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Blick in die Bibel

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Dieser Podcast hat
2000 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
DOMRADIO.DE
Explizit
Nein
Erstellt am
2023/04/05
Neueste Episode
2026/10/05
Durchschnittsdauer
10 min.
Veröffentlichungsintervall
2 Tage

Beschreibung

Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann.

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Mit offenen Augen durch die Welt gehen - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/05
Was bedeutet es, seinen Nächsten zu lieben? Im Evangelium nach Lukas (10,25–37) erzählt Jesus die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Marie Euteneuer, theologische Referentin beim Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf sagt, es sei hier wichtig zu wissen, dass ein Samariter damals nicht zum Volk Israel gehörte - sondern ein Fremder sei. Ausgerechnet er hilft dem verletzten Mann, während ein Priester und ein frommer Levit an ihm vorübergehen. Für Euteneuer liegt darin eine zentrale Botschaft: Nächstenliebe beginnt damit, hinzusehen. „Mit offenen Augen durch die Welt gehen“ und wahrnehmen, wer Hilfe braucht – darum gehe es. Jesus frage schließlich nicht: Wer gehört zu meinem Nächsten? Entscheidend sei vielmehr die Frage: „Wer ist demjenigen zum Nächsten geworden?“ Nächstenliebe werde damit zu einer konkreten Handlung. Dabei umfasst die Liebe für Euteneuer dreierlei: die Liebe zu Gott, zum Mitmenschen und auch zu sich selbst. Als Impuls für den Alltag verweist sie auf Madeleine Delbrêl, die davon sprach, in jedem Menschen Gott zu begegnen. Eine solche Haltung könne helfen, auch schwierigen Menschen barmherzig zu begegnen. Denn Handeln beginne immer mit einer Haltung – und diese könne der erste Schritt sein, die Botschaft des Evangeliums im Alltag lebendig werden zu lassen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben! Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jéricho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vorüber. Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber. Ein Samaríter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag holte er zwei Denáre hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien meinst du, ist dem der Nächste geworden, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso! (Lk 10,25-37)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Bei Gott ist kein Mensch vergessen" - Gespräch mit Norbert Bauer
2026/10/03
Im Lukasevangelium (10,17–24) berichten die Jünger begeistert, dass ihnen sogar die Dämonen gehorchen. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, versteht diese Dämonen als Bilder für das, was Menschen unfrei macht: "Dinge, die gefangen halten, niederdrücken und unglücklich machen". Besonders eindrücklich findet er Jesu Satz: „Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ Der französische Philosoph René Girard hat dieses Bild zum Titel eines Buches gemacht und darin die Gewaltverstrickungen der Gesellschaft untersucht. Für Bauer liegt darin eine wichtige Botschaft: "Wenn das Böse seine Macht verliert, muss Gewalt nicht länger mit Gewalt beantwortet werden".Auch die Zusage, dass die Namen der Jünger im Himmel verzeichnet sind, hat für Bauer eine besondere Bedeutung. Sie steht für die Gewissheit: Bei Gott ist kein Mensch vergessen. Namen bewahren Identität – auf einem Grabstein ebenso wie im „Himmel“.Aus dem Evangelium nach Lukas: In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und sagten voller Freude: Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen. Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. (Lk 10,17-24)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder" - Gespräch mit Norbert Bauer
2026/10/02
„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder“ – das Tagesevangelium aus Mt 18,1–5 stellt eine ungewöhnliche Forderung. Doch was bedeutet es, wie ein Kind zu werden? Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, warnt zunächst vor einem allzu romantischen Kinderbild: Kinder seien keineswegs immer brav, vernünftig oder angenehm. Entscheidend sei vielmehr, was sie uns beim „Umkehren“ zeigen können. Im griechischen Original gehe es um ein neues, anderes Denken. Kinder hätten die Fähigkeit, Gewohntes zu verlassen, Neues auszuprobieren und die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.Zugleich sei die Botschaft Jesu gesellschaftlich und kirchlich höchst provozierend. Zur Zeit Jesu hatten Kinder kaum Rechte und standen nicht im Mittelpunkt. Dass Jesus sie dennoch in die Mitte stellt, mache deutlich, wie schützenswert und wichtig sie sind. Gerade vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche bekomme dieser Evangelientext eine besondere Bedeutung. Dass Kinder trotz dieser klaren Botschaft missbraucht und Fälle vertuscht werden konnten, zeige einen massiven Widerspruch zur eigenen Botschaft der Kirche. Das Evangelium könne deshalb auch heute als Warnschild verstanden werden: Kinder müssen ernst genommen und geschützt werden.Aus dem Evangelium nach Matthäus: In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist denn im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters. (Mt 18,1-5.10)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Die Welt ist von Gott gewollt" - Gespräch mit Norbert Bauer
2026/10/01
Das Evangelium nach Lukas klingt zunächst befremdlich: Jünger sollen ohne Geldbeutel und Schuhe und ohne zu grüßen aufbrechen, Häuser betreten und dort schlicht sagen: „Friede diesem Haus.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, steckt darin jedoch eine wichtige Botschaft: „Ihr sollt nicht alleine sein.“ Jesus schickt die Jünger zu zweit los. Christlicher Auftrag ist demnach kein einsamer Weg, sondern gemeinsames Unterwegssein.Zugleich begegnen die Jünger den Menschen mit grundsätzlichem Vertrauen. „Friede diesem Haus“ bedeutet: Ich komme in guter Absicht. Gerade im Umgang mit Fremden könne man daraus heute lernen, so Bauer, zunächst davon auszugehen, dass auch der andere das Gute will.Auch die Aufforderung, unterwegs niemanden zu grüßen, versteht Bauer nicht als Aufruf zur Unhöflichkeit. Vielmehr gehe es darum, sich nicht vom eigenen Auftrag ablenken zu lassen. Jesus spricht dabei durchaus streng: Die Welt ist nicht frei von Gefahren. Dennoch widerspricht Bauer der Vorstellung, die Welt sei grundsätzlich böse. Schließlich habe Gott seinen Sohn gerade in diese Welt gesandt. Darin liege das grundlegende Vertrauen: Diese Welt ist von Gott gewollt – und deshalb lohnt es sich, in ihr Frieden zu bringen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe! Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt. (Lk 10,1-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Jesu Nachfolge ist eine Herausforderung" - Norbert Bauer im Gespräch
2026/09/30
Jesus erscheint in Lukas 9,57–62 als ein ungewöhnlich strenger Lehrer. Drei Menschen wollen ihm folgen, doch seine Antworten sind zunächst einmal irritierend. Dem ersten sagt er: „Der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, wird darin deutlich: Nachfolge Jesu ist keine bequeme Veranstaltung. Wer sich zu Jesus bekennt, muss damit rechnen, dass dieser Weg herausfordernd und unbequem sein kann.Besonders verstörend ist die Aufforderung an einen anderen, die Beerdigung des eigenen Vaters zurückzustellen. Gerade für eine Kirche, der eine würdige Trauer- und Erinnerungskultur wichtig ist, bleibt diese Aussage schwer verständlich. Bauer sieht darin einen Hinweis darauf, dass Jesus den Blick nach vorn lenkt: Die Vergangenheit soll nicht das Entscheidende sein, wenn eine neue Zukunft beginnt. Zugleich, so Bauer, lässt sich die Sperrigkeit des Textes nicht einfach auflösen. Die Evangelien seien häufig nicht eins zu eins in die Jetztzeit zu übertragen, sondern wurden für Menschen geschrieben, die unter anderen Bedingungen lebten. Die Herausforderung besteht deshalb darin, diese alten Worte ernst zu nehmen und zugleich auszuloten, was sie uns heute sagen können.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger auf ihrem Weg nach Jerusalem weiterzogen, sagte ein Mann zu Jesus: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst weggehen und meinen Vater begraben! Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich Abschied nehmen von denen, die in meinem Hause sind. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes. (Lk 9,57-62)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Gott sei Dank ist der Himmel offen" - Norbert Bauer im Gespräch
2026/09/29
Jesus erkennt Nathanael, der unter einem Feigenbaum sitzt und betet. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie in Köln sagt, der Feigenbaum könne für den Ort stehen, an dem fromme Menschen die Tora studierten. Nathanael erscheint so als ein Mensch, der tief in der jüdischen Tradition verwurzelt ist. Überhaupt, betont Bauer, darf die Szene nicht aus dem Blick verlieren, dass Jesus und seine ersten Jünger Juden waren.Am Ende der Begegnung spricht Jesus von Engeln, die über dem Menschensohn auf- und niedersteigen. Das erinnert Bauer an die Himmelsleiter aus dem Alten Testament: ein Bild dafür, dass der Himmel offen und die Erde nicht alles ist. Für Bauer liegt darin auch eine persönliche Botschaft: „Gott sei Dank ist der Himmel nach oben offen.“ Denn der Blick nach oben könne helfen, sich nicht ausschließlich an das Diesseits zu binden, sondern die Hoffnung auf eine Wirklichkeit wachzuhalten, die über diese Welt hinausweist.Aus dem Johannes Evangelium: In jener Zeit sah Jesus Natánaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Sieh, ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist. Natánaël sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philíppus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natánaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah; du wirst noch Größeres als dieses sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn. (Joh 1,47-51)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Wer der Kleinste ist, der ist groß" - Norbert Bauer im Gespräch
2026/09/28
Wer ist wirklich groß? Das fragen die Jünger im Tagesevangelium – und damit sind sie uns erstaunlich nah. Auch heute geht es oft darum, wer wichtig ist, wer gesehen wird, wer etwas zu sagen hat. Jesus beantwortet die Frage nicht mit einer langen Erklärung. Er stellt ein Kind neben sich. Für Norbert Bauer, Leiter der Kölner Karl Rahner Akademie, liegt darin eine starke Botschaft: „Das Neben-sich-Stellen eines Kindes finde ich so ein schönes Bild.“ Jesus macht damit aufmerksam, wie wichtig Kinder für unsere Gesellschaft sind. Wahre Größe zeigt sich deshalb nicht darin, selbst möglichst groß zu werden, sondern darin, sich den Kleinen und Schwachen zuzuwenden.„Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns, sagt Jesus. Karl Rahner habe diese Einstellung als "anonymes Christentum" verstanden, sagt Norbert Bauer, und er habe damit Menschen gemeint, die im Sinne des Evangeliums handeln, auch ohne sich selbst als Christen zu verstehen. So öffnet das Evangelium den Blick – auf die Kinder und auf alle, die anderen Freiheit, Zuversicht, Mitmenschlichkeit und Hoffnung schenken.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kam unter den Jüngern der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte sei. Jesus sah den Gedanken in ihren Herzen. Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß. Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen nachfolgt. Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. (Lk 9,46-50)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Was, wenn wir Gott nicht verstehen?" - Gespräch mit Sandra Schnell
2026/09/26
Zum letzten Mal in dieser Woche ist Sandra Schnell zu Gast bei "Blick in die Bibel". Die Pfarrbeauftragte aus Altena erzählt in der Samstagsfolge, wie sie am Wochenende Kraft tankt: mit ihrer Familie, beim Spaziergang in der Natur und bei kreativen Hobbys. Dazu gehört auch ihre Hobby-Imkerei. Von den Bienen können wir lernen, was Gemeinschaft bedeutet: Jede hat ihren Platz, jede ihre Aufgabe – und alle arbeiten zusammen. Im Evangelium kündigt Jesus seinen Jüngern seinen Tod an. Sandra Schnell versteht seine Worte als Einladung, die gemeinsame Zeit bewusst zu nutzen. Doch wie gehen wir damit um, wenn wir Gottes Wege nicht verstehen? Musik, Stille und Gebet helfen Sandra, zur Ruhe zu kommen und ihr Leben in Gottes Hände zu legen. Auch die Gemeinschaft kann stärken. Zum letzten Mal gibt sie den Zuhörerinnen und Zuhörern eine "Frage des Tages" mit auf den Weg: Was hilft dir, auf Gott zu vertrauen, wenn du Gott und die Welt nicht mehr verstehst? Ein berührender Abschluss der Woche mit Sandra Schnell – und ein Impuls, der vielleicht noch lange nachklingt. Ab Montag geht es mit einem neuen Gast weiter.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit staunten alle Leute über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern: Behaltet diese Worte in euren Ohren: Der Menschensohn wird nämlich in die Hände von Menschen ausgeliefert werden. Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte. (Lk 9,43b-45)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Bist du offen für Gottes Überraschungen?" - Gespräch mit Sandra Schnell
2026/09/25
Nachhaltig und fair – dafür steht die Pfarrei St. Matthäus in Altena. Die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell erzählt am Freitag im Podcast "Blick in die Bibel", welche Regeln ihre Gemeinde deswegen eingeführt hat: kein Einweggeschirr, fairer Bio-Kaffee und Recyclingpapier. Dazu kommen Tauschbörsen, gemeinsame Gartenaktionen und Ideen, wie Dinge weiterverwendet werden können. Auch privat lebt Sandra Schnell Nachhaltigkeit. Aus alten Handtüchern macht sie waschbare Küchenrollen, aus Jeans Taschen und aus Papier Grußkarten. Im Tagesevangelium fragt Jesus seine Jünger: Für wen halten mich die Leute? Petrus erkennt in ihm den Christus Gottes. Sandra Schnell erklärt, dass Jesus anders kam, als die Menschen erwartet hatten – nicht als mächtiger Herrscher, sondern als Wegbegleiter. Vielleicht zeigt sich Gott auch heute anders, als wir denken. Das erlebt sie insbesondere beim "Matthäus-Treff" in ihrer Gemeinde, einem Angebot für bedürftige Menschen. Die Begegnungen dort haben sie auch zu ihrer heutigen "Frage des Tages" inspiriert: Würdest du es merken, wenn Gott ganz unerwartet in dein Leben tritt? Eine Folge über Überraschungen, Nachhaltigkeit und die Frage, wo uns Gott begegnet.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen. Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. (Lk 9,18-22)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Ich würde mit Jesus tanzen" - Gespräch mit Sandra Schnell
2026/09/24
Wie erreicht man Menschen, wenn die Kirche vor Ort geschlossen wurde? Sandra Schnell, Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena, berichtet darüber am Donnerstag im Podcast "Blick in die Bibel". Sie setzt dafür auf aufsuchende Pastoral. Mit einer quietschgrünen Ape fahren sie und ihr Team auf Wochenmärkte und zu Veranstaltungen. Bei Kaffee und Waffeln kommen die Menschen ins Gespräch, erzählen von ihrem Leben und bringen ihre Fragen mit. Auch der "Segen to go" gehört zu ihrem Angebot: Menschen lassen ihre Tiere, Fahrräder oder Rollatoren segnen. Im Evangelium fragt Herodes: Wer ist dieser Jesus? Sandra Schnell erklärt: Für Christen ist Jesus der Sohn Gottes. Viel wichtiger sei aber die Frage, wer Jesus für jeden und jede persönlich ist. Für die Gemeindereferentin des Bistums Essen ist Jesus ein Wegbegleiter, der ihr Kraft und Mut gibt. Und worüber würde mit ihm sprechen, wenn sie ihn treffen könnte? Darauf gibt Sandra Schnell eine ungewöhnliche Antwort - zu hören im Podcast "Blick in die Bibel". Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit hörte der Tetrárch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden. Andere meinten: Elíja ist erschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Herodes aber sagte: Johannes habe ich enthaupten lassen. Wer aber ist dieser, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen. (Lk 9,7-9)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Vertraust du auf Gottes Wege?" - Gespräch mit Sandra Schnell
2026/09/23
Wie wird man Gemeindereferentin – und was hält einen nach vielen Jahren im Beruf? Sandra Schnell erzählt am Mittwoch im Podcast "Blick in die Bibel", dass sie schon nach dem Abitur spürte: Das ist mein Weg. Sie versteht ihre Arbeit als Berufung und begleitet Menschen jeden Alters – von der Taufe bis zur Beerdigung. Dabei möchte sie nicht nur über Gott sprechen, sondern den Glauben auch im eigenen Leben zeigen. Im Tagesevangelium sendet Jesus seine Jünger aus, um Gottes Liebe zu verkünden und Menschen zu heilen. Sandra Schnell erklärt, dass die Heilungen damals ein Zeichen waren: Gott liebt dich, du bist ihm wichtig. Die Aufforderung, ohne Vorräte loszuziehen, versteht sie heute als Einladung, Gott zu vertrauen. Denn nicht alles im Leben lässt sich planen oder kontrollieren. Auch in ihrem Alltag setzt sie diesen Gedanken um: Mit ihrem Kinderchor besucht sie ein Altenwohnheim und schenkt den Bewohnern eine schöne Stunde. Auch heute gibt Sandra Schnell den Zuhörerinnen und Zuhörern wieder eine "Frage des Tages" mit auf den Weg: Vertraust du darauf, dass Gott deine Wege lenkt und dich begleitet? Ein Impuls, der durch den Tag begleiten kann.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und um Krankheiten zu heilen. Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen. Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd! Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst! Wenn euch aber die Leute nicht aufnehmen, dann geht weg aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie! Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall. (Lk 9,1-6)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Wer gehört zu Jesu Familie?" - Gespräch mit Sandra Schnell
2026/09/22
Was bedeutet die Bibel für Sandra Schnell? Die Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena erzählt in der Dienstags-Folge des Podcasts "Blick in die Bibel", dass sie das Sonntagsevangelium oft durch die ganze Woche begleitet. Besonders schätzt sie das Bibelteilen, seit sie eine Zeit in Brasilien verbracht hat: Gemeinsam über einen Satz nachdenken und überlegen, was er für den eigenen Alltag bedeutet. Im Evangelium des Tages spricht Jesus über seine Familie. Als seine Mutter und seine Brüder ihn sehen wollen, sagt er: Seine Familie sind alle, die Gottes Wort hören und danach handeln. Sandra Schnell erklärt, dass Jesus damit die Glaubensgemeinschaft als eine große Familie beschreibt. Christsein zeigt sich für sie nicht nur im Gottesdienst, sondern auch darin, für andere da zu sein. In ihrer Gemeinde engagieren sich viele Ehrenamtliche – beim Helfen im Alltag, in der Gemeinde oder an ganz anderen Orten. Doch hören wir Gottes Ruf auch selbst? Und gelingt es uns, danach zu handeln? Die heutige Folge lädt dazu ein, genau darüber nachzudenken – und vielleicht einen eigenen Vorsatz für den Tag mitzunehmen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun. (Lk 8,19-21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Wem schenke ich meine Zeit?" - Gespräch mit Sandra Schnell
2026/09/21
Beim Podcast "Blick in die Bibel" ist diese Woche Sandra Schnell die Gesprächspartnerin. Sie ist Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena. Was bedeutet das? Sie leitet die Pfarrei gemeinsam mit einem "moderierenden" Priester und übernimmt viele Aufgaben, die sonst beim Pfarrer liegen – von der Organisation bis zur Seelsorge. Dabei setzt sie besonders auf das Engagement der Ehrenamtlichen und neue Gottesdienstformen. In der Montagsfolge spricht Sandra Schnell über den Apostel Matthäus, den die katholische Kirche heute feiert und der zugleich Patron ihrer Gemeinde ist. Im Evangelium geht es um Jesus und den Zöllner Matthäus. Jesus ruft ihn, obwohl er von vielen ausgegrenzt wird. Sandra Schnell sieht darin eine wichtige Botschaft für heute: Auch wir sollten Menschen nicht vorschnell verurteilen, sondern ihnen mit Barmherzigkeit begegnen. Für jeden Tag dieser Woche hat die Gemeindereferentin eine "Frage des Tages" im Gepäck. Ihre Frage für den Montag lautet: Wem schenken wir unsere Zeit? Und wer steht vielleicht am Rand und braucht unsere Aufmerksamkeit? Eine Frage, die zum Nachdenken einlädt – und die ihr im Podcast gemeinsam mit Sandra Schnell entdecken könnt.Aus dem Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder. (Mt 9,9-13)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Gott lässt wachsen, wir dürfen vertrauen" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
2026/09/19
Im Podcast "Blick in die Bibel" reflektiert Pater Maximilian Krenn über seine Begegnungen im Kloster: "Ich habe gelernt, dass wir gemeinsam auf der Suche sind – ich bin genauso ein Lernender wie die anderen." Sein Lieblingsvers (Psalm 37,5) – "Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue ihm" – begleitet ihn auf seinem eigenen Weg, der oft überraschend und unplanbar war. "Gott kennt meinen Weg, und ich darf mich ihm anvertrauen", betont er.Im Gleichnis vom Sämann im Lukasevangelium erklärt Jesus seinen Jüngern die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same, der auf guten Boden fällt, bringt Frucht. Pater Maximilian erklärt: "Es ist ein Mysterium, warum Gott manche auserwählt – doch jeder Mensch ist zum Leben in Fülle berufen." Der "Teufel" reißt das Wort aus dem Herzen – "das tut weh, wenn gute Gedanken wie Vertrauen oder Nächstenliebe wieder verschwinden". Die Aufgabe des Sämanns ist es, das Wort Gottes auszusäen – "ob es aufgeht, liegt nicht in unserer Hand. Wachsen lässt Gott."Warum wir trotz aller Unsicherheiten weiter aussäen sollen – und wie das Wort Gottes in uns Wurzeln schlägt, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als sich eine große Volksmenge versammelte und Menschen aus allen Städten zu Jesus kamen, sprach er in einem Gleichnis: Ein Sämann ging hinaus, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und wurde zertreten und die Vögel des Himmels fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Und ein anderer Teil fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht.Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen. Zu den anderen aber wird in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen.Das bedeutet das Gleichnis: Der Samen ist das Wort Gottes. Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden. Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig. Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort hören, dann aber hingehen und in Sorgen, Reichtum und Genüssen des Lebens ersticken und keine Frucht bringen. Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und Frucht bringen in Geduld. (Lk 8,4-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Gott nimmt uns mit all unseren Fehlern an" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB
2026/09/18
Am heutigen Freitag spricht Pater Maximilian Krenn über die Spannung zwischen menschlicher Schwäche und göttlicher Annahme. Er betont, dass sich zu blamieren für ihn eine heilsame Erfahrung war: "Es geht nicht um das Bild, das ich vor mir hertrage, sondern darum, wer ich wirklich bin – und dass Gott mich so annimmt." Benediktinische Freiheit bedeutet für ihn: "Nicht ausweichen müssen – weder vor anderen noch vor mir selbst oder Gott." Auch ein "Nein" kann aus Gewissen und Ehrlichkeit kommen.Im Evangelium zieht Jesus durch Städte und Dörfer und verkündet das Reich Gottes, begleitet von den zwölf Aposteln und Frauen wie Maria Magdalena, Johanna und Susanna, die ihn mit ihrem Vermögen unterstützen. Pater Maximilian erklärt: "Das Reich Gottes ist in Jesus selbst gegenwärtig – und wird erfahrbar, wenn wir uns um ihn versammeln, nicht um unsere eigenen Programme." Die Verwirklichung des Reiches geschieht durch lebendige Steine – Menschen, die an Gott glauben und in Gemeinschaft leben. "Unser Vermögen ist nicht nur materiell, sondern das, was wir selbst sind." Die Witwe in einem anderen Evangelium, die ihr Letztes gibt, zeigt: "Es geht darum, sich selbst zu schenken."Warum Gottes Reich uns alle braucht – und wie wir es im Alltag leben können, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susánna und viele andere. Sie unterstützten Jesus und die Jünger mit ihrem Vermögen (Lk 8,1-3)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

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