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Born in the GDR: Geschichte(n) aus einem verschwundenen Land

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Bewertung
★★★★★
5
von
1 Bewertungen
Dieser Podcast hat
35 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Antje Riis
Explizit
Nein
Erstellt am
2023/11/07
Neueste Episode
2026/10/04
Durchschnittsdauer
76 min.
Veröffentlichungsintervall
30 Tage

Beschreibung

Wie war die DDR: Grau, stinkend und menschenverachtend? Geprägt von Menschlichkeit, Gleichberechtigung und kollektivem Miteinander? Viele Geschichten aus dem Osten sind noch zu erzählen, müssen erzählt werden. Antje Riis will sie in diesem Podcast einfangen und festhalten. Ihre Gäste haben die DDR erlebt und erzählen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen vor und nach dem Mauerfall, wie sich das Leben für sie bis heute entwickelt und was sie sich für dich Zukunft wünschen. Über die Gastgeberin: Antje Riis wurde in der DDR, in Leipzig, geboren. Ihr erster Beruf ist "Facharbeiter Kellner", zu dem sie sich im legendären Hotel Merkur Leipzig (heute Westin) ausbilden ließ. Zehn Jahre später fing sie an redaktionell fürs TV zu arbeiten, wo sie für Talkshows wie Schreinemakers oder Johannes B. Kerner Prominente, Politiker, Autoren und Experten interviewte. Schon dort hatte Riis ein besonderes Interesse für die "Ostgeschichten" der Gäste, weil sie zu wenig nachgefragt wurden und werden. Antje Riis auf Instagram und Facebook: @born_in_the_gdr

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"Flüstern und Schreien"-Kultfilm Regisseur Dieter Schumann im Gespräch mit Antje Riis
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Wie kam der gelernte Matrose Dieter Schumann zur DEFA und überhaupt auf die Idee, einen Film über DDR-Musik und junge Fans zu drehen? Wie wurden die Bands ausgewählt und wie hat er sie und die Protagonisten überzeugt, dabei zu sein? Welche Band sagte ab, weil das Gerücht kursierte, Schumann sei von der Stasi? Wer erfand den Titel „Flüstern & Schreien“? Und warum lief der Film zunächst im westdeutschen Fernsehen und nicht im Fernsehen der DDR? Das und vieles mehr gibt es nur bei Born in the GDR. Und wir sprechen über seinen neuen Dokumentarfilm „Garten der Hoffnung“, für den Schumann eineinhalb Jahre lang ein Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgartenprojekt mitten in einem Schweriner Plattenbaugebiet begleitet hat- einen Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebensgeschichten zusammenkommen.
Meine Geschichten aus einem verschwundenen Land- Depeche Mode am 9/11 in Wien und 1993 in Leipzig
2026/08/30
Jeder weiß, wo er am 11. September 2001 war, als die islamistischen Anschläge in den USA die Welt erschüttern. Auch ich weiß es noch genau: in Wien. Und am Abend bei Depeche Mode. Warum ich ungeplant auf das Depeche Mode-Konzert kam und warum mir die Band diesen Tag gerettet hat, erzähle ich in dieser Folge. Meine Geschichte mit Depeche Mode beginnt allerdings viel früher: Im Juni 1993 spielen sie nach dem Mauerfall zum ersten Mal in Ostdeutschland, in Leipzig. 40.000 Menschen auf der Festwiese. Und ich bin nicht nur beim Konzert dabei, ich bin Backstage dabei. Was mein damaliger Job damit zu tun hatte und wie aus diesem Depeche-Mode-Konzert plötzlich eine Geschichte über die verrückte Umbruchzeit nach der politischen Wende in der DDR und die Glücksritter aus dem Westen wird und die Folge auch ein bisschen True Crime enthält, davon erzähle ich in dieser persönlichen Folge von „Meine Geschichten aus einem verschwundenen Land“. PS: Und Thomas D. kommt auch noch vor. ;-)
Erste DDR-Profi-Rock-Schlagzeugerin: Tina Powileit im Gespräch mit Antje Riis
2026/08/09
Leichtathletik, Reitsport und Akkordeon sind ihre Leidenschaften in Kindheit und Jugend, bis ein Zufall sie zum Schlagzeug spielen bringt und von Klaus Selmke (City) unterstützt wird. Nach dem Kino-Hit "Die Alleinseglerin" und auf dem Höhepunkt der Mona Lise-Karriere und nachdem sie zum erstem Mal Mutter wurde, verschwand die DDR und Mona Lise löste sich auf, Tina arbeitet in einem Squash-Center. Schließlich holt Gerhard Gundermann sie zu seiner Band "Die Seilschaft". Tina erzählt, wie sie sich als reine Frauenband in der Männerdomäne der DDR- Rockmusik behaupteten, warum wurde daraus dann doch eine gemischte Band, Stasi-Besuche, ihre absurde Mauerfalltag-Geschichte, wie sie nach der politischen Wende Fuß fasste, das Erbe von Gerhard Gundermann und wie sie schwere persönliche Schicksalsschläge überstand. Sie spricht außerdem offen von der Gewalt, die sie in ihrer ersten Ehe erlebt hat, wie sie den Mut fand, sich daraus zu befreien, und wie sie sich bis heute Leichtigkeit bewahrt hat.
Flachwitze-Queen, Moderatorin und Sängerin Seraphina Kalze im Gespräch mit Antje Riis
2026/07/12
Allein auf Instagram bringt sie rund eine halbe Million Menschen regelmäßig zum Lachen: 1983 in Halle an der Saale geboren, erlebt sie noch bewusst als Kind die DDR und den Mauerfall und vor allem die tiefgreifenden Veränderungen, die diese Zeit für ihre Familie mit sich bringt. Offen und sehr persönlich wie selten spricht sie über die Umbruchserfahrungen ihrer Eltern nach der Wiedervereinigung, darüber, wie diese Erlebnisse sie bis heute prägen und warum sie vieles aus ihrer ostdeutschen Erziehung bewusst an ihre eigenen Kinder weitergibt, auch wenn sie damit manchmal mit dem heutigen Zeitgeist aneckt. Außerdem erzählt Seraphina vom frühen Verlust ihrer Eltern und davon, weshalb es für sie keine Frage war, ihren schwer kranken Vater bei sich zu Hause in Hamburg zu pflegen. Wir sprechen über Trauer, Verantwortung und darüber, wie Humor selbst in den schwersten Momenten tragen kann. Auch ihr Buch „Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht“ spielt eine Rolle: Darin verarbeitet sie ihre persönlichen Schicksalsschläge und zeigt, warum Lachen nicht oberflächlich ist, sondern manchmal die größte Kraftquelle sein kann. Ein bewegendes, ehrliches und zugleich sehr unterhaltsames Gespräch über Herkunft, Familie, Verlust, Zusammenhalt und die besondere Kraft des Humors.
DDR-"Asozialen-Paragraf"- Weggenommen und adoptiert: Tim Steinwender im Gespräch mit Antje Riis
2026/06/07
Mein heutiger Gast ist Tim Steinwender. Seine Mutter Ramona ist 1978 erst 15 Jahre alt, als sie mit ihm schwanger wird. Doch statt Unterstützung zu bekommen, gerät sie ins Visier des Jugendamtes: die Begründung für die angebliche Kindeswohlgefährdung ist erschreckend schlicht: „jugendliche Mutti“. Mit nur elf Monaten wird Tim seiner Mutter weggenommen und in ein DDR-Wochenheim gebracht. Wenig später unterschreibt Ramona die Adoptionsfreigabe. Kurz darauf wird sie wegen sogenannter „Arbeitsbummelei“ verhaftet und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Der berüchtigte § 249 des Strafgesetzbuches machte es möglich, auch diffamierend als „Asozialen-Paragraf“ bezeichnet. Er kriminalisierte Menschen, die als arbeitsscheu galten oder anderweitig „aus der Reihe tanzten“. Mit sechs Jahren erfährt Tim Steinwender, dass er adoptiert ist, Jahrzehnte später beginnt er, seine leibliche Mutter zu suchen. Er sichtet Jugendamtsakten, Gerichtsunterlagen und Stasi-Dokumente. Er findet Briefe und sieht nach zehn Jahren Recherche zum ersten Mal ein Foto seiner Mutter. Die Suche wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit... Wir sprechen über seine außergewöhnliche Spurensuche und über den Schmerz eines verlorenen Lebensweges. Warum ihm die rechtliche Rehabilitierung seiner Mutter wichtig ist, wie ihn die jahrelange Suche nach seiner Mutter Ramona verändert hat und warum die Aufarbeitung der DDR-Geschichte noch lange nicht abgeschlossen ist, darüber sprechen wir jetzt.
Köchin des Jahres 2026: Maria Groß im Gespräch mit Antje Riis
2026/05/10
Für diese Folge bin ich nach Thüringen gereist, genauer gesagt nach Erfurt- Bischleben in die "Bachstelze" zu Maria Groß. Wir sprechen über ihre Kindheit in der DDR, die Umbrüche nach dem Mauerfall, ihren ungewöhnlichen Weg in die Spitzenküche und darüber, wie ihre Herkunft bis heute ihre Küche prägt. Außerdem geht es um ostdeutsche Identität, Heimat, ihre Rückkehr nach Thüringen und warum Orte wie die Bachstelze gerade heute so wichtig sind.
Amor und die Kids, Die Prinzen: Tobias Künzel im Gespräch mit Antje Riis
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Wir sprechen über seinen ungewöhnlichen Weg: vom Neunjährigen im Thomanerchor über das Leben im Internat bis hin zu ersten musikalischen Erfolgen in der DDR. Tobias erzählt von Reisen in den Westen, den subtilen Einfluss der Stasi und den Herausforderungen während der NVA-Zeit. Natürlich geht es auch um die Zeit nach dem Mauerfall: die entscheidende Begegnung mit Annette Humpe, wie es war, die erste Popsensation aus dem Osten im wiedervereinten Deutschland zu sein und die beeindruckende Karriere mit Millionen verkaufter Tonträger und warum jetzt der richtige Moment für ein Comeback von „Amor und die Kids“ ist
Verlassene DDR-Kinder- Jördis Mahanta im Gespräch mit Antje Riis
2026/03/15
Sommer 1989: In der DDR wächst der Protest. Tausende Menschen gehen auf die Straße, fordern Freiheit und Reformen. Doch während sich Geschichte auf den Straßen abspielt, passieren im Privaten Dinge, die bis heute kaum sichtbar sind. Jördis Mahanta ist Teenager, als ihre Eltern nach einer Reise aus West-Berlin nicht zurückkommen. Sie bleibt allein zurück in Ost-Berlin, Verlassen von den Eltern und der Frage: warum? Sie spricht über den Schock, das plötzliche Alleinsein und Hunger, warum sie als Tochter von „Republikflüchtigen“ ins Visier der Stasi gerät, und was passiert, als sie nach dem Mauerfall unangekündigt an der Wohnungstür ihrer Eltern in West-Berlin klingelt. Außerdem erzählt sie, warum sie heute als Kunsttherapeutin mit Heimkindern arbeitet, die selbst Verlusterfahrungen gemacht haben und weshalb sie dieses wenig erzählte Kapitel der Wendezeit weiter erforschen möchte.
Kino-und Theatermacher ("Sonnenallee") Leander Haußmann im Gespräch mit Antje Riis
2026/02/08
Er hat mit „Sonnenallee“ für den ersten erfolgreichen Kinofilm über die DDR nach der Wiedervereinigung gesorgt- wird ein zweiter Teil kommen? Leander, 1959 in Quedlinburg im Bezirk Halle/Saale geboren, wächst in einer Theaterfamilie auf. Sein Vater Ezard Haußmann ist ein beliebter Schauspieler in Theater und Film, seine Mutter Kostümbildnerin. Das Leben ändert sich abrupt, als er 9 Jahre alt ist: Sein Vater erhält zehn Jahre Berufsverbot. Von da an ist nichts wie zuvor, die Stasi Teil seines Lebens. Er lernt zunächst Facharbeiter für Tiefdruck, um dann Schauspieler zu werden. In Gera und Parchim, wo er anschließend engagiert wird, eckt er an, mal ist es die Loyalität zu einem Kollegen oder sein Ausreiseantrag. Nach dem Mauerfall macht er sich einen Namen als Theaterregisseur in Weimar und als Intendant am Schauspielhaus in Bochum, bevor er als Filmregisseur durchstartet. Wir sprechen u.a. darüber, wie er der Präsenz der Stasi in seinem Leben mit Humor begegnet ist, ob es heute einfacher ist, einen Film über die DDR machen zu können und ob sich das Bild des Ostens im Westen seit dem Mauerfall wesentlich verändert hat.
Antje Riis- Meine Geschichten aus einem verschwundenen Land- Musikerweckung
2026/01/11
Wie konnte man ohne internationale Musik, die man nicht einfach kaufen konnte, als Teenager in der DDR überleben? Ich mochte die Musik, die einige DDR-Bands machten. Sie ist selbstverständlich Teil meiner Identität, weil es mein Aufwachsen stark geprägt hat. Und das lag maßgeblich daran, dass man seinen Lieblingsbands begegnen konnte. Also, wie war das in der DDR, mit den Bands und den Fans? In dieser Folge erzähle ich euch von meinem ersten Konzert im Alter von 15 Jahren, was DDR-Rockmusik bei mir und vielen anderen ausgelöst hat, welche Anstrengungen unternommen wurden, um die Lieblingsbands wie Stern Meißen, Silly, Pankow oder Lift live zu sehen, in welche Gefahr ich mich insbesondere in einer Situation gebracht habe, aber auch, welche Begegnungen mich heute noch prägen.
DDR-Rockband Mona Lise+"GNTM by Heidi Klum": Lieselotte Reznicek im Gespräch mit Antje Riis
2025/12/07
Heute den meisten als Sechstplatzierte der 17. Staffel „Germanys Next Top-Model by Heidi Klum“ bekannt, kenne ich sie und wahrscheinlich meine Hörer schon seit den 80ern. Lise war Frontfrau und Keyboarderin der einzigen reinen professionellen Frauenband der DDR. Als Kind lebt sie im Musik-Internat, mit dem Ziel, klassische Pianistin zu werden, populäre Musik war dort verboten, die Regeln streng. Als 17 jährige wird sie mit dem Johann Sebastian Bach-Preis als beste Pianistin ausgezeichnet. Mona Lise bringt riesen Chancen für die Band: Annette Humpe will sie zu DDR-Zeiten produzieren, Udo Lindenberg als Vorband mit auf seine BRD-Tour nehmen- die DDR-Führung verhindert beides. Mitte der 80er wird aus der reinen Frauenband eine gemischte, die neuformierten Mona Lise hatten bald einen Schicksalsschlag zu verkraften: Gitarrist Peter Scheffler verstirbt mit nur 33 Jahren. Warum Liese schon vor dem Mauerfall aus der Band ausstieg und wie hart es war, von der Glamourwelt des Rock'nRoll als Musiklehrerin in den Schuldienst zurückzukehren, erzählt sie bei mir im Gespräch und wie die Modelkarriere nach ihrer Teilnahme bei GNTM frischen Wind in ihr Leben bringt.
1. FC Union Berlin-Trainer Steffen Baumgart im Gespräch mit Antje Riis
2025/11/02
Vor zwei Jahren ist er mir in der ARD-Doku „Hört uns zu! Wir Ostdeutsche und der Westen“ aufgefallen, weil er wie kein anderer frei von der Leber erklärt hat, dass er stolz ist, Ostdeutscher zu sein. Damals Trainer des 1. FC Köln, heute steht der Bundesliga-Trainer für den Erfolg des 1. FC Union Berlin. Geboren 1972 in Rostock, fand Baumgart schon früh seine Leidenschaft für den Fußball, trotz gesundheitlicher Hürden und eines kurzen Ausflugs als Kreismeister im Ringen. Wir sprechen über seine Zeit in der Fußball-Kaderschmiede der DDR, die Unsicherheiten der Wendejahre und seinen Weg nach Ostfriesland, wo er neben dem Fußball eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker machte. Außerdem erzählt der Wahlberliner, wie er sich seinen Jugendtraum erfüllt hat, Fußballtrainer zu werden und mit welchen Klischees er als „Ossi“ schon konfrontiert wurde.
"Hotel Matze"-Gastgeber Matze Hielscher im Gespräch mit Antje Riis
2025/10/05
Er möchte bei seinen Gästen herausfinden, wie die so ticken und heute versuche ich das mal bei ihm. ;-) Matze ist 1979 in Gröden, einem Dorf in der Nähe von Elsterwerda in Brandenburg, hat also Kindheit und ein Teil seiner Schulzeit in der DDR erlebt, die er als "schwer" bezeichnet. Wir sprechen über sein Heranwachsen mit Großeltern, die eine Bäckerei führten, die strenge Kindergartenerziehung in der DDR, das Aufwachsen im christlich geprägten Elternhaus. In seiner Teenagerzeit entdeckt er die Liebe zur Musik, die schließlich zu einer Bandmitgliedschaft bei "Virginia Jetzt" führte und sogar bei "Rock am Ring" spielten. Heute ist er einer der erfolgreichsten Podcaster des Landes mit seinem "Hotel Matze".
Silly-Keyboarder, Komponist und Produzent Ritchie Barton im Gespräch mit Antje Riis
2025/09/21
Er musste in meinen Podcast kommen! Seit 1986 kennen wir uns, ich war damals Teenager. Für uns Fans war Silly mehr als eine Band, sie wurde ein Stück Zuhause. Und Frontfrau Tamara Danz faszinierte: die kühle, starke Frau mit der gewaltigen Stimme, Haltung und einer Präsenz, die ganze Hallen in ihren Bann zog. Seit 1982 ist Ritchie bei Silly, ist er prägende Kraft in der Band und maßgeblich verantwortlich, dass Silly all die Jahre zusammenhielt. Mit Ritchie spreche ich über die Liebe zu Tamara, über Entscheidungen, die beide geprägt haben, über die großen Erfolge, sowie über die Rolle der Band in den letzten Wochen vor dem Einsturz der Mauer. Wir reden über die letzten Monate von Tamara nach ihrer Krebsdiagnose 1995, Abschied nehmen und darüber, was bleibt. Und natürlich über das Weiterleben von Silly nach ihrem Tod mit neuen Stimmen am Mikrofon.
Antje Riis- Meine Geschichten aus einem verschwunden Land- Wurde mein Modeltraum wahr?
2025/08/17
Nach den Misswahlen 1989 in der DDR und 1990 in der Wendezeit schien mein Modeltraum in greifbarer Nähe. Doch wie ging es danach weiter? Der Sommer 1997 bringt die Antwort: Die Hamburger Top-Modelagentur M4 will testen, wie ich bei internationalen Kunden ankomme. Ziel: Athen. Aufgewachsen in der DDR war individuelles Reisen für mich lange keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem stürzte ich mich in dieses Abenteuer – mit holprigem Englisch, jeder Menge Neugier und einer Portion Mut. In Griechenlands Hauptstadt erwarteten mich eine internationale WG, eine echte Rettungsaktion durch einen Lifeguard, überraschende mütterliche Gefühle – und ein Erotikshooting, das ganz andere Gründe hatte, als man denken würde.

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