
Werben im Podcast: Drama QuWiens - Ein Wiener Theaterpodcast
Dieser Podcast hat
21 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DramaQuWiensExplizit
Ja
Erstellt am
2025/03/15
Neueste Episode
2026/09/30
Durchschnittsdauer
36 min.
Veröffentlichungsintervall
35 Tage
Beschreibung
Hi :) Wir sind Lara, Annkathrin und Mirijam und wir lieben Theater, Theaterwissenschaft und Feminismus. In diesem Podcast wollen wir mit euch über die Wiener Theaterwelt sprechen, Stücke analysieren und aus feministischer Sicht betrachten. Außerdem lachen wir viel. Wir geben gern unseren Senf dazu – und wo kann man das besser als in einem Podcast? Wir sind neu im Podcast-Game, also freuen wir uns sehr über eure Ideen und Vorschläge. Hit us up! Und jetzt … Bussi und Vorhang auf! Viel Spaß! Eure Drama-QuWiens 👑 Unser Instagram Profil: https://www.instagram.com/dramaquwiens?igsh=c3E3MzRnb
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"Düntz Düntz" - "Die Düntzer Rhapsodie" mit Barbara Maria Angermaier, Marika Rainer und Ivan Strelkin
2026/09/30
Hello again :)
Wir waren in Düntz. Also – irgendwie waren wir alle schon mal in Düntz: einem Dorf am Land, in dem die Zeit ein bisschen anders zu vergehen scheint als in der großen Stadt.
Wir haben uns im Theater Drachengasse „Die Düntzer Rhapsodie“ angesehen – ein Stück über Stadt und Land, übers Weggehen und Zurückkommen, über Heimat, Zugehörigkeit und darüber, was passiert, wenn in Wien plötzlich 30 Jahre vergehen, während in Düntz gerade einmal ein Tag vergangen ist.
Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über das Aufwachsen am Land und das Leben in der Stadt, über Heimat und Zugehörigkeit, über gesellschaftliche Veränderungen und darüber, warum die Inszenierung gleichzeitig provoziert und sich für uns trotzdem wie eine „wohltuende Umarmung“ angefühlt hat.
Außerdem reden wir über Barbiepuppen und Stofftiere, über Riesentomaten im Wien der Zukunft, über Dialekte und darüber, warum es manchmal wichtiger ist, dazuzugehören, als verstanden zu werden.
Außerdem haben wir diesmal gleich drei Interviewgäst*innen:
✨ Barbara Maria Angermaier ✨✨ Marika Rainer ✨✨ Ivan Strelkin ✨
Barbara und Marika stehen in „Die Düntzer Rhapsodie“ auf der Bühne, Ivan hat gemeinsam mit Bianca Anne Braunesberger den Text geschrieben und Regie geführt.
Mit ihnen sprechen wir über die Entstehung von Düntz und des Düntzer Dialekts, über persönliche Erfahrungen mit Stadt und Land, über Heimat und Zugehörigkeit und darüber, wie Jodler, Rap, Barock und Mozart in einer Rhapsodie zusammenfinden.
Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps. 🩷
Zum Stück:„Die Düntzer Rhapsodie“Ort: Theater Drachengasse WienText: Ivan Strelkin & Bianca Anne BraunesbergerRegie: Ivan Strelkin
https://www.drachengasse.at/spielplan_detail.asp?id=1134
QuWiens-Tipps:
Support your local bands – besucht kleine Konzerte, Bars und Open Mics
„Ich möcht seicht sein“ im Kabinetttheater https://www.kabinetttheater.at/eintrag/elfriede-jelinek-ich-mochte-seicht-sein„Repor-TFM (Arbeitstitel)“ – eine Mockumentary über das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft https://youtu.be/BoWwwT9urEE?si=PeYcKmUuWnVOd63c Ton:Kevin Szilágyi
Viel Spaß beim Hören
Bussi 🩷
Daunenschaum - "Fretten" mit Martina Rösler und Nora Jacobs
2026/06/09
‼️ Wir möchten unbedingt, dass ALLE diese Folge erleben können! ‼️
Leider erlaubt Spotify derzeit nicht, eigene, vollständige Transkripte hochzuladen. Stattdessen werden nur automatisch erzeugte KI-Transkripte angezeigt – und die sind leider voller Fehler.
Deshalb findet ihr das von uns sorgfältig transkribierte Transkript aktuell nur über unseren Linktree.
Vielen Dank für euer Verständnis! ❤️
https://linktr.ee/dramaquwiens
Hello again :)
Wir waren im Kosmos Theater und haben uns dort „Fretten“ angesehen – nach dem Roman von Helena Adler, in einer Bühnenfassung von Anita Buchart und Mika Tacke.
„Fretten“ erzählt von einer Ich-Erzählerin, die zwischen Kindheit, Jugend und Mutterschaft ihren Platz in der Welt sucht. Es geht um das Aufwachsen auf dem Land, um Zugehörigkeit und Widerstand, um familiäre Erwartungen und um die Frage, wer man eigentlich sein möchte.
Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über Schaum, Germteig und Schmetterlinge, über Helena Adlers bildgewaltige Sprache, über Kindheitserinnerungen an das Dorfleben und darüber, wie sich Gebärden-, Laut- und Körpersprache auf der Bühne gegenseitig ergänzen können.
Außerdem reden wir über Daunentuchenten, Menopausen-Medusen, Reiffeissenverbonds, Mirijams Neologismen-Liebe und darüber, warum uns die Mehrsprachigkeit dieser Inszenierung so begeistert hat.
Außerdem haben wir gleich zwei Interviewgästinnen:✨ Martina Rösler ✨✨ Nora Jacobs ✨
Martina Rösler ist Choreografin der Produktion und Nora Jacobs hat als Awareness Eye die Zusammenarbeit zwischen Laut- und Gebärdensprache begleitet. Mit ihnen sprechen wir über die Entstehung von „Fretten“, über mehrsprachiges Theater, über Choreografie und Gebärdensprache und darüber, wie man Helena Adlers sprachgewaltigen Text auf die Bühne bringt.
Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.
Zum Stück:„Fretten“Ort: Kosmos Theater WienProduktion: TEATA & makemake
https://teata.at/fretten
QuWiens-Tipps:
Das posthume Helena-Adler-Porträt auf Ö1
https://oe1.orf.at/programm/20260512/831939/Helena-Adler-Ein-posthumes-Portraet
Wiener Opernsommer 2025
https://tickets.opernsommer.at/de/carmen-open-air
Ton:Kevin Szilágyi
Viel Spaß beim HörenBussi 🩷
"Clara Schumann - Living Legend" - "Ich sehe Clara" mit Agnes Hausmann
2026/05/19
Hello again :)
Wir waren im Theater Drachengasse und haben uns dort „Ich sehe Clara“ angesehen – ein Stück über eine Frau, die im 19. Jahrhundert ein gefeierter Superstar war (also wirklich – sie war eine richtige living legend) und an die heute trotzdem oft nur als „die Frau von Robert Schumann“ erinnert wird.
Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über Frauen* in der Geschichtsschreibung, über musikalischen Leistungsdruck, über Popstars damals und heute und darüber, wie Theater historische Figuren neu sichtbar machen kann.
Außerdem reden wir über Hula-Hoop-Reifen, über Fußballschuhe auf der Bühne, über Lady Gaga-Vergleiche und darüber, warum uns diese Inszenierung emotional so krass berührt hat.
Außerdem haben wir wieder eine Interviewgästin:✨ Agnes Hausmann ✨
Sie spielt Clara Schumann in der Produktion und spricht mit uns darüber, wie man ein ganzes Leben auf die Bühne bringt, warum Musik im Stück eine so große Rolle spielt und wie Theater dabei helfen kann, vergessene Künstlerinnen* wieder hörbar und sichtbar zu machen.
Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.
Zum Stück:„Ich sehe Clara“Ort: Theater Drachengasse WienRegie: Stefan Laskohttps://www.drachengasse.at/spielplan_detail.asp?id=1196
QuWiens-Tipps:
„SINE META DROM“ im Odeon Theaterhttps://www.odeon-theater.at/sine-meta-drom/„Fleabag“https://youtu.be/hYmENGPlNMk?si=zfVz0kcT5N8da4MoHört klassische Musik (vor allem die von Clara Schumann)https://open.spotify.com/intl-de/artist/2yzaWNFV3cxmcRZtwtr5WC?si=iVRqXBl2S1yP04tEb8u5qw
Ton:Kevin Szilágyi
Viel Spaß beim Hören
Bussi 🩷
"Dschungelpirat*innen" - "Leuchtfeuer" im Dschungel Wien (im Zuge des VRUMSTIVALS)
2026/05/11
Hello again :)
Wir waren im Dschungel.
Also nicht im echten Dschungel – wir waren im Dschungel Wien und haben uns dort „Leuchtfeuer“ angesehen, eine Tanzperformance im Rahmen des VRUMSTIVALS.
Wir sprechen heute unsere Seherfahrung: über Pirat*innenfamilien, Stürme, Bewegungssprache, Kindertheater und darüber, warum Tanz manchmal Dinge erzählen kann, für die Worte gar nicht ausreichen.
Außerdem reden wir über das VRUMSTIVAL bzw. VRUM – ein Kollektiv, das heuer sein zehnjähriges Jubiläum feiert und sich mit jungem Publikum, Tanz und Performance beschäftigt.
https://vrum.hr/de/homepage/
Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.
Zum Stück:
„Leuchtfeuer“
Regie: Sanja Tropp Frühwald
Ort: Dschungel Wien / VRUMSTIVAL
https://www.dschungelwien.at/event/leuchtfeuer
https://vrum.hr/de/projects/leuchtfeuer/
QuWiens-Tipps:
„The Pirates of Penzance“ in der Volksoper Wien
(R: Spymonkey)
https://www.volksoper.at/produktion/die-piraten-von-penzance-2026.de.html
„Die Fledermaus - Pride Edition“ in der Volksoper Wien
(Inszeniert von Robert Herzl)
https://www.volksoper.at/produktion/die-fledermaus-pride-edition-2026.de.html
„Rakete – Festival for New Choreographies“ im Tanzquartier Wien
https://www.tqw.at/festivals/rakete-2026
Ton:
Kevin Szilágyi
Viel Spaß beim Hören
Bussi 🩷
"Es hoamatlet" - "Die Infantin trägt den Scheitel links" mit Lisa Schrammel
2026/03/31
Zur Info für euch:
Beim Interview hat leider ein Mikro versagt. Unsere Interviewgästin hört man deshalb gut , uns… eher nicht so.
(Am besten mit Kopfhörern hören hihi, dann geht’s am besten.)
Hello again :)
Gemeinsam waren wir im Kosmos Theater und haben uns „Die Infantin trägt den Scheitel links“ angesehen, eine performative Sprechoper auf dem Heimatmisthaufen nach dem Roman von Helena Adler. Auf der Bühne: ein großer Misthaufen, viel Sprache, Musik und eine Geschichte über ein Mädchen, das auf einem Bauernhof aufwächst und sich ihren eigenen Weg durch ein katholisch geprägtes, patriarchales Umfeld bahnt.
Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über den Heimatbegriff, über Anti-Heimat, über Nostalgie und Ideologie und darüber, wie das Stück mit Bildern, Gerüchen und Sprache Erinnerungen und sehr persönliche Assoziationen auslösen kann. Außerdem reden wir über den berühmten Misthaufen auf der Bühne, über musikalische Momente zwischen Volkslied und Metal und über diese ganz besondere Theatererfahrung, wenn ein Raum voller Menschen gleichzeitig etwas erlebt, aber alle etwas anderes darin sehen.
Außerdem haben wir wieder eine Interviewgästin:
✨ Lisa Schrammel ✨
Sie ist Schauspielerin, Mitgründerin des Kulturvereins "Die Fabric" und künstlerische Leiterin der Produktion.
Mit ihr sprechen wir darüber, wie man einen Roman auf die Bühne bringt, warum Sprache im Stück eine so zentrale Rolle spielt und ob die Figur der Infantin als feministische Figur gelesen werden kann. Außerdem geht es um die Frage: Was bedeutet „Heimat“ eigentlich, persönlich, politisch und im Theater?
Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.
Zum Stück:
„Die Infantin trägt den Scheitel links“
Performative Sprechoper nach dem Roman von Helena Adler
Regie: Susanne Lietzow
Ort: Kosmos Theater Wien
https://kosmostheater.at/produktion/die-infantin-traegt-den-scheitel-links/
QuWiens-Tipps:
„Alessandro nell’Indie“ im Theater an der Wien
Premiere: 10. April
https://www.theater-wien.at/de/spielplan/saison2025-26/1513/Alessandro-nellIndie?gad_source=1&gad_campaignid=22669676543&gbraid=0AAAAAD2OmIdd1XJMgm0T1kIPl_wT4n7FH&gclid=Cj0KCQjw4a3OBhCHARIsAChaqJNarUiQHdc7L73RWrdUDBTNuJ7KNvEs68vH4TkomPOqgDndLUJ5imcaAhT-EALw_wc
Ausstellung „Animalia. Von Tieren und Menschen“ in der Heidi Horten Collection
https://hortencollection.com/ausstellungen/aktuell
Ton:
Kevin Szilágyi
Bussi 🩷
"Am Schwarzenbergplatz 1" - "Lysistrata" mit Markus Edelmann
2026/03/09
❗️TRIGGERWARNUNG:❗️
In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, Krieg und stereotypische Darstellungen von Geschlechterrollen.
Gemeinsam waren wir am Schwarzenbergplatz 1 im Burg-Kasino. Wir waren bei der Premiere von Lysistrata (R: Thomas Jonigk, Ensemble) – einer antiken Komödie von Aristophanes, in der Frauen™ versuchen, den Krieg zu beenden, indem sie den Männern™ Sex verweigern.
Wir sprechen über unsere Seherfahrung: über stereotype Geschlechterrollen, über Cross-Dressing, über Sexualisierung – und darüber, warum das Stück für uns an manchen Stellen ziemlich schwierig war.
Außerdem haben wir wieder einen Interviewgast:
✨Dramaturg Markus Edelmann✨, der an der Produktion mitgearbeitet hat. Mit ihm sprechen wir darüber, wie eine Inszenierung entsteht, warum man sich für bestimmte Textfassungen entscheidet und stellen uns die Frage ob Lysistrata überhaupt als feministisches Stück funktionieren kann.
Und natürlich gibt es am Ende auch wieder unsere QuWiens-Tipps.
Viel Spaß beim Hören 🩷
Zum Stück:
LysistrataRegie: Thomas JonigkOrt: Kasino am Schwarzenbergplatz
https://www.burgtheater.at/veranstaltungen/lysistrata/2026-05-02
QuWiens-Tipps:
„Liv, Love, Laugh, Strömquist. Ein Life Coaching auf Leben und Tod“ im Volkstheater (R: Anna Marboe)
https://www.volkstheater.at/produktion/2443858/liv-love-laugh-stroemquist/2443845/
„DAS Margareten - Raum für lebendiges Theater“
https://www.dasmargareten.at
Ton:Kevin Szilágyi
Bussi 🩷
PS: Wir reden ja kurz mit Markus über „Fräulein Else“ im Volkstheater, das ist unsere Folge dazu:
https://spotifycreators-web.app.link/e/tQ0qsxVQm1b
"Moving Gänsehaut" - “No Place Like Home” mit Malika Fankha
2026/02/23
❗️TRIGGERWARNUNG:❗️
In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt in der Familie, Vergewaltigung und Inzest.Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist.
Hello again :)
Diese Folge ist eine Special-Folge, denn: Wir haben Besuch im QuWiens-Studio!
Zu Gast ist Malika Fankha, Regie von No Place Like Home – und wir freuen uns sehr über dieses erste gemeinsame Interview.
Gemeinsam waren wir im brut und haben die Performance No Place Like Home gesehen – ein intensiver Abend aus Bewegung, Sound, Stimme und Stille, der uns noch lange im Körper geblieben ist.
Wir sprechen darüber, wie Sound und Bewegung körperliche Reaktionen auslösen können, warum Stille plötzlich laut wird und wie sich ein „feministisches Ohr“ anfühlen kann.
Im Gespräch mit Malika geht es um künstlerische Prozesse zwischen Tanz, Text und Sound, um die Frage nach körperlicher Autonomie auf der Bühne – und darum, wie Performance mit sensiblen Themen umgehen kann, ohne einfache Antworten zu liefern.
Zum Stück:
No Place Like Home
Regie: Malika Fankha
Ort: brut Wien
https://brut-wien.at/de/Programm/Kalender/2026/02/Malika-Fankha
Text zum "feministischen Ohr":
Palme, Pia; Lessiak, Christina, Performing a feminist utopia: Music theatre as democratic practice, University of Huddersfield, 20.–21. Juni 2019, https://www.fragilityofsounds.org/wp-content/uploads/2019/07/Performing_a_feminist_utopia_2019.pdf, 23.02.2026.
Coverfoto:
©Malika Fankha
Ton:
Kevin Szilágyi
Bussi 🩷
PS: Das „nackte Pferd“, das kurz in der Folge auftaucht, gehört zu einer älteren Folge – hier könnt ihr reinhören:
https://open.spotify.com/episode/2buAFjTkCaUYM8iWSKoxnu?si=a8GZo7C6TnS352ZZuZSHxg
Penispilze
2026/01/25
❗️TRIGGERWARNUNG:❗️
In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, explizite Sprache, Missbrauch an Kindern, Femizid und traumatische Erfahrungen.
Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist.
(Weiter unten findet ihr eine Telefonnummer falls ihr Hilfe braucht)
Hello again :)Neues Jahr, neue Folge – und wir starten direkt mit einem Theaterabend, der uns noch lange nach dem Heimweg im Kopf geblieben ist.
Dieses Mal waren wir in der Dunkelkammer des Volkstheaters und haben „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“ gesehen (Text: Sivan Ben Yishai, Regie: Mechthild Harnischmacher).
Schon beim Ankommen wurde uns klar: Das hier ist kein klassisches Zurücklehnen-und-Zuschauen.
Der Raum ist klein, die Distanz zwischen Bühne und Publikum fast nicht existent, und die vierte Wand fühlt sich eher wie ein durchlässiger Vorhang oder ein Fenster an. Stimmen, Blicke und Texte verweben sich zu etwas, das sich mehr wie ein gemeinsamer Moment als wie eine lineare Erzählung anfühlt.
Wir sprechen darüber, wie der Abend mit Nähe und Intimität arbeitet, warum sich das Stück wie ein Lied aus Fragmenten anfühlt und wie schnell aus Beobachten ein Mitgemeint-Sein wird. Über Medusa, über romantisierte Bilder, die kippen, und über die Frage, was Theater kann, wenn es nicht nur zeigt, sondern uns mitten hineinstellt.
Und natürlich reden wir über Gemeinschaft: darüber, wie sich ein Raum voller Fremder plötzlich verbunden anfühlen kann – und warum genau das diesen Abend für uns so besonders gemacht hat.
Was leuchtende Penispilze damit zu tun haben?Findet es raus…
Zum Stück:„Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“Text: Sivan Ben YishaiRegie: Mechthild Harnischmacherhttps://www.volkstheater.at/produktion/2444254/like-lovers-do/2551408/
Unsre QuWiens-Tipps:
Ein deutsches Leben (Christopher Hampton), Theater in der Josefstadt; R: Andrea BrethHelene Bracht, Das Lieben danachNestbeschmutzung (Institut für Medien, Politik und Theater), Kosmostheater - leider mittlerweile schon vorbei :(
Literatur:
Haraway, Donna. Staying with the Trouble : Making Kin in the Chthulucene. Durham London: Duke University Press, 2016.Donna Haraway: „feminist, rather loosely a postmodernist“, Professorin am Department für History of Consciousness und am Department für Feminist Studies an der University of California, Verbindet Biologie, Soziologie, Philosophie, AnthropologieTsing, Anna Lowenhaupt. The Mushroom at the End of the World : On the Possibility of Life in Capitalist Ruins. Princeton Oxford: Princeton University Press, 2015.
Ton:Kevin Szilágyi
24-Stunden Frauen™notruf:
+43171719
Seife, Salz und Äxte
2025/12/21
❗️TRIGGERWARNUNG:❗️In dieser Folge sprechen wir über häusliche und sexualisierte Gewalt, Missbrauch, Mord und plötzlicher Kindstod.Bitte passt gut auf euch auf und hört nur weiter, wenn das für euch gerade möglich ist.
Hello again :)
Mitten zwischen Lichterketten, Weihnachtsmusik und Punschständen haben wir als kleines vorweihnachtliches Geschenk eine neue Folge für euch dabei.
Wir waren im Theater.…und dann plötzlich draußen im 5. Bezirk – auf den Straßen der Stadt.
Dieses Mal haben wir „Theresia Kandl“ gesehen – ein interaktives Theaterstück nach einem Text von Florence Read (Regie: Jakob Schindler-Scholz).
Am Anfang wirkt alles fast harmlos:Kräutersalz, Duftseifen, kleine Geschenke.Später geht es um Äxte, Entscheidungen – und um die Frage, was passiert, wenn man im Publikum sitzt und merkt, dass Zuschauen plötzlich irgendwie nicht mehr reicht.
„Theresia Kandl“ erzählt die Geschichte einer historischen Frau, die ihren gewalttätigen Ehemann tötet, und schickt das Publikum mit hinaus in den Winterabend.Durch die Kälte.Durch die Stadt.Mit der Frage, ob man eingreifen sollte – und ob man das im Theater überhaupt darf.
Wir sprechen darüber, warum sich Interaktion manchmal mehr nach Kontrolle als nach Mitgestaltung anfühlt,warum Mitgehen nicht automatisch Mitentscheiden heißt und warum uns dieser Theaterabend noch lange nach dem Heimweg beschäftigt hat.
Also: Kerzen an, Kopfhörer auf.Viel Spaß beim Anhören und frohe Weihnachten – falls ihr feiert. 🎄
Bussi
Zum Stück:„Theresia Kandl“
Ein interaktives Theaterstück
Text: Florence Reed
Regie: Jakob Schindler-Scholz
https://www.kultonic.at/projekte/theresia-kandl/
Unsre QuWiens-Tipps:
Hans van ManenDer bedeutende Choreograf des neoklassischen Tanzes ist kürzlich verstorben.Unser Tipp: Über die Weihnachtsferien Arbeiten von ihm anschauen – auf der Bühne oder als Aufzeichnung.„Girls & Gods“ (Film)Dokumentarfilm über Religion(en) und Feminismus – und darüber, wie Frauen und weiblich gelesene Personen versuchen, patriarchale Strukturen von innen heraus aufzubrechen.Regie: Arash T. Riahi und Verena Soltizhttps://youtu.be/UCUX43KuDdw?si=ZjDDw66VFWqbxJPe „Weihnachten zu Hause“ (Hjem til jul, Netflix)Norwegische Serie über den ganz normalen Weihnachtswahnsinn.Produktion: Anders Tangenhttps://youtu.be/1PaJxvWPf8A?si=rpbrnKe1C8x8BZqc Quellen und Links:
Machon, Josephine, "Immersive Theatres: Intimacy and Immediacy in Contemporary Performance", Basingstoke: Palgrave Macmillan 2013.
Ton:
Kevin Szilágyi
Zum Gruseln und Fürchten
2025/11/16
Hello again :)
Heute wird’s ein bisschen gruselig – und weil’s gruselig wird, gibt es gleich zu Beginn eine
Content Note:In dieser Folge sprechen wir über sexuelle und körperliche Gewalt.
Wir waren diesmal im Bronski & Grünberg Theater und haben uns Amphitryon angesehen – ein Horrortheater nach Kleist (Regie: Martin Vischer & Sarah Viktoria Frick).
Das Stück wirft uns mitten hinein in ein wildes Durcheinander aus Identitätsdiebstahl, Sexuellem Machtmissbrauch, göttlicher Willkür und vielen (wirklich vielen) Haaren.
Zwischen flackernden Lichtern, gesichtslosen Wesen und Jumpscares reden wir darüber,
warum sich das Stück wie ein Horrorfilm anfühltwo weiblich gelesene Figuren unsichtbar bleibenwas Haare als Kostüm über Identität erzählenund warum wir bei manchen Szenen gleichzeitig gelacht und gezuckt haben.
Also, reden wir nicht lang rum: ab rein in den Horrorflur!Viel Spaß beim Anhören! Bussi :)
Zum Stück
https://www.bronski-gruenberg.at
Unsre QuWiens-Tipps
„JOHANN STRAUSS: RAUSCH UND EKSTASE. Feministischer Ausdruckstanz im Plakat 1900–1933“, MAK;Kurator: Peter Klingerhttps://www.mak.at/ausstellung/johannstrauss
„KLINIK“, Theater Drachengasse;eine Soloperformance von und mit Melike Yağız-Baxant https://www.drachengasse.at/spielplan_detail.asp?id=1200
„ON THE EDGE – Festival für experimentelle Zirkuskunst“;künstlerische Leitung: Arne Mannott https://www.ontheedge.at
Quellen und Links
Norris, David. „Live Horror Theatre, Nostalgia and Folklore.“ In: Bacon, Simon (Hg.): Future Folk Horror: Contemporary Anxieties and Possible Futures. United States: Bloomsbury Publishing USA, 2023.
Ton
Kevin Szilágyi
Female* Rage im Burgtheater
2025/10/24
Hello again :)
Dieses Mal irgendwie sogar wortwörtlich – denn auch Elisabeth sagt in Mareike Fallwickls Stück „Elisabeth!“ am Burgtheater „hallo again!“.
Wir waren im Theater – dieses Mal im Burgtheater (shame on us, dass es so lang gedauert hat, bis wir endlich eine Folge über ein Burgtheaterstück gemacht haben 😅).Dort haben wir „Elisabeth!“ gesehen – ein Stück von Mareike Fallwickl (Regie: Fritzi Wartenberg).
Das Stück handelt von Kaiserin Elisabeth, die einen Blick auf die zeitgenössische Gesellschaft, das Patriarchat und die Vermarktung der uns allen bekannten ✨„Sisi“✨ wirft.
Schnell wird klar: Als Frau* hat man nicht mal im Tod seine Ruhe.
Was ein haarloses (oder wie Lara es nennt: „nacktes“) Pferd auf der Bühne macht – und wie wir die female*-rage-Version von „Ich gehör nur mir“ finden – hört ihr hier.
Viel Spaß beim Anhören!Bussi :)
zum Stück:https://www.burgtheater.at/produktionen/elisabethUnsre QuWiens-Tipps:
„Ich bin Ruth - Das kurze Leben der Ruth Maier", Semmelweisklinik, Text: Ruth Maier; ab 6.11.25; https://www.ichbinruth.com/
„PICK-UP-ALEX’ HUSTLER ACADEMY: WIE MAN(N) EIN MANN WIRD", Kosmos Theater, ab 16.10.25; https://kosmostheater.at/produktion/pick-up-alex-hustler-academy-wie-mann-ein-mann-wird/"Stay tuned"; Wiener Stadthalle; Choreographie: Sol León & Paul Lightfoot; 4./5.12.25; https://www.stadthalle.com/de/events/alle-events/51088/Stay-tunedQuellen und Links:Oksala, Johanna. “In Defense of Experience.” Hypatia 29, no. 2 (2014): 388–403.
Ton und Technik:
Kevin Szilágyi
Zurückgebeamt
2025/10/12
Hello again :)
Draußen ist es kalt und grau, der Herbst ist also eindeutig in Wien angekommen Und das heißt: die neue Theatersaison hat begonnen! Aber nicht nur das ...
✨ DIE NEUE DRAMA QUWIENS SAISON IST GESTARTET! ✨
Wir waren wieder mal im Theater – dieses Mal im Kosmos Theater.
Dort haben wir „Retrotopia“ gesehen, ein Stück vom Institut für Medien, Politik und Theater (Regie: Felix Hafner & Jennifer Gisela Weiss).
Das Stück handelt von fünf Frauen, die in der dystopischen Welt von Retrotopia gegen das patriarchale Herrschaftssystem verstoßen haben, oder einfach nicht in die dort herrschenden Normen passen.Zur Strafe müssen sie einen Zwangsdienst antreten, um wieder „angepasst“ zu werden.Ob sie ihren Willen und ihr feministisches Denken behalten können – und was wir sonst noch zu dem Stück zu sagen haben, hört ihr hier.
Also, reden wir nicht lang rum, starten wir in die neue Staffel
Viel Spaß beim Anhören!
Bussi :)
Zum Stück:https://kosmostheater.at/produktion/retrotopia/
Unsre QuWiens-Tipps:
„MADL* – Ein Tiroler*innen Abend“; von Julia Jenewein & Sarah Plattner; Sept/Okt 2025 (und ab 2026 dann wieder)https://www.theaterverbandtirol.at/stuecke/10970
und dann ab 2026 wieder:
https://www.instagram.com/subvolee?igsh=amF4bWp3NzN4cGp3&utm_source=qr
„Twilight – Biss zum Morgengrauen“; zuhause ;) nach Bedarf
„Strauss 2225: Dances for the Future“; NEST; Choreographie: Robert Binet; ab 12.10.25https://www.nest.at/kalender/detail/strauss-2225-dances-for-the-future/2025-10-12/Quellen und Links:
- Sieg, Christian, Yvonne Delhey, Lena Crucitti, Tobias Schwessinger, Ingrid Bertrand, Marcella Fassio, Franziska Mader, u. a. Autofiktion als Utopie // Autofiction as Utopia. 1st ed. Paderborn: Brill | Fink, 2019.
Ton und Technik:
Kevin Szilágyi
Wanted: Summer
2025/07/16
Hello :)
Willkommen zu unserer letzten Folge vor der kurzen Sommerpause!
In dieser Folge sprechen wir über A Year Without Summer – eine Performance von Florentina Holzinger, gezeigt im Rahmen der Wiener Festwochen im Volkstheater, koproduziert vom Tanzquartier Wien.
Ein Stück über Werden und Vergehen, Körper und Kontrolle, Intimität und Ausbruch – irgendwo zwischen Endzeit, Medizin-Ästhetik und Musical.
Wir reden über Vertrauen auf der Bühne, nackte Körper, Sigmund Freud, Frankenstein, Roboterhunde und darüber, wie Florentina Holzinger uns dazu bringt, hinzuschauen, auch wenn wir eigentlich lieber wegschauen wollen.
TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge geht es unter anderem um körperliche Grenzerfahrungen, medizinische Eingriffe, Blut und explizite Darstellungen. Wenn euch diese Themen belasten, hört die Folge lieber nicht allein oder überspringt bestimmte Passagen.
Unsere QuWiens-Tipps der Woche:
„Orlando", Tiroler Landestheater, R: Bettina Bruinier, https://www.landestheater.at/produktionen/orlando „Will you catch me?", Adi Hanan, Kultursommer, https://www.kultursommer.wien/kalender#kalender/slot/1740168704993Links und Quellen:
Infos zum Stück https://tqw.at/event/a-year-without-summer-holzinger/
Ton & Technik: Kevin Szilágyi
Bussi & viel Spaß beim Hören 3Danke, dass ihr so fleißig zuhört, mitdenkt und mitfühlt.Wir hören uns im September wieder. Genießt den Sommer!
Eure Drama QuWiens 🩷
Frischhaltefolie und Female* Rage
2025/06/17
Hello again :)
In dieser Folge sprechen wir über TV Mordia. Stirb schön und leise – ein Stück von Anna Rot, das im Kosmos Theater zu sehen war (leider ist es mittlerweile schon abgespielt).
Im Stück geht es um tote Frauenkörper im Fernsehen – oder besser gesagt: um das Bild der schönen, passiven Leiche in Film und Fernsehen.
Gemeinsam reflektieren wir das Stück, Laura Muleveys „Male Gaze“ und sprechen darüber, warum wir manchmal mit Wut aus dem Theater heimgehen – und warum das gut so ist.
TRIGGERWARNUNG:
In dieser Folge sprechen wir über Gewalt gegen Frauen, Femizide und sexualisierte Gewalt. Wenn euch diese Themen belasten, hört die Folge vielleicht lieber nicht allein oder überspringt bestimmte Passagen.
Unsere QuWiens-Tipps der Woche:
Bronfen, Elisabeth „Over Her Dead Body: Death, Femininity and the Aesthetic“ Manchester: Manchester University Press, 1992"Public Moves", ImpulsTanz
https://www.impulstanz.com/publicmoves/Leider schon vorbei :(
Konferenz „What is Nature in Human Nature?“ am Sigmund-Freud-Museum https://www.freud-museum.at/de/detail/what-is-nature-in-human-nature-copy
Quellen & Links:
Mulvey, Laura "Visual Pleasure and Narrative Cinema",1992.Infos zum Stück: https://www.kosmostheater.at/stirb-schoen-und-leise
Ton & Technik:
Kevin Szilágyi
Bussi & viel Spaß beim Hören 3
Wenn ihr selbst oder Personen, die ihr kennt, Hilfe brauchen, könnt ihr euch hier melden:
Österreich:
📞 Frauenhelpline gegen Gewalt:
+43 800 222 555 (kostenlos, rund um die Uhr)
📞 vera* – Vertrauensstelle gegen Belästigung und Gewalt im Kunst- und Kulturbereich:
+43 1 39 39 900
📞 24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien:
+43 1 717 19
📞 Männernotruf:
+43 800 246 247
Zwischen Brickerl' und Barock
2025/06/03
Hello again :)
In dieser Folge sprechen wir über „Ambleto“ von Francesco Gasparini, ein Libretto von Apostolo Zeno und Pietro Pariati - unter der Regie von Ilaria Lanzino und unter der musikalischen Leitung von Raffaele Pe. Das Stück wird im MusikTheater an der Wien gespielt. Mit theoretischen Ideen von Lauren Berlant zur affektiven Wirkung von Theater schauen wir das Stück genauer an.
Bussi und viel Spaß beim Hören :)
https://www.theater-wien.at/de/spielplan/saison2024-25/1319/AmbletoTRIGGERWARNUNG:In dieser Folge sprechen wir über sexuelle Gewalt und Blut. Wenn euch diese Themen triggern, hört euch die Folge vielleicht lieber nicht an.
Unsere QuWiens Tipps der Woche:
Brickerl' https://orf.at/stories/3394390/"Where the f**k am I?", Zoé Lakhnati & Per Anders Kraudy Solli, Tanzquartier Wien, https://tqw.at/event/where-the-f**k-am-i-lakhnati-kraudy-solli/„Bye Bye - MTV Unplugged“, Cro https://youtu.be/huBNgxolXFo?si=_tZu-uJC1ajRcF8F
Quellen und Links:
Berlant, Lauren, The Female Complaint: The Unfinished Business of Sentimentality in American Culture, Durham: Duke University Press 2008.
Ton und Technik:
Kevin Szilágyi
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