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Bücherlunch – der Literaturpodcast

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Dieser Podcast hat
7 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2021/07/13
Neueste Episode
2021/12/19
Durchschnittsdauer
49 min.
Veröffentlichungsintervall
27 Tage

Beschreibung

Beim Bücherlunch diskutieren wir über Romane und Geschichten, die uns beeindruckt haben. In jeder Podcastfolge steht ein Buch im Mittelpunkt.  Wir sind: die Lektorin Britta Hansen, die Fotografin Susanne Baade und der Journalist Dirk Lehmann.  Wir nehmen uns Zeit. Wir beleuchten die Hintergründe. Wir schauen auf die Figurenkonstellation. Wir spüren den Emotionen nach. Wir lassen uns mitreißen, lachen, und sind (hoffentlich) ansteckend!

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#7. Der Brand von Daniela Krien
2021/12/19
Rahel und Peter verbringen drei Wochen in einem Haus in der Uckermark. Der Freund Viktor hatte einen Schlaganfall und Ruth, seine Frau, bittet Rahel und Peter, sich um die Tiere zu kümmern, den Garten zu versorgen. Es ist Sommer, das Haus liegt abgeschieden an einem See, doch in der Stille der Natur bricht das Unheil über Rahel und Peter hinein. Es ist der Beginn einer tiefen Krise, die sich schon lange angekündigt hat. Seit fast dreißig Jahren sind sie ein Paar, Eltern zweier erwachsener Kinder, aber was verbindet sie noch? Haben sie das Begehren, die Leichtigkeit, den Mut, Neues zu wagen endgültig aufgegeben? 
#6. Was fehlt dir von Sigrid Nunez
2021/11/17
Als die namenlose Erzählerin erfährt, dass ihre langjährige, ebenfalls namenlose Freundin an Krebs erkrankt ist, besucht sie sie im Krankenhaus. Es ist der Beginn einer wiedergefundenen Freundschaft. Beide Frauen haben sich in den vergangenen Jahren nicht allzu oft gesehen. Bald darauf die Diagnose: Der Krebs hat bereits gestreut, es bleiben nur noch wenige Monate. Was folgt, ist die tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Frage, was es heißt, am Leben zu sein? Und was bedeutet es, der Bitte der Freundin nachzukommen, diese auf ihrem letzten Weg zu begleiten – denn sie hat sich vorgenommen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden? Darf das überhaupt sein? Auf Umwegen und voller Empathie nähert sich Sigrid Nunez den elementarsten Themen unseres Seins: Alter, Krankheit, Abschied und Tod.
#5. Daheim von Judith Hermann
2021/10/08
Eine Frau erinnert sich an einen lang vergessenen Wendepunkt in ihrem jungen Leben: Als sie das Angebot bekommt, die Assistentin eines Zauberers zu werden und mit ihm auf einem Schiff nach Singapur zu reisen – eine Kreuzfahrt als zersägte Jungfrau. Dreißig Jahre später lebt die Frau allein in einem Haus am Meer und steht wieder an einem Wendepunkt. Die Tochter geht eigenen Wege, der Ex-Mann ist nah und fern zugleich. Vorsichtig freundet sich die namenlose Protagonistin mit Mimi an, einer eigensinnigen Künstlerin. Und sie lernt deren Bruder Arild kennen. Kann aus der gegenseitigen Anziehung so etwas wie eine Liebesgeschichte entstehen? Wird die Frau in diesem Ort an der Küste bleiben, an dem sie nicht verwurzelt ist? 
#4. Über Menschen von Juli Zeh
2021/09/12
Als Dora es mitten im ersten Corona-Lockdown mit ihrem Ökofreund in Berlin nicht mehr aushält, flieht sie nach Bracken, ein Dorf im brandenburgischen Nirgendwo. Ein blauäugiges Vorhaben, wie die Mitte dreißigjährige Werbetexterin schnell feststellt, denn mit dem Traum von ländlicher Idylle hat dieser Ort nichts zu tun. Ratlos und neugierig zugleich steht Dora zusammen mit ihrem Hund Jochen, der eigentlich eine Hündin ist, an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Und noch ehe sie genau weiß, was als nächstes zu tun ist, steht der Wendepunkt leibhaftig vor ihr: Gottfried Procksch, genannt Gote. Der übelriechende Nachbar stellt sich Dora selbst als Dorfnazi vor und damit nehmen die Dinge ihren Lauf.
#3. Das Verschwinden der Erde von Julia Phillips
2021/08/15
Auf Kamtschatka werden zwei Mädchen entführt. Julia Phillips nimmt das zum Anlass für einen Erzählreigen über das Verschwinden, das verschwinden wollen und das verschwunden sein. In der Hauptstadt der sibirischen Halbinsel Kamtschatka verschwinden zwei Mädchen spurlos. Über zwölf Monate begleiten wir verschiedene Frauen, die mit diesem ungelösten Fall mal direkt, mal indirekt in Verbindung stehen. Ein beeindruckendes Kaleidoskop von Geschichten, die auf ein spannungsreiches Finale zulaufen, in dem die von Schmerz geplagte Mutter der Kinder eine entscheidende Rolle spielt. Wir sind begeistert von der Romankonstruktion, sind fasziniert von einer fremden Welt, die durch die Porträts der russischen Frauen lebendig wird. Aber wir sind bei aller positiver Kritik nicht immer einer Meinung. Warum dieser Debütroman einer jungen amerikanischen Schriftstellerin trotzdem unbedingt lesenswert ist, erfahrt ihr in unserem Podcast.
#2. Fast Hell von Alexander Osang
2021/07/15
Im Herbst 2019 jährte sich der Mauerfall zum dreißigsten Mal. Anlass für den Spiegel, den aus Ostberlin stammenden, mehrfach ausgezeichneten Journalisten Alexander Osang zu bitten, ein Porträt über jemanden zu schreiben, der – wie Osang selbst – in der ehemaligen DDR aufgewachsen und nach der Wende in die Welt hinausgezogen ist. Uwe, so meint Osang passe bestens ins Bild: Ein Kosmopolit, der die Vergangenheit im Osten scheinbar mühelos hinter sich gelassen hat. Der Roman als Recherche-Protokoll. Der Autor beschreibt, wie er sich mit Uwe und dessen Mutter auf eine Fährfahrt nach St. Petersburg begibt, um ein außergewöhnliches Leben aufzuschreiben. Aber schon während er die ersten Notizen macht, schreibt Osang am Gerüst von Uwes Leben entlang auch sein eigenes auf. Alles was Uwe durchgemacht hat, scheint Osang ähnlich erlebt zu haben: eine DDR-Kindheit, das erwachsen werden die, die erste Liebe, Kontaktaufnahme durch die Stasi, den Zusammenbruch der SED-Regimes, erste Schritte im Westen. So mischt sich Subjektives mit Fakten, die Grenzen zwischen Journalismus und Literatur verschwimmen. Ob dieses Konzept aufgeht und welche Fallstricke autobiografisches Erzählen mit sich bringt, diskutieren wir in unserem Podcast.
#1. Die verschwindende Hälfte von Brit Bennett
2021/07/12
Mallard ist ein schräger Ort: Seit Generationen mühen sich hier die Schwarzen, immer hellhäutiger zu werden. Im Alter von 16 Jahren fliehen die Zwillingsschwestern Stella und Desiree Vignes aus Mallard. Schon bald trennen sich ihre Wege. Stella verschwindet aus Desirees Leben, indem sie als Weiße eine Welt betritt, die ihr bisher verwehrt war. Was dann folgt, ist die ergreifende Geschichte zweier Frauen, die die Frage nach der wahren Identität nicht mehr loslässt.Wir sind fasziniert von der Erzählkunst der jungen Autorin Brit Bennett, die inzwischen zu den wichtigsten Stimmen der US-Literatur gehört. In ihrem Generationen umspannenden Roman widmet sie sich manchmal spielerisch, zuweilen bitterernst und immer souverän den drängenden Themen unserer Zeit: Emanzipation, Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht. Ein Roman, der uns auf sehr unterschiedliche Weise hineingezogen hat in eine Welt, die wir bis dahin nicht kannten. Was das mit uns gemacht hat, erfahrt ihr in unserem Podcast.

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