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FiBL Focus

Werben im Podcast: FiBL Focus

Dieser Podcast hat
110 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/07/28
Neueste Episode
2026/01/30
Durchschnittsdauer
43 min.
Veröffentlichungsintervall
15 Tage

Beschreibung

Bei «FiBL Focus», dem Podcast des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL, dreht sich alles um die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Praxis.  Praktiker*innen und FiBL-Expert*innen diskutieren aktuelle Themen rund um Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz. Bäuerinnen und Bauern teilen ihre Probleme und ihre Lösungen aus der Praxis und für die Praxis. FiBL-Studien und -Publikationen werden so zusammengefasst, dass sie auch von Nicht-Wissenschaftler*innen verstanden werden. Rückmeldungen oder Themenvorschläge nehmen wir gerne über [email protected] entgegen. Homepage: https://www.fibl.org/de/infothek/podcast; Impressum: https://www.fibl.org/de/kontakt-impressum, © 2021 FiBL

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Der Kompostpapst auf Weltreise: Wie aus Abfällen Gold wird
2026/01/30
Schickt uns eine Nachricht Der «Kompost-Papst» Jacques Fuchs berichtet in dieser Podcast-Folge von FiBL Focus über erfolgreiche und weniger erfolgreiche Kompostprojekte rund um die Welt. In dieser Podcast-Folge begleiten wir den «Kompost-Papst» auf seinen Reisen durch Schwellenländer – von Kenia über Costa Rica bis zur Elfenbeinküste und nach Ruanda. Aus Abfällen entsteht ein Dünger, der Böden wieder fruchtbar macht. Kompost in den Tropen ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches und politisches Thema. Der Kompost wird aufgrund seines Nährwerts und des mangelnden Angebots an Alternativen zu sehr hohen Preisen verkauft. Jacques Fuchs berichtet, warum manche Projekte scheitern, während andere zum Erfolg werden.  Folge 111, Deutsch, Dauer: 33 Minuten 46 Sekunden Moderation: Franziska Hämmerli An- und Abmoderation: Anke Beermann Schnitt: Adrian Krebs Postproduktion: Benjamin Christ Weiterführende Informationen Internationale Kompost-Projekte des FiBL: Costa Rica: Skat – Costa Rica – RepicFiBL - Nachhaltige Bewirtschaftung von organischen Siedlungsabfällen in der Gemeinde Pérez Zeledón, Costa RicaComposting proceduresElfenbeinküste FiBL – Elfenbeinküste – RepicFiBL - Aufwertung von Rückständen aus der Palmölproduktion durch KompostierungValorisation des résidus de la production d'huile de palme par compostageLaboratoire de terrain pour l’assurance qualité du processus de compostage industrielApplication de compost dans une plantation de cocotiers ou de palmiers à huileRwanda Origin for Sustainability – Ruanda – RepicFiBL - Dekarbonisierung von Rückständen aus der Kaffeeproduktion durch Kompostierung mit BiokohleSri Lanka FiBL - Sri Lanka: Umstellung auf biologischen Landbau und wissenschaftliche Unterstützung bei der organischen DüngungWeitere Links Takataka Solutions (im Podcast erwähnte Kompostfirma in Kenya)Repic-Projekt von Gebana in Burkina Faso E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Pestizide – Risiken, Schäden und nachhaltige Perspektiven
2026/01/16
Schickt uns eine Nachricht  «Es ist eigentlich 5 nach 12», sagt Lukas Pfiffner. Der FiBL Forscher befasst sich seit Jahrzehnten mit den Auswirkungen des Pestizidgebrauchs auf die Umwelt und in verschiedenen intensiven Anbausystemen wie Bio, Demeter, IP, ÖLN und konventionell.  Lukas Pfiffner freut sich über die Fortschritte, zum Beispiel beim Anbau von pestizidfreiem Getreide, bei den low-input Extensoprogrammen und beim Bio-Anbau mit low-risk-Pestiziden, sieht aber nach wie vor grosse Herausforderungen auf vielen Ebenen.  Pfiffner erinnert an das EU-Projekt SPRINT, an dem das FiBL beteiligt war. Dieses hat in den letzten sechs Jahren umfangreiche Studien zu Risikobewertungen des Pestizidgebrauchs in zehn EU-Ländern und in der Schweiz durchgeführt und analysiert. Seine Bilanz: «Wir haben eine Riesenherausforderung mit den Belastungen durch problematische Pestizide, vor allem in Mischungen im Boden, im Wasser und in der Luft».  Im Gespräch mit Adrian Krebs nimmt Pfiffner eine Bestandesaufnahme vor und erläutert, wie die Landwirtschaft aus seiner Sicht transformiert werden müsste, um sie nachhaltiger zu machen und die Gesundheit der Lebewelt zu verbessern. In der Diskussion geht es um Systemansätze in denen Biocontrol, funktionelle Biodiversität und Biolandbau eine relevante Rolle spielen, gleichzeitig aber auch um die Frage, wie der Pflanzenschutz im Biolandbau seine Effizienz und Umweltwirkungen verbessern kann.  Folge 110/Deutsch/Länge 54 Min. und 28 Sek.  Gast: Lukas Pfiffner, Pestizid-Experte, Themenleiter Agrarökologie und Biodiversität am FiBL Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Das Projekt SPRINT auf der Webseite des FiBL https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2028 Webseite des Projekts SPRINT https://sprint-h2020.eu/  E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Nachhaltig und pragmatisch zur neuen Agrarpolitik
2025/12/26
Schickt uns eine Nachricht Christine Badertscher und Markus Ritter sind wichtige Player in der Schweizer Agrarpolitik und haben beide einen Biohintergrund. In der aktuellen Runde der Politik-Revision sind sie trotz unterschiedlicher politischer Positionierungen erstaunlich einig. In der neusten Folge von FiBL Focus präsentieren sie ihre Standpunkte.  Die Schweizer Agrarpolitik auch AP genannt wird in regelmässigen Abständen überprüft und bei Bedarf angepasst. Derzeit läuft die Revisionsrunde AP30+, also für die Agrarpolitik nach 2030. Unsere Gäste sitzen beide im Nationalrat, der grossen Kammer des Schweizer Parlaments und sind in dieser Überarbeitung stark engagiert, wenn auch in unterschiedlich ausgeprägten Rollen.  Markus Ritter ist als Landwirt und Präsident des Schweizer Bauernverbands direkt involviert. Seine oberste Maxime ist eine Agrarpolitik, welche die Einkommen der Bauern sichern hilft, via Direktzahlungen, aber auch über die Optimierung der Rahmenbedingungen in den Märkten. Christine Baderstscher ist primär Aussenpolitikerin, als Mitglied einer Bauernfamilie, Agronomin und Präsidentin eines regionalen Bauernverbands verfolgt sie die AP ebenfalls hautnah und hilft die Fäden ziehen für eine nachhaltige und gleichzeitig pragmatische Agrarpolitik.  Im Gespräch mit Adrian Krebs erklären die beiden, warum sie trotz markant unterschiedlicher Parteizugehörigkeit in den allermeisten Punkten einig sind, aber nicht in allen. Ein Beispiel sind dafür die Lenkungsabgaben im Kraftfutter-Bereich, die das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zur Diskussion gestellt hat. Ein Grund für die hohe Übereinstimmung, dürfte auch daran liegen, dass beide eine Bio-DNA haben, wobei Markus Ritter darauf verzichtet, damit politisch zu punkten. Auch dieses Vorgehen begründet er in unserer neusten Folge unter dem Titel: «Agrarpolitik 2030 – nachhaltig und pragmatisch zur neuen Landwirtschaft»  Folge 109, Deutsch, Länge 54 Min. und 28 Sek.  Gäste: Christine Badertscher, Nationalrätin Grüne und Markus Ritter, Nationalrat Mitte Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Die Webseite des BLW zur AP30+ www.blw.admin.ch/de/agrarpolitik-2030  Die Website von Christine Badertscher https://www.christinebadertscher.ch/  Die Website von Markus Ritter www.markusritter.ch/de  E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Klimaanpassung beginnt im Kopf
2025/12/12
Schickt uns eine Nachricht Wie reagieren Landwirt*innen auf den Klimawandel, wenn Wissen allein nicht reicht? In dieser Folge sprechen wir über Werte, Identität und neue Wege der Beratung und die Frage: Was bedeutet es heute, eine gute Landwirt*in zu sein? In dieser Folge von FiBL Focus sprechen wir mit Clarissa Siegfried, Umweltwissenschaftlerin und Absolventin der ETH Zürich, über ihre Masterarbeit zur Klimaanpassung in der Landwirtschaft. Und zwar aus einer Perspektive, die oft übersehen wird, der Perspektive der Werte, Identitäten und sozialen Dynamiken. Clarissa hat mit Landwirt*innen aus dem Jurapark Aargau gesprochen und ihre Perspektiven mit jenen von landwirtschaftlichen Berater*innen verglichen. Dabei zeigt sich, nicht Technik oder Wissen allein entscheiden über Anpassungserfolg, sondern Überzeugungen wie Unabhängigkeit, Stolz, Kolleg*innenanerkennung und das tief verankerte Ideal, was es bedeutet, ein «guter Bauer» zu sein. Wir sprechen über das Spannungsfeld zwischen Hilfe suchen und unabhängig bleiben wollen, und über neue Ansätze in der Beratung, darunter Coaching-Modelle, Peer-to-Peer-Formate und die wichtige Rolle von Vertrauen. Diese Folge ergänzt unsere frühere Episode 106 «Klimaanpassung: Herausforderungen für Praxis, Politik und Forschung». Diesmal aber mit Fokus auf die Frage: Was muss sich im Kopf und im System verändern, damit Anpassung wirklich gelingt? Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern mit anderen und folgt uns auf Instagram unter @fibl_focus. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge 28 Min. und 46 Sek.   Gästin: Clarissa Siegfried, ETH Zürich Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL   Weitere Infos: https://www.jurapark-aargau.ch/reallabor Workshop: Begleitungsmodell der Zukunft Das Reallabor Jurapark lädt am Montag, 26. Januar 2026, 15–18 Uhr, zum Workshop ein. Gemeinsam mit Landwirt*innen und Beratungspersonen wird dort das in der Podcastfolge erwähnte Begleitungsmodell weiterentwickelt. https://www.jurapark-aargau.ch/files/jurapark/pdf/Forschung/Reallabor/Einladung_Begleitungsmodell%20der%20Zukunft.pdf E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Gemeinsam forschen für starkes Saatgut: Das RésOsem Projekt
2025/11/28
Schickt uns eine Nachricht In der aktuellen Podcastfolge spricht Moderatorin Vanessa Gabel mit Jacques Demierre, dem Direktor der genossenschaftlich organisierten Saatgutversorgerin ASS und der Mikrobiologin Natacha Bodenhausen sowie dem Agronom Raphaël Charles vom FiBL über das Projekt RésOsem.  In dem Projekt, das von der Westschweizer Beratungsorganisation Proconseil gemeinsam mit Agroscope, ASS und FiBL durchgeführt wird, geht es darum, wirksame Alternativen zu synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu finden. Denn in der konventionellen Landwirtschaft wird Saatgut in aller Regel mit solchen Mitteln gebeizt, die somit in grossen Mengen in die landwirtschaftlichen Böden gelangen. Am Projekt sind 70 Landwirt*innen beteiligt darunter auch 22, die biologisch wirtschaften. Diese dürfen aufgrund ihrer Biozertifizierung keine Saatgutbehandlung mit chemisch synthetischen Pflanzenschutzmitteln durchführen. Alternativen dazu sind aber natürlich auch für die Biolandwirt*innen interessant. Die Gäst*innen berichten von spannenden Ergebnissen, die in der ersten Hälfte des noch laufenden Projektes bereits generiert wurden. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 107/Deutsch/33Min. und 2Sek.    Gäste/FiBL-Forschungsteam: Jacques Demierre, ASS; Natacha Bodenhausen, FiBL; Raphaël Charles, FiBL Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: www.resosem.ch E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Klimaanpassung: Herausforderungen für Praxis, Politik und Forschung
2025/11/14
Schickt uns eine Nachricht Der Klimawandel ist Tatsache. Die Land- und Ernährungswirtschaft muss sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. In unserer neuen Podcastfolge unterhalten sich ein Biolandwirt, die Co-Politverantwortliche von Bio Suisse und ein FiBL Forscher über das richtige Vorgehen.  Hinter uns liegt ein weiterer überdurchschnittlich warmer Sommer mit dem heissesten Juni aller Zeiten. Der Klimawandel ist Realität und dessen Verhinderung ziemlich illusorisch. Man ist sich deshalb weitherum einig, dass die Reduktion der Emissionen fortgesetzt werden soll, dass die Klimaanpassung aber ebenso wichtig ist.  Was kann die Politik und was kann die Landwirtschaft sowie die gesamte Wertschöpfungskette unternehmen, um die Anpassung an die neuen Realitäten voranzutreiben? Darüber unterhält sich Adrian Krebs mit Laura Spring von Bio Suisse, mit dem Obst- und Beerenproduzenten Heinz Schmid sowie mit Michael Friedli vom FiBL. Ein Fokus liegt im Gespräch bei den Spezialkulturen, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Hierbei ist auch der sogenannte bauliche Pflanzenschutz ein wichtiges Thema. Gäste: Laura Spring, Bio Suisse; Heinz Schmid, Biolandwirt; Michael Friedli, FiBL Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Im Gespräch erwähnt Laura Spring einen Vorstoss im Nationalrat von Christine Badertscher (Grüne, Bern). Diese Interpellation ist unterdessen eingereicht und vom Bundesrat bereits beantwortet worden: 25.4280 | Wetterextreme. Was unternimmt der Bund, um die Klimaanpassung in der Landwirtschaft sicherzustellen? | Geschäft | Das Schweizer Parlament Website des Betriebs von Heinz Schmid: https://www.bioschmid.ch/index.html  E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Tofu Talks – Ein Gespräch über Schweizer Biosoja
2025/10/31
Schickt uns eine Nachricht In dieser Folge von FiBL Focus sprechen wir mit FiBL Forscher Matthias Klaiss über den biologischen Anbau von Soja in der Schweiz. Als Autor des neuen Merkblatts «Biologischer Anbau von Soja» gibt er praxisnahe Einblicke in eine Kulturpflanze, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, sowohl für die Fütterung als auch für die menschliche Ernährung. Im Gespräch mit Anke Beermann erklärt er, welche Standorte sich besonders eignen, was es bei der Fruchtfolge zu beachten gilt und warum die Beikrautregulierung im Biosojaanbau als matchentscheidend gilt. Im Zentrum stehen außerdem Fragen zur Sortenwahl, etwa die Unterschiede zwischen Futter- und Speisesoja, sowie die Herausforderungen bei Ernte, Lagerung und Vermarktung. Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sojakultur und die Rolle von Tofu in der Wertschöpfungskette werden thematisiert. Ein Gespräch für alle, die sich für Biosoja interessieren – ob als Einsteiger*innen oder erfahrene Produzent*innen. Gast: Matthias Klaiss, FiBL Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Weitere Informationen: FiBL - Merkblatt zum Anbau von Biosoja aktualisiert E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Sarah Wiener über Politik, Pestizide und Perspektiven
2025/10/17
Schickt uns eine Nachricht Was haben Fernsehkochen, Bildungsarbeit und Pestizidregulierung gemeinsam: Sarah Wiener. Sie spricht in der dritten Promi-Spezial-Folge von FiBL Focus über ihren Weg von der Küche auf die politische Bühne. Und darüber, warum sie sich heute wieder dem ganz Praktischen widmet - dem Kochen mit Kindern. Viele kennen sie aus Fernsehformaten wie «Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener», andere als Gründerin der Sarah Wiener Stiftung, die sich für gesunde und nachhaltige Kinderernährung einsetzt, oder als Autorin mehrerer Bücher. Fünf Jahre lang war Sarah Wiener Abgeordnete im EU-Parlament. Unter anderem als Berichterstatterin für die SUR-Verordnung zur Pestizidreduktion. Im Podcast erklärt sie, warum sie am Ende selbst gegen ihren eigenen Gesetzestext stimmte – und auch ihrer Fraktion dazu riet. Wiener wusste: Nach all den Änderungsanträgen, die auf Druck der Lobbys eingebracht wurden, war der Text die Überschrift nicht mehr wert. Sarah Wiener erzählt, was sie über Machtverhältnisse in der Agrarpolitik gelernt hat und warum unabhängige Forschung und fundierte Aufklärung heute wichtiger sind denn je. Aber auch Themen wie Bildung, Selbstwirksamkeit und Wertschätzung für Lebensmittel kommen zur Sprache. Für Wiener ist klar: Wer nicht kochen kann, ist abhängig von einer Industrie, die nicht das Wohl der Menschen, sondern in erster Linie den Profit im Blick hat. Gerade Kinder und Jugendliche bräuchten frühzeitig Zugang zu praktischer Ernährungskompetenz, betont sie. «Wir können nicht eine Vielfalt auf den Feldern anbauen, wenn die Leute nicht mehr wissen, wie man kocht.» Sie spricht über Kinder, die keine frische Karotte kennen, über verlorenes Geschmacksgedächtnis und darüber, wie Kochen nicht nur satt macht, sondern auch Kultur, Identität und Resilienz stiften kann: «Selber kochen heute ist sozusagen ein revolutionärer Akt gegen eine Nahrungsmittelindustrie und am Ende auch gegen eine Agroindustrie, weil es die Individualität fördert.» Für Sarah Wiener ist klar: Die Agrarwende beginnt nicht nur auf dem Acker – sondern auch am Esstisch. Gästin: Sarah Wiener  Foto: Sarah Wiener Stiftung E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Kuh und Klima: Kritik, Fakten und Potenzial
2025/10/03
Schickt uns eine Nachricht Wiederkäuer wie Kühe stehen in der Klimadebatte stark in der Kritik und gelten oft als Klimasünderinnen. Doch wie berechtigt ist das? Dieser Frage geht die neue Folge von FiBL Focus nach.  «Ein effizientes Ernährungssystem braucht ineffiziente Tiere. Wird das Stickstoffproblem gelöst, kommt auch das Klima in Balance.» So formuliert es Caterine Pfeifer vom FiBL. Damit verweist sie auf die intensive Tierhaltung: Viele Tiere auf wenig Fläche, Futterproduktion mit mineralischen Düngern oder Futterimporte tragen zum Stickstoffüberschuss bei. In einigen Klimabilanzen schneiden Produkte aus solcher Haltung besser ab als aus extensiven Systemen. Allerdings nur, wenn Faktoren wie Überschüsse, Importe oder Flächenkonkurrenz ausgeblendet werden. Das verzerrt das Bild. Grasland sinnvoll nutzen In dieser Folge sprechen Florian Leiber vom Departement für Nutztierwissenschaften und Catherine Pfeifer vom Departement für Agrar- und Ernährungssysteme darüber, welche Rolle Methan in der Klimakrise spielt und warum graslandbasierte biologische Wiederkäuerhaltung einen nachhaltigen Weg aufzeigt. Florian Leiber bringt es auf den Punkt: «Ja, es gibt einen Zielkonflikt: Einerseits die Produktion von Lebensmitteln auf Flächen, die wir anders nicht nutzen können und andererseits die Emission von Methan. Doch die Menschheit ist auf die Nutzung von Grasland angewiesen, denn in vielen Gegenden der Erde lässt sie sich nicht ersetzen.»  Längere Nutzungsdauer als Hebel Ein wichtiger Ansatz für eine reduzierte Umweltbelastung ist die längere Nutzungsdauer von Milchkühen. Sie verbessert nicht nur die Klimabilanz, sondern trägt auch zur Fleischversorgung bei. Wenn vermehrt auf Gebrauchskreuzungen gesetzt wird können mehr Kälber aus der Milchviehhaltung für die Mast genutzt werden, ohne zusätzliche Mutterkühe halten zu müssen. So würde die Fleischproduktion der Schweiz stabil bleiben, während sich die Treibhausgasemissionen der gesamten Rinderpopulation um über 10 % senken liessen.  Mehr als eine Klimafrage Graslandbasierte Wiederkäuerhaltung steht nicht im Widerspruch zum Klimaschutz, sondern denkt darüber hinaus. Sie orientiert sich am Standort, setzt auf lokale Futterressourcen und reduziert so Importe und Umweltbelastungen. Indem Tierzahlen und Fütterung an die vorhandenen Flächen angepasst werden, entstehen hochwertige Proteine ohne Nahrungsmittel- und Flächenkonkurrenz aus einer Ressource, die Menschen nicht direkt für die Ernährung nutzen können. Wiederkäuerhaltung liefert in diesem System weit mehr als Fleisch und Milch: Sie erbringt vielfältige Ökosystemdienstleistungen, wie Biodiversität, Landschaftspflege und Kohlenstoffspeicher im Boden. Die biologische Rinderhaltung ist somit nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Entscheidend ist, wie sie gestaltet wird. Gäst*innen: Florian Leiber, Departement für Nutztierwissenschaften am FiBL Schweiz Catherine Pfeifer, Departement für Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL Schweiz Weiterführende Informationen:  FiBL Faktenblatt «Kuh und Klima»  Stimmen zum Klima  E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Bohne gut, alles gut – die Lupinenrevolution
2025/09/19
Schickt uns eine Nachricht Wusstest du, dass Lupinen nicht nur als Blumen eine Augenweide im Garten und gut für Bienen und Hummeln sind? Lupinen sind nämlich auch wahre Proteinwunder, und könnten unsere Ernährung revolutionieren.  In dieser Folge von FiBL Focus tauchen wir in die spannende Welt der Lupinen ein. Wir zeigen auf, was es alles braucht, bis diese ungewöhnliche Pflanze aus der Familie der Leguminosen, die auch Hülsenfrüchte genannt werden, auf unserem Teller landet. Von der Forschung und Sortenzüchtung über den Anbau bis hin zur Verarbeitung und zum Handel ziehen alle an einem Strick. Und schlussendlich müssen auch wir Konsumentinnen und Konsumenten mitziehen, damit die Lupine eine Chance hat, unser Ernährungssystem zu revolutionieren.   In diesem Podcast erfahrt ihr fast alles über die faszinierende Welt der Lupinen von unseren Gästen, der FiBL Forscherin Christine Arncken, mit dem Landwirt Bruno Graf und dem New Roots Gründer Freddy Hunziker im Gespräch mit der FiBL Focus Redaktorin Franziska Hämmerli. Veranstaltungshinweis Am Mittwochnachmittag, den 22. Oktober 2025 findet der «BioleguminosenTag» statt. Dieses Jahr ist er im schweizerischen Oberdiessbach unter dem Motto "Züchtung trifft Verarbeitung". Auf dem Programm stehen Kurzvorträge zur Züchtung und Wertschöpfungskette von Soja, Platterbse und Lupine, eine Führung durch die Firma New Roots und einen Workshop. Der Bioleguminosentag ist kostenlos und steht allen offen. Wichtig ist aber, dass ihr euch vorab anmeldet, da die Platzzahl beschränkt ist.   Programm und Anmeldung Bioleguminosentag: https://www.bioaktuell.ch/aktuell/agenda/termin/leguminosentag-zuechtung-trifft-verarbeitung  FiBL Forschung zu Lupinen  https://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/ackerbau/koernerleguminosen/biolupinen   Lupinenprodukte Schweiz fermeduchateau.ch (Hof von Podcastgast Bruno Graf)  https://yellowsunshine.ch (Produkte im Podcast erwähnt)newroots.ch/finde-uns  (Produkte von Podcastgast Freddy Hunziker)lupinenkaffee.chbelemcafe.chwildandcoco.ch/lupinen-tempeh  Lupinenprodukte Deutschland lupinello-shop.de https://www.rapunzel.de/bio-produkt-lupinenschrot--701000.htmlhttps://www.purvegan.de https://www.lupinenkaffee.de/https://www.tempehshop.de/Lupinen-Tempeh/https://loffee.de/https://www.naturata.de/bio-produkte/kaffee-kakao   Lupinenprodukte Österreich E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Renate Künast - Wir haben das Recht alles zu wissen
2025/09/05
Schickt uns eine Nachricht Renate Künast zählt zu den bekanntesten politischen Stimmen für eine nachhaltige Landwirtschaft, eine gerechte Ernährungspolitik und starke Verbraucherrechte. In dieser Folge spricht Anke Beermann mit der Juristin, ehemaligen deutschen Bundesministerin und langjährigen Bundestagsabgeordneten über ihren Weg in die Politik, über Erfolge und Rückschläge. Und darüber, warum sie auch nach vier Jahrzehnten nicht müde wird, sich einzumischen. Das Gespräch reicht vom Wandel der Landwirtschaft über den Einfluss mächtiger Lobbys bis hin zur Frage, wie Forschung, Gleichstellung und politische Rahmenbedingungen zusammenspielen müssen, um echten Wandel möglich zu machen. Renate Künast fordert ein neues Selbstbewusstsein in der Landwirtschaft, und erklärt, warum „Lebensmittel“ wieder das sein sollten, was sie im besten Sinne sind: Mittel zum Leben. Wir haben das Gespräch mit Renate Künast in voller Länge belassen. Manche Passagen sind ausführlicher, aber genau das erlaubt einen ehrlichen Einblick in ihre Haltung und die politischen Hintergründe. Wenn euch bestimmte Themen besonders interessieren, könnt ihr direkt zu den entsprechenden Abschnitten springen, wir haben für euch das Gespräch in vier grosse Kapitel gegliedert.  Kapitelübersicht: 1.         Politik mit Haltung (min 00.00) – über ihren Einstieg als Ministerin und den Bruch mit alten Denkmustern. 2.         Von der Agrarwende zur Essenswende (min 10.04) – warum sich nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch unser Umgang mit Lebensmitteln verändern muss. 3.         Machtstrukturen und Lobbyismus (min 15.29) – Wer bestimmt, was auf den Tisch kommt. 4.         Gleichstellung, Forschung und neue Allianzen (min 41.52)  – über Praxisnähe, ein Appell an Landwirt*innen, sich nicht kleiner zu machen, als sie sind, und dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Bei dem von Renate Künast erwähnten Buch über Ostwestfalen, handelt es sich um „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben“ von Ewald Frie. Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern mit anderen und folgt uns auf Instagram unter @fibl_focus. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge  57Min. und 27Sek.    Gast: Renate Künast Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Bild: Laurence Chaperon E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Pionierarbeit in der Wüste: Bioanbau als Erfolgsstory
2025/08/22
Schickt uns eine Nachricht In der heutigen Jubiläumsfolge ist Helmy Abouleish zu Gast. Er ist der Sohn des SEKEM Gründers Ibrahim Abouleish. SEKEM gilt als «Biopionier» in Ägypten und fördert seit 1977 nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Die SEKEM Holding produziert, verarbeitet und vermarktet biologisch-dynamische Lebensmittel, Textilien und Arzneimittel in Ägypten und auch international. Helmy Abouleish ist der Geschäftsführer der SEKEM Holding und engagiert sich in der nationalen und internationalen Politik für verantwortungsvolle Wettbewerbsfähigkeit, soziales Unternehmertum sowie für die Bekämpfung der großen Probleme des 21. Jahrhunderts, wie Klimawandel und Ernährungssicherheit. Unter seiner Führung wurde die SEKEM Initiative unter anderem mit dem «Alternativen Nobel Preis», ausgezeichnet. Helmy ist außerdem Mitglied in verschiedenen internationalen Organisationen und Gremien, wie beispielsweise dem Cradle to Cradle e.V., dem World Economic Forum, dem World Future Council oder der World Goetheanum Association. Er wurde von der UN zum NAP-Champion (Nationale Anpassungspläne) für die Anpassung an den Klimawandel ernannt und ist seit 2018 Präsident von Demeter International. Vanessa Gabel führt das Gespräch mit unserem prominenten Gast und wir freuen uns auf eine spannende Folge.   Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 100/Deutsch/Länge in 39Min. und 14Sek.    Gäste/FiBL-Forschungsteam: Helmy Abouleish, SEKEM Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: https://sekem.com E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Klimakrise in der Nebenrolle – warum Fernsehen mehr zeigen muss
2025/08/08
Schickt uns eine Nachricht In dieser Episode sprechen wir mit Johanna Langhof von der MaLisa Stiftung über eine alarmierende Erkenntnis: Klimawandel und Biodiversitätsverlust – zwei der drängendsten Krisen unserer Zeit – spielen im deutschen Fernsehen eine verschwindend geringe Rolle. Gerade einmal 1,8 % der Sendezeit beschäftigen sich mit dem Klimawandel, Biodiversität kommt sogar nur auf 0,2 %. Warum ist das so? Und was bedeutet das für die öffentliche Wahrnehmung, insbesondere mit Blick auf Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung? Johanna Langhof, Projektleiterin für Klima und Biodiversität bei der MaLisa Stiftung, gibt Einblicke in die Hintergründe der Studie und erklärt, warum mediale Sichtbarkeit so entscheidend ist, wenn es um gesellschaftliche Transformation geht. Wir sprechen darüber, wie ökologische Themen auch in Unterhaltungsformaten erzählt werden könnten, ohne dabei belehrend zu wirken. Es geht um neue Narrative, glaubwürdige Vorbilder, emotionale Identifikation und die Rolle von Film, Fernsehen und Social Media im Alltag der Menschen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf landwirtschaftliche Praxis: Warum ist das Bild von Landwirt*innen in der Berichterstattung oft so verzerrt? Und wie kann es gelingen, die Realität – inklusive Herausforderungen, Innovationen und Lösungen – konstruktiv und sichtbar zu machen?  Diese Folge markiert zugleich den Auftakt zu unserer Jubiläumsreihe: FiBL Focus nähert sich der 100. Folge – ein schöner Anlass, um neue Perspektiven zu öffnen.  Und wie immer gilt: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern mit anderen und folgt uns auf Instagram unter @fibl_focus. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Diese Folge haben wir online aufgenommen, die Tonqualität entspricht daher leider nicht ganz unserem gewohnten Standard aus unserem FiBL Focus Studio. Länge 27 Min. und 42 Sek.    Gast: Johanna Langhof (MaLisa Stiftung) Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Studie zu Klimawandel und Biodiversität im Fernsehen: Repräsentation und Zuschauerwünsche — MaLisa Stiftung Über die MaLisa Stiftung: Für Gleichstellung, Klima- und Artenschutz  Bild: Johanna Langhof (MaLisa Stiftung), Copyright: Diane von Schoen  E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Wie weiter in der nachhaltigen Rindfleischproduktion?
2025/07/25
Schickt uns eine Nachricht Nachhaltig und tierfreundlich erzeugtes Rindfleisch stammt in der Schweiz hauptsächlich aus Mutterkuhhaltung und der Mast von Weiderindern. In unserer neusten Folge diskutieren wichtige Exponenten aus den beiden Sektoren über die Zukunft des Marktes. Liegt das Erfolgsrezept in einer Fusion der Systeme? Und welche Rolle spielen Konsum und Detailhandel?  Auf dem Schweizer Markt für graslandbasiertes und mit hohem Tierwohl produziertes Rindfleisch ist zurzeit einiges in Bewegung. Die Absätze sind stabil aber keineswegs am Boomen. Auslöser dafür sind die stagnierende Kaufkraft sowie grundsätzliche Bedenken gegenüber dem Fleischkonsum.  Dominierende Kräfte auf dem Markt sind die Detailhändler. Während Migros, Aldi und Lidl auf Weiderind setzen, fokussiert Marktleader Coop schon lange auf Natura Beef aus der Mutterkuhhaltung. Die Marktanteile von Label-Rindfleisch sind hier sehr unterschiedlich, aber durchwegs deutlich höher als in der Gastronomie, wo immer noch grosser Nachholbedarf herrscht. Wir diskutieren in der aktuellen Ausgabe auch über die Unterschiede zwischen den Systemen, die Gründe, warum das Label Bio Weide-Beef neu von Mutterkuh Schweiz geführt wird sowie die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf Produktion und Konsum. Ein weiteres Thema ist die Frage, inwiefern die Weiderinder-Label das Kälberproblem in der Biomilchproduktion lösen helfen könnten.   Gäste im FiBL Podcast Studio sind der Präsident von Mutterkuh Schweiz, Mathias Gerber, sein Amtskollege Romain Beuret von der Interessengemeinschaft Bio Weide-Beef sowie FiBL Berater Franz Steiner, ein langjähriger Spezialist für ökologisch produziertes Rindfleisch.   Weitere Informationen zu den Labels: Webseite von Mutterkuh Schweiz (mutterkuh.ch) Webseite der IG Bio Weide-Beef (igbioweidebeef.ch) Richtlinien von Bio Weide-Beef (igbioweidebeef.ch) Label und Reglemente von Mutterkuh Schweiz (mutterkuh.ch)  Artikel zur Übertragung der Richtlinien von der IG an Mutterkuh Schweiz (bioaktuell.ch) Gäste:  Romain Beuret, Präsident der Interessengemeinschaft (IG) Bio Weide-Beef  Mathias Gerber, Präsident von Mutterkuh Schweiz  Franz Steiner, FiBL Berater, Spezialist für ökologisch produziertes Rindfleisch   Redaktion und Moderation: Adrian Krebs An- und Abmoderation: Anke Beermann Postproduktion: Benny Christ E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Kompost: Medizin für Pflanzen und Boden
2025/07/11
Schickt uns eine Nachricht Es ist bewiesen, dass Kompost verschiedene Krankheiten im Boden unterdrücken kann. Aber es ist noch ziemlich unbekannt, woran es denn genau liegt, dass die Komposte wirksam sind, und Pflanzen vor Krankheiten schützen. In dieser Folge tauchen wir in die faszinierende Welt der Mikroorganismen im Kompost ein. Die zwei FiBL Forscherinnen Anja Logound Fiona Fitchett sind in ihren Doktorarbeiten der geheimen Kraft des Komposts auf der Spur.   Anja Logo und Fiona Fitchett erforschen die faszinierende Welt der Mikroorganismen im Kompost – eine Welt, die man mit bloßem Auge nicht sieht, die aber großen Einfluss auf Pflanzen haben kann. Anja Logo untersucht, welche Mikroorganismen dafür verantwortlich sind, dass manche Komposte Pflanzen wirksam vor Krankheiten wie Wurzelfäule schützen. Fiona Fitchett möchte herausfinden, welche Ausscheidungsprodukte von Kompost-Mikroorganismen gegen Blattkrankheiten helfen könnten, indem sie auf die Blätter gesprüht werden.  Beide suchen gezielt nach Mikroben, die Krankheiten im Boden und auf den Blättern unterdrücken. Ziel ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Dazu werden Mikroorganismen im Labor und auf dem Feld getestet – es geht also nicht nur um Forschung im Reagenzglas, sondern auch um praktische Anwendung.  Ein weiterer spannender Ansatz ist es, Kompost gezielt zu „tunen“, indem man förderliche Mikroben zusetzt.  Gäste: Anja Logo, FiBL und Fiona Fitchett, FiBLRedaktion und Moderation: Franziska Hämmerli, FiBLAn- und Abmoderation: Anke BeermannPostproduktion: Benny ChristWeitere Informationen  Fiona Fitchett schreibt ihre Doktorarbeit im Rahmen des Projekts «Nutzung von Kompostmikroorganismen für neue Pflanzenschutzmittel gegen Blattkrankheiten». Das Projekt wird vom FiBL und der Universität Basel durchgeführt, und vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) der Schweiz finanziell unterstützt. Anja Logo schreibt ihre Doktorarbeit im Rahmen des Projekts «Identifizierung und Charakterisierung der krankheitsunterdrückenden Mikroorganismen beim Komposteinsatz». Das Projekt wird vom FiBL und von Agroscope durchgeführt, und vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) der Schweiz finanziell unterstützt. E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.

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