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For Professional Investors Only

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Dieser Podcast hat
123 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/03/04
Neueste Episode
2026/09/30
Durchschnittsdauer
28 min.
Veröffentlichungsintervall
3 Tage

Beschreibung

"For Professional Investors Only" ist der Podcast für alle, die professionell investieren – und verstehen wollen, wie Entscheidungen wirklich entstehen. Malte Dreher (Chefredakteur private banking magazin) und Christoph Fröhlich (Chefredakteur DAS INVESTMENT) sprechen mit Portfoliomanagern, CIOs, Family Offices, institutionellen Investoren und ausgewählten Branchenexperten über Märkte, Strategien und strukturelle Veränderungen im Asset Management und Private Banking. Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte oder Kaufempfehlungen, sondern Entscheidungslogiken: Asset Allocation, Risikomanagement, systematische und aktive Ansätze, Private Markets, ETFs, regulatorische Entwicklungen, Nachwuchs- und Strukturfragen der Branche. Jede Folge verbindet persönliche Beobachtungen „on the road“ – aus Konferenzen, Gesprächen und dem Redaktionsalltag – mit Einordnung aus journalistischer und praktischer Perspektive. "For Professional Investors Only" ist nah an der Praxis – und offen für alle, die tiefer verstehen wollen, wie professionelles Investieren heute funktioniert.

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Was verdient man bei der DVAG? Ein Direktionsleiter rechnet vor
2026/09/30
Über die verwalteten Milliarden reden alle. Über das eigene Gehalt fast niemand. Sascha Rabe schon. Der frühere Bankdirektor – einst von der Bild als "Deutschlands jüngster Bankchef" porträtiert – leitet heute eine der größeren Direktionen der Deutschen Vermögensberatung. Und er beantwortet in dieser Folge alle Fragen, um die sonst herumgeredet wird: Was verdient man im Strukturvertrieb wirklich? Wer verdient an wem mit? Und was bleibt übrig, wenn Büro und Personal bezahlt sind? Malte Dreher lässt nicht locker, Rabe weicht nicht aus. Herausgekommen ist ein ungewöhnlich offenes Gespräch über Geld, über den Ruf einer ganzen Vertriebsgattung und über die Frage, warum immer mehr Private Banker und Wealth Manager ihre Bank verlassen. Außerdem: warum Rabe einst kündigte, statt einen Freund zu entlassen. Warum er seinen Job heute für sicherer hält als jeden Bankjob. Und was seine Tochter damit zu tun hat. Risikohinweis: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
Drei Bankwelten, 300 Kunden: Wie Nicole Krug Private Banking in Wedel macht
2026/09/28
Nicole Krug wollte eigentlich zur Kripo. Heute managt sie Portfolios im Private Banking der Stadtsparkasse Wedel – nach drei sehr unterschiedlichen Stationen: Citibank, Degussa Bank, Sparkasse. Christoph Fröhlich hat sie auf dem private banking kongress getroffen, und das Gespräch widerspricht einigem, was die Branche gerade über sich selbst erzählt. Deka-zentriert? „Überhaupt nicht, im Gegenteil." ETFs in der Beratung? „Gar nicht." KI im Arbeitsalltag? „Wenig." Stattdessen: vier Kollegen, über 300 Kundenverbindungen, drei bis fünf Gespräche pro Tag, je rund anderthalb Stunden, überwiegend von Angesicht zu Angesicht. Und Kunden, die sich so gut beraten fühlen, dass sie selbst beim Zoll-Crash nicht zum Hörer greifen. Eine Folge über Aufklärung statt Produktvertrieb, über den Kunden, der acht Prozent bei null Risiko möchte und über die Frage, wann Beratung eigentlich zur Familiensache wird.
Wenn das Unternehmen geht: Was hält die Familie zusammen?
2026/09/25
Was passiert mit einer Unternehmerfamilie, wenn das Unternehmen verkauft wird, die nächste Generation übernimmt oder plötzlich ein großes liquides Vermögen an die Stelle des operativen Betriebs tritt? Dr. Marcel Megerle begleitet Familien genau in diesen Übergängen und kennt die Situation auch aus der eigenen Familiengeschichte. Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt Megerle, warum Nachfolge häufig weniger an Verträgen als an Kommunikation scheitert, weshalb „gerecht“ nicht immer „fair“ bedeutet und warum Unternehmer nach einem Exit zunächst eine neue Identität finden müssen. Es geht um das schwierige Loslassen der Seniorgeneration, um Familienstrategien und lebendige Familienverfassungen, aber auch um die Frage, wer in modernen Unternehmerfamilien überhaupt zur Familie gehört. Und was geschieht, wenn aus der Unternehmerfamilie eine Investorenfamilie wird? Megerle spricht über neue Vermögenskulturen, unterschiedliche Renditevorstellungen der Generationen und darüber, warum Familien sogar einen Ausstieg aus gemeinsamen Vermögensstrukturen mitdenken sollten. Am Ende steht eine überraschend einfache Frage: Ist die Familie für das Vermögen da oder das Vermögen für die Familie?
„So bescheuert ist das" – Peer Steinbrück rechnet mit dem deutschen Sozialstaat ab
2026/09/23
Peer Steinbrück war Bundesfinanzminister, als 2008 das Weltfinanzsystem ins Rutschen kam. Heute sagt er: Deutschland hat kein Geldproblem, es gibt sein Geld an den falschen Stellen aus. Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Steinbrück, warum er das 500-Milliarden-Sondervermögen für gefährdet hält, ein Teil davon als Ersatzfinanzierung ohnehin geplanter Projekte zu versickern. Warum ein Sozialstaat mit rund 180 steuerfinanzierten Einzelmaßnahmen die tatsächlich Bedürftigen verfehlt und die dritte Stufe der Mütterrente für fünf Milliarden Euro genau denen nichts bringt, die sie am nötigsten hätten. Warum die Deutschen ihr Vermögen lieber zur Sparkasse tragen, als es arbeiten zu lassen. Und wo ihm die Finanzmärkte heute wieder unangenehm bekannt vorkommen: Schattenbanken, Private Credit, Staatsverschuldung und ein möglicherweise KI-getriebenes Herdenverhalten. Dazu: Warum der europäische Bankensektor kein Regulierungs-, sondern ein Größenproblem hat. Warum Steinbrück den Verbriefungsmarkt verteidigt. Was die SPD von Schweden lernen könnte. Und warum er die Brandmauer gegen die AfD für notwendig, aber allein für gescheitert hält. 18 Minuten Klartext von einem, der nicht milder geworden ist.
Ein Headhunter verrät, woran er gute Chefs erkennt
2026/09/21
Die Fondsbranche misst fast alles, nur Führung kaum. Christian Haas will das ändern. Der Managing Partner der Personalberatung Eleway sucht seit rund zehn Jahren Chefs, und zwar ausschließlich für Asset Manager. Jetzt hat er mit dem Leadership Alpha Award einen Preis gestartet, der nicht das Ergebnis auszeichnet, sondern das Wie: „die Architektur hinter der Performance". Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Haas, warum gute Zahlen kein Beweis für gute Führung sind, woran man erkennt, ob eine Unternehmenskultur echt ist und was passiert, wenn der Star-Portfoliomanager großartiges Alpha liefert und gleichzeitig das Team zerlegt. Außerdem: Welchen Hintergrund ein CEO im Asset Management wirklich braucht, warum die besten Chefs oft gar keine werden wollten, und was von einer Führungsleistung übrig bleibt, wenn der Chef weg ist. Zum Schluss verrät Haas in der Entweder-oder-Runde, warum man ihn beim Betriebsausflug besser nicht ans Mikrofon lässt. „For Professional Investors Only" ist der gemeinsame Podcast von DAS INVESTMENT und private banking magazin.
Kurz vor dem Notartermin sagte er dem Investor ab – jetzt sucht er 1,5 Millionen
2026/09/18
Ein Restaurant am Dienstagabend, halb leer. Die meisten Gäste denken: schön ruhig heute. Malte Herbst dachte: das ist entgangener Umsatz. Aus diesem Abend ist HiddenTable geworden: Eine App, die kurzfristig freie Plätze in gehobenen Restaurants als fertig kuratiertes Menü vermittelt. Anderthalb Jahre hat der gelernte Bankkaufmann das Unternehmen komplett aus eigenen Mitteln aufgebaut, mittlerweile hat es knapp über 80.000 Nutzer und mehr als 15.000 vermittelte Gäste in fünf Städten. Jetzt sucht er 1,5 Millionen Euro. Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Herbst, warum jeder zusätzlich vermittelte Gast für den Gastronomen fast reiner Gewinn ist, weshalb er konsequent auf Rabattcodes verzichtet und wie es sich anfühlt, Kapital für ein Food-Startup zu suchen, während der Markt fast nur über KI spricht. Außerdem: der Business-Angel-Deal, den er kurz vor dem Notartermin hat platzen lassen. Der teuerste Gründerfehler, den er sich je geleistet hat. Und die Frage, ob er morgen verkaufen würde. Eine Folge über Deckungsbeiträge, Plattformökonomie und eine Branche, die Herbst selbst „angeknackst" nennt.
Synthetische ETFs: Der Renditehebel, über den kaum jemand redet
2026/09/16
Ein ETF hat drei Buchstaben und ein einfaches Versprechen. Darunter steckt deutlich mehr Technik, als die meisten vermuten und ein Stück US-Steuerrecht, über das im Kostenvergleich kaum jemand redet. Arne Scheehl verantwortet bei Amundi die Produktentwicklung für ETFs und Indexlösungen in Deutschland und Österreich. In dieser Folge nimmt er die Konstruktion synthetischer ETFs auseinander: Was passiert eigentlich mit 100 Euro, die in einen Swap-ETF fließen? Warum können im S&P-500-ETF japanische Aktien liegen, ohne dass es eine Mogelpackung ist? Und was geschieht an einem hypothetischen Montagmorgen, an dem zwei von sieben Swap-Gegenparteien ausfallen? Scheehl erklärt, warum er die Gleichung „physisch gleich sicher, synthetisch gleich riskanter" für zu bequem hält, wie das Trägerportfolio fast täglich umgebaut wird, um Dividenden und Quellensteuern zu vermeiden, und warum bei einem irischen Fonds nur 85 Prozent der US-Dividende ankommen – beim Swapper dagegen fast 100. Dazu deutsche Teilfreistellung, Vorabpauschale, geldmarktnahe ETFs und der eine ETF-Mythos, der sich hartnäckig hält. Wer nach dieser Folge noch allein auf die TER schaut, tut es zumindest mit offenen Augen.
Die Finanzwelt zahlt Millionen für ESG-Siegel – ein Doktorand zeigt, was sie taugen
2026/09/14
Nachhaltiges Investieren ist aus der Mode gekommen, und ausgerechnet jetzt legt Jan Heldmann 262 Seiten vor, die zeigen, was daran funktioniert und was nicht. Der frisch promovierte Finanzwissenschaftler hat für seine Dissertation an der Universität Bayreuth fünf ESG-Rating-Anbieter, nachhaltige MSCI-Indizes und tausende mögliche Portfoliokonstruktionen durchgerechnet. Sein Befund ist zweigeteilt: Nachhaltigkeit und Rendite sind kein Zielkonflikt. Aber ESG-Ratings taugen als Renditesignal kaum etwas. Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt Heldmann, warum große Unternehmen fast automatisch bessere Scores bekommen, warum die Rating-Welt heterogen bleiben wird und wie sich über 60 Prozent CO2 aus einem Portfolio nehmen lassen, bei nur 0,64 Prozent Tracking Error und ohne radikale Branchenwetten. Dazu: Was der Vorsitzende eines Kapitalanlageausschusses mit 100 Millionen Euro morgen anders machen sollte. Warum ein fertiger Index oft der bessere Weg ist als die eigene Optimierung. Und welche Kennzahlen in zehn Jahren wichtiger sein könnten als jeder ESG-Score. Eine Folge für alle, die bei Nachhaltigkeit im Portfolio zwischen Marketingversprechen und Datenlage unterscheiden wollen.
„Man muss irgendwo hinwollen“: Almut Sonnhalter über den Sprung ins eigene Family Office
2026/09/11
Almut Sonnhalter hat die Sicherheit der Bank gegen unternehmerische Freiheit getauscht. Nach Stationen im Private Banking und Family Office gründete sie gemeinsam mit vier Partnern das Family Office Aequitas. Im Gespräch mit Malte Dreher erzählt sie, wann aus dem Gedanken an Selbstständigkeit ein konkreter Plan wurde und welche Rolle dabei ein ziemlich ungewöhnliches Treffen auf einer Raststätte spielte. Außerdem geht es um die Frage, warum ihre juristische Ausbildung bis heute wie ein „kleines Frühwarnsystem“ funktioniert, was die Beratung sehr großer Vermögen vom klassischen Private Banking unterscheidet und weshalb bei Familienvermögen manchmal die Familie wichtiger ist als das Portfolio.
Chase, Revolut & Co.: Wer krallt sich Deutschlands Sparer?
2026/09/09
80 Banken zahlen mehr Zinsen, als die EZB ihnen gibt – freiwillig. Analyst Peter Barkow erklärt in dieser Episode, warum das kein Wahnsinn ist, sondern was dahintersteckt. Die EZB zahlt Geschäftsbanken 2,25 Prozent für geparktes Geld. Trotzdem bekommen Sparer in Deutschland gerade über vier Prozent aufs Tagesgeld: Chase zahlt vier Prozent für vier Monate bis zu einer Million Euro, Revolut hat mit 4,25 Prozent nachgelegt, die BBVA verzinst sogar das Girokonto mit 3,5 Prozent. Peter Barkow, Gründer von Barkow Consulting, vermisst diesen Markt mit einem eigenen Einlagen-Monitor. Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt er, warum ein Zinssatz allein nichts bewegt, wer im ersten Halbjahr 2026 Marktanteile gewonnen und verloren hat, und warum ausgerechnet Chase, Revolut und BBVA diese Offensive fahren – und nicht ING, DKB oder Sparkasse. Außerdem: die vier Ziele hinter jeder Zinskampagne, warum Zinsertrag das am schwersten erreichbare davon ist, wie viel vom eingesammelten Geld überhaupt bleibt, was das für Geldmarktfonds und die Fondsbranche bedeutet und warum das kostenfreie Girokonto laut Barkow keineswegs ausgestorben ist.
Bitcoin: Warum ein Freitagabend das Jahr ruiniert hat
2026/09/07
Bitcoin trägt Anzug, aber darf er auch bleiben? Ende 2024 nannte Markus van de Weyer Bitcoin „das bessere Gold". Seitdem: Rekordhoch bei 126.000 Dollar, Halbierung, Erholung. Zeit für einen Kassensturz. Christoph Fröhlich besucht den Frankfurter Krypto-Vermögensverwalter und stellt die Frage: Ist Bitcoin wirklich institutionell geworden oder haben wir bislang nur institutionelle Verpackungen für ein weiterhin sehr spezielles Asset bekommen? Van de Weyer erklärt den Vier-Jahres-Zyklus für tot und begründet, warum er den Bruch auf den 10. Januar 2024 datiert. Er rekonstruiert den Freitagabend im Oktober, an dem über 19 Milliarden Dollar zwangsliquidiert wurden und der aus seiner Sicht den gesamten Jahresverlauf erklärt. Er zieht Bilanz zu Trumps Krypto-Versprechen: Was wurde geliefert, was nur angedeutet, was blockiert? Und er sagt, warum die Schweiz beim Thema Krypto längst weiter ist als Deutschland. Dazu die praktische Frage, die jeden Berater betrifft: Wie viel Bitcoin verträgt ein Depot? Außerdem: warum er nie in Meme-Coins investiert hat, was er vom Trump-Coin hält, warum sein Telefon nach vier Monaten Funkstille plötzlich rund um die Uhr klingelt und warum der wichtigste Teil seines Jobs Händchenhalten ist. Für professionelle Anleger, Vermögensverwalter, Family Offices und alle, die Krypto ernsthaft in eine Allokation einbauen wollen.
Tradevest-CEO: „Das Altersvorsorgedepot muss man digital denken“
2026/09/04
Das Altersvorsorgedepot soll die private Vorsorge verändern. Dierk Wilhelmsmeyer, Gründer und CEO von Tradevest, glaubt aber, dass es noch etwas anderes auslösen könnte: einen Digitalisierungsschub bei Banken und Vermögensverwaltern. Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt er, warum das Altersvorsorgedepot aus seiner Sicht zwingend digital gedacht werden muss, wie Technologie und Regulatorik zusammenfinden und warum Finanzprodukte irgendwann vielleicht ein bisschen mehr Spaß machen sollten. Und es wird praktisch: Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen? Wie könnte ein digitaler Umzugsservice funktionieren? Und wie einfach lässt sich Altersvorsorge am Ende tatsächlich machen?
Anno August Jagdfeld spricht über den gescheiterten Adlon-Verkauf
2026/09/02
Der Großteil wollte verkaufen, aber es reichte nicht. Beim Fundus-Fonds 31, dem das Berliner Hotel Adlon gehört, stimmte eine klare Mehrheit der Anleger für den Verkauf. Nur hielten sie zusammen 71,04 Prozent des Kapitals, nötig gewesen wären 75. Wir haben Anno August Jagdfeld in Heiligendamm besucht – dort, wo sein zweites großes Lebensprojekt steht und wo er heute wohnt. Er erklärt, warum er einen zweiten Anlauf startet, was 2032 damit zu tun hat und warum er die Zweitmarktfonds für die eigentlichen Gewinner des Stillstands hält. Und er erzählt von einem Telefonat mit einem 89-jährigen Anleger, das mehr über geschlossene Fonds verrät als manches Prospekt. Dann wird es persönlich: Stolz und Enttäuschung in Heiligendamm. Fünf Söhne und die Frage, wer welche Rolle bekommt. Warum es in Ostdeutschland so wenige Unternehmer gibt. Und was ein gelernter Altphilologe liest, der Ende des Jahres 80 wird und immer noch 60 Stunden pro Woche arbeitet. Am Ende die Frage: 300 Millionen Euro, morgen investiert – Hotel, Wohnen oder Wald? Ein Gespräch von Malte Dreher (private banking magazin) und Christoph Fröhlich (DAS INVESTMENT).
Wie viel Marge bringt KI wirklich? Ein Mittelständler rechnet es vor
2026/08/31
Robin Sudermann hat zehn Mitarbeiter, die keine Menschen sind. Sie haben eine Aufgabenbeschreibung, durchlaufen ein Onboarding von einer Woche, stehen im Organigramm und werden nach drei bis sechs Monaten in Rente geschickt, weil sie dann überholt sind. Der CEO der Kölner talentsconnect AG und Raphael Wischnewsky, dort verantwortlich für Finanzen und Recht, haben ihr eigenes Unternehmen in zwölf Monaten radikal auf KI umgebaut. Und sie legen dabei Zahlen offen: Die EBITDA-Marge drehte in 36 Monaten von minus 30 auf plus 30 Prozent. Wie viel davon wirklich auf KI entfällt und wie viel auf klassisches Aufräumen, rechnen die beiden im Gespräch mit Christoph Fröhlich Stück für Stück auf. Für die Finanzbranche wird es konkret, wenn vier Personas auf den Tisch kommen: der 63-jährige Makler mit 700 Bestandskunden und einer Schrankwand voller Ordner. Die Backoffice-Leiterin, die als Einzige weiß, warum ein Prozess seit 2011 genau so läuft. Der Vertriebler mit prallem Kundenbuch kurz vor der Rente. Und der Fondsmanager, der Dotcom, 2008 und Corona im Sessel erlebt hat. Wer davon lässt sich agentisieren und wo ist Schluss? Dazu: warum unaufgeräumte Unternehmen an KI eher scheitern als profitieren. Wem der digitale Klon eines Mitarbeiters gehört, wenn der kündigt. Was die Compliance einer Fondsgesellschaft zu alldem sagt. Und warum eine Hauptversammlungspräsentation heute acht Stunden dauert statt zwei Wochen.
Currywurst im Anzug oder Sternemenü mit Bibi-und-Tina-Rucksack?
2026/08/28
Normalerweise stellen wir anderen Menschen aus der Finanzbranche die unangenehmen Fragen. Diesmal nicht. Christoph Fröhlich und Malte Dreher befragen sich in dieser Sonderfolge gegenseitig mit „Würdest du lieber"-Fragen aus dem eigenen Arbeitsalltag. Beide haben heimlich vorbereitet, keiner weiß, was kommt, und es gilt nur eine Regel: „Kommt drauf an" ist keine Antwort. Ein Jahr nur Pressemitteilungen lesen oder ein Jahr nur Kapitalmarktausblicke hören? Panel mit sechs Einigen oder sechs Streithähnen? Der brillante Fondsmanager, der nicht reden kann oder doch lieber der mittelmäßige, der jeden Satz perfekt formuliert? Und dann die Frage, bei der es ernst wird: eine unbequeme Geschichte veröffentlichen und einen wertvollen Branchenkontakt verlieren, oder den Text weichspülen und den Zugang behalten? Zwischendurch geht es um ein Ein-Sterne-Hotel in Boston, das nach einem Todesfall roch, um Currywurst im besten Anzug, um Merch-Rucksäcke von Asset Managern, um ein falsches Namensschild auf einer bekannten Branchenveranstaltung und um die Frage, wer eigentlich um zwei Uhr nachts noch auf LinkedIn unterwegs ist. 26 Minuten Blick hinter die Kulissen. Wenn euch beim Hören eigene absurde „Würdest du lieber"-Fragen einfallen: schickt sie uns. Eine Revanche ist nicht ausgeschlossen.

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