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Kocheler ZwischenTon

Werben im Podcast: Kocheler ZwischenTon

Dieser Podcast hat
62 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2021/09/14
Neueste Episode
2026/10/02
Durchschnittsdauer
15 min.
Veröffentlichungsintervall
33 Tage

Beschreibung

Was bedeutet Kultur? Wie relevant ist Kultur für unsere Gesellschaft und warum? Wird Kultur von der Politik genügend unterstützt? Im Kocheler ZwischenTon, dem kulturpolitischen Podcast der Georg-von-Vollmar-Akademie, spricht die BR-Autorin Michaela Fridrich jeden Monat mit profilierten Akteurinnen und Akteuren der Kulturszene über Fragen der Kunst und Kultur sowie über ihr Verhältnis zur Gesellschaft und zur Politik. Sie haben Feedback, Fragen, Anregungen? Schicken Sie der Autorin Ihre Nachricht an: [email protected] Ergänzt wird der Podcast Kocheler ZwischenTon durch das neue hybride Diskussionsformat Kocheler KulturDiskurs, in dem wir mit Gästen aus dem Kulturleben und allen Interessierten ins Gespräch kommen. Zur Akademie: Die Georg-von-Vollmar-Akademie ist eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung mit eigenem Tagungshaus in Kochel am See. Ihr Ziel ist es, Menschen zum aktiven Gestalten der Gesellschaft und für die Teilhabe an unserer Demokratie zu begeistern. Dafür bietet die Akademie das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm von Seminaren und Veranstaltungen an, u. a. zu den Themen Politik, Soziales, Gesellschaft, Geschichte, Umwelt und Kultur. Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen. Weitere Informationen: www.vollmar-akademie.de

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Wolfgang Rathert über Herbert von Karajan, über moralische Verantwortung und über schnelle Tempi
2026/10/02
„Als Künstler hat man eine Verantwortung – gerade, wenn man eine besondere Begabung hat“, sagt Wolfgang Rathert. Der Musikwissenschaftler und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München hat kürzlich eine Biografie des Dirigenten Herbert von Karajan veröffentlicht. Darin widmet er sich ausführlich und differenziert Karajans Aufstieg zu einem der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts und analysiert sein Verhältnis zum Nationalsozialismus. Es geht um Fragen der künstlerischen Berufung, der Ethik und darum, wie Kunst und Politik als eigene Sphären miteinander verwoben sind. Dabei zeigt sich, welchen Einfluss die politische Haltung von Kunstschaffenden auf ihre Kunst haben kann.
Sandra Hoffmann-Rivero über Expressionismus, das Goldschlägerhandwerk und über neue Perspektiven
2026/09/02
„Natürlich wird Kunst immer wieder instrumentalisiert von allen Seiten“, sagt Sandra Hoffmann-Rivero. Als Leiterin des Kulturamts Schwabach plädiert sie für die Freiheit der Kunst, wie sie im Grundgesetz garantiert wird. Politik dürfe sich nicht in die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern einmischen und sie für ihre Zwecke missbrauchen. Um für ihre Anliegen Unterstützung zu finden, engagiert sich Hoffmann-Rivero auch als 2. Vorsitzende beim Verein Stadtkultur Bayern. Das Netzwerk kleiner und großer Gemeinden Bayerns bietet den Verantwortlichen in den Kulturämtern eine Plattform für Information und Austausch, um Kunst und Kultur durch aktuelle Krisen bestmöglich hindurchführen zu können.
Judith Egger über die Corona-Zeit, über Hasskommentare und über Schwellkörperforschung
2026/08/04
„Ich versuche bei meinen Arbeiten über Leichtigkeit und Humor auch ernste Themen einzuschmuggeln“, sagt Judith Egger. Die bildende Künstlerin nutzt dazu verschiedene Formen künstlerischen Ausdrucks, von Installation über Performance bis hin zur Zeichnung oder Fotografie. Sie alle eint eine Botschaft: wenn wir nicht in Harmonie mit unserer Umwelt leben, zerstören wir unsere Lebensgrundlage und damit uns selbst. Um das in ihrer Kunst deutlich zu machen, lässt Judith Egger sich in ihren Projekten gerne von der Wissenschaft inspirieren. Denn entgegen landläufiger Ansicht hat diese ebenso wie die Kunst oftmals keine eindeutigen oder gar abschließenden Antworten auf alle Fragen, die uns bewegen.
Moritz Baßler über Tiktok-Videos, über gestresste Zahnärzte und über New Adult Romane
2026/07/02
„Wir hängen offenbar immer noch daran, dass es da einen Bereich der Kunst gibt, der sich nicht am Markt bewähren muss“, sagt Moritz Baßler. Der Literaturwissenschaftler und Germanistikprofessor an der Universität Münster beschäftigt sich in seiner Arbeit aber nicht nur mit einer solchen hochgeistigen Literatur, die nicht genug Leser hat, um auf die Förderung durch Preise und Stipendien ganz verzichten zu können. Baßler interessiert sich auch für popkulturelle Genres, die sich selbst finanzieren – und zwar sowohl im Bereich der Literatur als auch in der Musik. Die haben nämlich durchaus ihre eigene Komplexität: Sie sind stärker von Kontexten abhängig und daher mit den üblichen Werkzeugen der Literatur- oder Musikwissenschaft in der Regel schwer zu fassen.
Michaela Karl über Kriegsberichterstatter, über Isadora Duncan und über die Münchner Turmschreiber
2026/06/03
„Jeder Mensch sollte sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen“, sagt Michaela Karl. Die Schriftstellerin ist überzeugt, dass man ohne diese Beschäftigung weder die Gegenwart verstehen, noch die Zukunft gestalten kann. In ihren äußerst anregend geschriebenen Biografien über spannende, von der Öffentlichkeit bislang wenig beachtete Persönlichkeiten spielt daher der geschichtliche, gesellschaftliche und politische Hintergrund eine wichtige Rolle. Er lässt nicht nur die Porträtierten mit ihren Stärken und Schwächen anschaulich hervortreten. Sondern er beschert den Leserinnen und Lesern auch Aha-Erlebnisse, wenn sich überraschende Bezüge zu unserer Zeit erkennen lassen.
Christian Schnurer über Greenpeace, über Joseph Beuys und über die ganz großen Themen
2026/04/02
„Ich glaube, dass Kunst keine PR-Strategie ist“, sagt Christian Schnurer. Der Installationskünstler und Bildhauer lehnt es ab, dass Kulturschaffende sich als Aktivisten begreifen. Dabei bezieht er in seinen eigenen Arbeiten dezidiert Position zu gesellschaftlichen Fragen und politischen Auseinandersetzungen – ob es um Migration, Krieg oder um die Einheit Europas geht. Daneben engagiert er sich für seine freischaffenden Kolleg*innen im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und als Initiator und Manager der Halle 6 in Münchens Kreativquartier. Dort finden Kunstschaffende der Freien Szene Raum zum Arbeiten und zum Wohnen. Denn Schnurer ist überzeugt: die Kreativen sind der Schlüssel, wenn es darum geht, die großen Probleme unserer Zeit in den Griff zu bekommen.https://www.christian-schnurer.de/
Friedrich Ani über das Erfinden von Namen, über den bayerischen Dialekt und über Kochel am See
2026/03/03
„Kunst findet nicht in einem leeren, abseitigen Raum statt“, sagt Friedrich Ani. Der Schriftsteller erschafft in seinen Kriminalromanen Figuren, wie man sie auch im echten Leben antreffen könnte. Unter anderem ist auch das ein Grund für die Popularität seiner Bücher. Nachdem Ani seit nunmehr dreißig Jahren fiktive Geschichten ersinnt, hat er zuletzt mit Schlupfwinkel ein autobiografisches Buch geschrieben, in dem er sich an sein Aufwachsen in einem bayerischen Dorf als Sohn einer Schlesierin und eines syrischen Arztes erinnert. Ob autobiografisch oder frei erfunden: Friedrich Ani entwickelt seine Figuren in einer Welt von heute, wo sie sich den Problemen und den Fragen unserer Zeit stellen müssen.
Manuela Hartel über Naturerleben, über den Ministrantendienst und über transparente Gazen
2026/02/03
„Viele Menschen suchen in der Kunst und in der Religion Ähnliches“, sagt Manuela Hartel. Die Video- und Installationskünstlerin sieht in der Kombination aus sinnlicher Wahrnehmung und geistig-spiritueller Dimension die Antwort auf ein menschliches Grundbedürfnis, das beide Bereiche verbindet. In ihren Arbeiten vereint sie Elemente verschiedener Kunst-Genres von Musik, über Theater bis hin zu bildender Kunst zu ganz eigenen Formen künstlerischen Ausdrucks. Dabei arbeitet Manuela Hartel oft mit Licht und lässt so aus Räumen illusionistische Orte entstehen, die Neugier wecken und zum Nachdenken anregen.   https://manuelahartel.de/ https://www.staatsoper-stuttgart.de/spielplan/a-z/station-paradiso/
Georg-Albrecht Eckle über Konsequenz, über Modulfetischismus und über den Mut zur eigenen Persönlichkeit
2026/01/05
„Unsere Kultur geht darauf aus, dass wir Modelle geschäftstüchtig machen“, sagt Georg-Albrecht Eckle. Der Autor hat sich der Kultur von vielen unterschiedlichen Blickwinkeln aus kritisch genähert: als Dramaturg, Theaterleiter, Kritiker, Regisseur und in zahlreichen anderen Funktionen hat er ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, was das Wesen von Kultur ausmacht. Für ihn gipfelt es im Schaffen solcher Persönlichkeiten wie des Philosophen Hegel, des Dichters Hölderlin und des Komponisten Beethoven: Sie zeigen in ihrer Arbeit, dass es auf den Prozess ankommt und nicht auf ein fixiertes Resultat. Von dieser Erkenntnis kann die Gesellschaft profitieren, ist Eckle überzeugt. Denn die Ergebnisoffenheit im Prozess bewahrt vor ideologischer Erstarrung.
Manos Tsangaris über die Stimme der Mutter, über Blues-Songs und über Bubbles und Hashtags
2025/12/02
„Wofür komponieren wir heute noch, wenn eine derartige Inflation herrscht?“, fragt Manos Tsangaris. Der Komponist hat es sich zur Aufgabe gemacht, der betäubenden Allgegenwart von Musik heute etwas entgegenzusetzen. In seinen Stücken und Installationen stellt er deshalb das Publikum ins Zentrum des klanglichen und szenischen Geschehens. So wird die Wahrnehmung geschärft und ein neues Bewusstsein für Zusammenhänge geschaffen. Seine künstlerischen Projekte versteht Tsangaris durchaus in einem politischen Sinn. Aber auch darüber hinaus übernimmt er als Präsident der Akademie der Künste in Berlin politische Verantwortung, indem er sich für Kunst und Kultur engagiert und die Diskursfähigkeit in unserer Gesellschaft wachhält.   https://tsangaris.de/index.html https://adk.de/akademie/mitglieder/manos-tsangaris
Barbara Lubich über Kunstorte, soziale Plastik und über Tanztee für Menschen aller Altersgruppen
2025/11/05
„Die Kunst muss sich ihrer eigenen Macht bewusst sein“, sagt Barbara Lubich. Die Filmemacherin, Soziologin und Historikerin ist in Italien geboren und aufgewachsen und lebt heute in Dresden. In ihren Projekten verbindet sie Forschung, filmische Arbeit und Kunstschaffen miteinander. Außerdem ist sie Mitgründerin und treibende Kraft hinter der Dresdner Kultur- und Wohngenossenschaft Zentralwerk. Dort, wo ursprünglich Näh- und Schreibmaschinen produziert wurden, später jüdische Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie der Nazis eingespannt waren und nach dem Krieg eine Druckerei für die Propaganda der DDR-Diktatur untergebracht war, leben und arbeiten heute Kulturschaffende aller Sparten und verwandeln das geschichtsträchtige Gelände in einen lebendigen und für alle offenen Ort.     https://www.barbara-lubich.net/ https://hechtfilm.de/ https://zentralwerk.de/
Michael Schmidt über Klassik-Podcasts, Kulturvermittlung und über Waldemar von Knoeringen
2025/10/06
„Kunst und Kultur ist nicht etwas, das im luftleeren Raum existiert“, sagt Michael Schmidt. Für den Musikwissenschaftler und Publizisten gehört Kultur im weitesten Sinn seit jeher ebenso zur Gesellschaft wie die Auseinandersetzung mit künstlerischen Inhalten. Kulturschaffende sollten in ihrer Arbeit daher immer auch vermittlerische Aspekte berücksichtigen. Das lehrt Michael Schmidt auch seine Studierenden an der Münchner Musikhochschule. Dabei geht es insbesondere um den Einsatz digitaler Medien in der Vermittlung aber auch um ethische Fragen rund um das künstlerische Tun. Seit über 20 Jahren leitet Michael Schmidt außerdem zusammen mit dem Literatur-Experten Martin Hielscher und wechselnden Autor*innen die Kocheler Literaturwerkstatt an der Georg-von-Vollmar-Akademie.
Christiane Pfau über Politikverdrossenheit, über das Singen im Chor und über Pragmatismus
2025/09/05
„Man muss keinem Kind erklären, dass Kultur wichtig ist“, sagt Christiane Pfau. Die PR-Expertin für Kultur ist eine so verlässliche wie unverzichtbare Partnerin zahlreicher Kulturschaffender in München. Dass Kinder sich völlig selbstverständlich künstlerisch betätigen, liegt für sie ebenso auf der Hand, wie dass die Kultur zum Menschsein gehört. Damit das so bleibt, engagiert sie sich tatkräftig für die Münchner Kulturszene und zwar auch über ihre PR-Arbeit hinaus. Seit 15 Jahren gibt sie die Kulturzeitschrift Münchner Feuilleton, mit Berichten, Interviews und Besprechungen heraus. Den besonderen Herausforderungen, welchen Kunst und Kultur aktuell ausgesetzt sind, will Christiane Pfau auch als politische Akteurin begegnen und hat dafür zusammen mit ihrer Kollegin Kathrin Schäfer das „Bündnis Kultur“ ins Leben gerufen.https://www.pfau-pr.de/
Vladimir Tarnopolski über die Hoffnung, die Herzlichkeit der Deutschen und über russisches Europäertum
2025/08/05
„Es ist kein Zufall, dass alle Diktatoren der sogenannten richtigen Entwicklung der Kunst große Aufmerksamkeit schenkten“, sagt Vladimir Tarnopolski. Der russische Komponist weiß wovon er spricht. Für ihn hat jede Form der künstlerischen Äußerung eine politische Dimension, weil sie die Perspektive auf die Welt verändern kann. In der ukrainischen Stadt Dnipro geboren war Tarnopolski Jahrzehnte lang Schlüsselfigur der zeitgenössischen Musikszene Russlands. Er veranstaltete Festivals, baute Brücken zur westlichen Musikwelt und war bei seinen Studierenden am Moskauer Konservatorium für seine verbindliche, offene Art beliebt. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine verließ er seine Heimat, die seiner Arbeit keinen Boden mehr bot. Seither lebt er in Deutschland und komponiert gegen den Krieg und das diktatorische Regime Russlands an.
Verena Hein über Schmerz in der Kunst, die Verfassungsviertelstunde und über Dritte Orte
2025/07/02
„Wir wollen nicht belehren“, sagt Verena Hein. Die Kuratorin und Sammlungsleiterin der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Pinakothek der Moderne hat zusammen mit ihrem Team eine Ausstellung auf Schloss Herrenchiemsee gestaltet, die dem Thema „Demokratie“ gewidmet ist. Die Ausflugsgäste, die das Schloss auf der Herreninsel besuchen, lernen hier Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler kennen, die sich mit demokratischen Werten in unterschiedlicher Form und aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen. Dabei gilt es, möglichst viele Menschen mit dem Angebot zu erreichen und sie zum Nachdenken über die Demokratie anzuregen. Für Verena Hein ist das eine Herausforderung, der sie mit Optimismus und mit ihrer Leidenschaft für die Kunst begegnet.   https://www.pinakothek.de/de/kunst-und-demokratie https://www.flux-munich.com/

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