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For Professional Investors Only

Werben im Podcast: For Professional Investors Only

Dieser Podcast hat
133 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/03/04
Neueste Episode
2026/10/23
Durchschnittsdauer
28 min.
Veröffentlichungsintervall
3 Tage

Beschreibung

"For Professional Investors Only" ist der Podcast für alle, die professionell investieren – und verstehen wollen, wie Entscheidungen wirklich entstehen. Malte Dreher (Chefredakteur private banking magazin) und Christoph Fröhlich (Chefredakteur DAS INVESTMENT) sprechen mit Portfoliomanagern, CIOs, Family Offices, institutionellen Investoren und ausgewählten Branchenexperten über Märkte, Strategien und strukturelle Veränderungen im Asset Management und Private Banking. Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte oder Kaufempfehlungen, sondern Entscheidungslogiken: Asset Allocation, Risikomanagement, systematische und aktive Ansätze, Private Markets, ETFs, regulatorische Entwicklungen, Nachwuchs- und Strukturfragen der Branche. Jede Folge verbindet persönliche Beobachtungen „on the road“ – aus Konferenzen, Gesprächen und dem Redaktionsalltag – mit Einordnung aus journalistischer und praktischer Perspektive. "For Professional Investors Only" ist nah an der Praxis – und offen für alle, die tiefer verstehen wollen, wie professionelles Investieren heute funktioniert.

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Wer beim Bitcoin-ETP alles mitverdient
2026/10/23
Ein Klick im Depot, und dahinter arbeiten vier Parteien. Wer einen Bitcoin-ETP kauft, löst eine Kette aus Market Maker, Authorized Participant, Treuhänder und Verwahrer aus. Aber wer verdient dabei eigentlich mit? Und warum kostet dasselbe Bitcoin-Exposure bei einem Anbieter 0,15 Prozent im Jahr und beim nächsten 1,0 Prozent? Christoph Fröhlich hat Dirk Heß gefragt, Geschäftsführer von nxtAssets. Heß kommt aus der klassischen Verpackungsindustrie des Kapitalmarkts — über 20 Jahre Goldman Sachs und Citi, Optionsscheine, Zertifikate, Verbriefung. Heute emittiert er Krypto-ETPs mit Gesellschaftern wie der Deutschen Börse, Commerzbank, Vontobel und flatexDEGIRO im Rücken. Im Gespräch wird es konkret: Wie entsteht am Montagmorgen ein belastbarer Preis, wenn Bitcoin am Wochenende abgestürzt ist? Was passiert im Insolvenzfall mit den hinterlegten Coins? Ist die Verwahrung in Deutschland wirklich ein Sicherheitsargument oder nur ein gutes Argument für Anlageausschüsse? Heß antwortet offen. Und er erklärt, warum sein Haus ein Produkt für 1,0 Prozent im Regal behält, obwohl es dasselbe für einen Bruchteil kann. Dazu: der direkte Vergleich zwischen Gold-ETC und Bitcoin-ETP, die geplante Änderung bei der einjährigen Haltefrist, Frank Thelens Bitcoin-Ausstieg aus Angst vor Quantencomputern und das Argument für Krypto-ETPs, das Heß von einem alten Bitcoin-Hasen gehört hat. Eine gute halbe Stunde Maschinenraum. Risikohinweis: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
„Next Gen ist vorbei“ – wie Banken um die nächste Vermögensgeneration kämpfen
2026/10/21
Die nächste Generation erbt Milliarden. Aber erbt sie auch das Vertrauen in die Vermögensberater ihrer Eltern? Beim Live-Podcast von „For Professional Investors Only“ diskutieren fünf Experten aus Private Banking, Wealth Management und Family Governance darüber, was beim Generationswechsel wirklich zählt. Malte Dreher und Christoph Fröhlich moderieren eine lebhafte Runde mit durchaus unterschiedlichen Ansichten. Dr. Marcel Megerle stellt gleich einen der beliebtesten Begriffe der Branche infrage: „Next Gen ist vorbei!“ Statt junge Vermögende in eigene Programme zu stecken, sollten Banken lieber die Generationen miteinander ins Gespräch bringen. Vermögensverwalterin Stella Streckwall von Jovalias erklärt, warum sie Kinder frühzeitig an die Geldanlage heranführt und dabei auch schon mal Minecraft und Microsoft eine Rolle spielen. Oliver Meinschien von der UBS berichtet, warum junge Start-up-Gründer nach einem Exit völlig andere Bedürfnisse haben als Erben traditionsreicher Unternehmerfamilien. Alice Neumann von der Commerzbank und Maurice Sinram von UniCredit erläutern, weshalb Vertrauen zwar über Generationen wachsen kann, aber niemals automatisch vererbt wird. Dabei geht es auch um unbequeme Fragen: Sind die viel beworbenen Next-Gen-Programme der Banken mehr Marketing als echte Beratung? Können langjährige Familienberater auch die Interessen der Kinder vertreten? Und was passiert, wenn der Patriarch neun Prozent Rendite verlangt, die Kinder aber lieber gesellschaftliche Wirkung erzielen möchten? Eine Diskussion über Milliardenvermögen, Familienwerte, neue Ansprüche und die Zukunft einer Branche, die ihre Kunden von morgen schon heute überzeugen muss.
Fidelity gegen den AVD-Preiskampf: „Beratung hat nun mal auch ihren Preis”
2026/10/19
Deka: 0,1 Prozent. Scalable: zum Start gar nichts. Fidelity: 0,35 bis 1,35 Prozent. Beim Altersvorsorgedepot ist der Preiskampf eröffnet – und Fidelity bietet bewusst nicht mit. Annalena Runte arbeitet bei Fidelity International im Vertrieb des neuen geförderten Depots und ist seit Monaten als AVD-Erklärerin im Dauereinsatz. Im Gespräch mit Christoph Fröhlich sagt sie offen, was die Differenz zwischen 0,35 und 0,75 Prozent eigentlich ist. Sie erklärt, warum im Standarddepot zwei aktive statt zwei günstigere Index-ETFs stecken. Dazu geht es um das Thema, über das derzeit kaum jemand spricht: die Auszahlphase. Warum die monatliche Rate alle drei Jahre neu berechnet wird, warum das Restkapital vererbbar ist und warum Runte darin die größte Beratungschance der nächsten Jahre sieht. Am Ende verrät sie in der Blitzrunde, was sie für gefährlicher hält als einen Börsencrash kurz vor der Rente. Und woran sie Ende 2028 erkennen will, dass das Altersvorsorgedepot funktioniert hat: Es ist keine Zahl.
"Der MSCI World ist nicht die Welt": Was 8.200 Aktien in einem ETF wirklich bringen
2026/10/16
8.200 Aktien, 47 Länder, 99 Prozent des investierbaren Weltmarkts – und trotzdem landen nie alle Titel im Fonds. Sophia Wurm ist Managerin bei State Street Investment Management im ETF-Vertrieb in Deutschland und Österreich. In dieser Folge nimmt sie Christoph Fröhlich mit in den Maschinenraum eines Welt-ETFs: Warum der MSCI World nur die entwickelte Welt abbildet, was Schwellenländer und Nebenwerte wirklich beitragen, wie optimierte Replikation funktioniert und ab wann ein ETF groß genug ist, damit Anleger etwas davon haben. Dazu wird es an mehreren Stellen unbequem: Wurm relativiert den Basispunkte-Wettlauf ihrer eigenen Branche, räumt ein, dass Sparplan-Anleger auf die Ausführung keinen Einfluss haben, und sagt beim hauseigenen Verteidigungs-ETF offen, dass der Kuchen schon ein Stück weit verteilt ist. Zum Schluss wagt sie eine Prognose über Neobroker, Fusionen und eine Konsolidierungswelle, die noch kaum jemand sieht. Diese Folge entsteht mit State Street Investment Management als Partner.
Investieren in das Nadelöhr der Künstlichen Intelligenz
2026/10/14
Wer bei Schwellenländern an Rohstoffe und Brasilien denkt, arbeitet mit einem Bild von vor zwanzig Jahren. Denn die spannendste Geschichte der Emerging Markets spielt gerade in zwei Ländern, an denen die gesamte KI-Industrie hängt: Taiwan und Südkorea. Marcus Weyerer, Senior ETF Investment Strategist bei Franklin Templeton, erklärt Malte Dreher am Rande des private banking kongresses, wie die Wertschöpfungskette der Künstlichen Intelligenz tatsächlich aussieht und warum sie an einer Stelle extrem schmal wird. 90 Prozent und mehr der KI-relevanten Compute-Chips kommen nach seiner Darstellung aus Taiwan, rund 80 Prozent der Memory-Produktion aus Korea. Verlagern lässt sich das kaum: Chipfabriken müssen steril sein, ihr Bau dauert Jahre, und die Auftragsbücher sind im Memory-Bereich bereits für 2027 ausgebucht. Im Gespräch geht es um die Goldrausch-Analogie – warum man die Schaufeln kauft und nicht das Gold –, um die Frage, ob das Rennen damit entschieden ist, und um die Blasendebatte: Weyerer erklärt, welche Zahlen er sich tatsächlich anschaut, warum er keine Blase im traditionellen Sinn sieht und an welchem Punkt sein Wissen endet. Zum Schluss wird es konkret: Wie viel Einzelland-Risiko ist vertretbar, für welche Portfolios lohnt sich die Beimischung nicht – und warum das eigentliche Problem in der Beratung liegt. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wo im KI-Boom das Nadelöhr sitzt.
Klumpenrisiko Lebenswerk: Wie die Haspa Unternehmer berät
2026/10/12
„Meine Altersvorsorge ist meine Firma" – diesen Satz hört Eva-Marie Gerland oft. Sie berät im Private Banking der Hamburger Sparkasse Unternehmerinnen und Unternehmer, also Menschen, deren größter Vermögenswert zugleich ihr Lebenswerk ist. Wie erklärt man jemandem, dass genau darin ein Risiko steckt? Ihr erstes Gespräch mit einer Unternehmerpersönlichkeit führte Gerland mit 22. „Was habe ich, warum mir diese Person jetzt zuhört?" – die Frage hat sie damals beschäftigt, die Antwort darauf ist heute ihr Arbeitsmodell. In dieser Folge, aufgezeichnet auf dem private banking kongress Mitte September 2026 in Hamburg, geht es um Vertrauen, das man sich erarbeiten muss, um Nachfolge und Unternehmensverkauf, um die Frage, wie viel Vermögen in der Firma bleiben sollte – und darum, was Beratung noch wert ist, wenn jede Information googelbar geworden ist. Gerland verrät außerdem, welchen Teil ihrer Arbeit sie sofort einer KI überlassen würde. Und sie hat ein Bild für die Lage der Branche, das man so selten hört: kein Marathon, sondern ein Last Man Standing. Ein Podcast von DAS INVESTMENT und dem private banking magazin. Mit Christoph Fröhlich und Malte Dreher.
"Bloß niemals Bank" – was ein 81-jähriger Banker seinen Enkeln rät
2026/10/09
Er ist 81, hat rund sechs Jahrzehnte Bankgeschäft erlebt und würde seinen Enkeln heute dringend davon abraten. Michael Bothe war 16 Jahre bei der Bremer Landesbank, verantwortete bei der Hamburger Privatbank Schröder, Münchmeyer, Hengst das institutionelle Inlandsgeschäft und baute Lazard als Asset Manager in Deutschland mit auf. Heute führt er ein kleines Family Office und arbeitet mit sieben, acht Vermögensverwaltern zusammen. Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt er, warum er sich selbst lieber „Menschenfänger" nennt als Banker. Warum aus seiner Sicht zwei, drei große Banken fürs Kreditgeschäft reichen würden. Warum sich heute niemand mehr meldet, wenn die Märkte fallen und was er einem Berater geantwortet hat, der für einen Fondskauf über zwei Millionen Euro vier Prozent Ausgabeaufschlag aufrufen wollte. Dazu: eine ungewöhnlich offene Kritik an der Next-Generation-Debatte im Private Wealth, die Frage, ob komplexe Familienvermögen über eine Bank überhaupt noch zu betreuen sind, und zum Schluss St. Pauli, das Thalia-Theater und zwei Buchtipps. Eine Episode über das, was von der Beratung übrig ist und über das, was bleibt.
Haltung ist Handwerk: 20 Jahre Candriam in Deutschland
2026/10/07
Jedes Fondshaus behauptet, eine eigene Handschrift zu haben. Die spannendere Frage ist: Woran merkt man sie? Tanja Bender beantwortet sie mit einem Satz, den man im Fondsvertrieb selten hört: "Ich bin auch mutig genug zu sagen, dass es Bereiche gibt, in denen sind wir nicht so gut." Die Länderchefin von Candriam für Deutschland und Österreich erklärt, wo ihr Haus aus ihrer Sicht stark ist — thematische Aktienfonds, High Yield, Emerging Market Debt und Liquid Alternatives, die hierzulande lange als Hedgefonds verschrien waren. Es geht um die Frage, warum Institutionelle gerade vorsichtig werden, während im Retail "immer noch eine Bombenstimmung" herrscht. Um Biotech und die Frage, wann aus medizinischem Fortschritt ein gutes Investment wird. Und um das Altersvorsorgedepot als mögliche Chance für die deutsche Aktienkultur. Dazu: warum sie mit BVB-Rucksack zum Kundentermin geht, wieso ein Parkplatz das beste Recruiting-Argument sein kann und was sie heute lockerer sieht als früher. Aufgenommen in München, wenige Stunden vor dem Oktoberfest. Anlass sind 20 Jahre Candriam in Deutschland. Diese Folge entsteht in Zusammenarbeit mit Candriam. Die Fragen stellt die Redaktion unabhängig.
Aktien kaufen in ChatGPT: Wie Scalable in fünf Monaten die Bankberatung umbaut
2026/10/05
Seit Ende August kann man sein Scalable-Depot mit ChatGPT oder Claude verbinden – und die KI kann nicht nur analysieren, sondern auch Orders vorbereiten und Sparpläne anlegen lassen. Scalable nennt das Agentic Investing. Christoph Fröhlich hat mit Alexander Seipp gesprochen, Chief Product Officer bei Scalable Capital. Es geht um die Frage, was zwischen einem Satz an ChatGPT und dem eigenen Depot eigentlich passiert. Was die KI darf und was ausdrücklich nicht. Warum kein Euro per Prompt die Bank verlassen kann. Und wie eine regulierte Bank so ein Produkt in weniger als fünf Monaten launcht, inklusive Aufsicht und Compliance. Dazu die Nachfragen: Was passiert, wenn die KI auf korrekten Depotdaten eine erfundene Analyse baut, die klingt wie eine Auswertung von Goldman Sachs? Wird die Order-Bestätigung irgendwann weggeklickt wie ein Cookie-Banner? Und bekommen Anleger künftig bessere Portfolios oder nur individuellere Begründungen für dieselben alten Fehler? Seipp weicht keiner davon aus. Zum Schluss verrät er in der Entweder-oder-Runde, warum er sein eigenes Depot lieber ein halbes Jahr nicht ansehen würde. Wenn euch die Folge gefällt: Lasst uns gerne fünf Sterne da. Risikohinweis: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
Sparkasse gegen Sauren – das steckt hinter dem Streit ums Logo
2026/10/02
Eckhard Sauren hat ein Jahr lang an einem neuen Markenauftritt gearbeitet. Neues Signet, neue Farbwelt, neuer Claim, Imagefilm in London. Im Juli ging alles live. Ende Juli meldete sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband und sieht im neuen Zeichen eine zu große Nähe zum Sparkassen-S. Inzwischen liegt eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg vor. Sauren rechnet täglich damit, dass der Gerichtsvollzieher klingelt. Dann müssen Website, Broschüren, Briefpapier, Kugelschreiber und Regenschirme umgestellt werden. In dieser Sonderfolge erzählt er, was genau beanstandet wird, welche Kompromisse er angeboten hat und warum er glaubt, dass sich der Verband den falschen Fall ausgesucht hat. Dazu: eine kurze Geschichte des Sparkassen-S, die Einschätzung zweier Markenrechtler und die Frage, ob eine Branche einen ganzen Buchstaben besetzen darf. Eine Premiere ist es obendrein: „For Professional Investors Only" und „Der Finanz-Gourmet" nehmen zum ersten Mal gemeinsam auf. Christoph Fröhlich und Oliver Morath am Mikrofon, Eckhard Sauren am anderen Ende.
Was verdient man bei der DVAG? Ein Direktionsleiter rechnet vor
2026/09/30
Über die verwalteten Milliarden reden alle. Über das eigene Gehalt fast niemand. Sascha Rabe schon. Der frühere Bankdirektor – einst von der Bild als "Deutschlands jüngster Bankchef" porträtiert – leitet heute eine der größeren Direktionen der Deutschen Vermögensberatung. Und er beantwortet in dieser Folge alle Fragen, um die sonst herumgeredet wird: Was verdient man im Strukturvertrieb wirklich? Wer verdient an wem mit? Und was bleibt übrig, wenn Büro und Personal bezahlt sind? Malte Dreher lässt nicht locker, Rabe weicht nicht aus. Herausgekommen ist ein ungewöhnlich offenes Gespräch über Geld, über den Ruf einer ganzen Vertriebsgattung und über die Frage, warum immer mehr Private Banker und Wealth Manager ihre Bank verlassen. Außerdem: warum Rabe einst kündigte, statt einen Freund zu entlassen. Warum er seinen Job heute für sicherer hält als jeden Bankjob. Und was seine Tochter damit zu tun hat. Risikohinweis: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
Drei Bankwelten, 300 Kunden: Wie Nicole Krug Private Banking in Wedel macht
2026/09/28
Nicole Krug wollte eigentlich zur Kripo. Heute managt sie Portfolios im Private Banking der Stadtsparkasse Wedel – nach drei sehr unterschiedlichen Stationen: Citibank, Degussa Bank, Sparkasse. Christoph Fröhlich hat sie auf dem private banking kongress getroffen, und das Gespräch widerspricht einigem, was die Branche gerade über sich selbst erzählt. Deka-zentriert? „Überhaupt nicht, im Gegenteil." ETFs in der Beratung? „Gar nicht." KI im Arbeitsalltag? „Wenig." Stattdessen: vier Kollegen, über 300 Kundenverbindungen, drei bis fünf Gespräche pro Tag, je rund anderthalb Stunden, überwiegend von Angesicht zu Angesicht. Und Kunden, die sich so gut beraten fühlen, dass sie selbst beim Zoll-Crash nicht zum Hörer greifen. Eine Folge über Aufklärung statt Produktvertrieb, über den Kunden, der acht Prozent bei null Risiko möchte und über die Frage, wann Beratung eigentlich zur Familiensache wird.
Wenn das Unternehmen geht: Was hält die Familie zusammen?
2026/09/25
Was passiert mit einer Unternehmerfamilie, wenn das Unternehmen verkauft wird, die nächste Generation übernimmt oder plötzlich ein großes liquides Vermögen an die Stelle des operativen Betriebs tritt? Dr. Marcel Megerle begleitet Familien genau in diesen Übergängen und kennt die Situation auch aus der eigenen Familiengeschichte. Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt Megerle, warum Nachfolge häufig weniger an Verträgen als an Kommunikation scheitert, weshalb „gerecht“ nicht immer „fair“ bedeutet und warum Unternehmer nach einem Exit zunächst eine neue Identität finden müssen. Es geht um das schwierige Loslassen der Seniorgeneration, um Familienstrategien und lebendige Familienverfassungen, aber auch um die Frage, wer in modernen Unternehmerfamilien überhaupt zur Familie gehört. Und was geschieht, wenn aus der Unternehmerfamilie eine Investorenfamilie wird? Megerle spricht über neue Vermögenskulturen, unterschiedliche Renditevorstellungen der Generationen und darüber, warum Familien sogar einen Ausstieg aus gemeinsamen Vermögensstrukturen mitdenken sollten. Am Ende steht eine überraschend einfache Frage: Ist die Familie für das Vermögen da oder das Vermögen für die Familie?
„So bescheuert ist das" – Peer Steinbrück rechnet mit dem deutschen Sozialstaat ab
2026/09/23
Peer Steinbrück war Bundesfinanzminister, als 2008 das Weltfinanzsystem ins Rutschen kam. Heute sagt er: Deutschland hat kein Geldproblem, es gibt sein Geld an den falschen Stellen aus. Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Steinbrück, warum er das 500-Milliarden-Sondervermögen für gefährdet hält, ein Teil davon als Ersatzfinanzierung ohnehin geplanter Projekte zu versickern. Warum ein Sozialstaat mit rund 180 steuerfinanzierten Einzelmaßnahmen die tatsächlich Bedürftigen verfehlt und die dritte Stufe der Mütterrente für fünf Milliarden Euro genau denen nichts bringt, die sie am nötigsten hätten. Warum die Deutschen ihr Vermögen lieber zur Sparkasse tragen, als es arbeiten zu lassen. Und wo ihm die Finanzmärkte heute wieder unangenehm bekannt vorkommen: Schattenbanken, Private Credit, Staatsverschuldung und ein möglicherweise KI-getriebenes Herdenverhalten. Dazu: Warum der europäische Bankensektor kein Regulierungs-, sondern ein Größenproblem hat. Warum Steinbrück den Verbriefungsmarkt verteidigt. Was die SPD von Schweden lernen könnte. Und warum er die Brandmauer gegen die AfD für notwendig, aber allein für gescheitert hält. 18 Minuten Klartext von einem, der nicht milder geworden ist.
Ein Headhunter verrät, woran er gute Chefs erkennt
2026/09/21
Die Fondsbranche misst fast alles, nur Führung kaum. Christian Haas will das ändern. Der Managing Partner der Personalberatung Eleway sucht seit rund zehn Jahren Chefs, und zwar ausschließlich für Asset Manager. Jetzt hat er mit dem Leadership Alpha Award einen Preis gestartet, der nicht das Ergebnis auszeichnet, sondern das Wie: „die Architektur hinter der Performance". Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Haas, warum gute Zahlen kein Beweis für gute Führung sind, woran man erkennt, ob eine Unternehmenskultur echt ist und was passiert, wenn der Star-Portfoliomanager großartiges Alpha liefert und gleichzeitig das Team zerlegt. Außerdem: Welchen Hintergrund ein CEO im Asset Management wirklich braucht, warum die besten Chefs oft gar keine werden wollten, und was von einer Führungsleistung übrig bleibt, wenn der Chef weg ist. Zum Schluss verrät Haas in der Entweder-oder-Runde, warum man ihn beim Betriebsausflug besser nicht ans Mikrofon lässt. „For Professional Investors Only" ist der gemeinsame Podcast von DAS INVESTMENT und private banking magazin.

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