
Werben im Podcast: Geschichten aus Aarau
Dieser Podcast hat
52 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Manuel Näf und Simon KalbererExplizit
Nein
Erstellt am
2025/01/03
Neueste Episode
2026/08/24
Durchschnittsdauer
54 min.
Veröffentlichungsintervall
39 Tage
Beschreibung
Mehr als Lokalgeschichte(n)! Die beiden Historiker Manuel Näf und Simon Kalberer erzählen sich Geschichten aus der Vergangenheit der Aargauer Kantonshauptstadt und blicken aus lokaler Perspektive auf Ereignisse, Zusammenhänge und Entwicklungen, welche die Stadt, die Schweiz, Europa und manchmal auch die Weltgeschichte prägten. Ein Podcast, in dem Geschichte nicht in Büchern, sondern vor der eigenen Haustür stattfindet.
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#47: Begraben und erinnern - Aaraus Friedhöfe
2026/08/24
Mit der Schweizer Erfolgsserie "Der Bestatter" wurde neben Aarau auch der Friedhof Rosengarten über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Die vielfältige Nutzung des Rosengartens als Begräbnisplatz, Filmset, Erholungsraum, Ausstellungsgelände und "grüne Lunge" illustriert auch den sich wandelnden gesellschaftlichen Umgang mit dieser letzten Ruhestätte.
In der aktuellen Folge machen Manuel und Simon eine Zeitreise durch die Jahrhunderte und Aaraus Friedhöfe und sprechen dabei über den sich wandelnden gesellschaftlichen Umgang mit der Endlichkeit des Lebens.
#46: Die "Milde Sorte": Eine musikalische Geschichte des Maienzug-Vorabends
2026/06/30
Seit 1988 feiert Aarau mit dem Maienzug-Vorabend den offiziellen Auftakt zum traditionellen Maienzug. Aus dem bisherigen "Zapfenstreich" wurde im Laufe der '90er Jahre ein eigenes Stadtfest, das mittlerweile weit über Aaraus Grenzen hinaus bekannt ist. Ebenfalls Ende der '80er Jahre gründen sechs Jugendfreunde die Band "Milde Sorte" und wagen Neues: Sie wollen den Schlager in neuem Gewand auferstehen lassen...
In dieser Folge ist Rolf Lenzin, Gründungsmitglied der "Milden Sorte", zu Gast bei Geschichten aus Aarau. Mit viel Musik und zahlreichen Anekdoten lässt Rolf Lenzin die Geschichte der "Milden Sorte", das Aarau der 1990er und die Entwicklung des Maienzug-Vorabends zum eigenständigen Festanlass aufleben.
Wir wünschen euch viel Vergnügen und einen frohen Maienzug (-Vorabend)!
Eure
Manuel und Simon
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Lob, Kritik, Feedback oder Anregungen zu neuen Folgen nehmen wir gerne entgegen! Ihr erreicht uns per Mail [email protected] oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast. Hier findet ihr zudem Bilder, Fotos und Quellen zu dieser und unseren bisherigen Folgen.
#45 Anna Rothpletz über die Rolle der bürgerlichen Frau im 19. Jahrhundert
2026/04/27
Nach dem Sturz des Ancien Régime entfachte in Europa eine hitzig geführte Debatte um die Rolle und Platz der Geschlechter in der bürgerlichen Gesellschaft. Während Frauen wie Olympe de Gouges für ihre damals radikalen Forderungen der rechtlichen und faktischen Gleichstellung der Geschlechter mit dem Leben bezahlten, gab es auch Frauen, welche sich für eine Gesellschaft mit rechtlich unterschiedlichen, klar abgegrenzten Geschlechterrollen einsetzten. Dazu gehörte die Romanautorin Anna Rothpletz-von Meiss, welche sich mit dem Aarauer Johann Jakob Rothpletz verheiratete und nach dessen Tod Romane und Ratgeberliteratur über Frauen in einer bürgerlichen Welt veröffentlichte.
Manuel und Simon beleuchten die Werke und Gesellschaftsforderungen von Anna Rothpletz-von Meiss und ordnen diese im Geschlechterdiskurs des frühen 19. Jahrhunderts ein.
Viel Vergnügen wünschen euch
Simon und Manuel
Lob, Kritik, Feedback oder Anregungen für weitere Folgen nehmen wir gerne entgegen via Mail [email protected] oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast
Quellen und Literatur:
*Honegger, Claudia: Die Ordnung der Geschlechter. Die Wissenschaften vom Menschen und das Weib, 1750-1850, Frankfurt am Main 1991.
*Rothpletz, Anna: Mnemosyne. Schilderungen aus dem Leben und Beiträge zur Kenntnis des menschlichen Herzens zum Vergnügen und zur Bildung der weiblichen Welt, Bände I-III, Aarau 1834-1835.
*Stump, Doris: Anna Rothpletz-von Meiss (1786-1841): eine Brugger Erfolgsautorin, in: Brugger Neujahrsblätter 101 (1991), 135–147.
#44: "Polenschwärmerei" um 1831 - Das Aarauer Polenkomité
2026/02/23
Nach der Julirevolution 1830 in Frankreich fordern liberale Kräfte in vielen Staaten Europas ein Ende der restaurativen Ordnung des Wiener Kongresses von 1815.
Auch in Polen, das in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zwischen Russland, Preussen und Österreich aufgeteilt wurde, kommt es im November 1830 zum Aufstand. Eine "Polenschwärmerei" macht sich besonders in Deutschland und der Schweiz unter den Liberalen breit: Es entstehen Polenvereine und -komités, die die Polen bei ihrem Freiheitskampf unterstützen wollen - auch in Aarau.
Und sie sind gefordert, als nach der Niederschlagung zahlreiche Aufständische Zuflucht in Westeuropa suchen.
In dieser Folge rekonstruieren wir die Arbeit des Aarauer Polenkomités anhand von Archivquellen und blicken auf die Flüchtlinge, welche 1832 auch Aarau erreichen.
#43: Woher kommen Museumsobjekte? Die Naturhistorische Sammlung der ANG unter der Lupe
2026/01/26
Edit: Wir danken den Zuhörer*innen für Rückmeldungen und Korrekturen. Hier einige Hinweise:
- Der Riesenalk (alca impennis) sieht zwar aus wie ein Pinguin, ist aber keiner. (Fun Fact: Sein Gattungsname "Pinguinus" erhielt der Riesenalk noch vor den Pinguinen auf der Südhalbkugel.)
- Auch der Bundesrat Frey-Herosé war Mitglied und sogar kurzzeitig Präsident der ANG.
- Das Naturama verfügt zusätzlich auch über eine wichtige botanische Sammlung, welche in der Folge unerwähnt blieb.
In einer Sammlung wie jener des Naturama gibt es unzählige Schätze und Sehenswürdigkeiten. Viele der Objekte stammen aus den Sammeltätigkeiten der Aargauischen Naturhistorischen Gesellschaft (ANG). Bei weitem nicht alle Objekte sind jedoch so weit erforscht, dass wir heute genau wissen, woher sie ursprünglich kommen und wie sie nach Aarau in die naturhistorische Sammlung gelangten. Simon und Manuel besprechen diese Fragen in dieser Folge in drei Teilen: Erstens behandeln wir die Entstehung der ANG und die historischen Kontexte, in welcher sie gegründet wurde. Zweitens sprechen wir über die Naturvorstellungen des 19. Jahrhunderts und die Auswirkungen bis heute. Am Schluss geht Manuel auf die Provenienz eines ganz besonderen Objektes ein: eine Mumie mit Sarkophag aus Ägypten, welche sich heute in der Sammlung des Museum Aargau befindet.
Viel vergnügen wünschen euch
Simon und Manuel
Wir freuen uns wie immer über Anmerkungen und Kritik per Mail via [email protected] oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast
verwendete Literatur und Quellen
*Aargauische Naturforschende Gesellschaft (Hg.): Mitteilungen der aargauischen Naturforschenden Gesellschaft 12 (1911), 16 (1923).
*Caspari et al.: Establishing Provenance and Provenience of Human Remains in Swiss Museum Collections, in: Journal of Cultural Heritage 73 (2025), 543–548.
*Küffer, Alexandra/Siegmann, Renate: Unter dem Schutz der Himmelsgöttin. Ägyptische Särge, Mumien und Masken in der Schweiz, Zürich 2007.
*Eingangsbücher des Naturhistorischen Museums (Naturama) Nr. 1-3.
*Staatsarchiv Aargau (StAAG): DE02/0057/02. Ankauf der ornithologischen Sammlung des Bundesrats Frey-Herosé (1865).
*StAAG DE02/0559-0569. Staatssammlungen, Gemäldesammlung, Naturalienkabinett 1867-1877.
*StAAG DE02/0570-0594. Naturhistorische Sammlung 1878-1902.
*StAAG DE02/0578/03. Antiquitätensammlung 1886.
#42: "Aus der Zeit. Eine Spurensuche": das aussergewöhnliche Leben von Lili Glarner
2025/11/24
Nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 gerät auch die junge Aargauerin Lili Glarner in Berlin in die Fänge der berüchtigten Gestapo. Sie soll für den kommunistischen Widerstand Militäranlagen ausspioniert haben. Während ihrer 15-monatigen Haft schreibt sie Briefe in die Heimat, ihr Vater Paul Glarner setzt derweil alle Hebel in Bewegung, um seine Tochter freizubekommen.
Mit seinem Stück "Aus der Zeit. Eine Spurensuche" bringt Peter Jakob Kelting das bewegte Leben von Lili Glarner auf die Theaterbühne. Im Podcast erzählt er anhand von bisher unveröffentlichten Archivfunden im In- und Ausland Lili Glarners Leben und wir sprechen mit ihm über die Herausforderungen, mit historischen Quellen ein Bühnenstück zu gestalten. Mit Auszügen aus den Originaldokumenten, gelesen von Schauspielerin Nathalie Imboden.
Wir wünschen euch viel Vergnügen
Manuel und Simon
Spieldaten "Aus der Zeit. Eine Spurensuche":
14. Dezember 2025, Matinée mit Dramaturg und Autor Peter Jakob Kelting und Gästen, Theater Tuchlaube, Aarau
16. Dezember 2025, Premiere, Theater Tuchlaube, Aarau
17./ 18. Dezember 2025, Bühne Aarau, Theater Tuchlaube, Aarau
28. Februar und 1. März 2026, Theater im Kornhaus (ThiK), Baden
21./22./23. Mai 2026, Tojo, Reitschule Bern, Bern
#41: Erstbesteigung der Jungfrau - Aarauer Wegbereiter des modernen Alpinismus
2025/10/27
Er wolle sich nicht durch unnötige Lasten an die "äussersten Wagestücke" hindern lassen, schreibt der Aarauer Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Meyer in seinem Bericht über die Erstbesteigung der Jungfrau 1811. Doch als Meyers Bericht erscheint, wird die Erstbesteigung bestritten, sodass Meyer 1812 eine zweite Expedition unternimmt.
Während den beiden Aarauer Alpinexpeditionen 1811 und 1812 gelingen Johann Rudolf Meyer und seinen Begleitern nicht nur mehrere spektakuläre Erstbegehungen. Die erhaltenen Berichte zeugen ebenfalls von einem einsetzenden Wandel im Alpinismus: Weg von wissenschaftlichen Expeditionen hin zum Bergsteigen als Freizeitvergnügen.
In der neuen Episode begleiten Manuel und Simon die Aarauer Bergsteiger auf ihren beiden Expeditionen und reden dabei auch über die Entstehung des heutigen Bergsteigens als Sport.
#40: Vergessene Erinnerung - Sempacher Gedenken in Aarau im Spätmittelalter
2025/09/22
Sempach um 1386 - Herzog Leopold III. von Habsburg und eine grosse Zahl seiner Gefolgsleute werden von den Eidgenössischen Orten vernichtend geschlagen. Auch Aarauer Bürger kämpfen an der Seite des Habsburgers.
Im Laufe der Jahrhunderte wird das Ereignis auf eidgenössischer Seite legendenhaft ausgeschmückt und in das Bild mittelalterlicher "Befreiungskriege" gegen Habsburg eingeordnet, die legendäre Figur von Arnold Winkelried zum Symbol von Kampfgeist und Opfermut.
Ganz anders blickt man auf Seiten der Verlierer auf das Ereignis: "Auf dem Seinen, von den Seinen um das Seine" sei Herzog Leopold III. bei Sempach gebracht worden.
Und wie blickt man in Aarau auf die Niederlage bei Sempach?
In der Folge sprechen wir über die Aarauer Erinnerung an Sempach im Spätmittelalter, blicken auf weitere Aargauer Kleinstädte und betrachten die Beziehung der Stadt zu ihren illustren Stadtherren im 14. Jahrhundert.
#39: "Füürio de Bach brönnt…" Eine kurze Geschichte des Aarauer Stadtbachs
2025/08/25
Schon die Stadtgründer wussten, dass eines nicht fehlen durfte, wenn Aarau ein gedeihender Ort für ihre Bürger*innen werden sollte: Ein Bach, welcher frisches Trinkwasser liefert. Auch wenn das Wasser des Stadtbachs heute nicht mehr allzu bekömmlich ist, stellte der Bach 600 Jahre lang die Lebensader für Aarau dar. Manuel erzählt in dieser Folge, wie das Quellwasser aus der Suhrenmatte in die Stadt gelangte. Zudem beleuchtet er die vielfältige Nutzung des Stadtbachs. Heute steht der Bach nur noch ein Mal im Jahr im Mittelpunkt, nämlich während des traditionellen "Bachfischet" im September. Doch auch dieser Brauch hat eine lange Geschichte hinter sich, welcher wir ebenfalls in dieser Folge auf den Grund gehen.
Viel Vergnügen wünschen euch,
Simon und Mauel
Über Feedbach und Kritik freuen wir uns per Mail an [email protected] oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast.
Literaturhinweis:
*Bänziger, Urs/Pestalozzi, Martin: Der Aarauer Stadtbach. Geschichte einer aussergewöhnlichen Wasserversorgung, Aarau 2015.
#38: Frey-Herosé und die Gründung des Bundesstaats 1848
2025/07/28
Im Frühjahr 1848 erarbeiteten in Bern 23 Männer hinter verschlossenen Türen in 51 Tagen den Entwurf für die Bundesverfassung der modernen Schweiz. Diese Verfassungskommission steht vor einer schwierigen Aufgabe: Unter dem Eindruck des Sonderbundskriegs von 1847 zwischen den liberalen und konservativen Kantonen müssen nun die Vertreter der Sieger und Besiegten die Grundlage schaffen, auf der eine stabile Demokratie entstehen kann. Die Ideen gehen dabei jedoch auseinander...
Während das offizielle Protokoll kaum Details preisgibt, lässt sich aus den Privatprotokollen der Teilnehmenden rekonstruieren, wie und worüber gestritten wurde.
Durch die Augen des Aarauer Friedrich Frey-Herosé, Kommissionsmitglied und später MItglied des ersten Bundesrats, nehmen wir in dieser Folge an den Sitzungen teil und folgen einem Politthriller in Schweizer Manier, der den Grundstein für den modernen Bundesstaat legte.
#37: Der Aarauer Maienzug vor 100 Jahren
2025/06/23
Wir waren wieder einmal live vor Publikum. In dieser Folge spricht Manuel vor den Freund*innen des Stadtmuseums über das Fest aller Feste in Aarau. Genau vor 100 Jahren kam der Maienzug zu seinem Namen. Damals war das Jugendfest ein fixer Bestandteil des Aarauer Festkalenders, machte jedoch über die Jahrhunderte bereits einige Entwicklungen durch – und macht dies bis heute. So kennen wir das Freischarenmanöver der Kadetten nur noch aus Erzählungen. Doch gerade ein solches Manöver war am Maienzug vor 100 Jahren nicht wegzudenken. Nebst Freischaren und Kadetten behandeln Simon und Manuel in dieser Folge noch so einige Anekdoten aus der Maienzug-Geschichte, die wohl heute noch an Bankett-Tischen fleissig und kontrovers diskutiert werden. Viel Vergnügen!
Eure Simon und Manuel
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Literatur zur Folge:
*Erismann, Paul: Altes und Neues vom Maienzug, in: Aarauer Neujahrsblätter 22 (1948), 3–26.
*Kanton Aargau: Das Kadettenwesen im Aargau. Von den Anfängen bis zur Auflösung 1972. URL: https://www.ag.ch/de/verwaltung/bks/kultur/kulturpflege/bibliothek-archiv?dc=9a2287a9-0a52-41a3-8b6c-05bbe0c047b5_de (23.06.2025).
*Zschokke, Ernst: Das Aarauer Brunnen- und Jugendfest vor fünfzig Jahren, in: Aarauer Neujahrsblätter 1 (1910), S. 16–22.
*Zschokke, Rolf: 150 Jahre Aarauer Kadetten 1789–1939, Aarau 1939.
#36: Eine Geschichte des Waldes: Von Waldweiden zum Waldbaden
2025/05/26
Der Wald bedeckt heute rund einen Drittel der Schweiz und ist damit ein zentrales Element unseres Lebensraums. Doch wer kennt seine Geschichte?
In dieser Folge erzählen wir mit Blick auf Aarau von den vielfältigen Funktionen, die der Wald im Leben der Menschen spielte, wie sich dabei sein Gesicht wandelte und wie nach Jahrhunderten des Waldrückgangs im 19. Jahrhundert eine "forest transition" gelang, die uns unsere heutigen Wälder beschert hat.
#35: 'Anke' oder 'Butter'? Ein Versuch, Aarauer Mundart zu erkunden
2025/04/29
Über die Frage, was denn jetzt das richtige Wort ist, 'Anke' oder 'Butter', haben wohl schon so manche Aargauer*innen gestritten. Doch in Aarau sollte man sich über das Wort Anke eigentlich einig sein. Oder etwa doch nicht? Was man als Aarauer*in wohl auch kennt, ist der etwas eigenartige Umstand, dass man auf die Frage «Was ist eigentlich dein Dialekt?» keine richtige Antwort parat hat. Gibt es denn so etwas, wie eine Aarauer Mundart? Dieser Frage gehen Simon und Manuel in dieser Folge von 'Geschichten aus Aarau' auf den Grund. Wie so oft gibt ein Blick in die Geschichte auch Antworten auf diese Frage.
Wir wünschen euch viel Vergnügen!
Eure Simon und Manuel
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Literaturverzeichnis:
*Bühler, Jürg: Mundartwandel in der Stadt Aarau, in: Aarauer Neujahrsblätter 62 (1988), 62–80.
*Lüssy, Heinrich: Bestand und Veränderung in der Mundart der Stadt Aarau. Eine dialektologische Skizze, in: Aarauer Neujahrsblätter 53 (1979), 42–54.
*Ruoss, Emanuel: Schweizerdeutsch und Sprachbewusstsein. Zur Konsolidierung der Deutschschweizer Diglossie im 19. Jahrhundert (Reihe Germanistische Linguistik Bd. 316), Berlin 2019.
*Siebenhaar, Beat: Sprachvariation, Sprachwandel und Einstellung. Der Dialekt der Stadt Aarau in der Labilitätszone zwischen Zürcher und Berner Mundartraum (ZDL Beihefte Bd. 108), Stuttgart 2000.
1871/3: Die Pocken in Aarau
2025/03/24
Ab 1870/71 verbreitet sich während des Deutsch-Französischen Krieges eine der letzten schweren Pockenwellen. Mit der Internierung der Bourbakiarmee erreicht diese auch die Schweiz.
Als im Februar 1871 die ersten Soldaten in Aarau interniert werden, steigen die Fallzahlen nicht nur unter den Internierten und der Bewachsungsmannschaft, sondern auch in der Aarauer Bevölkerung. Mit zahlreichen Massnahmen versuchen die Behörden, der Ausbreitung der Epidemie entgegenzuwirken.
In unserer letzten Folge von "1871" erzählen wir vom Kampf der Behörden gegen eine heute vergessene Krankheit, Engpässen in der Pflege, einem Notspital und spannen den Bogen zur Gründung des Kantonsspitals Aarau 1887.
1871/2: Die freundliche Invasion
2025/02/24
In unserer zweiten Folge über die Internierung der Bourbaki-Armee in Aarau erzählt Manuel von den Ereignissen im Februar und März, als über tausend französische Soldaten für ihre Unterbringung nach Aarau gelangten. Hinzu kamen hunderte Pferde und über 13'000 Soldaten, welche die Stadt für ihre Einquartierung in anderen Schweizer Orten durchquerten. Bereits am Bahnhof Aarau empfingen Aarauer Bewohner*innen die halb verhungerten, halb erfrorenen Soldaten mit Speisen und Getränken, die sie in der Hast noch bereitstellen konnten. Wie gelang diese grosse Solidarität zwischen der Bevölkerung und den französischen Truppen? Und wie erging es den Soldaten in Aarau? Diese Fragen besprechen Simon und Manuel in dieser Folge, wobei sie auch etwas tiefer in die Archive eintauchten.
Viel Vergnügen wünschen euch,
Simon und Manuel
Wir freuen uns über Feedback, Lob, Kritik und Richtigstellungen an [email protected] oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast.
Literatur und Quellen zur Folge:
*Aarauer Nachrichten, Januar bis März 1871, aus der Aargauer Kantonsbibliothek.
*Deicher, Patrick: Die Internierung der Bourbaki-Armee 1871. Bewältigung einer humanitären Herausforderung als Beitrag zur Bildung der nationalen Identität, Luzern 2009.
*Fontaine-Borgel. Souvenirs de 1871 et de l'internement des militaires français à Genève et Aarau, Genève 1889.
*Gemeinderatsprotokolle von 1871, aus dem Stadtarchiv Aarau.
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