
Werben im Podcast: Why Real Estate?
Dieser Podcast hat
39 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Oliver KüppersExplizit
Nein
Erstellt am
2025/09/10
Neueste Episode
2026/10/14
Durchschnittsdauer
68 min.
Veröffentlichungsintervall
15 Tage
Beschreibung
Hallo und herzlich Willkommen zu „Why Real Estate?“. Menschen interessieren sich für Menschen und deshalb treffe ich mich mit Menschen aus der Immobilienbranche und spreche mit ihnen darüber, warum sie sie in der Branche arbeiten, wie es dazu kam, was sie antreibt und wie sie so ticken. Ich freue mich auf die Menschen, die ich treffen darf. Auf ihre Geschichten. Auf die Entdeckungsreisen, die wir gemeinsam machen werden.
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Aygül Özkan: "Ich will nicht dumm sterben."
2026/10/14
Aygül Özkan ist in Hamburg aufgewachsen, mitten in der Großstadt, zwischen Kreuzungen und Nahverkehr. Der Vater kam 1963 aus Ankara, machte sich nach Jahren bei der Bundespost mit einer Änderungsschneiderei selbständig. Die Mutter arbeitete mit.
Reich war die Familie nicht. Aber mittwochs ging die Mutter mit den Töchtern in die Bücherhalle, zu Fuß, jede Woche, ohne Ausnahme. Ein Tipp der deutschen Nachbarn. Aygül sagt heute, das sei eine der Grundlagen dessen, was aus ihr geworden ist.
Nach der vierten Klasse empfahl die Grundschullehrerin dieHauptschule. Die Begründung, Jahre später nachgefragt: Familien mit Migrationshintergrund gingen ja ohnehin zurück. Der Vater setzte sich darüber hinweg, ging mit dem Zeugnis zur Direktorin des nahegelegenen Gymnasiums undfragte. Die sagte ja. Es wurde ein Abitur mit 1,6 und ein Jurastudium. Die Grundschullehrerin sagte später: Ich habe mich geirrt.
Dann siebzehn Jahre Wirtschaft – Deutsche Telekom, TNT,später die Deutsche Bank. Dazwischen, von 2010 bis 2013, Ministerin in Niedersachsen mit sechs Ressorts, darunter Bau. Es war die kürzeste Phase ihres Berufslebens und die, die bis heute hängen bleibt.
In die Immobilienwirtschaft kam sie über einen Umweg: Städtebau und Wohnungsbauförderung im Ministerium, die Stiftung Lebendige Stadt, sechs Jahre Immobilienfinanzierung bei der Deutschen Bank und dann ein Anruf aus dem eigenen Netzwerk.
Heute ist sie Hauptgeschäftsführerin des ZIA. Sie beschreibt ihren Job ohne das Wort Verband so: die richtigen Menschen mit den richtigen Themen zusammenbringen. Und sie sagt, sie wolle nicht dumm sterben.
Ein Gespräch über eine Bücherhalle am Mittwochnachmittag,über einen Vater, der nicht lockerließ, über einen Heiligabend ohne Weihnachten und einen Aufruf mehr einander zuzuhören und die Dinge herauszustellen, die verbinden.
Aufgezeichnet am dritten Messetag der Expo Real 2026 inMünchen. Die Hintergrundgeräusche gehören dazu.
Aygül Özkan auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ayguel-oezkan/
ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss:https://zia-deutschland.de
Lebenslauf und Mandate: https://aygueloezkan.de
Mein Gedöns
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Expo Real 2026: Fragenhagel Special
2026/10/07
Drei Tage, ein Mikrofon, zwei Moderationskarten.
Auf der Expo Real 2026 habe ich fünfzehn ehemalige und zukünftige Gäste von Why Real Estate? getroffen und ihnen jeweils ca. vier Minuten lang Fragen an den Kopf geworfen.
Welche Karte sie bekamen, haben sie selbst gezogen. Verdeckt, ohne zu wissen, was darauf steht.
Es ging kein einziges Mal um den Marktdaten, sondern um Schuhe, Schlafstunden, geschüttelte Hände, vertauschte Mäntel und die Frage, wem man am Ende dieser drei Tageeigentlich danken möchte.
Zusammen bringen die fünfzehn weit über zweihundert Expo Reals mit.
Was dabei herauskommt, ist ein ungeplanter Stimmungsbericht. Auf die Frage nach der größten Lüge dieser Messe antworten fünfzehn Menschen unabhängig voneinander fast wortgleich. Auf die Frage, ob die Expo Lust oder Last ist, antworten sie ebenso einhellig, nur in die andere Richtung. Und auf die Frage, ob das hier die beste Expo Real aller Zeiten war, sagen fast alle Nein, bleiben aber trotzdem gern.
Mit dabei: Alexander Heinzmann, Andy Dietrich, Aygül Özkan, Eva Seeber, Felix von Saucken, Helmut Weih, Kim Köhler, Martin Rodeck, Max Schultheis, Simone Ulmer, StefanieLütteke, Stefanie Saß, Susanne Hügel, Thomas Beyerle und Thomas Herr.
Aus der Folge:
🎙️ Ein Heiratsantrag auf der Expo Real
🎙️ Vier Tage mit dem Fahrrad von Straßburg nach München, über Biberach
🎙️ Der falsche schwarze Mantel und die Frau, die ihn am nächsten Abend zurückbekam
🎙️ 48,5 geschüttelte Hände
🎙️ Pinguine in Dunkelblau: wie man einem Erstklässler die Expo Real erklärt
Die Gäste auf LinkedIN
Simone Ulmer: https://www.linkedin.com/in/simone-ulmer/
Kim Köhler: https://www.linkedin.com/in/kim-adriana-k%C3%B6hler/
Martin Rodek: https://www.linkedin.com/in/martinrodeck/
Stefanie Lütteke: https://www.linkedin.com/in/stefanie-luetteke-dreso/
Susanne Hügel: https://www.linkedin.com/in/dr-susanne-h%C3%BCgel-6242619a/
Eva Seeber: https://www.linkedin.com/in/eva-seeber-71738858/
Felix von Saucken: https://www.linkedin.com/in/felix-von-saucken-563075108/
Thomas Herr: https://www.linkedin.com/in/thomas-herr-ab0a6ba/
Helmut Weih: https://www.linkedin.com/in/helmut-weih-49960b19/
Aygül Özkan: https://www.linkedin.com/in/ayguel-oezkan/
Andy Dietrich: https://www.linkedin.com/in/andy-dietrich/
Thomas Beyerle: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-thomas-beyerle-42670112/
Alexander Heinzmann: https://www.linkedin.com/in/alexander-heinzmann-096639101/
Max Schultheis: https://www.linkedin.com/in/max-schultheis-3317ab5b/
Mein Gedöns
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Christoph Schäfer: "Mir geht es nicht darum anderen etwas zu beweisen."
2026/10/01
Christoph Schäfer ist in Walluf aufgewachsen, an der Pforte zum Rheingau. Klassisches Elternhaus, katholisch, Messdiener.
Der Vater flog als Lufthansa-Kapitän Langstrecke und war fünf Tage die Woche weg, die Mutter war Lehrerin für Politik, Geschichte und Französisch.
Auf dem Frühstückstisch lagen drei Zeitungen. Das, sagt erheute, war die Vorprägung. 1998 war er 18 und durfte zum ersten Mal wählen. DIE ZEIT titelte „Zeit für den Wechsel", und dieser eine Artikel drehte seine Wahlentscheidung. Ab da war klar: Journalismus.
Zu Hause löste das keine Begeisterung aus. Der Vater sah ihn auf direktem Weg in die Armut, der ältere Bruder studierte Medizin. Und dann belauschte er das Telefonat seiner Mutter:„Der Stefan studiert Medizin." Pause. Und dann, nur noch halblaut ins Telefon genuschelt: „Ja, der Christoph. Der meinte Journalismus."
Dann Journalistik in Dortmund, Volontariat bei der Süddeutschen, Politikredakteur. Mit 29 das Angebot vom Stern: operative Leitung der siebtgrößten Nachrichtenseite Deutschlands. Zwei Jahre später kam die Medienkrise. Der Anruf, dass es nicht weitergeht, kam abends, zwei Tage vorVertragsende. Keine Abfindung, keine Entschuldigung.
Abitur 1,0, Diplom 1,1, Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung – und plötzlich die Frage, wovon die nächste Miete bezahlt wird. Danach elf Jahre F.A.Z., zuletzt Ressortleiter Wirtschaft und Finanzen. Insgesamt 16 Jahre Journalismus.
In die Immobilienbranche kam er nicht über ein Grundstück,sondern über die Miete. Seine Immobilienartikel hatten vier- bis fünfmal so viele Leser wie alles andere. Alle hielten ihn für einen begnadeten Journalisten. Er sagt von selbst dazu: Es lag auch am Thema.
Heute ist er Partner und Geschäftsführer bei Feldhoff & Cie. Ein großer Teil seiner Arbeit sind Sondersituationen: 16 Großprojekte allein in diesem Jahr, fast immer Insolvenzen.
Sein Anruf des Jahres kam an einem Freitag um halb vier, von einem fremden Geschäftsführer, der gerade vom Amtsgericht kam. Seine Rolle vergleicht er mit der eines Arztes. Kalt bleiben, sagt er, kann dabei niemand.
Ein Gespräch über ein Telefonat, das er nicht hören sollte,über einen Chefredakteur, der ihn sein bestes Pferd im Stall nannte und dann nie wieder anrief, über die Frage, was man einem Menschen sagt, der gerade sein Lebenswerk verliert und über 999 Glühbirnen, die nicht funktioniert haben.
Christoph Schäfer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/chschaefer/
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Stefanie Lütteke: "Wenn sich eine Chance bietet, dann muss man zugreifen."
2026/09/16
Stefanie Lütteke ist in einer Kleinstadt zwischen Ruhrgebiet und Münster aufgewachsen. Sehr beschaulich, sagt sie. Und alles sehr geordnet.
Dann, elfte Klasse, ein Stipendium des Deutschen Bundestages und ein Jahr in Utah. Sie nennt es den Türöffner in die große weite Welt. Und sagt dazu einen Satz, den man nicht oft hört: dass man dort gelernt hat, die eigene Identität auch mal hintenanzustellen.
In diesem Jahr liest sie ein Buch. Nicht über Architektur, sondern über einen Architekten. Danach steht der Berufswunsch fest. Gegen den Rat ihres Vaters, der lieber "etwas Ordentliches" gesehen hätte.
Diplom 2001, in einen Markt, in dem für Architekten praktisch nichts ging. Ein paar Jahre später ruft eine ehemalige Kollegin an und erzählt von einem Aufbaustudium in Helsinki. Stefanie überlegt zwölf Stunden und kündigt am nächsten Morgen.
2008 dann der Anruf, auf den sie gewartet hat: Drees & Sommer, Umbau der Deutschen Botschaft in Washington. Sie ist schon auf Wohnungssuche. Beim Termin zur Vertragsunterschrift erfährt sie, dass das Projekt gestoppt ist. Vierundzwanzig Stunden später sagt sie trotzdem zu.
Achtzehn Jahre ist das her. Heute verantwortet sie als Partnerin die Region Nordrhein-Westfalen und seit September 2025 zusätzlich den Vorsitz des ULI in NRW, was sie in diesem Gespräch erst erwähnt, als ich sie darauf anspreche.
Wir sprechen über eine Rundreise durch Kanada, die seit einem halben Jahr minutiös geplant ist, und über drei Entscheidungen, die sie jeweils über Nacht getroffen hat.
Über Tennis und darüber, dass sie ganz gern gewinnt. Über die Frage, ob ein Mann jemals gefragt wurde, wo gerade seine Kinder sind. Über ein kleines Büchlein, das vor jeder Expo Real gefüllt wird. Über Angela Merkel und die Uneitelkeit.
Und am Ende über das Thema, das ihr gerade am wichtigsten ist: dass die Immobilienwirtschaft Infrastruktur als Teil der eigenen Aufgabe begreifen muss. Energie, Mobilität, Datennetze. Nicht als Sache des Staates.
Ein Gespräch über eine Kleinstadt, ein Buch und ein Stipendium und über die Frage, warum jemand, der alles plant, die wichtigsten Entscheidungen über Nacht trifft.
Stefanie Lütteke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/stefanie-luetteke-dreso/
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Thomas Grynia: "Man lernt nur durch Schmerzen."
2026/09/02
Thomas Grynia ist 1990 geboren, zwei Jahre nachdem seine Eltern aus Polen nach Deutschland geflohen sind. Was daraus folgte, beschreibt er selbst ziemlich schmucklos: „In Deutschland war ich der Polacke, in Polen der Nazi.“ Dazugehören gab es nicht geschenkt.
Am Küchentisch wurde über Schule gesprochen, über Sport, über das, was man an dem Tag geleistet hat. Seine Mutter sagte ihm, sie wolle nie, dass jemand aus dem Viertel kommt und erzählt, wie unerzogen ihr Sohn sei. Mit Anfang zwanzig hatte er Stipendienangebote aus den USA in der Hand. Er hat abgesagt. Aus Angst vor der eigenen Courage, wie er heute sagt und um seinen Eltern keine Kosten zu machen. Ob das der wahre Grund war, bezweifelt er inzwischen selbst.
Die 13. Klasse musste er wiederholen, kurz vor der Prüfung. Was folgte, war der Lehrer, der ihn nach der ersten Stunde des neuen Jahrgangs dabehielt und sagte: Dieses Jahr wirst du nicht durchfallen. Im selben Fach, mit demselben Thema, bekam er dann eine Eins minus.
Dann drei Jahre Versicherungsvertrieb, ein abgebrochenes Studium, ein Umzug nach Düsseldorf und der Anruf beim Sohn seines früheren Trainers, der ihn in die Personalberatung holte. Er brauchte, wie er es nennt, eine harte Schule. Seit 2020 führt er die grynia consulting GmbH in Düsseldorf und moderiert seit zwei Jahren den Podcast #REALinsights.
Was dieses Gespräch für mich besonders macht, ist der Zusammenhang zwischen dem Kind, das sich Zugehörigkeit erarbeiten musste, und dem Mann, der heute beruflich über Zugang entscheidet. Verbindlichkeit ist bei ihm kein Wert auf einer Website. Es ist die Freitagsmail an jeden Kandidaten, auch wenn es nichts zu melden gibt, damit niemand unwissend ins Wochenende geht.
Thomas Grynia auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/thomas-grynia/
#REALinsights: https://podcasts.apple.com/de/podcast/realinsights/id1762428807
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Alexander Heinzmann: "Was für ein Mist, geh surfen."
2026/08/19
Alexander Heinzmann ist in Stuttgart aufgewachsen, in einem Haus aus den Dreißigerjahren, in dem seine Eltern bis heute leben. Großer Garten, selbst angebautes Gemüse, selbst gemachte Marmelade so beschreibt er seine Kindheit. Die Eltern hatten ein kleines Bauträgergeschäft. Am Küchentisch war das kaum Thema. Die Initialzündung, sagt er heute, war es trotzdem.
Er wollte Barbetreiber werden, Skilehrer oder Surflehrer. Die eigene Bar in Stuttgart gab es schon. Die „Note", sie existiert bis heute. Dann der Satz seiner Eltern: Erst lernst du etwas Vernünftiges, danach kannst du die Welt bereisen. Zur Wahl standen Bank oder Immobilie. Die Bank wollte ihn nicht. Also die Lehre zum Immobilienkaufmann beim Katholischen Siedlungswerk und dort fand er den Spaß an der Sache.
Dann Studium als erster Jahrgang bei Professor Gondring, Aufbaujahre bei PlanetHome, dann die Ochsentour bei der Wüstenrot Haus- und Städtebau, vom Junior-Projektentwickler bis zum Geschäftsführer. Und dann klopfte die BPD an. Zur Weltreise kam es nie.
Heute verantwortet er als CEO das Deutschlandgeschäft der BPD, eines der größten Projekt- und Gebietsentwickler Europas. 6.500 Wohnungen in der Gebietsentwicklung, die nördlichste Baustelle in Kappeln, die südlichste in Garmisch, dazwischen ein Pendlerleben zwischen Stuttgart und Frankfurt. Sein Auftrag beim Antritt lautete: den Umsatz verdoppeln. Dann kam das Krisenjahr 2022.
Die dreieinhalb Wochen Corona-Quarantäne, allein in einem Frankfurter Arbeitszimmer, haben ihm gezeigt, warum Wohnen Heimat werden muss. Dass Tiefgaragen die teuersten Pilzzuchtfarmen der Zukunft sind. Und dass er sich fragt, warum eigentlich niemand montags für mehr Wohnungsbau auf die Straße geht.
Ein Gespräch über eine Bar namens Note, über einen Deal am Küchentisch, über Führung, die man nachts am Tresen lernt – und über die Frage, was sein 20-jähriges Ich heute zu ihm sagen würde.
Alexander Heinzmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/alexander-heinzmann-096639101/
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Anaïs Cosneau: "Love it, change it or leave it."
2026/08/05
Anaïs Cosneau ist Gründerin des Happy Immo Clubs und eine Frau, deren Weg in die Immobilienbranche früher beginnt, als jede Karrierestation vermuten lässt: mit zwölf, als ihr Vater stirbt und ihre Familie das Haus, das Vermögen und dieSicherheit verliert.
Im Gespräch erzählt sie, was sie aus diesem Wiederaufstehen gelernt hat, warum sie bis heute das Gefühl braucht, jederzeitausziehen zu können und wie aus der Architektin, die in Shanghai sinnlose Säulen zeichnen musste, eine Frau wurde, die selbst entscheiden wollte.
Wir sprechen über den Moment, in dem sie merkte, dass sie zwar super verdient, aber andere Vermögen aufbauen. Über Schwangerschaft und die Reaktionen des Arbeitsumfelds.Über den Happy Immo Club als „Führerschein“ für den Immobilienerwerb und über die "ungewöhnliche" Frage, ob es nicht eigentlich traurig ist, dass es den Happy Immo Club braucht.
Ihre Antwort: Ja, und genau deshalb ist das Ziel, sich überflüssig zu machen. Bis dahin gilt ihre Vision: jede Frau in Deutschland mit einer eigenen Immobilie.
Anaïs Cosneau auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/anais-cosneau/
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Felix von Saucken: "Man muss den Mut haben zu handeln."
2026/07/22
Felix von Saucken ist CEO von ColliersDeutschland. Aber bevor wir über Strategie und Markt gesprochen haben, haben wir beim Menschen angefangen: bei einem abgebrochenen Studium, einer Woche später im Dresden der Nachwendezeit, einem Dotcom-Startup mit großen Träumen und zwei Jahren danach am absoluten Liquiditätslimit. Bei Null.
Wir sprechen darüber, warum es aus seiner Sicht kein Glück gibt, sondern nur den Mut zu handeln und dann den Moment, in dem das Glück entsteht. Warum er 2018 sein eigenes Unternehmen verkauft und es nie bereut hat. Und warum er 2024 öffentlich seinen Abschied ankündigte, um dann doch zu bleiben.
Und dann ist da noch die andere Hälfte seines Lebens, über die in unserer Branche fast niemand spricht. Felix ist Ordenswerkmeister der Johanniter, ein Orden mit 900 Jahren Geschichte und über 50.000 Ehrenamtlichen. Sein Satz dazu ist mir geblieben: Es erdet ihn in einer Immobilienwelt, die teilweise etwas abgedreht ist.
Ein Gespräch mit jemandem, der zweimal allesauf eine Karte gesetzt hat und der genau weiß, wozu.
Worüber wir sprechen:🎙️Vom Studienabbruch ins Dresden der Nachwendezeit, der ungewöhnliche Einstieg🎙️ Dotcom-Gründung, Boom und Blase und was danach kam🎙️ Zwei Jahre am Liquiditätslimit: der harte Neustart im Rhein-Main-Gebiet🎙️ Warum er sein Unternehmen verkaufte und es nie bereute🎙️ Angekündigter Abschied, dann CEO: die Wende bei Colliers🎙️ Mut, Risiko und die Frage, ob man sich Glück erarbeiten kann🎙️ Der Mensch als Konstante auch im Zeitalter der KI🎙️Ehrenamt bei den Johannitern: was es ihm zurückgibt
Felix von Saucken auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/felix-von-saucken-563075108/
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Tobias Just: "Unabhängigkeit ist ein absolutes Privileg"
2026/07/08
Tobias Just gilt als einer der anerkanntesten Immobilienökonomen Deutschlands. Dabei kam das Wort Immobilie in seiner Bewerbung auf die Immobilien-Research-Stelle bei der Deutschen Bank kein einziges Mal vor. Warum soll ich so tun, als ob ich eine Beziehung habe, die ich nicht habe, dachte er damals.
Tobias Just, Jahrgang 1970, ist in Berlin geboren, hat sein Abitur in Jülich gemacht, in Hamburg eine Ausbildung bei Otto absolviert, VWL studiert und an der Bundeswehr-Universität promoviert, über Globalisierung und Ideologie.
Nach zehn Jahren Deutsche Bank Researchleitet er seit 2011 die IREBS Immobilienakademie und hält den Lehrstuhl für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg.
Was dieses Gespräch ausmacht, ist eine Spannung, die er selbst benennt: Er ist Grundoptimist mit etwas von Grund auf Melancholischem. Seine Lieblingsmusik war über Jahrzehnte der Blues. Vielleicht ist genau das die Voraussetzung, um Märkte zu verstehen: das Gute und das Nicht-so-Gute gleichzeitig sehen zu können.
Wir sprechen u.a. über:
– Warum das Üble an KI ist, dass sie uns suggeriert, das eigentliche Produkt schneller zu bekommen und wir dabei verlernen, was uns klug macht
– Warum die Branche die aktuelle Krise noch unterschätzt und ihr Aufschwung 2010 bis 2021 wie Manna vom Himmelfiel
– Warum Unabhängigkeit für ihn ein absolutes Privileg ist und welche Angebote er dafür abgelehnt hat
– Warum die, die vorne sitzen, möglicherweise nur zufällig vorne sitzen
Am Ende würde er auf seiner Doppelseite in der Immobilienzeitung oder dem Immobilien Manager mit einem Diktum aufräumen: Die Branche sei nicht risikoarm. Sie hat spezifische Risiken die sie vergleichsweise gut managen kann. Das, sagt er, ist der Charme der Immobilie.
Ein Gespräch über Zufälle, Zinsen und Zyklen. Und über die Frage, wie man unabhängig bleibt, wenn alle etwas von einem wollen.
Tobias Just auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-tobias-just-a534297/
IREBS Immobilienakademie: https://www.irebs.academy/
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Verena Rock: "In Zeiten wie diesen braucht man Standards“
2026/06/24
Verena Rock ist in Paderborn aufgewachsen. Alles sauber, ordentlich, behütet, so beschreibt sie es selbst. Dann zog die Familie nach Gießen, wegen des Jobs des Vaters, mitten in die Pubertät hinein. Der Kontrast war, wie sie sagt, sehr groß.
Sie wollte Ärztin werden. Bis sie es sich nicht mehr vorstellen konnte, die Verantwortung für das Leben anderer Menschen zu tragen. Also BWL. Und dann ein Professor, der eine Antrittsvorlesung hielt – Karl-Werner Schulte an der EBS – und sie einfach mitnahm. In das Thema Immobilie. Den Rest kennt man: Promotion, Corpus Sireo, Morgan Stanley als Fondsmanagerin. Und dann ein Kind, eine Stellenausschreibung, und ein Sprung, den sie selbst als nicht geplant bezeichnet.
Heute lehrt und forscht sie an der TH Aschaffenburg. Sie hat dort den Studiengang Digitales Immobilienmanagement aufgebaut. 2020, zu einem Zeitpunkt, als die Branche Digitalisierung noch als Bedrohung behandelte. Seit 2023 ist sie Präsidentin der gif. Mehrere Beiratsmandate, zwei Kinder, Powernap zwischen zwei Terminen.
Was sie in diesem Gespräch sagt, bleibt: dass sie am meisten das Team vermisst, seit sie an der Hochschule ist. Dass man in der Immobilienwirtschaft erst Mitte dreißig versteht, wer wirklich die Entscheidungen trifft. Und dass sie Studierenden rät, sich ein Thema zu suchen, für das sie wirklich brennen – und dann richtig Gas zu geben.
Ein Gespräch über Ostwestfalen und Mittelhessen, über Wendepunkte, die niemand plant, und über die Frage, warum Excel in der Immobilienwirtschaft immer noch der Standard ist.
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Annika Zarenko: "Manchmal kommen die Dinge so, wie sie kommen sollen."
2026/06/02
Annika Zarenko ist in Starnberg geboren. Als Kindnorddeutscher Eltern, die es beruflich in den Süden verschlagen hatte. In derzweiten Klasse zog die Familie nach Hamburg und seitdem ist sie geblieben.Nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung.
Sie wollte eigentlich Kieferchirurgin werden. Dann hat sieeine Abiturklausur versemmelt. Und statt sich einzuklagen, ist sie für einhalbes Jahr zur Lufthansa gegangen, hat Südamerika und Asien angeflogen undirgendwann gemerkt, dass sie schon immer eine Leidenschaft für Immobilien undfür Menschen hatte. So wurde aus dem Umweg ein Weg.
Seit 2001 ist sie bei DAHLER. Damals gab es gerade mal drei DAHLERShops. Heute sind es über 90 Standorte. Dazwischen: ein berufsbegleitendesBWL-Studium, Prokura, Lizenzmanagement, Marketing und schließlich dieGeschäftsführung. Kein Karriereplan vom Reißbrett. Eine Biografie, eineKarriere die gewachsen ist.
In dieser Folge reden wir darüber, was ein Kind mit fast dreiJahren dazu bringt, alleine in den Flieger zu steigen. Warum Ehrlichkeit keineTugend ist, die man behauptet, sondern eine, die man lebt. Was Franchisingwirklich bedeutet und was die meisten dabei missverstehen. Und warum Annikafindet, dass je digitaler die Welt wird, desto wichtiger der Mensch wird.
Und am Ende erzählt sie, was auf ihrer Doppelseite stehenwürde. Schöne Immobilien. Und Kinder, denen es nicht gut geht.
Annika Zarenko auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/annika-zarenko-b9663210a/
Hand in Händchen: https://www.dahlercompany.com/de/unternehmen/soziales-engagement
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Andreas Schulten: "It´s the city, stupid!"
2026/05/20
Andreas Schulten ist jemand, den man schnell in eine Schublade stecken könnte: „Herr der Zahlen“, Analyst, Gesicht einer Branche. Er selbst lacht darüber. Er könne sich Zahlen eigentlich überhaupt nicht merken, sagt er. Was ihn antreibt, ist etwas anderes: die Stadt. Nicht als Asset, nicht als Investitionsstandort – sondern als das, was sie für die Menschen ist, die in ihr leben.
Andreas Schulten, 65, ist in Essen geboren, im Ruhrgebiet aufgewachsen – zwischen Buden im Rolundergebüsch, ersten Zigaretten an der Emscher und einer Gegend, die damals laut und vital war. Er studierte Geografie, weil Raumplanung ein zu langer Weg nach Dortmund gewesen wäre, und landete per Praktikum bei dem, was heute Bulwiengesa heißt – einem kleinen Analyseinstitut in München. 37 Jahre blieb er. 2023 verkaufte er seine Anteile an jüngere Kolleginnen und Kollegen.
Was dieses Gespräch trägt: Andreas ist kein Mensch, der die Rüstung anlegt. Er erzählt von der Krebserkrankung mit 30, von zu großen Ohren in der Schulzeit, von dem Tag, als er nach 20 Minuten Vortrag vor Branchengrößen aufgehört hatte und alle ihn fassungslos angeschaut haben. Und er erzählt davon, warum er heute die Differenz zwischen seiner Miete und der Marktmiete monatlich an soziale Wohnraumprojekte spendet. Weil er es für ungerecht hält, dass er von dem System profitiert, das er kritisiert.
Stadtwerte ist kein Produkt. Es ist, wie er selbst sagt, ein Prozess. Eine Frage, die er stellt: Was macht eine Stadt wirklich wert? Nicht im ökonomischen Sinne. Sondern im menschlichen.
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Martin Eberhardt: "Nochmal alles reinschmeißen"
2026/04/30
Martin Eberhardt hat die meisten Stationen, die eine Karriere in der institutionellen Immobilienwirtschaft erwähnenswert machen, nicht nur erlebt er hat viele davon mitgeprägt.
Von der Debis-Immobilienmanagement-Gesellschaft bei Daimler-Benz bis zum Vorstand der Hannover Leasing: über 30 Jahre auf Führungsebene, immer an der Schnittstelle von Kapital, Immobilie und Nutzer.
Und dann, Ende 2025, der Neustart: Helix Alpha – eine spezialisierte Investment-Plattform für Life Science Real Estate. Labore, Produktionsstätten, Forschungsgebäude. Eine Assetklasse, die aus den USA kommt, in Europa gerade explodiert – und die kaum jemand wirklich durchdringt.
Wir reden in dieser Folge über Herkunft und Prägung, über Führung in der Krise, über das Timing von Mut – und darüber, was einen Manager mit 60 dazu treibt, nochmal alles auf eine Karte zu setzen. Und natürlich: über Fußball. Ü50-Landesliga Hamburg.
Das lernst Du in dieser Folge
• Warum man in der Immobilienwirtschaft immer zuerst den Nutzer verstehen muss – bevor man über Rendite redet
• Was die Bundeswehr mit Führung in der Finanzkrise zu tun hat
• Wie man eine Milliarden-Transaktion in Mailand rettet – als junger Professional mit Schweiß unter den Achseln
• Warum Acid Jazz auf langen Geschäftsreisen das Beste ist, was einem passieren kann
• Was Life Science Real Estate von jeder anderen Assetklasse unterscheidet – und warum das Gebäude hier wirklich nur der Anfang ist
• Wie man nach 30 Jahren noch einmal gründet – und was einen dabei antreibt
Erwähnte Bücher & Referenzen
• Stef Nardolny: Die Entdeckung der Langsamkeit
• Malik / Managementbuch (St. Gallen): Navigation unter Unsicherheit
• Pfnür / Eberhardt / Herr: Transformation der Immobilienwirtschaft (Springer, 2022)
• Podcast-Empfehlung von Oli: Jan-Henrik Goldbeck bei OMR
• Band-Empfehlung: Incognito – Bluey (Gründer & Arrangeur)
Über Martin Eberhardt
Martin Eberhardt FRICS ist Gründer und CEO von Helix Alpha, einer auf Life Science Real Estate spezialisierten Investment- und Fondsplattform mit Sitz in Hamburg. Zuvor war er über 30 Jahre in Führungspositionen bei Union Investment, Bouwfonds Investment Management (Rabobank), Corpus Sireo / Swiss Life Asset Managers sowie zuletzt als CIO DACH bei Corestate Capital und Vorstandsvorsitzender der Hannover Leasing Investment GmbH tätig. Er war Vorstandsvorsitzender der RICS Deutschland und Mitglied des Präsidiums des ZIA. Er ist Diplom-Kaufmann, Immobilienökonom (EBS) und FRICS.
Martin Eberhardt auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/martin-eberhardt-frics-60370b84/
Helix Alpha: https://www.helix-alpha.com/
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Florian Kappes: "Wenn ich einen Tag nicht lache, ist das ein verlorener Tag."
2026/04/14
Florian Kappes ist Gründer von Flex Forward, einer Berliner Beratungsfirma für den europäischen Flex-Office-Markt.
Fast 20 Jahre hat er diese Nische aus jeder Perspektive kennengelernt: als Makler bei der Instant Group, als Operator bei Fora, als Technologieanbieter bei technologywithin. 2026 machte er sich selbstständig.
In dieser Folge sprechen wir über Zufälle, die keine waren. Über das, was man lernt, wenn man eine Branche wirklich von innen und außen kennt. Und über den Moment, in dem man aufhört zu warten.
Flex Forward: www.flexforward.eu
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Links & Erwähnungen
Michael Pabst: "Ankommen ist kein Ziel, Bewegung ist der Zustand."
2026/03/25
Michael Pabst ist Makler, Investor und Projektentwickler in Frankfurt, mit einer Biografie, die so nicht im Lehrbuch steht.
Aufgewachsen bei Nürnberg, Mutter alleinerziehend, früh auf der Hauptschule, dann Sprung zur Fachoberschule, kurz Jura eingeschrieben und bei der Einführungsveranstaltung schon wieder raus.
Stattdessen: ein 800-Euro-Lupo, eine Netzwerkparty in Frankfurt und ein Gespräch mit einem indisch-britischen Investor, der ihn mit einem Handschlag nach Frankfurt geholt hat.
Was danach kommt, erfüllt alle Klischees, die wir in der Branche haben: Privatjets, Porsche-Schlüssel, Monaco-Urlaube aber null Gehalt. Michaels Deal war: Zeit gegen Wissen. Dreieinhalb Jahre arbeitete er für diesen Investor, lernte Immobilien von Grund auf und erkannte irgendwann, dass Lifestyle-Angebote kein Ersatz für echte Beteiligung sind.
Er zog die Konsequenz, bewarb sich, ohne genau zu wissen, wofür und landete bei Knight Frank. Für das spektakulärste Wohnprojekt Deutschlands zu der Zeit: das Four Frankfurt.
Heute betreibt Michael Pabst seine eigene Firma in Frankfurt. Zwei Geschäftsfelder: Maklerei mit Fokus auf Hochhaus-Eigentumswohnungen in Frankfurt und eigene Projektentwicklung.
Er wohnte selbst im OMNITURM, kennt die Türme der Stadt von innen wie kaum ein anderer, und hat eine klare Haltung: Wer Tower-Lifestyle verkaufen will, muss ihn selbst gelebt haben.
Michael ist außerdem jemand, der regelmäßig ins Extremste geht und das ganz bewusst. Ob allein acht Tage im kanadischen Urwald ohne Essen, oder Survival-Trips mit jungen Unternehmern in Polen und Thailand: Er braucht diese Auszeiten, um sich zu erden. Handy weg. Feuer machen. Nachdenken. Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, fiel im Wald.
Wir sprechen über seinen ungewöhnlichen Weg, über den Tower-Lifestyle in Frankfurt, über Verantwortung beim Bauen, über die Frage, warum unsere Städte ihre Identität verlieren und über das, was passiert, wenn man aufhört, auf andere zu hören.
Michael Pabst auf Instagram: https://www.instagram.com/michael__pabst/
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