1653194425
Aus der Bauhütte

Werben im Podcast: Aus der Bauhütte

Dieser Podcast hat
52 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2022/11/04
Neueste Episode
2026/09/11
Durchschnittsdauer
25 min.
Veröffentlichungsintervall
31 Tage

Beschreibung

Der Freimaurerinnen-Podcast

Freischalten Aus der Bauhütte Podcast E-Mail-Kontaktdaten,
Hoerer- und Zielgruppendetails

E-Mail-Kontaktinformationen

Direkte Podcast-Kontaktdaten

Hoerer

Zielgruppenzahlen und Engagement-Einblicke

Zielgruppendetails

Podcast-Einblicke

Podcast-Episoden

Neueste Episoden von Aus der Bauhütte Podcast ansehen


Die Freimaurer und das Gipfel-Phänomen
2026/09/11
Wer kennt das nicht? Nach einer großen Anstrengung, nach einer Zeit, in der das Erreichen eines Zieles im Mittelpunkt es eignen Handelns stand, folgt oft auf die Freude eine Phase der Unsicherheit. Wunderbar ist es, wenn es gelingt, die Freude, die Fülle des Augenblickes, eine Weile zu genießen, aber irgendwann taucht unweigerlich die Frage auf: Was kommt jetzt? Alles ist scheinbar erreicht und ein neuer Plan muss erst entwickelt werden. In der Freimaurerei ist der Weg durch die drei Grade, Lehrling, Geselle und Meister, klar strukturiert. Es gibt ein Ziel, eine Progression, ständige neue Eindrücke und Rituale. Ist der Meistergrad erreicht, fällt dieser äußere Entwicklungsdruck weg. Nun beginnt die Zeit, sich selbst immer wieder neue Ziele zu setzen und die eigentliche Arbeit mit all unseren Werkzeugen zu beginnen. Dieser Switch von der Lernenden zur Gestalterin geling nicht automatisch. Wer Freimaurerei vor allem als persönliches Entwicklungs- und Selbsterfahrungstool („Arbeit am rauen Stein“) begreift, gerät nach dem Meistergrad schnell in ein Vakuum, wenn der Blickwinkel nicht aktiv erweitert wird. Der Fokus muss sich vom Aufnehmen, der Selbstbetrachtung, zum Geben, zum Dienst an der Gemeinschaft und der Weitergabe verschieben. Schafft eine Schwester diesen Perspektivwechsel nicht, wirkt die Arbeit plötzlich repetitiv. Vielleicht ist dies ein Grund, warum auch wir in der Freimaurerei gelegentlich eine Situation beobachten müssen die in der Psychologie das Gipfel-Phänomen genannt wird. Einige Schwestern und Brüder verlieren wenige Jahre nach der Erhebung die Freude an der Begegnung und damit die Bindung an ihre Loge.
Gut genug
2026/08/14
KITSCHKRIEG feat. BLUMENGARTEN & SHIRIN DAVID - GUT GENUG, dieser Song wird zur Zeit besonders von jungen Leuten bei allen möglichen Gelegenheiten angestimmt. Grund genug für Antje und Barbara sich dem Thema Selbstliebe in der aktuellen Sommerfolge zu widmen. Dabei beleuchten sie dieses in Deutschland schon immer ambivalent diskutierte Thema nicht nur im pop- und alltagspsychologische Diskurs, sondern betrachten auch die Kommerzialisierung und den therapeutisch-klinische Kontext. Selbstliebe kann als fundamentale Basis für Resilienz und psychische Gesundheit verstanden werden oder auch als Werkzeug, um überhaupt erst in Resonanz mit der Welt treten zu können. Häufig hängt dem Streben nach Selbstliebe aber auch ein ausbeuterischer Optimierungszwang oder die vermeintliche Förderung von Narzissmus und Egoismus an. Dieses Spannungsfeld zwischen Befreiung/Heilung und Leitungspflicht bzw. Ich-Bezogenheit ist kein neues und auch kein rein europäisches Phänomen. Es wird beispielhaft bereits bei Aristoteles und später bei Rousseau, aber auch im Konfuzianismus und Buddhismus sowie in der Philosophie von Ubuntu (Südafrika) besprochen. In der Freimaurerei begegnet einem das Konzept der Selbstliebe ebenfalls fast auf Schritt und Tritt, auch wenn das Wort selbst in den Ritualen und Zeichnungen selten so explizit genannt wird. Die maurerischen Werkzeuge und die wesentlichen Sinnbilder in der Freimaurerei fordern aber die Brüder und Schwestern immer wieder dazu auf, sich mit dem Erkenne dich selbst und der Kette als Symbol der Gemeinschaft zu befassen.
Der Kompromiss - viel besser als sein Ruf
2026/07/10
Wer denkt schon an den Begriff Kompromiss beim Stichwort Freimaurerei? Wir bemühen uns in der Loge, das Trennende zu vermeiden und das Gemeinsame zu stärken. So könnte man im ersten Moment glauben, dass der Kompromiss in der Loge gar nicht vorkommt. Aber das täuscht: Wie überall, wo Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen und mit verschiedenen Bedürfnissen zusammen kommen, ist auch bei uns in der Freimaurerei der Kompromiss Grundlage von demokratischen Entscheidungen und Grundlage für gemeinsames Handeln. Ob in der Familie oder in der Politik: Kompromisse sind unumgänglich. Gerade auch für den Erhalt der Demokratie ist es notwendig, immer wieder Kompromisse einzugehen. Ohne sie geht es nicht. Im Kompromiss geht es nicht darum, dass eine Seite "gewinnt" oder "verliert“, sondern um das gemeinsame Vertrauen in ein drittes, verbindendes Element. Es ist ein Akt der bewussten Selbstbegrenzung aus freiem Willen. Ein Kompromiss ist in diesem Sinne kein Verlust von Substanz, sondern das bewusste Glätten von Extremen, damit Gemeinschaft tragfähig wird. In der Öffentlichkeit erleben wir oft, dass sich Menschen hinter starren Positionen verbarrikadieren. Auf dieser Ebene der Positionen gibt es mathematisch oft keine Schnittmengen mehr. Durch das systematische Fragen nach dem Warum, nach den dahinterliegenden Interessen und Bedürfnissen, können wir uns aber dennoch annähern und wieder ins Gespräch kommen. Dafür nehmen wir uns in den Logen ganz bewusst Zeit und lassen die Überlegung zu, dass vielleicht die Andere tatsächlich über das bessere Argument verfügt. Wenn der Druck schwindet, Recht behalten zu müssen, öffnet sich der Raum für das sachliche Abwägen. In der Juli-Folge "Aus der Bauhütte" sprechen Antje und Barbara nicht nur über ethisch-soziologische Modelle zur Kompromiss-Bildung, sondern entdecken auch ganz konkret die Aufforderung zum Kompromiss in der freimaurerischen Symbolik.
Feiern – universelle menschliche Erfahrung
2026/06/12
Ob kulturelle Feste, religiöse Feiern oder persönliche Anlässe – das Feiern ist ein universelles Phänomen, das in allen Kulturen vorkommt. Feste drücken oft gemeinsame Werte und Identitäten aus und bieten Menschen die Möglichkeit, ihre Emotionen und Überzeugungen in einer unterstützenden Umgebung auszudrücken. Die gesellschaftliche Funktion von Festen geht weit über die reine Unterhaltung hinaus. Sie tragen zur Bildung eines kollektiven Gedächtnisses bei, das die Gemeinschaft stärkt und ein Gefühl des Zusammenhalts fördert. In Krisenzeiten oder während der Herausforderungen des Lebens können Feste Menschen zusammenbringen und Hoffnung und Freude spenden. Auch in der Freimaurerei gibt es tradierte Feste, die rituell strukturiert sind oder auch einfach ein ungezwungenes Zusammenkommen ermöglichen. Im Juni feiern die Freimauer*innen angelehnt an die Sommersonnenwende ihr traditionelles Johannisfest und beschließen damit das vorangegangene Maurerjahr.
Bauhütte oder Behörde? Systemvertrauen stärken
2026/05/08
Manche Menschen blicken neidisch (oder besorgt) auf die „Effizienz“ autokratischer Systeme, weil demokratische Prozesse oft langwierig und bürokratisch erscheinen. Das Erleben von bürokratischem Frust mit der Verwaltung führt nicht selten zu einem Erleben von Demokratie als ineffizientem System, denn die Verwaltung ist mitverantwortlich dafür, dass die Menschen sich mit der Demokratie identifizieren. In dieser Folge aus der Bauhütte fragen sich Antje und Barbara, ob das Gefühl, im „Apparat“ nicht mehr gehört zu werden, zum Rückzug ins Private führt - und, ob es dieses Phänomen auch in der Freimaurerei gibt. Wenn Treffen überwiegend aus Organisation, aus Protokollen, Kassenberichten und Satzungsfragen bestehen, stirbt dann der freimaurerische Geist? Wenn die Logenverwaltung oder die Großloge wichtiger werden als das gemeinsame Erleben, die inhaltliche Auseinandersetzung und die Arbeit an rauem Stein, dann müssen wir uns fragen: Dient die Struktur noch dem Inhalt oder verwaltet sie sich nur noch selbst? Wenn Mitglieder sich fragen: „Warum bin ich eigentlich hier?“, sollte die Antwort lauten: „Um ein besserer Mensch zu werden und Gemeinschaft zu erleben - und nicht um den Vorstand zu entlasten. Wer im Beruf schon in Hierarchien und Bürokratie steckt, sucht in der Loge Freiheit und Tiefe. Wie müssen Organisationsformen in Logen also sein, damit sie Kreativität und Einsatzbereitschaft ihrer Mitglieder fördern und Lust wecken auf ein Mittun in jeder Form? Auch bei diesen Fragen möchten wir Loge als ein Labor erleben, das uns hilft, einen positiven Blick auf Mitgestaltung und demokratische Prozesse beizubehalten.
Connected, but alone?
2026/04/10
Trotz 5.000 Followern an Feiertagen oder sonntagabends isoliert? Obwohl wir überall und jederzeit via Social Media dabei sein können, ist der „Disconnect“ zur Welt deutlich spürbar. Und Menschen in Einzelhaushalten suchen außerdem seltener Gemeinschaftszentren auf – eine Spirale der Isolation. Das Bedürfnis nach Verbundenheit, vielleicht sogar nach Spiritualität, hat die Wellness-Industrie längst entdeckt und die vielen Self-Care-Projekte, die sicherlich ihre Berechtigung haben und wertvolle Wege zur inneren Ruhe sein können, befriedigen dann doch nicht ganz die Sinnsuche. Oftmals ist man dabei nämlich wieder alleine auf der (Yoga-)Matte. Dies zeigt auch die Einsamkeits-Studie 2025/2026 der Bertelsmann-Stiftung: Aktuelle Daten belegen, dass soziale Zugehörigkeit der entscheidende Faktor gegen psychisches Leid ist. Antje und Barbara beobachten, dass hier die Loge ein niederschwelliges, aber tiefgründiges Angebot machen und ganz unterschiedliche Menschen auch generationenübergreifend zusammenbringen kann. In der April-Folge "Aus der Bauhütte" diskutieren sie, wie die Freimaurerei eine Resonanz-Erfahrung fördert, die nicht bei mir selbst aufhört, sondern im Gegenüber stattfindet.
Weibliche Freimaurerei?
2026/03/13
Was bedeutet es, als Frau in der Freimaurerei aktiv zu sein? Diese Frage, die zunächst sicherlich ehrliches Interesse an unserer freimaurerischen Arbeit bekundet, enthält noch eine weitere Botschaft. Denn sie grenzt "weibliche" Freimaurerei von "männlicher" Freimaurerei ab. Der Blick der Brüder (das „Außen“) bringt uns dazu, uns mit unserer eigenen „Innensicht“ auseinanderzusetzen. In der Märzfolge Aus der Bauhütte, stellen Antje und Barbara sich diesmal die Frage, ob das Geschlecht überhaupt eine Rolle innerhalb der Freimaurerei spielt. Sie untersuchen frei von sozialen Zuschreibungen und Klischees, was Männer- und Frauenlogen verbindet und auch was sie trennt. Das Konzept der Alterität (von lateinisch alter - der Andere) prägt die Philosophie seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, als Denker wie Emmanuel Levinas es ins Zentrum der Ethik rückten. Es ist überall dort relevant, wo es um die Anerkennung des Gegenübers als eigenständiges Wesen geht, das nicht auf die eigenen Vorstellungen reduziert werden darf (z. B. in der interkulturellen Kommunikation oder Geschlechterforschung). Man kennt es heute aus Debatten über Diversität und Toleranz, in denen es darum geht, dem „Fremden“ mit Respekt zu begegnen, ohne dessen Andersartigkeit sofort bewerten oder „passend machen“ zu wollen. Das „Andere“ der Frauenlogen ist folglich nicht ein Defizit oder eine Abweichung vom „männlichen Standard“, sondern eine eigenständige Perspektive auf dieselbe Wahrheit. Das Konzept der „Alterität", das die radikale Verschiedenheit des Anderen anerkennt, führt in der Auseinandersetzung erst dazu, dass wir Klarheit über die eigene Identität gewinnen. Ohne das Gegenüber, hier in Form der Brüder, wäre unsere Arbeit einfach „Freimaurerei“. Erst durch die Existenz dieses „Anderen“ wird unsere Arbeit zur „weiblichen“ Freimaurerei. Der Podcast lädt ein, Fragen zu stellen und einen respektvollen Dialog über die Freimaurerei und ihre Werte zu führen.
Mehr Liebe wagen
2026/02/13
Wir beobachten im öffentlichen Diskurs eine zunehmend stärker werdende Polarisierung hin zu einfachem Schwarz-Weiß-Denken. Sachverhalte und Äußerungen können nicht mehr sowohl- als auch sein. An die Stelle des besseren Arguments tritt eine Zugehörigkeitspolitik, die häufig zumindest von einer Diskreditierung des Gegenübers gekennzeichnet ist. Dem möchten wir als Freimaurerinnen ein radikales Konzept entgegensetzen und dazu aufrufen, mehr Liebe zu wagen. Wenn wir im Februar, einen Tag vor dem Valentinstag, von Liebe reden, denken viele vielleicht zunächst an die romantische Liebe. Diese ist aber kulturhistorisch ein relativ neues Konzept. Vorher war Liebe Gottesliebe, Nächstenliebe, Feindesliebe, die Liebe für ein Land, für eine Gemeinschaft, zu einer Kultur, freundschaftliche Liebe. "Liebe ist eine Form der Fürsorge für jemanden und etwas. Es ist ein aktiver Prozess, eine Aktivität, etwas, das man tut als eine Praxis", so beschrieb Erich Fromm den Begriff der Liebe. Antje und Barbara untersuchen in der aktuellen Folge Aus der Bauhütte wie sich der Liebesbegriff philosophisch entwickelt hat und diskutieren das Problem des Mitseins mit Anderen in der Welt. Daraus lässt sich ableiten, dass eine liebevolle Praxis erlernbar ist und sich ein politischer Auftrag zu radikaler Freundlichkeit ergibt.
Die Macht des Geheimnis – Magie, Esoterik und die Freimaurerei
2026/01/08
Häufig tauchen freimaurerische Symbole im Kontext geheimnisvoller Bilder und Schriften auf. Die Logen und die freimaurerischen Arbeiten umgibt ein Nimbus des Geheimnisvollen – vielleicht, weil öffentlich wenig darüber gesprochen wird, aber sicher auch, weil Freimaurerlogen diskrete Gemeinschaften sind. Es gibt keine direkte Traditionslinie von alten Mysterienkulten, über Zauberbücher hin zu der modernen Freimaurerei, doch haben sich Freimaurer-Gruppen wie auch andere Sinngemeinschaften aus dem Werkzeugkasten dieser alten magischen Traditionen bedient, um ihre eigene Philosophie bildhaft auszudrücken. Wie in der Esoterik findet in der Freimaurerei ein Symboltransfer statt. Lässt sich die Suche nach Erkenntnis auf einen gemeinsamen Ursprung zurückführen? Sind Magie und Esoterik also vielleicht doch Bestandteile maurerischer Arbeiten und verfügen FreimaurerInnen über geheimes Wissen? Diese Fragen stellen sich Antje und Barbara zu Beginn des Jahres 2026. Sie untersuchen, was man eigentlich unter Esoterik versteht, wo die Ursprünge einiger freimaurerischer Traditionen liegen und ob das Spiel mit dem Geheimnisvollen nicht vielleicht von jeher vor allem eines ist: ein sehr gelungener Marketing-Trick.
Sprache baut die Welt - Wie wir Wirklichkeit erschaffen
2025/12/11
In der Dezemberfolge tauchen Antje und Barbara einmal tief in die vielleicht fundamentalste aller Fragen ein: Wie sehr bestimmt unsere Sprache, was wir überhaupt denken und wahrnehmen können? Ausgehend von verschiedenen philosophischen Theorien untersuchen sie im Dialog, in wieweit Sprache die ordnende Macht der Gedanken sein kann, in wieweit sie ein Instrument der Gedankenformung ist und welchen Einfluss Framing und Priming bereits auf die Wahrnehmung von Wirklichkeit hat. Gerade in sozialen Interaktionen zeigt sich die Macht der Worte deutlich: Je nach Tonfall, Wortwahl und Rhetorik können wir Beziehungen aufbauen, Konflikte lösen oder sogar Manipulation ausüben. Auch in Bereichen wie Werbung und Politik wird Sprache gezielt eingesetzt, um unser Verhalten zu beeinflussen. Sprache ist also nicht nur ein Spiegel unseres Denkens und Fühlens, sondern hat auch eine unmittelbare Auswirkung auf unser Handeln. Durch Sprache können wir andere Menschen motivieren, überzeugen und zu bestimmten Verhaltensweisen anregen. Mit der Sapir-Whorf-Hypothese schlagen die Podcasthosts schließlich eine Brücke zur Neurobiologie, wo sie zeigen, dass Sprachen unser Gehirn physisch verdrahten und unterschiedliche neuronale Pfade aktivieren. Das bedeutet: Wenn wir uns sprachlich verändern, verändern wir unsere Neurologie und damit unser Bewusstsein auf zellulärer Ebene. So kommen wir von der Philosophie zur Neurologie – und zur These: die Kontrolle über die Sprache ist die Kontrolle über das Selbst. Die Wahl unserer Worte ist letztlich die Wahl unserer Realität. Deshalb wähle deine Worte bewusst und weise! Und mit diesem Gedanken befinden wir uns mitten in der Freimaurerei, wie Antje und Barbara erläutern. Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Abschluss des Jahres 2025. Wir hoffen, dass ihr auch 2026 wieder vorbeischaut und gemeinsam mit uns über Freimaurerei nachdenkt.
Die Deadline des Lebens: Wie Endlichkeit uns antreibt
2025/11/06
Über den Tod reden wir nicht gern. Was ist es, das uns so sprachlos macht? Verdrängen wir? Müssen wir den Tod beiseiteschieben, um uns aufs Leben zu konzentrieren? Oder macht gerade die Auseinandersetzung mit dem Tod unser Hier und Jetzt lebenswerter? Von der Antike bis zur Moderne ist wohl kaum ein Thema in Philosophie und Theologie mehr bearbeitet worden, als die eigene Endlichkeit und die Frage, was von uns bleibt. Von Aristoteles bis Sartre, von Arendt bis Schopenhauer, sie alle haben dazu spannende, bisweilen überraschende Anschauungen geäußert und alle wollen einen Weg aufzeigen, um mit Anfang und Ende in unserem Leben umgehen zu lernen. In der November-Folge des Freimaurerinnen-Podcasts setzen sich Antje und Barbara mit der Frage auseinander, warum es sinnvoll ist, sich mit der eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen und in welcher Weise die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit ein fundamentaler Aspekt freimaurerischer Ritualpraxis ist. Dabei untersuchen sie auch die Longevity-Trends, die zwischen dem vernünftiger Wunsch, möglichst lang gesund zu leben und dem Wunsch nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit pendeln. Die Endlichkeit, die der Tod unserem Leben vorgibt, ist eine wichtige Richtschnur für unsere Entscheidungen. Wenn ich weiß, dass das Leben endlich ist, bekommt es eine andere Gewichtung. Je früher ich darauf achte, desto zufriedener kann ich am Ende sein. Und letztlich führt die Auseinandersetzung mit dem Tod zu der Frage: Wie will ich eigentlich leben?
Freimaurerei im Spiegel der Medien
2025/10/09
Wie ist das eigentlich? Kommt Freimaurerei in der Öffentlichkeit überhaupt vor und wenn, wie wird sie in den Medien dargestellt? Nach nun drei Jahren Freimaurerinnen-Podcast wollen Antje und Barbara wissen, ob sich die Sichtbarkeit von Freimaurerei verändert hat und wie und über welche Anlässe heute berichtet wird. Dazu nehmen sie verschiedene Medien, darunter Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksender, aber auch Social Media- und YouTube-Beiträge unter die Lupe und analysieren, wie Freimaurerei dargestellt und beurteilt wird. Bereits bei einer Google-Suche zeigen sich je nach Quelle deutliche Unterschiede wie Freimaurerei dargestellt wird. Viele Treffer sind Beiträge einzelner Logen und Großlogen, die informativ sind und meist auf Veranstaltungen hinweisen. Bei YouTube finden sie aber beispielsweise einen bunten Strauß unterschiedlichster Formate und Darstellungsarten, je nachdem welche Zwecke verfolgt werden und wer der Verfasser dieser Beiträge ist. Offensichtlich beschäftigen sich hier sehr unterschiedliche Menschen mit dem Thema Freimaurerei, welche, die erkennbar Freimaurer*innen sind oder offen damit umgehen, dass sie keiner Loge angehören, aber auch Personen, die keine Klarnamen verwenden und deren Aktivitäten möglicherweise ausschließlich monetär begründet sind. Hier den Überblick zu behalten ist nicht leicht. Welchen Eindruck bekommen also Menschen, die sich über Freimaurerei informieren möchten, digital vermittelt? Eine Einschätzung dazu geben Antje und Barbara in ihren Oktober-Folge AUS DER BAUHÜTTE.
Schreibend denken – die freimaurerische Zeichnung
2025/09/11
In der vierzigsten Folge "Aus der Bauhütte" stellen Antje und Barbara ein Kernstück jeder freimaurerischen Arbeit vor, die Zeichnung. In Anlehnung an die Tradition der Dombauhandwerker bei ihren Treffen Konstruktionszeichnungen auszutauschen und zu besprechen, gehört zu einer freimaurerischen Arbeit ein kurzer Vortrag, in dem eine Schwester einen Auszug ihrer Gedankenwelt vorstellt, der zum Weiterdenken anregt und sich mit Fragen des Lebens und der Freimaurerei beschäftigt. Schreiben trägt zur Ordnung und Analyse von Wissen bei, ist auch heute noch Mittel zur Erkenntnis, ganz in der Nachfolge der von Aristoteles begründeten wissenschaftlichen Methodik. Spätestens seit der Zeit der Aufklärung ist Schreiben auch ein Mittel zur Selbstreflexion und Selbstbildung. Für Frauen war und ist Schreiben darüber hinaus auch immer ein emanzipatorischer Akt und das Schreiben einer freimaurerischen Zeichnung somit eine Möglichkeit, die eigene Stimme zu finden und zu trainieren. In der Kognitionswissenschaft ist Schreiben ein zentrales Denkmuster, da beim Schreiben Gedächtnislandkarten aktiviert, gespeichertes Wissen verknüpft und neue Gedankenwege gebahnt werden. So ist Schreiben ein schöpferischer Akt, der zur persönlichen Weiterentwicklung und Bildung beiträgt. Diese Zeichnungen, in den Logen vorgetragen und durch ergänzende Beiträge der Schwestern bereichert, sind ein Impuls zum Weiterdenken und so entsteht reflexiv ein Wissenszuwachs in der gesamten Gruppe. Die Verschriftlichung und damit die Möglichkeit später auf die Skripte zurückzugreifen, bewahrt die Gedanken der Schwestern und trägt zur Erweiterung des kollektiven Wissen über Freimaurerei bei.
Veränderung, das freimaurerische Paradoxon
2025/08/08
Wechsel, Umwandlung, Neugestaltung - Berichtigung, Innovation und Übergang sind nur einige Worte, mit denen der Begriff Veränderung umschrieben werden kann. Veränderung erscheint erst einmal neutral, die Synonyme zeigen aber, dass im Aussprechen oder Hören bereits ein hohes Potential für mögliche Bewertungen liegt. So facettenreich der Begriff auch sein mag, er begegnet uns immer wieder in der Freimaurerei. Sei es ursprünglich in der maurerischen Tradition, wo der Steinmetz mit seinen Werkzeugen den Stein so bearbeitet, verändert, dass er einen Platz im Kathedralenbau finden kann oder heute, im übertragenen Sinne, dass wir mit unseren Werkzeugen des Verstandes ein Thema so bearbeiten, dass darauf Zukunft gebaut werden kann. Was heißt das konkret? Freimaurerin sein bedeutet, Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein, nicht auf Altem unreflektiert zu beharren und Innovation, Veränderung nicht nur zuzulassen, sondern zu begrüßen. In dem freimaurerischen Erkenne dich selbst ist der nächste Schritt hin zum Gewünschten ja bereits angelegt, denn das Erkennen des Ist-Zustands ist kein Selbstzweck, sondern der Startpunkt der gewünschten Veränderung zu dem, was wir selbst als richtig und wichtig erkannt haben. Dieser Wunsch nach Veränderung wird in dem Ausspruch Werde die, die du bist deutlich auf den Punkt gebracht. Freimaurerisch Denken endet aber nicht bei der eigenen Veränderung, sondern nimmt auch die Veränderung der Gesellschaft hin zu einem friedlichen, demokratischen, gleichberechtigten Miteinander in den Blick und entwickelt Strategien, wie Geschwisterlichkeit als Leitmotiv unseres Handelns umgesetzt werden kann. Die Entwicklung einer schöpferischen Haltung, mit der die Gestaltung des eigenen Umfeldes möglich wird, ist in der Loge Auftrag und Herausforderung zugleich.
Das Gute braucht mehr Aufmerksamkeit
2025/07/11
"Nutze die Kraft der positiven Gedanken", "entwickle ein positives Mindset" und ähnliche Sprüche schallen uns vielfach in sozialen Medien, in firmeninternen Resilienztrainings und Gesundheitsportalen entgegen. Doch was ist dran an derartigen Heilsversprechen und lohnt sich eine Perspektivverschiebung oder machen wir uns hier nur eine heile Welt, während die Realität ganz anders aussieht? In der aktuellen Folge Aus der Bauhütte schauen sich Antje und Barbara dazu wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Medizin an und diskutieren, in wieweit sich diese Erkenntnisse auf unser alltägliches Leben übertragen lassen. Medial werden wir in der Regel vor allem mit negativen Nachrichten gefüttert, selten wird über positive Entwicklungen ausführlich berichtet. Dadurch liegt der Fokus unserer Aufmerksamkeit eher bei negativen Entwicklungen und das Gute hat es schwer, von uns wahrgenommen zu werden. In der Freimaurerei möchten wir mit dem Streben nach dem Guten, Wahren und Schönen zu dieser antrainierten Haltung einen klaren Kontrapunkt setzen und in der Gemeinschaft Erfahrungsräume schaffen, die einen Perspektivwechsel zu den medial transportierten und allzu oft destruktiven Narrativen unserer Zeit ermöglichen. Das heißt nicht, dass die Augen vor katastrophalen Entwicklungen verschlossen werden, sondern, dass sehr bewusst die eigenen Möglichkeiten analysiert und danach gehandelt wird. Mit dem Fokus auf den eigenen Möglichkeiten und den Möglichkeiten als Gruppe, können neue Projekte angestoßen und der circle of influence möglicherweise erweitert werden. Indem wir uns mit zahlreichen Facetten von Realität auseinandersetzen, schulen wir unseren Blick auf Vielfältigkeit, stellen uns den gesellschaftlichen Herausforderungen und sind bestrebt, aktiv an Lösungen für diese Herausforderungen mitzuarbeiten.

Podcast-Bewertungen

Lesen Sie Aus der Bauhütte Podcast-Bewertungen


0 von 5
0 Bewertungen

Podcast-Sponsoring-Werbung

Starten Sie Werbung auf Aus der Bauhütte relevanten Zielgruppen-Podcasts


Was moechten Sie bewerben?