waren jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit.
Für alle, die wie wir das Ende des Podcasts mit Wehmut zur Kenntnis nehmen: Keine Sorge, die drei Lübecker Hochschulen sind bereits dabei, sich neue Audioformate zur gemeinsamen Wissenschaftskommunikation zu überlegen.
Teaser |
2026/04/14
#59 | Zeitgeist: Ziehen wir die Grenzen wieder hoch
2026/03/18
#58 | Zeitgeist: Wie wollen wir alt werden?
2026/02/18
Wir werden jeden Tag ein bisschen älter – und doch beginnt das Nachdenken über das Alter für viele erst, wenn Pflegebedürftigkeit oder Abschied im Raum stehen. Aber wie wollen wir eigentlich alt werden? Aktiv und selbstbestimmt? In vertrauter Umgebung oder noch einmal ganz neu? Und was braucht es persönlich – und gesellschaftlich –, damit das gelingt? In dieser Folge sprechen wir mit drei Expert*innen der drei Lübecker Hochschulen darüber, welche Bilder vom Altern uns prägen und wie wir die Jahre jenseits der Erwerbsarbeit gestalten können.
Prof. Dr. Katrin Balzer (UzL), Professorin für Forschung und Lehre in der Pflege sowie Leiterin der Pflegestudiengänge an der an der Universität zu Lübeck, richtet den Blick auf Selbstbestimmung und Zufriedenheit im Alter. Entscheidend ist, diese Jahre ohne Bitterkeit und mit realistischen, positiven Vorstellungen zu gestalten. So kann auch dann noch Sinn erlebt werden, wenn die eigene Autarkie abnimmt. Mit Projekten wie »together at home«, bei dem ältere Menschen Wohnraum mit Jüngeren teilen, zeigt sie auf, wie neue Wohnformen soziale Teilhabe ermöglichen können. Zugleich kritisiert sie unübersichtliche Beratungs- und Förderstrukturen in Deutschland.
Prof. Dr. Marcus Menzl (TH), Professor für die Soziologie der gebauten Umwelt Studiengangsleiter Stadtplanung an der Technischen Hochschule Lübeck, betont: Wir werden nicht erst mit 75 alt. Übergänge wie der Auszug der Kinder oder das Ende der Erwerbsarbeit markieren neue Lebensphasen – doch passende Wohnkonzepte für die Zeit zwischen »Empty Nest« und Pflegebedürftigkeit fehlen oft. In seinem Forschungsprojekt zum Generationenwechsel im Einfamilienhaus untersucht er, wann Menschen bereit sind, ihr Zuhause zu verlassen – und warum dieser Schritt so schwerfällt.
Volker Schmitz (MHL) engagiert sich ehrenamtlich am Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck und war bis zu seinem Ruhestand Musiker im NDR-Sinfonieorchester. Die Entscheidung, diese Position aus gesundheitlichen Gründen aufzugeben, empfand er zunächst als Glücks- und Befreiungsmoment. Doch nach einem halben Jahr genossener Freiheit wurde ihm klar, wie wichtig es ihm ist, weiterhin Teil eines kulturellen Umfelds zu sein, und er übernahm ein Ehrenamt. Gedanken an eine mögliche Pflegebedürftigkeit schiebt er noch beiseite. Stattdessen entdeckt er musikalisch immer wieder Neues und hält sich mit Sport fit.
In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#57 | Zeitgeist - Wie meistern wir Veränderung?
2026/01/28
Zum Jahresbeginn nehmen sich viele Menschen Veränderungen vor: neue Routinen, neue Vorsätze, ein anderer Umgang mit sich selbst und mit anderen. Doch wie nachhaltig sind solche Vorhaben wirklich? Und wie gehen wir mit Veränderungen um, die wir uns nicht ausgesucht haben? In dieser Folge unserer Zeitgeist-Reihe sprechen wir mit drei Expert*innen der drei Lübecker Hochschulen darüber, was Veränderung mit uns macht und was dabei hilft, ihr mit Offenheit und Zuversicht zu begegnen.
Prof. Dr. Nico Bunzeck (UzL), Professor für Life-Span-Psychologie, betrachtet Veränderung aus entwicklungspsychologischer Perspektive: Wie verändern sich Verhalten und Erleben über die gesamte Lebensspanne hinweg? Während Kinder meist von Natur aus neugierig und offen für Neues sind, spielt diese Offenheit auch für Erwachsene eine zentrale Rolle für gesundes Altern. Neugier und Selbstwirksamkeit sind entscheidend, um Veränderungen aktiv zu gestalten und kognitivem Abbau entgegenzuwirken.
Den Blick auf gesellschaftliche Transformationsprozesse richtet Prof. Dr. Maximilian Schüler (TH), Professor für Umweltwissenschaften. Veränderung braucht Vorstellungskraft – und den Glauben daran, dass eine lebenswerte Zukunft gestaltbar ist. Aus seiner Arbeit zur Klimabilanzierung und zur postfossilen Mobilität weiß er, wie stark Beharrungskräfte in Wirtschaft und Gesellschaft wirken. Unsicherheit und offene Fragen gehören dazu – dennoch plädiert er für Mut zur Veränderung, auch wenn nicht alle Antworten bereits vorliegen.
Aus musikpädagogischer Perspektive beschreibt Prof. Dr. Anna Unger-Rudroff (MHL), Professorin für Musikpädagogik und -didaktik an Grundschulen, wie Veränderung durch Musik erfahrbar wird – und wie Musik selbst Veränderungsprozesse anstoßen kann. Besonders die Grundschulzeit erlebt sie als Phase intensiver Entwicklung: Interessen, Ausdrucksformen und Musikgeschmack wandeln sich rasant, Kinder sind neugierig, begeisterungsfähig und »offenohrig«.
In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#56 | Zeitgeist - Religion oder Idiologie
2025/12/17
#55 | Zeitgeist – Wie prägt KI unsere (Wissens-)Welt?
2025/11/19
Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie wir lernen, arbeiten und denken – und wie wir Wissen verstehen. Doch was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn KI für uns recherchiert, formuliert und komponiert? Wird KI zur neuen Kulturtechnik? Oder verlieren wir dabei die Fähigkeit, kritisch zu prüfen, was wahr und was relevant ist? Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge unseres Podcasts mit drei Expert*innen der drei Lübecker Hochschulen.
Prof. Dr. Sebastian Hobert (TH), Professor für KI und Bildung an der Technischen Hochschule Lübeck, beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie KI Lernprozesse unterstützen kann. Für ihn dabei unverzichtbar ist »AI Literacy« – die Fähigkeit, Ergebnisse einzuordnen und die Qualität von Informationen zu beurteilen. Hobert warnt davor, Lernaufgaben vollständig an KI auszulagern: Schnelle Information ist nicht gleichzusetzen mit echtem Kompetenzgewinn. Der eigentliche Wert liege darin, auf KI-Antworten aufzubauen, sie kritisch zu reflektieren und so zu wirklich herausragenden Ergebnissen zu gelangen.
Die künstlerische Perspektive bringt Kris Kuldkepp (MHL) in die Diskussion ein, technische Leiterin des Elektronischen Studios an der Musikhochschule Lübeck und Musikerin. Sie denkt KI als kollaboratives Werkzeug, das für das Komponieren und Erzeugen von Musik nutzbar gemacht werden kann. Gleichzeitig sieht sie auch Grenzen der Technologie: Kreative Tools wie der kostenfreie KI-Musik-Generator »Suno« sind qualitativ noch nicht gut genug. Mit Spiellust, aber auch Verantwortungsbewusstsein muss entschieden werden, wie KI in kreativen Prozessen Platz findet.
Roman Spendler (UzL), Start-up-Coach, Unternehmer und Projektverantwortlicher für KI in der Verwaltung an der Universität zu Lübeck, erhielt bereits im August 2022 einen Beta-Zugang zu ChatGPT. Seitdem begleitet ihn KI in Gründungsprozessen ebenso wie in Weiterbildungen für Verwaltungsmitarbeiter*innen. In der Lehre beobachtet er: Studierende nutzen KI zwar ständig, aber selten gut. Prompting wird zur Schlüsselkompetenz – und im Berufsleben werden klassische Junior-Aufgaben wie Recherchieren oder das Erstellen von Präsentationen zunehmend von der KI übernommen, was entsprechende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat.
In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#54 | Zeitgeist – Wie gerecht wollen wir sein?
2025/10/15
Gerechtigkeit betrifft uns alle – im Alltag, in der Politik, in der Bildung, in der digitalen Welt. Doch was bedeutet es eigentlich, gerecht zu sein? Und wie können wir eine Gesellschaft gestalten, in der faire Chancen nicht nur ein Ideal bleiben, sondern gelebte Realität werden? In der 54. Folge unseres Podcasts, die Teil der Themenreihe »Zeitgeist« ist, sprechen wir mit drei Expert*innen aus den Bereichen Bauen, Bildung und Digitalisierung über individuelle Verantwortung, strukturelle Ungleichheiten und die Frage, wie Gerechtigkeit in einer komplexen Welt aussehen kann.
Esther Anne Adrian (MHL), Referentin für akademische Weiterbildung und Vertretungsprofessorin für Musikvermittlung an der Hochschule für Musik Detmold, denkt Gerechtigkeit aus einer bildungspolitischen und kulturellen Perspektive. Musikalische Bildung, so Adrian, ist ein Spiegel gesellschaftlicher Chancenungleichheit – denn Instrumente, Unterricht und Förderung kosten Geld. Mit Projekten wie dem Kompetenzzentrum für Musikalische Bildung Schleswig-Holstein (KMB.SH) entstehen Strukturen, die musikalisches Lernen über alle Lebensphasen hinweg öffnen sollen. »Wir müssen Privilegien bewusst wahrnehmen und Verantwortung übernehmen«, betont Adrian.
Prof. Dr. Christian Herzog (UzL), Leiter des Ethical Innovation Hub und Professor für ethische, rechtliche und soziale Aspekte der Künstlichen Intelligenz, verknüpft das Thema Gerechtigkeit mit der digitalen Welt. Für ihn steht Chancengleichheit im Mittelpunkt – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. KI-Tools wie ChatGPT seien nicht per se gerecht – sie hängen von den wirtschaftlichen Interessen der Big Tech ab und bergen Risiken, etwa durch algorithmische Verzerrungen. Herzog fordert, Studierende darauf vorzubereiten, KI reflektiert zu nutzen und Räume für echte Erkenntnis zu schaffen, statt ausschließlich auf Prüfungsleitungen zu fokussieren.
Dietmar Wahlberg (TH), Honorarprofessor und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE), betrachtet Gerechtigkeit durch die Linse des Wohnens. Für ihn bedeutet sie gleiche Start- und Zielchancen – insbesondere im Zugang zu Wohnraum. Doch genau dieser wird zunehmend teurer und damit ungleicher verteilt. Während Baukosten und Lebenshaltungskosten steigen, wird Wohnen für viele zum Luxusgut. »Noch nie war es für eine Generation so schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden – außer sie erben«, sagt Wahlberg. Unterschiedliche Interessen von Bauenden, Eigentümer*innen und Mieter*innen verschärfen das Spannungsfeld, in dem Gerechtigkeit immer wieder neu ausgehandelt werden muss.
In dieser Folge unter der Moderation von Theresia Lichtlein, Kommunikationsleiterin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#53 | Zeitgeist
2025/09/24
Ob in gesellschaftlichen Debatten, politischen Diskussionen oder im Alltag – oft scheint es nur Extreme zu geben. Warum fällt es uns so schwer, Grautöne wahrzunehmen? Und ist es wirklich einfacher, die Welt in zwei Lager zu teilen – oder schlicht bequemer? Darüber diskutieren wir in unserer 53. Podcastfolge, die zugleich der Start unserer neuen Themenreihe »Zeitgeist« ist, mit drei Gästen aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen.
Dr. Daniela Bartels (MHL), Musikpädagogin und Inklusionsbeauftragte an der Musikhochschule Lübeck, versteht Musik als gesellschaftsgestaltende Praxis: Sie schafft nonverbale Kommunikation, emotionale Verbindungen und kann ein starkes Wir-Gefühl erzeugen. Zugleich sind Musikhochschulen aber exklusive Orte, die nur wenigen nach bestandener Aufnahmeprüfung offenstehen. Inklusive Erfahrungen müssten deshalb bewusst in die Lehrpraxis integriert werden.
Amanda Küting (TH), diversitätsbeauftragte Person an der Technischen Hochschule Lübeck, macht auf eine andere Dimension des Schwarz-Weiß-Denkens aufmerksam: Es kann zwar Zugehörigkeit stiften, birgt aber zugleich die Gefahr, ›die Anderen‹ zu verzerren oder auszugrenzen. Strukturen sollten so verändert werden, dass echte Chancengerechtigkeit entsteht – Bildung ist schließlich ein Recht für alle. Diversität bedeute nicht, jemandem etwas wegzunehmen, sondern anderen Menschen mehr Raum zu geben.
Prof. Dr. Stefan Borgwardt (UzL), Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität zu Lübeck, bringt die psychologische Perspektive ein. Schwarz-Weiß-Denken, so erklärt er, ist ein Versuch, die komplexe Wirklichkeit zu reduzieren und Orientierung zu geben. Es ist aber nicht nur ein Denkstil, sondern kann auch Symptom von Erkrankungen sein – etwa wenn Depressionen dazu führen, dass Menschen alles ›schwarz sehen‹. Durch Perspektivwechsel und gezielte Reflexion kann es uns im Alltag gelingen, Zwischentöne bewusster wahrzunehmen.
In dieser Folge unter der Moderation von Nicole Werner, Mitarbeiterin am Brahms-Institut und Gleichstellungsbeauftragte an der Musikhochschule Lübeck (MHL), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#52 | Wissenschaftskommunikation
2025/08/20
Wissenschaft lebt vom Austausch – und davon, dass Forschungsergebnisse ihren Weg in die Gesellschaft finden. Aber wer sorgt dafür, dass Wissenschaft verständlich gemacht wird? Und welche Verantwortung tragen Hochschulen, wenn es darum geht, Wissenschaft sichtbar, greifbar und manchmal sogar unterhaltsam zu machen? In unserer 52. Podcastfolge teilen drei Expert*innen ihre Sichtweisen auf Chancen, Aufgaben und Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation.
Theresia Lichtlein (TH), Leiterin der Kommunikation der Technischen Hochschule Lübeck, betont im Podcast, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nur dann Wirkung entfalten, wenn sie die Menschen auch erreichen. Dabei muss sie oft zwischen den schnellen Kommunikationsmechanismen der Medienwelt und dem langsameren Takt der wissenschaftlichen Forschung vermitteln – ein Spannungsfeld, das Fingerspitzengefühl verlangt. Aber ganz gleich, ob es darum geht, Forschungsprozesse transparent zu machen oder Begeisterung für ein Themenfeld zu wecken: Wissenschaftskommunikation kann Zugänge schaffen, Neugier wecken und Vertrauen in die Wissenschaft aufbauen.
Daniel Hoth (UzL), Pressesprecher der Universität zu Lübeck, beschreibt Wissenschaftskommunikation als einen Übersetzungsprozess: Im Idealfall werden dabei komplexe Forschungsinhalten in verständliches Wissen verwandelt, das ganz im Sinne des aufklärerischen Grundgedankens die Grundlage für gesellschaftliche Verständigung schafft. Er weist auf die wachsende Bedeutung der Kommunikation im Berufsbild von Wissenschaftler*innen hin – gerade, weil Social Media schnelle und zugespitzte Formate verlangt. Mutig zu kürzen, ohne das Wesentliche dabei preiszugeben, sieht er als eine der größten Herausforderungen für die Wissenschaftskommunikation an.
Auch Dr. Teresa Cäcilia Ramming (MHL), wissenschaftliche Mitarbeiterin im Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck, hebt hervor, dass Wissenschaftskommunikation entscheidend für die Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs ist – nicht zuletzt, weil es um öffentliche Gelder geht, deren Einsatz transparent gemacht werden muss. Am Beispiel des Brahms-Portals, einer neuen Onlineplattform zum Leben und Werk von Johannes Brahms, zeigt sie im Podcast, wie musikwissenschaftliche Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden kann. Sie erinnert daran, dass auch die Fähigkeit, Vorträge überzeugend zu halten oder Texte zielgruppengerecht zu schreiben, ein Teil von Wissenschaftskommunikation ist – und deswegen zunehmend Eingang in das Studium findet.
In dieser Folge unter der Moderation von Nicole Werner, Mitarbeiterin am Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#51 | Zukunft - was kommt da auf uns zu?
2025/07/23
#50 | Die 2020er Jahre
2025/06/18
Was war, was ist, was bleibt? Auch in der 50. Folge widmet sich unser Podcast einem einzelnen Jahrzehnt und seinen Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? In dieser Folge blicken wir auf die erste Hälfte der 2020er Jahre und unterhalten uns darüber mit einem Infektiologen, einem Professor für Künstliche Intelligenz und einem Pop-Historiker.
Corona, der Ukraine-Krieg, die Klimakrise – die erste Hälfte der 2020er Jahre war geprägt von einer Abfolge globaler Krisen. Für den Pop-Historiker Fabian Bade (MHL) stand jedoch eine ganz persönliche, tiefgreifende Veränderung im Vordergrund: die Geburt seines ersten Kindes. Rückblickend ist er positiv überrascht, wie gut sich Familie und Beruf dank neuer Regelungen zu Homeoffice und Remote Work miteinander vereinbaren ließen. Manchmal bringen Krisen eben auch Fortschritt hervor. Überrascht hat ihn zudem die immense Wirkung, die das breite Zugänglichmachen von Künstlicher Intelligenz in dieser Zeit entfaltet hat. Ob darin für Musiker*innen eher Chancen oder Risiken liegen, diskutieren wir im Podcast.
Dr. Niklas Beuter (TH), Professor für Künstliche Intelligenz und Data Science an der Technischen Hochschule Lübeck, beschreibt den Moment, in dem generative KI aus der Fachwelt in den gesellschaftlichen Mainstream überging, als einen »magischen Augenblick« für die Informatik. Die neu gewonnene Zugänglichkeit bringt jedoch auch neue Herausforderungen mit sich – insbesondere für Hochschulen. Diese müssen sich nun differenziert mit der Frage auseinandersetzen, wie KI sinnvoll in Studium und Lehre integriert werden kann. Dabei gilt: Jede KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert wurde, und sollte stets im Hinblick auf die Interessen der dahinterstehenden Akteure kritisch betrachtet werden.
Auch Prof. Dr. Jan Rupp (UKSH) blickt auf bewegte Jahre zurück: Als Leiter der Klinik für Infektiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, erlebte er die arbeitsintensivste Phase seines bisherigen Berufslebens. Im Podcast berichtet er, ab wann ihm klar wurde, dass das neuartige Coronavirus die Medizin vor eine beispiellose Herausforderung stellen würde und was sich seither in seinem Fachbereich verändert hat. Gemeinsam sprechen wir darüber, was wir inzwischen über das Virus und seine Auswirkungen auf den menschlichen Körper wissen und wo weiterhin Unsicherheit besteht.
In dieser Folge unter der Moderation von Theresia Lichtlein, Kommunikationsleiterin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#49 | Die 2010er Jahre – Was haben Sie uns gebracht?
2025/05/21
Was war, was ist, was bleibt? In einer neuen Serie widmet sich unser Podcast einzelnen Jahrzehnten und ihren Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die 2010er Jahre und kommen darüber mit einem Musikpädagogen, einem Professor für Mechatronik und einem Professor für Wirtschaftsingenieurwesen ins Gespräch.
Fabian Bade (MHL), inzwischen ein geschätzter Dauergast in unseren Jahrzehnte-Folgen, bereichert auch diese Folge wieder mit seinem umfangreichen Wissen über Populäre Musik des 21. Jahrhunderts. Er schildert im Podcast, wie die 2010er Jahre endgültig unsere Vorstellung von Musik als Gegenstand verändert haben: Während Musikstücke bislang überwiegend an einen physischen Tonträger gebunden waren, vollzieht sich mit Plattformen wie »Spotify« oder »Apple Music« der Wechsel zum Streaming. Songs müssen nicht mehr im Rahmen eines Albums veröffentlicht und erworben werden, sondern können sofort verbreitet und von den Konsument*innen in individuellen Playlists zusammengestellt werden.
Auch Prof. Dr. Dennis Kolberg (TH) erinnert sich an Umbrüche in seinem Fachbereich, nämlich an die vierte industrielle Revolution, auch Industrie 4.0 genannt. Mit diesem Begriff wird eine neue Phase der Digitalisierung industrieller Produktion bezeichnet. Sie führte nicht nur zu einer immer komplexeren Vernetzung von Menschen, Softwaresystemen und Maschinen, sondern auch zu einer Technik, die zunehmend unabhängiger vom Menschen wird. Nach seinem Studium hat es Prof. Dr. Kolberg in eine der Geburtsstätten dieser Entwicklungen gezogen, von denen er uns im Podcast berichtet: Zu SmartFactoryKL nach Kaiserslautern, wo er maßgeblich an der Entwicklung innovativer Fabriksysteme beteiligt war.
Prof. Dr. Georg Schildbach (UzL) blickt mit einer ganz persönlichen Erinnerung auf die 2010er Jahre zurück. Kurz zuvor hatte er als Berufseinsteiger bei einer großen Investmentbank in London angefangen und konnte die Auswirkungen der Finanzkrise dort aus nächster Nähe miterleben. Viele Finanzanalysten verloren in dieser Zeit über Nacht ihre Jobs – darunter auch einige seines Abschlussjahrgangs. Inzwischen hat sich Prof. Dr. Schildbach auf die Entwicklung autonomer Systeme spezialisiert und erforscht an der Universität zu Lübeck unter anderem die Entwicklung autonomer Drohnen und Fahrzeuge. Dieses Thema begeisterte unsere Podcast-Runde nachhaltig. Spätere gemeinsame Testfahrten sind nicht ausgeschlossen!
In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin an der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#48 | Die 2000er Jahre
2025/04/16
Was war, was ist, was bleibt? In einer neuen Serie widmet sich unser Podcast einzelnen Jahrzehnten und ihren Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? Mit dieser Folge kommen wir in den 2000er Jahren an und gleichen unsere Erinnerungen mit einem Musikpädagogen, einem Professor für Kommunikationssysteme und einem Historiker ab.
Im Rückblick sieht Fabian Bade (MHL) die2000er Jahre als das letzte Jahrzehnt, in dem sich Popmusik noch relativ leicht bestimmten Genres zuordnen ließ. In der Medienlandschaft zeigten sich jedoch bereits erste Anzeichen der gewaltigen Umbrüche, die bevorstanden: Es waren nicht länger nur die Plattenfirmen, die Musiker*innen berühmt machten, sondern auch Fernsehshows – Casting-Formate wie »Popstars« (ab 2000) oder »Deutschland sucht den Superstar« (ab 2002) boomten, und der Fernsehmoderator Stefan Raab hielt sich mit dem Song »Maschen-Draht-Zaun« wochenlang auf Platz 1 der Charts.
Prof. Dr. Horst Hellbrück (TH) blickt als Informatiker mit unsauf die Ängste und Sorgen zurück, die den Jahreswechsel 1999/2000 unter dem Stichwort »Millenium Bug« weltweit begleitet haben. Zum Glück sind dann doch nicht alle IT-Systeme zusammengebrochen. Er hat uns sogar etwas aus seinem akustischen Archiv mit in den Podcast gebracht: Gemeinsam lauschen wir andächtig den Geräuschen eines Modems, das sich ins World Wide Web einwählt. Sicherlich einer der Soundtracks dieses Jahrzehnts, zumindest für diejenigen, die es miterlebt haben!
Als langjähriger Pressesprecher der Universität zu Lübeck erinnert sich Rüdiger Labahn (UzL) besonders intensiv an das erste Jahrzehnt der 2000er Jahre. In den Jahren 2005 und 2010 stellte die schleswig-holsteinische Landespolitik den Fortbestand der Universität existenziell in Frage. Ein Protest brach los, den sich in diesem Ausmaß niemand hätte vorstellen können. Nicht nur die Hochschulen, sondern ganz Lübeck kämpfte für seine Uni. Im Podcast blicken wir gemeinsam auf diese bewegte Zeit zurück – und stellen fest, dass sich Fabian Bade und Rüdiger Labahn schon bei den damaligen Protesten begegnet sind.
In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin an der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.
#47 | Die 90er Jahre
2025/03/19
Was war, was ist, was bleibt? In einer neuen Serie widmet sich unser Podcast einzelnen Jahrzehnten und ihren Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? In dieser Folge blicken wir zurück auf die 90er Jahre und sprechen mit einer Volkswirtin, einem Urologen, einem Politikwissenschaftler und einer Bassistin.
Prof. Dr. Karen Cabos (TH) war in den 90er Jahren ganz nah dran am finanzpolitischen Geschehen: Von 1994 bis 2003 arbeitete sie als Diplom-Volkswirtin für die Landeszentralbanken in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Dort war sie im Stab des Präsidenten für die Geld- und Währungspolitik zuständig und hat die Einführung des Euro – 1999 als Buchgeld und 2001 als Bargeld – hautnah miterlebt. Im Podcast erklärt sie uns die vielfältigen Herausforderungen der Währungsunion, die komplexen Zusammenhänge zwischen Geldwertstabilität, Leitkurs, Zinsen und Wechselkursen und die wichtige Rolle einer Zentralbank für die Finanzstabilität.
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfram Hilz (Universität Bonn) habilitierte sich 2003 mit einer Schrift zum Thema »Das verhinderte europäische Führungstrio – Deutschland, Frankreich und Großbritannien und die sicherheitspolitischen Herausforderungen in den neunziger Jahren« und ist damit der ideale Gast für unsere Folge. Im Podcast spricht er unter anderem über den gemeinsamen hoffnungsvollen Aufbruch Europas nach dem Mauerfall 1989, aber auch über politische Ernüchterungen wie den Völkermord in Ruanda (1994) und die militärische Intervention der Bundeswehr im Kosovo (1999).
Prof. Dr. Axel Merseburger (UKSH) verbindet als Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, die 90er Jahre mit wichtigen medizinischen Innovationen: 1998 wurde eine blaue, diamantförmige Tablette namens »Viagra« auf den Markt gebracht. Die erektile Dysfunktion ist bis heute ein großes Problem für viele Männer und ein wichtiger Aspekt der urologischen Gesundheit. Moderne medikamentöse Therapieoptionen wie die sogenannten PDE-5-Hemmer, zu denen auch das bekannte Viagra gehört, haben die Behandlungsmöglichkeiten inzwischen deutlich verbessert und den Betroffenen zu mehr Lebensqualität verholfen.
Als Bassistin ist Susanne Vogel (MHL) in den 90er Jahren mit vielen deutschen Künstler*innen auf Tournee gegangen, unter anderem mit Pe Werner und Ina Deter. Sie erinnert sich noch gut daran, wie viel die technischen Innovationen in den 90er Jahren für sie und viele andere Musiker*innen gebracht haben: Mit einem PC und entsprechender Software konnte Musik mit einfachen Mitteln selbst aufgenommen werden, die Buchung eines teuren Tonstudios war nicht mehr zwingend notwendig. Dennoch waren Plattenfirmen ungleich wichtiger als heute, um eine Chance zu haben, in die Charts zu kommen – Self-Publishing-Plattformen wie Spotify, Youtube und Soundcloud haben den Markt erst in den 2000er Jahren revolutioniert.
In dieser Folge unter der Moderation von Theresia Lichtlein, Kommunikationsleiterin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast.
Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online.
Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzureg
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