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familiensachen - der FamRZ-Podcast

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Kategorien
Land
United States
Dieser Podcast hat
37 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
FamRZ
Explizit
Nein
Erstellt am
2022/06/14
Neueste Episode
2026/08/10
Durchschnittsdauer
63 min.
Veröffentlichungsintervall
56 Tage

Beschreibung

Der FamRZ-Podcast "familiensachen" widmet sich in jeder neuen Folge aktuellen Entwicklungen, aber auch klassischen Konstellationen oder Rechtsfragen des Familienrechts. Unser Host-Team repräsentiert dabei sowohl die Sicht der Praxis (Familienrichter Jörn Müller) als auch der Wissenschaft (Professor Philipp Reuß von der Universität Göttingen). Durch die Folgen führt FamRZ-Online Redakteurin Veronika Bodensteiner. Geladen ist jeweils ein Gast aus dem Familienrecht oder aus anderen Disziplinen, z.B. Psychologie, Medizin, Pädagogik, Philosophie, Soziologie, Anthropologie.

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Folge 36: Gewalt gegen Frauen
2026/08/10
Gleich zwei neue Aufgaben stehen für unseren Gast Dr. Petra Volke an: Im Juni 2026 wurde sie in die Expertengruppe des Europarates zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, GREVIO, gewählt; außerdem fiel die Entscheidung über ihre Berufung zur Richterin am Bundesgerichtshof. In Folge 36 sprechen wir mit ihr darüber, wie man GREVIO-Mitglied wird, wie die Wahl zur BGH-Richterin abläuft – und was diese neuen Tätigkeiten für sie bedeuten. Von dort führt das Gespräch mitten hinein in ein Thema, das das Familienrecht derzeit besonders beschäftigt: häusliche und geschlechtsbezogene Gewalt. 2017 ratifizierte Deutschland die Istanbul-Konvention – trotzdem werden jährlich mehr[nbsp]Fälle von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt gemeldet.[nbsp]Uns interessiert, was die Konvention überhaupt unter Gewalt versteht und wer im Verfahren eigentlich beurteilt, ob Gewalt vorliegt. Wir möchten von Petra Volke außerdem wissen, warum es so schwierig ist, belastbare Daten zu Gewalt gegen Frauen zu gewinnen. Mit Blick auf die aktuellen Gesetzesvorhaben im Kindschafts- und Verfahrensrecht geht es schließlich um ganz praktische Fragen: Was ist beim Umgangsrecht geplant? Was bedeutet eine stärkere Verfahrensstellung von Kindern? Und reicht neues Recht allein – oder braucht es vor allem mehr Wissen über häusliche Gewalt in den Familiengerichten? Zu den Shownotes
Folge 35: Familienrecht im Standesamt
2026/07/06
In der neuesten Episode des FamRZ-Podcasts „familiensachen“ sprechen wir mit Heinz Zimmermann, Standesbeamter in Berlin-Neukölln, über Familienrecht im Standesamt. Schnell wird klar: Das Standesamt ist weit mehr als der Ort für Eheschließungen. Hier werden Geburten beurkundet, Namen erklärt, Vaterschaften anerkannt und Personenstandsregister geführt. Viele dieser Vorgänge berühren unmittelbar familienrechtliche Fragen – und manchmal auch das Familiengericht. Heinz Zimmermann gibt Einblicke in den Alltag im Standesamt, erklärt, weshalb gerade die Registerarbeit spannender ist, als viele vermuten, und berichtet von ungewöhnlichen Vornamen. Wir sprechen auch darüber, wieso der Berufsstand außerordentlich gut vernetzt ist und warum sich viele Standesbeamtinnen und Standesbeamte so stark mit ihrer Tätigkeit identifizieren. Dabei fällt auch der Blick nach Bad Salzschlirf, dem „Yale der Standesbeamten“. Außerdem geht es um aktuelle rechtliche Entwicklungen, die im Standesamt ganz praktisch ankommen: das neue Namensrecht, das Selbstbestimmungsgesetz und die geplante Neuregelung der Vaterschaftsanfechtung. Zu den Shownotes
Folge 34: Ärztliche Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht
2026/05/04
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Angie Schneider und Prof. Dr. Volker Lipp über ärztliche Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht. Ausgangspunkt ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum ausnahmslosen Krankenhausvorbehalt. Ein aktueller Gesetzentwurf soll diese Entscheidung umsetzen und künftig in eng begrenzten Ausnahmefällen ärztliche Zwangsbehandlung auch außerhalb eines Aufenthalts in einem Krankenhaus ermöglichen, wenn die Durchführung im Krankenhaus oder die Verbringung dorthin für die betroffene Person unzumutbar ist. Wir klären zunächst, was eine ärztliche Zwangsmaßnahme im betreuungsrechtlichen Sinn überhaupt ist, warum dieser Bereich rechtlich und praktisch besonders sensibel ist und welche Voraussetzungen schon nach geltendem Recht erfüllt sein müssen. Wir sprechen darüber, warum der Krankenhausvorbehalt bislang eine so zentrale Schutzfunktion hatte, welche Maßstäbe das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber mitgegeben hat und was der Referentenentwurf nun konkret vorsieht. Außerdem geht es um die Streitfragen, die in der bisherigen Diskussion zum Entwurf besonders deutlich geworden sind: Reicht der Schutz des privaten Wohnraums aus? Was bedeutet „nahezu Krankenhausstandard“ praktisch? Und ist der Entwurf praxistauglich — oder am Ende zu bürokratisch beziehungsweise zu eng? Zu den Shownotes
Folge 33: Berufsbilder im Familienrecht im Gespräch (live aus der LMU)
2026/03/02
Mit dieser Folge setzen wir unsere Reihe zu den Berufsbildern im Familienrecht in einem besonderen Format fort. Am 30.1.2026 haben wir an der LMU München erstmals mit Publikum aufgezeichnet – eingeladen von Prof. Anatol Dutta, FamRZ-Schriftleiter und -Herausgeber sowie Professor an der LMU. Im Gespräch berichten Familienrichterin Isabell Götz, Fachanwalt für Familienrecht Gerd Uecker und Prof. Dr. Philipp Reuß, Wissenschaftler in Göttingen und Co-Host unseres Podcasts, von ihren ganz persönlichen Wegen ins Familienrecht. Wie sind sie zu diesem Rechtsgebiet gekommen? Welche Meilensteine haben ihre Laufbahn geprägt? Und welche beruflichen Momente sind ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Darüber hinaus geht es um den ganz praktischen Berufsalltag: Wie sieht ein typischer Tag im Gericht, in der Kanzlei oder in der Wissenschaft aus? Welche Herausforderungen und Gestaltungsspielräume bringt das jeweilige Tätigkeitsfeld mit sich? Und nicht zuletzt: Welche Tipps geben erfahrene Praktikerinnen und Praktiker heutigen Studierenden mit auf den Weg? Moderiert wird die Diskussion von Jörn Müller und Veronika Bodensteiner. Den Auftakt bildet die Begrüßung durch Gastgeber Prof. Anatol Dutta. Die Folge richtet sich an alle, die sich für Karrierewege im Familienrecht interessieren – vom Studium über den Berufseinstieg bis hin zu unterschiedlichen Spezialisierungen in Praxis und Wissenschaft. Zu den Shownotes
Folge 32: Karrierewege im Familienrecht V - Rechtliche Betreuerin/Rechtlicher Betreuer
2026/01/09
In dieser Folge steht das Berufsbild der rechtlichen Betreuerin bzw. des rechtlichen Betreuers im Mittelpunkt – ein Tätigkeitsfeld, das im Familienrecht eine wichtige Rolle spielt. Unser Gast, Elmar Kreft, ist seit vielen Jahren als Berufsbetreuer in einem Betreuungsverein tätig. Er berichtet von seinem Weg in die rechtliche Betreuung, davon, wie man Betreuerin oder Betreuer wird und welche Ausbildungs- und Qualifikationswege es gibt. Außerdem erklärt er, was rechtliche Betreuung eigentlich bedeutet, wie die Bestellung eines Betreuers abläuft und welche unterschiedlichen Formen der Betreuung es gibt. Wir wollen von Elmar Kreft außerdem wissen, wie sein Arbeitsalltag ganz konkret aussieht: Was sind die Aufgaben eines Betreuungsvereins und wie ist dieser organisiert? Wie läuft die Zusammenarbeit mit Gerichten und anderen Akteurinnen und Akteuren? Was sind die Vor- und Nachteile einer freiberuflichen Tätigkeit im Vergleich zur Arbeit im Verein? Auch zentrale Rahmenbedingungen kommen zur Sprache, etwa Vergütung und Pauschalen, aktuelle Baustellen im Betreuungsrecht und Fragen der Work-Life-Balance. Und natürlich beantworten wir auch in dieser Folge wieder die Frage: Kann man als Betreuer glücklich werden? Folge 32 ist Teil unserer FamRZ-Podcast-Reihe Karrierewege im Familienrecht.[nbsp]Folge 1 kann hier nachgehört werden. Folge 2 finden Sie hier,[nbsp]Folge 3 hier, Folge 4 hier. Zu den Shownotes
Folge 31: Karrierewege im Familienrecht IV - Mitarbeitende im Jugendamt
2025/12/01
Mit dieser Folge werfen wir einen praxisnahen Blick auf Karrierewege im Jugendamt. Im Zentrum steht die Frage, welche Berufsprofile hier zusammenwirken und wie der Alltag an den Schnittstellen zu Gerichten, Beratung und Kinderschutz aussieht. Unser Gast, Susanne Heynen, hat viele Jahre Jugendämter geleitet und berichtet von ihrem Weg in die Jugendhilfe, davon, wie der "normale" Weg ins Jugendamt führt und ob auch Juristinnen und Juristen im Jugendamt gebraucht werden. Sie beschreibt die Praxis, wobei es auch um gefragte Kompetenzen, Arbeitsbedingungen, Unterstützungsstrukturen sowie Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten geht. Und natürlich beantwortet Frau Heynen die Frage: Kann man im Jugendamt glücklich werden? Die Folge richtet sich an alle, die sich für Berufsbilder in der Jugendhilfe interessieren – vom Studium über den Berufseinstieg bis zur Leitungsebene. Zu den Shownotes
Folge 30: Karrierewege im Familienrecht III - Familienrechtsanwalt/Familienrechtsanwältin
2025/11/03
Mit dieser Folge setzen wir unsere Podcast-Reihe Karrierewege im Familienrecht fort. In Teil III dreht sich alles um Familienrechtsanwältinnen und -anwälte – ein Beruf, der neben juristischem Fachwissen auch Kommunikationsstärke und viel Fingerspitzengefühl verlangt. Unsere Gäste Ingeborg Rakete-Dombek und Tonia Mittermaier berichten von ihrem Weg ins Familienrecht, von der Ausbildung über den Berufseinstieg bis zur täglichen Praxis. Dabei sprechen sie auch über Kompetenzen, die in diesem Bereich besonders gefragt sind, das Verhältnis zu Mandantinnen und Mandanten, Arbeitsbedingungen, Verdienstmöglichkeiten und natürlich über die Frage: Kann man im Familienrecht eigentlich glücklich werden? Die Folge richtet sich an alle, die sich für Karrierewege im Familienrecht interessieren – sei es während des Studiums, im Referendariat oder schon mit Berufserfahrung. Folge 1 von "Karrierewege im Familienrecht" kann hier nachgehört werden. Folge 2 finden Sie hier. Zu den Shownotes
Folge 29: Karrierewege im Familienrecht II - Verfahrensbeistandschaft
2025/09/25
Mit dieser Folge setzen wir unsere Podcast-Reihe Karrierewege im Familienrecht fort. In Teil II dreht sich alles um die Verfahrensbeistandschaft – ein Beruf, der in familiengerichtlichen Verfahren eine Schlüsselrolle spielt: die Interessen und das Wohl des Kindes zur Sprache zu bringen. Unser Gast Ulrich Ames arbeitet seit vielen Jahren als Verfahrensbeistand in Berlin und gibt spannende Einblicke in seinen Weg in dieses Berufsfeld. Wir sprechen darüber, wie Verfahrensbeiständ*innen arbeiten, wo ihre Aufgaben und Grenzen liegen und was den Alltag zwischen Gerichtsbestellungen, Gesprächen mit Kindern und Steuererklärung prägt. Auch die rechtlichen Grundlagen, die Vergütung und die Schattenseiten des Berufs kommen zur Sprache. Herr Ames erklärt außerdem, warum er den Begriff „Anwalt des Kindes“ kritisch sieht und was der Gesetzgeber seiner Meinung nach an den Rahmenbedingungen für Verfahrensbeistandschaften dringend verbessern müsste. Die Folge richtet sich an alle, die sich für Karrierewege im Familienrecht interessieren – sei es während des Studiums, im Referendariat oder schon mit Berufserfahrung. Zu den Shownotes
Folge 28: Das Selbstbestimmungsgesetz
2025/05/28
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Susanna Roßbach über die Entstehung und die Inhalte des Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG). Frau Roßbach ist Habilitandin am MPI für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg und forscht u.a. zu Legal Gender Studies. Wir erfahren zunächst mehr über ihr Forschungsgebiet sowie darüber, was die Begriffe "Geschlecht" und "Geschlechtsidentität" eigentlich meinen. Danach wenden wir uns dem Recht zu: Das SBGG ist am 1.11.2024 in Kraft getreten und regelt die Möglichkeit, das eigene Geschlecht rechtlich ändern zu lassen – ohne die noch im Transsexuellengesetz (TSG) erforderliche psychologische Begutachtung. Wir vollziehen den Weg vom Transsexuellengesetz (TSG) über die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts – u.a. zur Einführung einer dritten Geschlechtsoption – bis hin zum SBGG nach. Dabei thematisieren wir auch kritische Punkte wie Geschlechtsänderungen bei minderjährigen Personen, die Auswirkungen des SBGG im Hinblick auf geschlechtergetrennte Räume und die Auswirkungen im Abstammungsrecht. Außerdem werfen wir einen Blick auf die ersten Monate der Anwendung des Gesetzes – welche Erfahrungen wurden bereits gesammelt, wo gibt es noch Unsicherheiten? Zu den Shownotes
Folge 27: Kinder als Influencer
2025/04/01
In der neuesten Episode des FamRZ-Podcasts "familiensachen" begrüßen wir Prof. Dr. Isabell Götz, um die rechtlichen Aspekte des Kinder-Influencings zu beleuchten. Bereits 2019 thematisierte unser Gast in ihrem Artikel "Kinderzimmer 4.0 – Ausverkauf der Kindheit?" die Problematik von minderjährigen Influencern und stellte die Frage, ob das Familienrecht hier gefordert ist. In unserem Gespräch gehen wir auf zentrale Punkte ein: Wo liegt die Grenze zwischen harmlosem Sharenting und kommerziellem Kinder-Influencing? Können Kinder überhaupt über die Veröffentlichung ihrer Bilder und Videos entscheiden? Wann wird Kinder-Influencing zu einer Form von Kinderarbeit? Wir beleuchten die Auswirkungen der dauerhaften digitalen Präsenz auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und ziehen Vergleiche zu Kinderstars in Film und Fernsehen. Dabei diskutieren wir, ob die bestehenden Schutzmechanismen ausreichen. Auch die Verantwortung der Eltern ist ein zentrales Thema: Oft fehlt es ihnen an der nötigen Medienkompetenz, um die langfristigen Konsequenzen ihres Handelns zu überblicken. Zudem geht es um die rechtliche Frage, wem das Einkommen aus Werbedeals zusteht und ob ehemalige Kinder-Influencer ihre Eltern später haftbar machen können. Schließlich sprechen wir über die Grenze zur Kindeswohlgefährdung und die Rolle der Plattformen, die solche Inhalte ermöglichen. Zu den Shownotes
Folge 26: Karrierewege im Familienrecht I - Ministeriallaufbahn
2025/02/28
Mit dieser Folge starten wir eine neue Podcast-Reihe Karrierewege im Familienrecht, in der wir verschiedene berufliche Pfade innerhalb dieses vielseitigen Rechtsgebiets vorstellen. Zum Auftakt sprechen wir mit unserem Gast Dr. Daniela Goerdeler über die Ministeriallaufbahn – einen Karriereweg, der oft im Verborgenen bleibt, aber maßgeblich die Gesetzgebung und Rechtspraxis prägt. Diese Folge richtet sich damit an alle, die sich für juristische Tätigkeiten jenseits von Kanzlei und Gericht interessieren – sei es während des Studiums, im Referendariat oder bereits im Berufsleben. Dr. Goerdeler gibt spannende Einblicke in ihren Werdegang und berichtet, wie und warum sie von ihrer ersten Stelle beim Auswärtigen Amt in ein Ministerium gewechselt ist. Wir sprechen darüber, wie sich der Alltag zwischen Gesetzentwürfen, politischen Abstimmungen und fachlichen Stellungnahmen gestaltet: Wie sind die Arbeitsbedingungen ganz konkret, wie sieht es aus mit Arbeitsmitteln, Home Office oder Teilzeit? Welche Einstellung sollte man mitbringen, wenn man eine solche Laufbahn anstrebt? Und abschließend stellen wir Frau Goerdeler die entscheidende Frage im Rückblick auf ihr Berufsleben: Kann man im Familienrecht glücklich werden? Zu den Shownotes
Folge 25: Gottlieb Planck
2025/01/14
Am 1.1.1900 trat das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft. Es war die erste privatrechtliche Kodifikation, die für das gesamte Reichsgebiet Gültigkeit besaß. Die wesentlichen Regelungen zum Familienrecht gestaltete ein wichtiger Jurist, den wir in dieser Podcast-Folge vorstellen: Gottlieb Planck. Unser Gast ist Professor Schwab, langjähriger Gesamtschriftleiter der FamRZ und Fachmann für Rechtsgeschichte. Er gibt uns interessante Einblicke in Plancks Schaffen und in seine Arbeitsweise. Wir erfahren zum Beispiel, wie der Jurist trotz seines schweren Augenleidens arbeiten konnte und welche Schwierigkeiten und Hürden bei der Konzeption des BGB für ihn noch auftauchten. Wie positionierte sich Planck im Hinblick auf die Frauenrechte? Gab es damals schon Lobbyismus und wer waren Plancks stärkste Gegner? Am meisten interessiert uns in dieser Folge aber: Was kann der Gesetzgeber heute von Gottlieb Planck lernen – sowohl gesamteuropäisch als auch auf nationaler Ebene? Zu den Shownotes
Folge 24: Familienforschung
2024/11/22
Familie ist eine zentrale Institution der Gesellschaft. Sie ist jedoch fortwährend im Wandel. Soziale, wirtschaftliche, demografische und technische Entwicklungen verändern die Situation und das Leben von Familien auf viele verschiedene Arten. Hier kommt die Familienforschung ins Spiel: Ihre Aufgabe ist es, die Lebenssituationen, Entwicklungen und Bedürfnisse von Familien zu erkennen, zu beschreiben und zu verstehen. Wie "Familienforschung" vorgeht, zu welchen Ergebnissen sie in letzter Zeit gekommen ist und warum das überhaupt von Interesse ist, darüber sprechen wir in dieser Folge mit unserem Gast, der Soziologin Paula-Irene Villa Braslavsky von der LMU München. Wir erfahren von ihr, was "Doing Family" meint und wieso das auch für Familienrichterinnen und -richter interessant ist. Prof. Dr. Villa Braslavsky berichtet von ihrem interdisziplinären Forschungsverbund "ForFamily" an der LMU. Uns interessiert, was das Besondere an ihrem Teilprojekt zum Co-Parenting in Bayern ist. Und wir hören von unserem Gast, wieso sie bei der interdisziplinären Verständigung mit Kolleginnen und Kollegen eine "kluge Naivität" immer zu schätzen weiß. Zu den Shownotes
Folge 23: Kinderschutzmedizin
2024/08/01
Medizinische Fragen spielen oft eine besonders wichtige Rolle bei der Einschätzung, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt und wie schwer sie gegebenenfalls wiegt. Dennoch sprechen Medizin und Familienrecht oft unterschiedliche Sprachen. In dieser Folge unterhalten wir uns mit Prof. Dr. Jörg Fegert u.a. darüber, wie sich die Kommunikation zwischen diesen Professionen noch verbessern lässt. Der Ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm berichtet über den Forschungsstand moderner Kinderschutzmedizin und stellt Projekte in diesem Bereich vor, die auch ein Gewinn für Familienrechtler sind. Außerdem sprechen wir in dieser Folge über eine Misshandlungsform, die leider immer noch vernachlässigt wird: emotionale Gewalt. Wir diskutieren über die Sinnhaftigkeit des § 4 KKG und über die Bedeutung der Verlaufsforschung. Wir reden über Fortbildungen und finanzielle Absicherung von Projekten der Kinderschutzmedizin. Und: Jörg Fegert macht deutlich, was für die Zukunft der Kinderschutzmedizin wichtig wäre. Zu den Shownotes
Folge 22: Verwaltungsgericht und Familiengericht
2024/06/27
Eines der Zuständigkeitsgebiete des Verwaltungsgerichts ist das Kinder- und Jugendhilferecht (SGBVIII). Dadurch entstehen viele Berührungspunkte mit dem Familiengericht. Welche das sind, das betrachten wir in dieser Folge mit unserem Gast Burkhard Lange. Er ist seit 1998 Verwaltungsrichter und seit 2016 Vorsitzender der Sozialrechtskammer des Verwaltungsgerichts Hannover. Im Podcast erzählt er uns, woher seine besondere Leidenschaft für das Jugendhilferecht kommt und was für ihn das Besondere an diesem Gebiet ist. Wir fragen ihn: Welche Probleme tauchen an der Schnittstelle Jugendamt-Verwaltungsgericht-Familiengericht immer wieder auf und wie kann man sie am besten lösen? Uns interessieren aber auch die allgemeinen Abläufe am Verwaltungsgericht: Burkhard Lange gibt Einblicke, wie die Einleitung eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens funktioniert. Außerdem räumt er mit so manchem Vorurteil über die Verwaltungsgerichtsbarkeit auf, z.B. damit, dass die Gerichte langsam seien. Thema sind außerdem einmal mehr die Fortbildungen: Wer müsste sich wie fortbilden, damit die Abläufe an der Schnittstelle Familiengericht/Verwaltungsgericht reibungsloser werden? ⁠Zu den Shownotes

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