
Werben im Podcast: SONNTAGs-Jause
Dieser Podcast hat
125 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Der SONNTAGExplizit
Nein
Erstellt am
2023/11/24
Neueste Episode
2026/10/18
Durchschnittsdauer
41 min.
Veröffentlichungsintervall
12 Tage
Beschreibung
Jeden SONNTAG serviert Chefredakteurin Sophie Lauringer mit ihren Gästen eine Jause mit Kuchen, Kaffee und manchmal auch mit Schlagobers. Wir erinnern uns an die Jausen unserer Kindheit, wo immer Zeit für Gespräche, Neuigkeiten und ein bisschen Tratsch war. Unsere Hörerinnen und Hörer bitten wir mit an den Jausentisch, das Rezept gibt es zu jeder Folge dazu. Credit: Rechte für den Podcast-Jingle der Sonntagsjause gehören dem SONNTAG.
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Der Arzt und seine Patrone
2026/10/18
Am 18. Oktober ist Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien, in der SONNTAGs-Jause zu hören. Der Arzt bringt gesunde Aufstriche zur Jause mit.
Markus Müller ist Rektor des berühmtesten Krankenhauses in Österreich. Der sub auspiciis promovierte Arzt lebt hier seine Berufung, die Forschung ist seine Leidenschaft. Er hat rund 200 Publikationen verfasst und freut sich bis heute über neue Methoden in der Medizin, in der die Künstliche Intelligenz bereits Partnerin ist: Implantate, die Patienten helfen, wieder zu hören oder eine neue Gehirn-Computer-Schnittstelle, mit der ein Mann mit schwerer amyotropher Lateralsklerose (an dieser Nervenkrankheit litt auch der bekannte Physiker Stephen Hawking) über wieder kommunizieren kann, das sind die Erfolge, über für die sich Markus Müller begeistert.
Rezept: Gervais-Nuss-Aufstrich
Zutaten (für 4 Portionen):
250 Gramm Gervais50 Gramm Butter, zimmerwarm50 Gramm Walnüsse, gehackt125 Gramm Sauerrahmein Teelöffel Salzeine Prise PfefferZubereitung:Für den Gervais-Nuss-Aufstrich die Butter mixen und dann mit den übrigen Zutaten vermengen. Zum Schluss den Gervais-Nuss-Aufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken.Quelle: Das Rezept stammt von Gute Küche.
Role-Model für Gute Tage
2026/10/11
Der Kabarettist Günther Lainer jongliert am 11. Oktober 2026 in der SONNTAGs-Jause. Er erklärt, warum er "z'fleiß katholisch" ist und bleibt und wie eine Brettljause für ihn richtig gut schmeckt: mit Mohnflesserl und Erdäpfelkas!
Günther Lainer lebt und arbeitet in Linz, weshalb er auch Gausl genannt wird. Er mag Wien und ist seit 1998 freischaffender (Klein-)Künstler vulgo Kabarettist.
Der gelernte Tischler ist aber auch Religionslehrer, Pastoralassistent, Clown, Autor, Schauspieler und Jongleur. Jetzt ist der 57-Jährige Testimonial für die Aktion „Gute Tage“ der Katholischen Erwachsenenbildung, die speziell die ältere Generation anspricht. Was ist für Günther Lainer ein guter Tag? „Wenn ich gut geschlafen habe.“ Was ihm immer hilft, ist das Jonglieren, das er sehr weiterempfehlen kann. Aber Vorsicht: „Alles, was leicht aussieht, ist eigentlich schwere Arbeit.“
Rezept: Erdäpfelkas
Damit ein Guter Tag auch ein guter Tag wird, sollte man auch gut essen. Günther Lainer verputzt immer gerne eine oberösterreichische Brettljause. Auf der darf ein Erdäpfelkas nicht fehlen.
Zutaten (für sechs Portionen):
400 Gramm Erdäpfel, mehlig und gekocht150 Gramm Zwiebelnfein gehackt150 Milliliter Sauerrahm80 Gramm Butter, zimmerwarm1 Knoblauchzehe, gehackt20 Gramm Schnittlauch, fein geschnitten1 Prise Salz1 Prise Pfeffer
Zubereitung:
Die ausgekühlten gekochten Erdäpfel schälen und reiben oder durch die Erdäpfelpresse drücken.
Erdäpfelmasse in eine Schüssel geben und mit den fein gehackten Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer sowie der sehr weichen Butter gut vermischen.
Abschließend den Sauerrahm untermengen und mit gehacktem Schnittlauch aromatisieren.
Tipp von Günther Lainer:
Ein Mohnflesserl schmeckt besonders gut dazu. In Wien heißt das beliebte Gebäck Mohnstriezel.
Das Rezept stammt von der Plattform Ich koche!
Welttag des Podcasts
2026/10/04
Am 4. Oktober 2026 erzählt Tatjana Lukáš, Podcasterin und Geschäftsführerin des Forum Journalismus und Medien, in der SONNTAGs-Jause über ihre Begeisterung für Podcasts und die Tiroler Küche.
Podcastformate sind gekommen, um zu bleiben. Das Audioformat, das über Streamingplattformen einfach auf dem Smartphone zeit- und ortsunabhängig gehört werden kann, feiert auch der 2014 ausgerufene Welt-Podcast-Tag am 30. September. Rezept: Kasknödel
Zutaten:
25 Dekagramm KnödelbrotSalzgut ein Achtel Liter Milchzwei bis drei Eiervier Dekagramm Buttereine gehackte Zwiebelgewiegte PetersilieKümmel20 Dekagramm Käse (Graukäse, Bergkäse, evtl. gemischt mit bröseligem Topfen)zwei bis drei Esslöffel Mehl
Zubereitung:
Kleinwürfelig geschnittene Semmeln salzen, mit Eiermilch übergießen, durchmischen und ziehen lassen. Butter heiß werden lassen, die Zwiebel darin anrösten und mit der Petersilie und dem Kümmel zum Brot geben. Käse reiben, würfeln oder verbröseln und zugeben. Die Masse mit Mehl binden, nochmals etwa zehn Minuten ziehen lassen. Gegendweise werden diese Knödel unterschiedlich weiterverarbeitet. Die Knödel mit nassen Händen zu formen und in Suppe oder Salzwasser zu kochen, ist die einfachste Art. Manchmal gibt man zur Flüssigkeit geröstete Zwiebel und gebröselten Graukäse.
Tipp:
Es ist auch gebräuchlich, zwei gekochte geriebene Erdäpfel unter die Masse zu geben. Häufig werden die Kasknödel in Butterschmalz herausgebacken oder flachgedrückt herausgepresst und dann erst in der Suppe gekocht oder ungekocht zu Sauerkraut gegessen.
Die gebackenen Kasknödel werden in Salzwasser mit Zieger kurz aufgekocht und dick mit Schnittlauch bestreut serviert. Als Beilage zu diesem Gericht eignen sich die verschiedensten Salate. Besonders gut schmeckt dazu das hausgemachte Rübenkraut. Dazu isst man beliebige Suppen, Salate oder trinkt Milch. Im Zillertal werden diese Kaspressknödel als „Zerggl“ bezeichnet. Manche mischen zum Teig noch etwas gebröselten „Grauen Kas“, geriebenen Bergkas oder bereiten eine Fülle aus gewiegtem und überdünstetem Spinat.
Das Rezept stammt aus dem Buch "Tiroler Küche".
Die Seele Italiens – Welttag des Kaffees
2026/09/27
Vor dem Welttag des Kaffees am 1. Oktober spricht Autorin und Kaffeliebhaberin und -expertin Elisabetta De Luca in der SONNTAGs-Jause über guten Kaffee und die Kaffeetradition in Italien und Wien. Passend dazu hat sie uns ein Rezept für Tiramisu mitgebracht.
Die Seele Italiens ist – nein, nicht immer der Vatikan – sondern una tazza di caffè; zumindest sieht das Elisabetta De Luca so. Aufgewachsen mit einem neapolitanischen Vater und einer Wiener Mutter wurde ihr die Liebe zum Kaffee in die Wiege gelegt – bis zu zehn Tassen trinkt sie täglich.Rezept: Tiramisu
Zutaten (für vier Personen):
500 Gramm Mascarponevier Eier180 Gramm ZuckerSchale einer unbehandelten Zitrone und/oder Orangezwei Packungen Savoiardi (Biskotten)250 Milliliter cafféZucker für den cafféRumPrise SalzKakaopulver (bitter) zum Betreuen
Zubereitung:
Das Eiweiß vom Dotter trennen und zu Schnee schlagen. Danach den Dotter gemeinsam mit dem Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren. Den Mascarpone hinzufügen und zu einer dicken Creme verrühren. Mit geriebener Zitronen- und/oder Orangenschale verfeinern. Abschließend den Eischnee unterheben. Nun einen starken caffé machen, zuckern und auskühlen lasen. Dann mit Rum vermischen und die Savoiardi oder Biskotten darin tränken. In einer Form auflegen, mit einer Schicht Creme bestreichen, nochmals eine Schicht getränkter Savoiardi darauflegen und mit einer Schicht Creme abschließen. Danach mindestens drei Stunden (besser über Nacht) kaltstellen. Vor dem Servieren mit bitterem Kakaopulver bestreuen.
Das Rezept stammt aus dem Buch "Una Tazza di Caffé - Die Seele Italiens in einer Tasse".
Der Vielschreiber
2026/09/20
Am 20. September 2026 ist Pater Andreas Batlogg, Priester, Jesuit und Publizist in der SONNTAGs-Jause zu hören. Die Publikationsliste des Vielschreibers umfasst 55 Seiten. Nun hat Pater Batlogg eine Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl geschrieben.
Der aus Vorarlberg stammende Pater Andreas Battlog ist ein Vielschreiber. Jetzt widmete er sich in einer biographischen Annäherung dem Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Er bezeichnet ihn als Glücksfall für die Wiener Kirche. Warum? Weil Josef Grünwidl die Erzdiözese gut kennt und weil er ein erfahrener Seel-Sorger im wahresten Sinn des Wortes ist. Rezept: Jesuitentee
Hinter dem Namen verbirgt sich der Mexikanische Drüsengänsefuß (Dysphania ambrosioides), in seiner Heimat auch als Epazote bekannt. Schon lange bevor europäische Entdecker die Neue Welt erreichten, nutzten indigene Völker das aromatische Kraut als Heil- und Gewürzpflanze.
Es galt als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und fand zugleich seinen festen Platz in der Küche, etwa als Gewürz für Bohnen- und Maisgerichte. Mit den spanischen Eroberern und Missionaren gelangte das Wissen über die Pflanze nach Europa. Die Jesuiten waren dafür bekannt, Heilpflanzen aus fernen Ländern zu erforschen und ihre Anwendung weiterzugeben. In Europa wurde das Kraut vor allem als Heiltee geschätzt. Gleichzeitig blieb die Pflanze ein Gewürz und verbindet bis heute Genuss und Heilkunde.
Zutaten:
zwei Teelöffel getrockneter Jesuitentee (Epazote, bio)zwei Tassen WasserNach Belieben etwas Agavensirup oder frischer Zitronensaft zum Verfeinern
Zubereitung:
Das Wasser in einem kleinen Topf oder mit dem Wasserkocher zum Kochen bringen. Den Jesuitentee hinzugeben und die Hitze reduzieren. Das Ganze fünf bis zehn Minuten bei niedriger Temperatur ziehen lassen. Den Tee durch ein feines Sieb abseihen. Nach Wunsch mit Agavensirup oder einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.
Hinweis: Jesuitentee enthält ätherische Öle und sollte wegen des Wirkstoffs Ascaridol nur in Maßen und nicht dauerhaft getrunken werden. In der Küche wird er traditionell auch als Gewürz für Bohnengerichte genutzt, um Blähungen zu verringern.Buchtipp: Für euch Bischof, mit euch Christ
Der Jesuiten-Publizist Andreas R. Batlogg erstellt ein einfühlsames theologisches Porträt des Wiener Erzbischofs, das sein bisheriges Wirken und seine Vision für die Kirche aufzeigt.
Andreas R. Batlogg SJ, Für euch Bischof, mit euch Christ, 192 Seiten, EUR 25,00 ISBN 978–3–7022–4369–2, ISBN 978-3-85351-341-5, Tyrolia Verlag & Wiener Dom-Verlag.
Das Buch erscheint am 1. Oktober 2026.
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Feuer, Flamme, Leidenschaft
2026/09/13
Am 13. September 2026 ist Grill-Weltmeister Adi Bittermann in der SONNTAGs-Jause zu Gast. Er hat sein Rezept zu "Einbrennten Hund´" mitgebracht.
Sein Vater hat der Großmutter schon versprochen, dass Adi Koch wird. Die Rechnung ist aufgegangen: Der ambitionierte Lehrling lernte im Wiener Rathauskeller das Handwerk und bekochte auch Bürgermeister Leopold Gratz (1929-2006) mit Eiernockerl. Die erste Haube erhielt er 1994, jetzt kocht er im eigenen Bittermann Genusswirtshaus in Göttlesbrunn - „mit Liebe und Leidenschaft!“
Rezept: Einbrennte Hund’
Zutaten:
1,5 Kilo Erdäpfel2 große Zwiebeln1 gehackte Knoblauchzehe100 Gramm Butter25 bis 50 Gramm Mehl6 gehackte Essiggurkerlklare Suppe (Gemüsefond oder Rindsuppe) und Gurkerlessig nach Bedarf125 Gramm Sauerrahmeventuell zwei Esslöffel gehackte Kapernviel gehackte PetersilieSalz, Pfeffer aus der Mühle und geriebene Muskatnuss
Zubereitung:
Erdäpfel schälen, weich kochen und in Scheiben schneiden.
Zwiebeln fein schneiden, mit Knoblauch in heißer Butter hell anschwitzen, salzen und je nach gewünschter Sämigkeit mit mehr oder weniger Mehl stauben.
Zu einer hellen Einbrenn rösten. Gurkerl zugeben, mit etwas Suppe aufgießen und Sauerrahm einrühren. Eventuell noch etwas Gurkerlessig zugießen und alles breiig einkochen.
Pikant abschmecken, Kapern einrühren und die Erdäpfel zugeben. Aufkochen lassen und vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.
ME/CFS in der Familie
2026/09/03
Gerhard Ströck, Unternehmer und Familienvater, nimmt den Kampf gegen ME/CFS auf. In der SONNTAGs-Jause erzählt er von seinem Engagement gegen die Krankheit, von der zwei seiner Söhne betroffen sind.
2016 hat Gerhard Ströck, Bäckermeister, Unternehmer und Familienvater, erstmals von ME/CFS gehört. Sein Sohn Christoph wurde mit dieser Diagnose konfrontiert, nachdem er zwei Jahre lang erfolglos gegen Depressionen behandelt wurde.
So kritisiert Gehrhard Ströck die fehlende Ausbildung im medizinischen Bereich. Seine Erfahrung im Umgang mit ME/CFS: „Man darf nicht erwarten, dass einem jemand hilft. Man muss sich selbst informieren. Ich kenne aber noch keinen Erfolg“, bedauert Gerhard Ströck. Dafür starten nun Schulungen für das medizinische Personal – ein Schritt, über den sich der Vater freut.
Die Ströcks haben gelernt, mit der wenig bekannten Krankheit umzugehen, die die Betroffenen ausbremst wie den tatkräftigen Christoph, der viele Ideen für den Großbetrieb hatte. Die Söhne Philipp und Christoph sind nicht arbeitsfähig. Die Enkel sind zwischen neun und 13 Jahren alt und wachsen mit der Krankheit des Vaters und Onkels als Selbstverständlichkeit auf. Die Situation ist „ganz schwer“ für Gerhard Ströck. „Wenn ich die Hoffnung nicht hätte, würde ich nicht hier sitzen“, sagt der Vater.
Rezept Scheiterhaufen
Zutaten (für etwa 8 Portionen)
Für den Scheiterhaufen
750 Gramm trockene Briochekipferl (ca. 8 Stück)ein Liter Milch120 Gramm ZuckerZimtsechs EierFür die Kanarimilch
500 Milliliter Milchsechs Dotter80 Gramm ZuckerVanilleschoteFür das Erdbeer-Rhabarber-Kompott
400 Gramm Erdbeeren300 Gramm junger roter Rhabarber150 Gramm ZuckerSaft einer halben ZitroneFür die Hollerschneehaube
sechs Eiweiß400 Milliliter Hollersirup
Zubereitung
Für den Scheiterhaufen die Briochekipferl in Scheiben schneiden.
Milch, Zucker und Zimt am Herd lauwarm werden lassen und die Eier einrühren. Nach und nach über die Kipferl gießen und zirka 30 Minuten stehen lassen.
Bei 170 Grad Celsius zirka 35 Minuten backen.
Für das Kompott den Rhabarber und die Erdbeeren in mundgerechte Stücke schneiden. Mit dem Zucker und dem Zitronensaft vermengen und 15 Minuten stehen lassen, dann etwa zehn Minuten einkochen – bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Für die Kanarimilch zirka 50 Milliliter der Milch mit Zucker und den Dottern verrühren. Den Rest der Milch mit der Vanilleschote erhitzen. Kurz bevor sie siedet, die Vanilleschote entfernen und langsam die Dottermasse einrühren. Danach das Dotter-Milch-Gemisch langsam unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Kanarimilch eindickt.
Für die Hollerschneehaube das Eiweiß zu Schnee schlagen. Währenddessen den Hollersirup zirka bis zur Hälfte einkochen (zirka 120 Grad Celsius). Danach in das aufgeschlagene Eiweiß nach und nach einrühren. So lange weiterschlagen, bis alles ausgekühlt ist – zirka zehn Minuten.
Eiweiß gleichmäßig auf dem fertig gebackenen Scheiterhaufen verteilen und mit einem Bunsenbrenner abflämmen. Optional kann man die Schneehaube auch bei Oberhitze im Ofen bräunen.
Ein Ströck-Feierabend-Rezept von Gastronomieleiter Christopher Schramek.
Unerschütterlicher Glaubensoptimist
2026/07/05
Am 5. Juli ist Michael Prüller, der Pressesprecher der Erzdiözese Wien in der SONNTAGs-Jause zu Gast. Er erzählt über seine baldige Pensionierung und blickt zurück auf seine Arbeit.
Dass der studierte Jurist Journalist geworden ist, war fast ein Zufall. Als junger Familienvater war die Einladung der Tageszeitung „Die Presse“, für einige Zeit zu schreiben, willkommen – daraus wurden viele Jahre inklusive der Position des stellvertretenden Chefredakteurs.
Rezept: Topfengolatschen
Zutaten für die ganze Familie (Prüller mit zwei Eltern, acht Kindern, zehn Enkelkindern):
drei Packungen Blätterteig zum Beispiel Finis Feinstes (ergeben 45 kleine Golatschen)zwei Packungen fetten (gerne 40 Prozent) Topfen à 250 Grammein Becher Sauerrahmneun Esslöffel Kristallzucker (weniger, wenn man es nicht gerne so süß hat)eine halbe ZitroneSchalen-Abrieb von einer halben Zitronedrei Packerl Vanillezuckereineinhalb handvoll Rosinenein Ei
Zubereitung:
Die Füllung gut durchmischen. Teigblätter aufrollen. Von der Schmalseite 3 Bahnen schneiden, von der Breitseite 5 Bahnen (also pro Blätterteig 15 fast quadratische Rechtecke). Füllung auftragen. Gegenüberliegende Ecken zusammendrücken. Blätterteig mit verquirltem Ei bestreichen. Im vorgeheizten Rohr bei Umlufthitze 180 Grad für 20-25 Minuten backen (bis sie schön braun sind). Abkühlen lassen, mit Staubzucker bestreuen. Servieren. Genießen.
In der Tanzstunde
2026/06/28
Am 28. Juni 2026 ist Benimmpapst und Tanzlehrer Thomas Schäfer-Elmayer in der SONNTAGs-Jause zu Gast! Vor dem Ball mag er zum Essen am liebsten traditionelle österreichischer Küche wie Wiener Schnitzel oder Käsknöpfle aus Vorarlberg.
Den Elmayer, die bekannteste Wiener Tanzschule, führt Thomas Schäfer-Elmayer in dritter Generation. Die einzigartige Institution ist nach wie vor beliebt, die Jugendtanzkurse sind auch 2026 schnell ausgebucht.
Rezept: Käsknöpfle
Wir danken Schwester Christine Felder vom „Werk“, die als Vorarlbergerin das Rezept für Käsknöpfle geschickt hat. Schwester Christine hat viele Jahre lang Papst Benedikt begleitet und ihm jährlich eine viel gelobte Nusstorte zum Geburtstag gebacken.
Käsknöpfle-Rezept für vier Personen
Zutaten:
300 Gramm Glattes Mehl200 Gramm Griffiges Mehl (man kann auch 500 Gramm Spätzlemehl verwenden)vier Eierzwei Teelöffel Salz350 Milliliter Wasser300 Gramm geriebenen Käse (Mischung ist wichtig: Berkgäse, Räßkäse, Gouda oder Tilsiter…)drei Zwiebeln (nach Geschmack)reichlich geschmolzene Butter
Zubereitung:Zwiebel ringlig schneiden, mit Mehl bestäuben, in heißer Butter goldbraun braten und auf die Seite stellen, bis die Knöpfe gemacht sind. Mehl, Eier und Salz mit Wasser vermengen bis ein fester Teig entsteht (so wenig wie möglich rühren, sonst wird der Teig zäh). Dann durch einen Spätzlehobel oder ein Spätzlesieb in kochendes Salzwasser streichen. Wenn die Knöpfle an der Oberfläche schwimmen, abschöpfen und dann abwechslungsweise eine Schicht Knöpfle und geriebenen Käse in eine Käsknöpflepfanne (oder beliebige hitzebeständige Schüssel) geben. Sofort servieren.
Tipp: Dazu wird, je nach Tradition in den verschiedenen Regionen, ein Kartoffelsalat, ein Blattsalat oder Apfelmus serviert.
Wien, Wien nur du allein...
2026/06/21
In der SONNTAGs-Jause zu Gast ist diese Woche Gabriele Hasmann, Schriftstellerin und Podcasterin!
Die Wiener feiern einfach gerne“, davon ist Gabriele Hasmann überzeugt. „Das ist in uns drinnen.“ Menschen sind gerne bei Events dabei. Bei religiösen Veranstaltungen gab man sich in früheren Zeiten gerne fromm – öfter mehr aus Kalkül denn aus Glaubensgründen.
Wien im Mittelalter
Im Mittelalter war der Stadtumgang zu Fronleichnam eine Art Seitenblicke, ein Treffen der wichtigen Persönlichkeiten Wiens – übrigens ebenso bei Hinrichtungen. Da wurden auch Henkerwürstel und Galgenbier verkauft.
Kardinal "Plauscher"
Ein Massenevent war der Besuch von Papst Pius VI. im Jahr – da verlor sogar eine Frau im Gedränge ihr Leben. Oder Kaiserin Elisabeth, die bei ihrer Hochzeit 1854 in Ohnmacht gefallen ist. Denn der damalige Kardinal Othmar Rauscher predigte so lange, dass er den Spitznamen „Kardinal Plauscher“ bekam.
Podcast: „Badener Zeitspur.“
Die Journalistin widmet ihrer Heimatstadt den Podcast: „Badener Zeitspur.“ In die Jause bringt die Autorin figurfreundliche Ananastaschen aus Reispapier mit, die Gabriele Hasmann sehr gut schmecken.
Rezept: Ananastaschen
Zutaten für vier Stück:
vier Ananasscheiben im eigenen Saft (Dose)vier Reispapierblätter100 Gramm Frischkäse (0,2 Prozent Fettanteil)300 Gramm Griechisches Joghurt (0,1 Prozent Fettanteil)10 Gramm Mandelmehl entöltÖl zum Einsprühen
Zubereitung:
Ananasscheiben zehn Minuten bei 195 Grad im Backrohr vorbacken. Reispapier durch den Ananassaft und das Mandemehl ziehen. Frischkäse darauf verteilen und in acht Streifen schneiden. Den Teig um die Ananas wickeln und im Airfryer bei 195 Grad etwa 13 Minuten backen. Die fertigen Ananastaschen auf Joghurt servieren.Tipp: Das Joghurt kann auch gesüßt werden.
Gewinnspiel
Machen Sie mit und gewinnen Sie ein Exemplar des Buches "Wien, Wien nur du allein... - Sepktakel, Geselligkeit, Lebenslust" von Gabriele Hasmann. Beantworten Sie dazu folgende Frage und schicken Sie uns Ihre Antwort per E-Mail mit dem Betreff "Gewinnspiel SONNTAGs-Jause" an [email protected]:
Wie hieß jene Geliebte von Kaiser Franz Joseph I. mit der er sich auf einem Bankerl in Schönbrunn heimlich traf?
Pro Gerechtigkeit
2026/06/07
Am 7. Juni ist Helmut Schüller, Pfarrer zwischen Weltethos und Ungehorsam, in der SONNTAGs-Jause zu Gast.
Als Caritaspräsident legte Helmut Schüller die Finger in die Wunden von sozialen Missständen wie in der Flüchtlingsfrage. Der Seelsorger kümmert sich nach wie vor um die Anliegen seiner Kollegen im priesterlichen Amt.
„Wir Pfarrer sind auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.“ Dieser markige Sager rief viel Echo unter seinen Kollegen hervor und führte 2006 zur Gründung der Pfarrerinitiative. Der Aufruf zum Ungehorsam der Priester erregte weltweit Aufmerksamkeit.
Rezept: Marmorgugelhupf
Zutaten:
200 Gramm Buttervier Eier400 Gramm glattes Mehl250 Milliliter Milch100 Gramm Kristallzucker80 Gramm Staubzuckereine Packung Vanillezuckereine Packung Backpulverdrei bis vier Esslöffel gesiebtes Kakaopulvereinen Schuss Rum nach GeschmackAbgeriebene Zitronenschale
Zubereitung:
Backrohr auf ca. 170 °C Heißluft vorheizen und Gugelhupfform mit flüssiger Butter ausstreichen. Butter mit Dottern schaumig rühren, Staubzucker beifügen und cremig rühren. Vanillezucker und etwas Zitronenschale dazugeben. Eiklar mit Kristallzucker zu steifem Schnee schlagen. Mehl mit Backpulver vermengen und die Hälfte davon mit der Milch in die Dottermasse einrühren, dann abwechselnd Schnee und Mehl unterheben. Etwas weniger als die Hälfte der Masse in die Gugelhupfform füllen. Den Rest mit Kakaopulver dunkel färben und mit einem Schuss Rum ab- schmecken und dazugeben. Den Stiel eines Kochlöffels wellenartig durch beide Massen ziehen. 50 – 55 Minuten backen. Etwas überkühlen lassen und stürzen. Nach dem Auskühlen mit Staubzucker bestreuen.Rezept stammt aus der SONNTAGs-Jause mit Sabine Haag.
Ciao Ragazzi
2026/05/31
Eine lebensfrohe SONNTAGs-Jause mit dem italienischen Wiener Mauro Maloberti, der ein Herz für soziale Anliegen hat und die italienische Küche liebt.
Wenn es ums Essen geht, dann ist Mauro Maloberti in seinem Element: Von Pizza über Schnitzel, Risotto aus seiner Heimat Mailand oder Spaghetti Carbonara (der SONNTAGs-Jause hat er sein Rezept verraten!) schätzt der Italiener eine gute Küche.
Außerdem berichtet er für die Nachrichtenagentur ANSA aus Österreich, denn die Italiener schätzen Wien und Salzburg. Dort war Signore Maloberti gerade, denn er ist mit zwei weltbekannten Frauen in gutem Austausch: Sängerin Cecilia Bartoli und Autorin Donna Leon schätzt er sehr.
Rezept: Spaghetti Carbonara
Ein Klassiker der italienischen Küche. Mit Mauro Malobertis Tipps gelingt das Rezept sicher!
Zutaten für vier Personen
100 Gramm Spaghettivier bis fünf Eidotter150 Gramm Guanciale (Schweinebacke)80 Gramm Pecorino (frisch gerieben)vier Esslöffel Kochwasser
ZubereitungDen Guanciale in zwei Zentimeter dicke Streifen schneiden und in einer Pfanne braten. Die Pasta in reichlich Salzwasser nach Anleitung auf der Packung al dente kochen. Etwas Kochwasser (etwa vier Esslöffel) abschöpfen. Die Eidotter mit dem geriebenen Pecorino verquirlen. Leicht salzen, und mit frisch gemahlenem Pfeffer verrühren. Die Pasta mit der Eier-Käse-Mischung und dem Fett vom ausgelassenen Speck gut durchmischen. Das Nudelwasser dazugeben und rühren, bis die Spaghetti Carbonara cremig sind. Zum Schluss den Guanciale darübergeben.
Schmuggler des Glaubens
2026/05/24
Am 24. 5. 2026 ist Marizel Aguirre von der Lorenzo-Ruiz-Stiftung in der SONNTAGs-Jause zu Gast. Sie bringt ein sogenanntes Ube Pandesal, ein philippinisches lila Pfingstbrot mit.
Die Mutter von Marizel Aguirre ist als junge Krankenschwester von den Philippinen nach Österreich ausgewandert. Ihr Vater wollte Priester werden, doch der Liebe wegen blieb er in Wien. Das war in den 1970er-Jahren. Tochter Marizel spricht vier Sprachen und ist fest in Österreich und in der katholischen Kirche verwurzelt. Als Assistentin in der Lorenzo-Ruiz-Stiftung der Erzdiözese Wien ist sie mit Ansprechpartnerin für die anderssprachige Gemeinden, privat hat sie ein zeitintensives Glaubensleben in der philippinischen Gemeinde.Rezept: Ube Pandesal
Zutaten für 12 Stück
500 Gramm Weizenmehlsieben Gramm Trockengerm60 Gramm Zuckerein Teelöffel Salz250 Milliliter warme Milchein Ei60 Gramm Butter150 Gramm Ube-Halaya oder Ube-Püree (lila Yamswurzel)
Zubereitung
In einer Schüssel Mehl, Ube-Pulver, den Zucker, die Germ und das Salz verrühren. Warme Milch, die Eier und den Ube-Extrakt hinzugeben. Alles gut durchkneten und die weiche Butter einrühren. Den Teig zehn Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für 1,5 bis 2 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. In circa 16–18 gleichgroße Stücke teilen, die Teiglinge rund formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und die Brötchen weitere 45 Minuten ruhen lassen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Brötchen 15 bis 18 Minuten goldbraun backen.
Die soziale Stimme aus Nächstenliebe
2026/05/17
Franz Küberl ist zu Gast in der SONNTAGs-Jause. Er ist ein Zeitzeuge der Kirche und der Caritas der vergangenen 50 Jahre. Es war ein Weg vom Arbeiterkind aus einfachsten Verhältnissen in Graz zum Lobbyisten aus Nächstenliebe.
Er war jahrzehntelang anerkannter Sozialexperte und als Präsident der Caritas Österreich 18 Jahre lang einer der wichtigsten Sozialmanager des Landes. Sein Motto war dabei stets: „Hau dich ins Zeug!“. So war er bei seinen Tätigkeiten überzeugend und mit viel Herzblut dabei.
Rezept: Steirische Spagatkrapfen
Zutaten für 50 Stück:
100 Milliliter Frittieröl100 Gramm Staubzucker500 Gramm Mehl250 Gramm Butterdrei Dotter140 Gramm Sauerrahmvier Esslöffel Weißweineine Prise SalzAbrieb einer Zitrone (Bioqualität)eine Messerspitze Backpulver50 Gramm Staubzucker
Zubereitung:
Für die Steirische Spagatkrapfen die Butter eine Stunde vor Arbeitsbeginn aus dem Kühlschrank nehmen und danach im Mehl abbröseln. Die restlichen Zutaten für den Teig dazugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig eine Stunde kühl rasten lassen. Danach auf 4 Millimeter Dicke auswalken und in Rechtecke zuschneiden (circa 4 mal 8 Zentimeter). Das Frittierfett auf 170 Grad erwärmen. Die Teigstücke in eine Spagatzange einspannen und im heißen Öl rund 2-3 Minuten goldbraun. Danach herausnehmen und abtropfen lassen. Die Spagatkrapfen noch warm in Staubzucker wälzen.
Quelle: Steirische Spagatkrapfen Rezept - ichkoche.at
Der Sohn der Löwin
2026/05/10
Am 10. Mai 2026 ist Alfons Haider bei der SONNTAGs-Jause zu Gast und bringt einen Gruß zum Muttertag mit!
Alfons Haider mag Löwen, sie erinnern ihn an seine 2023 verstorbene Mutter Anni, genannt Mutsch: „Sie gab mir den Mut und die Kraft, den eigenen Weg zu gehen.“
Der Umgang mit seiner Homosexualität war für sie eine persönliche Herausforderung – bis zur Akzeptanz. Der lange Abschied in der Zeit der Krankheit und Pflege brachte den Sohn schmerzhaft an seine Grenzen bis zur Erkenntnis: „Lass sie gehen.“ Ihr hat Alfons Haider ein Buch gewidmet: „Meine Mama, die Löwin“.
Rezept: Eingebrannte Erdäpfel
Zutaten:
600 GrammErdäpfeleine Zwiebeldrei EsslöffelFettKümmelSalzetwas Rindsuppeein halbes Lorbeerblattein EsslöffelMehleinen Spritzer Essig250 MilliliterSauerrahm
Zubereitung:Erdäpfel schälen und dünnblättrig schneiden. Zwiebel schälen, fein schneiden und in 2 Esslöffel Fett gelb anschwitzen. Erdäpfel zugeben, mit Kümmel würzen. Vermischen und mit nicht zu viel Rindsuppe aufgießen. Lorbeerblatt einlegen und salzen. Zudecken und Erdäpfel halbweich kochen. Inzwischen aus dem Fett mit Mehl eine Einbrenn zubereiten und mit etwas Kochsud aufgießen. Zu den Erdäpfeln geben, glattrühren, mit Essig säuern. Langsam kochen, bis die Erdäpfel weich sind. Lorbeerblatt entfernen, mit Sauerrahm abschmecken und mit Schnittlauch garnieren.
Quelle: servus.com
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