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Der Schmerzcode

Werben im Podcast: Der Schmerzcode

Dieser Podcast hat
21 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Marco Wintruff
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/07/04
Neueste Episode
2026/02/05
Durchschnittsdauer
58 min.
Veröffentlichungsintervall
31 Tage

Beschreibung

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie Schmerzen entstehen und wie sie verarbeitet werden? Oder welche neuen Entwicklungen es im Bereich der Schmerzmedikamente gibt? Vielleicht interessiert Euch auch, wie Schmerztherapie in der täglichen Praxis funktioniert und welche Tipps Experten aus anderen Fachbereichen für uns haben. Dann haben wir großartige Neuigkeiten für Euch! Ab dem 1. August 2024 startet unser brandneuer Podcast “Der Schmerzcode”. Jeden ersten Donnerstag im Monat um 6 Uhr werden wir eine neue Podcast-Folge veröffentlichen. In “Der Schmerzcode” tauchen wir tief in die Welt der Schmerzmedizin ein. Wir präsentieren Euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Ansätze und spannende Gäste, die dazu beitragen können, die Versorgung unserer Patienten zu verbessern. Seid Ihr bereit für diese aufregende Reise durch die moderne Schmerzmedizin? Dann abonniert “Der Schmerzcode” und begleitet uns dabei, wenn wir die Geheimnisse des Schmerzes lüften! Euer “Der Schmerzcode” Team Marco Wintruff und Jan-Peer Rogmann

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Schmerz im Alter neu denken – Die S3-Leitlinie GeriPAIN
2026/02/05
Im 19. Podcast von „Der Schmerzcode“ diskutieren Jan-Peer und Marco die neuen S3-Leitlinien zur Schmerztherapie bei älteren Patienten. Die Hosts beschreiben die Notwendigkeit, spezielle Leitlinien für ältere Patienten zu schaffen, die oft von Mehrfacherkrankungen und einer komplizierten Medikation betroffen sind. Sie betonen, dass ältere Menschen eine andere pharmakologische Behandlung benötigen, da sich ihre Resorption und Metabolisierung von Medikamenten verändert. „Start low, go slow, keep simple“ wird als Leitprinzip festgelegt, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Schmerztherapie für ältere Menschen oft vernachlässigt wird, weil Schmerzen als Teil des Alterns angesehen werden. Jan-Peer und Marco unterstreichen, dass es wichtig ist, diese Sichtweise zu ändern und den älteren Patienten ein besseres Schmerzmanagement zu bieten. Ein wesentliches Merkmal dieser Episode ist das Interview mit den Expertinnen Melina Händlmeier und Corinna Drebenstedt, die tiefere Einblicke in die S3-Leitlinie „GeriPain“ geben. Sie teilen ihre Erfahrungen und Herausforderungen bei der Entwicklung einer Leitlinie, die auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Schmerzpatienten eingeht. Es wird diskutiert, wie wichtig interprofessionelle Zusammenarbeit ist, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, und dass sowohl Angehörige als auch Pflegepersonal in den Schmerzmanagementprozess integriert werden sollten. Ein kritischer Punkt der Diskussion ist, dass nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch die Funktionalität der Patienten im Vordergrund stehen sollte. Das bedeutet, dass die Schmerztherapie auch darauf abzielen sollte, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der älteren Menschen zu erhalten. Auch die Bedeutung von Bewegung und nicht-medikamentösen Therapien wird hervorgehoben, da diese zur Schmerzlinderung beitragen und die Lebensqualität verbessern können. Am Ende der Episode reflektieren die Hosts über die zukünftige Entwicklung in der Schmerztherapie und ermutigen die Hörer:innen, sich aktiv mit den Themen Schmerzmanagement und Geriatrie auseinanderzusetzen. Mit einem positiven Ausblick auf die möglichen Fortschritte in der Versorgung älterer Schmerzpatienten wird der Podcast abgerundet und die Zuschauer ermutigt, selbst aktiv zu werden - nicht nur in ihrer beruflichen, sondern auch in ihrer persönlichen Umgebung.
Der Schmerzcode geknackt? Rückblick 2025 und die Visionen für 2026
2026/01/01
In dieser Episode des Schmerzcodes blicke wie auf das vergangene Jahr 2025 zurück und diskutieren unsere Lieblingsmomente aus dem Podcast, sowie bedeutende wissenschaftliche Entwicklungen im Bereich Schmerzmedizin. Wir beginnen im Rückblick, indem wir die besonderen Folgen hervorheben, die uns inspiriert haben, wie die Opiate-Folge mit Professor Lipp, die ein neues Licht auf den Zytokrom-P450 warf und weitere spannende Erkenntnisse zur Schmerzbehandlung eröffnete. Während wir auf 2025 zurückblicken, sprechen wir über interessante neue Studien und Entwicklungen. Besonders im Fokus steht die Pain Reprocessing Therapy (PRT), die sich mit nociplatischen Schmerzen auseinandersetzt und mit innovativen Ansätzen zur Schmerzbewältigung frisch in das neue Jahr startet. Marco betont, dass diese Therapie in der zukünftigen Forschung und Anwendung eine bedeutende Rolle spielen wird, während Jan-Peer die neue Studie zur multimodalen Behandlung von Rückenschmerzen hervorhebt, die aufzeigt, wie Bewegungstraining Schmerzen lindern und die Lebensqualität verbessern kann. Ein weiteres Highlight ist die Diskussion über neue Therapieansätze und Medikamente, unter anderem das bahnbrechende Medikament Suzetrigin (Journavx), das im Januar 2025 von der FDA zur Behandlung starker Schmerzen in den USA zugelassen wurde. Wir beleuchten die Wirkweise dieser neuen Medikamentenklasse und analysieren ihre potenziellen Anwendungen in der Schmerztherapie, auch im Hinblick auf die bisherigen Herausforderungen mit Abhängigkeit bei opioiden Schmerzmitteln. Im Ausblick auf 2026 teilen wir gemeinsam unsere Pläne und Ideen, um weiterhin spannende Inhalte und Experteninterviews anzubieten. Wir definieren Ideen für zukünftige Leidlinienbesprechungen und diskutieren die Bedeutung individueller Ansätze in der Schmerztherapie. Das Jahr 2026 verspricht vielversprechend zu werden, und wir freuen uns auf eine Fortsetzung der offenen Diskussion über Schmerzmanagement und Behandlungsmöglichkeiten. Zusammengefasst präsentiert diese Episode einen umfassenden Rückblick auf 2025 und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Schmerzmedizin. Die relevanten Themen werden nicht nur theoretisch behandelt, sondern immer mit einem praktischen Ansatz, der sowohl für Fachleute als auch für Patienten von großer Bedeutung ist.
Wenn die Nerven brennen – Herpes Zoster verstehen
2025/12/04
In dieser Episode des Podcasts "Schmerzcode" richten sich Jan-Peer und Marco auf das Thema Herpes Zoster, auch bekannt als Gürtelrose. Sie beleuchten, wie weit verbreitet dieses Krankheitsbild ist, und teilen wichtige Informationen zur Häufigkeit und den Risikofaktoren. Die beiden hosts erklären, dass jeder Dritte über 50 Jahre im Laufe seines Lebens an Herpes Zoster erkrankt und dass die Krankheit oft mit unangenehmen Symptomen wie schmerzhafter Hautreaktion und neurologischen Komplikationen verbunden ist. Jan-Peer und Marco reflektieren über die klinischen Aspekte der Erkrankung, einschließlich der typischen Symptome und der Herausforderungen bei der Diagnose. Sie betonen, dass die Erkrankung häufig fehldiagnostiziert wird, insbesondere in der Prodomalphase, bevor der Hautausschlag auftritt. Die beiden diskutieren die Bedeutung einer schnellen und effektiven antiviralen Therapie, die innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn beginnen sollte, um die Schwere und Dauer der Erkrankung zu minimieren. Im Verlauf der Episode haben die Hosts einen einfühlsamen Austausch über die Erfahrungen eines Gastes, Andreas, der die Folgen von Herpes Zoster und die damit verbundenen chronischen Schmerzen durchlebte. Andreas teilt seine persönlichen Herausforderungen, einschließlich der Emotionen und physischen Symptome, die ihn während seiner Krankheitsgeschichte belasteten, und beschreibt den langen Weg, die richtige Behandlung und Therapien zu finden, um seine Beschwerden zu lindern. Zusätzlich gehen Jan-Peer und Marco auf bewährte Therapieansätze ein. Sie sprechen über verschiedene Medikamente, die im Rahmen der Schmerztherapie eingesetzt werden und erläutern den Unterschied zwischen oralen und intravenösen Therapien. Des Weiteren wird die Rolle der Prävention thematisiert, insbesondere die Bedeutung der Impfung, um das Risiko einer Zoster-Infektion und postherpetischen Neuralgie zu verringern. Diese Episode ist nicht nur informativ, sondern auch motivierend für diejenigen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Jan-Peer und Marco schließen mit dem Appell, sich aktiv über die Therapieoptionen zu informieren und im Zweifel frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen, um die Behandlung zu optimieren und das Risiko von Langzeitschäden zu minimieren.
Das Dunbar-Syndrom - Tatort Bauch
2025/11/06
In dieser Episode des Schmerzcode-Podcasts widmen sich Jan-Peer und Marco dem Dunbar-Syndrom, einem bedeutenden und oft unbekannten Thema in der Schmerzmedizin. Sie diskutieren den langen und irreführenden Diagnoseweg, den viele Patienten durchlaufen müssen, und beleuchten die Herausforderungen bis zur richtigen Diagnose. Im Interview mit Professor Dr. Egberts erhalten die Hörer tiefere Einblicke in die komplexe Pathologie des Syndroms und die diagnostischen Verfahren wie Ultraschall und CT-Untersuchungen. Dr. Egberts erklärt die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich minimalinvasiver Techniken und roboterassistierter Chirurgie. Zudem teilt die Patientin Antje ihre persönliche Erfahrung mit dem Dunbar-Syndrom und dem Kampf um eine effektive Behandlung. Jan-Peer und Marco reflektieren die Wichtigkeit des Austauschs zwischen Fachleuten und Patienten, um das Verständnis für seltene Syndrome zu fördern und die Behandlung zu verbessern.
Mehr als nur Fragen – Die Kunst der Schmerzanamnese
2025/10/02
In dieser Episode des Schmerzcode-Podcasts führen Jan-Peer und Marco ein aufschlussreiches Gespräch mit Iris und Leif über die Schmerzanamnese. Wir feiern Jan-Peer´s runden Geburtstag nach und leiten damit in die Diskussion über die Herausforderungen bei der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten über. Unsere Gäste, Iris Müller und Leif Burmeister, bringen ihre Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in Ihrer Schmerzpraxis ein. Wir betonen die Bedeutung einer ausführlichen Erstanamnese, um psychosoziale Hintergründe zu verstehen, und diskutieren die Qualität der verwendeten Schmerzscores und dem Deutschen Schmerzfragebogen. Außerdem beleuchten wir den interdisziplinären Ansatz in der Schmerztherapie und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, wobei wir die zentrale Rolle des Arztes hervorheben. Die Episode schließt mit einem Aufruf zur Interaktion mit unseren Zuhörern.
Interview mit Prof. Lipp - Opiate & Opioide
2025/09/04
In dieser Episode von „Der Schmerzcode“-Podcasts tauchen wir tief in die Welt der Opiate und Opioide ein. Gemeinsam mit Professor Lipp klären wir die Unterschiede zwischen beiden Begriffen und deren Rolle in der Schmerzbehandlung. Wir diskutieren die Funktionsweise der verschiedenen Rezeptoren im zentralen Nervensystem und beleuchten die praktischen Anwendungen von Morphin, Hydromorphon, Buprenorphin und Fentanyl in der Therapie. Professor Lipp gibt wertvolle Hinweise zur Dosierungsanpassung und beleuchtet Herausforderungen, die sich aus genetischen Unterschieden ergeben können. Zudem werfen wir einen kritischen Blick auf die Opiatkrise in den USA und die Lehren, die daraus für Deutschland gezogen werden sollten. Die Episode schließt mit einer Diskussion über opioidfreie Anästhesie und der Notwendigkeit von Fortbildung im Bereich Schmerztherapie.
Die etwas andere Folge
2025/08/07
In dieser Episode blicken wir auf das erste Jahr des Podcasts "Der Schmerzcode" zurück, moderiert von mir und Jan-Peer. Wir reflektieren über die Höhepunkte und Herausforderungen der ersten Staffel und geben einen Ausblick auf das, was noch kommen könnte. Mit einem Hauch von Nostalgie und einem amüsanten Blick zurück auf unsere eigenen Outtakes, teilen wir die lustigsten und lehrreichsten Momente aus unseren bisherigen Episoden. Einer der Schwerpunkte dieser Episode ist die Diskussion über die Folgen, die uns am meisten geprägt haben. Jan-Peer äußert seine persönliche Verbindung zur Doppelfolge über Cannabis, und wir sprechen darüber, wie das Thema nicht nur unsere eigenen Ansichten und Praxiserfahrungen beeinflusst hat, sondern auch, wie wir es in der Therapie anwenden können. Dies verdeutlicht das Potenzial, das sich hinter der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Schmerzlinderung und alternativen Behandlungsmethoden verbirgt. Wir beleuchten die Vielschichtigkeit der Themen, die wir in der ersten Staffel behandelt haben, und betonen die Wichtigkeit, weiterhin interdisziplinär zu denken. Jan-Peer und ich sind der Meinung, dass es entscheidend ist, verschiedene Perspektiven, wie die von Praktikern und Patienten, in unsere Gespräche einzubeziehen. Dies wird besonders spannend, wenn wir in die zweite Staffel starten und uns darauf konzentrieren, unser Publikum weiterhin zu informieren und zu unterhalten. Zusätzlich nehmen wir uns Zeit, um über unsere Wünsche und Ideen für die zweite Staffel zu sprechen. Unsere Zuhörer sind eingeladen, uns Feedback zu geben und Themen vorzuschlagen, die sie interessieren. Dieser Austausch ist uns sehr wichtig, da er uns hilft, den Podcast weiterzuentwickeln und relevant zu bleiben. Mit viel Enthusiasmus freuen wir uns darauf, auch zukünftig interessante Inhalte zu liefern und gleichzeitig Spaß zu haben, während wir wichtige Informationen über Schmerz und dessen Behandlung weitergeben.
Verlernen, was weh tut – Mit der help-App gegen chronische Schmerzen
2025/07/03
In dieser Episode des Podcasts Der Schmerzcode widmen wir uns einem hochaktuellen Thema in der Schmerztherapie: digitalen Gesundheitsanwendungen. Jan-Peer und Marco diskutieren mit Dr. Antje Kallweit, einer erfahrenen Anästhesistin und Schmerzmedizinerin aus Hamburg, wie digitale Technologien die Behandlung von Schmerzpatienten revolutionieren können. Dr. Kallweit bringt uns spannende Einblicke in die Entwicklung Ihrer eigenen help App mit, die auf dem neuesten Stand medizinischer Erkenntnisse basiert und vor allem chronischen Schmerzpatienten helfen soll. Wir beginnen mit dem Rahmen des digitalen Gesundheitsgesetzes, das seit Dezember 2019 in Deutschland in Kraft ist und den Zugang zu digitalen Gesundheitsanwendungen regelt. Jan-Peer erklärt, dass es derzeit 69 zugelassene Apps gibt, die sich auf verschiedene Krankheitsbilder konzentrieren, wobei der Schwerpunkt häufig auf psychischen Erkrankungen liegt. In den darauffolgenden Diskussionen wird herausgestellt, dass die Digitalisierung nicht nur neue Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich bringt, da die Integration digitaler Medien in die analoge Welt der Medizin oft komplex ist. Antje Kallweit hebt die Notwendigkeit hervor, den Blick auf Schmerz als ein komplexes Phänomen zu lenken, das nicht nur physische Ursachen hat, sondern auch psychosoziale Faktoren berücksichtigt. Besonders spannend ist die Vorstellung von noziplastischen Schmerzen, einem relativ neuen Konzept, das aufzeigt, wie Schmerzmechanismen im Gehirn eine Rolle spielen können, ohne dass es eine klare physische Ursache gibt. Diese Thematik bildet die Grundlage für die Funktionen der neuen App, die Patienten in ein interaktives Lernsystem einführt, um ihre Schmerzen besser zu verstehen und aktiv daran zu arbeiten. Im weiteren Verlauf der Episode wird ausführlich über die Nutzererfahrungen und die Module der App diskutiert. Antje erläutert, dass Patienten lernen sollen, ihre Schmerzempfindungen neu zu interpretieren und so ihre Reaktion auf Schmerz zu verändern. Achtsamkeitsübungen, Edukation über Schmerz und Selbstwahrnehmung sind nur einige der Ansätze, die Denkanstöße geben und helfen sollen, Schmerzen zu "verlernen". Hierbei wird auch das Prinzip des "Graded Exposure" erklärt, das aufzeigt, wie schmerzhafte Bewegungen schrittweise wieder in den Alltag integriert werden können. Die Diskussion verdeutlicht zudem, dass die App nicht nur als Ersatz für persönliche Therapeuten fungiert, sondern diese vielmehr ergänzt. Antje erklärt, dass es für ihn essenziell ist, eine Verbindung zwischen den Patienten und den Inhalten der App herzustellen, um das Verständnis für ihre Schmerzen zu fördern. Die Patienten müssen befähigt werden, selbst Verantwortung für ihren Heilungsprozess zu übernehmen und aktiv zu den Übungen beizutragen. Zum Ende des Podcasts wird die technische Seite der App angesprochen, von der umfassenden Entwicklungsarbeit bis hin zu Studien, die ihre Effektivität belegen sollen. Ein zentraler Punkt hierbei ist der Zugang für alle Patienten, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, durch Kostenübernahmen seitens der Krankenkassen. Zusammenfassend bietet diese Episode eine gelungene Kombination aus Theorie und praktischer Anwendung, indem die Herausforderungen und Chancen digitaler Gesundheitsanwendungen anhand einer konkreten App verdeutlicht werden. Diese Innovation könnte nicht nur das Verständnis von Schmerzen revolutionieren, sondern auch die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit chronischen Schmerzen umgehen.
Der Periduralkatheter – Ein Gamechanger in der Schmerztherapie
2025/06/05
In dieser Episode des Podcasts widmen wir uns dem Thema Periduralkatheter und dessen Bedeutung in der modernen Schmerztherapie. Marco und Jan-Peer haben sich zusammengefunden, um die verschiedenen Aspekte dieses Verfahrens zu beleuchten, von dessen Anwendung in der Geburtshilfe bis hin zu großen chirurgischen Eingriffen. Das Gespräch beginnt mit einer kurzen Einführung, gefolgt von einem angenehmen kurzen und privaten Austausch, bevor wir in die Tiefe des Themas eintauchen. Wir klären die Zuhörer über die Unterschiede zwischen Peridural- und Epiduralkatheter auf und erläutern die technische Durchführung. Jan-Peer erkläre, wie der Katheter in den Periduralraum eingeführt wird und welche Techniken dafür verwendet werden. Dabei betonen wir die Wichtigkeit der richtigen Platzierung, um Schmerzen effizient zu behandeln und Komplikationen zu vermeiden. Marco bringt dazu eigene Daten und Erfahrungen aus seiner klinischen Praxis ein, um die Relevanz des Themas zu untermauern. Ein zentraler Punkt unserer Diskussion ist die Indikationsstellung für den Einsatz von Periduralkathetern. Wir beleuchten unterschiedliche Einsatzgebiete wie die postoperative Schmerztherapie, die Geburtshilfe sowie chronische Schmerzen. Marco hebt hervor, dass gerade große chirurgische Eingriffe von der Anwendung eines Periduralkatheters profitieren, da er nicht nur die Schmerztherapie verbessert, sondern auch postoperative Komplikationen verringert. Jan-Peer füge hinzu, dass eine geringere Inzidenz von Übelkeit und ein besseres Outcome für Patienten mit einem Periduralkatheter belegt sind. Wir gehen auch auf die geschichtliche Entwicklung der Technik ein und diskutieren, wie der Einsatz von Periduralkathetern seit den Anfängen der Regionalanästhesie gewachsen ist. Zudem betrachten wir die Risiken und möglichen Komplikationen bei der Anwendung, was unvermeidbar ist, wenn man bedenkt, dass jedes medizinische Verfahren seine Schattenseiten hat. Hierbei betonen wir die Bedeutung einer sorgfältigen Patientenanamnese und die Notwendigkeit, Risiken wie Blutungsneigungen zu minimieren. Ein weiterer spannender Aspekt unserer Unterhaltung sind die Zukunftsaussichten der Periduralanästhesie und die Rolle der Technologisierung in der medizinischen Praxis. Wir erörtern innovative Ansätze wie die Integration von Ultraschall zur Unterstützung bei der Katheterplatzierung und inwieweit diese Technologien die Erfolgsrate und Sicherheit des Verfahrens erhöhen können. Im Laufe des Gesprächs betonen wir die zentrale Rolle eines engagierten Schmerzdienstes im klinischen Alltag und wie dieser dazu beiträgt, die Patientensicherheit und die Qualität der Schmerztherapie zu gewährleisten. Jan-Peer bringt die Wichtigkeit der kontinuierlichen Schulung aller beteiligten Fachkräfte zur Sprache, um Fehlerquellen zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen zu verringern. Abschließend ziehen wir ein Resümee und unterstreichen, dass der Periduralkatheter trotz der bestehenden Herausforderungen ein bewährtes und effektives Verfahren in der modernen Schmerztherapie darstellt. Wir möchten die Zuhörer ermutigen, ihre eigenen Erfahrungen und Ansichten zu diesem Thema zu teilen, um den Dialog über Schmerztherapie und deren Fortschritte weiter voranzutragen. Ein Ausblick auf die nächsten Folgen lässt erahnen, dass wir in Zukunft noch viele spannende Aspekte der Schmerztherapie beleuchten werden.
Musiktherapie
2025/05/01
In dieser Episode von "Der Schmerzcode" tauchen wir in die faszinierenden und oft übersehenen Aspekte der Musiktherapie im Kontext der Schmerztherapie ein. Marco und Jan-Peer sprechen mit Christoph, einem erfahrenen Musiktherapeuten, über seine persönliche Reise in die Musiktherapie und deren bedeutende Rolle in der Behandlung von Schmerzen. Wir erfahren von Christophs beruflichem Werdegang und wie seine eigenen Kindheitserfahrungen mit Musik ihn dazu inspirierten, als Musiktherapeut zu arbeiten. Sein Ziel ist es, durch den Einsatz von Musik Therapieformen zu entwickeln, die helfen, das Schmerzerlebnis besser zu bewältigen. In der Diskussion werden verschiedene Ansätze der Musiktherapie erläutert, die über die traditionelle Schmerzbehandlung hinausgehen. Besonders betont wird die Verbindung zwischen Musiktherapie und den neurobiologischen Effekten von Musik, einschließlich der hormonellen Reaktionen des Körpers auf Klänge. Christoph verdeutlicht die wissenschaftliche Basis hinter der Musiktherapie und die Herausforderungen, die es mit sich bringt, evidenzbasierte Studien zu erstellen, insbesondere in der psychotherapeutischen Forschung. Ein zentrales Thema der Episode ist die Rolle der Musik bei der Schmerzlinderung und der subjektiven Wahrnehmung von Schmerz. Christoph führt aus, dass Musiktherapie nicht nur zur Reduzierung von Schmerzmedikamenten beiträgt, sondern auch dazu, das emotionale Erleben von Schmerz zu verändern. Er teilt beeindruckende Fallstudien und Studienergebnisse, die die Wirksamkeit der Musiktherapie unterstützen, und beleuchtet die Konzepte der Musikmedizin im Vergleich zur Musiktherapie. Die Gesprächspartner gehen auch auf die praktischen Aspekte einer Musiktherapiesitzung ein und erklären, wie Christoph seine Arbeit mit körperlich und emotional leidenden Patienten gestaltet. Dabei kommt es auf die individuelle Anpassung und das aktive Einbinden der Patienten an, sei es durch das Auswählen von Instrumenten oder das Kreieren von Klanglandschaften. Christoph beschreibt eindrucksvoll, wie das Spielen von Klängen und die Schaffung einer entspannenden Atmosphäre den Patienten helfen, ihre Schmerzen besser zu bewältigen und emotionalen Druck abzubauen. Mit vielen interessanten Anekdoten und tiefen Einblicken in die vielschichtige Praxis der Musiktherapie zeigt Christoph, wie kraftvoll und transformativ die Verbindung von Musik und Therapie sein kann. Die Episode unterstreicht die Notwendigkeit, alternative Therapieformen in die Schmerztherapie zu integrieren, um den Patienten ein umfassendes Behandlungserlebnis zu bieten. Abschließend wird durch den Austausch mit Christoph deutlich, was für ein wertvolles Werkzeug die Musiktherapie im Kampf gegen Schmerzen darstellen kann.
Interview mit Prof. Winfried Meissner
2025/04/03
Im Interview erläutert Winfried Meissner die Schlüsselrolle der Schmerzmedizin und innovative Projekte zur Verbesserung der Patientenversorgung. Er teilt seine 30-jährige Erfahrung, beginnend in der Anästhesie, und zeigt auf, wie das Projekt Quips durch Patientenfeedback signifikante Fortschritte in der postoperativen Schmerztherapie erzielen konnte. Herausforderungen der nachhaltigen Finanzierung solcher Projekte werden thematisiert, sowie die zentrale Bedeutung von Kommunikation mit Patienten. Das international durchgeführte Pain-Out und das Pamela Projekt werden ebenfalls diskutiert. Prof. Meissner betont die Notwendigkeit der Digitalisierung und Telemedizin in der Schmerztherapie, während er gleichzeitig den persönlichen Kontakt als unverzichtbar hervorhebt. Schließlich äußert er sich zur opioidbasierten Schmerztherapie in Deutschland und ermutigt Kollegen, ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten zu entwickeln.
TENS
2025/03/06
In dieser Episode des Schmerzkode-Podcasts tauchen wir tief in das Thema der nicht-invasiven Schmerztherapie ein, insbesondere in die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS). Jan-Peer und Marco Wintruff haben die Ehre, mit Till Adler, einem erfahrenen Schmerztherapeuten, zu sprechen, der seit Jahren TENS-Geräte in seiner Praxis einsetzt. Es beginnt mit einer Erläuterung der grundlegenden Mechanismen der TENS-Therapie, die auf dem Prinzip basiert, durch elektrische Impulse Schmerzen zu lindern. Till erklärt, wie TENS über verschiedene Nervenfasern wirkt und dabei sowohl auf periphere als auch zentrale Mechanismen des Schmerzes eingeht. Er stellt fest, dass es unterschiedliche Frequenzen und Intensityseinstellungen gibt, die spezifische Effekte auf die Schmerzempfindlichkeit haben können. Niedrigfrequente Impulse aktivieren µ-Opioidrezeptoren, während hochfrequente Impulse Delta-Opioidrezeptoren stimulieren, was direkt zur Schmerzminderung führt. Die Tatsache, dass die Wirkung nicht nur von der Frequenz, sondern auch von der Art des Schmerzes abhängt, führt zu einem differenzierten Verständnis dieser Therapieform. Während unseres Gesprächs beschreibt Till, dass er TENS häufig bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und verschiedenen Formen neuropathischer Schmerzen einsetzt. Dabei geht er auch auf spezifische Indikationen ein, bei denen TENS beeindruckende Ergebnisse liefert, z. B. bei postzosterischer Neuralgie, Fibromyalgie und sogar bei degenerativen Gelenkerkrankungen. Es wird deutlich, dass TENS eine wertvolle Ergänzung zu herkömmlichen medikamentösen Therapien sein kann und in bestimmten Fällen eine medikamentenfreie Schmerztherapie ermöglichen. Ein Teil der Diskussion fokussiert sich auf die Erfahrungen von Patienten mit TENS-Geräten. Till erzählt von einigen seiner Patienten, die durch die Anwendung von TENS in der Lage waren, ihre Lebensqualität erheblich zu verbessern. Die Möglichkeit, den Alltag trotz chronischer Schmerzen besser zu bewältigen, zeigt, wie wichtig TENS als therapeutisches Werkzeug ist. Es wird auch besprochen, wie häufig Patienten falsch informiert sind oder nicht wissen, wie sie das Gerät effektiv nutzen können. Wir behandeln auch die praktischen Aspekte der Anwendung von TENS in der Arztpraxis. Till gibt wertvolle Tipps zur Auswahl der richtigen Geräte und beschreibt, wie eine vernünftige Verschreibungspraxis aussehen sollte. Es werden Details zur Abrechnung und zur Dauer der Verschreibung angesprochen, was für Therapeuten von großem Interesse ist. Zudem werden die notwendigen Voraussetzungen und Kontraindikationen angesprochen, um sicherzustellen, dass die Patienten bestmöglich von dieser Therapie profitieren können. Abschließend werfen wir einen Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse, die die Wirksamkeit von TENS in verschiedenen klinischen Szenarien untermauern. Die Diskussion über die Integration von TENS in die Schmerztherapie und deren zukunftsträchtige Anwendungsmöglichkeiten rundet unsere umfassende Erörterung dieses spannenden Themas ab.
Schmerztherapie im Rettungsdienst
2025/02/06
In dieser Episode des Podcasts "Der Schmerzcode" stellen wir das zentrale Thema der Schmerztherapie im Rettungsdienst in den Fokus. Jan-Peer und Marco diskutieren eingehend die Relevanz und die Herausforderungen, die mit der Schmerzbehandlung in akuten Notfallsituationen verbunden sind. Besonders betonen sie, wie wichtig eine schnelle und effektive Schmerztherapie für die Patienten ist, ohne dabei die Sicherheitsaspekte aus den Augen zu verlieren. Der Einsatz von Schmerzmedikamenten muss in einem Umfeld mit begrenzten Ressourcen und Kontrolle sorgfältig abgewogen werden. Die Diskussion führt zu einer Analyse der verschiedenen Schmerzmedikamente, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Marco als Notarzt stellt die Vorzüge von Morphin, Fentanyl und Ketanest S vor, während Jan-Peer auch die Entwicklung der Schmerztherapie innerhalb des Rettungsdienstes thematisiert. Es wird klar, dass das längst überfällig war, dass nicht-ärztliches Personal in der Lage ist, gezielt Schmerzmedikamente zu verwenden. Die beiden Gesprächspartner heben hervor, dass diese Entwicklung nicht nur den Patienten zugutekommt, sondern auch die Belastung für Notärzte verringert, wodurch diese sich auf wirklich kritische Einsätze konzentrieren können. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Unterschiede in der Schmerztherapie je nach regionalen Vorschriften gelegt. Marco und Jan-Peer zeigen sich beeindruckt von der Tatsache, dass in Deutschland die Schmerztherapie im Rettungsdienst von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich geregelt ist. Dies führt zu der Erkenntnis, dass eine standardisierte, flächendeckende Umsetzung der Schmerztherapie vonnöten ist. Im Podcast greifen die beiden auch auf Erfahrungen von Rettungsdienstmitarbeitern zurück, die ihre Einsätze als wichtige Lernstelle erlebten. Interviews mit Praktikern bieten Einblicke in den Alltag der Schmerzbehandlung im Rettungsdienst und schildern, wie unterschiedlich Schmerzempfindungen in der Bevölkerung sind und welche Herausforderungen dies für das Assessment bedeutet. Über den Nutzen und die Herausforderungen von Tools wie der numerischen Rating-Skala wird ebenfalls gesprochen. Die Episode schließt mit einer ermutigenden Medikationsdiskussion, in der Jan-Peer und Marco die Vorteile der Verwendung von Nalbuphin besprechen. Dieses Medikament, das keine Betäubungsmittel ist und dennoch eine starke analgetische Wirkung bietet, wird als potenzielle Lösung hervorgehoben. Dabei wird die Notwendigkeit betont, mehr Forschung und Erkenntnisse in die Schulungen von Notfallsanitätern zu integrieren, um die Sicherheit und Effektivität der Schmerztherapie weiter zu verbessern. Insgesamt bietet diese Episode eine tiefgreifende Analyse der Schmerztherapie im Rettungsdienst und ist eine ermutigende Einladung, über den Tellerrand hinauszublicken und sowohl bestehende Behandlungsmethoden als auch den rechtlichen Rahmen genauer zu betrachten.
Von der Pflanze zur Therapie – Teil 2
2025/01/02
In dieser Episode des Podcasts "Der Schmerzcode" besprechen Jan-Peer und Marco die facettenreiche Anwendung von medizinischem Cannabis und beleuchten dabei verschiedene therapeutische Ansätze, die aus der Kombination von THC und CBD resultieren. In einem umfassenden Dialog reflektieren sie die Entwicklungen im Umgang mit Cannabis als Therapieoption zur Behandlung chronischer Schmerzen und anderer spezifischer Erkrankungen. Sie erörterten die aktuellen Anwendungsgebiete für Cannabinoide, darunter chronische Schmerzen, neuropathische Schmerzen, Multiple Sklerose und deren spastische Begleiterscheinungen. Jan-Peer diskutiert eingehend, wie Cannabis bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen wie PTSD und Angsterkrankungen helfen kann. Gemeinsam untersuchen sie auch die Rolle von CBD in der Selbstbehandlung von Schlafstörungen und die variierenden Wirkungsweisen in Bezug auf die Schlafarchitektur. Im Gespräch mit Dr. Richard Pecka, einem erfahrenen Schmerztherapeuten, wird das Thema Cannabistherapie weiter vertieft. Richard bringt den Zuhörern praxisnahe Einblicke und erläutert das komplexe Wechselspiel zwischen Cannabinoiden und den endogenen Rezeptoren im menschlichen Körper. Er gibt wertvolle Ratschläge zur Schmerzlinderung, betont jedoch die Notwendigkeit kontrollierter Dosierung und individueller Anpassung, um unerwünschte Nebenwirkungen zu minimieren. Steffen, ein Patient mit jahrelanger Erfahrung in der Anwendung von THC zur Schmerzbehandlung, teilt seine persönliche Geschichte und die Herausforderungen, die er bei der Integration von Cannabis in seine Behandlung erlebt hat. Er spricht offen über Nebenwirkungen, die die kognitiven Fähigkeiten betreffen, und die Bedeutung einer fundierten ärztlichen Begleitung in der Therapie. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Podcast nicht nur die wissenschaftlichen Aspekte medizinischer Cannabinoide thematisiert, sondern auch einen tieferen Einblick in die praktischen Herausforderungen und ethischen Fragestellungen bietet, die mit der Verschreibung und Anwendung von Cannabinoiden verbunden sind. Die Episode fordert dazu auf, über die bisherigen Grenzen der Schmerztherapie hinauszudenken und Potenziale der Cannabistherapie zu erkunden.
Von der Pflanze zur Therapie – Teil 1
2024/12/05
In dieser Episode des Schmerzcode Podcasts beschäftigen wir uns mit dem facettenreichen Thema medizinisches Cannabis. Jan-Peer und Marco stellen die Weichen für ein spannendes Gespräch, indem sie den historischen und kulturellen Kontext von Cannabis erkunden, das sich über Jahrtausende erstreckt und nun auch in der modernen Medizin eine entscheidende Rolle spielt. Wir beleuchten die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und diskutieren die Entwicklung der Cannabisforschung, insbesondere die wissenschaftliche Erforschung der Cannabinoid-Rezeptoren im Körper. Ein zentrales Thema der Episode sind die zwei Hauptwirkstoffe, die in der Cannabispflanze vorkommen: THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Jan-Peer und Marco gehen auf die unterschiedlichen Wirkmechanismen dieser Cannabinoide ein. Während THC stark an die CB1-Rezeptoren im Gehirn bindet und damit psychotrope Wirkungen hat, zeigt CBD eine vielseitige Wirkung, ohne die gleichen psychoaktiven Effekte zu erzeugen. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen diesen Substanzen und dem körpereigenen Cannabinoid-System werden besonders detailliert diskutiert, wobei die Vielzahl an möglichen therapeutischen Anwendungen, von Schmerzlinderung bis hin zu angstlösenden Effekten, im Fokus steht. Das Gespräch wechselt dann zu praktischen Aspekten des Themas, insbesondere dem Prozess von der Cannabispflanze zum Endprodukt. Interviewpartner Dr. Adrian Fischer, ein Experte im Bereich neurowissenschaftlicher Forschung und Gründer eines Cannabis-Unternehmens, erläutert die Herausforderungen und Techniken des Anbaus medizinischen Cannabis. Er beschreibt die Vielzahl an Faktoren, die für eine konstante Qualität des Endprodukts entscheidend sind. Hierbei wird die Bedeutung der Terpene, die für das Aroma und möglicherweise auch die Wirkung des Cannabis verantwortlich sind, hervorgehoben. Dr. Fischer erklärt, wie Terpene während der Extraktion beibehalten werden können und welche Rolle sie für die Wirksamkeit von medizinischen Produkten spielen. Ein weiterer interessanter Aspekt, den Marco und Jan-Peer ansprechen, sind die Herausforderungen, die sich aus den Wechselwirkungen zwischen Cannabinoiden und anderen Medikamenten ergeben. Hier ist das Cytochrom P450-System ein wichtiger Punkt, da es den Metabolismus vieler Medikamente beeinflusst und somit die Behandlung von Patienten komplexer gestalten kann. Darüber hinaus diskutieren die beiden die Vielzahl an Anwendungsgebieten, in denen medizinisches Cannabis in der Schmerztherapie und anderen Behandlungen unterstützend eingesetzt werden kann. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die individuelle Reaktion auf Cannabis-Produkte variieren kann und eine differenzierte Betrachtung notwendig ist. Abschließend gibt es einen spannenden Ausblick auf die nächste Episode, in der konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis von Experten und Patienten beleuchtet werden. Dieses vertiefte Verständnis der medizinischen Anwendungen von Cannabis, kombiniert mit persönlichen Erfahrungsberichten, soll den Zuhörern einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und die Möglichkeiten der praktischen Anwendung bieten.

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