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derfinanzplaner

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Dieser Podcast hat
53 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2024/10/19
Neueste Episode
2026/10/16
Durchschnittsdauer
75 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Wir meckern gerne, wenn’s im Restaurant zu teuer war, über die eigene Vorsorge schweigen wir lieber. Dabei ist Geld ist ein hochinteressantes Thema. Man kann es aus wirtschaftlichen, psychologischen oder philosophischen Aspekten betrachten. Zu fast jeder Meinung gibt es eine Gegenmeinung. Höchste Zeit für einen Podcast, der allen Ansichten und Tipps eine Bühne bietet. Hier ist er: derfinanzplaner aka Philippe Muntwyler lädt ab sofort interessante Köpfe ein und fragt ihnen Löcher in den Bauch, aber nicht ins Portemonnaie.

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53| Doman O. Obrist: Versicherungen, Broker, Privatjets und Uhren für Millionen
2026/10/16
Versicherungen gelten nicht unbedingt als das spannendste Thema der Welt. Vielleicht liegt das Problem aber weniger an Versicherungen – sondern daran, wie darüber gesprochen wird. In Folge 53 von derfinanzplaner spricht Philippe Muntwyler mit Doman O. Obrist über die Schweizer Versicherungs- und Brokerwelt. Wie funktioniert ein Versicherungsbroker heute – und wie müsste er eigentlich funktionieren? Wo schafft ein guter Broker echten Mehrwert und wo braucht die Branche dringend ein Update? Wir sprechen darüber, was Unternehmer und Firmeninhaber wirklich absichern müssen. Welche Risiken für ein Unternehmen existenzbedrohend werden können, welche Versicherungen sinnvoll sind – und warum eine saubere Risikoanalyse wichtiger ist als einfach möglichst viele Policen abzuschliessen. Dann geht es in eine Welt, die man nicht jeden Tag sieht: Wie versichern vermögende Menschen ihre Wertsachen? Was passiert, wenn eine Uhrensammlung einen Wert von rund CHF 18 Millionen erreicht? Wie werden solche Vermögenswerte überhaupt versichert – und welche Risiken beschäftigen Menschen, wenn Vermögen eine ganz andere Dimension erreicht? Und auch die Aviatik kommt nicht zu kurz. Dank Doman weiss Philippe jetzt zumindest, wie man als wirklich vermögende Person reist: im Bombardier Global 5000. Und zwar nicht gemietet, sondern gekauft. Wir sprechen darüber, welche Versicherungen rund um Privatjets und die Aviatik notwendig sind und wie speziell diese Risiken tatsächlich sind. Dabei geht es aber nicht nur um Policen, Prämien und Deckungen. Wir sprechen über Beratung, Unternehmertum, Kundenbeziehungen und darüber, wie sich die Rolle des Brokers in den kommenden Jahren verändern muss. Und vor allem haben wir ziemlich viel gelacht. Denn Versicherung muss nicht langweilig sein.
52| Prof. Dr. Erwin W. Heri: 7 % Rendite und alle werden reich? Die Märchen der Finanzwelt
2026/10/02
7 % Rendite, Zinseszins und ein ETF-Sparplan – und irgendwann bist du Millionär. Mathematisch klingt vieles in der Finanzwelt erstaunlich einfach. Doch was passiert, wenn Inflation, Kosten, Steuern, Börsencrashs und vor allem der Mensch dazukommen? In Folge 52 von derfinanzplaner spricht Philippe Muntwyler mit Prof. Dr. Erwin W. Heri, Ökonom, Finanzmarktexperte und Gründer von Fintool, über einige der hartnäckigsten Geschichten der Finanzwelt: Woher kommen die berühmten 7 % Aktienrendite eigentlich? Warum sagt eine Durchschnittsrendite wenig darüber aus, was ein Anleger tatsächlich erlebt? Macht Zinseszins wirklich reich – oder ist 40 Jahre Disziplin das eigentliche Kunststück? Und warum treffen Menschen trotz praktisch unbegrenztem Zugang zu Finanzwissen weiterhin schlechte Entscheidungen? Wir sprechen über Anlegerpsychologie, Börsenprognosen, Finfluencer, Finanzbildung und die Finanzindustrie. Darüber, warum Experten jedes Jahr neue Marktprognosen veröffentlichen, obwohl niemand weiss, wo der SMI in zwölf Monaten steht. Wann Vereinfachung hilfreich ist – und wann sie gefährlich wird. Und ob mehr Informationen tatsächlich zu besseren Entscheidungen führen oder uns manchmal sogar im Weg stehen. Auch die Finanzplanung bleibt nicht verschont: Ist ein Finanzplan bis Alter 90 mit festen Renditeannahmen nicht ebenfalls eine Form von Scheingenauigkeit? Sollte gute Finanzplanung weniger versuchen, die Zukunft vorherzusagen – und vielmehr Strategien entwickeln, die möglichst viele unterschiedliche Zukünfte überleben? Vielleicht liegt das grösste Missverständnis der Finanzwelt deshalb nicht in einer falschen Formel. Sondern in der Annahme, dass sich Menschen genauso verhalten wie ein Excel-Modell. Die Schweiz verfügt über fast alles, was Innovation braucht. Vielleicht entscheidet sich unsere Zukunft deshalb nicht daran, ob wir noch bessere Rahmenbedingungen schaffen. Sondern daran, wie viel Risiko wir bereit sind zu tragen, wenn Erfolg noch nicht garantiert ist.
51| Nico Fiore: Deine Pensionskasse entscheidet über dein Geld. Warum eigentlich?
2026/09/18
Die Pensionskasse ist für viele Menschen einer der grössten Vermögenswerte ihres Lebens. Trotzdem können Versicherte heute kaum mitentscheiden, wo dieses Geld liegt, wie es investiert wird und welche Strategie zu ihrer persönlichen Situation passt. In der neuen Folge von derfinanzplaner spricht Philippe Muntwyler mit Nico Fiore über einen aktuellen Diskussionsbeitrag der UBS zur Zukunft der 2. Säule. Die UBS skizziert ein Modell mit mehr Kapitaldeckung, freier Anbieterwahl, individuellen Anlagestrategien, marktabhängigen Renditen und weniger kollektiver Umverteilung. Wir diskutieren, ob ein 30-Jähriger wirklich dieselbe Anlagestrategie braucht wie jemand kurz vor der Pensionierung, wie viel Rendite Garantien kosten können und ob Versicherte künftig mehr Verantwortung für ihr eigenes Vorsorgevermögen übernehmen sollten. Besonders spannend ist der sogenannte dritte Beitragszahler: die Rendite. Über Jahrzehnte können kleine Unterschiede bei Performance, Kosten und Anlagestrategie einen enormen Einfluss auf das Alterskapital haben. Auch 1e-Pläne, Kapital- oder Rentenbezug, digitale Vorsorgeplattformen, Transparenz und die Rolle des Arbeitgebers kommen auf den Prüfstand. Die UBS-Idee wirft damit eine grössere Frage auf: Soll die Pensionskasse der Zukunft weiterhin eine kollektive Institution sein – oder zunehmend zu einer persönlichen Vorsorgeplattform werden? Am Ende geht es um das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Rendite, Solidarität und Eigenverantwortung, Schutz und Wahlfreiheit. Soll die Pensionskasse uns vor Entscheidungen schützen – oder uns endlich mehr Verantwortung für unser eigenes Vorsorgevermögen geben?
50| Raphael Tobler: Hat die Schweiz noch genug Mut fürs Unternehmertum?
2026/09/04
Die Schweiz hat Kapital, Know-how, hervorragende Hochschulen und stabile Institutionen. Eigentlich beste Voraussetzungen für Unternehmertum. Und trotzdem bleibt die Frage: Fehlt uns weniger das Geld als der Mut? In Folge 50 von derfinanzplaner spricht Philippe Muntwyler mit Raphael Tobler, Präsident der Swiss Startup Association, über die Widersprüche der Schweizer Startup-Welt: Warum feiern wir Finanzierungsrunden stärker als zahlende Kunden? Fehlt Startups wirklich Kapital – oder manchmal Qualität? Investieren VCs zu stark in Excel und zu wenig in Menschen? Und warum gelten Milliarden an Vorsorgegeldern in US-Tech als vernünftig, während Schweizer Wachstumsunternehmen oft als zu riskant betrachtet werden? Wir sprechen über Founder, Bewertungen, Venture Capital, Pensionskassen und KI. Darüber, wann Kapital Wachstum ermöglicht – und wann es schlechte Entscheidungen nur schneller macht. Warum eine hohe Firmenbewertung noch kein privates Vermögen ist. Und ob manche AI-Startups am Ende nicht viel mehr sind als ein bekanntes Modell, ein neues Logo und eine ambitionierte Bewertung. Die Schweiz verfügt über fast alles, was Innovation braucht. Vielleicht entscheidet sich unsere Zukunft deshalb nicht daran, ob wir noch bessere Rahmenbedingungen schaffen. Sondern daran, wie viel Risiko wir bereit sind zu tragen, wenn Erfolg noch nicht garantiert ist.
49| Matthias Hunn: Wem kannst du dein Vermögen wirklich anvertrauen?
2026/08/21
ETF, Privatbank, unabhängiger Vermögensverwalter oder doch alles selbst machen? Noch nie war Investieren technisch so einfach. Gleichzeitig war es für Anlegerinnen und Anleger vielleicht noch nie so schwierig zu beurteilen, welche Lösung tatsächlich zu ihnen passt. In der neuen Folge von derfinanzplaner spricht Philippe Muntwyler mit Matthias Hunn, Gründer von FinGuide, über Vermögensverwaltung, Private Banking und die Frage, woran Kunden einen wirklich guten Finanzpartner erkennen. Wir sprechen darüber, wann es überhaupt Sinn macht, sein Vermögen professionell verwalten zu lassen – und wann ein einfaches DIY-ETF-Portfolio möglicherweise völlig ausreicht. Aktiv oder passiv? Bank oder unabhängiger Vermögensverwalter? Ein Anbieter oder mehrere? Und was muss eine professionelle Vermögensverwaltung leisten, damit ihre höheren Kosten gegenüber einer günstigen ETF-Lösung gerechtfertigt sind? Ein Schwerpunkt liegt auf den sichtbaren und unsichtbaren Kosten. Verwaltungsgebühren sind nur ein Teil der Rechnung. Depotgebühren, Produktkosten, Transaktionen, Fremdwährungsspreads, hohe Cash-Bestände oder schlechte Anlageentscheidungen können langfristig einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis haben. Und was ist von vermeintlich kostenlosen Depots und Gratis-Trades zu halten? Wenn ein Angebot nichts kostet, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wo verdient der Anbieter sein Geld? Matthias gibt zudem Einblick in die Welt des Private Banking. Was muss sich verändern, damit Banken auch in Zukunft relevant bleiben? Wie unabhängig kann Beratung überhaupt sein? Ist der persönliche Berater wichtiger als die Bank? Und warum sollte eine Vermögensstrategie nicht beim Depot, sondern bei den finanziellen Zielen eines Menschen beginnen? Am Ende geht es deshalb um mehr als Wertschriften und Renditen. Es geht um Vertrauen, Transparenz, Kosten, Interessenkonflikte und die Frage, welche Rolle Vermögensverwaltung innerhalb einer ganzheitlichen Finanzplanung wirklich spielen sollte. Eine Folge für alle, die ihr Vermögen nicht einfach irgendwo investieren, sondern verstehen wollen, wem sie ihr Geld anvertrauen – und wofür sie am Ende tatsächlich bezahlen.
48| Jill Wick: Cybersecurity beginnt beim Menschen – wie entsteht eine echte Sicherheitskultur?
2026/08/07
Cyberangriffe werden technisch immer raffinierter. Doch einer der entscheidenden Faktoren bleibt der Mensch. Wie schaffen es Unternehmen also, ihre Mitarbeitenden nicht nur zu schulen, sondern tatsächlich eine nachhaltige Sicherheitskultur aufzubauen? In der neuen Folge von derfinanzplaner spricht Philippe Muntwyler mit Jill Wick, Expertin für Cyberpsychologie und Security Awareness sowie Autorin des neuen Buches «Security-Awareness-Tools – Für eine starke Sicherheitskultur». Im Gespräch geht es darum, warum klassische Pflichtschulungen oft zu kurz greifen, wie unterschiedliche Zielgruppen innerhalb eines Unternehmens angesprochen werden sollten und weshalb gute Security Awareness auch etwas mit Psychologie, Kommunikation und sogar Branding zu tun hat. Jill erklärt, wie Unternehmen Social-Engineering-Simulationen sinnvoll einsetzen, wo dabei die ethischen Grenzen liegen und welche Rolle Gamification spielen kann. Wir sprechen darüber, wie Security-Verantwortliche bei der Geschäftsleitung Budget für ihre Massnahmen erhalten, welche KPIs tatsächlich etwas über die Sicherheitskultur aussagen und weshalb eine gute Fehlerkultur im Ernstfall entscheidend sein kann. Natürlich geht es auch um die Frage, wie künstliche Intelligenz Social Engineering verändert und ob wir uns in Zukunft überhaupt noch darauf verlassen können, eine manipulierte Nachricht, Stimme oder Person zuverlässig zu erkennen. Eine Folge über Cybersecurity, menschliches Verhalten und die Frage, wie Unternehmen aus Security Awareness echte Sicherheitskultur machen.
47| Rom ging nicht an einem Tag unter. Dein ETF-Depot vielleicht auch nicht | Gast: Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy
2026/07/24
Asset Management bedeutet weit mehr, als einfach die günstigste ETF-Strategie zu finden. In dieser Folge spreche ich mit Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy und CFA Charterholder, über Märkte, Machtverschiebungen und die Frage, was Anlegerinnen und Anleger aus der Geschichte für ihre heutige Vermögensstrategie ableiten können. Wir ziehen Parallelen zwischen dem Römischen Reich und der heutigen Weltordnung. Was geschieht, wenn wirtschaftliche Dominanz schwindet, politische Spannungen zunehmen und neue Machtzentren entstehen? Welche Rolle spielen Staatsverschuldung, Währungen, gesellschaftliche Stabilität, militärische Stärke und der Zugang zu Ressourcen? Dabei geht es nicht um einfache historische Wiederholungen. Geschichte kopiert sich nicht. Sie zeigt aber Muster, die uns helfen können, geopolitische Entwicklungen besser einzuordnen. Welche Auswirkungen könnten die wachsenden Spannungen zwischen den USA, China, Europa und anderen Regionen auf Aktienmärkte, Währungen und Portfolios haben? Wie robust ist eine Anlagestrategie, wenn sich die globale Ordnung verändert? Und ist ein vermeintlich breit diversifizierter ETF tatsächlich ausreichend, wenn Kapitalmärkte immer stärker von wenigen Unternehmen, Ländern und geopolitischen Interessen geprägt werden? Wir sprechen darüber, weshalb Asset Management nicht bei Kosten, Produkten oder vergangenen Renditen enden darf. Entscheidend ist, wie ein Portfolio auf unterschiedliche Zukunftsszenarien vorbereitet ist und ob die gewählte Strategie auch dann funktioniert, wenn die kommenden Jahrzehnte nicht wie die vergangenen aussehen. Aus Sicht der Finanzplanung bedeutet das: Es reicht nicht, eine möglichst günstige Anlage zu finden. Vermögen, Vorsorge, Liquidität, Risiken, Zeithorizonte und persönliche Ziele müssen zusammenspielen. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem Depot und einer echten Vermögensstrategie. Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Und wer die Zukunft verstehen möchte, sollte manchmal zuerst einen Blick in die Vergangenheit werfen.
46| Die Psychologie hinter unserem Umgang mit Geld - mit Cristian Cardoso (Teil 2)
2026/07/10
Geld ist weit mehr als ein Zahlungsmittel oder ein Kontostand. Es beeinflusst unser Denken, unsere Entscheidungen, unsere Beziehungen und oft auch unser Selbstbild. Doch weshalb entwickeln Menschen völlig unterschiedliche Einstellungen zu Geld, obwohl ihre finanzielle Ausgangslage ähnlich sein kann? Welche Rolle spielen unsere Kindheit, unser familiäres Umfeld und die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens mit Geld gemacht haben? Und ist unser Umgang mit Geld tatsächlich rational – oder folgen wir häufig unbewusst tief verankerten Mustern? In dieser zweiten Folge mit FinanzSozi Cristian Cardoso gehen wir diesen Fragen auf den Grund. Wir sprechen über die Entstehung persönlicher Geldbiografien, über die psychologischen und sozialen Mechanismen hinter Sparen, Konsum und finanziellen Entscheidungen sowie über die ambivalente Rolle des Geldes zwischen Freiheit und Abhängigkeit. Dabei wird deutlich, weshalb finanzielle Bildung allein oft nicht ausreicht und warum Selbstreflexion ein ebenso wichtiger Bestandteil eines gesunden Umgangs mit Geld ist. Die Folge verbindet Erkenntnisse aus Soziologie, Psychologie und Finanzplanung und lädt dazu ein, die eigene Beziehung zu Geld kritisch zu hinterfragen. Denn wer sein finanzielles Verhalten verstehen möchte, muss häufig nicht zuerst auf das Bankkonto schauen, sondern auf die eigene Geschichte.
45| Versicherungen sind langweilig. Bis etwas passiert. | Joséphine Chamoulaud
2026/06/26
Versicherungen interessieren kaum jemanden – bis genau der Moment kommt, in dem sie entscheidend werden. Unfall, Schaden, Krankheit, Reisen, Selbständigkeit, Familie oder Tod: Versicherungen wirken oft trocken, kompliziert und bürokratisch. Gleichzeitig sind sie eines der relevantesten Versprechen im Leben. In dieser Folge spreche ich mit Joséphine Chamoulaud, CEO von Smile, über eine Branche, die viel wichtiger ist, als ihr Image vermuten lässt. Warum fühlt sich Versicherung für viele Menschen wie ein notwendiges Übel an? Hat die Branche ein Technologieproblem, ein Vertrauensproblem – oder eigentlich ein Mutproblem? Wir sprechen über digitale Einfachheit, Kundenerlebnis, Schadenfälle als Moment der Wahrheit und die Frage, was Versicherung heute wirklich verkaufen muss: Schutz, Convenience, Vertrauen – oder schlicht ein gutes Gefühl. Besonders spannend wird es dort, wo Digitalisierung auf Menschlichkeit trifft. Wann soll ein Prozess automatisiert sein? Und wann braucht es bewusst einen Menschen? Am Ende geht es um mehr als Policen und Prämien. Es geht um Vertrauen, Klarheit und die Zukunft einer Branche, die sich neu erklären muss, bevor andere es für sie tun. Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Und Versicherung ist nie nur ein Vertrag. Sie ist ein Versprechen für den Ernstfall – und genau dann zeigt sich, ob eine Marke wirklich hält, was sie verkauft.
44| Wie baut man Vermögen auf – ohne dabei das Leben zu verpassen? | Tobias Reichmuth
2026/06/12
Tobias Reichmuth denkt in langen Zeitachsen: Energieinfrastruktur, Bitcoin, Unternehmertum, Longevity – und vielleicht gerade deshalb immer auch über Endlichkeit. In dieser Folge spreche ich mit ihm über Vermögen, aber nicht im engen Sinn von Kontostand, Bewertung oder Exit. Sondern über Vermögen als Fähigkeit, Möglichkeiten zu schaffen, Risiken zu tragen, Wirkung zu entfalten – und trotzdem nicht zu vergessen, weshalb man das alles überhaupt tut. Wir sprechen über Herkunft und Hunger, über den Mythos Selfmade, über frühe Gründungen, SUSI Partners, Crypto Finance und die Frage, warum die Schweiz zwar sehr viel Kapital besitzt, aber manchmal erstaunlich wenig Risikofreude zeigt. Ist unser Sicherheitsdenken ein Standortvorteil – oder die eleganteste Form kollektiver Zurückhaltung? Und was unterscheidet ein gutes Unternehmen von einem echten Vermögenswert? Besonders persönlich wird es dort, wo Geld auf Zeit trifft. Was bedeutet Reichtum, wenn Gesundheit, Präsenz und Lebensqualität plötzlich wichtiger werden als die nächste Rendite? Tobias beschäftigt sich mit Longevity und der Idee, länger gesund zu leben. Doch genau daraus entsteht die entscheidende Gegenfrage: Baut man Vermögen, um das Leben zu verlängern – oder um es intensiver zu verstehen? Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Es ist gespeicherte Energie, geronnene Entscheidung, verdichtete Freiheit – und am Ende vielleicht die Frage, ob man Vermögen besitzt oder längst von seinen eigenen Ambitionen besessen wird.
43| Kapital, Kalkül und kalte Füsse – mit Marco Marugg
2026/05/29
Die Schweiz gilt als Innovationsland. ETH, EPFL, Deep Tech, FinTech, InsurTech. Wir entwickeln Technologien, die Branchen verändern könnten. Aber wer finanziert diese Veränderung noch? In dieser Folge spreche ich mit Marco Marugg, Investment Manager bei EquityPitcher Ventures, über die neue Realität im Venture Capital. Nach den Boomjahren zählt nicht mehr nur Vision, sondern Cashflow, Unit Economics und der Pfad zur Profitabilität. Wir diskutieren, ob diese neue Disziplin gesund ist – oder ob sie Innovation ausbremst. Besonders spannend wird es bei FinTech und InsurTech: Alle Banken und Versicherer sprechen über Digitalisierung, Effizienz und AI. Trotzdem bleibt Kapital für echte Finanzinnovation knapp. Warum? Ein zentraler Widerspruch: Die Schweizer Zinsen stehen wieder bei null, aber Investoren klingen weiterhin wie im Krisenmodus. Ist das noch Zinslogik – oder hat sich Venture Capital grundsätzlich verändert? Mit Marco spreche ich über Mut, Risiko, Schweizer Sicherheitsdenken und die Frage, ob wir zwar Technologie bauen, aber zu vorsichtig sind, sie gross zu finanzieren. Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Es ist Treibstoff, Macht, Disziplin – und ein Spiegel unserer Risikobereitschaft.
42| Was sagt unser Umgang mit Geld über unsere Gesellschaft aus? – mit Cristian Cardoso
2026/05/15
Alle reden über Geld. Über Einkommen, Vermögen, Konsum und Rendite. Aber kaum jemand darüber, was Geld mit uns macht. Warum es motiviert, fasziniert, stresst – und manchmal sogar beschämt. In dieser Folge von derfinanzplaner spreche ich mit Cristian Cardoso, Sozialarbeiter, Soziologe und Experte für Schuldenprävention, über Geld als soziales und emotionales Phänomen. Wir gehen der Frage nach, warum Geld nie neutral ist, wie es Beziehungen, Status und Selbstwert beeinflusst und weshalb es zwar Handlungsspielräume schafft, aber auch Abhängigkeiten verstärken kann. Persönlich wird es beim Blick nach Argentinien, dem Herkunftsland seiner Eltern, wo Inflation nicht abstrakte Wirtschaftszahl, sondern Alltagserfahrung ist. Von dort schlagen wir die Brücke in die Schweiz: Wie geraten Menschen hierzulande in die Schuldenfalle? Welche Budgetfallen werden besonders unterschätzt? Warum sind Steuern, Krankenkasse, Leasing und digitale Konsumangebote oft gefährlicher, als sie wirken? Und weshalb ist Scham häufig der Moment, in dem finanzielle Probleme erst richtig eskalieren? Zudem sprechen wir über Cristians Buch zur Financial Literacy in der Sozialen Arbeit und diskutieren kritisch, wer Menschen in finanziellen Krisen eigentlich begleiten sollte: Sozialarbeitende, Finanzfachpersonen – oder beide gemeinsam? Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Es ist Freiheit und Druck, Werkzeug und Bewertung, Chance und Konflikt. Wer Geld verstehen will, muss deshalb nicht nur rechnen können – sondern auch den Menschen dahinter begreifen.
41| Disziplin, Leistung und der Körper als Business-Asset – mit Yannick Langer
2026/05/01
Disziplin wird im Business gefeiert. Ziele, Termine, Wachstum, Verantwortung – alles wird optimiert. Doch was passiert, wenn genau diese Disziplin beim eigenen Körper endet? In dieser Folge von derfinanzplaner spreche ich mit Yannick Langer über Leistung, Gesundheit und die unbequeme Frage, ob viele Unternehmer zwar ihre Firma im Griff haben – aber nicht sich selbst. Yannick arbeitet mit Selbständigen und Führungskräften, die nach aussen erfolgreich wirken, innerlich aber oft an Energie, Struktur und Regeneration verlieren. Wir sprechen über sein BPC-Konzept, warum klassische Fitnessprogramme bei Leistungsträgern häufig scheitern und weshalb Motivation überschätzt wird. Im Kern geht es nicht um Sixpack oder Trainingspläne, sondern um Identität, Selbstrespekt und Systeme, die auch dann funktionieren, wenn der Alltag Druck macht. Dabei wird klar: Gesundheit ist kein Nice-to-have. Sie ist Führungsqualität, Entscheidungsfähigkeit und langfristiger Wettbewerbsvorteil. Wer seinen Körper wie ein Verbrauchsgut behandelt, zahlt irgendwann den Preis – im Business, im Kopf und im Leben. Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Leistung auch nicht. Sie ist das Resultat von Struktur, Disziplin – und der Frage, wie ernst man sich selbst wirklich nimmt.
40| Tokenisierung, Eigentum und die Zukunft der Aktie – mit Silvio Morelli (Aktionariat AG)
2026/04/17
Aktien waren lange etwas Statisches. Schwer übertragbar, administrativ aufwendig und oft weit entfernt von den Menschen, die sie eigentlich besitzen sollten. Doch was passiert, wenn Eigentum digital wird? Gemeinsam mit Silvio Morelli von Aktionariat gehen wir genau dieser Frage nach. Wir sprechen über die Tokenisierung von Aktien – und warum sie weit mehr ist als nur ein technologisches Upgrade. Es geht um einen fundamentalen Wandel, wie Unternehmen Kapital aufnehmen, wie Investoren beteiligt sind und wie Märkte funktionieren. Dabei klären wir, was wirklich hinter Begriffen wie DLT, Smart Contracts und Token steckt und wo die Grenze zwischen Hype und Substanz verläuft. Ist ein Token tatsächlich eine Aktie oder nur deren digitales Abbild, und was bedeutet das rechtlich in der Schweiz? Anhand eines konkreten Use Cases – dem Kauf tokenisierter Aktien – wird greifbar, wie diese neue Welt funktioniert: vom Onboarding über Wallets bis hin zur Frage, wo das eigene Eigentum eigentlich liegt. Doch die Technologie ist nur die Oberfläche. Im Kern geht es um etwas viel Grösseres: die Beziehung zwischen Unternehmen und ihren Aktionären. Shareholder Management wird plötzlich dynamisch, transparent und zugänglich, illiquide Beteiligungen könnten handelbar werden und Kapitalmärkte sich öffnen – nicht nur für institutionelle Investoren, sondern für alle. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen: Wie liquide kann ein solcher Markt wirklich werden, wie sicher ist das System und wenn die Vorteile so klar sind, warum machen es nicht längst alle? Zum Schluss wird es strategisch: Ist Tokenisierung die nächste Evolutionsstufe oder eine stille Disruption des Finanzsystems? Wie immer im derfinanzplaner gilt: Geld ist nicht der Ausgangspunkt, sondern das Resultat von Struktur, Verständnis – und der Frage, wem eigentlich was gehört.
39| ETF, AI und die Illusion von Wissen – mit Dr. Patrick Eugster
2026/04/03
Investieren war noch nie so einfach. Und genau das könnte das grösste Problem sein. ETF-Sparpläne, AI und unendlich viel Finanz-Content haben den Zugang zu Wissen demokratisiert. Doch mehr Information bedeutet nicht automatisch mehr Verständnis. Gemeinsam mit Dr. Patrick Eugster gehen wir unter die Oberfläche. Wir sprechen darüber, warum ETF-Sparpläne oft als Allheilmittel verkauft werden, obwohl sie zentrale Risiken ausblenden. Warum Währungsrisiken für Schweizer Anleger massiv unterschätzt werden – und weshalb es eben nicht egal ist, in welcher Währung man investiert, wenn man später in CHF konsumiert. Wir beleuchten steuerliche Feinheiten wie das ETF-Domizil, sprechen über versteckte Kosten und die Differenz zwischen theoretischer und realer Rendite. Gleichzeitig stellen wir die grössere Frage: Was passiert, wenn Wissen zur Commodity wird? Wenn AI beginnt, Portfolios zu bauen – braucht es dann noch einen Dr. oec.? Oder verschiebt sich der Vorteil hin zur Urteilsfähigkeit? Und dann ist da noch die Parallele zum Sport: Patrick ist Crossfitter. Im Training wie im Investieren geht es nicht um den perfekten Plan, sondern um Konsistenz. Fortschritt entsteht durch Wiederholung – nicht durch den einen perfekten Move. Zum Schluss bleibt eine unbequeme Frage: Ist finanzielle Freiheit, wie sie oft propagiert wird, überhaupt realistisch – oder basiert vieles davon auf Annahmen, die mit der Schweizer Realität wenig zu tun haben? Wie immer im derfinanzplaner gilt: Geld ist nicht der Ausgangspunkt, sondern das Resultat von Klarheit und Entscheidungen.

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