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FiBL Focus

Werben im Podcast: FiBL Focus

Dieser Podcast hat
128 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/07/28
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
37 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Bei «FiBL Focus», dem Podcast des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL, dreht sich alles um die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Praxis.  Praktiker*innen und FiBL-Expert*innen diskutieren aktuelle Themen rund um Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz. Bäuerinnen und Bauern teilen ihre Probleme und ihre Lösungen aus der Praxis und für die Praxis. FiBL-Studien und -Publikationen werden so zusammengefasst, dass sie auch von Nicht-Wissenschaftler*innen verstanden werden. Rückmeldungen oder Themenvorschläge nehmen wir gerne über [email protected] entgegen. Homepage: https://www.fibl.org/de/infothek/podcast; Impressum: https://www.fibl.org/de/kontakt-impressum, © 2021 FiBL

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Agroforst - Der beste Baum ist der, den man gestern gepflanzt hat
2026/10/09
Schickt uns eine Nachricht In dieser Episode von FiBL Focus widmen wir uns dem Comeback der Bäume in der Landwirtschaft, dem Agroforst. Angesichts der zunehmenden Extremwetterereignisse wie Dürre, Hitze, Überschwemmungen und Hagel, die der Klimawandel mit sich bringt, wird uns der Wert von Bäumen für Schatten und Kühlung immer bewusster. Einst ein selbstverständlicher Teil der Landwirtschaft, verschwanden Bäume mit der Industrialisierung von den Feldern und erleben nun unter dem Namen "Agroforst" eine Renaissance.  Podcast Redaktorin Anke Beermann spricht mit Johanna Rüegg, Umweltnaturwissenschaftlerin und Agroforst-Koordinatorin am FiBL, die auch zu Kakao in den Tropen forscht, sowie Matthias Klaiss, gelernter biologisch-dynamischer Landwirt und Agrarwissenschaftler, der am FiBL Betriebe im Ackerbau und zu Agroforst berät.  Die beiden Wissenschaftler*innen arbeiten gemeinsam an einem von der Leopold Bachmann Stiftung unterstützten Projekt. Seit 2024 entsteht in Frick eine Agroforstanlage, die als Lern-, Austausch- und Forschungsort dient. Dort wachsen Waldbäume, Hecken, Obstbäume und Sträucher, um die Obst- und Wertholzproduktion zu fördern, die Futtervielfalt für Kühe zu erhöhen, den Ausgleich extremer Wetterereignisse zu unterstützen und die Biodiversität zu stärken. Hunderte Besucher jährlich können so die Praxistauglichkeit verschiedener Anbau- und Pflegevarianten direkt am Feld erleben.  Diskutiert wird, welche Vorteile Agroforst bietet, wo seine Grenzen liegen, wie die Förderung in der Schweiz und Deutschland aussieht, was man beim Pflanzen beachten sollte und warum der beste Baum der ist, den man schon gestern gepflanzt hat.  Gäst*innen: Johanna Rüegg und  Matthias Klaiss (beide FiBL) Moderation: Anke Beermann, FiBL  Weitere Infos: FiBL - Agroforstanlage am FiBL als Treffpunkt und Experimentierfeld https://www.agroforst.ch/ Startseite | DEFAF e.V. Leopold Bachmann Stiftung - Leopold Bachmann Stiftung E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Besser essen in der Gemeinschaftsverpflegung: Wie schaffen wir mehr Bio ausser Haus?
2026/09/25
Schickt uns eine Nachricht Gemeinschaftsgastronomie gilt als Bereich mit grossem Biopotenzial, auch weil die Marktanteile hier noch sehr gering sind. In unserer neusten Folge sprechen wir mit zwei Spezialistinnen über diese Potenziale und die Hindernisse auf dem Weg zu mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung. Heute bewegen wir uns für einmal weg von der Bioproduktion, und schauen dorthin, wo Bioprodukte ihren Platz auf den Tellern finden. In den Privathaushalten hat Bio bereits einen schönen Marktanteil erreicht, das gilt sowohl für deutsche Verbraucher*innen, wie auch noch verstärkt für die schweizerischen Konsument*innen, die den weltweit höchsten Bioanteil im Einkaufskorb aufweisen.  Die Potenziale in der Gastronomie, wie auch in der Gemeinschaftsverpflegung sind aber nach wie vor ungenügend genutzt. Oder optimistischer ausgedrückt: Die Möglichkeiten für grösseren Bioabsatz sind hier riesig. Natürlich ruft das Thema auch die Forschung auf den Plan.  In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Anja Erhart und Sabine Ersing vom FiBL in Deutschland über Bionahrungsmittel in der Gemeinschaftsverpflegung. Dieser etwas sperrige Begriff umfasst die Restauration in Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Kantinen, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Institutionen.  Im Gespräch mit Adrian Krebs berichten Ersing und Erhart über den Status quo in den deutschen Gemeinschaftsküchen, die wie erwähnt grossen Potenziale und die Fortschritte im EU-Projekt Visionary. Dieses versucht die brachliegenden Möglichkeiten länderübergreifend zu ermitteln und so die Biowertschöpfung zu steigern. Eine ausführlichere Version dieses Gesprächs findet ihr auf unserem Projektkanal FiBL Collaboration (s. Link unten).  Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 128/Deutsch/Länge 37min46s.  Links Ausführliche Version des Gesprächs auf FiBL Collaboration https://www.buzzsprout.com/2152169/episodes/19863138 Das Projekt Visionary auf der Website des FiBL https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2145 Website des Projekts Visionary https://visionary-project.eu/de/ Informationen über das Label Bio Cuisine von Bio Suisse, mit dem in der Schweiz ein höherer Bioanteil in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung angepeilt wird: https://knospe.bio-suisse.ch/gastronomie/bio-cuisine.html Gäste/FiBL-Forschungsteam: Sabine Ersing und Anja Erhart (FiBL in Deutschland) Moderation und Redaktion: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Funktionelle Biodiversität: Vielfalt mit positiven Nebenwirkungen
2026/09/11
Schickt uns eine Nachricht In der aktuellen Folge – dem ersten live aufgenommenen Podcast von FiBL Focus – diskutieren Charlotte Aichholz von Sativa und Severin Hellmüller vom FiBL über funktionelle Biodiversität.   Im Gespräch mit Redaktor Adrian Krebs erläutern sie diese Spezialdisziplin der Biodiversitätsförderung. Über die reine Biodiversität hinaus liefern Blühstreifen und Einzelpflanzen in den Acker- und Spezialkulturen Ökosystemdienstleistungen, indem sie die Präsenz von Nützlingen fördern und Schädlingen damit indirekt den Garaus machen. Der Einsatz erfolgt sowohl im Freiland wie auch im geschützten Anbau, also in Gewächshäusern und Tunnels.  Severin Hellmüller von der Gruppe Gemüse- & Gartenbau des FiBL und Charlotte Aichholz, Züchterin bei der Saatguthändlerin und -produzentin Sativa erläutern unter anderem, was genau funktionelle Biodiversität ist und welche Konflikte es zwischen Einführung funktioneller Biodiversität und dem unbehinderten Ernten von homogenen Kulturen gibt. Es ist der erste Podcast, den wir für unser Format FiBL Focus mit Publikum aufgenommen haben. Lassen Sie sich nicht irritieren von den gelegentlichen Hintergrundgeräuschen aus dem Publikumsraum und darüber hinaus. Den idealen Rahmen für die Aufnahme bot der Vielfaltsmarkt 1001 Gemüse in Rheinau im Kanton Zürich.  Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 127 / Sprache deutsch / Dauer 42 Minuten 8 Sekunden   Links: Dieser Podcast wurde aufgenommen in Zusammenarbeit mit dem Projet Benefits.Biobreeding biobreeding.org Die wichtigsten Ziele des Projekts sind die folgenden: Ein besseres Verständnis und eine effektive Vermittlung der Vorteile, die sich aus dem Management des agrobiodiversitären Erbes und der ökologischen Züchtung im Rahmen eines partizipativen Ansatzes ergeben.Sensibilisierung für die Vorteile der ökologischen Züchtung in der ökologischen Wertschöpfungskette und in der breiten Öffentlichkeit.Bereitstellung fundierter und leicht verständlicher Argumente sowie Instrumente zur Öffentlichkeitsarbeit für den ökologischen Sektor, um Unterstützung für die ökologische Züchtung und die Steigerung der Agrobiodiversität zu gewinnen.Unterstützung lokaler Landwirte und Lebensmittelproduzenten durch aussagekräftige Narrative für die Vermarktung ökologischer Sorten und Lebensmittelprodukte aus diesen Sorten.Links zur funktionellen Biodiversität: Pilotversuche «Funktionelle Biodiversität im Rosenkohlanbau» https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2726   Funktionelle Agrobiodiversität https://www.fibl.org/de/standorte/schweiz/departemente/nutzpflanzenwissenschaften/pb-projekte/funktionelle-biodiversitaet   Gäste/FiBL-Forschungsteam:  Charlotte Aichholz, Sativa und Severin Hellmüller, FiBL Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Burnout in der Landwirtschaft: Eine Erfahrung, viele Betroffene
2026/08/27
Schickt uns eine Nachricht Es gab eine Zeit in Christoph Rothhaupts Leben, in der er morgens nicht wusste, wie er seine Tiere versorgen soll. In der Schweiz sind rund 12 Prozent der landwirtschaftlichen Bevölkerung von einem Burnout betroffen. Das sind doppelt so viele wie im Rest der Gesellschaft. Die täglichen Herausforderungen in der Landwirtschaft sind gross:harte Arbeit, viel Leidenschaft für den Beruf und einer tiefen Verbundenheit zur Umwelt und den Tieren. Doch sie bringt oft auch enorme Herausforderungen mit sich: Unwägbarkeiten des Wetters, wirtschaftlicher Druck, nicht beeinflussbare politische Rahmenbedingungen sowie eine grosse Verantwortung für Tiere und Familie, und manchmal auch soziale Isolation. Diese Belastungen können Spuren hinterlassen – nicht nur auf dem Acker, sondern auch in der Seele der Menschen, die ihn bewirtschaften. Oft wird über diese inneren Kämpfe zu wenig oder gar nicht gesprochen, teils aus Scham, teils aus dem Gefühl, allein zu sein. Doch es ist Zeit, hinzuschauen und zuzuhören, denn eine nachhaltige Landwirtschaft braucht auch gesunde Menschen, die sie betreiben. In dieser Folge von FiBL Focus widmen wir uns der mentalen Gesundheit in der Landwirtschaft. Wir wollen darüber sprechen, wie wir Anzeichen von Überforderung erkennen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, und welche Rolle wir als Gemeinschaft dazu beitragen können. Dazu haben wir den Landwirt Christoph Rothhaupt und unsere FiBL-Kollegin Anna Schmitz eingeladen, die beide auch eine Ausbildung zur systemischen Beratung haben und uns von ihren Erfahrungen berichten.  Wer sich in einer akuten Krise befindet, Suizidgedanken hat oder sich akut um eine nahestehende Person sorgt, sollte umgehend den Notruf unter 144 (Schweiz, Österreich) oder 112 (Deutschland, Österreich) wählen, eine Arztpraxis aufsuchen oder eines der unten gelisteten Hilfsangebote nutzen.  Hilfsangebote in der Schweiz: Die Dargebotene Hand Telefon 143  Rund um die Uhr (24/7) erreichbar, komplett kostenlos und anonym für alle Krisen Bäuerliches Sorgentelefon MO 8.15–12, DI 13–17, DO 18–22 +41 820 02 15 (Festnetztarif) baeuerliches-sorgentelefon.ch [email protected] Überlastung und Burnout-Prävention - Landfrauen SBLV «Wie geht's dir?» - Über alles reden, auch über psychische Gesundheit | Wie geht's dir?       Hilfsangebot Deutschland: Notruf 112 TelefonSeelsorge 0800 1110111 oder 0800 1110222 (kostenlos, rund um die Uhr) SVLFG Krisenhotline 0049 561 785 10101 (rund um die Uhr) Hilfsangebote: SVLFG | Gleichgewicht www.landwirtschaftliche-familienberatung.de   Hilfsangebot Österreich:  Notruf 144 oder 112 TelefonSeelsorge 142 (rund um die Uhr, kostenlos) Bäuerliches Sorgentelefon 0810/676 810 (Mo bis Fr, 8:30 bis 12:30 Uhr)    Hilfsangebote: www.lebensqualitaet-bauernhof.at   Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 126/Deutsch/Länge 63min40s.    Gäste/FiBL-Forschungsteam: Christoph Rothhaupt und Anna Schmitz (FiBL) Moderation Gespräch: Vanessa Gabel Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Depression und Burnout in der Landwirtschaft – Warum sind Bauern besonders betroffen? - Impact Reportage - Play SRF E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Bio und konventionell im Tierwohl-Check
2026/08/14
Schickt uns eine Nachricht Viele Konsument*innen verbinden mit dem Kauf von Bioprodukten automatisch ein besseres Leben für die Tiere. Doch ist dieser Zusammenhang wirklich so eindeutig? In dieser zweiten Folge zum Thema Tierwohl sprechen wir mit Silvia Ivemeyer vom Thünen-Institut und knüpfen an unsere Episode 117 an, in der sie uns bereits erste Einblicke in das Thema Tierwohl gegeben hat. Hier sprechen wir nun über die Unterschiede von Tierwohl in der Bio bzw der konventionellen Tierhaltung. Wir vergleichen die Kontrollsysteme in der Schweiz und in Deutschland und diskutieren, warum es nicht nur auf die Häufigkeit, sondern vor allem auf die Art der Kontrolle ankommt. Ein Thema ist dabei die Weiterentwicklung hin zu stärker tierbezogenen Indikatoren, die direkt am Tier ansetzen, statt sich allein auf Ressourcen- und Managementvorgaben zu verlassen. Zum Abschluss geht es um finanzielle Anreizsysteme wie BTS und RAUS in der Schweiz, die zeigen, wie wirksam Förderprogramme sein können, sowie um die Frage, was Bio- und konventionelle Landwirtschaft voneinander lernen können. Silvia Ivemeyer plädiert für einen offenen, differenzierten Umgang mit dem Begriff Tierwohl, der sowohl Stärken als auch Entwicklungsfelder ehrlich benennt. E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Arzneipflanzen: Bewährtes Wissen, neue Forschung
2026/07/31
Schickt uns eine Nachricht Arzneipflanzen werden seit Jahrhunderten eingesetzt, um Krankheiten bei Mensch und Tier vorzubeugen und zu behandeln. Auch heute setzen viele Landwirt*innen sie auf ihren Betrieben ein. In dieser Podcastfolge zeigen Michael Walkenhorst und Michelle Krügel, wie traditionelles Wissen und moderne Forschung zusammenwirken und welche Bedeutung Arzneipflanzen für die Tiergesundheit haben können.  Arzneipflanzen enthalten nicht nur einen einzelnen Wirkstoff, sondern eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe. Diese können an unterschiedlichen Stellen im Körper wirken und sich gegenseitig ergänzen. Genau darin sehen Forschende einen wichtigen Vorteil gegenüber isolierten Wirkstoffen. Michael Walkenhorst erklärt, dass etwa bei Magen-Darm-Erkrankungen meist mehrere Beschwerden gleichzeitig auftreten. Deshalb sei es von Vorteil, wenn eine Arzneipflanze wie die Kamille nicht nur Krämpfe lindere, sondern zugleich entzündungshemmend wirke. Gleichzeitig machen diese komplexen Wirkstoffgemische die wissenschaftliche Untersuchung anspruchsvoll. Moderne Analysen tragen jedoch dazu bei, die Wirkmechanismen traditionell genutzter Arzneipflanzen immer besser zu verstehen. Bewährte Pflanzen für die landwirtschaftliche Praxis Studien des FiBL zeigen, dass auf Schweizer Tierhaltungsbetrieben vor allem bekannte Arzneipflanzen wie Kamille, Ringelblume, Johanniskraut oder Brennnessel verwendet werden. Viele Anwendungen werden innerhalb der Familie weitergegeben, andere stammen aus Fachbüchern oder Kursen. Gleichzeitig zeigen die Erhebungen, wie unterschiedlich Dosierungen und Anwendungen in der Praxis ausfallen können. Praktische Tipps für den Einstieg Michelle Krügel empfiehlt für den Einstieg insbesondere Thymian, Brennnessel und Bitterstoffpflanzen wie Löwenzahn. Letzteren bezeichnet sie im Podcast als «Omo der Körperzellen», weil er den Stoffwechsel unterstütze und den Körper beim «Putzen und Reinigen» helfe. Zudem erklärt sie, wie diese Pflanzen beispielsweise als Tee, Heu oder Inhalation eingesetzt werden können und worauf bei der Anwendung geachtet werden sollte. Sie gibt ausserdem Hinweise zur richtigen Lagerung von getrockneten Arzneipflanzen, damit ihre Qualität möglichst lange erhalten bleibt. Grenzen nicht vergessen So vielfältig Arzneipflanzen eingesetzt werden können - sie ersetzen nicht in jeder Situation konventionelle Arzneimittel. Bei schweren Erkrankungen oder Notfällen bleibt die Schulmedizin unverzichtbar. Arzneipflanzen können jedoch dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, Tiere bei der Genesung zu unterstützen und den Einsatz bestimmter Medikamente sinnvoll zu ergänzen. Gäst*innen Michelle Krügel, Drogistin EFZ, Geschäftsinhaberin üsi drogerie in Münsingen, Tierheilpraktikerin, Spagyrikerin, Aromatherapeutin SfA, HormonberaterinMichael Walkenhorst, Tierarzt und Co-Leiter Departement Nutztierwissenschaften, FiBL, Experte in Ethnoveterinärmedizin und Phytotherapie Infos zum Thema Die Grüne Dossier: Heilkräuter für Kuh und KalbFiBL-Faktenblatt: Kälber und Ferkel mit Arzneipflanzen stärkenFiBL-Merkblatt: Erfolgreiches Absetzen der Bioferkel»Podcast Folge FiBL Focus: Knoblauch – nicht für den Schweinebraten sondern in den SchweinebauchBuch: Kräuter für Nutz- und Heimtiere: Ratgeber für die Anwendung ausgewählter Heil- und GewürzpflanzenAktuelles europäisches Forschungsprojekt: COST Action CA22109 «MedPlants4Vet»Kursankündigungen in der FiBL-Agenda: Phytotherapie in der Stallapotheke | Arzneipflanzen und -kräuter im Stall einsetzenWorkshops, Abendveranstaltungen und Kräuterspaziergänge, üsi drogerie  E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Tierhaltung weltweit neu gedacht – Die Erkenntnisse der IAHA Konferenz
2026/07/17
Schickt uns eine Nachricht In dieser Folge des FiBL Focus Podcasts tauchen wir in die Ergebnisse der internationalen IAHA-Konferenz ein, die Ende April am FiBL stattfand. Fachleute aus aller Welt präsentierten dort ihre neuesten Arbeiten zur biologischen Tierhaltung. Bioaktuell.ch hat vier spannende Beiträge ausgewählt, die uns wertvolle Einblicke in innovative Ansätze und Herausforderungen in Europa, Afrika und Asien geben.  Wir beginnen in Ungarn, wo das Forschungsinstitut ÖMKi die Weidehaltung revolutioniert. Hier kommen laut Petra Balogh, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team Tierhaltung am ÖMKi digitale Technologien zum Einsatz. Die Tiere werden mit Sensoren am Hals ausgestattet, welche wichtige Daten wie Wiederkauzeit, Fressverhalten und Aktivität erfassen.  Anschliessend blicken wir nach Dänemark, wo Morten Hansen von der Universität Aarhus ein grundlegendes Dilemma der Biozucht beleuchtet. Obwohl der Biolandbau robuste, standortangepasste Tiere benötigt, werden in der Praxis oft Hochleistungsrassen aus konventionellen Zuchtprogrammen eingesetzt. Die an der Konferenz gegründete «International Exchange Platform for Organic Animal Breeding» soll diesen wichtigen Entwicklungen neuen Schwung verleihen.  Beauty Jiji vom Verband für Freilandgeflügel in Simbabwe (ZFRPA) erklärt, wie Hühner, Enten und Perlhühner weit mehr als nur eine Nahrungsquelle sind. Sie sind ein Eckpfeiler der Existenzsicherung, selbst unter schwierigen klimatischen Bedingungen. Die ZFRPA setzt sich seit 2015 dafür ein, die Kommerzialisierung und den Marktzugang für diese Produkte zu verbessern.  Zum Abschluss begeben wir uns nach Indien, wo Mahesh Chander vom Indian Veterinary Research Institute die Kreislaufwirtschaft in gemischten Ackerbau-Tierhaltungssystemen untersucht. Diese Kleinbetriebe nutzen ihre Ressourcen weitgehend intern und verbessern die Bodenfruchtbarkeit, die Wasserspeicherung und die Biodiversität.  Diese vier Beiträge von der IAHA-Konferenz bieten uns einen umfassenden Überblick über die weltweiten Bestrebungen und Herausforderungen, eine nachhaltige und tierfreundliche Landwirtschaft zu gestalten. Bioaktuell.ch Artikel: Weidehaltung in Ungarn: Sensoren statt Bauch­gefühl Hochleistung versus Robustheit in Dänemark: Biozucht neu denken Freilandgeflügel in Simbabwe: Kleines Tier mit grosser Wirkung Kreislaufwirtschaft in Indien: Kein Selbstläufer   Zusammengefasst und gelesen von: Anke Beermann, FiBL E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Recyclingdünger: Bausteine einer nachhaltigen Landwirtschaft
2026/07/03
Schickt uns eine Nachricht In dieser Podcastfolge dreht sich alles um Recyclingdünger. Else Bünemann-König vom FiBL und Matthias Diener von Agroscope sprechen über verschiedene Düngerformen und erzählen von spannenden Ergebnissen aus einem siebenjährigen Feldversuch. Sie erläutern, welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Dünger haben.  Im Projekt Recycle4Bio wurde die Stickstoffausnutzung von flüssigem und festem Gärgut sowie Hofdünger untersucht. Gleichzeitig erfassten die Forschenden die Emissionen von klimarelevanten Gasen wie Lachgas, analysierten Stickstoffverluste z.B. durch Nitratauswaschung und untersuchten die Wirkung der Dünger auf den Boden. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen dazu beitragen, die Stickstoffausnutzung organischer Dünger zu verbessern sowie Emissionen klimarelevanter Gase zu reduzieren. Darüber hinaus geben sie auch praktische Tipps und erläutern, worauf insbesondere im Bioanbau zu achten ist.   Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 122/Deutsch/Länge in 41Min. und 52Sek.    Gäste/FiBL-Forschungsteam: Else Bünemann-König, FiBL, Matthias Diener, Agroscope Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Projektdatenbank: https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2110 https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/1306 https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/1473 Video: https://www.youtube.com/watch?v=EU-VevU3ZH8   Publikationen:  Norah Efosa, Hans-Martin Krause, Roman Hüppi, Maike Krauss, Nadège Vaucher, Flora Zourek, Jochen Mayer, Johan Six, Else K. Bünemann (2023): Emissions of nitrous oxide and methane after field application of liquid organic fertilizers and biochar. Agriculture, Ecosystems & Environment Volume 356, 2023, 108642. https://doi.org/10.1016/j.agee.2023.108642 Norah Efosa, Christoph Häni, Thomas Kupper, Hans-Martin Krause, Johan Six, Else K. Bünemann (2025): Ammonia emissions after trailing hose application of digestates and cattle slurry. Nutrient Cycling in Agroecosystems, available online. https://doi.org/10.1007/s10705-025-10407-7. Danksagung: Die Projektpartner danken dem BLW, dem BAFU sowie dem BFE für die finanzielle Unterstützung. Besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit gilt zudem Anton und Fabian Obrist, Kiesholzhof Wallbach, und allen Techniker*innen, Praktikant*innen sowie Student*innen von Agroscope und FiBL für ihre wesentliche Unterstützung bei Feldarbeiten und Laboranalysen. E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Dünger knapp, Lebensmittelpreise rauf – Ist Bio unser Weg in die Unabhängigkeit?
2026/06/19
Schickt uns eine Nachricht Die aktuellen geopolitischen Spannungen, wie der Krieg in der Ukraine oder Konflikte im Nahen Osten stören globale Lieferketten und treiben die Preise für Rohstoffe wie Dünger in die Höhe.  Die steigenden Lebensmittel- und Düngerpreise sind ein deutliches Signal, dass unser Ernährungssystem unter Druck steht. Doch warum gerät die konventionelle Landwirtschaft so schnell in Abhängigkeit von globalen Krisen, während der biologische Landbau oft stabiler dasteht? In dieser FiBL Focus Short Folge beleuchten wir die akute Düngemittelkrise und ihre weitreichenden Folgen. Wir blicken zurück auf die Geschichte der Landwirtschaft, erläutern wie sich das FiBL aus kontroversen Dünger-Diskussionen heraus gründete, und zeigen auf, warum der Biolandbau mit seinen Kreislaufprinzipien einen vielversprechenden Weg zu mehr Unabhängigkeit und Resilienz bietet. Es geht dabei nicht nur um einzelne landwirtschaftliche Praktiken, sondern um eine umfassende Transformation unseres gesamten Agrar- und Ernährungssystems. Hört rein, warum die Landwirtschaft von gestern (angereichert mit dem Wissen von heute) unser Weg in eine unabhängige und nachhaltigere Zukunft sein kann. Verfasst und gesprochen von: Dr. Anke Beermann, FiBL  Herzlichen Dank an: PD Dr. sc. nat. Else K. Bünemann-König und Dr. Sylvain Quiédeville (beide FiBL) Bild: Canva / Andreas Basler (FiBL) E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Bioackerbau – Stand der Dinge vor dem Höhepunkt des Jahres
2026/06/05
Schickt uns eine Nachricht An den Schweizer Bioackerbautagen trifft sich im Juni die Landwirtschaft mit ihren Kund*innen. Hier diskutiert und besichtigt man die neusten Erkenntnisse in der Forschung, im Anbau und am Markt. Erfolge werden ebenso thematisiert wie die Schwierigkeiten. Im Gespräch mit den Verantwortlichen haben wir die Herausforderungen aufgelistet und die Vorfreude auf den Grossanlass gepflegt.  Der Bioackerbau ist eine komplexe Disziplin. Die Biolandwirt*innen verzichten bewusst auf chemisch-synthetische Hilfsstoffe, seien es Pestizide oder Kunstdünger. Das erhöht die Anforderungen an Fruchtfolge, Sortenwahl und Kulturführung. Die grossen Herausforderungen liegen bei Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenschutz, namentlich mechanischer Unkrautbekämpfung. Gleichzeitig ist der Markt kein Selbstläufer, es fehlt für einige Kulturen an Grenzschutz, was den Absatz für die teure Schweizer Produktion erschwert und ins Stocken bringt. Für andere Produkte ist die Nachfrage hoch, aber das Angebot noch zu wenig konstant. Die bevorstehenden Bioackerbautage vom 19. und 20. Juni bieten ein ideales Schaufenster, um Biokulturen, die laufenden Forschungsarbeiten, die neuste Landtechnik und die erwähnten Herausforderungen zu besichtigen und zu diskutieren. Ebenso ideal ist der örtliche Rahmen. Der Betrieb St. Katharinental hat eine Fläche von über hundert Hektaren, die praktisch allesamt an einem Stück idyllisch am Rhein liegen. Hier können sich die Besucher*innen an 16 Feldposten informieren und die neuste Hack- und Lasertechnik im Feldeinsatz besichtigen. Im Gespräch mit Adrian Krebs erläutern der Gastgeber Urban Dörig, der Leiter des Organisationsteams, Daniel Vetterli und die FiBL-Ackerbauspezialistin Stephanie Biderbost die Herausforderungen und die Chancen für die Produzent*innen. Und sie sagen, wieso sie sich auf die Bioackerbautage freuen.  Gäste: Urban Dörig, Betriebsleiter St. Katharinental Stefanie Biderbost, Ackerbauspezialistin FiBL Daniel Vetterli, OK-Präsident Bioackerbautage 2026 Moderation/Schnitt: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen https://www.bioackerbautag.ch E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Die Basics des biologischen Pflanzenschutzes
2026/05/22
Schickt uns eine Nachricht In dieser Podcastfolge wollen wir uns jetzt noch einmal tiefer mit den Grundprinzipien des biologischen Pflanzenschutzes beschäftigen. Was ist biologischer Pflanzenschutz eigentlich genau und wie unterscheidet er sich vom konventionellen Pflanzenschutz?  Schon in der letzten Podcastfolge haben wir uns dem spannenden Thema des biologischen Pflanzenschutzes gewidmet. Dabei ging es in erster Linie um die Erforschung und Erprobung neuer biologischer Pflanzenschutzmittel. Jetzt haben wir Barbara Thürig und Hans-Jakob Schärer aus dem Departement für Nutzpflanzenwissenschaften in das Podcaststudio eingeladen, um uns die Grundlagen des biologischen Pflanzenschutzes noch etwas näher zu bringen. Gemeinsam leiten die Beiden dort die Gruppe Pflanzenschutz, Phytopathologie und Entomologie. Wir freuen uns, dass Sie uns im Gespräch mit Phie Thanner die Basics des Biologischen Pflanzenschutzes genauer erklären. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 119/Deutsch/Länge in 28Min. und 34Sek.    Gäste/FiBL-Forschungsteam: Barbara Thürig und Hans-Jakob Schärer, FiBL Moderation Gespräch/Gelesen von: Phie Thanner, FiBL Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Projekt "Biolandbau ohne Fungizide auf Kupferbasis" in der FiBL-Projektdatenbank Projekt "Larixyne – ein grünes Fungizid für europäische Rebberge" in der FiBL-Projektdatenbank Projekt "Nutzung von Kompostmikroorganismen für neue Pflanzenschutzmittel gegen Blattkrankheiten" in der FiBL-Projektdatenbank Projekt "SCALE-it – Förderung effizienter Alternativen für umstrittene Betriebsmittel im Biolandbau" in der FiBL-Projektdatenbank FiBL-Merkblätter zum Thema Pflanzenschutz (Suche: Pflanzenschutz) Video "Neue Mittel gegen Echten und Falschen Mehltau im Bio-Weinbau" E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Biologische Pflanzenschutzmittel: Hoffnungsträger mit Hürden
2026/05/08
Schickt uns eine Nachricht In dieser Podcastfolge geht es um die Suche nach wirksamen, biologischen Lösungen gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Diese sollen umweltverträglich und wirtschaftlich tragbar sein. Doch der Weg bis zur Zulassung ist lang. Viele potenzielle Wirkstoffe scheitern auf diesem Weg.  Im Zentrum der Folge steht die Weiterentwicklung biologischer Pflanzenschutzmittel. Vorbeugende Massnahmen wie Biodiversität, geeignete Fruchtfolgen, robuste Sorten und die Förderung von Nützlingen bleiben zentral. Doch sie reichen nicht immer aus. Klimawandel und neue Schadorganismen erhöhen den Druck auf die Kulturen. Der Bedarf an zusätzlichen Lösungen wächst. Ernterückstände nutzen Hier setzt die Forschung an: Gesucht sind neue biologische Pflanzenschutzmittel. Sie sollen gezielt wirken und gleichzeitig Umwelt, Nützlinge und Bodenleben schonen. Ein Beispiel ist das Projekt TASSILI des Instituts für Biologische Landwirtschaft und Agrarökologie (IBLA). Im Projekt werden natürliche Wirkstoffe aus Hülsenfrüchten untersucht. Konkret geht es um sogenannte Saponine aus Ernterückständen. Diese Pflanzeninhaltsstoffe hemmen Pilzkrankheiten und könnten künftig als biologische Fungizide genutzt werden. «Ziel des Projektes ist eslangfristig die chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel zu reduzieren und trotzdem direkte Massnahmen zur Verfügung zu haben», erklärt Stéphanie Zimmer vom IBLA. Kupfer ersetzen Auch am FiBL wird intensiv an neuen Lösungen gearbeitet. In verschiedenen Projekten werden Mikroorganismen, Pflanzenextrakte und andere natürliche Wirkstoffe getestet, um den Einsatz von Kupfer zu reduzieren. Kupferpräparate werden im Biolandbau seit Langem eingesetzt, etwa gegen Pilzkrankheiten im Obst- und Weinbau. Gleichzeitig steht Kupfer in der Kritik, da es sich im Boden anreichern kann und Auswirkungen auf Bodenorganismen hat. Entsprechend gross ist der Druck, Alternativen zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um die Wirkung im Labor. Entscheidend ist auch, ob die Mittel unter Praxisbedingungen funktionieren und sich wirtschaftlich einsetzen lassen.  Doch die Entwicklung solcher Mittel ist komplex. Von der Identifizierung geeigneter Wirkstoffe über Labor- und Feldversuche bis hin zur Zulassung ist es ein langer Weg. Auch wirtschaftlich ist die Entwicklung anspruchsvoll. Laut Barbara Thürig vom FiBL muss mit Kosten von etwa 10-12 Millionen Schweizer Franken gerechnet werden. Die Folge zeigt, wie aufwendig dieser Prozess ist, warum es Jahre dauert, bis ein neues Produkt in der Praxis ankommt, und weshalb selbst wirksame Mittel oft nicht auf den Markt gelangen. Gästinnen:  Hanna Heidt, Forschung und Entwicklung, IBLABarbara Thürig, Co-Leitung Gruppe Pflanzenschutz, FiBLStéphanie Zimmer, Direktorin, IBLAInfos zum Thema: siehe News auf fibl.org zur Podcastfolge. Der Podcast entstand im Rahmen der Projekte «TASSILI» und «Kupferersatz für den Biolandbau». Wir danken den Geldgebenden Luxembourg National Research Fund, Œuvre Nationale und dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit herzlich für ihre Unterstützung. E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Warum verbessertes Tierwohl Landwirt*innen stark macht
2026/04/24
Schickt uns eine Nachricht In dieser Folge widmen wir uns einem der zentralen Themen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft: Tierwohlplanung und Tierwohlkompetenz. Wir richten den Blick darauf, wie wir das Wohlergehen von Nutztieren nicht dem Zufall überlassen, sondern systematisch und wissenschaftlich fundiert verbessern können. Zu Gast ist Silvia Ivemeyer vom Thünen-Institut, frühere FiBL Wissenschaftlerin und eine ausgewiesene Expertin im Bereich Tierwohl. Sie forscht und arbeitet daran, Konzepte und Werkzeuge zu entwickeln, die Landwirt*innen helfen, das Tierwohl in ihren Betrieben gezielt zu steigern. Gemeinsam sprechen wir darüber, was Tierwohl in der heutigen Zeit eigentlich bedeutet und  dass es weit mehr ist als nur die Abwesenheit von Krankheiten. Silvia erklärt uns das mehrdimensionale Konzept aus Gesundheit, Verhalten und Emotionen der Tiere und wie Betriebe durch eine strukturierte Tierwohlplanung, basierend auf den Schritten «Sehen, Verstehen, Verbessern», konkrete Verbesserungen erreichen können. Wir beleuchten auch die oft unterschätzte ökonomische Seite. Silvia Ivemeyer zeigt auf, dass proaktives Engagement für Tierwohl nicht nur ethisch geboten ist, sondern auch handfeste wirtschaftliche Vorteile, wie weniger Medikamenteneinsatz und höhere Arbeitszufriedenheit, mit sich bringen kann. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bedeutung der Ausbildung. Wir diskutieren, warum es so wichtig ist, angehende Landwirt*innen schon früh für das Thema Tierwohl zu sensibilisieren und wie spezielle Lehr-Lerneinheiten dazu beitragen, das «geschulte Auge fürs Tier» und die tierwohlorientierte Handlungskompetenz zu stärken. Abschliessend werfen wir einen Blick auf praktische Unterstützungsmöglichkeiten für Betriebe und Ausbildungsstätten sowie auf die internationalen Entwicklungen im Bereich Tierwohl, die Silvia Ivemeyer auch auf der diesjährigen IAHA  am FiBL vorstellt.   Folge 117 / Deutsch / Länge  31Min. 54Sek. Gästin: Silvia Ivemeyer (Thünen Institut) Moderation: Anke Beermann (FiBL) Weiterführende Links Der Ratgeber "Tierwohlplanung – Ein Managementkonzept zur Verbesserung des Tierwohls in der Praxis" Lehr-Lerneinheiten zur Stärkung der Tierwohlkompetenz in der landwirtschaftlichen Ausbildung auf oekolandbau.de FiBL - Jetzt anmelden für die IAHA-Konferenz 2026: Nachhaltige Tierhaltung aktiv mitgestalten E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
One Health: Ein umfassendes Konzept für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt
2026/04/10
Schickt uns eine Nachricht Seit kurzem hat das FiBL eine neue Strategie mit sechs Themenschwerpunkten. Einer davon ist One Health, «eine Gesundheit». Im Gespräch erläutern die zwei Themenleiter die Inhalte des noch eher neuen und umfassenden Konzepts. One Health ist ein relativ neues Konzept. Es basiert auf einer gesamtheitlichen und systemischen Sicht auf die Gesundheit von Mensch und Tier, aber auch auf den Schutz der Umwelt, in der beide leben.  Der Fokus auf diese Zusammenhänge ist unter anderem durch Antibiotikaresistenzen und die Gefahr von auf Menschen übertragbaren Tierkrankheiten gestärkt worden.  One Health bedarf eines themenübergreifenden Ansatzes. Dies drückt sich auch am FiBL personell aus. Die Departementsleitenden von Pflanzen- und Nutztierwissenschaften betreuen den Themenschwerpunkt One Health gemeinsam.  Im Gespräch erläutern Michael Walkenhorst, Co-Leiter des Nutztierdepartements und Stefano Torriani, Leiter des Departements für Nutzpflanzenwissenschaften die Entstehung der Idee One Health und ihre Ausgestaltung.  Was sind die Vorteile und wo liegen die Schwächen des Konzepts? Was kann es liefern, das ein monothematischer Ansatz nicht kann? Wo liegen die Synergieeffekte und was macht die Umsetzung kompliziert? Das Gespräch leiteten Stephanie Hoch und Sophie Schürmann, die im Laufe ihres Praktikums auch im Podcaststudio Halt gemacht haben. Folge 116, Deutsch, Dauer: 49 Minuten 12 Sekunden Moderation: Stephanie Hoch, Sophie Schürmann An- und Abmoderation: Anke Beermann Schnitt: Stephanie Hoch, Adrian Krebs Weiterführende Informationen Die neue FiBL Strategie auf fibl.org (inklusive Themenschwerpunkt One Health) One Health auf der Website des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) One Health auf der Website der World Health Organisation (WHO) E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Selbsterntegärten: Landwirtschaft zum Mitmachen
2026/03/27
Schickt uns eine Nachricht Selbst ernten statt nur einkaufen: Selbsterntegärten bringen Landwirtschaft und Konsument*innen direkt zusammen. In der neuen Folge des FiBL Focus Podcasts sprechen zwei Landwirtinnen darüber, wie dieses Modell funktioniert und was es für Betriebe und Teilnehmende bedeutet. Selbsterntegärten sind eine Form der Direktvermarktung, bei der Konsument*innen ihr Gemüse direkt auf dem Feld ernten. In der Schweiz haben sich dabei unterschiedliche Modelle entwickelt: In sogenannten Pflege-Erntegärten übernehmen Teilnehmende die Pflege der Kulturen selbst, während bei Erntegärten der Betrieb den gesamten Anbau organisiert und die Kund*innen hauptsächlich zur Ernte kommen. Verständnis für Lebensmittelproduktion aufbauen Im Podcast berichten zwei Praktikerinnen aus ihrem Alltag: Landwirtin Nadine Nitzsche betreibt auf dem Hof Rinderbrunnen einen Pflege-Erntegarten. Zusätzlich bietet sie ein Modell an, bei dem Kund*innen nur zur Ernte kommen. Madeleine Michel wiederum hat zusammen mit einer Kollegin ein Erntegarten-Konzept aufgebaut, das heute in mehreren Gärten umgesetzt wird und seit 2024 als Verein organisiert ist. Im Gespräch mit Moderator*in Phie Thanner erzählen sie, wie Selbsterntegärten funktionieren und welche Rolle sie für den Austausch zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung spielen. «Der Konsument ist sehr nahe bei der Produktion. Er kann mit eigenen Augen sehen, was Trockenheit oder zu nasse Witterung für Auswirkungen hat», sagt Madeleine Michel im Podcast. Wer selbst erntet, erlebt direkt, wie stark Wetter, Schädlinge oder Bodenbedingungen den Anbau beeinflussen. Damit entwickelt sich oft eine neue Wertschätzung für Lebensmittel. Chancen und neue Aufgaben für Betriebe Selbsterntegärten können für landwirtschaftliche Betriebe eine interessante Ergänzung sein, etwa um die Kundschaft an den Hofladen zu binden. Gleichzeitig entstehen neue Aufgaben. «Die Leute haben ein hohes Bedürfnis, sich auszutauschen und Fragen zu stellen», berichtet Nadine Nitzsche über ihre Erfahrungen mit den Gärtner*innen auf dem Feld. Neben der Gemüseproduktion gehören deshalb auch Kommunikation, Organisation und Betreuung der Teilnehmenden zum Alltag. Doch die gemeinsame Arbeit im Garten schafft auch neue Begegnungen – und manchmal sogar Freundschaften. Weitere Informationen Gästinnen: Madeleine Michel vom Verein Selbsterntegarten.ch  Nadine Nitzsche vom Hof Rinderbrunnen Infos zum Thema: Rubrik Selbsterntegarten auf bioaktuell.ch FiBL Shop: Das Merkblatt zu Selbsterntegärten steht hier bald kostenlos zum Download bereit. FiBL YouTube-Kanal: Ein Video über Selbsterntegärten ist hier demnächst verfügbar. Beitrag im Magazin Bioaktuell, Ausgabe 5/26, die am 05.06.26 erscheinen wird Finanzierung: Der Podcast entstand im Rahmen des Projekts «Selbsterntegärten und Patenschaften: Förderung innovativer Produzentinnen-Konsumentinnen-Partnerschaften in der Schweiz». Wir danken den Geldgebenden herzlich für ihre Unterstützung. E-Mail [email protected] Instagram @fibl_focus Website www.fibl.org FiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.

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