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Dieser Podcast hat
268 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2023/02/16
Neueste Episode
2026/10/05
Durchschnittsdauer
13 min.
Veröffentlichungsintervall
10 Tage

Beschreibung

Wo Meinungen aufeinander treffen.

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„Wir brauchen echte Daten, sonst können wir nicht realistisch testen.“
2026/10/05
„Wir brauchen echte Daten – sonst können wir nicht realistisch testen.“ Bei manchen löst dieser Satz sofort ein Nein aus. Bei mir eine Anforderungsanalyse. Was genau muss an den Daten real sein? Reichen synthetische Daten mit denselben Strukturen und Sonderfällen – oder braucht es bei Migrationen, Cut-over-Tests oder für prüfungsrelevante Nachweise tatsächlich den Originalbestand? Privacy by Design beginnt für mich hier nicht mit einem pauschalen Verbot, sondern mit einer begründeten Entscheidung: Welche Datenrealität braucht dieser Test wirklich?
Informationssicherheit beginnt manchmal mit Schweigen
2026/10/01
Informationssicherheit besteht nicht nur aus Firewalls, Verschlüsselung und Zugriffsrechten. Auch Gespräche können Informationen über Systeme, Prozesse und Schwachstellen offenlegen. Wirksame Technical Governance verbindet deshalb technische Schutzmaßnahmen mit klaren Regeln, Datenschutzorganisation und einem Bewusstsein dafür, welche Informationen in welchem Umfeld geteilt werden sollten.
Wenn IT und Datenschutz erst am Ende gefragt werden
2026/09/29
Eine fachlich gute Digitalisierungsidee kann scheitern, wenn IT, Informationssicherheit und Datenschutz erst eingebunden werden, nachdem Lösung und Projekt bereits weitgehend feststehen. Technical Governance bedeutet deshalb auch, technische und regulatorische Voraussetzungen frühzeitig in die Anforderungsdefinition einzubeziehen. Nicht erst in die Abnahme.
Verschwindet das Handwerk des Programmierens?
2026/09/23
Thorsten Ball zeichnet ein radikales Zukunftsbild, in dem Coding Agents viele heutige Praktiken der Softwareentwicklung ersetzen. Doch dieses Zukunftsszenario darf nicht mit den Anforderungen verwechselt werden, die heute für Qualität, Sicherheit, Nachweisbarkeit und Compliance gelten. Je stärker die Implementierung automatisiert wird, desto wichtiger wird Technical Governance: nicht jede Codezeile kontrollieren, sondern Anforderungen, Entscheidungen, Kontrollen und Ergebnisse nachvollziehbar, verantwortbar und auditierbar machen.
Wenn Entscheidungen nicht ankommen
2026/09/18
Eine Entscheidung ist noch keine Prozessänderung. Erst wenn Planung, Information, Umsetzung und Rückmeldung denselben neuen Zustand abbilden, ist sie organisatorisch wirklich angekommen. Offene Regelkreise erzeugen Reibung, Workarounds und falsche Folgeentscheidungen – deshalb ist Prozessqualität immer auch eine Frage von Verantwortung, Datenqualität und Technical Governance.
Wenn Datenschutz nur Nein sagt
2026/09/16
Datenschutz darf nicht bei einem „Nein“ enden. Gute Governance bewertet den konkreten Schutzbedarf, berücksichtigt vorhandene technische Schutzmaßnahmen und stellt Mitarbeitern einen sicheren, praktikablen Alternativweg zur Verfügung. Gerade bei der E-Mail-Kommunikation zeigt sich, dass pauschale Kategorien wie „verschlüsselt“ oder „unverschlüsselt“ zu kurz greifen: Entscheidend ist das tatsächliche Risiko und das erforderliche Schutzniveau. Wirksame Technical Governance übersetzt deshalb regulatorische Anforderungen in Prozesse und technische Lösungen, mit denen Arbeit sicher und zugleich praktikabel erledigt werden kann.
Weniger Mikromanagement ist nicht dasselbe wie weniger Governance: Codequalität in der AI-gestützten Softwareentwicklung
2026/09/14
Noch vor wenigen Monaten musste man Coding Agents eng führen. Heute kann man ihnen umfangreiche Entwicklungsaufgaben geben und sie über längere Strecken selbstständig arbeiten lassen. Das bedeutet aber nicht, dass Qualitätskontrollen überflüssig werden. Im Gegenteil: Je leistungsfähiger die Agents werden, desto stärker verschiebt sich die Frage von „Wie kontrolliere ich jeden Arbeitsschritt?“ zu „Wie stelle ich sicher, dass das Ergebnis richtig, nachvollziehbar und verantwortbar ist?“
Der gepflasterte Weg und der Trampelpfad
2026/09/11
Wenn alle den Trampelpfad nehmen, sollte man sich den gepflasterten Weg genauer ansehen. Digitalisierung scheitert nicht immer an fehlender Technik. Manchmal ist die Software da. Der Prozess ist definiert. Alles sieht sauber aus – und trotzdem wählen die Menschen einen anderen Weg. Warum? Weil der inoffizielle Weg im Arbeitsalltag einfacher funktioniert als der offiziell vorgesehene. Workarounds sind deshalb nicht automatisch ein Disziplinproblem. Sie können sehr präzise zeigen, wo Prozesse an der Realität vorbeigehen. Im ersten Beitrag unserer kleinen Reihe „Wenn Digitalisierung an den Schnittstellen scheitert“ geht es darum, warum der Trampelpfad manchmal die ehrlichste Prozessdokumentation einer Organisation ist.
Cloud, Chips, Open Source: Europas digitale Machtfrage
2026/06/12
Die EU will Europas Abhängigkeit von ausländischen Tech-Anbietern verringern. Das neue Paket betrifft Halbleiter, Cloud- und KI-Infrastruktur, Open Source und Rechenzentren. Die tagesschau ordnet den Plan als Antwort auf digitale Abhängigkeit von ausländischen Konzernen und Regierungen ein. Was die Folge klärt: - Warum digitale Souveränität mehr ist als Datenschutz. - Warum Open Source ohne Betrieb, Personal und Finanzierung nicht reicht. - Warum lokale oder europäische KI nur mit Infrastruktur eine echte Alternative wird. Folgen Sie netkiosk.digital in Apple Podcasts, wenn Sie weitere Einordnungen zu digitaler Politik, Technik und Gesellschaft hören möchten.
Microsoft Scout: Der Agent im Sicherheitsparadox
2026/06/08
Microsoft Scout soll im Arbeitsalltag handeln, nicht nur antworten. Der neue Agent zeigt, wie tief Enterprise-KI in Büroprozesse eingreifen kann. Scout bekommt Zugriff auf Microsoft-365-Daten, Dateien, Browser und Shell. Gleichzeitig basiert der Agent auf OpenClaw. Microsofts eigenes Security-Team hatte für OpenClaw zuvor strenge Vorsicht empfohlen. Daraus entsteht ein Sicherheitsparadox. Was die Folge klärt: - Warum Scout mehr ist als ein weiterer Chatbot. - Welche Risiken aus Autonomie, Berechtigungen und Memory entstehen. - Warum Kostenkontrolle und digitale Souveränität zusammen gedacht werden müssen. Folgen Sie netkiosk.digital in Apple Podcasts, wenn Sie weitere Einordnungen zu digitaler Politik, Technik und Gesellschaft hören möchten.
KI-Kosten: Wenn der Zähler weiterläuft
2026/06/05
GitHub Copilot zeigt, wohin sich der KI-Markt bewegt: weg vom Gefühl der Flatrate, hin zu messbarem Verbrauch. Die Folge erklärt, warum diese Kostenlogik nachvollziehbar ist, warum sie trotzdem gefährlich werden kann und weshalb lokale KI ein Teil der Antwort sein kann. Das klärt die Folge: -> Warum tokenbasierte Abrechnung kein Ausreißer ist. -> Welche Managementfehler KI-Kosten treiben. -> Wann lokale KI mehr Kontrolle schafft.
Ist heute Ihr Digital Independence Day?
2026/06/03
Digitale Unabhängigkeit ist möglich, aber nicht ohne Kompromisse. Die Folge zeigt Risiken durch Big Tech, konkrete Alternativen und den Bedarf an Exit-Strategien. Besonders Unternehmen sollten jetzt ihre Abhängigkeiten prüfen.
Kubicki gewinnt. Der Richtungsstreit bleibt.
2026/06/01
Kubicki hat gewonnen. Trotzdem ist seine Wahl kein glatter Neustart für die FDP. Die Gegenkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann erinnert Thorsten an den SPD-Parteitag 1995. Damals wurde aus einer Personalfrage ein offener Richtungsstreit.
Hacker, Hersteller und der Moment der Wahrheit
2026/05/27
Responsible Disclosure beschreibt den geordneten Umgang mit Sicherheitslücken. Der aktuelle Streit zwischen Microsoft und Chaotic Eclipse zeigt, warum klare Meldewege, faire Reaktionen und vorsichtige Veröffentlichungen für Nutzer und Unternehmen wichtig sind.
Spanien legalisiert illegale Einwanderer
2026/05/22
Überlastete Sozialsysteme, zu geringe Geburtenraten, fehlende Fach- und Arbeitskräfte - diese Faktoren ergeben die Motivation für eine wenigstens in Teilen nicht so restriktive Einwanderungspolitik Spaniens, die von großem Pragmatismus, von der Anerkennung längst bestehender Realitäten getragen wird.

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