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Luft nach oben - der Beatmungspodcast

Werben im Podcast: Luft nach oben - der Beatmungspodcast

Dieser Podcast hat
24 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2026/01/28
Neueste Episode
2026/09/25
Durchschnittsdauer
15 min.
Veröffentlichungsintervall
13 Tage

Beschreibung

Von Prof. Dr. Georg Mols, D.E.A.A., MBA & Romina Hohenhaus Im Podcast besprechen wir die physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen des pulmonalen Gasaustauschs und des respiratorischen Systems, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten respiratorischer Störungen. U.a. sprechen wir über die Einstellung der Beatmung oder assistierten Spontanatmung, HighFlow und NIV, die Bauchlage und viele andere Maßnahmen. Der Podcast richtet sich sowohl an Einsteiger in die Intensivmedizin als auch Kolleginnen und Kollegen, die schon viel intensivmedizinische Erfahrung haben und sich mit den physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen auseinandersetzen wollen. Rechtliche Hinweise Für unseren Podcast auf dieser Website nutzen wir den Podcast-Hosting-Dienst LetsCast.fm der Produktgenuss GmbH, Vereinsstraße 51, 20357 Hamburg. Die Produktgenuss GmbH ist ein deutsches Unternehmen und speichert die erhobenen Daten DSGVO-konform auf Servern in Deutschland. Bei Nutzung des Podcast-Players werden lediglich Informationen zur Podcast-Episode, die IP-Adresse sowie die Version des Browsers und Betriebssystems übermittelt. Die IP-Adresse wird in der Datenbank von LetsCast.fm anonymisiert oder pseudonymisiert gespeichert. Die Nutzung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer sicheren und effizienten Bereitstellung, Analyse sowie Optimierung unseres Podcastangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO. Weitere Informationen hierzu siehe Datenschutzerklärung von LetsCast.fm: https://letscast.fm/privacy. Medizinischer Haftungsausschluss Die Informationen in diesem Podcast werden in gutem Glauben und nur zu allgemeinen Informationszwecken bereitgestellt. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der im Podcast (und auf der Webseite) enthaltenen Informationen. Die Inhalte des Podcasts richten sich an medizinische Fachkreise und dienen ausschließlich der allgemeinen Information sowie der ärztlichen Fort- und Weiterbildung. Sie stellen keine individuelle medizinische Beratung dar und können keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapie ersetzen. Die dargestellten Inhalte zu Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren medizinisch-wissenschaftlichen Kenntnisstand. Medizinisches Wissen und Leitlinien unterliegen jedoch einem kontinuierlichen Wandel. Therapieempfehlungen sind stets individuell unter Berücksichtigung des individuellen Patienten, seines konkreten Krankheitsbildes, der Begleiterkrankungen sowie nationaler Leitlinien und Zulassungen zu treffen. Die Anwendung der im Podcast dargestellten Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Schäden materieller oder immaterieller Art, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der angebotenen Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

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Folge 23: Driving Pressure
2026/09/25
Der Driving Pressure ist die Differenz zwischen Plateaudruck und PEEP. Er ist ein Surrogatparameter für die Energieeinwirkung pro Atemzug auf die Lunge. Amato und Kollegen haben 2015 eine retrospektive Datenanalyse und die Idee des Driving Pressure vorgestellt. Die Autoren konnten zeigen, dass die Letalität bei größerem Driving Pressure ansteigt, bei geringerem Driving Pressure sinkt. Der Driving Pressure wird nun sowohl in klinischen Untersuchungen als auch schon am Patientenbett in der Routine verwendet, um die Beatmung einzustellen. Das kann man durchaus so machen. Allerdings steht der harte Nachweis, dass die Letalität dadurch sinkt, noch aus. Die Idee ist bestechend. Vorteilhaft ist auch, dass man kein zusätzliches Equipment oder komplizierte Berechnungen benötigt. Man kann den Wert direkt am Beatmungsgerät ablesen bzw. auf einfachste Weise berechnen. Ob das unseren Patienten wirklich hilft, wissen wir jedoch noch nicht.
Folge 22: Spitzendruck und Plateaudruck
2026/08/28
In der heutigen Folge besprechen wir den Spitzendruck und den Plateaudruck. Für die Dehnung und mögliche Überdehnung der Lunge ist lediglich der Plateaudruck relevant. Der Spitzendruck, aber vor allem die Differenz zwischen Spitzendruck und Plateaudruck wird durch die Gasströmung und die Atemwegswiderstände bestimmt. Ein isolierter Anstieg des Spitzendrucks weist dann auf ein Problem mit dem Atemweg hin. Bedacht werden sollte auch, dass sich Spitzen- und Plateaudruck nur bei volumenkontrollierter Beatmung relevant unterscheiden. Bei druckkontrollierter Beatmung oder BIPAP unterscheiden sich Spitzen- und Plateaudruck nicht. In der Folge diskutieren wir nach diesen Vorüberlegungen die Bedeutung des Plateaudrucks für die Einstellung der Beatmung.
Folge 21: Rekrutierungsmanöver
2026/07/31
Rekrutierungsmanöver wurden lange Zeit auch bei ARDS-Patienten empfohlen bzw. vorgeschlagen. Die vor allem von Burkhard Lachmann in seinem Editorial "Open up the lung and keep the lung open" propagierte Idee war, alle erreichbaren Alveolen zu eröffnen, damit das Atemzugvolumen auf mehr offenes Lungenvolumen zu verteilen und die einzelnen Alveolen somit vor Überdehnung und Scherkräften zu stützen. Leider funktioniert das jedoch nur bei gesunder oder bei Früh-ARDS, bei dem die Lunge noch nicht strukturell verändert ist. Bei fortgeschrittenem ARDS gelingt das nicht mehr, schon allein weil die abhängigen Lungenpartien voll Zellschrott und Eiter sind. Diese Alveolen kann man auch mit sehr hohen Drücken - die Lunge erheblich schädigen können - nicht eröffnen. Hier wäre die Bauchlage die sinnvollere Intervention. Daher sind Rekrutierungsmanöver eben nur bei gesunder oder noch nicht geschädigter, also tatsächlich rekrutierbarer Lunge sinnvoll. Beim fortgeschrittenen ARDS werden sie daher nicht mehr empfohlen.
Folge 20: Andere Lagerungen
2026/07/03
In dieser Episode besprechen wir Alternativen zur Bauchlage, also die 135-Grad-Schwimmer-Position und die 90-Grad-Seitenlage. Die 135-Grad-Lagerung ist beliebt, weil sie weniger aufwändige ist und seltener zur Druckschäden führt. Allerdings gibt es für ihre Anwendung beim ARDS mit beidseitiger Pathologie keine Evidenz. Auch pathophysiologisch ist klar, dass die 135-Grad-Lagerung nicht gleich wirksam wie die echte Bauchlage sein kann. Gleichwohl hat sie genauso wie die 90-Grad-Lagerung eine vernünftige Indikation: Einseitige Pathologien und insbesondere einseitige Atelektasen.
Folge 19: Bauchlage: Wann ist sie indiziert und wie gehen wir praktisch vor?
2026/06/05
Nach Erörterung der Wirkmechanismen der Bauchlage geht es heute mehr um praktische Aspekte: Wann ist die Bauchlage konkret indiziert? Was hat sie für Komplikationen? Wie kann man diese unwahrscheinlicher machen? Wie gehen wir praktisch vor? Wie lange sollte der Patient pro Tag auf dem Bauch liegen? Wie lange im Krankheitsverlauf? Wann hören wir mit der Bauchlagerung wieder auf? Ab sofort gehen wir in den Sommer-Modus. Die nächsten Folgen erscheinen nun nicht mehr in wöchentlichen, sondern in 4-wöchentlichen Abständen. Die nächste Folge (Folge 20: Andere Lagerungen) erscheint somit am 3.7.2026.
Folge 18: Bauchlage: Warum und warum wirkt sie?
2026/05/29
Die heutige Folge wurde live auf dem KOSII in Konstanz aufgenommen. Wir besprechen die Evidenz für die Bauchlage und ihre Wirkmechanismen. D.h. es geht primär um die Frage, warum die Bauchlage beim schweren ARDS die Überlebenschancen unserer Patienten verbessert. In der nächsten Folge geht es um praktische Aspekte der Bauchlage, also wann, wie lange am Tag, wie lange im Krankheitsverlauf und wie.
Folge 17: PEEP bei ARDS
2026/05/22
In der heutigen Folge sprechen wir über den PEEP bei ARDS. In der klinischen Praxis wird der PEEP oft nach der Oxygenierung eingestellt. Auch die berühmte Studie des ARDS-Network nutzte die Oxygenierung als Basis für die Einstellung des PEEP (vgl. Literatur in den Shownotes). Hier wurden die allseits bekannten FiO2/PEEP-Tabellen entwickelt, die sich auf vielen Intensivstationen finden. Die Studie zeigte keinen Unterschied in der Überlebensrate zwischen Hoch- und Niedrig-PEEP-Strategie. Möglicherweise war der PEEP in beiden Gruppen zu niedrig. Viel problematischer ist aber, die Oxygenierung als Basis für die PEEP-Einstellung heranzuziehen. Die Überlegungen dahinter besprechen wir im Podcast. Ebenso, welche Alternativen es gibt bzw. nicht gibt.
Folge 16: Tidalvolumen bei ARDS
2026/05/15
In dieser Folge sprechen wir über das Tidalvolumen (Atemzugvolumen) bei ARDS-Patienten. Lange Zeit wurden 6 mL/kg bezogen auf das Idealgewicht empfohlen. Schon seit gut 20 Jahren ist jedoch klar, dass diese strikte Empfehlung keine gute wissenschaftliche Basis hat. Daher wurden nun endlich die einschlägigen Empfehlungen und Leitlinien korrigiert. Wir sprechen auch über die notwendige Individualisierung des Atemzugvolumens und die praktischen Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin.
Folge 15: Modi der kontrollierten Beatmung
2026/05/08
Heute sprechen wir über die verschiedenen Modi der kontrollierten Beatmung. Zunächst klären wir die Begriffe druckgesteuert, zeitgesteuert, druckkontrolliert und volumenkontrolliert. Dann diskutieren wir das Flussmuster der beiden zeitgesteuerten Modi (druckkontrolliert und volumenkontrolliert) und ihre postulierten und realen Vor- und Nachteile. Schließlich besprechen wir die Indikationen der beiden Modi und ihren Abwandlungen bzw. Weiterentwicklungen.
Folge 14: Die Intubation auf der Intensivstation
2026/05/01
Die Intubation auf der Intensivstation hat ganz andere Herausforderungen als die Intubation im OP. Der Gasaustausch ist oft eingeschränkt, der Patient ist in der Regel nicht nüchtern bzw. hat eine gestörte Magenentleerung, der Kopf des Patienten ist oft schlechter zugänglich als im OP, das Equipment ist oft schlechter als in der Anästhesie etc. Die Intubation kommt zwar auf der Intensivstation häufig vor. Dennoch ist die Routine aller Beteiligten in der Anästhesie in aller Regel größer. Wir besprechen, wie man diese Fallstricke beherrscht und den Intubationsvorgang so sicher wie irgend möglich macht.
Folge 13: Indikationen zur Intubation auf der Intensivstation
2026/04/24
In der heutigen Folge sprechen wir über die Indikation zur Intubation auf der Intensivstation. Wesentlich sind hier ein Versagen der oder Kontraindikationen für die NIV bzw. der konventionellen Sauerstofftherapie, ein Schädel-Hirn-Trauma, Vigilanzminderungen anderer Ursache, mangelnde Sekretdrainage, manifeste, nicht sofort bzw. anders behebbare Hypoxien und nicht behebbare Erschöpfung. Wir diskutieren auch, ob nur zu „Bürozeiten“ extubiert werden sollte, wenn die Intensivstation nicht rund um die Uhr mit einem Facharzt besetzt ist.
Folge 12: Nicht-Invasive Ventilation (NIV)
2026/04/17
Nicht-Invasive Ventilation (NIV) gewinnt immer mehr Popularität. Wir besprechen in dieser Folge, was NIV eigentlich ist, wie diese Technik funktioniert und welche Möglichkeiten man beim Interface hat. Ebenso, wann NIV eingesetzt werden sollte, was gute und was weniger gute Indikationen sind. Besprochen werden auch die Nachteile und Kontraindikationen. Besonders wichtig: NIV sollte nicht überreizt werden. Eine notwendige Intubation sollte nicht durch NIV verzögert werden.
Folge 11: Sauerstoff und HighFlow
2026/04/10
Sauerstoff gehört zu unseren wichtigsten Medikamenten. In der heutigen Folge besprechen wir Indikationen und Applikationsformen von Sauerstoff (verschiedene Masken, Sauerstoff-Brille etc.). Anschließend wird die HighFlow-Therapie und ihre Vorteile gegenüber der konventionellen Sauerstoff-Therapie und ihre möglichen Vorteile gegenüber der Nicht-Invasiven Beatmung (NIV, nächste Folge) diskutiert.
Folge 10: Diagnostik: Blutgasanalyse
2026/04/03
In der heutigen Folge geht es um die Blutgasanalyse. Diskutiert werden zunächst die möglichen Abnahmeorte (venös, gemischt-venös, kapillär und arteriell) und Probleme in der Präanalytik. Anschließend besprechen wir ein mögliches Schema zur strukturierten Interpretation der Blutgasanalyse. Hierbei steht die Oxygenierung am Anfang, wobei zwischen der Frage nach Hypoxie und Oxygenierungsstörung differenziert werden muss. Dann folgt die Interpretation des Säure-Basen-Status und des PCO2, um zwischen Azidose und Alkalose und ihrer jeweiligen Ätiologie (respiratorisch bzw. metabolisch) unterscheiden zu können. Abschließend geht es um den „Beifang“ der Blutgasanalyse, also Hb, Elektrolyte usw.
Folge 9: Diagnostik: Sonographie
2026/03/27
In der heutigen Folge befassen wir uns mit der Sonographie. Schon seit langer Zeit wird sie zur Detektion und Quantifizierung von Pleuraergüssen eingesetzt. Relativ neu (im Vergleich zu anderen Einsatzgebieten der Sonographie) wird sie zur Erkennung eines Pneumothorax, eines Lungenödems oder eine Pneumonie eingesetzt. Hauptvorteile der Sonographie im Vergleich zu CT und Röntgen-Thorax sind die schnelle Verfügbarkeit, die fehlende Strahlenbelastung und die geringen Kosten. Nachteilig sind Untersucherabhängigkeit mit deutlicher Lernkurve und der hohe Zeitaufwand für die Beurteilung des Lungenparenchyms. In vielen, aber nicht allen Fällen kann die Sonographie die Röntgen-Aufnahme des Thorax ersetzen oder zumindest ergänzen. Die Methode sollte jedenfalls wegen o.g. Vorteile noch weiter als bisher verbreitet werden.

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