
Werben im Podcast: Mut zum Risiko | AGES Podcast
Dieser Podcast hat
20 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Roland Achatz & Elisabeth DottoloExplizit
Nein
Erstellt am
2025/01/08
Neueste Episode
2026/09/11
Durchschnittsdauer
39 min.
Veröffentlichungsintervall
37 Tage
Beschreibung
Wir leben in einer Welt voller Ungewissheit, aber auch voller Wissen. Mit unseren Expertinnen und Experten besprechen wir vermeintliche und tatsächliche Risiken, liefern wissenschaftliche Lösungen und wertvolle Tipps. So können Sie Risiken im Alltag besser einschätzen. Lassen Sie uns gemeinsam mutig sein!
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Flavescence dorée - Die stille Seuche im Weingarten (19)
2026/09/11
Im Herbst zeigt die Rebe, ob sie krank ist. Flavescence dorée, die Goldgelbe Vergilbung, ist derzeit die größte Herausforderung für den österreichischen Weinbau – mit Verordnungen in drei Bundesländern und Forderungen nach einem nationalen Krisenstab. Pflanzenpathologin Mag. Helga Reisenzein von der AGES begleitet die Krankheit seit der Erstdiagnose 2009 und erklärt, woran man sie erkennt, was zu tun ist und warum Warten keine Option ist.
Biblische Plage, Krisenstab, Weinbau am Ende – so berichten derzeit viele Medien über Flavescence dorée, die Goldgelbe Vergilbung der Rebe. Drei Bundesländer haben Verordnungen erlassen, Flächen werden gerodet, und der Weinbauverband fordert eine nationale Koordination. Doch was steckt hinter der Krankheit, die den österreichischen Weinbau vor die vielleicht größte Herausforderung seit der Reblaus stellt?
In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ geht Roland Achatz direkt ins Labor zu Mag. Helga Reisenzein, Leiterin der Pflanzengesundheit und Referenzlabore an der AGES. Auf dem Tisch liegt eine Weinrebe, die sie tags zuvor im Weingarten entnommen hat – und die im Labor positiv auf Flavescence dorée getestet wurde. Eine direkte, praxisnahe Folge für Weinbauern und alle, die verstehen wollen, was hinter den Schlagzeilen steckt.
Themen dieser Folge
Was ist Flavescence dorée? Phytoplasmen als Erreger – Bakterien ohne Zellwand, obligate Parasiten, die sich in den Siebzellen der Rebe ansiedeln und sie langsam zerstören.Das doppelte Problem: Flavescence dorée ist europäischen Ursprungs – gefährlich wird sie erst durch die invasive Amerikanische Rebzikade als Überträger. Aktive Flugweite: bis zu 300 Meter, zusätzlich Windverfrachtung.Neue Erregervariante seit 2018: Warum die Ausbreitung seit einigen Jahren epidemieartig verläuft – „wie ein Schneeballsystem“ – und welche Gebiete derzeit betroffen sind.Symptome jetzt erkennen: Was Weinbauern im Herbst konkret sehen und die wichtige Verwechslungsgefahr mit der Stolbur-Krankheit (visuell nicht unterscheidbar).Roden – das härteste Wort: Wann Einzelstöcke, wann die gesamte Fläche (ab 20 % Schadschwelle). Warum Rückschnitt die Krankheit nur maskiert. 7–8 Jahre kein Ertrag nach Rodung.KI, Drohnen, Traktor-Kameras: Das im Juli 2026 gestartete AGES-Forschungsprojekt entwickelt KI-gestützte Monitoring-Tools für Weinbauern und Behörden – erste Drohnenbefliegungen in der Steiermark bereits gestartet.Kapitel
00:46 – 01:31 Medienberichte & Einordnung – „Biblische Plage“ im Weinbau?
01:33 – 02:41 Begrüßung Helga Reisenzein & die Weingarten-Probe auf dem Labortisch
02:49 – 03:49 Was ist Flavescence dorée? Phytoplasmen einfach erklärt
03:49 – 04:49 Aktuelle Ausbreitung: Steiermark, Burgenland, Niederösterreich
04:49 – 06:05 Erstdiagnose 2009: eine ganze Anlage zu 90 % befallen
06:05 – 07:35 Wirtschaftlicher Schaden: 7–8 Jahre kein Ertrag nach Rodung
07:35 – 09:06 Warum die Krankheit so gefährlich ist und wie sie übertragen wird
09:06 – 09:53 Neue Erregervariante seit 2018 & explosionsartige Ausbreitung
09:53 – 14:01 Symptome im Herbst: was ich im Weingarten sehe
14:01 – 17:20 Labor-Diagnostik: warum PCR so aufwendig ist & Abgrenzung zu Stolbur
17:20 – 18:22 Verdachtsfall: Meldepflicht, Behörde, AGES als einziges amtliches Labor
18:22 – 20:35 Rodung: wann muss wie viel weg?
20:35 – 23:10 Aktuelle Lage 2026 & „Wir müssen lernen, damit zu leben“
23:10 – 28:11Forschungsprojekt: KI, Drohnen und Traktor-Kameras für smarte Überwachung
28:11 – 29:16 Wer wartet, spielt mit dem Feuer – Zusammenarbeit Wissenschaft, Behörden, Weinbau
29:16 – 31:33 Drei Botschaften für Weinbauern: Augen auf, melden, Maßnahmen umsetzen
31:33 – 32:08 Danksagung & Outro
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Legionellen - Unsichtbare Gefahr aus der Dusche (018)
2026/08/28
Fast 80 Prozent aller Legionellen-Infektionen entstehen nicht im Hotel oder Schwimmbad, sondern zu Hause unter der eigenen Dusche. Mikrobiologe Florian Heger von der AGES erklärt, wie die Bakterien ins Wasser gelangen, wer besonders gefährdet ist und mit welchen zwei einfachen Maßnahmen sich das persönliche Risiko deutlich senken lässt.
1976 sterben in Philadelphia 29 Menschen an einer rätselhaften Atemwegserkrankung. Erst Monate später gelingt es dem Epidemiologen Joseph McDade, den Auslöser zu identifizieren: Legionellen in einem Kühlturm. Die Entdeckung des bis dahin unbekannten Erregers gilt bis heute als Meilenstein der Infektionsepidemiologie. Knapp 50 Jahre später sind Legionellen weiterhin ein relevantes Gesundheitsthema. In Österreich wurden 2025 rund 400 Fälle gemeldet, etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren.
Gleichzeitig lässt sich das persönliche Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Florian Heger, Leiter der Abteilung Mikrobiologie am Zentrum für anthropogene Infektionen der AGES. Gemeinsam beleuchten sie die Geschichte der Legionellen, erklären die biologischen Besonderheiten der Bakterien und zeigen anhand des Legionellen-Ausbruchs in Vorarlberg 2024/25, wie moderne Ausbruchsaufklärung mit CSI Methoden und Detektivarbeit funktioniert.
Themen
Philadelphia 1976: Wie ein Legionärskongress, 182 Erkrankte und ein beharrlicher Epidemiologe zur Entdeckung eines neuen Erregers führten und was davon heute noch gilt.
Biologie: Warum sich Legionellen in Amöben verstecken, in klassischen Kulturen kaum wachsen und viele Antibiotika gegen sie kaum wirken.
Risikozone Zuhause: Der Boiler, die Kellerdusche, das Ferienhaus, fast 80 Prozent der Infektionen in den eigenen vier Wänden, nur 1 Prozent in Krankenhäusern.
Vorarlberg-Ausbruch 2024/25: Detektivarbeit mit CSI Methoden, Onlinekarten, Windprofile, Wetterdaten und ein kontaminierter Kühlturm in Bregenz.
Klimakrise & steigende Fallzahlen: Warum die Erkrankungszahlen steigen? Wärmere Temperaturen, Energiesparen auf Kosten der Gesundheit, komplexere Wassersysteme.
Gartenschlauch, Solardusche, Geschirrspüler, Autowaschanlagen: Welche Alltagsquellen ein Risiko sind und welche nicht.
Fazit
Legionellen im Griff mit zwei einfachen Maßnahmen: Warmwasser-Boiler auf mindestens 60 Grad Celsius und nach dem Urlaub ungenutzte Leitungen vor dem Duschen 3 bis 5 Minuten mit heißem Wasser durchspülen.
Kapitel
00:00 – 07:50 Begrüßung & Zeitreise USA: die mysteriöse Epidemie in Philadelphia 1976 beim Legionärskongress mit 29 Toten.
07:51 – 11:14 Biologie: Warum Legionellen so schwer zu fassen sind. Wie sich Legionellen im Wasser vermehren. Amöben als Wirt.
11:15 – 15:05 Übertragungsweg: Aerosole, Dusche, Kühltürme und Risikogruppen: Wer ist besonders gefährdet?
15:06 – 17:20 Steigende Infektionszahlen, Ursachen, Klima: Wo steckt man sich an? 80 Prozent zu Hause, nur 1 Prozent im Krankenhaus.
17:21 – 18:53 Selbstschutz: Warmwassertemperaturen und Spülen
18:54 – 20:45 Saisonaler Verlauf: Zwei Infektionsgipfel im Jahr, Ausbrüche durch AGES-Überwachungssystem rasch aufgeklärt
20:46 – 23:16 Legionellen-Ausbruch Vorarlberg 2024/25: Detektivarbeit mit Online-Karten und Gesamtgenomsequenzierung
23:17 – 24:40 Selbst-Check: Wassertemperatur messen, Armaturen regelmäßig benutzen
24:41 – 27:05 Konkrete Tipps: Wie lange spülen? Wasser trinken, Wunden waschen – was wirklich riskant ist!
27:06 – 28:40 Gartenschlauch, Solardusche, Autowaschanlagen und Geschirrspüler – ein unterschätztes Risiko?
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Food Fake News auf Social Media im Faktencheck (017)
2026/07/16
20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub mit Proteinshakes und einem Schuss Sahne? Adaptogene, die Stress besiegen? Eine Kur, die die Leber auf Knopfdruck reinigt? Ernährungs-Influencer:innen versprechen auf Social Media Wunder. Ernährungsmediziner und AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner analysiert Videos aus dem Netz und erklärt, was dran ist, was fehlt und woran man Desinformation sofort erkennt.
Proteinshakes statt Frühstück, Adaptogene gegen Stress, Saftkuren zum Entgiften der Leber, Darmreinigung über Nacht: Auf TikTok, Instagram und YouTube kursieren täglich Tausende Ernährungsvideos mit Heilsversprechungen, versteckter Werbung und Halbwahrheiten. Manche erreichen Millionen Menschen, die meist jung, sportbegeistert und auf der Suche nach dem schnellen Weg zur Wunschfigur sind.
In Folge 017 von “Mut zum Risiko” spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Ernährungsmediziner Johannes Pleiner und der Studentin Emily Kubera vom Wiener Uni-Projekt “Food Facts statt Fake News” am Podcast-Tisch Klartext. Gemeinsam nehmen sie fünf echte Social Media-Videos auseinander, nennen konkrete Warnsignale für Ernährungs-Fakenews und geben Hörer:innen das Werkzeug, das sie brauchen, um selbst zu erkennen: Fake News oder Food Fact !?
Was steckt in den fünf Challenge-Videos?
High-Protein-Diät & Proteinfasten: 16 kg in zwei Wochen – was wirklich passiert, wenn Muskelmasse schwindet statt Fett.
Adaptogene & Biohacking: Ginseng, Reishi, Maca – die dünne Studienlage hinter dem großen Versprechen.
Nahrungsergänzungsmittel: Warum ein Experte mit Medizin im Namen nicht automatisch ein Mediziner ist.
Leber-Detox: Sellerie, Limette, Apfel – was die Leber wirklich kann und was Presssäfte daraus machen.
Darmreinigung: Kefir, Leinsamen, Olivenöl – sinnvolle Lebensmittel in einem fragwürdigen Kontext.
Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media
Extreme Versprechungen: 20 Kilo in 3 Wochen, garantiert Muskeln aufbauen – Extremversprechen sind fast immer ein Warnsignal.
Versteckte Werbung: Greift die Person zufällig zum eigenen Produkt? Dann ist das kein Zufall.
Falsche Autorität: Ein Medizin-klingender Profilname ersetzt keine abgeschlossene Ausbildung – Hintergrund immer überprüfen.
Pseudowissenschaft: Studien belegen das – ohne Quellenangabe: Welche Studie? Bei wem? Mit welchem Effekt?
Emotionaler Druck: Du MUSST zu dieser Community gehören – Community-Appelle manipulieren statt zu informieren.
Kapitel
00:00 - 03:59 Influencer-Video: 20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub. Ernährungsmediziner: Was stimmt, was fehlt, was ist gefährlich?
04:00 - 07:16 Wie erkenne ich Falschinformationen? Taktiken und Querchecks. Wie gefährlich können Desinformationen wirklich werden?
07:17 - 08:35 Warum treffen Food Fake News junge Zielgruppen besonders hart?
08:36 - 09:53 Warnsignale – Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media
0954 - 11:47 Challenge-Start: Emily Kubera & das Projekt Food Facts statt Fake News
11:48 - 13:42 Challenge Video 1: High-Protein-Diät & Proteinfasten
13:43 - 15:44 Challenge Video 2: Adaptogene & Biohacking
15:45 - 18:20 Challenge Video 3: Nahrungsergänzungsmittel & selbsternannte Expert:innen
18:21 - 21:24 Challenge Video 4: Detox & Leberreinigung
21:25 - 24:04 Challenge Video 5: Darmreinigung & Mikrobiom
24:05 - 27:00 Takeaways: Hinterfragen, Querchecken, Wundermitteln misstrauen
27:01 - 27:48 Abschluss & Verabschiedung
Medienkompetenz als Schutz
Der AGES Risikobarometer 2024 zeigt: Österreicher:innen vertrauen bei Ernährungsfragen häufig schnell verfügbaren, emotional aufgeladenen Quellen, auch wenn sie der Wissenschaft widersprechen. Diese Folge dreht das Verhältnis um: Evidenzbasierte AGES-Expertise erklärt, was hinter den Trends steckt, und stärkt die Medienkompetenz besonders bei jungen Zielgruppen, die täglich mit diesen Inhalten konfrontiert sind.
Seriöse Quellen zum Querchecken
Österreichische Ernährungsempfehlungen
Ernährungsempfehlungen auf einen Blick (AGES)
Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE)
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
AGES Risikobarometer: Risikoeinschätzung verschiedener Berufsgruppen
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Im Kontext: Ebola (016)
2026/06/10
Vor wenigen Tagen zeigte eine 19-jährige Caritasmitarbeiterin nach ihrer Rückkehr aus Uganda Krankheitssymptome. Der Verdacht: Ebola – ein Wort, das sofort Bilder von schweren Krankheitsausbrüchen und hoher Sterblichkeit hervorruft. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich – vor allem jetzt, nach dem aktuellen Verdachtsfall in Österreich?
Was diese Krankheit eigentlich ist, wie in dem Fall der jungen Oberösterreicherin gehandelt wurde, und wieso nicht nur medizinische Faktoren entscheidend sind, ordnen wir in unserem neuen Format "Mut zum Risiko - Im Kontext" für euch ein – kurz, faktenbasiert und verständlich.
Vielen Dank an unsere Interviewpartner:innen:
Dr. med. univ. Alexander Indra, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Hygiene in der AGES
Marcus Bachmann, Berater für humanitäre Angelegenheiten von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen – Österreich
Dr. Barbara Tucek, MSc, Leiterin der Abteilung Klinische Begutachtung Sicherheit & Wirksamkeit in der AGES
Kapitel:
0:50 - 2:47: Einordnung
2:48 - 3:23: Faktencheck & Risiko
3:24 - 6:35: Internationale Lage
6:36 - 8:20: Herausforderung Impfung & Behandlung
8:21 - 9:28: Fazit
Weiterführende Links:
https://www.who.int/health-topics/ebola
https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/ebola
Ebola disease
Ebola disease outbreak in the Democratic Republic of the Congo and Uganda
Ebola | European Medicines Agency (EMA)
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Unsichtbarer Parasit: Das wurmt nicht nur den Fuchs (015)
2026/05/29
Viele Menschen sind gerne draußen unterwegs, sammeln Pilze und pflücken Beeren, arbeiten im eigenen Garten oder spazieren mit dem Hund durch Wald und Wiese. In der Natur gibt es auch unsichtbare Begleiter: Parasiten wie die Echinokokken, besser bekannt als Bandwürmer. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ nimmt uns Dr. Walter Glawischnig, Leiter der Abteilung für Pathologie und Parasitologie der AGES in Innsbruck, mit in die faszinierende Welt dieser Organismen.
In Folge 015 reden wir über den kleinen Fuchsbandwurm, seinen Lebenszyklus und die Rolle von Füchsen und Nagetieren als End- bzw. Zwischenwirte. Vor allem im Westen Österreichs ist der kleine Fuchsbandwurm in der Fuchspopulation weit verbreitet.
Der Mensch kann im Lebenszyklus des kleinen Fuchsbandwurms als Fehlzwischenwirt fungieren, wenn er Eier des Parasiten aufnimmt, zum Beispiel über verunreinigte Lebensmittel aus dem Wald oder dem eigenen Garten. Dabei kann es zum Krankheitsbild der alveolären Echinokokkose kommen, bei dem die Leber langsam zerstört wird. Sie gilt als selten, kann jedoch schwer verlaufen und erfordert oft eine langwierige Behandlung.
Walter erklärt, worauf man achten sollte, um das eigene Risiko zu reduzieren und gibt auch konkrete Tipps für Hundebesitzer:innen.
Kapitel:
01:08 - 08:31: Einleitung, Aufgaben der Pathologie und Parasitologie, Einführung Parasiten
08:32 - 12:03: Bandwürmer und kleiner Fuchsbandwurm
12:03 - 16:54: Mensch und Maus als (Fehl-) Zwischenwirt
16:55 - 36:24: Erkrankung, Diagnose, Krankheitsfälle, Behandlung
36:25 - 42:37: Wer erkrankt? Risikofaktoren und Infektionsweg
42:38 - 46:13: Rolle von Hunden
46:14 - 51:24: Konkrete Tipps und Abschied
Weiterführende Links:
Fuchsbandwurm - AGES
Zoonosen - AGES
Bärlauch - AGES
Fuchsbandwurm (alveoläre Echinokokkose)
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
40 Jahre Tschernobyl – Wer uns heute vor Radioaktivität schützt (014)
2026/04/21
Am 26. April 1986 erschütterte der Reaktorunfall von Tschernobyl ganz Europa. 40 Jahre später stellen sich viele noch immer dieselben Fragen: Spüren wir die Folgen heute noch? Und wären wir auf einen ähnlichen Unfall vorbereitet? In dieser Folge sprechen wir mit Christian Katzlberger, dem Leiter des Strahlenschutzes in der AGES, darüber, was damals in Österreich passiert ist und was wir daraus gelernt haben. Wir erklären, warum Österreich durch die radioaktive Wolke besonders betroffen war, wie das Strahlenfrühwarnsystem Leben schützte und warum Cäsium heute fast nur noch im Waldboden messbar ist. Außerdem räumen wir mit einem Mythos auf: Der größte Teil unserer Strahlenbelastung kommt nicht von Atomkraftwerken oder Kernwaffentests, sondern aus ganz natürlichen Quellen. Eine Folge voller Wissen statt Angst – und darüber, wie Strahlenschutz heute funktioniert.
Kapitel:
00:00 - 04:41 Einleitung: Erinnerungen an Tschernobyl & Fukushima
04:42 - 06:44 Was ist im Atomkraftwerk Tschernobyl tatsächlich passiert?
06:45 - 08:49 Die radioaktive Wolke traf Österreich stärker als andere Länder
08:50 - 14:49 Strahlenfrühwarnsystem & Schutzmaßnahmen in Österreich
14:52 - 22:17 Cäsium‑Belastung in Böden, Pilzen & Wild damals und heute
22:18 – 27:49 Strahlenkuchen: Radioaktivität im Alltag vor allem natürliche Strahlung
27:50 – 31:25 Risikowahrnehmung: Warum wir Risiken oft falsch einschätzen
31:26 - 37:47 Strahlenschutz: Wie überwacht Österreich Radioaktivität heute?
37:48 - 42:16 Was passiert im nuklearen Notfall? Notfallpläne und Schutzmaßnahmen
42:17 - 46:00 Was haben wir aus Tschernobyl gelernt?
46:01 - 49:39 Take-Home-Messages und Abschluss
Links:
40 Jahre Tschernobyl: Manche Pilze erinnern sich noch daran
40 Jahre Tschernobyl: Moderne Strahlenschutzsysteme schützen Österreich
Nukleare Notfallvorsorge
Radioaktivität und Strahlung in Österreich
Radioaktivität in der Umwelt
Cäsium-137-Belastung in Österreich
Radon - Risiko, Radonmessung & Schutz
Gast: Mag. Dr. Christian Katzlberger, Leiter Strahlenschutz in der AGES
Moderation: Roland Achatz
Feedback: [email protected]
www.ages.at/podcast
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Sum, Sum, Sum – alles zur Biene und drum herum (013)
2026/03/13
Honig- und Wildbienen sind entscheidend für Bestäubung, Biodiversität und unsere Ernährung. Doch was brauchen sie für ein gesundes Leben und welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? AGES-Expertin Linde Morawetz bringt uns die Bienen näher, erklärt warum heimische Blütenpflanzen so wichtig sind und wie jede und jeder einen Beitrag zu deren Gesundheit leisten kann. Außerdem sprechen wir über Krankheiten und Schädlinge wie die Varroamilbe, die Amerikanische Faulbrut und die Asiatische Hornisse. Wir werfen einen Blick in aktuelle Projekte zum Bienenschutz und zeigen, wie Forschung und Imkerei zusammenarbeiten, um Bienen zu schützen.
Kapitel:
00:00 - 04:40: Einleitung und Vorstellung Expertin, Abteilung Bienengesundheit
04:41 - 06:05: Was sind Bienen?
06:06 - 11:07: Projekt Zukunft Biene, Faktoren für die Gesundheit der (Honig)biene
11:08 - 15:25: Bienensterben
15:26 - 24:13: Bienenkrankheiten und Schädlinge: Varoamilbe, Asiatische Hornisse, Amerikanische Faulbrut
24:13 - 25:46: Was kann man als Privatperson für Bienen tun?
25:47 - 28:19: Citizen Science Projekte
28:20 - 35:49: Zuhörer:innen Fragen und Arbeit zum Bienenschutz
35:50 - 38:04: Take-Home-Messages und Abschluss
Links:
Bienengesundheit & Bienenkrankheiten
Warndienst Bienengesundheit
Amerikanische Faulbrut
Varroamilbe
Vespa velutina - Bienengesundheit
Tropilaelapsmilbe
Kleiner Bienenstockkäfer
Zukunft Biene
Citizen Science-Projekt Urbanbee
AGES Bienenstock Livestream
Gast: Mag. Dr. Linde Morawetz, Senior Expert für Bienengesundheit, Abteilung für Bienenkunde und Bienenschutz in der AGES
Moderation: Elisabeth Dottolo
Feedback: [email protected]
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Hinter dem Beipackzettel: Wer für sichere Medikamente sorgt (012)
2026/02/06
Unerwünschte Nebenwirkungen, gefälschte Arzneimittel, dubiose Internetapotheken: Was macht ein Medikament wirklich sicher – und wer prüft das? In dieser Folge sprechen wir mit unserem Experten Günter Waxenecker darüber, wie Kontrolle, Zulassung und Überwachung zusammenwirken, um Patient:innen zu schützen.
Arzneimittel retten Leben – aber nur, wenn sie sicher sind. In Österreich gibt es über 12.000 zugelassene Arzneimittel, fast 5.000 davon sind rezeptfrei erhältlich. Doch wer sorgt dafür, dass all diese Produkte sicher bleiben? Wer prüft Medikamente, bevor sie in Apotheken liegen? Und was passiert, wenn sie längst am Markt sind? In unserer neuen Podcast-Folge „Mut zum Risiko“ gehen wir diesen Fragen nach im Gespräch mit DI Dr. Günter Waxenecker, Leiter der AGES-Medizinmarktaufsicht und Verfahrensleiter des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
Klar und verständlich erklärt Waxenecker, wie Arzneimittel geprüft, zugelassen und auch nach ihrer Markteinführung kontinuierlich überwacht werden. Er spricht über Verantwortung und Vertrauen, über ethische Standards in klinischen Studien, über Gendermedizin und die Lehren aus vergangenen Arzneimittelskandalen wie Thalidomid/Contergan.
Ein zentrales Thema ist die Pharmakovigilanz – also das wachsame Beobachten von Nebenwirkungen. Günter Waxenecker zeigt im Gespräch mit Podcast-Host Roland Achatz, wie aus jeder Meldung ein Beitrag zur Patient:innensicherheit wird. Die Botschaft: Sicherheit ist kein Zustand – sie ist ein Prozess. Er erklärt, warum der verantwortungsvolle Umgang mit rezeptfreien Arzneimitteln so wichtig ist und was es mit dem Claim "Medikamente sind keine Bonbons" auf sich hat.
Auch aktuelle Fragen kommen zur Sprache: Welche Arzneimittel werden am häufigsten gefälscht – und welche Risiken bergen sie? Worauf können Verbraucher:innen insbesondere bei Internetapotheken achten? Mit Geschichten, Zahlen und persönlichen Einblicken zeigt die neue Folge von „Mut zum Risiko“, dass hinter jedem Beipackzettel Menschen stehen, die die Sicherheit unserer Arzneimittel im Blick haben.
Mehr Informationen & Meldeportal für Nebenwirkungen: www.basg.gv.at / www.ages.at
Kapitel:
(00:57) Einleitung, Vorstellung Gast und Aufgaben in der AGES
(02:32) Werdegang Günter Waxenecker
(04:26) Medizinmarktaufsicht & Arzneimittelüberwachung
(06:43) Vom Wirkstoff zum Medikament
(12:51) Prüfung Arzneimittel
(17:45) Contergan-Skandal
(22:27) Zulassung Arzneimittel
(27:01) Nebenwirkungen
(33:36) Arzneimittelsicherheit als Community-Leistung (Med Safety Week)
(37:13) Was passiert nach der Nebenwirkungsmeldung?
(38:10) Beipackzettel
(41:07) Rezeptpflichtig oder nicht?
(43:34) Fehler in der Einnahme/am Etikett
(45:43) Internetapotheken
(47:43) Illegale Arzneimittel
(53:27) Verbraucher:innen-Tipps
Hilfreiche Links:
„Medikamente sind keine Bonbons!“ - AGES#MedSafetyWeek: Gemeinsam für sichere Arzneimittel! - AGESOnline-Meldung von Nebenwirkungen human - BASGElektronisch einsehbare Fach-/Gebrauchsinformationen im ArzneispezialitätenregisterArzneimittel im Internet-Versandhandel
Gast: DI Dr. Günter Waxenecker, Leiter der Medizinmarktaufsicht in der AGES
Moderation: Roland Achatz
Feedback: [email protected]
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Wie man Spielzeug professionell kaputt macht und warum (011)
2025/11/28
Kinder spielen gerne. Allerdings ist ihr Spielzeug nicht immer dafür geeignet, manchmal sogar gefährlich: Unsere Spielzeug-Expertin Daniela Schachner untersucht hunderte Spielzeuge im Jahr und findet regelmäßig Produkte, die die Gesundheit der Kinder gefährden können. Warum das so ist und wie sie Spielzeug auf Herz und Knopfzellen prüft, erzählt sie in Folge 11 unseres Podcasts.
Die Anforderungen an Spielzeug sind in der EU umfangreich geregelt. Mit der unlängst beschlossenen neuen EU-Spielzeugverordnung wird das Schutzniveau für Kinder nochmals angehoben. Und dennoch werden diese Anforderungen von den Herstellern, vor allem im Billig-Spielzeug-Segment, oft nicht eingehalten.
Um diese Produkte erst gar nicht in die Hände (oder auch in den Mund) von Kindern gelangen zu lassen, untersuchen AGES Expertin Daniela Schachner und ihre Kolleg:innen hunderte Spielsachen im Jahr, von der Plastikfigur über Plüschtiere bis hin zur Indoor-Rutsche. Wie sie das machen? Im Prinzip geht es darum, das Spielzeug auf verschiedene raffinierte Art und Weisen kaputt zu machen: Lösen sich Kleinteile, die leicht verschluckt werden können? Enthalten sie verbotene Weichmacher oder lösen sich Chemikalien aus dem Spielzeug, wenn ein Kleinkind darauf herumlutscht? Bricht das Klettergestell, wenn die Kinder darauf herumhüpfen? Bringt die Tröte das Trommelfell fast zum Reißen? Und, und und….
Kapitel:
(00:55) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES
(03:27) Wie sieht ein Tag in der Spielzeugkontrolle aus?
(04:40) Definition Spielzeug
(07:20) Spielzeugverordnung, rechtlicher Rahmen
(08:12) Neue EU-Spielzeugrichtlinie
(12:29) Wie kommt ihr zu den Produkten, die ihr kontrolliert?
(15:52) Spielzeugprüfung auf Herz und Nieren
(23:52) Produktrückrufe, Beanstandungsquote
(28:23) Pflichten für Hersteller
(30:44) Gefährlichste Beanstandungen
(33:42) Tipps für Konsument:innen
Weiterführende Links:
Spielzeug-Empfehlungen
Augen auf beim Spielzeugkauf
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Da lachen die Hühner nicht - Vogelgrippe im Fokus (010)
2025/10/30
Vogelgrippe, Geflügelpest, aviäre Influenza … welcher Name auch immer gewählt wird, diese Erkrankung ist in ihren Auswirkungen aufs Geflügel nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2024 mussten aufgrund von Ausbrüchen in Österreich über 200.000 Tiere gekeult, also getötet, werden. Warum das notwendig ist, was die Vogelgrippe ist und welche Schutzmaßnahmen es gibt, das erklärt uns die Expertin Irene Zimpernik.
In Folge 010 reden wir darüber, warum die Vogelgrippe so ein großes Thema ist. Unsere Gästin Irene erklärt uns die verschiedenen Stämme der aviären Influenza-Viren und welche Symptome sie auslösen können – bei Vögeln, Säugetieren, und beim Menschen. Wir besprechen die Rolle von Wildvögeln in der Übertragung, welche Kaskade bei einer positiven Testung ausgelöst wird und wie die AGES die Situation überwacht. Außerdem gibt uns Irene konkrete Tipps, wie man das eigene Geflügel am besten schützt und was man - auch als Nicht-Tierhalter:in - tun kann, dass das Virus sich nicht ausbreitet.
Kapitel:
(01:13) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES
(06:25) Das Aviäre Influenza Virus
(08:28) Können sich alle Vögel anstecken?
(09:17) HPAI und LPAI
(10:14) Saisonalität und Veränderungen des Virus
(11:26) Wildvögel: Rolle als Überträger, Symptome, Warnsignale
(13:58) Geflügel: Biosicherheitsmaßnahmen und letzte Ausbrüche
(15:52) Überwachung Österreich und Europa
(17:17) Vogelgrippe bei Säugetieren / Milchkühe in den USA
(19:27) Europäische Forschungsprojekte
(20:45) Vogelgrippe beim Menschen
(21:53) Symptome beim Geflügel / Maßnahmen / Wirtschaftliche Auswirkungen
(29:00) Tipps für Geflügelhalter:innen / Meldepflicht
(32:34) Lebensmittel
(33:05) Wo kann ich mich informieren?
(34:17) Verabschiedung und Zusammenfassung
Weiterführende Links:
Vogelgrippe - AGES
AGES Nationales Referenzlaboratorium für Aviäre Influenza - AGES
Aviäre Influenza (Vogelgrippe, Geflügelpest) - KVG
FAQs zur Aviären Influenza - KVG
Tierseuchenradar - AGES
Projekt Constanze 2 - AGES
Für Tierhalter:innen: VIS Registrierung für Tierhaltungen
Informationsvideos:
Vogelgrippe verstehen – erkennen - vermeidenVogelgrippe erkennenKrankheitsanzeichenMeldepflicht Geflügelhaltung
Mut zum Risiko Folge 005 zur Maul- und Klauenseuche
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Nichts für die Tonne: Wir gehen Lebensmittelverschwendung auf den Grund (009)
2025/08/29
Eine Million Tonnen Lebensmittelabfälle oder 800 Euro pro Haushalt landen in Österreich jährlich in der Tonne. Wir blicken in Podcast-Folge 009 gemeinsam mit unserer Expertin Katharina Fister in die Trickkiste, wie wir unnötige Lebensmittelverschwendung durch kleine Anpassungen im Umgang mit unseren Lebensmitteln reduzieren und damit gleichzeitig der Umwelt und sozial Bedürftigen helfen können.
Lebensmittelverluste geschehen entlang der gesamten Lebensmittel(produktions)kette: von der Landwirtschaft bis zum Haushalt. In Österreich wird am meisten in Privathaushalten weggeschmissen. Wie es Lebensmittelverschwendung durch kleine Anpassungen beim Planen, Einkaufen, Lagern und dem richtigen Umgang mit unseren Lebensmitteln vermieden werden, das erklärt uns Katharina Fister.
Im Podcast reden wir darüber, was das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet und was ein nachhaltiges Lebensmittel- und Ernährungssystem ist. Katharina erzählt von einem spannenden Projekt gegen Lebensmittelverschwendung mit Schülerinnen, das leicht nachzumachen ist.
Und Lebensmittelverschwendung hat neben Auswirkungen auf die Umwelt und Wirtschaft auch eine soziale Komponente: Während in Österreich über eine Million Tonnen Lebensmittel verschwendet werden, sind eine Million Menschen von Ernährungsarmut betroffen. Initiativen wie Tafeln und Sozialmärkte versuchen, diese gravierende Lücke etwas zu schließen.
Gast: DI Katharina Fister, BsC, Leiterin der Servicestelle für nachhaltige Lebensmittel- und Ernährungssysteme im Geschäftsfeld Lebensmittelsicherheit der AGES
Moderation: Elisabeth Dottolo
Feedback: [email protected]
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Kapitel
01:31 Vorstellung der Expertin Katharina Fister
03:45 AGES Kompetenzzentrum Lebensmittelkette
07:18 Future Foods - Projekt
09:35 Lebensmittelverschwendung
16:50 Mindesthaltbarkeitsdatum
20:19 Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung
23:33 Ernährungsunsicherheit
25:44 Richtige Lagerung von Lebensmitteln
28:05 Schulprojekt mit HBLA Pitzelstätten
37:13 Wordrap: Lebensmittelverschwendung
41:36 Zusammenfassung
33:43 bis 34:24 Take Home Messages und Abschluss
Weitere Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung:
AGES Podcast-Übersicht Folge 009 – Nichts für die Tonne: Wir gehen Lebensmittelverschwendung auf den GrundTipps für die Küchenhygiene und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln Sicher kochen - AGESLebensmittelabfallaufkommen selbst erheben oder Schulprojekt starten: Tipps für ein LebensmitteltagebuchWanderausstellung GewissensBISS für mehr Bewusstsein rund um LebensmittelabfälleLeitfaden für die Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen Empfehlungen für Schulen: Reducing consumer food waste - PublicationsDisclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Mission Possible: Die Genbank als Arche der Pflanzenvielfalt (008)
2025/08/08
Was haben Tom Cruise, Eisbären und österreichischer Roggen gemeinsam? Sie alle spielen eine Rolle in einer wahren Mission zur Rettung der pflanzlichen Vielfalt. Begleite Sylvia Vogl von der AGES auf eine abenteuerliche Reise zum Global Seed Vault in Spitzbergen – der "Arche Noah" für unsere Ernährungssicherung der Zukunft. Mit dabei: Mohn aus dem Mühlviertel, schöne Erlebnisse und die Erkenntnis, dass echte Held:innen nicht nur Action, sondern auch Ackerbau können.
Klimawandel, Wetterextreme und Dürren sind im Risikobarometer der AGES immer unter den Top-Sorgen der Österreicherinnen und Österreicher. Gerade jetzt wo es in ganz Europa wieder brennend heiß ist, angesichts von Biodiversitäts-Verlust und Naturkatastrophen, die die Vielfalt unserer heimischen Pflanzenwelt bedrohen, ist es wichtig, die genetischen Eigenschaften von agrarischen Nutzpflanzen, von Heil- und Gewürzkräutern zu erhalten. Unsere Expertin und Botanikern Sylvia Vogl ist die Kuratorin der größten Genbank Österreichs in Linz. Im Podcast spricht Sie über Ihre Mission: die Bewahrung der pflanzengenetischen Vielfalt für kommende Generationen.
Gast: Mag.Dr. Sylvia Vogl, Botanikerin und Genbank-Kuratorin am Institut für Saat- und Pflanzgut, Pflanzenschutzdienst und Bienen im Geschäftsfeld Ernährungssicherung der AGES
Moderation: Roland Achatz
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Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
Radon: Der strahlende Übeltäter im Eigenheim (007)
2025/06/27
Das radioaktive Edelgas Radon ist in Österreich die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Ungefähr 10% der Lungenkrebstoten werden durch Radon verursacht. Jährlich sterben sogar mehr Menschen durch Radon als im Straßenverkehr. Trotzdem gibt die Mehrheit der befragten Bevölkerung an, nichts über Radon zu wissen. In der Podcast-Folge 007 führt uns die Expertin Valeria Gruber ins Thema Radon ein. Sie erklärt uns, was es mit diesem radioaktiven Edelgas auf sich hat, und warum man dieses Thema auf keinen Fall ignorieren sollte.
Gast: Dipl.-Ing. Dr. Valeria Gruber, Leiterin der Fachstelle Radon der AGES in Linz.
Moderation: Elisabeth Dottolo
Diese Folge wurde am 07.05.2025 aufgenommen.
Feedback: [email protected]
www.ages.at/podcast
Kapitel
00:00 bis 00:33 Teaser
01:18 bis 06:03 Einleitung & Vorstellung Expertin und Fachstelle Radon
06:04 bis 07:09 Risikoeinschätzung Radon
07:10 bis 08:03 Was ist Radon?
08:04 bis 10:08 Geographische Verteilung, Radonkarte & Radonschutzgebiete
10:09 bis 12:59 Warum ist Radon gefährlich?
13:00 bis 14:16 Strahlenkuchen
14:17 bis 16:33 Radonmessung
16:34 bis 17:43 Wie kommt das Radon ins Haus?
17:44 bis 20:14 Maßnahmen
20:15 bis 23:24 Radon Einheit / Referenzwert
23:25 bis 25:45 Kernspurendetektoren und Messkampagnen
25:46 bis 27:19 Hausbau
27:20 bis 28:45 Radonkur
28:46 bis 29:55 Überwachung von Radon
29:56 bis 31:05 Wie lange weiß man schon von Radon?
31:06 bis 33:42 Webseiten, interaktives Radonhaus und weitere Informationen
33:43 bis 34:24 Take Home Messages und Abschluss
34:25 bis 35:23 Wrap Up
Weitere Informationen zum Thema Radon:
Folge 007 – Radon: der strahlende Übeltäter im Eigenheim - AGESRadon - Risiko, Messung & Schutz - AGESInteraktive RadonkarteMultimediales RadonhausFachstelle für RadonRadon - BMLUKStrahlenkuchen - Radioaktivität und Strahlung in Österreich 2023 - Daten und BewertungEuropean Atlas of Natural RadiationVeranstaltungstermine - Fachstelle für Radon
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
CSI AGES: Krankmachenden Keimen in unserem Essen auf der Spur (006)
2025/06/06
Listerien in Käse, Salmonellen in Kebab oder Campylobakter am Schneidbrett – unsere Lebensmittel-Detektive sind krankmachenden Keimen im Essen auf der Spur! Unsere Expertin und Epidemiologin Sabine Maritschnik spricht über die Ausbruchsabklärung von lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen und erklärt, wie die AGES mit modernster Analytik, kriminalistischen Methoden und viel Feingefühl den Ursachen solcher Ausbrüche auf die Spur kommt und gibt praktische Tipps zur Küchen-Hygiene.
Passend zum Tag der Lebensmittelsicherheit am 7. Juni widmen wir uns dem Thema der „lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche“. Was lernen wir? Eine Lebensmittelvergiftung ist kein Spaß: Krankheitserreger wie Salmonellen, Campylobacter, STEC, Noroviren, Yersinien verursachen jährlich tausende Erkrankungsfälle, bei Listerien beispielsweise liegt die Sterblichkeitsrate bei 20 Prozent. Der Täter ist übrigens nicht immer der Gärtner, aber es gibt sehr viel Wissen über die krankmachenden Keime in unserem Essen. Wir können auch im Haushalt sehr viel tun, um das zu verhindern – Stichwort: Küchenhygiene.
Lebensmittelsicherheit beginnt zu Hause:Der Großteil lebensmittelbedingter Erkrankungen entsteht im eigenen Haushalt. Fehler bei Lagerung, Transport oder Zubereitung können dazu führen, dass ein an sich sicheres Lebensmittel gesundheitsschädlich wird. Im Rahmen der EU-weiten Informationskampagne #Safe2Eat informiert die AGES daher gemeinsam mit der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) über Risiken und Möglichkeiten, diese Risiken im Alltag zu verringern, wie zum Beispiel die die korrekte Lagerung von Obst und Gemüse oder auch Tipps fürs Grillen im Sommer.
Mehr Infos zur Lebensmittelsicherheit & Küchenhygiene finden Sie unter:
Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche - AGESSicher kochen & Küchenhygiene-Tipps -AGESProduktwarnungen & Produktrückrufe - AGESAGES-Radar für Infektionskrankheiten - AGESFallbeispiel 1 ECDC & EFSA: Länderübergreifende Ausbruchsabklärung von Salmonella Strathcona ST2559 im Zusammenhang mit Verzehr von Tomaten in EU/EWR und UKFallbeispiel 2: Eurosurveillance: Multinationaler Untersuchung eines Ausbruchs von Salmonella Umbilo zeigt Rucola und Babyspinat als wahrscheinliche Infektionsquelle, Europa, 2024Kapitel:
02:02 Persönliche Vorstellung
06:42 Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche
10:22 Wie wird der Täter schnell ermittelt?
22:48 Risiken durch Salmonellen
29:32 Risken durch Camplyobakter
32:26 Risiken durch Listerien
38:14 Wie wird man Lebensmittel-Detektiv:in?
42:41 Wie funktioniert die nationale Zusammenarbeit?
45:06 Produktwarnungen
46:17 Wie wird in Österreich sichergestellt, dass keine Keime in Lebensmitteln sind?
47:38 Was sind die gefährlichsten Erreger?
49:16 Wie schaut man in die Zukunft?
50:32 Küchen-Hygiene & Tipps für zu Hause
Gast: Sabine Maritschnik, MPH, RDN - Ausbruchsabklärung am Institut für Infektionsepidemiologie im Geschäftsfeld Öffentliche Gesundheit der AGES
Moderation: Roland Achatz
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Totgeglaubte leben länger: Die Maul- und Klauenseuche steht nach Jahrzehnten vor der Tür (005)
2025/04/17
Mit der Maul- und Klauenseuche trat heuer in Europa plötzlich wieder eine gefürchtete Tierseuche in Erscheinung, von der man geglaubt hatte, dass sie auf unserem Kontinent längst zur Vergangenheit gehört. Als im März sowohl Ungarn als auch die Slowakei Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche meldeten, schrillten auch in Österreich die Alarmglocken. Schließlich liegen zwei Betriebe in unmittelbarer Grenznähe zu Österreich. Die Überwachungszonen, die in einem derartigen Fall eingerichtet werden müssen, reichen bis auf österreichisches Staatsgebiet.
Für den Menschen ist die Maul- und Klauenseuche zwar ungefährlich, sie bringt allerdings großes Tierleid und wirtschaftlichen Schaden mit sich.
Unser Experte Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schmoll erklärt uns, was es mit der Maul- und Klauenseuche auf sich hat, was er und sein Team leisten, um die Situation zu überwachen und wie jeder von uns einen Beitrag leisten kann, dass das Virus nicht nach Österreich kommt.
Mehr Infos zur Maul- und Klauensuche finden Sie unter:
Maul- und Klauenseuche - AGES
Maul- und Klauenseuche FAQs - AGES
Maul- und Klauenseuche Infoblatt kurz und knapp
Tierseuchenradar - AGES
Maul- und Klauenseuche (MKS) - KVG
Kapitel:
01:54 - 05:08 Persönliche Vorstellung und Lebenslauf
05:20 - 08:21 Tätigkeiten der Tiergesundheit AGES und Ausbrüche
08:22 - 11:16 Aktuelle Lage Maul- und Klauenseuche
11:17 - 13:30 Was ist die Maul- und Klauenseuche?
13:31 - 15:58 Wie wird MKS übertragen? + Maßnahmen
15:59 - 17:32 Der letzte große Ausbruch 1973
17:33 - 21:44 Ablauf Verdachtsfall und Untersuchungen
21:45 - 22:52 Warum wird gekeult?
22:53 - 24:32 Wirtschaftliche Auswirkungen MKS
24:36 - 25:32 Freiheit von MKS
25:33 - 28:25 MKS Impfung
28:26 - 31:11 Was kann ich tun, um einen Beitrag zu leisten?
31:13 - 32:23 Wie lange überlebt das Virus?
32:24 - 33:07 Haustiere
33:11 - 34:22 Take Home messages + Wo kann ich mich weiter informieren?
34:23 - 35:20 Abschluss
Gast: Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schmoll, Leiter des Geschäftsfelds Tiergesundheit & Leiter des Institutes für Veterinärmedizinische Untersuchungen, Mödling in der AGES
Moderation: Elisabeth Dottolo
Feedback: [email protected]
www.ages.at/podcast
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
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