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MOUNT ERBRECHT (Staffel 01)

Werben im Podcast: MOUNT ERBRECHT (Staffel 01)

Kategorien
Land
United States
Dieser Podcast hat
56 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2024/09/06
Neueste Episode
2026/10/02
Durchschnittsdauer
49 min.
Veröffentlichungsintervall
13 Tage

Beschreibung

Der Tod bringt Trauer. Manche macht er reich. Wer wieviel vom Vermögen des Verstorbenen erhält, bestimmen die Regeln des Erbrechts. Sie wurden zwar im Jahre 2015 neu gefasst, doch wurde die Hoffnung auf ein für den Interessierten verständliches Recht in einer modernen Sprache enttäuscht. Beschäftigt man sich mit den Bestimmungen genauer, entpuppen sie sich häufig als rätselhaft, jedenfalls aber voll von Überraschungen, Lücken und Tücken. Ihnen nachzuspüren, lohnt sich zumindest für jene, die darauf hoffen, durch eine Erbschaft ihre Lebensverhältnisse spürbar zu verändern. Christian Rabl gehört zu den führenden Experten auf dem Gebiet des Erbrechts. Er ist Universitätsprofessor für Zivilrecht an der Universität Wien und als Rechtsanwalt tätig. Sein Gesprächspartner ist Andreas Tschugguel, öffentlicher Notar in Wien, der nicht nur die Perspektive des im Erbrecht bedeutsamen Notariats, sondern auch seine eigene hervorragende wissenschaftliche Expertise in die Diskussion einbringt.

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#56 Wer erbt, wenn zwei Menschen gleichzeitig sterben?
2026/10/02
Was passiert erbrechtlich, wenn zwei Menschen gleichzeitig sterben – oder sich nicht feststellen lässt, wer wen überlebt hat? Christian Rabl und Andreas Tschugguel widmen sich diesmal einer grundlegenden Voraussetzung des Erbrechts: Wer erben soll, muss den Erbfall erleben. Dabei kann bereits die Frage, ob jemand den Verstorbenen auch nur um eine juristische Sekunde überlebt hat, erhebliche Auswirkungen auf die Vermögensnachfolge haben. Dieses Mal geht es um diese spannenden Fragen: • Muss ein Erbe den Verstorbenen tatsächlich überleben? • Kann bereits eine einzige Sekunde einen Unterschied machen? • Was passiert, wenn zwei Personen gleichzeitig versterben? • Was gilt, wenn sich die Reihenfolge des Todes nicht mehr feststellen lässt? • Welche Bedeutung hat der Todeszeitpunkt in der Sterbeurkunde? • Kann die in einer Sterbeurkunde angeführte Todeszeit widerlegt werden? • Wann gilt der Hirntod als rechtlich maßgeblicher Todeszeitpunkt? • Welche Folgen kann all das bei Patchworkfamilien haben? • Und warum kennt das US-amerikanische Recht sogar eine 120-Stunden-Regel? Ausgehend von §§ 536 und 537 ABGB diskutieren Christian Rabl und Andreas Tschugguel die Überlebensbedingung, den Erbanfall und die sogenannte Transmission. Anhand einer Entscheidung des OGH zeigen sie außerdem, warum der genaue Todeszeitpunkt darüber entscheiden kann, in welche Verlassenschaft ein Erbrecht fällt. Dabei geht es auch um eine überraschend grundlegende Frage: Wann ist ein Mensch im Rechtssinn überhaupt tot? Die Folge beleuchtet die Bedeutung des Hirntods, der Sterbeurkunde und die Beweisfragen, die entstehen können, wenn die Reihenfolge mehrerer Todesfälle unklar ist.
#55 Lass uns scheiden, aber bleib mein Erbe / die Gefahren des § 725 ABGB
2026/09/18
Die Ehe oder Lebensgemeinschaft endet, das Testament zugunsten des Ex soll aber aufrecht bleiben. Achtung: Handlungsbedarf! Christian Rabl und Andreas Tschugguel setzen ihre Auseinandersetzung mit § 725 ABGB fort und besprechen weitere Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs. Dieses Mal geht es um diese spannenden Fragen: • Was muss ich nach der Trennung tun, damit das bestehende Testament aufrecht bleibt? • Der Unterschied zwischem dem Ende einer Freundschaft und einer Lebensgemeinschaft • Wann liegt rechtlich eine Lebensgemeinschaft vor? • Muss man zusammenwohnen, um Lebensgefährten zu sein? • Welche Bedeutung haben getrennte Haushalte und getrennte Konten? • Was passiert bei der Trennung mit einer letztwilligen Verfügung, die vor der nun gescheiterten Ehe/Lebensgemeinschaft errichtet wurde? • Welche Rolle spielt der tatsächliche Wille des Verstorbenen? • Warum kann ein nach einer Trennung geäußerter Wille unter Umständen nicht ausreichen? • Und wann kann neben § 725 ABGB auch § 572 ABGB relevant werden? Anhand mehrerer Entscheidungen des OGH diskutieren Christian Rabl und Andreas Tschugguel die Grenzen des § 725 ABGB – von jahrzehntealten Testamenten über spätere Eheschließungen und Scheidungen bis zur Frage, wann eine Lebensgemeinschaft überhaupt besteht oder beendet ist.
#54 Testamentswiderruf mit Scheidung oder Trennung
2026/09/04
Ist die Erbseinsetzung des Ehegatten oder Lebensgefährten automatisch wirkungslos, wenn die Beziehung endet? In dieser Folge sprechen Christian Rabl und Andreas Tschugguel ausführlich über die mit dem Erbrechtsänderungsgesetz 2015 neu geschaffene Regelung des § 725 ABGB. Es geht es um diese spannenden Fragen: • Welche Wirkung hat die Scheidung oder Auflösung einer Lebensgemeinschaft auf die letztwillige Begünstigung des Ex-Partners? • Wann wird eine testamentarische Begünstigung nach § 725 ABGB aufgehoben? • Was muss im Testament stehen, wenn die Begünstigung auch nach einer späteren Trennung aufrecht bleiben soll? • Reicht es aus für die Fortgeltung aus, wenn der Verstorbene nach der Trennung das Testament unberührt lässt und mündlich erklärt, dass es aufrecht bleiben soll? • Welche Bedeutung hat der tatsächliche Wille des Verstorbenen – und wann darf dieser überhaupt bewiesen werden? • Kann ein Fortgeltungswille bereits bei Errichtung des Testaments bestehen, obwohl die Ehe oder Lebensgemeinschaft zu diesem Zeitpunkt noch aufrecht ist? Anhand Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs diskutieren Christian Rabl und Andreas Tschugguel die Auslegung des § 725 ABGB und zeigen, welche schwierigen Fragen sich daraus für die Praxis ergeben können.
#53 Wenn sich der letzte Wille ändert: Irrtum & geänderte Verhältnisse
2026/08/21
Was passiert, wenn ein Testament errichtet wurde, sich danach aber die Lebensumstände oder persönlichen Beziehungen wesentlich verändern? In dieser Folge sprechen Christian Rabl und Andreas Tschugguel darüber, welche Auswirkungen geänderte Verhältnisse auf eine letztwillige Verfügung haben können. Dieses Mal geht es um diese spannenden Fragen: • Was passiert, wenn eine Ehe oder Lebensgemeinschaft endet, eine Freundschaft zerbricht oder sich das Verhältnis zu einer begünstigten Person verändert – das Testament aber nicht geändert wird? • Warum sollte ein Testament regelmäßig überprüft und an die aktuellen Lebensverhältnisse angepasst werden? • Welche Bedeutung haben Irrtümer und insbesondere Motivirrtümer bei der Errichtung eines Testaments? • Was gilt, wenn sich eine Annahme über zukünftige Entwicklungen später als falsch herausstellt? • Wie sollte ein Testament verwahrt und registriert werden – und was geschieht mit einem alten Testament, wenn ein neues errichtet wird? • Welche Auswirkungen kann die Insolvenz eines eingesetzten Erben haben? Anhand konkreter Beispiele und Entscheidungen wird gezeigt, warum ein einmal errichtetes Testament nicht zwangsläufig auch Jahre später noch dem tatsächlichen letzten Willen entsprechen muss.
#52 Mount Erbrecht glossiert: 2 Ob 2/26x (Pflichtteilsminderung); 2 Ob 182/25s (k Haftung des Beschenkten für PflegeV)
2026/08/07
In dieser Folge startet ein neues Format bei Mount Erbrecht: Mount Erbrecht glossiert! In regelmäßigen Abständen besprechen Christian Rabl und Andreas Tschugguel zwei aktuelle Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs zum Erbrecht. Dieses Mal geht es um diese spannenden Fragen: • Reicht nach über Jahrzehnten ohne Kontakt eine späte Versöhnung zwischen Eltern und Kind aus, um eine Pflichtteilsminderung zu verhindern? • Kann der Anspruch aus einem Pflegevermächtnis auch gegenüber Beschenkten geltend gemacht werden, wenn die Verlassenschaft vermögenslos ist? Anhand aktueller OGH-Entscheidungen werden die rechtlichen Hintergründe erklärt und gezeigt, welche Bedeutung diese Urteile für die Praxis haben.
#51 Der unverzichtbare Gerichtskommissär
2026/07/23
In dieser Folge von Mount Erbrecht widmen sich Christian Rabl und Andreas Tschugguel jener Person, die das Verlassenschaftsverfahren tatsächlich führt: dem Notar/der Notarin als Gerichtskommissär. Dabei geht es unter anderem um die Fragen: • Kann ich mir den Gerichtskommissär aussuchen? • Welche Aufgaben hat der Gerichtskommissär? • Kann er irgendetwas entscheiden, zum Beispiel, wer der Erbe ist? • Wie läuft die Bekanntmachung von Testamenten ab? Gibt es so etwas wie eine Testamentseröffnung? • Wann ist ein Gerichtskommissär befangen? • Wie sollte der Gerichtskommissäre mit den Parteien umgehen?
#50 Der passive Berechtigte und der Kampf ums Erbrecht
2026/07/09
Nicht jede Verlassenschaft verläuft konfliktfrei. Treffen mehrere Erbantrittserklärungen aufeinander, entsteht ein Streit über das Erbrecht, der verfahrensrechtlich besondere Fragen aufwirft. In dieser Folge sprechen wir darüber, ● Dass Mount Erbrecht seine 50. Folge feiert ● Wen der Gerichtskommissär zur Abgabe einer Erbantrittserklärung auffordert ● Widerstreitende Erbantrittserklärungen ● Die Einigungstagsatzung ● Welche Folgen das Schweigen, die Nichtbeteiligung hat ● Welche Vorteile und Nachteile ein rasches Verfahren hat ● Ob unser Verfahrensrecht verbessert werden könnte
#49 Mount Erbrecht LIVE 2026 – Eine Ankündigung
2026/07/02
Nach zwei Jahren und 50 Folgen „geht Mount Erbrecht live“. 📅 Dienstag, 6. Oktober 2026 🕘 09:00–17:00 Uhr 📍 Juridicum Wien – Dachgeschoß Alle Informationen sowie die Anmeldung finden Sie unter: www.mounterbrecht.com Gemeinsam mit Senatspräsident Dr. Gottfried Musger, dem Vorsitzenden des für Erbrecht zuständigen Fachsenats des Obersten Gerichtshofs, analysieren wir einen ganzen Tag lang die aktuellen Entscheidungen des OGH im Erbrecht – aus den Perspektiven von Rechtsprechung, Wissenschaft, Rechtsanwaltschaft und Notariat. Wir freuen uns auf einen intensiven Tag voller aktueller Entscheidungen, gemeinsamer Diskussionen und persönlichem Austausch. In dieser Sonderfolge stellen wir die Veranstaltung vor und geben einen Einblick, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.
#48 Die Erbschaft ausschlagen oder besser die Arme still halten?
2026/06/25
Nicht jede Erbschaft ist willkommen. Droht eine Überschuldung wirkt sie gar bedrohlich. Doch haben Sie keine Angst. Zur Gefahrenvermeidung bedarf es keiner Ausschlagung der Erbschaft. In dieser Folge von Mount Erbrecht beschäftigen sich Christian Rabl und Andreas Tschugguel mit der Ausschlagung einer Erbschaft. Das Gesetz stellt sie dem berufenen Erben als Alternative zum Antritt der Erbschaft zur Wahl. Die nähere Überlegung zeigt allerdings, dass in der Regel die bloße Passivität die bessere Entscheidung wäre. Außerdem wird besprochen: • welche Rechtsfolgen eine Ausschlagung auslöst, • weshalb sie grundsätzlich nicht widerrufen werden kann, • welche Bedeutung die Erbantrittserklärung hat und • welche typischen Missverständnisse in der Praxis auftreten.
#47 Wer bekommt den Hund nach dem Tod
2026/06/12
In dieser Folge von Mount Erbrecht sprechen Christian Rabl und Andreas Tschugguel über praktische und rechtliche Fragen rund um Haustiere nach dem Todesfall. Im Mittelpunkt stehen insbesondere: ● die Frage, wer sich unmittelbar nach dem Todesfall um Haustiere kümmert ● praktische Probleme bei Haustieren im Verlassenschaftsverfahren ● Gestaltungsmöglichkeiten für die Versorgung von Haustieren von Todes wegen ● besondere Fragen bei minderjährigen Begünstigten ● praktische Überlegungen bei letztwilligen Verfügungen zugunsten von Haustieren Anhand praktischer Beispiele wird erörtert, weshalb Fragen rund um Haustiere im Erbrecht häufig unterschätzt werden und weshalb rechtzeitige Gestaltung oftmals wichtiger ist als komplizierte Konstruktionen.
#46 Der Kakadu als Erbe? Wie man für den treuesten Freund von Todes wegen vorsorgt.
2026/05/28
In dieser Folge von Mount Erbrecht sprechen Christian Rabl und Andreas Tschugguel über Haustiere im österreichischen Erbrecht. Im Mittelpunkt stehen insbesondere: ● die Frage, ob Tiere Erben oder Vermächtnisnehmer sein können ● praktische Probleme bei letztwilligen Verfügungen zugunsten von Haustieren ● Gestaltungsmöglichkeiten für die Versorgung von Haustieren nach dem Tod ● Auflagen, Vermächtnisse und praktische Überlegungen bei der Testamentsgestaltung Anhand praktischer Beispiele wird erörtert, weshalb Haustiere im Erbrecht häufig besondere Herausforderungen darstellen und weshalb die Auswahl geeigneter Personen oftmals wichtiger ist als komplexe rechtliche Konstruktionen. Die Folge richtet sich an Notar:innen, Rechtsanwält:innen, Richter:innen, Studierende der Rechtswissenschaften sowie alle am österreichischen Erbrecht Interessierten.
#45 Der Ersatzerbe – unverzichtbare und herausfordernde Anordnung
2026/05/19
In dieser Folge von Mount Erbrecht sprechen Christian Rabl und Andreas Tschugguel über die Ersatzerbschaft im österreichischen Erbrecht. Im Mittelpunkt stehen: ● die Auslegung von Ersatz-Erbeinsetzungen ● die gesetzliche Zweifelsregel des § 604 ABGB ● die Konkurrenz zwischen einem Ersatzerben und Erbeserben ● Problemstellungen bei der Testamentsgestaltung
#44 Dekanin Univ.-Prof. Dr. Zöchling-Jud im Gespräch
2026/05/19
Die Dekanim der Rechtswissenschaftlichen Fakultät spricht mit uns über die Bedeutung der Wissenschaft im Erbrecht.
#43 Die Auflage in einem Testament – häufig verwendet, nicht selten verkannt
2026/04/17
Wann liegt eine verbindliche Verpflichtung vor, wann lediglich ein Wunsch? Und welche Konsequenzen kann die Nichterfüllung tatsächlich haben? In dieser Folge von Mount Erbrecht besprechen wir die Auflage im österreichischen Erbrecht und zeigen, warum hier besondere Sorgfalt bei der Gestaltung erforderlich ist.
#42 Lebensversicherung: Wem steht der Anspruch im Todesfall zu? (2)
2026/04/03
Die zweite Folge sucht nach Verbesserungen auf dem Weg zu mehr Rechtssicherheit.

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