
Werben im Podcast: Ist das eine Blase?
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1von
Dieser Podcast hat
114 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DIE ZEITExplizit
Nein
Erstellt am
2021/11/28
Neueste Episode
2026/02/02
Durchschnittsdauer
38 min.
Veröffentlichungsintervall
13 Tage
Beschreibung
Immer montags sprechen wir über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Warum kann ich mir kein Haus leisten? Wie wird eine Stadt klimaneutral? Kann ich Cannabis bald im Laden kaufen? Und muss die Wirtschaft wirklich ständig wachsen? Alle 14 Tage untersuchen Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann ein wirtschaftliches Phänomen und fragen sich: Ist das eine Blase? Oder bleibt das? Immer mit einem Gast – und einem Tier. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
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Müssen wir jetzt alle zu Preppern werden?
2026/02/02
Tausende Haushalte ohne Strom, für mehrere Tage, im tiefsten Winter: Der
Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin Anfang Januar hat
gezeigt, wie schnell es zu Ausnahmesituationen kommen kann. Wie sind die
Menschen in Deutschland auf solche Notfälle vorbereitet? Wie sieht
vernünftige Vorsorge aus? Sollten wir alle zu Preppern werden – und was
steckt eigentlich hinter dem Begriff? Oder ist das alles gerade etwas
überbewertet?
Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Darin
sprechen die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann über eine aktuelle
Studie der TU Kaiserslautern-Landau (PDF), die zeigt, wie schlecht die
Deutschen auf eine Katastrophe vorbereitet sind. Sei es, weil sie sich
damit nicht beschäftigen wollen oder ihnen der Platz für Vorräte fehlt.
Was Menschen dazu bringt, sich vorzubereiten, und welche Rolle dabei zum
Beispiel das fehlende Vertrauen in den Staat spielt, auch das
thematisiert diese Folge.
Zu Gast ist der Kulturwissenschaftler Julian Genner, der sich in den
vergangenen Jahren für sein Buch "Im Prepperkeller" intensiv mit der
Prepperszene beschäftigt hat. Im Podcast berichtet er von seinen
Besuchen bei Preppern und erklärt, warum Preppen kein Randphänomen mehr,
sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Genner erklärt
auch, was Preppen von vernünftiger Vorsorge unterscheidet: Den Preppern
gehe es eher egoistisch darum, "den Zusammenbruch der Gesellschaft" zu
überleben, während in sinnvoller Vorsorge ein Solidaritätsgedanke
stecke: Man bereitet sich vor, um im Krisenfall das System und die
Einsatzkräfte zu entlasten.
Kritisch sieht Genner allerdings, dass auch in der normalen
Krisenvorsorge übersehen werde, wie wichtig soziale Kontakte und
Beziehungen im Notfall seien. "Ich kann noch so viele Konservendosen und
Survivalausrüstungen zu Hause haben", sagt Genner, mit einer Krise werde
man kaum alleine fertig. "Man ist auf andere angewiesen."
"Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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Wann kommt die Bahn endlich wieder pünktlich?
2026/01/19
Ihr Zug fährt ein auf Gleis acht statt zwölf. Heute leider ohne
Bordbistro, dafür mit umgekehrter Wagenfolge und 120 Minuten Verspätung.
Wer häufig mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, kennt das. "Die Bahn
ist zum Synonym eines dysfunktionalen Landes geworden", sagt selbst
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Jetzt aber soll es
aufwärtsgehen. Wieder einmal, muss man sagen. Schließlich sind daran
schon viele Minister und Bahnchefs gescheitert.
Seit Herbst hat der Staatskonzern eine neue Chefin. Evelyn Palla hat
versprochen, die Deutsche Bahn von Grund auf zu sanieren. Schon vor dem
Wechsel an der Spitze aber hat das Unternehmen ein ambitioniertes
Projekt gestartet. Es läuft die größte Erneuerung der Infrastruktur, von
Schienen, Weichen, Stellwerken, in der Geschichte der Deutschen Bahn.
Nur, wann bringt das auch eine Verbesserung für die Fahrgäste? Wann
kommt die Bahn endlich wieder pünktlich?
Darüber sprechen wir in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Eingeladen
haben die beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis dieses Mal
Jonas Schulze Pals, einen Kollegen aus dem ZEIT-Wirtschaftsressort, der
sich so gut wie niemand anderes in der Redaktion mit der Deutschen Bahn
auskennt.
Er hat die neue Bahnchefin kürzlich zum Interview getroffen und sagt:
"Mein Eindruck ist, dass die große Veränderung, die Evelyn Palla
vorantreibt, zumindest hoffnungsvoll macht." Außerdem sei nun endlich
das Geld vom Bund für die notwendigen Sanierungen vorhanden. Auch die
Umbauten im Konzern, die Palla angestoßen habe, könnten bald Wirkung
zeigen.
"Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
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Eine Ankündigung
2026/01/10
In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Ist das eine Blase?" und
vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
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Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der
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Sein langer Weg zur Macht" hören.
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Boom oder Doom – wie wird 2026?
2026/01/05
Seit gut drei Jahren stagniert die deutsche Wirtschaft. Die
Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Zahl der Firmenpleiten auch.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte eigentlich für einen
Aufschwung sorgen und hat deshalb unter anderem ein milliardenschweres
Investitionspaket aufgelegt. 2025 aber hat sich das noch nicht bemerkbar
gemacht. Nicht nur in der Politik ist der Wunsch groß, dass 2026
wirtschaftlich besser wird.
Ist diese Hoffnung berechtigt? Oder haben eher die Wirtschaftsverbände
recht, die in der Mehrheit kaum eine Besserung erwarten? Boom oder Doom
– wie wird 2026? Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine
Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Zum Jahresauftakt mit allen drei Hosts: Carla Neuhaus,
Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis.
Gemeinsam schauen wir unter anderem auf die wichtigste deutsche Branche:
die Industrie. Und geben eine Einschätzung, ob Auto- und Maschinenbauer
im kommenden Jahr die Krise hinter sich lassen können. China spielt
dabei eine große Rolle, dessen Konzerne den deutschen Firmen zunehmend
Konkurrenz machen. Es gibt aber einen kleinen Hoffnungsschimmer.
Wie es dem Land geht, hängt auch von der Entwicklung im Bausektor ab.
Nicht nur, weil er Arbeitsplätze schafft, sondern weil Wohlstand etwas
mit bezahlbarem Wohnraum zu tun hat. Deshalb analysieren wir, wie sich
dieser Sektor entwickelt und was die versprochenen Investitionen des
Staats in die Infrastruktur bewirken können. Außerdem schauen wir, wie
es am Arbeitsmarkt weitergeht und welche Sozialreformen das Land
braucht.
Zu jedem Thema geben wir eine Prognose ab – Hörerinnen und Hörer dürfen
gerne mitraten. Am Ende des Jahres werden wir prüfen, wer recht hatte.
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Shoppen wir uns rein in die Schulden?
2025/12/15
Es ist alarmierend: Rund 5,7 Millionen Erwachsene in Deutschland gelten
laut dem neuen Schuldneratlas der Auskunftei Creditreform als
überschuldet – Tendenz steigend. Außerdem müssen auch immer mehr
Menschen Zahlungen aufschieben oder überziehen ihr Konto, wie eine
repräsentative Umfrage der Schufa kürzlich ergeben hat. Auch die Zahl
der Privatinsolvenzen dürfte in diesem Jahr auf den höchsten Wert seit
2016 steigen.
Was aber sind die Gründe für diesen Trend? Die steigenden
Lebenshaltungskosten und Jobverluste? Oder auch neue Bezahlmöglichkeiten
wie „Buy Now, Pay Later“, die vor allem jüngere Menschen nutzen? Welche
Gefahren gehen davon aus, dass Kredite heute leichter verfügbar und ihre
Folgekosten oft nur schwer einzuschätzen sind? Wie schnell gerät man in
eine Schuldenfalle – und wie kommt man um sie herum oder auch wieder aus
ihr heraus? Und was tut die Politik gegen die zunehmende Verschuldung
gerade junger Menschen?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts Ist das
eine Blase?. Die Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis haben
Julia Braun zu Gast, die für das Fachzentrum Schuldenberatung Bremen
arbeitet, in jenem Bundesland also, in dem die Überschuldungsquote unter
den Erwachsenen am höchsten ist.
Die Juristin berichtet, dass die Schuldnerberatungsstellen derzeit stark
überlastet sind, weil viele Menschen den Überblick über ihre Finanzen
verloren haben und mit Mahnungen und Inkassoschreiben konfrontiert sind.
Gerade bei jüngeren Menschen sei die sogenannte „Lifestyle“-Verschuldung
ein ernstes Problem. Häufig würden sie beim Einkaufen im Netz nicht
einmal merken, dass sie sich bereits verschulden; die Kreditaufnahme sei
mit ein paar Klicks möglich und ohne ein Gespräch mit einer
Bankberaterin.
Braun erklärt im Podcast auch, wie sich eine Überschuldung vermeiden
lässt und wo Betroffene Hilfe finden. Außerdem hat sie einen Kniff
parat, für den man nur ein paar alte Marmeladengläser braucht, um seine
Ausgaben besser in den Griff zu kriegen.
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Fällt die Brandmauer in der Wirtschaft?
2025/12/01
Die deutsche Wirtschaft ringt um ihre Haltung zur AfD. Der Verband der
Familienunternehmer hat sein Kontaktverbot zur Partei aufgehoben und
damit eine heftige Diskussion ausgelöst: Sollte man mit einer Partei
sprechen, die in Teilen als rechtsextrem gilt? Oder gefährdet genau das
die demokratische Kultur und das internationale Ansehen des
Wirtschaftsstandorts?
Unternehmen und Verbände sehen sich in diesen Tagen gezwungen, sich neu
zu positionieren. Die Deutsche Bank beendete eine Kooperation mit den
Familienunternehmern, nachdem der Verband einen AfD-Politiker zu einem
parlamentarischen Abend in die Räume der Bank eingeladen hatte; Firmen
wie Rossmann oder Vorwerk traten aus dem Verband aus. Aufgrund der
heftigen Kritik hat der Verband inzwischen wieder seine Positionierung
revidiert und will nun doch nicht mehr mit der AfD sprechen.
Gleichzeitig wächst der Druck, vor allem aus dem Mittelstand, sich nicht
gänzlich von der AfD abzuschotten. Manche Unternehmer fordern, man müsse
sich für Gespräche mit der Partei öffnen, weil sie im Bundestag sitzt
und in mehreren Länderparlamenten stark vertreten ist.
Nur welche Folgen hat das für die Unternehmen? Und wie sollten, wie
können sie sich positionieren? Haben sie womöglich gar eine Pflicht,
politisch Farbe zu bekennen? Das ist das Thema der neuen Folge von Ist
das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit.
Mit dabei ist der Wirtschaftsethiker Markus Scholz von der TU Dresden,
der gerade ein Buch über die "Wirtschaft mit Werten" veröffentlicht hat.
Er sagt, Unternehmen sollten sich durchaus inhaltlich mit den
Forderungen der AfD auseinandersetzen. Sie könnten ihnen auch Briefe und
Mails schreiben, um ihre Position klarzumachen. Deshalb müsse man sie
aber nicht zu Veranstaltungen einladen. Denn dadurch würde man sie
legitimieren.
Im ZEIT-Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren Carla
Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und
Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast.
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Müssen wir Reiche höher besteuern?
2025/11/24
Es ist das Paradox des Jahres: Einerseits befürworten die meisten
Menschen im Land offenbar die Idee, höhere Vermögen stärker zu
besteuern. Angesichts der Wirtschaftskrise und der angespannten
Haushaltslage gibt es gute Argumente dafür. Dazu kommt, dass die
Vermögensverhältnisse in Deutschland ziemlich ungleich sind, wie der
Sachverständigenrat Wirtschaft gerade festgestellt hat.
Andererseits findet die Idee in der Politik seit Jahren keine Mehrheit,
im Gegenteil: Nicht nur Steuererhöhungen an sich, sondern schon die
Diskussion darüber führe "am Ende des Tages dazu, dass der Standort ein
kleines bisschen weniger attraktiv wird", meint die
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und warnt vor einer
„Neiddebatte“.
Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Liegt es daran, dass höhere
Steuern den Unternehmen schaden könnten, Investitionen hemmen und
Arbeitsplätze kosten würden, mit viel Bürokratie und Kapitalflucht
verbunden wären? Oder liegt es vielleicht am Einfluss der Vermögenden
auf die Politik? Warum überhaupt wird in Deutschland seit 1997 keine
Vermögensteuer mehr erhoben und wie sehen die aktuellen Regeln bei der
Erbschaftsteuer aus? Wie ließen sie sich reformieren, ohne der
Wirtschaft zu schaden?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das
eine Blase?“. Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann
diskutieren mit Achim Truger. Der Ökonomieprofessor von der Uni
Duisburg-Essen ist Mitglied des Sachverständigenrats Wirtschaft, der die
Bundesregierung berät und Mitte November sein neues Jahresgutachten
veröffentlicht hat. Die fünf Mitglieder des Gremiums werden auch
Wirtschaftsweisen genannt.
Im Gespräch berichtet Truger, wie ausgeprägt die Vermögensungleichheit
im Land ist, was für eine höhere Besteuerung von Vermögen spricht und
wie sich Erbschaften gerechter besteuern ließen. Wenn kein
"Wachstumswunder“ geschehe, sei es "schlicht und ergreifend
Realitätsverweigerung“ zu glauben, ohne höhere Steuern durch die Krise
zu kommen, sagt Truger.
Zu Gast ist außerdem Kolja Rudzio. Der stellvertretende Leiter des
Wirtschaftsressorts der ZEIT hat recherchiert, wie sich eine
Vermögensteuer auswirken könnte, was für sie spricht – und was gegen
sie. Im Podcast erklärt er, welche Steuerregeln aktuell gelten und warum
die Erbschaftsteuer gerade auch ein Thema für das
Bundesverfassungsgericht ist.
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Warum zieht uns der Betrug so magisch an?
2025/11/17
Noch ist unklar, wie genau das System René Benko funktioniert hat. Der
frühere Immobilienmanager aus Österreich, den man dort den Wunderwuzzi
nannte, sitzt zwar bereits in Haft. Aber verurteilt ist er bisher nur,
weil er vergleichsweise kleine Geldbeträge vor seiner Riesenpleite in
Sicherheit gebracht haben soll. Dennoch zeigt sich in den Ermittlungen,
wie die Maschinerie des Geldbeschaffens im System Benko funktioniert
haben könnte.
Im Podcast-Club der ZEIT sprechen die Journalisten Anne Kunze und
Zacharias Zacharakis über den Fall René Benko und über die Psychologie
des Betrugs. Die Hosts der Podcasts „ZEIT Verbrechen“ und „Ist das eine
Blase?“ fragen: Warum lassen sich selbst kluge Menschen täuschen? Und
was fasziniert uns an großen Scams?
Ein Privatjet etwa muss schon her, wenn man die reichsten Investoren in
Deutschland davon überzeugen will, dass sie einem ihr Geld anvertrauen.
Glanz und Gier gehören eng zusammen, wenn es um Wirtschaft und
Verbrechen geht. Das zeigt auch der Fall eines Betrügers, der seinen
Geldgebern durch großen Auftritt in teuren Hotels und viel
Schauspielerei weiß machen konnte, dass sie von hohen Fördergeldern der
EU profitieren würden, wenn sie ihm nur ihr Vermögen anvertrauten.
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Platzt bald die KI-Blase?
2025/11/10
Nvidia, Microsoft, Google: Die Aktien von Konzernen, die auf Künstliche
Intelligenz (KI) setzen, sind in den letzten Monaten rasant gestiegen.
Pierre-Olivier Gourinchas, der Chefvolkswirt des Internationalen
Währungsfonds, sieht deshalb "starke Parallelen zur Dotcom-Blase". Auch
andere Experten warnen, die hohen Aktienbewertungen könnten übertrieben
sein. Die Bundesbank etwa sieht "das Risiko abrupter
Marktpreiskorrekturen" deutlich erhöht, wie sie gerade in ihrem
Finanzstabilitätsbericht mitgeteilt hat.
Platzt also bald die KI-Blase? Um diese Frage geht es in der neuen Folge
von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld,
Macht und Gerechtigkeit.
Zu Gast ist die Verhaltensökonomin Christine Laudenbach vom
Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung. Sie sagt, KI sei ein
Schlagwort, mit dem sich Firmen gerade gerne schmücken. Und sie glaubt:
"Es wird eine Konsolidierung geben." Die Kurse werden also fallen – die
Frage sei aber, wie stark. Trotzdem versucht sie, Anlegern die Angst zu
nehmen. Jetzt auf Aktien zu verzichten, sei der falsche Weg. Laudenbach
vergleicht das mit der Flugangst: „Viele Menschen haben Flugangst,
obwohl die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zum Flughafen vom Auto
überfahren zu werden höher ist, als mit dem Flugzeug abzustürzen.“ Aber
das Auto kenne man, während man nur selten fliege.
Laudenbach meint, je breiter Anleger aufgestellt seien und je
langfristiger sie ihr Geld anlegen wollten, desto weniger Gedanken
müssten sie sich machen – auch über einen KI-Crash. Was die
Finanzexpertin konkret rät, wie man seine Aktienanlage nun aufstellen
sollte und was man dabei vom norwegischen Staatsfonds für die Geldanlage
lernen kann, erklärt sie in dieser Folge. Zu Gast ist außerdem Thomas
Fischermann aus der ZEIT-Redaktion, der die Entwicklungen einordnet.
Auch eine Künstliche Intelligenz kommt zu Wort.
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Carla Neuhaus, Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis alle zwei Wochen montags über das,
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Ist der Veggie-Hype vorbei?
2025/10/27
Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die Sache klar: "Eine Wurst ist
eine Wurst", sagte er kürzlich, "und eine Wurst ist nicht vegan." Doch
ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht. Längst stehen die
Alternativen zum Fleisch im Zentrum eines Kulturkampfs, der von links
ebenso vehement geführt wird wie von rechts.
In den Supermärkten gibt es eine breite Auswahl an Burger-Patties aus
Erbsenprotein, Bratwurst aus Tofu und Schnitzel aus Seitan. Nur sollen
die künftig anders heißen, nicht mehr Veggie-Wurst. Die Begründung:
Verwechslungsgefahr. Damit würden die Konservativen die Verbraucher für
dumm verkaufen, kritisierte die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer die Pläne
im Bundestag. "Das Sellerieschnitzel soll bald zur Sellerieplatte
werden, die Tofuwurst wird dann vielleicht der Tofustängel. Damit
wirklich niemand eine Ahnung hat, was man da eigentlich kauft."
Wie sich der Markt für Veggie-Produkte entwickelt und was hinter dem
Namensverbot steht, darum geht es in dieser Folge von Ist das eine
Blase, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Zu Gast ist Godo Röben, der 26
Jahre lang bei der Rügenwalder Mühle gearbeitet hat und dort als
Geschäftsführer maßgeblich mit dafür verantwortlich war, dass der
Wursthersteller zu einem führenden Anbieter von veganen und
vegetarischen Produkten geworden ist.
Mit der Wurst sei das wie mit dem Verbrenner in der Autoindustrie, sagt
Röben. Wenn neue Alternativen auf den Markt kommen, wollten die
Hersteller erstmal ihre alten Produkte verteidigen. Dabei wäre es
sinnvoll, voranzugehen. Nur wer früh glaubhaft umschwenke, könne den
Markt für sich entscheiden. Warum Wurstalternativen eigentlich Wurst
ähneln, wie sich die Preise entwickeln und manche Veggie-Start-ups es
nicht schaffen, hört ihr in dieser Folge.
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Carla Neuhaus, Jens
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Muss das Verbrenner-Aus weg?
2025/10/13
Der deutschen Autoindustrie geht es nicht gut momentan. Sie verkauft
weniger Autos als bislang. Vor allem in China läuft es schlecht,
Hersteller aus der Volksrepublik fluten mit günstigen Modellen den
Markt. Auch der Absatz in den USA leidet unter dem Zollstreit mit Donald
Trump. In Europa zögern die Kunden, sich mit den neuen Elektromodellen
anzufreunden. Viele Menschen sind verunsichert, das macht der
Autobranche zu schaffen.
Wie könnte ein Ausweg aus der Krise aussehen? Die Autoindustrie fordert:
Das Verbrenner-Aus im Jahr 2035 muss weg. Und Bundeskanzler Friedrich
Merz hat sich dieser Forderung angeschlossen. Doch was bedeutet das
eigentlich genau? Muss man beim Klimaschutz Abstriche machen, um der
Branche und ihren Beschäftigten zu helfen?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das
eine Blase?" Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann schauen
sich die Probleme der Autobranche darin genauer an: Wie schlecht geht es
den Unternehmen wirklich? Wie abhängig sind sie noch vom Verbrenner? Wer
kauft noch Autos aus Deutschland?
Zu Gast ist Christiane Benner, die Vorsitzende der IG Metall und
Fürsprecherin von Hunderttausenden Beschäftigten der Autobranche. Benner
war vergangene Woche beim Autogipfel im Kanzleramt zugegen und
berichtet, wie sie die Ergebnisse bewertet und wie sie die Lage bei den
Autoherstellern und den Zulieferern erlebt. Benner nimmt Stellung zur
Kritik der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die der Gewerkschaft
vorwirft, sich "von der Verbrennerlobby vor deren Karren spannen zu
lassen“, und ihr einen "kurzsichtigen Kurswechsel“ auf Kosten des Klimas
und der Arbeitsplätze bescheinigt. Benner äußert sich außerdem dazu, wie
wichtig sie die Klimaziele weiterhin findet und welchen Ausweg sie aus
der Krise sieht.
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Vergisst die Politik die junge Generation?
2025/09/29
Es waren große Worte, mit denen sich Bundeskanzler Friedrich Merz nach
seinem Amtsantritt gezielt an die "junge Generation" wandte: Seine neue
Bundesregierung werde "mit aller Kraft daran arbeiten, dass wir einen
neuen Generationenvertrag verwirklichen", versprach Merz. Dann machte er
im Duz-Modus weiter: "Wir wissen, dass es eure Chancen sind, für die wir
heute arbeiten."
Aber hält sich die Bundesregierung daran? Wie spiegelt sich das in der
Wirtschafts- und Sozialpolitik, etwa wenn es um die Rente geht? Und was
ist mit den geplanten Milliardenschulden: Werden sie Deutschlands
Wirtschaft stärker machen – oder vergrößern sie die Lasten für all jene,
die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen? Verbessert die Politik
ihre Lage gerade – oder vergisst sie die jungen Menschen?
Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
sprechen mit Emilie Höslinger. Die 26-Jährige arbeitet als
Juniorökonomin beim Münchner ifo Institut und schreibt dort an einer
Dissertation über Staatsverschuldung – also einem Thema, bei dem
Generationengerechtigkeit eine große Rolle spielt. Auch die
Haushaltspläne der Bundesregierung hat sie sich genau angesehen.
Außerdem lässt sie sich bei der Bundeswehr gerade zur Reserveoffizierin
ausbilden.
Höslinger sagt, sie erlebe in ihrer Generation oft ein Ohnmachtsgefühl.
Um dem vorzubeugen, engagiere sie sich und ermutige dazu auch andere.
Die junge Generation müsse "jetzt ganz genau darauf achten, ob es
wirklich Reformen gibt und sich auch sehr stark dafür einsetzen". Wie
die aus ihrer Sicht aussehen sollten, erklärt Höslinger im Podcast.
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Kommt jetzt die Generation arbeitslos?
2025/09/15
Auf dem Papier haben sie alles richtig gemacht: Sie haben studiert, gute
Noten bekommen, diverse Praktika hinter sich gebracht – und doch finden
sie keinen Job. Vor diesem Problem stehen derzeit viele
Hochschulabsolventen. Bereits 2024 waren fast 40.000 der unter
30-Jährigen trotz Uniabschluss erwerbslos. Das sind 25 Prozent mehr als
im Vorjahr, wie Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen.
Berufseinsteiger spüren damit besonders stark die Flaute am
Arbeitsmarkt. Auf dem Jobportal Stepstone zum Beispiel sind aktuell nur
noch halb so viele Stellen ausgeschrieben wie noch vor drei Jahren. Da
kämen gerade zwei Trends zusammen, sagt der CEO der Plattform, Sebastian
Dettmers: der konjunkturelle Abschwung und die stärkere Verbreitung von
Künstlicher Intelligenz (KI).
Zwar würde er nicht sagen, dass KI den Deutschen per se die Jobs
wegnimmt. Aber: “Die einfachen kognitiven Tätigkeiten, bei denen ich
immer wieder das Gleiche mache, werden jetzt zunehmend automatisiert.”
Und das trifft eben vor allem Einsteigerjobs, besonders die für
Akademiker. Im Handwerk oder in der Pflege habe der Nachwuchs dagegen
weiterhin kein Problem, eine erste Stelle nach der Ausbildung zu finden
oder übernommen zu werden.
Was aber heißt das für den Nachwuchs? Wo gibt es abseits von Pflege und
Handwerk noch Jobs? Wie können sich junge Menschen auf die neuen
Rahmenbedingungen einstellen? Darum geht es in der neuen Folge von Ist
das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Neben Stepstone-Chef Dettmers ist auch Henrik Rampe zu
Gast, Redakteur im Arbeitsressort der ZEIT. Er hat kürzlich junge
Menschen begleitet, die nach dem Uniabschluss auf Jobsuche sind, und
berichtet von der Recherche.
Im ZEIT-Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren Carla
Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und
Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast.
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Scheitert Trump an der Inflation?
2025/09/01
Die US-Amerikaner hatten sich eigentlich darauf eingestellt, dass ihr
Leben einigermaßen bezahlbar bleibt. Dass die starke Teuerung nach der
Coronapandemie allmählich vorbei ist. Dass die Gehälter etwas anziehen
und ihre Kaufkraft wieder zunimmt. Doch jetzt scheint sie wieder da zu
sein: die hohe Inflation. Im Sommer hat die Teuerungsrate zugelegt, die
Preise steigen erneut. Woran liegt das?
Darüber sprechen wir in "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast
der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Unsere US-Korrespondentin
Heike Buchter berichtet in der neuen Folge über ihren Alltag in New
York: "Es sind nicht nur die Preise im Supermarkt, die gestiegen sind,
sondern eben eigentlich so gut wie alles vom Deostick bis zum Ford 150
Pickup Truck", sagt sie. Alles habe ein Niveau erreicht, das man "vor
fünf Jahren noch für unvorstellbar" gehalten habe.
Über die Gründe für den erneuten Anstieg der Inflation wird in der
Wissenschaft hitzig diskutiert. Sind es die Zölle, die US-Präsident
Donald Trump auf die Einfuhr so gut wie aller ausländischer Waren
erlassen hat? Reichen die Unternehmen in den USA diese Kosten allmählich
an die Verbraucher weiter?
Darüber sprechen wir mit dem Ökonomen Robin Brooks von der Brookings
Institution in Washington, D. C. Er sagt: "Die amerikanische Wirtschaft
ist definitiv nicht mehr so stark, wie sie es vor dem Amtsantritt von
Trump war. Und das ist ganz bestimmt darauf zurückzuführen, dass die
Strafzölle schon zu Preissteigerungen geführt haben, dass dadurch die
Nachfrage hier in Amerika beeinflusst wird, und zwar negativ beeinflusst
wird."
Wie sehr diese Entwicklung nun auch dem Präsidenten schaden könnte, wie
Trump versucht, dagegen anzukämpfen, indem er die US-Notenbank Fed
politisch unter Druck setzt, darüber diskutieren die beiden Hosts Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis in dieser Folge mit ihren Gästen.
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Wie gerecht ist Deutschland?
2025/08/18
Geld, Macht und Gerechtigkeit: Darum geht es in der Wirtschaft immer
wieder – ebenso im ZEIT-Podcast "Ist das eine Blase?". In der 100. (!)
Folge beantworten die Hosts Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens
Tönnesmann deshalb einmal die ganz großen Fragen: Wie ist das Geld
hierzulande verteilt? Wie die Macht? Und letztlich: Wie gerecht ist
Deutschland?
Um sich dem anzunähern, erklären sie, wie viel Vermögen und wie viel
Einkommen die Menschen in Deutschland eigentlich haben. Wie sich die
Gruppe der Millionäre zusammensetzt. Wie viele Menschen wiederum
Bürgergeld erhalten und warum. Auch erläutern sie, welche Macht von
Unternehmen ausgeht und welche von Gewerkschaften. Oder was für einen
beruflichen Hintergrund die meisten Politiker im Bundestag haben.
Zu all dem gibt es Zahlen, die dabei helfen, sich der großen Frage zu
nähern: Wie gerecht ist Deutschland? Dazu haben auch unsere Hörerinnen
und Hörer eine klare Meinung, die sich übrigens überraschend mit dem
Bundestrend überschneidet.
Ausnahmsweise gibt es diesmal keinen externen Gast. Dafür kommen in der
100. Folge alle früheren Hosts des Podcasts zu Wort – und auch
mindestens ein Tier.
"Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld,
Macht und Gerechtigkeit. Wenn ihr Feedback zur Folge habt oder
Themenwünsche, schickt uns gerne eine Mail an [email protected] oder lasst
einen Kommentar da.
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