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Aufsturz

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Dieser Podcast hat
61 Episoden
Sprache
German
Explizit
Ja
Erstellt am
2024/06/22
Neueste Episode
2026/10/10
Durchschnittsdauer
87 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Ein Leben ohne Alkohol, wie geht das überhaupt? Holger Schwarz und Lasse Nolte, beide inzwischen nüchtern, versuchen, diese schwierige, einfache Frage zu beantworten. Dabei muss man natürlich auch intensiv in die Zeit vor die Entscheidung gegen den Alkohol blicken. In das Leben mit Alkohol - in das Leben mit einer Abhängigkeit. Nüchtern werden, nüchtern bleiben, die Hintergründe und Wege in eine Abhängigkeit, die Wege hinaus, das neue Leben nach dem Alkohol: der ehemalige Weinhändler und der Drehbuchautor verstecken nichts und erzählen alles, mal alleine, mal mit Gästen. Ein Podcast für jeden, der ohne Alkohol leben möchte, der gerade den Sprung gewagt hat oder der noch zweifelt. Neue Folgen alle 14 Tage am Samstag. Gastwunsch, Mitmachen, Anregungen, Lob, Kritik bitte an [email protected] . Musik von L’Orchestra Cinematique, basierend auf ”BoJack Horseman Theme” von Patrick und Ralph Carney. Intro gesprochen von Solveig Duda. Support (PayPal)- Danke, dass Ihr uns hört! Für einen einmaligen oder wiederkehrenden Beitrag an unseren Kosten sind wir sehr dankbar 🙏 www.aufsturz.org/support

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61 - I wie Intimität
2026/10/10
In dieser intimen Zweierfolge lassen Holger und Lasse im wahrsten Sinne des Wortes die Hosen runter, denn es geht - streng nach dem "ABC der Abhängigkeit" beim Buchstaben "I" - um Intimität. Dabei geht es nicht (nur) um Sexualität: Wir erfahren von fehlender Nähe in der Kindheit, davon, Berührungen vor allem als strafend erlebt zu haben und von einer tiefsitzenden Angst vor Ablehnung, wenn man sich wirklich und echt - also intim - zeigt. Wir hören von kindlich-naiven Harmoniebedürfnissen, die im Rausch zu Umarmungen und Liebesbekundungen ausuferten, von einem Hunger nach Leben und nach Berührungen, aber auch von düsteren Abschleppgeschichten am Rande der Artikulationsfähigkeit. Es geht um Selbsterniedrigung, um die vermeintliche Sicherheit im gewohnten Gefühl von Schuld und Scham und darum, wie ein T-Shirt Streicheleinheiten ersetzen kann. Wir erleben den Teufelskreis, in dem Alkohol scheinbar als Mittel zu mehr Intimität benutzt wird, um genau diese Intimität am Ende komplett zu verhindern. In dieser Folge wird ungewöhnlich viel um Worte gerungen, werden passende Beschreibungen gesucht und ziemlich viel Seele preisgegeben. Geht vorsichtig mit dieser Folge um - sie ist zerbrechlich.
60 - Konstanze
2026/09/26
In dieser wahrhaftigen XXl-Folge, die nur knapp unter der Zwei-Stunden-Grenze bleibt, lernen wir die großartige Konstanze kennen. Sie ist Wienerin, höchst erfolgreiche Schauspielerin, Kabarettistin, Romanautorin, Regisseurin und nicht zuletzt Drehbuchautorin - und feiert hier mit uns auf den Tag genau ein Jahr Nüchternheit. Konstanze erzählt, wie im Kulturbetrieb Alkohol einfach immer dazugehört hat, wie er als Problemlöser diente, wie er Unsicherheit und Schüchternheit verschwinden ließ, wie er scheinbar half, strukturelle Ungerechtigkeiten, denen sie als Frau ausgesetzt war, auszuhalten. Sie spricht auch über ihre schmerzhafte Kindheit in einem Weinbauerndorf südlich von Wien, von einer "eiskalten Mutter" und einem überstrengen Vater, den der Alkoholkonsum ins Grab bringt - und davon, wie das Gefühl "Ich bin falsch" als stigmatisierende Überschrift über ihrer Kindheit stand und warum sie früh lernte, sich "von sich selbst wegzutrinken". Wir hören vom Regiment des "Königs Alkohol" am Theater und erfahren, wie Konstanze lange Jahre ihren Selbstbetrug aufrecht erhielt, wie sie aufwändige "Genussinszenierungen" erfand, um immer weiter und mehr trinken zu können. Erst, als sie betrunken mit dem Weinglas in der Hand beim Spielen mit der heißgeliebten Enkelin weggedämmert, gelingen ihr Erkenntnis und der finale Absprung. Ein ganz persönliches, anrührendes und lebenskluges Gespräch mit einer Frau, die heute sagt: "Es ist niemals zu spät aufzuhören!" Hier findet ihr Konstanzes eigenen Podcast "Generation O ...wie Omi!": https://open.spotify.com/show/0XR1dfJElgvABm9SW6R6gZ Und hier findet ihr Informationen zur No&Low-Messe "Unbeschwipst" am 04.10. in Wien: https://www.markterei.at/zukuenftig/unbeschwipst-wiens-erste-messe-fuer-no-low-getraenke-curated-by-keinlow
59 - Die Notfolge
2026/09/12
Wenn ihr diese Folge hört, ist irgendetwas schiefgegangen. Denn diese "Notfolge", im Januar 2026 als "zeitlose Folge" produziert, wird nur eingesetzt, wenn eine andere geplante Folge nicht erscheinen kann. Und weil sich in einer Notfolge als Thema "Not" direkt anbietet, geht es in dieser Folge um verschiedene Nöte: die Nöte, die es gab, als wir noch getrunken haben, die neuen Nöte, die in der Nüchternheit entstehen können und wie wir ihnen begegnen. Eine kleine, aber feine Folge!
58 - Kevin
2026/08/29
In dieser Folge lernen wir Kevin kennen, Sohn einer Gastwirtsfamilie in dritter Tradition in einem kleinen fränkischen Weindorf. Kevin hat lange gebraucht, bis er den Mut hatte, über seine Geschichte offen zu sprechen. Das ist auch kein Wunder: Wir erfahren von einem generationalen Problem, bei dem Großvater und auch Vater Alkoholiker waren, von Kevins eigenem Trinken, um irgendwie entspannen zu können, um schlafen zu können. Wir hören von einer schwierigen Kindheit inmitten einer kaputten Ehe voller Streß, Streits und Trinkexzessen des Vaters, von der Scham, die Kevin für seinen offen vor Gästen betrunkenen Vater empfand und wie er trotzdem immer das Gefühl hatte: "Ich kann ihn retten!" Wie es Kevin nach der Übernahme des Wirtshauses mit dem pegeltrinkenden Vater in der Küche erging, warum er nach weiteren Tiefschlägen dicht machen musste und wie er nach Österreich flüchtete, während sein eigener Konsum immer weiter anstieg, ist ebenso Teil der Geschichte wie die Tatsache, dass die Corona-Krise alle Probleme verstärkte und wieso der erste Entzugsversuch scheiterte. Welche Rolle ein spät gestellte ADHS-Diagnose spielte und warum Kevin heute anderen Menschen Mut machen will, unbedingt den ersten Schritt in die Nüchternheit zu wagen, hört ihr in dieser besonderen Folge! Hier findet ihr weitere Infos zur Fachklinik Weibersbrunn: https://www.hephata.de/fachklinik-weibersbrunn Hier ist der Link zur Homepage der Suchtberatungsstelle der Caritas in Bad Kissingen, die Kevin auf seinem Weg begleitet hat: https://caritas-kissingen.de/beratung-hilfe/suchtberatung/
57 - Bruno
2026/08/15
In dieser Folge geht es um die Erlebnisse - ja, man kann fast sagen: die Aventüren - von Bruno, der erst vor kurzem nüchtern geworden ist nach einen überreichen Leben voller Exzesse, Höhenflüge und tiefster Tiefen. Wo andere die Hoffnung aufgegeben haben, weit hinten im Leben noch etwas verändern zu können, sagt Bruno mit 73 Jahren voller Überzeugung: Es ist nie zu spät! Wir erfahren, wie Bruno in schwierigsten Verhältnissen, als Kind einer italienischstämmigen Mutter und eines Schweizer Vaters aufwuchs, in einem Haushalt, der buchstäblich von Sprachlosigkeit, Vereinsamung und auch von brutaler Gewalt bestimmt war. Wir hören, wie er in seiner Einsamkeit den Exzess suchte und den "verlässlichsten Freund seines Lebens" fand, den Alkohol, auf den er immer wieder zurückfiel und der im Triumph wie im Elend immer "helfen konnte". Wir hören vom Ausbruch aus der Dorfenge, von einem ungeahnten Leben in gehobensten Kreisen, innerlich aber immer als Außenseiter, wir sind Zeuge von von irrwitzigen Glücksfällen, von der Fähigkeit, selbst Katastrophen noch in Erfolge zu wenden. Und: nie die Hoffnung zu verlieren. Das gilt besonders für den letzten, schwierigsten Kampf: Gegen die Abhängigkeit vom "falschen Freund Alkohol" und für die Rettung seiner großen Liebe. Eine Folge, die ihr nicht verpassen dürft.
56 - H wie Heimlichkeit
2026/08/01
Triggerwarnung: Suizid (ca. Minute 11 - Minute 31). In dieser Folge - die mit einer ziemlich heftigen Geschichte in der Befindlichkeitsrunde anfängt - führen wir das "ABC der Abhängigkeit" mit dem Buchstaben "H" weiter. Der steht für "Heimlichkeit", und was das bedeutet, erklären wir ausführlich. Heimlichkeit wird unweigerlich nötig, weil der oder die Konsumierende eine Normalität vorgaukeln muss, die es längst nicht mehr gibt. Es wird heimlich getrunken, um die Symptome von Kater zu verstecken oder um die körperlichen Probleme von zu geringem Pegel im Körper auszugleichen. Es wird heimlich getrunken, weil man längst weiß, dass das Umfeld den eigenen Konsum kritisch beobachtet. Alles wird überbaut mit komplizierten Lügen- und Rechtfertigungsgebilden, mit "Showflaschen", mit angeblicher "Me-Time", alles, um bloß weiter trinken zu können. Wir sprechen über eingeladene Gäste, die beim Trinken stören und über verbrannte Menüs. Über "Preßhalbe" bei kleinen Besorgungsgängen, um auf Pegel zu kommen. Über den Schleier der Heimlichkeit, der heftiges Trinken ohne Beobachtung oder Verurteilung erst möglich macht und über das innere Kommando "Let's get lost". Und wir reden glasklar über das, was Heimlichkeit beim Trinken immer bedeutet - nämlich Lügen, Lügen und immer wieder Lügen. Eine intime, in jedem Bereich intensive Folge.
55 - Marti
2026/07/18
Das ist unsere erste Folge mit einem waschechten Grimme-Preis-Träger! Marti, besser bekannt als "Marti Fischer", ist mehrfach preisgekrönter Musiker, Moderator, Schauspieler, Comedian und war als ein Teil des Duos "Ragazzki" mit dem Song "Ciao Ragazzki" dieses Jahr im ESC-Vorentscheid dabei. Außerdem ist er trockener Alkoholiker mit ADHS-Diagnose. Marti spricht ernst wie nie über seine scheinbare Erfolgsgeschichte, über die Scham wegen dauerndem Lügen und Verstellen und über die regelmäßige Rückkehr zu etwas, das den "Stummschalte-Knopf im Kopf" zuverlässig betätigen konnte. Wir hören über Trauer und Krisen, die hinter permanenter Fröhlichkeit versteckt wurden, über wichtige Gespräche mit Torsten Sträter, über Helfersyndrom und Überlastung und darüber, wie er bis zuletzt den Rausch, den er so liebte, schützen wollte. Bei uns sagt er, dass er nicht mehr betrunken sein will, warum ihm Selbstakzeptanz heute leichter fällt und warum man nach dem Aufhören vom Leben etwas zurückbekommt - und nichts verliert. Eine großartige, sehr intime Folge!
54 - Christoph K.
2026/07/04
In dieser außergewöhnlichen Folge sprechen wir mit Christoph, den viele "Deutschlands erfolgreichsten Brenner" nennen. Christoph ist der Mann hinter den Ultrapremiumbränden der "Stählemühle" und dem Welterfolgs-Gin "Monkey 47". Er bezeichnet sich selbst als "komplett abstinent bis auf kleine Ausnahmen" und mag Alkohol sehr gerne - allerdings nicht zum Trinken. Ein Brenner, den der Aspekt des Rauschs beim Alkohol immer abgestoßen hat, der mit Kontrollverlust überhaupt nichts anfangen kann und der sagt: "Die Plörre, die ich gemacht habe, muss ich nicht noch selber trinken." All das vertreten mit großer Klarheit, auch mit Streitbarkeit und verbunden mit einem Plädoyer zur Bescheidenheit. Warum Christoph denkt, dass in seiner aktiven Zeit nur 1% seiner Kunden verstanden haben, was er machte, wieso ihm "Statuskunden" ein Graus waren, warum er den Rausch trotz allem für ein bewahrenswertes Kulturgut hält und wieso er neuartige alkoholfreie Alternativen komplett ablehnt, hört ihr in dieser kontroversen Folge!
53 - Maximiliane
2026/06/20
Schnallt euch an! In dieser Folge gibt es knallehrliche Einblicke in den Lebensweg von Maximiliane, deren Konsumzeit mit 15 anfing und mit 37 endete. Sie hat in der Gastro alles gesehen: Das Fünf-Sterne-Hotel, in dem jeder heimlich trank und in dem man nach durchfeierten Nächten selbstverständlich im Morgengrauen den Frühstücksservice machte. Sternegastronomie, in der nicht nur getrunken wurde, sondern wo es ein tägliches "Standing Order" für Kokain gab, mit dem sich der Service versorgte. Am Ende das eigene Gourmet-Projekt, bei dem der eigene Konsum immer früher am Tag anfing und hinter sorgfältig gepflegter Kulisse völlig entgleiste. Kokain, Ketamin, Alkohol, eine lange Phase, in der sie sich selbst erzählte, sie sei "nüchtern", obwohl sie in ihrer Wohnung weiter Weinflaschen leerte - all das konnte Maximiliane hinter sich lassen und sagt heute: Sie ist unglaublich dankbar für die Nüchternheit, denn das Leben ist viel, viel größer geworden, seit sie mit dem Trinken aufgehört hat. Eine Pflichtfolge! Maximilianes Sober-Begleitservice (Disclaimer: bei dem auch Holger gebucht werden kann) findet ihr hier: https://www.yoursober.life
52 - Nico
2026/06/06
In dieser Folge spricht Nico sehr unaufgeregt (obwohl er selber sehr aufgeregt ist) über seine Abhängigkeitsgeschichte. Wir erfahren, wie sich eine vollkommene Überforderung im Beruf, entstanden aus überzogenen Ansprüchen und einer nicht diagnostizierten Neurodiversität (ADHS), langsam, aber sicher in eine Suchtspirale verwandelte. Nico erzählt, wie "Me-Time" heimliches Biertrinken im Auto bedeutete, unterstützt von Doomscrolling und latent schlechtem Gewissen. Wie diverse Versuche der Selbstregulierung, der Selbstüberlistung, überhaupt der Kontrolle des eigenen Konsums immer wieder nach gewisser Zeit scheiterten. Wie die eigene Familie, die eigenen Kinder Störfaktor beim heimlichen Trinken wurden, das mit immer mehr Aufwand versteckt und organisiert werden musste. Aber wir hören auch, wie Nico es mit Hilfe eines Online-Kurses, einer App und vor allem einer großartigen Online-Community schaffte, nüchtern zu werden und zu bleiben. Eine echte, ehrliche Geschichte, die Mut macht! Mehr über den Recovery Walk im September in Düsseldorf findet ihr hier: https://www.recoverydeutschland.org/recovery-walk Und hier ist der Link zu dem Podcast, in dem Lasse zu Gast war: https://podcasts.apple.com/de/podcast/alles-geht/id1677403279?i=1000770340878
51 - Bea, Revisited
2026/05/23
Anderthalb Jahre nach unserem letzten Gespräch treffen wir in dieser Folge erneut auf Bea, die DJ aus Frankfurt. Sie spricht mit uns darüber, wie es ihr bis heute ergangen ist, wie ihre Erfahrungen sind mit dem Sober Clubbing, mit dem nüchternen Feiern und Tanzen in einer Szene, die nach wie vor stark über künstliche Rauschmittel funktioniert. Sie erzählt, warum sie nüchtern die Arbeit und das Feiern intensiver erlebt, wie zwischen nüchterner DJane und berauschter Menge über die Musik eine Verbindung entstehen kann, wie der Wunsch nach Betäubung jetzt der Freude an Klarheit, echtem Erleben und überraschenden Begegnungsmomenten gewichen ist - und wie sie erst in der Nüchternheit Menschen begegnen konnte, die ihr Leben auf eine ungeahnte Art und Weise bereichern. Unbedingt anhören, denn hier spürt man wieder: Nüchternheit ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn!
50 - Die Jubiläumsfolge
2026/05/09
Wer hätte das vorausahnen können? Nach fast zwei Jahren auf Sendung kommt hier unsere Jubiläumsfolge, präziser ausgedrückt Folge Nummer 50! Wir sprechen miteinander, wir beantworten Fragen, die ihr uns geschickt habt, und natürlich spielen wir eure Sprachnachrichten ab. Ein thematischer Rundumschlag: Da geht es um Fragen nach einem wirklich gelingenden Leben nach dem Alkohol, darum, ob man Gästen Alkohol servieren sollte und auch darum, ob man wieder zur Flasche greifen kann, wenn man weiß, dass sowieso bald alles vorbei ist. Wir sprechen über Unsicherheiten, Prokrastination und vermiedene Geburtstagseinladungen. Eine würdige 50. Folge mit einigen intimen Einblicken. Danke für fast zwei Jahre und ein alkoholfreies Cheers auf die Zukunft!
49 - Christoph
2026/04/25
In dieser Highlight-Folge haben wir mal wieder echte Prominenz zu Gast, nämlich Christoph Peters, der aktuell mit seinem Roman "Entzug" Liebling der deutschen Feuilletons ist. In dem Roman beschreibt Christoph, wie er nach Jahrzehnten schwerster Alkoholabhängigkeit seine Entgiftung in einer Berliner Entzugsklinik erlebte. Seine Schilderungen, gerade auch der Zeit direkt vor dem Entzug, sind eindringlich und schonungslos, aber getragen von einem feinen Humor. Mit uns spricht Christoph über die Entstehung des Romans, über seine Kindheit und Jugend und über Alkohol als "europäische Zentraldroge", als "kollektives Transportermedium" für alle sozialen Affekte. Christoph sagt selber über sich: "Trinken wollen kann ich nicht, ich kann es nur müssen." Unbedingt anhören!
48 - G wie Genuss
2026/04/11
Endlich mal wieder eine Zweierfolge! Wie gewohnt lose führen wir das "ABC der Abhängigkeit" fort, diesmal mit dem Thema "G wie Genuss". Dabei fragen wir uns, was "Genuss" überhaupt bedeutet, warum es unserer Meinung nach immer um eine Transformation und die Eröffnung anderer Ebenen geht - und wieso dabei das In-Beziehung-Gehen der wichtigste Part ist. Wir sprechen über Genuss als kulturelle Semantik und als soziales Zeichen und was das alles mit dem Geruch von frisch Erbrochenem auf Pfälzer Weinfesten zu tun hat. Nicht zuletzt erfahrt ihr noch etwas über ein Treffen zwischen Mika vom "SodaKlub" und Lasse und außerdem über Kobolde und Gespenster. Reinhören - es lohnt sich!
47 - Hanna und Nils
2026/03/28
Diese Folge stellt in vielerlei Hinsicht eine Premiere dar: Es ist die erste Folge, bei der uns technische Probleme heimsuchen, die erste Folge mit einem trockenen Pärchen aus der Gastro und die erste Folge, bei der wir ein Statement am Anfang setzen (zum Fall Collien Fernandes). Insgesamt erwartet euch hier eine sehr berührende, ernste Folge mit zwei ganz tollen Menschen, die ungeschminkt und offen sprechen über die frühe Erkenntnis, dass der eigene Konsum nie richtig kontrolliert werden konnte, über Gefühlsmanagement und Tränen mit Alkohol, über tagelange Blackouts und Realitätsflucht. Außerdem geht es um den langen, langen Weg in eine Therapie und die Angst vor dem, was einen dort vielleicht erwartet. Unbedingt anhören! Hier kriegt ihr in Hamburg bis vier Uhr morgens ein "Baguette Nelly": www.klimperkiste.com

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