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Der Schmerzcode

Werben im Podcast: Der Schmerzcode

Dieser Podcast hat
29 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Marco Wintruff
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/07/04
Neueste Episode
2026/10/01
Durchschnittsdauer
52 min.
Veröffentlichungsintervall
30 Tage

Beschreibung

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie Schmerzen entstehen und wie sie verarbeitet werden? Oder welche neuen Entwicklungen es im Bereich der Schmerzmedikamente gibt? Vielleicht interessiert Euch auch, wie Schmerztherapie in der täglichen Praxis funktioniert und welche Tipps Experten aus anderen Fachbereichen für uns haben. Dann haben wir großartige Neuigkeiten für Euch! Ab dem 1. August 2024 startet unser brandneuer Podcast “Der Schmerzcode”. Jeden ersten Donnerstag im Monat um 6 Uhr werden wir eine neue Podcast-Folge veröffentlichen. In “Der Schmerzcode” tauchen wir tief in die Welt der Schmerzmedizin ein. Wir präsentieren Euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Ansätze und spannende Gäste, die dazu beitragen können, die Versorgung unserer Patienten zu verbessern. Seid Ihr bereit für diese aufregende Reise durch die moderne Schmerzmedizin? Dann abonniert “Der Schmerzcode” und begleitet uns dabei, wenn wir die Geheimnisse des Schmerzes lüften! Euer “Der Schmerzcode” Team Marco Wintruff und Jan-Peer Rogmann

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Sonderreihe Schmerz (2/4): Warum Schmerz bleiben kann mit Samira Peseschkian
2026/10/01
In der Folge sprechen Jan-Peer und Marco mit der Ärztin und Autorin Samira Peseschkian über chronische Schmerzen und ihre Begleiterscheinungen. Ausgangspunkt ist ihre eigene Erkrankung mit starken Bauchschmerzen, Übelkeit, Gewichtsverlust und Schwindel, die schließlich als Dunbar-Syndrom diagnostiziert wurde. Samira verbindet medizinisches Wissen mit persönlichen Erfahrungen. Im Mittelpunkt steht ihr Buch „Der Schmerz und seine Komplizen: Resilienz bei chronischen Krankheiten“. Damit meint sie Begleitfaktoren des Schmerzes wie Angst, Ungewissheit, soziale Isolation, Stress, Schlafprobleme und das Schmerzgedächtnis. Sie beschreibt, dass diese Faktoren oft stärker belasten als der Schmerz selbst. Ein zentrales Thema ist die Ungewissheit bei chronischen Erkrankungen. Samira erklärt, dass Betroffene häufig nicht wissen, wie stark die Schmerzen am nächsten Tag oder in den nächsten Stunden sein werden. Dadurch werde Planung schwierig und ein Gefühl von Kontrolle gehe verloren. Sie erläutert auch das Schmerzgedächtnis anhand von Amygdala und präfrontalem Kortex. Wenn Schmerz wiederholt mit bestimmten Reizen verknüpft wird, können schon ähnliche Situationen Angst oder Schmerzen auslösen. Mit der Zeit könne diese Alarmreaktion anhalten und schwerer abschaltbar werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die positive Psychotherapie ihres Großvaters. Samira beschreibt sie als ressourcenorientierten Ansatz mit den Säulen Hoffnung, Balance und Beratung. Wichtige Lebensbereiche seien Körper und Sinne, Leistung, Familie und Kontakte sowie Zukunft und Sinn. Zum Schluss geht es um Selbstmitgefühl, Schuldgefühle und den Umgang von Ärztinnen und Ärzten mit chronisch Kranken. Samira wünscht sich mehr Verständnis dafür, dass Körper und Psyche zusammenhängen, sowie eine Sprache, die Schmerzen legitimiert und Betroffene entlastet.
Sonderreihe Schmerz (1/4): Schmerz als Schutzsystem mit Lorimer Moseley
2026/09/03
In dieser Jubiläumsfolge sprechen wir mit Lorimer Moseley über das Verständnis von Schmerz und das Fit-for-Purpose-Modell. Wir ordnen seine Arbeit historisch ein und greifen die Entwicklung von einem eher mechanistischen Schmerzmodell hin zu einem komplexeren, integrativen Verständnis auf. Wir besprechen, dass Schmerz nicht einfach ein direkter Detektor von Gewebeschaden ist, sondern ein Schutzsystem. Dabei fließen viele Faktoren zusammen, darunter sensorische Informationen, Erwartungen, Aufmerksamkeit, Emotionen, Erfahrungen und Kontext. Schmerz entsteht demnach als Ergebnis einer Bewertung von Gefahr im Nervensystem. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Plastizität des Schmerzsystems. Wir sprechen darüber, dass sich das System durch Erfahrungen verändern kann, sowohl in Richtung erhöhter Empfindlichkeit als auch in Richtung Desensibilisierung. Dazu nutzen wir die Bilder des Orchesters und der Zwiebel, um die Mehrschichtigkeit von Schmerzerfahrung zu erklären. Im therapeutischen Teil geht es um zwei zentrale Bausteine: Wissen über Schmerz und körperbezogenes Training. Wir erklären, warum Schmerzwissen Selbstwirksamkeit fördern kann und wie schrittweise angepasste Bewegung helfen soll, das System neu zu beeinflussen. Dabei betonen wir, dass nicht jede Maßnahme für jede Person gleich passt. Im Interview geht Moseley auch auf seine persönliche Entwicklung ein und beschreibt Erfahrungen, die sein Verständnis von Schmerz geprägt haben. Er spricht über die Rolle von Angst, Stress, Vermeidung, chronischem Schmerz, Metaphern in der Patientenkommunikation und die Bedeutung aktueller Evidenz in der klinischen Praxis.
Ankündigung: Vier Folgen, vier Perspektiven, vier Ansätze – chronischer Schmerz im Fokus
2026/08/06
In dieser Folge geben einen Ausblick auf die geplanten Inhalte ab September. Wir kündigen eine vierteilige Reihe an, die sich mit chronischen, vor allem noziplastischen Schmerzen beziehungsweise chronischen Krankheiten beschäftigt. Wir ordnen dabei ein, dass es bei diesen Schmerzen nicht primär um akute Gewebeschädigung geht, sondern um veränderte Schmerzverarbeitung und ein überprotektives Nervensystem. Ziel der Reihe ist es, chronische Schmerzen und chronische Krankheiten besser zu verstehen und wirksam zu behandeln. Zum Auftakt sprechen wir in Folge 25 mit Lorimer Mosley über das Fit-for-Purpose-Modell und darüber, warum Schmerz nicht nur ein Schadensmesser, sondern vor allem ein Schutzsystem ist. Im Oktober folgt ein Gespräch mit Samira Peseschkian über positive Psychotherapie und die Rolle von inneren Konflikten, Ressourcen, Beziehungserfahrungen und psychischen Faktoren bei chronischen Schmerzen. Wir geben außerdem einen kurzen Ausblick auf weitere Folgen mit zwei international renommierten Gästen, ohne bereits Details zu nennen. Insgesamt verbindet die Serie Neurobiologie, Psychotherapie, klinische Erfahrungen und praktische Therapieansätze und richtet sich an Therapeuten, Ärzte und Patienten.
Achtung Schmerzmittel - Diese Fehler können gefährlich werden
2026/07/02
In dieser Folge sprechen wir mit Annika, einer klinischen Pharmazeutin, über den praktischen Umgang mit Schmerzmedikation im klinischen Alltag, vor allem mit Opioiden. Wir ordnen Schmerzmittel nach dem WHO-Stufenschema ein und besprechen Basismedikation, Bedarfsmedikation und Begleitmedikation gemeinsam. Ein Schwerpunkt liegt auf Sicherheitsaspekten und Wechselwirkungen bei Nicht-Opioid-Analgetika wie Metamizol, NSAIDs und Diclofenac. Außerdem gehen wir auf Opioid-Darreichungsformen, die richtige Anwendung von Fentanylpflastern, Probleme bei Schluckstörungen und Sondenernährung sowie auf Obstipation und Co-Analgetika ein. Zum Schluss sprechen wir über typische Wechselwirkungen mit Grapefruitsaft, Johanniskraut und anderen Produkten sowie über die Bedeutung von Teamkommunikation, Interaktionschecks und einer guten Übergabe im Entlassmanagement.
Schlaf, Schmerz und Gehirn - Über die geheime Verbindung von Schlaf und Schmerz
2026/06/04
In dieser Folge sprechen wir über den Zusammenhang von Schlaf und Schmerz und warum Schlaf in der Schmerztherapie wichtig ist. Wir beschreiben, wie Schlafmangel Schmerzen verstärken kann, und nennen Folgen für Stimmung, Konzentration, Immunsystem und Regeneration. Zum Schluss besprechen wir praktische Maßnahmen wie Schlafhygiene, Bewegung und weniger Koffein am Abend sowie weitere Behandlungsoptionen bei Insomnie.
Brain under Attack: Trigger, Triptane, CGRP – der Migräne Deep Dive
2026/05/07
In dieser Episode von "Der Schmerzcode" widmen wir uns dem Thema Migräne, einer weit verbreiteten neurologischen Erkrankung, die mehr als eine Milliarde Menschen betrifft. Gemeinsam mit Till, einem zertifizierten Kopfschmerzexperten, betrachten wir die Fortschritte in der Migräneforschung und -behandlung der letzten zwei Jahrzehnte. Wir erläutern die Pathophysiologie, die verschiedenen Arten von Migräne und die Unterschiede zwischen episodischer und chronischer Migräne. Besonderes Augenmerk liegt auf den Triggern wie Stress und Ernährung, sowie den Herausforderungen, vor denen Patienten stehen. Wir diskutieren die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich akuter und prophylaktischer Therapien sowie nicht-medikamentöser Ansätze. Abschließend reflektieren wir über die aktuellen Entwicklungen in der Migräneforschung und die gesellschaftliche Wahrnehmung dieser ernsthaften Erkrankung.
Ehlers-Danlos-Syndrom - Multisystemerkrankung verstehen
2026/04/02
In dieser Episode des Podcasts "Der Schmerzcode" besprechen Jan-Peer und Marco ein faszinierendes, jedoch oft missverstandenes Thema: das Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) und die damit verbundenen Herausforderungen. In einem persönlichen Gespräch kommen sie auf eigene Erlebnisse und die Schwierigkeiten zu sprechen, die Patienten mit dieser seltenen genetischen Erkrankung durchleben müssen. Anhand einer Patientin, die ihr Leben mit EDS schildert, wird deutlich, wie vielschichtig und facettenreich die Symptome dieser Erkrankung sind. Zu Beginn wird die Seltenheit des EDS hervorgehoben, das eine Prävalenz von etwa 1 zu 5000 hat. Jan-Peer und Marco liefern eine umfassende Erklärung, was genau das Syndrom ist und wie sehr es den Körper betrifft: Es handelt sich um eine genetische Bindegewebserkrankung, die nicht nur Gelenke betrifft, sondern auch das gesamte Bindegewebe im Körper. Dabei wird darauf hingewiesen, dass es 13 anerkannte Subtypen gibt, die sehr unterschiedliche Symptome zeigen können, von Gelenkhypermobilität bis hin zu schwerwiegenden internistischen Problemen. Ein zentraler Aspekt der Diskussion ist die damit verbundene Schmerzproblematik. Die beiden Moderatoren stellen fest, dass Schmerz kein diagnostisches Hauptmerkmal dieser Erkrankung ist, jedoch fast alle Betroffenen unter chronischen Schmerzen leiden. Sie erkunden, wie sich die verschiedenen Schmerzarten – nozizeptive, neuropathische und zentrale Sensibilisierung – im Laufe der Erkrankung entwickeln können. Hierbei wird auch angesprochen, dass die Diagnosestellung häufig Jahre dauern kann und Patienten oft als "Hypochonder" abgestempelt werden, da ihre Symptome nicht immer sofort ernst genommen werden. Im Verlauf des Gesprächs wird Anna, die betroffenen Patientin, eingeladen, um Einblicke in ihre persönliche Geschichte und den Umgang mit EDS zu geben. Sie schildert eine lange Odyssee von Fehl- und Falscheinschätzungen über ihre Erkrankung und beleuchtet, wie sie schließlich bei fachkundigen Ärzten landete, die ihre Symptome ernst nahmen. Anna beschreibt eindringlich, wie die Symptome ihr alltägliches Leben beeinflussen - von chronischen Gelenkschmerzen über gastrointestinale Probleme bis hin zu Fatigue und Konzentrationsstörungen. Die Zuhörer erhalten ein greifbares Bild von den Herausforderungen, mit denen Menschen mit EDS konfrontiert sind, und von der Notwendigkeit, die Erkrankung als multi-systemisches Problem zu betrachten. Abschließend wird das Ziel der Episode klargestellt: Die Schaffung von Bewusstsein für das Ehlers-Danlos-Syndrom und die Herausforderungen, die damit einhergehen. Jan-Peer und Marco ermutigen zur offenen Diskussion über seltene Erkrankungen und betonen, dass jeder Fall einzigartig ist und ein besseres Verständnis schafft, um betroffenen Menschen die notwendige Unterstützung zu geben. Sie bedanken sich bei Anna für ihren offenen und lehrreichen Beitrag und schliessen mit einem Appell an die Zuhörer, sich bei Fragen oder Themen, die sie im Podcast besprochen sehen möchten, zu melden.
Podcast Folge 20 - Neue Studie, neue Chancen? Winfried Meissner klärt auf
2026/03/05
In dieser Episode des Podcastes Der Schmerzcode reflektieren Jan-Peer mit Marco über die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen lebendig zum Thema Schmerz. Wir sind positiv überrascht von der Resonanz des Publikums und prüfen, wie wir unser Projekt fortsetzen können. Marco berichtet von einem lehrreichen Kongress in St. Anton und leitet ein Interview mit Winfried Meissner, einem Experten für Schmerzmedizin, ein. Winfried Meissner teilt seine Erfahrung und spricht über die aktuelle Forschung zu medizinischem Cannabis, insbesondere zu den Herausforderungen und Richtlinien bei der Anwendung zur Schmerzlinderung. Wir diskutieren die neue Studie zu Cannabinoiden und deren Potenzial bei chronischen Rückenschmerzen, betonen aber auch die Notwendigkeit eines multimodalen Therapiekonzepts. Abschließend reflektieren wir über die zukünftigen Entwicklungen in der Schmerztherapie und die Rolle digitaler Technologien im Kontext menschlicher Interaktion.
Schmerz im Alter neu denken – Die S3-Leitlinie GeriPAIN
2026/02/05
Im 19. Podcast von „Der Schmerzcode“ diskutieren Jan-Peer und Marco die neuen S3-Leitlinien zur Schmerztherapie bei älteren Patienten. Die Hosts beschreiben die Notwendigkeit, spezielle Leitlinien für ältere Patienten zu schaffen, die oft von Mehrfacherkrankungen und einer komplizierten Medikation betroffen sind. Sie betonen, dass ältere Menschen eine andere pharmakologische Behandlung benötigen, da sich ihre Resorption und Metabolisierung von Medikamenten verändert. „Start low, go slow, keep simple“ wird als Leitprinzip festgelegt, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Schmerztherapie für ältere Menschen oft vernachlässigt wird, weil Schmerzen als Teil des Alterns angesehen werden. Jan-Peer und Marco unterstreichen, dass es wichtig ist, diese Sichtweise zu ändern und den älteren Patienten ein besseres Schmerzmanagement zu bieten. Ein wesentliches Merkmal dieser Episode ist das Interview mit den Expertinnen Melina Händlmeier und Corinna Drebenstedt, die tiefere Einblicke in die S3-Leitlinie „GeriPain“ geben. Sie teilen ihre Erfahrungen und Herausforderungen bei der Entwicklung einer Leitlinie, die auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Schmerzpatienten eingeht. Es wird diskutiert, wie wichtig interprofessionelle Zusammenarbeit ist, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, und dass sowohl Angehörige als auch Pflegepersonal in den Schmerzmanagementprozess integriert werden sollten. Ein kritischer Punkt der Diskussion ist, dass nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch die Funktionalität der Patienten im Vordergrund stehen sollte. Das bedeutet, dass die Schmerztherapie auch darauf abzielen sollte, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der älteren Menschen zu erhalten. Auch die Bedeutung von Bewegung und nicht-medikamentösen Therapien wird hervorgehoben, da diese zur Schmerzlinderung beitragen und die Lebensqualität verbessern können. Am Ende der Episode reflektieren die Hosts über die zukünftige Entwicklung in der Schmerztherapie und ermutigen die Hörer:innen, sich aktiv mit den Themen Schmerzmanagement und Geriatrie auseinanderzusetzen. Mit einem positiven Ausblick auf die möglichen Fortschritte in der Versorgung älterer Schmerzpatienten wird der Podcast abgerundet und die Zuschauer ermutigt, selbst aktiv zu werden - nicht nur in ihrer beruflichen, sondern auch in ihrer persönlichen Umgebung.
Der Schmerzcode geknackt? Rückblick 2025 und die Visionen für 2026
2026/01/01
In dieser Episode des Schmerzcodes blicke wie auf das vergangene Jahr 2025 zurück und diskutieren unsere Lieblingsmomente aus dem Podcast, sowie bedeutende wissenschaftliche Entwicklungen im Bereich Schmerzmedizin. Wir beginnen im Rückblick, indem wir die besonderen Folgen hervorheben, die uns inspiriert haben, wie die Opiate-Folge mit Professor Lipp, die ein neues Licht auf den Zytokrom-P450 warf und weitere spannende Erkenntnisse zur Schmerzbehandlung eröffnete. Während wir auf 2025 zurückblicken, sprechen wir über interessante neue Studien und Entwicklungen. Besonders im Fokus steht die Pain Reprocessing Therapy (PRT), die sich mit nociplatischen Schmerzen auseinandersetzt und mit innovativen Ansätzen zur Schmerzbewältigung frisch in das neue Jahr startet. Marco betont, dass diese Therapie in der zukünftigen Forschung und Anwendung eine bedeutende Rolle spielen wird, während Jan-Peer die neue Studie zur multimodalen Behandlung von Rückenschmerzen hervorhebt, die aufzeigt, wie Bewegungstraining Schmerzen lindern und die Lebensqualität verbessern kann. Ein weiteres Highlight ist die Diskussion über neue Therapieansätze und Medikamente, unter anderem das bahnbrechende Medikament Suzetrigin (Journavx), das im Januar 2025 von der FDA zur Behandlung starker Schmerzen in den USA zugelassen wurde. Wir beleuchten die Wirkweise dieser neuen Medikamentenklasse und analysieren ihre potenziellen Anwendungen in der Schmerztherapie, auch im Hinblick auf die bisherigen Herausforderungen mit Abhängigkeit bei opioiden Schmerzmitteln. Im Ausblick auf 2026 teilen wir gemeinsam unsere Pläne und Ideen, um weiterhin spannende Inhalte und Experteninterviews anzubieten. Wir definieren Ideen für zukünftige Leidlinienbesprechungen und diskutieren die Bedeutung individueller Ansätze in der Schmerztherapie. Das Jahr 2026 verspricht vielversprechend zu werden, und wir freuen uns auf eine Fortsetzung der offenen Diskussion über Schmerzmanagement und Behandlungsmöglichkeiten. Zusammengefasst präsentiert diese Episode einen umfassenden Rückblick auf 2025 und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Schmerzmedizin. Die relevanten Themen werden nicht nur theoretisch behandelt, sondern immer mit einem praktischen Ansatz, der sowohl für Fachleute als auch für Patienten von großer Bedeutung ist.
Wenn die Nerven brennen – Herpes Zoster verstehen
2025/12/04
In dieser Episode des Podcasts "Schmerzcode" richten sich Jan-Peer und Marco auf das Thema Herpes Zoster, auch bekannt als Gürtelrose. Sie beleuchten, wie weit verbreitet dieses Krankheitsbild ist, und teilen wichtige Informationen zur Häufigkeit und den Risikofaktoren. Die beiden hosts erklären, dass jeder Dritte über 50 Jahre im Laufe seines Lebens an Herpes Zoster erkrankt und dass die Krankheit oft mit unangenehmen Symptomen wie schmerzhafter Hautreaktion und neurologischen Komplikationen verbunden ist. Jan-Peer und Marco reflektieren über die klinischen Aspekte der Erkrankung, einschließlich der typischen Symptome und der Herausforderungen bei der Diagnose. Sie betonen, dass die Erkrankung häufig fehldiagnostiziert wird, insbesondere in der Prodomalphase, bevor der Hautausschlag auftritt. Die beiden diskutieren die Bedeutung einer schnellen und effektiven antiviralen Therapie, die innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn beginnen sollte, um die Schwere und Dauer der Erkrankung zu minimieren. Im Verlauf der Episode haben die Hosts einen einfühlsamen Austausch über die Erfahrungen eines Gastes, Andreas, der die Folgen von Herpes Zoster und die damit verbundenen chronischen Schmerzen durchlebte. Andreas teilt seine persönlichen Herausforderungen, einschließlich der Emotionen und physischen Symptome, die ihn während seiner Krankheitsgeschichte belasteten, und beschreibt den langen Weg, die richtige Behandlung und Therapien zu finden, um seine Beschwerden zu lindern. Zusätzlich gehen Jan-Peer und Marco auf bewährte Therapieansätze ein. Sie sprechen über verschiedene Medikamente, die im Rahmen der Schmerztherapie eingesetzt werden und erläutern den Unterschied zwischen oralen und intravenösen Therapien. Des Weiteren wird die Rolle der Prävention thematisiert, insbesondere die Bedeutung der Impfung, um das Risiko einer Zoster-Infektion und postherpetischen Neuralgie zu verringern. Diese Episode ist nicht nur informativ, sondern auch motivierend für diejenigen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Jan-Peer und Marco schließen mit dem Appell, sich aktiv über die Therapieoptionen zu informieren und im Zweifel frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen, um die Behandlung zu optimieren und das Risiko von Langzeitschäden zu minimieren.
Das Dunbar-Syndrom - Tatort Bauch
2025/11/06
In dieser Episode des Schmerzcode-Podcasts widmen sich Jan-Peer und Marco dem Dunbar-Syndrom, einem bedeutenden und oft unbekannten Thema in der Schmerzmedizin. Sie diskutieren den langen und irreführenden Diagnoseweg, den viele Patienten durchlaufen müssen, und beleuchten die Herausforderungen bis zur richtigen Diagnose. Im Interview mit Professor Dr. Egberts erhalten die Hörer tiefere Einblicke in die komplexe Pathologie des Syndroms und die diagnostischen Verfahren wie Ultraschall und CT-Untersuchungen. Dr. Egberts erklärt die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich minimalinvasiver Techniken und roboterassistierter Chirurgie. Zudem teilt die Patientin Antje ihre persönliche Erfahrung mit dem Dunbar-Syndrom und dem Kampf um eine effektive Behandlung. Jan-Peer und Marco reflektieren die Wichtigkeit des Austauschs zwischen Fachleuten und Patienten, um das Verständnis für seltene Syndrome zu fördern und die Behandlung zu verbessern.
Mehr als nur Fragen – Die Kunst der Schmerzanamnese
2025/10/02
In dieser Episode des Schmerzcode-Podcasts führen Jan-Peer und Marco ein aufschlussreiches Gespräch mit Iris und Leif über die Schmerzanamnese. Wir feiern Jan-Peer´s runden Geburtstag nach und leiten damit in die Diskussion über die Herausforderungen bei der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten über. Unsere Gäste, Iris Müller und Leif Burmeister, bringen ihre Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in Ihrer Schmerzpraxis ein. Wir betonen die Bedeutung einer ausführlichen Erstanamnese, um psychosoziale Hintergründe zu verstehen, und diskutieren die Qualität der verwendeten Schmerzscores und dem Deutschen Schmerzfragebogen. Außerdem beleuchten wir den interdisziplinären Ansatz in der Schmerztherapie und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, wobei wir die zentrale Rolle des Arztes hervorheben. Die Episode schließt mit einem Aufruf zur Interaktion mit unseren Zuhörern.
Interview mit Prof. Lipp - Opiate & Opioide
2025/09/04
In dieser Episode von „Der Schmerzcode“-Podcasts tauchen wir tief in die Welt der Opiate und Opioide ein. Gemeinsam mit Professor Lipp klären wir die Unterschiede zwischen beiden Begriffen und deren Rolle in der Schmerzbehandlung. Wir diskutieren die Funktionsweise der verschiedenen Rezeptoren im zentralen Nervensystem und beleuchten die praktischen Anwendungen von Morphin, Hydromorphon, Buprenorphin und Fentanyl in der Therapie. Professor Lipp gibt wertvolle Hinweise zur Dosierungsanpassung und beleuchtet Herausforderungen, die sich aus genetischen Unterschieden ergeben können. Zudem werfen wir einen kritischen Blick auf die Opiatkrise in den USA und die Lehren, die daraus für Deutschland gezogen werden sollten. Die Episode schließt mit einer Diskussion über opioidfreie Anästhesie und der Notwendigkeit von Fortbildung im Bereich Schmerztherapie.
Die etwas andere Folge
2025/08/07
In dieser Episode blicken wir auf das erste Jahr des Podcasts "Der Schmerzcode" zurück, moderiert von mir und Jan-Peer. Wir reflektieren über die Höhepunkte und Herausforderungen der ersten Staffel und geben einen Ausblick auf das, was noch kommen könnte. Mit einem Hauch von Nostalgie und einem amüsanten Blick zurück auf unsere eigenen Outtakes, teilen wir die lustigsten und lehrreichsten Momente aus unseren bisherigen Episoden. Einer der Schwerpunkte dieser Episode ist die Diskussion über die Folgen, die uns am meisten geprägt haben. Jan-Peer äußert seine persönliche Verbindung zur Doppelfolge über Cannabis, und wir sprechen darüber, wie das Thema nicht nur unsere eigenen Ansichten und Praxiserfahrungen beeinflusst hat, sondern auch, wie wir es in der Therapie anwenden können. Dies verdeutlicht das Potenzial, das sich hinter der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Schmerzlinderung und alternativen Behandlungsmethoden verbirgt. Wir beleuchten die Vielschichtigkeit der Themen, die wir in der ersten Staffel behandelt haben, und betonen die Wichtigkeit, weiterhin interdisziplinär zu denken. Jan-Peer und ich sind der Meinung, dass es entscheidend ist, verschiedene Perspektiven, wie die von Praktikern und Patienten, in unsere Gespräche einzubeziehen. Dies wird besonders spannend, wenn wir in die zweite Staffel starten und uns darauf konzentrieren, unser Publikum weiterhin zu informieren und zu unterhalten. Zusätzlich nehmen wir uns Zeit, um über unsere Wünsche und Ideen für die zweite Staffel zu sprechen. Unsere Zuhörer sind eingeladen, uns Feedback zu geben und Themen vorzuschlagen, die sie interessieren. Dieser Austausch ist uns sehr wichtig, da er uns hilft, den Podcast weiterzuentwickeln und relevant zu bleiben. Mit viel Enthusiasmus freuen wir uns darauf, auch zukünftig interessante Inhalte zu liefern und gleichzeitig Spaß zu haben, während wir wichtige Informationen über Schmerz und dessen Behandlung weitergeben.

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