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Wirklich wahr! - Wissen für Kinder

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This podcast has
50 episodes
Explicit
No
Date created
2026/05/04
Latest episode
2026/09/30
Average duration
13 min.
Release period
6 days

Description

Stimmt das WIRKLICH? Wirklich wahr! ist der dreimal-pro-Woche Wissenspodcast für neugierige Kinder ab 6 Jahren – und für alle Eltern, Großeltern und Lehrkräfte, die gerne mithören und mitlernen. Robin und Lou nehmen euch mit in die Welt der Wissenschaft, Forschung und großen Fragen des Alltags – mit echten Quellen, spannenden Geschichten und drei festen Formaten: 🟡 MONTAG – Wow! Wir entlarven einen großen Wissenschafts-Mythos. Stimmt das mit den 10 % Gehirn? Schmecken Schmetterlinge wirklich mit den Füßen? Sind wir alle Sternenstaub? Hier kriegst du die Antwort, die viele Erwachsene nicht kennen. 🟢 MITTWOCH – Was ist da los? Wir erklären eine aktuelle Nachricht aus Wissenschaft, Forschung oder Welt-Geschehen kindgerecht, einordnend und sicher. Erdbeben, neue Tier-Arten, Medizin für Babys, Marsmissionen – wir machen Nachrichten verständlich, ohne Angst zu machen. 🔵 FREITAG – Frag nach! Wir beantworten eine echte Frage aus unserer Hörerschaft. Können Tiere lügen? Warum müssen wir schlafen? Können Pflanzen sich erinnern? Warum ist Gähnen ansteckend? Mit dabei: Forschende, die genau das untersuchen. Was Wirklich wahr! einzigartig macht: ✓ Jede Folge wird VOR der Produktion durch unser 3-stufiges Editorial Board geprüft – entwicklungspsychologisch (Pädagogik), fachlich-redaktionell (Sachbuch-Standard) und auf Kinderschutz. ✓ Alle Quellen sind in den Show-Notes verlinkt: NASA, ESA, WHO, Max-Planck-Institute, Naturkundemuseen, Fachjournale. ✓ Klare Sprache, kurze Folgen (10 bis 12 Minuten), Kapitel-Marken zum schnellen Wiederfinden. Perfekt für: Schulweg, Frühstück, Auto-Fahrt, Zähneputzen, Hausaufgaben-Pause und „Erzähl mir noch eine Geschichte"-Momente. Schick uns deine Frage an [email protected] – vielleicht ist sie nächsten Freitag die Folge. Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr Kinderpodcasts auf hearooz.de.

Podcast episodes

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Kann dein Körper das Wetter spüren?
2026/09/30
KI-Transparenz: Robin und Lou sind erfundene Figuren. Ihre Stimmen wurden mithilfe generativer KI erzeugt; auch das Skript entstand mit KI-Unterstützung. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei KB&B/HEAROOZ. Kann dein Körper das Wetter spüren? Wärme und Kälte kannst du spüren. Auch Bewegung und Kleidung beeinflussen, wie warm dir ist. Eine feuchte Stirn nach dem Fangenspielen sagt deshalb noch nicht, ob es später regnet: Körpergefühle sind kein verlässlicher Regenalarm. Lou kommt vom Spielen herein und zieht ihre Jacke aus. Auf ihrer Nase ist es nass, obwohl draußen die Sonne scheint. Ein winziges Regengebiet? Robin und Lou finden heraus, woher der Schweiß kommt und wie er beim Verdunsten kühlt. Dann gehen sie zum geschlossenen Fenster. Als die ersten Tropfen an die Scheibe klopfen, wird aus Lous Wettertipp eine neue Frage: Hat ihre Stirn das wirklich vorher gewusst? Warum dir beim Rennen warm wird und welche Rolle deine Jacke dabei spielt. Was Verdunsten bedeutet: Wasser gelangt als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft. Warum ein Körpergefühl etwas anderes ist als ein Thermometer oder ein Wetterbericht. Wie wir Beschwerden ernst nehmen, ohne ihre Ursache einfach zu erraten. Ratet mit: Drei kleine Wetterfragen laden zum Mitdenken ein. Was weißt du jetzt, was vermutest du für später – und darf auch ein falscher Tipp auf dem Wetterzettel stehen? Einfach zuhören ist genauso willkommen. Wirklich-wahr-Stempel: Jetzt spüren ist etwas anderes als vorher wissen. Beim Toben kann dir warm werden, auch ohne warmes Wetter. Wenn du Beschwerden hast oder dir Sorgen machst, sag einer vertrauten erwachsenen Person Bescheid. Folge 51 von Wirklich wahr!, dem Wissenspodcast von HEAROOZ für Kinder ab 6 Jahren und Familien. Rund neun Minuten über Wetter, Körpergefühl und neugieriges Beobachten – mit einer gespielten Fensterszene und drei Fragen zum Mitdenken. Deine Frage an uns: Schick uns deine Frage oder Idee gemeinsam mit einem Erwachsenen an [email protected] oder über das Kontaktformular auf hearooz.de. Weitere Folgen findet ihr bei Wirklich wahr! auf HEAROOZ. Auf hearooz.de könnt ihr auch andere Podcasts für Kinder und Familien entdecken. Quellen für Eltern und alle Neugierigen IQWiG: Wie funktioniert die Haut? – Wärme- und Kälteempfinden sowie Aufgaben der Haut. gesund.bund.de: Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit – Wie verdunstender Schweiß beim Abkühlen hilft. Deutscher Wetterdienst: Fragen zur gefühlten Temperatur – Einflüsse von Wetter, Bewegung und Kleidung. BGHM/DGUV: Hitzearbeit erkennen – beurteilen – schützen – Grundlagen zur Wärmeentstehung bei Muskelarbeit und zum Einfluss der Kleidung, Ausgabe 2013, Seiten 9–10. Die Arbeitsschutzempfehlungen für Erwachsene sind kein Mitmachauftrag für Kinder. USGS: Evaporation and the Water Cycle – Erklärung der Verdunstung und Verdunstungskühlung, auf Englisch. Deutscher Wetterdienst: Allgemeines zur Wetterfühligkeit – Ergänzende Einordnung individueller Beschwerden. Deutscher Wetterdienst: Wettermodelle – Beobachtungsdaten und Berechnungen als Grundlage der Vorhersage. Recherche- und Quellenstand: 27. September 2026. Eine Produktion von HEAROOZ, dem Kinder-Podcast-Label von KB&B – Family Marketing Experts. Mehr über KI bei HEAROOZ.
Warum werden deine Finger im Wasser schrumpelig?
2026/09/28
KI-Transparenz: Robin und Lou sind erfundene Figuren. Ihre Stimmen wurden mithilfe generativer KI erzeugt; auch das Skript entsteht mit KI-Unterstützung. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei KB&B/HEAROOZ. Warum werden Finger im Wasser schrumpelig? Die typischen Wasserfalten entstehen durch eine aktive Reaktion: Nerven beeinflussen kleine Blutgefäße in den Fingerkuppen. Die Gefäße werden enger, das Volumen im weichen Gewebe verändert sich, und die Haut darüber bildet Falten. Die Vorstellung vom vollgesogenen Schwamm erklärt das allein nicht. Unsere fünfzigste Folge! Lou gibt ihrer Zeichnung einen Ehrenplatz. Am gemeinsamen Zeichentisch entdecken Robin und Lou eine Fingerlandschaft aus Bergen und Tälern. Zusammen schauen sie unter die Oberfläche: Was hat das autonome Nervensystem damit zu tun? Könnten die Falten beim Greifen nasser Dinge helfen? Und warum ähneln sich Faltenmuster auf Aufnahmen verschiedener Zeitpunkte? Wie Wasserfalten entstehen und was der Vergleich mit einem Kissenbezug erklären kann. Warum die Idee vom Reifenprofil für Finger eine Hypothese bleibt: Greifversuche liefern unterschiedliche Befunde. Was eine Studie von 2025 über wiederkehrende Faltenrichtungen zeigt – und was sie nicht beweist. Mitdenken ohne Wasser: Sortiert Aussagen in Beobachtung, Erklärung und offene Frage. Wer mag, zeichnet später eine Fantasie-Fingerlandschaft mit einer eigenen Forschungsfrage oder erzählt sie jemandem. Einfaches Zuhören zählt genauso; ein Wasser- oder Körpertest ist dafür nicht nötig. Wirklich-wahr-Stempel: Entstehungsmechanismus und möglicher Nutzen sind verschiedene Fragen. Nerven und Gefäßverengung sind gut belegt. Ein Vorteil beim Greifen ist von Aufgabe und Versuchsbedingungen abhängig; aus einzelnen positiven Ergebnissen folgt kein allgemeines Sicherheitsversprechen. Ein Wissenspodcast über Körper und Forschung für Kinder von 6 bis 12 Jahren und Familien. Deine Frage an uns: Schick uns deine Frage oder Idee gemeinsam mit einem Erwachsenen an [email protected] oder über das Kontaktformular auf hearooz.de. Ihr müsst dafür keine Fotos eurer Hände einsenden. Auf Wirklich wahr! bei HEAROOZ findet ihr weitere Folgen. Entdeckt auf hearooz.de auch andere Podcasts für Kinder und Familien. Quellen zum Weiterfragen Wilder-Smith & Chow (2003): Wasserfalten und die Verengung von Blutgefäßen – Abstract der Originalstudie mit Durchblutungsmessungen. Kareklas, Nettle & Smulders (2013): Nasse Gegenstände mit Wasserfalten greifen – Positiver Befund bei einer Umsetzaufgabe. Haseleu und Team (2014): Kein Greifvorteil in einer vergleichbaren Untersuchung – Wichtiger Gegenbefund. Davis (2021): Wasserfalten und der Einsatz von Greifkraft – Andere Messaufgabe, mit Grenzen durch selbst gewählte Versuchsgruppen. Laytin & German (2025): Wiederkehrende Muster von Wasserfalten – Abstract zur Ähnlichkeit von Faltenrichtungen auf Aufnahmen verschiedener Zeitpunkte. Tom Smulders: Warum werden Finger im Wasser schrumpelig? – Deutschsprachige Erklärung des Forschers; Einstieg und Quellenliste frei lesbar, Gesamtartikel teilweise hinter Bezahlschranke. Recherche- und Quellenstand: 26. September 2026. Eine Produktion von HEAROOZ, dem Kinder-Podcast-Label von KB&B – Family Marketing Experts. Mehr über KI bei HEAROOZ.
Warum regnet es eigentlich?
2026/09/25
KI-Transparenz: Robin und Lou sind erfundene Figuren. Ihre Stimmen wurden mithilfe generativer KI erzeugt; auch das Skript entstand mit KI-Unterstützung. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei KB&B/HEAROOZ. Warum regnet es eigentlich? Wasser in Wolken muss zu größeren Tropfen oder Eisteilchen wachsen, die nach unten gelangen können. Für Regen am Boden muss es dort als flüssiges Wasser ankommen. Manche Tropfen verdunsten schon unterwegs. Lou beobachtet Wolken, die weiterziehen, ohne dass es regnet. Dabei ist doch Wasser darin! Robin und Lou verfolgen den Weg vom winzigen Wolkentröpfchen bis zum Regen auf der Jacke. Sie begegnen Luftwirbeln, zusammenwachsenden Tropfen und einem möglichen Umweg über Eis. Das entdeckt ihr: Warum Wasserdampf unsichtbar ist und sichtbare Wolken aus Tröpfchen oder Eisteilchen bestehen. Wie Verdunstung und Kondensation zum Wasserkreislauf gehören. Warum nicht aus jeder Wolke Regen fällt und was Forschende noch genauer verstehen möchten. Mitdenken: Bei der Wolkenprüfung könnt ihr rätseln oder einfach zuhören. Wir gehen einer typischen Kinderfrage nach. Freiwillige Beobachtung für später: Vergleicht zwei möglichst gleiche, geschlossene, dichte und unzerbrechliche Trinkflaschen ohne Isolierung: eine mit Wasser aus dem Kühlschrank, eine mit Wasser auf Zimmertemperatur. Kein Glas und nichts Gefrorenes. Trocknet beide außen ab und stellt sie auf ein Tablett mit trockenem Tuch, sicher am Tisch und fern von Steckdosen und Geräten. Lasst einen Erwachsenen helfen, wenn etwas zu hoch steht. Die Flaschen bleiben geschlossen. Schaut nach einigen Minuten, ob außen Tropfen entstanden sind. Auch wenn beide trocken bleiben, ist das eine Beobachtung. Wirklich-wahr-Stempel: Die Flaschenbeobachtung zeigt nur ein Puzzleteil: Wasserdampf kann an einer kalten Oberfläche flüssig werden. Sie bildet keinen ganzen Regenschauer nach. Die Forschungsstudie von 2024 betrifft bestimmte warme Wolken und erklärt nicht automatisch jeden Schauer. Ein Wissenspodcast über Wetter und Natur für Kinder von 6 bis 12 Jahren und Familien. Deine Frage an uns: Was möchtest du wissen? Schick uns deine Frage oder Idee gemeinsam mit einem Erwachsenen an [email protected] oder über das Kontaktformular auf hearooz.de. Auf Wirklich wahr! bei HEAROOZ findet ihr weitere Folgen. Entdeckt auf hearooz.de auch andere Podcasts für Kinder und Familien. Quellen zum Weiterfragen Deutscher Wetterdienst: Erläuterungen zum Niederschlag (Stand Januar 2022) – Deutschsprachige amtliche Einordnung der Wachstumsprozesse. Met Office: Clouds – Woraus Wolken bestehen – Unsichtbarer Wasserdampf und sichtbare Wolkenteilchen. USGS: Evaporation and the Water Cycle – Verdunstung im Wasserkreislauf. USGS: Condensation and the Water Cycle – Wie Wasserdampf wieder flüssig wird. Met Office: Dew – Tropfen an kalten Oberflächen – Die Bedingungen für Kondensation. National Weather Service: Cloud Development – Der Abschnitt „Making Clouds and Rain“ erklärt Wachstum und Sinken von Wolkentröpfchen. Met Office: Snow – Eiskristalle und Schneeflocken – Auch das Schmelzen beim Fallen durch wärmere Luft wird erklärt. Met Office: Unusual cloud formations – Im Abschnitt „Virga“ geht es um Niederschlag, der den Boden nicht erreicht. Chandrakar et al.: Luftwirbel und die Entstehung von Regen (PNAS, 2024) – Originalstudie mit Flugzeugmessungen und Computersimulationen; englischer Abstract mit Volltextverweis. Recherche- und Quellenstand: 19. September 2026. Eine Produktion von HEAROOZ, dem Kinder-Podcast-Label von KB&B – Family Marketing Experts. Mehr über KI bei HEAROOZ.
Warum braucht ein Fluss mehr als sauberes Wasser?
2026/09/23
KI-Transparenz: Robin und Lou sind erfundene Figuren. Ihre Stimmen wurden mithilfe generativer KI erzeugt; auch das Skript entstand mit KI-Unterstützung. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei KB&B/HEAROOZ. Warum braucht ein Fluss mehr als sauberes Wasser? Tiere und Pflanzen benötigen auch passende Lebensräume und Verbindungen zu anderen Gewässerabschnitten. Ob eine Veränderung hilft, müssen Fachleute untersuchen. Große Steine im Fluss – was sollen die dort? An der Wupper in Wuppertal wurde ein Abschnitt mit Steinen und tieferen Stellen umgestaltet. Diese Nachricht bringt Robin und Lou auf drei Fragen: Was steckt im Wasser? Welche Lebensplätze gibt es? Und welche Tiere und Pflanzen leben tatsächlich dort? Das entdeckt ihr: Was Renaturierung bedeutet und wozu abwechslungsreiche Strömung und Verstecke dienen können. Warum klares Wasser nicht automatisch unbelastet ist und Abwasserbehandlung nicht alle Probleme löst. Weshalb eine fertige Baumaßnahme noch kein Beweis für zurückgekehrte Tiere ist. Mitdenken beim Flussplan-Spiel: Ordnet erfundene Beobachtungen den Feldern Wasser, Lebensplätze und Bewohner zu. Ihr könnt einfach zuhören oder später mit Papier und Stift am Tisch mitmachen. Ihr braucht weder Wasserproben noch einen Ausflug ans Ufer. Baut keine Sperren und werft nichts in Bäche oder Flüsse. Wirklich-wahr-Stempel: Der Umbau an der Wupper ist dokumentiert. Welche Tiere die neuen Strukturen nutzen, belegt die Projektmeldung noch nicht. Die erwähnte europäische Langzeitstudie untersucht Daten bis 2020, keine neue Messung an der Wupper. Ein Wissenspodcast über Natur und Umwelt für Kinder von 6 bis 12 Jahren und Familien. Deine Frage an uns: Was möchtest du wissen? Schick uns deine Frage oder Idee gemeinsam mit einem Erwachsenen an [email protected] oder über das Kontaktformular auf hearooz.de. Auf Wirklich wahr! bei HEAROOZ findet ihr weitere Folgen. Entdeckt auf hearooz.de auch andere Podcasts für Kinder und Familien. Quellen zum Weiterfragen Wupperverband: Wupper-Renaturierung in Wuppertal abgeschlossen (14.09.2026) – Bericht des Projektträgers zum Bauabschluss vom 8. September; noch keine biologische Wirkungsbilanz. Umweltbundesamt: Ökologischer Zustand der Fließgewässer – Methoden zur Bewertung der Lebensgemeinschaften. Umweltbundesamt: Schadstoffkonzentrationen in Fließgewässern – Verbesserungen und verbleibende Belastungen. Umweltbundesamt: Gewässerschutz benötigt effiziente Abwasserbehandlung – Möglichkeiten und Grenzen der Reinigung. Umweltbundesamt: Renaturierung von Fließgewässern – Fachinformationen zu verschiedenen Maßnahmen. Haase et al.: Die Erholung europäischer Süßwasser-Artenvielfalt stockt (2023) – Originalstudie mit Daten von 1968 bis 2020; englischer Abstract mit Verlagsverweis. Sundermann, Stoll und Haase: Wiederbesiedlung und Arten in der Umgebung (2011) – Originalstudie zu 24 deutschen Renaturierungsprojekten. BAFU/Eawag: Praxisdokumentation zur Wirkungskontrolle – Wie Veränderungen nach einer Revitalisierung untersucht werden. BAFU: Revitalisierungen – Grundlagen und Erfolgsfaktoren. Umweltbundesamt: Naturnahe Gewässerunterhaltung – Auch Holz kann Lebensraum bieten; Veränderungen gehören in fachkundige Hände. Recherche- und Quellenstand: 19. September 2026. Eine Produktion von HEAROOZ, dem Kinder-Podcast-Label von KB&B – Family Marketing Experts. Mehr über KI bei HEAROOZ.
Warum verrät dein Gesicht nicht alles, was du fühlst?
2026/09/21
KI-Transparenz: Robin und Lou sind erfundene Figuren. Ihre Stimmen wurden mithilfe generativer KI erzeugt; auch das Skript entstand mit KI-Unterstützung. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei KB&B/HEAROOZ. Kann man Gefühle am Gesicht ablesen? Mimik gibt Hinweise, aber sie verrät nicht eindeutig, was jemand fühlt. Ein Lächeln oder gerunzelte Augenbrauen können zu unterschiedlichen Geschichten gehören. In dieser Wow!-Folge von Wirklich wahr! – Wissen für Kinder fragen Robin und Lou genauer nach: Wie bewegen Gesichtsmuskeln unsere Miene? Warum spielt die Situation beim Verstehen eine Rolle? Und weshalb hilft freundliches Nachfragen oft mehr als schnelles Raten? Das entdeckt ihr: Wie Gesichtsmuskeln reagieren und warum eine schnelle Reaktion noch kein Gedankenlesen ermöglicht. Was Forschende über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Gesichtsausdrücken untersuchen. Warum niemand seine Gefühle für andere passend vormachen oder erklären muss. Mitdenken: Erfindet zwei freundliche Geschichten zu derselben beschriebenen Miene. Es gibt nichts zu gewinnen oder zu verlieren; Zuhören genügt. Ihr braucht keine Fotos und filmt niemanden. Wer über seine Gefühle nicht sprechen möchte, darf das sagen. Ein Wissenspodcast für Kinder von 6 bis 12 Jahren, besonders für neugierige Acht- bis Zehnjährige und Familien, die gemeinsam weiterfragen möchten. Deine Frage an uns: Was möchtest du wissen? Schick uns deine Frage oder Idee gemeinsam mit einem Erwachsenen an [email protected] oder über das Kontaktformular auf hearooz.de. Auf Wirklich wahr! bei HEAROOZ findet ihr weitere Folgen. Entdeckt auf hearooz.de auch andere Podcasts für Kinder und Familien. Quellen zum Weiterfragen StatPearls: Gesichtsmuskeln – Anatomy, Head and Neck: Facial Muscles (2024) – Anatomischer Fachüberblick. Rinn: Die Steuerung von Gesichtsausdrücken (1984) – Grundlagenübersicht; englischer Abstract. Dimberg und Thunberg: Schnelle Muskelreaktionen auf Gesichtsausdrücke (1998) – Originalstudie; kein Nachweis für Gedankenlesen. Aviezer, Trope und Todorov: Körperkontext und intensive Gesichtsausdrücke (2012) – Originalstudie; englischer Abstract. Max-Planck-Institut: Sind emotionale Gesichtsausdrücke in allen Kulturen gleich? (2008) – Deutschsprachiger Forschungsbericht. Rychlowska et al.: Unterschiedliche soziale Funktionen des Lächelns (2017) – Originalabstract der Fachgesellschaft. Barrett et al.: Grenzen der Gefühlsdeutung aus Gesichtsbewegungen (2019) – Forschungsübersicht mit offenem Volltext. Cowen et al.: Ähnliche Gesichtsausdrücke in ähnlichen Situationen weltweit (2020/2021) – Originalstudie; Kontextmuster sind kein sicherer Nachweis innerer Gefühle. Brooks et al.: Die Bedeutung von Gesichtsausdrücken in verschiedenen Kulturen (2024) – Originalstudie; englischer Abstract mit Volltextverweis. Max-Planck-Institut: Bewegte Gesichtsausdrücke und ihre Erkennung (2009) – Deutschsprachiger Bericht zur Originalstudie. Wupperverband: Wupper-Renaturierung in Wuppertal abgeschlossen (14.09.2026) – Quelle für den Ausblick auf Folge 48. Recherche- und Quellenstand: 19. September 2026. Eine Produktion von HEAROOZ, dem Kinder-Podcast-Label von KB&B – Family Marketing Experts. Mehr über KI bei HEAROOZ.
Warum ist Wasser eigentlich nass?
2026/09/18
„Wasser ist doch einfach nass." Genau das hat Lou gesagt - und Robin lässt es ihr nicht durchgehen. In dem Satz stecken zwei Fehler. Der erste liegt beim Wasser. Der zweite steckt in dir, und in jedem Menschen. Nass ist nichts, was das Wasser hat. Wasser wird von allem angezogen, was es berührt - und gleichzeitig hält es sich selbst fest. Welche der beiden Kräfte gewinnt, entscheidet, was passiert. Auf deiner Haut gewinnt die erste: das Wasser bleibt lieber bei dir, läuft auseinander und legt sich flach hin. Genau das nennst du nass. Bei der Ente gewinnt die andere: das Wasser bleibt lieber bei sich, macht eine Kugel und rollt weg. Gleiches Wasser, anderes Ergebnis. Und nein, es liegt nicht am Öl. Enten fetten ihre Federn zwar jeden Tag ein. Aber das ist Pflege. Lange dachten alle, davon perle das Wasser ab - eine Übersichtsarbeit von zweitausendvierundzwanzig hält fest: es perlt auch ohne das Öl. Der Grund ist die Feder selbst, wie sie gebaut ist. Dasselbe siehst du an einer Regenjacke. Der Weltmeister im Abperlen ist eine Pflanze. Auf einem Lotusblatt bleibt ein Tropfen fast gar nicht liegen - unter ihm ist fast nur Luft, er liegt nur ganz oben auf. Und wenn er wegrollt, nimmt er den Dreck mit. Ein Botaniker hat in den siebziger Jahren unter dem Mikroskop nachgeschaut, warum das Blatt sauber bleibt: es ist gar nicht glatt, sondern voller winziger Hügel mit Wachs darauf. Aus dieser einen Beobachtung sind selbstreinigende Farben und Stoffe geworden. Und dann kommt die zweite Hälfte, und die ist die verrücktere. Frag dich mal, womit du eigentlich merkst, dass etwas nass ist. Mit der Haut? Ja. Aber womit genau? Nass-Fühler gibt es nicht. Kein einziger. In deiner ganzen Haut ist keine Stelle, die nur für nass zuständig ist. Dein Gehirn rechnet: es nimmt Kälte und Berührung, und macht daraus blitzschnell ein Gefühl. So schnell, dass es sich wie Fühlen anfühlt. Deshalb fühlt sich kaltes Wasser nasser an als warmes - bei genau gleich viel Wasser. Das wurde an dreizehn Menschen gemessen. Bei Kindern hatte das lange keiner nachgemessen. Bis vor kurzem: vierundsiebzig Menschen, von sieben Jahren bis über fünfzig, vier Stellen am Körper. Ergebnis: Kinder fühlen es im Großen und Ganzen genauso wie Erwachsene. Überraschend war etwas anderes - kaltes Wasser hat der Fußrücken stärker gespürt als der Nacken. Das hörst du in dieser Folge Warum „nass" nichts ist, was das Wasser hat Die zwei Richtungen: Wasser wird von allem angezogen - und von sich selbst Warum eine Ente trocken bleibt, und warum das Öl nicht der Grund ist Das Lotusblatt: ein Tropfen, der fast schwebt, und ein Blatt, das sich selbst putzt Wie aus einem Blick durchs Mikroskop selbstreinigende Farben wurden Der große Aha: du hast gar keine Nass-Fühler in der Haut Wie dein Gehirn aus Kälte und Berührung ein Gefühl zusammenrechnet Die neue Messung an vierundsiebzig Menschen ab sieben Jahren Der Gleich-viel-Test: zwei Becher, gleich viele Tropfen, ein überraschendes Ergebnis Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren. Die Folge stellt eine Frage, die zuerst albern klingt, und macht daraus einen echten Aha-Moment - mit einem Selbstversuch, den jedes Kind zu Hause machen kann. Für Eltern, die beim Mithören selbst etwas lernen. Für Lehrkräfte in Sachunterricht Klasse 1 bis 6: Wahrnehmung, Oberflächen, Bionik. Spielzeit rund 12 Minuten. Der Gleich-viel-Test - die Mitmach-Aufgabe Du brauchst zwei Becher und einen Erwachsenen, der dir das Wasser einlässt - in den einen handwarmes, in den anderen kühles. Das Einlassen macht jemand, der das kennt, weil aus dem Hahn ohne Vorwarnung richtig heißes Wasser kommen kann. Den Versuch machst du. Ein paar Tropfen aus dem handwarmen Becher auf den einen Unterarm, genau so viele aus dem kühlen auf den anderen. Gleich viel - das ist der ganze Trick. Dann warte einen Moment und spür nach: welches fühlt sich nasser an? Du kannst auch den Handrücken nehmen oder den Fußrücken, such dir aus, wo du gut hinkommst. Wisch die Tropfen danach weg, damit keiner ausrutscht. Und wenn du keine Lust hast oder gerade keiner Zeit hat: denk es dir einfach, das geht auch. Kapitel 00:00 Kurz vorweg00:10 „Wasser ist halt nass" - Jontes Frage00:45 Wirklich wahr! Begrüßung01:07 Was heißt „nass" überhaupt?02:27 Bleiben oder abperlen - die erste Hälfte03:56 Der Weltmeister im Abperlen: das Lotusblatt05:29 Der Fehler in dir: keine Nass-Fühler07:22 Der Gleich-viel-Test zum Mitmachen09:02 Wirklich-wahr-Stempel: unsere Quellen09:37 Schreib uns10:10 Outro und Cliffhanger zur Montags-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Ist Wasser selbst nass? Das ist eine Wortspielfrage, keine Sachfrage - sie führt in eine Definition statt in die Physik. Deshalb stellen wir sie in der Folge nicht. Die Sachfrage lautet: Was passiert, wenn Wasser auf etwas trifft? Und die hat eine Antwort. Warum wird eine Ente nicht nass - liegt das nicht am Öl? So stand es jahrzehntelang in Büchern, und es stimmt nicht. Eine systematische Übersichtsarbeit von zweitausendvierundzwanzig fasst den Stand zusammen: die Federstruktur stößt Wasser ab, mit oder ohne Öl. Bei Vögeln, denen die Drüse fehlte, änderte sich weder Federstruktur noch Benetzbarkeit. Das Öl hält die Federn geschmeidig - es ist Pflege, nicht Regenschutz. Wir haben wirklich keinen Nass-Sinn? Wirklich nicht. Die Arbeit von zweitausendvierzehn schreibt wörtlich, dass Menschen keine eigenen Hautrezeptoren für Nässe haben. Das Gefühl entsteht im Kopf, aus Temperatur und Berührung zusammen. Blockiert man die Nervenfasern, die beides tragen, sinkt das Nässe-Empfinden deutlich. Ist der Versuch für Kinder sicher? Ja, so wie er in der Folge steht. Das Wasser lässt ein Erwachsener ein, das Kind arbeitet danach mit zwei Bechern - nicht am Hahn. Der Grund dafür wird im Text ausgesprochen, weil Kinder eine Regel mit Grund zuverlässiger befolgen. Die Folge sagt außerdem, dass der Versuch freiwillig ist und als Gedankenversuch genauso funktioniert. Stimmt es, dass der Fußrücken empfindlicher ist als die Hand? Das behaupten wir nicht. Gemessen wurden vier Stellen: Stirn, Nacken, Unterarm, Fußrücken. Kaltes Wasser wurde am Fußrücken stärker gespürt als im Nacken. Über die Hand sagt die Messung nichts, und die Folge deshalb auch nicht. Wer ist Jonte? Ein achtjähriger Hörer, der uns diese Frage geschrieben hat. Er ist ein echtes Kind, seine Frage ist echt, und seine Eltern haben uns erlaubt, seinen Vornamen zu nennen. Mehr als Vorname und Alter wollen wir von keinem Kind wissen. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 045 - Was ist da los? Warum dein Gehirn nachts aufräumt Folge 044 - Wow! Warum klingt deine Stimme in einer Aufnahme so fremd? Folge 043 - Frag nach! Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen? Quellen und Belege Valenza, Blount, Ward u. a., Experimental Physiology - Nässe-Wahrnehmung an vier Körperstellen bei 7- bis 16-Jährigen, 74 Personen insgesamt Filingeri, Fournet, Hodder & Havenith (2014), Journal of Neurophysiology 112:1457-1469 - der Mensch hat keine eigenen Rezeptoren für Nässe Muzio & Rubega (2024), Journal of Avian Biology - was wir über das Abperlen an Federn wirklich wissen: die Struktur stößt ab, mit oder ohne Öl (Open Access) Barthlott & Neinhuis (1997), Planta 202:1-8 - der Lotus-Effekt; Einordnung und Person über die Universität Bonn Ensikat, Ditsche-Kuru, Neinhuis & Barthlott (2011), Beilstein Journal of Nanotechnology 2:152-161 - die Struktur der Lotus-Oberfläche und ihre Grenzen (Open Access) Spektrum, Lexikon der Physik: Benetzung - warum eine Flüssigkeit sich ausbreitet oder abperlt Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Staffel 4 heißt „Dein Körper weiß mehr als du denkst" und läuft vom 7. September bis 2. Oktober 2026. Wir sagen dir bei jedem Fakt, woher er kommt. In dieser Folge haben wir dabei eine Erklärung aussortiert, die in vielen Büchern steht - die Sache mit dem Entenöl. Schreib uns! Du hast auch eine Frage? Schick sie an [email protected]. Am besten zusammen mit einem Erwachsenen, und mehr als dein Vorname und wie alt du bist muss nicht dabeistehen. Vielleicht wird daraus eine ganze Folge - bei Jonte war es genau so. Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert. Alle Inhalte werden vor der Produktion von Menschen recherchiert und geprüft. Mehr dazu auf hearooz.de.
Warum dein Gehirn nachts aufräumt
2026/09/16
„Mein Gehirn räumt nachts auf? Muss ich da helfen?" Lou traut sich nicht ins Bett. Robin beruhigt sie in den ersten Sekunden - und dann erzählt er ihr, was da wirklich passiert. Es ist besser als gedacht: Es geht nur, wenn du gar nichts tust. Dein Gehirn arbeitet den ganzen Tag, und beim Arbeiten fällt etwas an. Überall im Körper gibt es feine Röhrchen, die Abfall wegtragen - im Kopf hat man jahrzehntelang keine gefunden. Erst zweitausendfünfzehn hat ein Team welche entdeckt, aber nicht in der Mitte des Gehirns, sondern außen, in der Haut, die es umhüllt. Zwei Jahre später wurden sie beim Menschen sichtbar gemacht. Damit war die eigentliche Frage erst scharf: Wie kommt etwas aus der Mitte bis zum Abfluss? Die Antwort ist Wasser. Dein Gehirn schwebt in klarer Flüssigkeit, in Hirnwasser. Und nachts wird daraus eine Spülung: die Nervenzellen machen langsame Wellen, die Blutgefäße werden abwechselnd ein bisschen weiter und ein bisschen enger - wie eine Pumpe, die keine Eile hat. Zweitausendneunzehn haben dreizehn Freiwillige in einem großen Messgerät geschlafen. Man hat drei Dinge gleichzeitig aufgezeichnet, jedes Mal in derselben Reihenfolge: die Welle im Gehirn, dann das Blut, dann eine Welle Hirnwasser. Etwa alle zwanzig Sekunden eine. Nur im Tiefschlaf. Im Januar zweitausendsechsundzwanzig kam die Nachricht, um die es in dieser Folge geht: Fast vierzig Erwachsene haben je zwei Nächte in einem Messgerät geschlafen - einmal normal, einmal viel zu kurz. Am Morgen wurde Blut abgenommen. Wer nachts mehr Flüssigkeitsbewegung im Kopf hatte, hatte morgens mehr Abfallstoffe im Blut. Was nachts aus dem Kopf hinausgeht, kann man morgens woanders wiederfinden. Und dann kommt der Teil, den wir nicht verschweigen. Ein Labor in London hat zweitausendvierundzwanzig genau das Gegenteil gemessen: im Schlaf werde weniger weggeräumt, nicht mehr. Beide Teams haben mit Mäusen gearbeitet, aber unterschiedlich gemessen - einmal Farbstoff direkt ins Gewebe, einmal ins Hirnwasser. Sie haben es beide aufgeschrieben, in derselben Zeitschrift, nacheinander. Höflich, aber deutlich. Wer recht hat, weiß gerade niemand. Und genau daraus macht diese Folge ihre wichtigste Botschaft: Nachprüfen ist der eigentliche Beruf. Das hörst du in dieser Folge Warum das Aufräumen nur geht, wenn du nichts tust Das Rätsel der fehlenden Röhrchen - und wo sie zweitausendfünfzehn gefunden wurden Hirnwasser: die Spülung, die dein Kopf selbst mitbringt Eine Welle alle zwanzig Sekunden, gemessen bei dreizehn schlafenden Menschen Die Pumpe: Nervenzellen, dann Blutgefäße, dann Wasser - immer in dieser Reihenfolge Die Nachricht vom Januar zweitausendsechsundzwanzig: nachts im Kopf, morgens im Blut Ein echter Forschungsstreit, kindgerecht erzählt - und warum das gut ist Wie viel Schlaf ein Kind braucht, und warum zwei Stunden Abweichung völlig normal sind Das Faul-Spiel: Hand auf die Brust, und du kannst nichts falsch machen Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, gern auch zum Einschlafen - die Folge macht keine Angst und verlangt nichts. Für Eltern, die eine gute Antwort auf „warum muss ich ins Bett" suchen, die nicht nach Erziehung klingt. Für Lehrkräfte in Sachunterricht und Biologie Klasse 1 bis 6, und als Beispiel dafür, wie Wissenschaft mit Uneinigkeit umgeht. Spielzeit rund 13 Minuten. Das Faul-Spiel - die Mitmach-Aufgabe Heute Abend, wenn du im Bett liegst: leg eine Hand auf die Brust. Nur auflegen. Dann spürst du dein Herz - das ist die schnelle Welle, die kannst du fühlen. Die langsame kommt erst, wenn du längst schläfst: eine, während dein Herz fünfundzwanzig Mal klopft. Du musst nichts zählen und nichts merken. Wenn du dabei einschläfst, hast du alles richtig gemacht. Dieses Spiel kann man nicht falsch machen. Kapitel 00:00 Kurz vorweg00:09 „Ich trau mich nicht ins Bett"00:48 Wirklich wahr! Begrüßung01:28 Was ist passiert? Die Messung im Januar02:38 Das Rätsel der fehlenden Röhrchen04:00 Warum es nur nachts geht04:35 Die Pumpe und die Welle alle zwanzig Sekunden06:09 Der Streit: zwei Teams, zwei Ergebnisse07:11 Wer gerade nachprüft08:01 Was bedeutet das für dich?09:49 Das Faul-Spiel10:33 Wirklich-Wahr-Stempel: unsere Quellen11:09 Schreib uns11:26 Outro und Cliffhanger zur Freitags-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Räumt mein Gehirn wirklich nachts auf? Im Tiefschlaf wird geräumt - darüber sind sich alle Forschenden einig, auch die, die dem Rest widersprechen. Umstritten ist, wie viel dabei rausgeht und wie gut sich Ergebnisse von Mäusen auf Menschen übertragen lassen. Wir sagen das in der Folge auch so. Merkt man das? Nein. Die Welle kommt etwa alle zwanzig Sekunden und ist nicht spürbar. Bei dir persönlich hat es auch niemand gemessen - gemessen wurde bei Erwachsenen. Man nimmt an, dass es bei Kindern gleich läuft, weil Köpfe sich sehr ähnlich sind. Angenommen ist aber nicht dasselbe wie gemessen, und das sagen wir in der Folge ausdrücklich. Wie viel Schlaf braucht mein Kind? Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gibt für Sechsjährige im Schnitt rund elf Stunden an - mit dem ausdrücklichen Zusatz, dass Abweichungen von bis zu zwei Stunden völlig normal sind, und dass der Bedarf mit dem Alter sinkt. Wir nennen beides immer zusammen. Eine Zahl, die für alle stimmt, gibt es nicht. Wenn mein Kind wach liegt - ist dann Aufräumzeit verloren? Nein, und die Folge sagt das wörtlich: „Dann liegst du wach. Das ist keine verpasste Aufräumzeit. Der Kopf holt sich, was er braucht." Kommt in der Folge eine Krankheit vor? Parkinson wird einmal genannt, weil die Deutsche Parkinson-Gesellschaft im März zweitausendsechsundzwanzig genau dieses Spülsystem als Ansatz für neue Behandlungen benannt hat. Es wird nicht ausgemalt, und die Folge sagt ausdrücklich: Kinder bekommen sie nicht, und mit dem Schlaf des zuhörenden Kindes hat sie nichts zu tun. Was ist das glymphatische System? So nennen Forschende diesen Reinigungsweg - aus „Glia" (bestimmte Zellen im Gehirn) und „lymphatisch". Das Fachwort kommt in der Folge nicht vor, weil es für ein Kind keine Aussage trägt. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 044 - Wow! Warum klingt deine Stimme in einer Aufnahme so fremd? Folge 033 - Was passiert im Traumschlaf? Folge 006 - Frag nach! Warum müssen wir schlafen? Quellen und Belege Dagum, Elbert, Giovangrandi u. a. (2026), Nature Communications 17:715 - der Abtransport bis ins Blut, gemessen über Nacht bei 39 Menschen (Open Access, 27.01.2026) Fultz u. a. (2019), Science 366:628-631 - die Welle Hirnwasser alle zwanzig Sekunden, gemessen bei 13 schlafenden Menschen Xie u. a. (2013), Science 342:373-377 - die Entdeckung: im Schlaf wird der Platz zwischen den Hirnzellen größer (Maus, Volltext frei) Louveau u. a. (2015), Nature 523:337-341 - die Lymphgefäße in den Hirnhäuten (Maus) Absinta u. a. (2017), eLife 6:e29738 - dieselben Gefäße beim Menschen im Kernspin sichtbar gemacht (Open Access) Jiang-Xie u. a. (2024), Nature 627:157-164 - die Nervenzellen erzeugen die Wellen, die den Fluss antreiben (Maus) Hauglund u. a. (2025), Cell 188:606-622 - die Pumpe: langsames Weiten und Engerwerden der Blutgefäße (Maus) Miao u. a. (2024), Nature Neuroscience 27:1046-1050 - der Gegenbefund aus London: im Schlaf werde weniger geräumt (Maus) Franks & Wisden (2025), Nature Neuroscience 28:734-736 - die Antwort auf die Kritik daran; beide Seiten halten ihre Position European Academy of Neurology (Stand 04.03.2026) - was als gesichert gilt und was offen ist Deutsche Parkinson-Gesellschaft (26.03.2026) - Schlaf und Spülsystem als Therapieziel Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit - Schlafbedarf von Kindern Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Staffel 4 heißt „Dein Körper weiß mehr als du denkst" und läuft vom 7. September bis 2. Oktober 2026. Wir sagen dir bei jedem Fakt, woher er kommt und wie sicher sich die Forschung schon ist. In dieser Folge sagen wir auch, wo sie sich noch nicht sicher ist - und wer gerade nachprüft. Schreib uns! Du hast auch eine Frage? Schick sie an [email protected]. Vielleicht wird daraus eine ganze Folge. Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert. Alle Inhalte werden vor der Produktion von Menschen recherchiert und geprüft. Mehr dazu auf hearooz.de.
Warum klingt deine Stimme in einer Aufnahme so fremd?
2026/09/14
Nimm dich einmal mit dem Handy auf und hör es dir an. Fast jedes Kind sagt dann dasselbe: Das bin ich nicht. Robin und Lou gehen der Sache nach - und die Antwort ist nicht, dass das Handy schlecht ist. Es ist etwas viel Schöneres. Deine Stimme nimmt zwei Wege zu dir. Einer geht durch die Luft, raus in die Welt und ins Ohr von allen anderen. Der zweite läuft durch deinen Kiefer und deinen Schädel, von innen direkt in dein Ohr. Forschende nennen das Knochenschall. Und dieser zweite Weg geht nie raus - kein Mikrofon draußen kann ihn aufnehmen. Eine Aufnahme ist deshalb nicht falsch. Sie ist nur die eine Hälfte. Der Beweis geht sofort, im Hören: Handflächen auf die Ohren legen - nur auflegen, nicht drücken - und weitersprechen. Es wird lauter und voller. Das ist der Okklusionseffekt: Der Schall, der durch deinen Kopf kommt, kann beim offenen Ohr wieder nach draußen entweichen. Verschließt du das Ohr, bleibt er drin. Deshalb hörst du ihn plötzlich so deutlich. Und dann korrigiert sich Robin selbst. Fast überall steht, die eigene Stimme klinge für einen selbst viel tiefer. Das hatte er auch geglaubt. Eine Messung von 2025 hat zweiundzwanzig Menschen die Tonhöhe ihrer eigenen Stimme schätzen lassen: Der Unterschied war im Schnitt nicht mal ein ganzer Halbton. Es ist also nicht die Höhe. Es ist die Klangfarbe - der Weg durch den Kopf bringt Töne mit, die draußen keiner hört. Am Ende gehört die Folge den Kindern, die das längst kennen: wer ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat trägt, kennt das Dröhnen der eigenen Stimme aus dem Alltag. Für Forschende ist das eine der schwersten Aufgaben überhaupt - und es gibt sich, anders als oft gesagt wird, bei vielen nicht von selbst. Wer nicht hört, macht denselben Versuch mit der Hand am Hals und fühlt dieselbe Schwingung. Beide Wege sind richtig. Das hörst du in dieser Folge Der Selbsttest, der im Hören funktioniert: Hände auf die Ohren, weitersprechen Warum es dabei lauter wird - und warum „der Luftweg fällt weg" die falsche Erklärung ist Knochenschall: der Weg, den nur du hast Eine Messung im Gehörgang von 2010 - und was sie über die Mitte der Tonlage sagt Robin gibt einen eigenen Irrtum zu: Es ist nicht die Höhe Klangfarbe - warum du deine Oma am Telefon nach einem Wort erkennst Warum viele Menschen keine Sprachnachrichten mögen Kinder mit Hörgerät und Implantat als die Fachleute dieser Folge Und der Satz zum Schluss: die Stimme, die alle kennen, kennst du am wenigsten Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die gern etwas an sich selbst ausprobieren. Für Eltern und Großeltern zum Mitmachen - der Versuch funktioniert bei Erwachsenen genauso. Für Lehrkräfte in Sachunterricht, Musik und Biologie Klasse 1 bis 6 als Einstieg in Schall und Hören. Spielzeit rund 14 Minuten. Probier das mal selbst - die Mitmach-Aufgabe Erstens: Leg beide Handflächen auf die Ohren. Nur auflegen, nicht drücken - und nichts ins Ohr stecken. Dann sag ganz lang „iiiii", danach ganz lang „aaaaa". Achte darauf, welches mehr dröhnt. Zweitens, wenn du magst: Nimm einen Satz von dir auf und hör ihn dir an. Du musst nicht. Und wenn du es machst: Die Aufnahme ist nur für dich, du musst sie niemandem zeigen. Nicht laut aufdrehen. Drittens, und das geht bei jedem: Leg die Hand ganz leicht an den Hals - nur auflegen, nicht drücken - oder oben auf den Kopf, und summe. Hören oder fühlen: beides zeigt dasselbe. Kapitel 00:00 Kurz vorweg00:12 „Das bin ich nicht"00:46 Wirklich wahr! Begrüßung01:04 Ist es das Handy? Der Gegenbeweis02:33 Der Wow-Moment: Hände auf die Ohren04:28 Drei Messungen06:46 Nicht die Höhe - die Klangfarbe07:55 Probier das mal selbst08:51 Wer das längst kennt: Hörgerät und Implantat10:23 Der ehrliche Teil11:11 Zum Weitererzählen11:50 Wirklich-Wahr-Stempel: unsere Quellen12:23 Schreib uns12:45 Outro und Cliffhanger zur Mittwochs-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Warum wird die eigene Stimme lauter, wenn ich die Ohren zuhalte? Weil der knochengeleitete Anteil beim offenen Ohr aus dem Gehörgang wieder entweicht. Ist das Ohr verschlossen, kann er nicht raus, und der Schalldruck im Gehörgang steigt - besonders bei tiefen Anteilen. Das heißt Okklusionseffekt. Die oft gehörte Erklärung „der Luftweg fällt weg, der Knochenweg bleibt übrig" ist falsch: einen Weg wegzunehmen macht nichts lauter. Klingt meine Stimme für mich wirklich tiefer? Kaum. Eine Messung an zweiundzwanzig Menschen (Royal Society Open Science, 2025) fand im Schnitt weniger als einen Halbton Unterschied - und eine große Streuung zwischen Personen. Der Unterschied, den du hörst, ist die Klangfarbe, nicht die Tonhöhe. Um wie viel klingt meine Stimme anders? Das sagen wir bewusst nicht. Gemessen ist die Tonhöhe. Für den Gesamtklang gibt es keine Zahl - die Forschung hält selbst fest, dass der akustische Beitrag der Knochenleitung noch nicht vollständig beschrieben ist. Warum dröhnt die eigene Stimme mit Hörgerät? Weil das Ohrpassstück im Gehörgang etwas Ähnliches macht wie die Hände beim Selbsttest - bei geschlossener Versorgung mehr, bei offener weniger. Eine Untersuchung von 2020 (Trends in Hearing) zeigt außerdem, dass sich das bei vielen Menschen nicht von selbst gibt. Deshalb arbeiten Forschende genau daran. Und beim Cochlea-Implantat? Der Weg durch die Luft kommt über den Prozessor. Die Schwingung im Kopf ist trotzdem da - sie ist fühlbar. Als Hörweg ist die Knochenleitung bei einem Implantat in der Regel nicht erhalten, weil sie eine funktionierende Cochlea braucht. Kann man den Knochenschall aufnehmen? Draußen nicht. Es gibt Mikrofone im Ohr und am Knochen, mit denen Forschende genau das messen - unter anderem in Oldenburg und Aachen. Ein Handy, das vor dir liegt, hat nur den Luftweg. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 043 - Frag nach! Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen? Folge 042 - Was ist da los? Warum Schleim das Schlauste ist, was dein Körper baut Folge 037 - Frag nach! Deine Nase kann 1 Billion Düfte Quellen und Belege Neamaalkassis, Boubenec, Fiebach, Muralikrishnan & Tavano (2025), Royal Society Open Science - die Tonhöhe der eigenen Stimme, gemessen an 22 Personen (Open Access) Reinfeldt, Östli, Håkansson & Stenfelt (2010), J. Acoust. Soc. Am. - Luft- und Knochenleitung beim eigenen Sprechen, gemessen im Gehörgang (Abstract frei) Blau, Roden, Hauenschild, Kersten, Rehman, Vorländer & Fels (2025), Acta Acustica - der Okklusionseffekt der eigenen Stimme, Jade Hochschule Oldenburg und RWTH Aachen (Open Access) Hengen, Hammarström & Stenfelt (2020), Trends in Hearing - die eigene Stimme mit Hörgerät, und warum sich das nicht von selbst gibt (Open Access) Vera Siegler (2008), Spektrum der Wissenschaft - Luftschall und Knochenschall auf Deutsch erklärt Orepic & Pinheiro (2026), Perspectives on Psychological Science - Übersicht zur Wahrnehmung der eigenen Stimme (Open Access) Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Staffel 4 heißt „Dein Körper weiß mehr als du denkst" und läuft vom 7. September bis 2. Oktober 2026. Wir sagen dir bei jedem Fakt, woher er kommt und wie sicher sich die Forschung schon ist. Und wenn wir uns geirrt haben, sagen wir das auch - in dieser Folge korrigiert Robin sich mitten im Skript. Schreib uns! Du hast auch eine Frage? Schick sie an [email protected]. Vielleicht wird daraus eine ganze Folge. Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert. Alle Inhalte werden vor der Produktion von Menschen recherchiert und geprüft. Mehr dazu auf hearooz.de.
Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen?
2026/09/13
Tilda ist acht Jahre alt und hat uns eine Frage geschickt: Warum können wir unsere eigene Nase nicht sehen? Sie sitzt mitten im Gesicht, sie ist immer da - und man guckt sein ganzes Leben lang drüber weg. Robin und Lou beantworten Tildas Frage. Und dabei passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hat. Denn die Antwort, die fast überall steht, stimmt nicht. „Das Gehirn blendet die Nase aus, weil sie sich nie verändert" - das hatte Robin auch geglaubt und Tilda sogar so geschrieben. Es gibt diesen Effekt wirklich: Ein Bild, das auf der Netzhaut ganz still steht, verblasst tatsächlich. Nur gilt das für Dinge, die sich mit dem Auge mitbewegen. Die Nase sitzt am Kopf, nicht am Auge - bei jeder Augenbewegung rutscht sie an eine andere Stelle. Für die Nase passt die Erklärung also nicht. Die echte Antwort ist einfacher und schöner: Was das eine Auge hinter der Nase nicht sieht, sieht das andere. Das Gehirn nimmt das Bild, in dem mehr zu sehen ist, und setzt beides zusammen. Dazu kommt: Die Nase ist viel zu nah, um scharf gestellt zu werden. Unscharf und nur von einem Auge gesehen - sie verliert diesen Vergleich immer. Und die Entscheidung fällt nicht im denkenden Teil des Gehirns, sondern ganz hinten im Kopf, lange bevor man etwas merkt. Danach geht es um etwas, das noch verrückter ist: Jedes Auge hat eine blinde Stelle, so breit wie drei Finger bei ausgestrecktem Arm - und man merkt sie nie, weil das Gehirn sie zumalt. Forschende in Osnabrück und Hamburg haben getestet, welchem Bild Menschen mehr glauben: dem echten oder dem selbst ausgemalten. Es war das ausgemalte. Die Folge sagt aber auch klar, dass das keine Panne ist: Genau deshalb siehst du ein ganzes Bild und keine Löcher darin. Das hörst du in dieser Folge Der Selbsttest, der sofort im Hören funktioniert: ein Auge zu - und da ist sie Warum „sehen" und „beachten" zwei verschiedene Sachen sind (Sockengefühl, Brillenrand) Die verbreitete Erklärung - und warum sie für die Nase nicht trägt Die echte Antwort: Was ein Auge nicht sieht, sieht das andere Warum kein Auge die eigene Nase scharf stellen kann Wo im Kopf die Entscheidung fällt - und dass es nicht der denkende Teil ist Die blinde Stelle in jedem Auge und wie das Gehirn sie zumalt Und eine Zahl, die wir bewusst nicht nennen - weil sie die Prüfung nicht bestanden hat Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die gern etwas an sich selbst ausprobieren. Für Eltern und Großeltern zum Mitmachen - der Test funktioniert bei Erwachsenen genauso. Für Lehrkräfte in Sachunterricht und Biologie Klasse 1 bis 6 als Einstieg in Sehen und Wahrnehmung. Spielzeit rund 13 Minuten. Probier das mal selbst - die Mitmach-Aufgabe Mach ein Auge zu. Nur die flache Hand davor, die berührt dein Auge nicht. Und jetzt schau mit dem offenen Auge zu deiner Nase hin, schräg nach unten - nur mit den Augen, ohne den Kopf zu drehen. Damit du nicht enttäuscht bist: Du siehst keine scharfe Nase. Du siehst einen weichen hellen Keil am Rand, wie einen Berg im Nebel. Und jetzt der beste Teil: Mach das andere Auge wieder auf. Sofort ist der Keil weg. Die Regeln dazu: Mach das im Sitzen - nicht beim Laufen, nicht auf dem Rad, nicht draußen an der Straße. Deine Brille bleibt auf. Wenn du Kontaktlinsen hast: Hand nur davor, nie ins Auge fassen. Drück nie auf dein Auge, und schau nicht in die Sonne oder in eine Lampe. Ein paar Sekunden reichen - wenn es zieht oder brennt, sofort aufhören. Und wenn deine Augen unterschiedlich gut sehen: Dann geht der Test bei dir anders. Was du siehst, ist dann genau richtig - nicht falsch. Wer ein Pflaster auf einem Auge trägt, kennt den hellen Keil sowieso längst. Die blinde Stelle selbst finden - Anleitung fürs Papier Das geht nicht im Hören, dafür brauchst du ein Blatt Papier und einen Stift. Mal links ein Kreuz und rechts einen Punkt, etwa 8 Zentimeter auseinander. Der Punkt sollte kleiner als 2 Zentimeter sein. Leg den Stift weg. Halte dein linkes Auge zu und schau mit dem rechten Auge auf das Kreuz. Jetzt bewege das Blatt langsam vor und zurück, etwa im Bereich von 25 bis 35 Zentimetern Abstand. Irgendwann ist der Punkt weg - einfach verschwunden. Bei etwa 29 Zentimetern Abstand trifft es genau. Wenn es unangenehm wird: aufhören, die Stelle läuft dir nicht weg. Kapitel 00:00 Kurz vorweg und Tildas Frage00:52 Wirklich wahr! Begrüßung01:10 Siehst du deine Nase wirklich nicht?02:13 Die Antwort, die alle geben03:57 Die echte Antwort: das andere Auge06:07 Probier das mal selbst07:55 Die blinde Stelle in deinem Auge10:19 Wirklich-Wahr-Stempel: unsere Quellen11:20 Die Antwort in einem Satz11:44 Outro und Cliffhanger zur Montags-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Stimmt es nicht, dass das Gehirn die Nase ausblendet, weil sie immer gleich bleibt? Für das Beachten stimmt es - so wie du deine Socken mittags nicht mehr spürst. Für das Sehen trägt es nicht. Der Effekt, auf den sich diese Erklärung stützt, gilt nur für Bilder, die auf der Netzhaut still stehen. Die Nase sitzt am Kopf und wandert bei jeder Augenbewegung mit. Ausführlich in unseren Quellen. Wie viel Sichtfeld nimmt die Nase weg? Das sagen wir bewusst nicht. Wir hatten eine Zahl gefunden, aber die Messung dahinter hat gar nicht die Nase getestet - dieselbe Forschungsgruppe kam auf derselben Seite ohne Nase zum gleichen Wert. Was sich belegen lässt: Jedes Auge sieht nach außen deutlich weiter als nach innen zur Nase. Liegt die Nase im blinden Fleck? Nein, das ist ein häufiger Denkfehler. Der blinde Fleck liegt etwa 15 Grad nach außen, die Nase jenseits von 60 Grad nach innen - entgegengesetzte Seiten des Blickfelds. Zwei verschiedene Phänomene, die nichts miteinander zu tun haben. Wie groß ist die blinde Stelle wirklich? Etwa 4,8 bis 4,9 Grad im Durchmesser, direkt gemessen an 24 beziehungsweise 27 Personen. Das entspricht drei Fingern nebeneinander bei ausgestrecktem Arm - und zwar bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen, weil kürzere Arme und kleinere Finger sich gegenseitig ausgleichen. Quelle: Ehinger et al., eLife 2017. Hat die Wissenschaft Tildas Frage schon erforscht? Kaum. Es gibt viel Forschung über Augen, aber zur eigenen Nase im Blickfeld fast nichts - genau genommen eine Übersichtsarbeit ohne eigene Daten und eine Erwiderung darauf. Tildas Frage ist eine offene Frage. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 042 - Was ist da los? Warum Schleim das Schlauste ist, was dein Körper baut Folge 041 - Wow! Warum kannst du dich nicht selbst kitzeln? Folge 037 - Frag nach! Deine Nase kann 1 Billion Düfte Quellen und Belege Ehinger, Häusser, Ossandón & König (2017), eLife - der blinde Fleck, gemessen; und der Befund, dass wir dem ergänzten Bild mehr glauben (Open Access) Spillmann, Otte, Hamburger & Magnussen (2006), Vision Research - wie wenig Rand zum Auffüllen genügt (Universitätsklinik Freiburg) Shimojo & Nakayama (1990), Vision Research - warum das andere Auge übernimmt Leopold & Logothetis (1996), Nature - wo im Gehirn die Entscheidung fällt Tong & Engel (2001), Nature - der blinde Fleck im Sehrindenbild Spector, Visual Fields, Clinical Methods - die Ausdehnung des Gesichtsfelds (frei lesbar) Ovenseri-Ogbomo et al. (2012), Clin Exp Optom - warum die Nase zu nah zum Scharfstellen ist Ditchburn & Ginsborg (1952), Nature - der Effekt, der die Nase eben nicht erklärt Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Bei „Frag nach!" beantworten wir Fragen, die Kinder uns geschickt haben. Staffel 4 heißt „Dein Körper weiß mehr als du denkst" und läuft vom 7. September bis 2. Oktober 2026. Wir sagen dir bei jedem Fakt, woher er kommt und wie sicher sich die Forschung schon ist. Und wenn wir uns geirrt haben, sagen wir das auch - in dieser Folge sogar mitten im Skript. Schreib uns! Du hast auch eine Frage? Schick sie an [email protected]. Vielleicht wird daraus eine ganze Folge - so wie bei Tilda. Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert. Alle Inhalte werden vor der Produktion von Menschen recherchiert und geprüft. Mehr dazu auf hearooz.de.
Warum Schleim das Schlauste ist, was dein Körper baut
2026/09/13
Lou findet Rotz einfach nur eklig. Am Ende dieser Folge findet er ihn noch ein bisschen eklig - aber mit Respekt. Denn in deinem Hals läuft gerade ein Förderband. Es fährt den Staub, den du eingeatmet hast, mit ungefähr einem Zentimeter pro Minute nach oben. Es hat nie aufgehört, seit du auf der Welt bist. Das Zeug, um das es geht, besteht zu 97 Prozent aus Wasser. Der Rest sind lange Fadenmoleküle, Mucine, die aus dem Wasser ein Netz machen - wie ein Schwamm, deshalb läuft es nicht einfach weg. Dieses Netz liegt in deiner Nase, in deinen Atemwegen, in deinem Magen und in deinem Darm. Jeder Mensch hat es. „Du hast Rotz" ist also gar kein Spruch, sondern die Beschreibung eines gesunden Menschen. Robin und Lou klären außerdem, warum sich dein Magen nicht selbst verdaut, obwohl darin Säure steht, die dein Mittagessen zerlegt. Und sie räumen einen Mythos ab, den fast alle glauben: Grüner Rotz heißt nicht, dass Bakterien im Spiel sind. Die Farbe kommt von einem Werkzeug deiner eigenen Abwehrzellen, das von Natur aus grün ist. Eine Untersuchung in 42 Düsseldorfer Hausarztpraxen hat gezeigt, dass die Farbe bei einer normalen Erkältung kaum etwas verrät. Der stärkste Teil kommt am Schluss: In einem Labor an einer großen Technik-Universität in Amerika hat sich gezeigt, dass dieses Netz Bakterien gar nicht tötet. Es zähmt sie. Die Zuckerärmchen an den Fäden drehen bestimmten Bakterien die Angriffslust herunter - sie sind noch da, aber viel friedlicher. Forschende versuchen jetzt, so etwas nachzubauen: Medikamente, die nicht töten, sondern entwaffnen. Das ist Forschung und kein fertiges Medikament, und das sagen wir in der Folge auch so. Das hörst du in dieser Folge Woraus Schleim wirklich besteht - 97 Prozent Wasser und ein Netz aus Fäden Das Förderband aus Flimmerhaaren in deinen Atemwegen und wie schnell es läuft Warum du jeden Tag deinen eigenen Staub schluckst, ohne es zu merken Wieso Husten die Notbremse ist, wenn das Band zu viel zu tun hat Warum sich dein Magen nicht selbst verdaut - Schleim, Natron und Zellen, die alle drei bis fünf Tage neu sind Der Grün-Mythos: Die Farbe kommt von dir selbst, nicht von Bakterien Der eigentliche Clou: Schleim tötet Bakterien nicht, er zähmt sie Und eine Zahl, die wir bewusst nicht nennen - weil sie sich nicht belegen lässt Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die etwas über ihren eigenen Körper herausfinden wollen - besonders für die, die Rotz erst mal bäh finden. Für Eltern und Großeltern zum Mithören. Für Lehrkräfte in Sachunterricht und Biologie Klasse 1 bis 6 als Einstieg in Atemwege, Verdauung und Immunabwehr. Spielzeit rund 13 Minuten. Probier das mal selbst - die Mitmach-Aufgabe Heute gibt es zwei Aufgaben, und beide sind gleich gut. Such dir eine aus. Erstens, der Suppen-Test: Warte, bis es bei euch sowieso Suppe gibt. Frag vorher deine Eltern oder eine erwachsene Person, der du vertraust. Warm macht die Suppe ausschließlich die erwachsene Person - kein Herd, keine Mikrowelle, kein Wasserkocher durch dich. Sie soll dampfen, nicht wehtun, und jemand probiert vorher einen Löffel. Dann iss ganz normal und achte auf deine Nase, ob sie anfängt zu laufen. Und wenn es dir trotzdem zu heiß ist: Du hörst sofort auf. Du musst niemanden fragen und dich bei niemandem entschuldigen. Zweitens, der Staub-Test: Stell dich in einen Sonnenstrahl am Fenster und schau dir an, wie viel Staub darin tanzt. Atme einmal tief ein. All das war gerade in deiner Nase - und das Förderband bringt es Stück für Stück wieder hoch. Erzähl uns, was rausgekommen ist: [email protected] Kapitel 00:00 Kurz vorweg und Lous Problem mit Rotz00:58 Wirklich wahr! Begrüßung01:28 Woraus das Zeug besteht02:33 Das Förderband in deinem Hals04:19 Warum sich dein Magen nicht selbst verdaut05:26 Probier das mal selbst07:10 Der Grün-Mythos08:28 Schleim entwaffnet Bakterien09:59 Wirklich-Wahr-Stempel: unsere Quellen11:28 Outro und Cliffhanger zur Freitags-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Wie viel Schleim macht der Körper am Tag? Das weiß niemand genau - und deshalb nennen wir in der Folge keine Zahl. Überall im Netz steht dieselbe runde Angabe, aber es gibt keine Messung, auf die sie sich stützt. Die amerikanischen Gesundheitsinstitute schreiben unter Berufung auf einen der führenden Schleim-Forscher wörtlich: „no one's quite sure how much." Quelle: NIH News in Health. Wie schnell läuft das Förderband wirklich? In der Luftröhre bei gesunden Erwachsenen unter 50 Jahren wurden 10,7 Millimeter pro Minute gemessen, also ungefähr ein Zentimeter. Bei älteren Menschen und bei Lungenerkrankungen ist es langsamer. Quelle: European Respiratory Journal. Heißt grüner Rotz, dass man Antibiotika braucht? Nein. Die Farbe stammt von einem Enzym der eigenen Abwehrzellen, das von Natur aus grün ist. Eine Untersuchung in 42 Düsseldorfer Hausarztpraxen ergab, dass die Farbe bei akutem Husten kaum verrät, ob Bakterien im Spiel sind. Was hilft, entscheiden Eltern gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt - nicht die Farbe und nicht wir. Bei Fieber, deutlichem Krankheitsgefühl oder wenn es nicht besser wird: Bescheid sagen, unabhängig von der Farbe. Tötet Schleim Bakterien? Nein, und genau das ist das Spannende. Im Labor drosseln die Zuckerärmchen der Mucine bei bestimmten Bakterien die Gene für den Angriff. Die Bakterien bleiben am Leben, werden aber friedlicher. Quelle: Nature Microbiology 2019 und 2021. Sagt man Flimmerhaare oder Flimmerhärchen? Beides ist richtig und meint dasselbe. In der Folge sagen wir Flimmerhaare. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 041 - Wow! Warum kannst du dich nicht selbst kitzeln? (Start von Staffel 4) Folge 039 - Frag nach! Warum niesen wir? (ein Reflex, den du nicht steuern kannst) Folge 037 - Frag nach! Deine Nase kann 1 Billion Düfte Quellen und Belege Lungeninformationsdienst, Helmholtz Munich - Flimmerhaare und Schleimtransport Morgan et al. (2004), European Respiratory Journal - gemessene Transportgeschwindigkeit in der Luftröhre Hill, Button, Rubinstein & Boucher (2022), Physiological Reviews - Übersichtsarbeit Atemwegsschleim Allen & Flemström (2005), Am J Physiol Cell Physiol - Schleim-Bicarbonat-Barriere im Magen Wheeler et al. (2019), Nature Microbiology - Mucin-Zucker drosseln Virulenzgene Werlang et al. (2021), Nature Microbiology - Speichel-Mucin gegen Karies-Bakterien Stockley et al. (2001), Thorax - Schleimfarbe und Immunzell-Enzym Altiner et al. (2009) - Sputumfarbe als Test auf bakterielle Infektion, 42 Düsseldorfer Praxen NIH News in Health (2020) - „no one's quite sure how much" Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Staffel 4 heißt „Dein Körper weiß mehr als du denkst" und läuft vom 7. September bis 2. Oktober 2026. Wir sagen dir bei jedem Fakt, woher er kommt und wie sicher sich die Forschung schon ist. Und wenn wir etwas nicht sicher wissen, sagen wir das auch - in dieser Folge sogar mitten im Skript. Schreib uns! [email protected] Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert. Alle Inhalte werden vor der Produktion von Menschen recherchiert und geprüft. Mehr dazu auf hearooz.de.
Warum kannst du dich nicht selbst kitzeln?
2026/09/10
Versuch es mal: Kitzel dich selbst unter dem Arm. Es passiert nichts. Macht es jemand anderes, kannst du nicht aufhören zu lachen. Dieselbe Stelle, fast dieselbe Bewegung - nur eine andere Hand. Zum Start von Staffel 4 „Dein Körper weiß mehr als du denkst" erklären Robin und Lou, warum dein eigenes Gehirn dich beim Kitzeln absichtlich austrickst. Der Grund sitzt hinten unten im Kopf, direkt über dem Nacken: das Kleinhirn. Jedes Mal, wenn du dich bewegst, rechnet dein Gehirn vorher aus, was du dabei fühlen wirst - und zieht dieses Gefühl anschließend wieder ab. Erwartet minus wirklich passiert. Kommt null raus, spürst du nichts. Forschende in London haben Menschen dafür in einen Hirnscanner gelegt und ihre Handflächen gekitzelt, einmal von außen und einmal von ihnen selbst. Bei fremder Berührung war das Gefühls-Zentrum deutlich aktiver. Und dann kommt der Trick, mit dem sich das Kleinhirn austricksen lässt: zwei Roboter, dazwischen eine winzige Verzögerung. Je später der Roboter die eigene Handbewegung nachmachte, desto kitzeliger wurde es - der Schutz wird schwächer, wenn die Vorhersage zeitlich nicht mehr genau passt. Dazu gibt es Ratten aus Berlin, die beim Kitzeln Ultraschall-Laute machen und Freudensprünge vollführen, aber nur wenn sie keine Angst haben. Und eine Kitzel-Landkarte des Körpers aus diesem Sommer, die in China, den Niederlanden und Griechenland dieselben Stellen fand - deren Muster aber keine der fünf geprüften Erklärungen vollständig auflösen konnte. Manche Fragen sind noch offen. Genau das macht sie spannend. Das hörst du in dieser Folge Warum Selbstkitzeln nicht funktioniert - und was dein Gehirn dabei macht Die zwei Arten von Kitzeln: Kribbel-Kitzeln und Lach-Kitzeln Ein Selbsttest, der sofort im Hören funktioniert (Finger über die Oberlippe) Was das Kleinhirn ist und wo es sitzt Wie ein Hirnscanner den Unterschied zwischen eigener und fremder Berührung sichtbar macht Der Roboter-Trick mit der eingebauten Verzögerung Kitzelige Ratten an der Humboldt-Universität zu Berlin - und warum Angst die Kitzligkeit abschaltet Die neue Kitzel-Landkarte des Körpers über drei Länder - und was die Forschung noch nicht weiß Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die etwas über ihren eigenen Körper herausfinden wollen. Für Eltern und Großeltern zum Mithören und Mitprobieren. Für Lehrkräfte in Sachunterricht und Biologie Klasse 1 bis 6 als Einstieg in Wahrnehmung und Nervensystem. Spielzeit rund 12 Minuten. Probier das mal selbst - die Mitmach-Aufgabe Teil eins geht allein: Kitzel dich selbst am Fuß und zähl mit, wie oft du lachen musst. Teil zwei braucht eine Person, die du gut kennst und die vorher gefragt wurde: Leg deine Hand auf ihre Hand, und dann kitzelt sie dich - mit deiner Hand obendrauf. Achte darauf, was passiert. Und die wichtigste Regel dabei: Du entscheidest, ob du mitmachst, und du entscheidest, wann Schluss ist. Ein Wort genügt - Stopp. Und Stopp gilt sofort, auch wenn du dabei lachst. Wer keine Lust auf Teil zwei hat, macht nur Teil eins. Manche Kinder mögen Kitzeln überhaupt nicht, und das ist genauso normal. Kapitel 00:00 Kurz vorweg und der Kitzel-Test00:58 Wirklich wahr! Begrüßung01:34 Zwei Arten von Kitzeln02:59 Dein Gehirn sagt voraus - das Kleinhirn04:55 Der Roboter-Trick mit der Verzögerung06:03 Probier das mal selbst07:14 Ratten, Berlin und die neue Kitzel-Landkarte09:50 Wirklich-Wahr-Stempel: unsere Quellen10:47 Outro und Cliffhanger zur Mittwochs-Folge Häufige Fragen zu dieser Folge Kann sich wirklich niemand selbst kitzeln? Beim Lach-Kitzeln klappt es bei fast keinem Menschen. Das Kribbel-Kitzeln dagegen kann man sich selbst auslösen - streich einmal ganz langsam mit einem Finger über die Oberlippe. Quelle: Blakemore, Wolpert und Frith. Ist damit endgültig erklärt, warum die Achsel nicht funktioniert? Nein, und das sagen wir in der Folge auch. Die Versuche im Hirnscanner arbeiteten mit leichtem Streichen über die Handfläche, nicht mit Lachkitzeln unter dem Arm. Forschende vermuten dasselbe Prinzip, bewiesen ist es für die Achsel noch nicht. Lachen Ratten wirklich? Sie machen beim Kitzeln Laute im Ultraschall, die Forschende als lachähnlich deuten. Ganz sicher ist man sich da nicht - deshalb sagen wir „etwas, das an Lachen erinnert". Quelle: Humboldt-Universität zu Berlin, Science. Warum sind gerade Achseln, Bauchseiten und Fußsohlen kitzelig? Das weiß die Forschung bis heute nicht sicher. Eine große Untersuchung aus dem Sommer 2026 hat fünf Erklärungen geprüft, und keine konnte das Muster vollständig auflösen. Am besten passt eine alte Idee von Charles Darwin: Stellen, die selten berührt werden, sind kitzeliger. Quelle: Nature Human Behaviour. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 037 - Frag nach! Deine Nase kann 1 Billion Düfte (dein Körper kann mehr als du denkst) Folge 039 - Frag nach! Warum niesen wir? (ein Reflex, den du nicht steuern kannst) Folge 033 - Was ist da los? Warum haben wir Träume? (was dein Gehirn ohne dich macht) Quellen und Belege Humboldt-Universität zu Berlin - „Warum sind wir kitzelig?" Ishiyama & Brecht (2016), Science - Kitzligkeit im Rattenhirn Blakemore, Wolpert & Frith (1998), Nature Neuroscience - das Kleinhirn löscht die eigene Berührung Blakemore, Wolpert & Frith (2000), NeuroReport - „Why can't you tickle yourself?" Xiong & Kilteni (2026), Nature Human Behaviour - die Kitzel-Landkarte des Körpers Hall & Allin (1897), American Journal of Psychology - die zwei Arten von Kitzeln Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Staffel 4 heißt „Dein Körper weiß mehr als du denkst" und läuft vom 7. September bis 2. Oktober 2026. Wir sagen dir bei jedem Fakt, woher er kommt und wie sicher sich die Forschung schon ist. Alle Quellen sind verlinkt und nachprüfbar. Schreib uns! [email protected] Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Die Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert. Alle Inhalte werden vor der Produktion von Menschen recherchiert und geprüft. Mehr dazu auf hearooz.de.
Pilze reden unter der Erde miteinander
2026/07/27
Unter jedem Wald läuft ein Netzwerk, das größer ist als jedes Internet. Es besteht aus Millionen Pilzfäden. Bäume schicken sich Zucker. Sie warnen sich vor Insekten. Und Mutter-Bäume ziehen ihre Baby-Bäume groß. Zum großen Finale von Staffel 3 „Andere Sinne, andere Welten" reisen Robin und Lou unter die Erde - in eine Welt, die kaum ein Kind kennt. Der Name klingt schon magisch: Wood-Wide-Web. Wie das Internet - nur älter. Viel älter. Milliarden von Pilz-Fäden namens Myzel verweben sich mit Baum-Wurzeln. Und tauschen: Der Baum gibt Zucker (den er beim Photosynthetisieren gemacht hat), der Pilz gibt Wasser und Nährstoffe. Ein perfektes Team seit hunderten Millionen Jahren. Suzanne Simard - eine berühmte Wald-Forscherin - hat mehr entdeckt: Alte Bäume schicken über das Pilz-Netz Zucker an junge Bäume. Wie Mütter zu ihren Kindern. Und wenn ein Baum von Insekten angegriffen wird, sendet er über das Netz eine Warnung an alle Nachbarn: „Achtung, Schädlinge!" Die Nachbarn machen dann Abwehrstoffe. Und der Wahnsinn: Der größte Pilz der Welt lebt in Oregon, USA. Er ist unterirdisch, ein einziges Lebewesen, so groß wie 2.400 Fußballfelder. Das größte Lebewesen des Planeten. Und du hast es noch nie gesehen. Zum Staffel-Ende einer besonderen Klammer: „Andere Sinne, andere Welten". Bleibt neugierig - Staffel 4 wartet schon. Das hörst du in dieser Folge Was das Wood-Wide-Web ist - das Internet unter jedem Wald Wie Pilzfäden (Myzel) Baumwurzeln miteinander verweben Warum Bäume und Pilze ein Perfekt-Team sind (Zucker gegen Wasser) Wie Mutter-Bäume ihre Baby-Bäume unterirdisch versorgen (Suzanne Simard) Wie Bäume sich gegenseitig vor Insekten warnen Der größte Pilz der Welt in Oregon - 2.400 Fußballfelder groß Warum Pilze anders „denken" als wir - Netzwerk-Intelligenz ohne Gehirn Staffel-Finale-Reflexion: Andere Sinne, andere Welten Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die Natur, Wald und Wunder mögen. Für Eltern und Großeltern beim gemeinsamen Wald-Besuchen. Für Lehrkräfte in Sachunterricht und Biologie Klasse 1 bis 6 als Perspektiven-Höhepunkt. Spielzeit rund 12 Minuten. Mitmach-Aufgabe für daheim Geh in den Wald und such einen alten Baum. Setz dich unter ihn. Denk daran: Unter dir läuft gerade eine Konversation - der Baum tauscht Nachrichten und Nährstoffe mit anderen Bäumen. Was würdest du gerne fragen? Schreib die Frage auf ein Blatt und leg es kurz zwischen die Wurzeln. Nimm es wieder mit und behalte die Frage im Kopf. Kapitel 00:00 Unter dem Wald ist das Internet00:40 Wirklich wahr! Begrüßung01:15 Wow-Fakt: Das Wood-Wide-Web03:30 Bäume und Pilze - das perfekte Team05:30 Mutter-Bäume und Baby-Bäume07:00 Wenn Bäume sich gegenseitig warnen08:30 Der größte Pilz der Welt09:30 Sinnes-Check: Wie „denkt" ein Pilz?10:30 Staffel-Finale-Reflexion und Cliffhanger zu Staffel 4 Häufige Fragen zu dieser Folge Können Pilze wirklich „reden"? Nicht wie wir - sie haben keine Worte. Aber sie tauschen Signale, chemische Stoffe und Wasser über ihr Netzwerk. Für Forschende ist das eine Form von Kommunikation. Quelle: Simard, Sheldrake. Ist das Wood-Wide-Web schon lange bekannt? Seit Ende der 1990er Jahre. Suzanne Simard hat 1997 in Nature die erste große Studie veröffentlicht. Seitdem wird es viel erforscht - manche Details sind noch umstritten. Quelle: Nature. Wie groß ist der größte Pilz wirklich? Ein Honigpilz (Armillaria) in Oregon: rund 9,6 km² unterirdisch. Das entspricht etwa 2.400 Fußballfeldern. Er wird auf 2.400 bis 8.650 Jahre alt geschätzt. Quelle: Nature. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 009 - Wow! Können Pflanzen sich erinnern? (Cliffhanger endlich eingelöst) Folge 038 - Was ist da los? Ein Wald wächst zurück (Wald-Bogen) Folge 020 - Frag nach! Verschwundene Pflanzen kehren zurück (Hoffnungs-Bogen) Quellen und Belege Suzanne Simard - Mother Tree Project (UBC) Merlin Sheldrake „Entangled Life" - Wood-Wide-Web Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Jena Nature - Wood-Wide-Web Peer-Review Papers Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen - montags Wow!, mittwochs Was ist da los?, freitags Frag nach!. Wir arbeiten nur mit Fakten, die mehrere unabhängige Forschende bestätigen. Alle Quellen sind verlinkt. Staffel 3 ist zu Ende - Staffel 4 startet nach einer Sommer-Pause. Schreib uns! [email protected] Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Diese Folge wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz produziert - Robin und Lou sind KI-Stimmen. Alles, was wir sagen, kannst du bei echten Forschenden nachlesen.
Warum niesen wir?
2026/07/24
Hatschi! Ein Nieser reist mit hundertfünfzig Kilometer pro Stunde. Schneller als ein Auto auf der Autobahn. Und du machst das ganz allein - ohne dass du es kontrollieren kannst. Robin und Lou erklären heute den lauteste Reflex deines Körpers. Niesen ist ein Schutz-Reflex. Wenn Staub, Pfeffer oder ein kleiner Krümel in die Nase kommt und dort nicht hingehört, schickt das Nasen-Schleimhaut-Team ein Signal ins Gehirn. Das Gehirn entscheidet: „Muss raus." Und dann passiert eine kleine Explosion: Deine Lunge sammelt Luft, dein Zwerchfell drückt zu - und peng, geht es los. Bis zu vierzigtausend winzige Tröpfchen fliegen bis zu acht Meter weit. Forschende am MIT haben mit Hochgeschwindigkeits-Kameras gemessen: Ein Nieser bewegt sich mit rund einhundertfünfzig Stundenkilometern. Und weißt du was Verrücktes? Manche Menschen niesen bei hellem Licht. Wenn sie aus dem dunklen Zimmer in die Sonne treten - hatschi. Das nennt man den Photischen Nieß-Reflex, und ungefähr jeder Vierte hat ihn. Der Grund: Der Licht-Nerv und der Nieß-Nerv verlaufen im Gehirn ganz eng beieinander - und manchmal springt das Signal über. Robin und Lou probieren beide aus. Das hörst du in dieser Folge Warum Niesen ein Schutzreflex ist, den du nicht steuern kannst Wie deine Nase Staub und Krümel erkennt und wieder rausschmeißt Wie schnell ein Nieser wirklich ist (Spoiler: 150 km/h, nicht 500) Was 40.000 Tröpfchen bedeuten - und warum wir Abstand halten sollten Warum manche Menschen bei Sonne niesen (photischer Nieß-Reflex) Was das Gehirn beim Niesen macht Warum wir „Gesundheit" sagen - Geschichte einer Höflichkeit Wie man höflich in die Armbeuge niest - der RKI-Standard Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die ihren Körper besser verstehen wollen. Für Eltern und Großeltern beim gemeinsamen Nachschauen. Für Lehrkräfte im Sachunterricht Klasse 1 bis 6. Spielzeit rund 12 Minuten. Mitmach-Aufgabe für daheim Führe eine Woche lang ein Nies-Tagebuch. Notiere jedes Mal, wenn du niesen musst: Was war der Auslöser? Pfeffer? Staub? Sonnenlicht? Blume? Nach einer Woche schau dir das an - erkennst du dein Nies-Muster? Manche Menschen niesen immer nur beim Aufwachen, andere immer bei bestimmten Blumen. Kapitel 00:00 Was macht dein Körper mit 150 km/h?00:40 Wirklich wahr! Begrüßung01:15 Was passiert beim Niesen?03:30 Der Nieser mit 150 km/h - MIT-Forschung05:30 40.000 Tröpfchen - warum Abstand hilft07:00 Der photische Nieß-Reflex (Sonne)08:30 Sag mal - warum sagen wir „Gesundheit"?09:30 Wirklich-wahr-Stempel und Cliffhanger Häufige Fragen zu dieser Folge Kann man mit offenen Augen niesen? Sehr, sehr schwer. Der Nieß-Reflex schließt die Augen automatisch als Schutz. Kein Mythos - die Augen bleiben nicht drinnen, das war schon immer eine Legende. Quelle: Charité HNO-Klinik. Warum sagen wir „Gesundheit"? Die Redewendung ist Jahrhunderte alt und hängt mit früheren Krankheiten zusammen, als Niesen ein Warnzeichen sein konnte. Heute ist es einfach freundliche Höflichkeit. Quelle: Kulturgeschichte. Warum niest man in die Armbeuge? Weil dann die Tröpfchen nicht durch den Raum fliegen. Deine Hand ist bei den Türgriffen dabei - die Armbeuge nicht. Quelle: Robert Koch-Institut. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 037 - Wow! Deine Nase kann 1 Billion Düfte (Nase-Bogen) Folge 019 - Wow! Warum haben Knochen im Körper Lücken? (Körper-Wissen) Folge 004 - Wow! Warum juckt uns die Haut? (Reflexe) Quellen und Belege Charité Berlin - HNO-Klinik: Nies-Reflex Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie MIT Bourouiba Lab - Fluid Dynamics of Sneezing Robert Koch-Institut - Hygiene-Empfehlungen Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen. Wir arbeiten nur mit Fakten, die mehrere unabhängige Forschende bestätigen. Schreib uns! [email protected] Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Diese Folge wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz produziert - Robin und Lou sind KI-Stimmen. Alles, was wir sagen, kannst du bei echten Forschenden nachlesen.
Ein Wald wächst zurück - schneller als gedacht
2026/07/22
Gute Nachricht des Sommers: Wälder wachsen wieder. Und schneller als Forschende dachten. Costa Rica hat seine Waldfläche in 40 Jahren verdoppelt. Deutschland verjüngt sich selbst - Buchen, Eichen und Kiefern sähen sich neu aus. Robin und Lou bringen heute Optimismus mit, den man selten hört. Vor vierzig Jahren war Costa Rica ein kleines Land in großen Schwierigkeiten - nur noch 26 Prozent Wald. Heute sind es 52 Prozent. Wie? Das Land hat 1997 einen Trick eingeführt: Bauern und Waldbesitzer bekommen Geld, wenn ihre Bäume stehen bleiben. „Pagos por Servicios Ambientales" - Bezahlung für Umwelt-Dienste. Der Wald arbeitet für uns - er sauber macht Luft, speichert CO2, schützt Wasser. Also wird er bezahlt. Und in Deutschland? Das Thünen-Institut - Deutschlands großes Wald-Forschungs-Zentrum - zeigt: Wenn wir einen Wald in Ruhe lassen, verjüngt er sich selbst. Neue Bäume kommen einfach nach. Ein Buchenwald kann sich in zwanzig Jahren komplett regenerieren. Und ein einziger alter Baum speichert mehr CO2 als hundert junge zusammen. Alte Bäume sind Klima-Champions. Und Bhutan im Himalaya? Das Land ist offiziell CO2-negativ - es nimmt mehr CO2 auf als es ausstößt. Weil siebzig Prozent des Landes Wald sind. Das hörst du in dieser Folge Wie Costa Rica seine Waldfläche verdoppelt hat - in nur 40 Jahren Der Trick: Waldbesitzer werden fürs Wald-Behalten bezahlt Warum Naturverjüngung schneller ist als reine Aufforstung Wie sich ein Buchenwald in 20 Jahren selbst regeneriert Warum ein alter Baum mehr CO2 speichert als 100 junge Wie Bhutan CO2-negativ bleibt (70% Wald) Wie Satelliten den Wald in Echtzeit beobachten Was Kinder tun können - kleine Aktionen mit großer Wirkung Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die Natur, Klima und gute Nachrichten mögen. Für Eltern und Großeltern, die Hoffnung teilen möchten. Für Lehrkräfte in Sachunterricht Klasse 1 bis 6 als Einstieg in Wald, Umwelt und Klima. Spielzeit rund 12 Minuten. Mitmach-Aufgabe für daheim Geh in den nächsten Wald oder Park und such dir einen Baum aus. Umarme ihn - so weit deine Arme reichen. Zähle: Wie viele Kinder-Arme braucht ihr, um ihn zu umarmen? Ein alter, dicker Baum ist ein Klima-Held - das kannst du fühlen. Kapitel 00:00 Bäume warnen sich - und ein Wald wächst zurück00:40 Wirklich wahr! Begrüßung01:15 Costa Rica - 26% auf 52%04:00 Warum sich Wald selbst verjüngt06:30 Alte Bäume als Klima-Champions08:00 Bhutan - das CO2-negative Land09:30 Sag mal - was können Kinder tun?11:00 Wirklich-wahr-Stempel und Cliffhanger Häufige Fragen zu dieser Folge Wächst der Wald weltweit wirklich? Teils. In manchen Regionen wächst er, in anderen wird er noch abgeholzt. Global Forest Watch zeigt in Echtzeit wo. In Europa wächst er insgesamt. Quelle: Global Forest Watch. Wie schnell wächst ein Baum? Eine junge Buche wächst ca. 40 cm pro Jahr, eine Eiche etwas weniger. Ein 100 Jahre alter Baum hat kaum noch Höhen-Wachstum, aber immer mehr Dicke. Quelle: Thünen-Institut. Kann ich als Kind helfen? Ja. Weniger Papier verschwenden, Waldspaziergänge machen (was du kennst, schützt du), Bäume pflanzen bei Aktionen wie „Plant for the Planet". Quelle: WWF. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 020 - Frag nach! Wiederentdeckte Pflanzen (Hoffnungs-Bogen) Folge 026 - Was ist da los? Korallen kommen zurück (Hoffnung Meer) Folge 040 - Wow! Pilze reden unter der Erde (Wald-Netzwerk) Quellen und Belege Thünen-Institut - Bundesforschungsinstitut Wald WWF Deutschland: Wälder und Wiederbewaldung Global Forest Watch - Weltraum-Monitoring Costa Rica INBio - Biodiversität Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen. Wir arbeiten nur mit Fakten, die mehrere unabhängige Forschende bestätigen. Schreib uns! [email protected] Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Diese Folge wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz produziert - Robin und Lou sind KI-Stimmen. Alles, was wir sagen, kannst du bei echten Forschenden nachlesen.
Deine Nase kann eine Billion Düfte unterscheiden
2026/07/20
Deine Nase kann über eine Billion verschiedene Düfte unterscheiden. Ja - Billion, mit „B". Und wenn du ein Duft riechst, kommt manchmal ein Gefühl aus deiner Kindheit direkt mit hoch. Robin und Lou erforschen heute den unterschätzten Sinn, den wir alle bei uns tragen. Wir denken oft, wir sehen viel und riechen wenig. Falsch. Die Rockefeller-Universität in New York hat vor ein paar Jahren nachgemessen: über 1 Billion Duft-Kombinationen können wir Menschen unterscheiden. Möglich macht das ein Team aus 400 verschiedenen Duft-Rezeptoren in der Nase. Jeder erkennt bestimmte Duft-Moleküle - zusammen entsteht ein Duft-Puzzle. Und dann der Trick: Duft fährt Direkt-Express ins Gehirn. Anders als Sehen oder Hören geht Riechen sofort ins limbische System - das ist der Teil, der Emotionen und Erinnerungen macht. Deshalb kann ein Kekse-Duft dich sofort zu deiner Oma zurückbringen. Und dann kommt der Sinnes-Check: Ein Hund riecht ungefähr zehntausendmal besser als du. Hunde können Krebs riechen, bevor Ärzte ihn sehen. Diabetes-Anfälle vorhersagen. Und einzelne Menschen aus einer ganzen Stadt riechen. Ihre Welt ist ein Duft-Universum. Das hörst du in dieser Folge Warum wir über 1 Billion Duft-Kombinationen unterscheiden können Was 400 verschiedene Duft-Rezeptoren machen Warum Duft direkt ins Gefühls-Gehirn fährt (limbisches System) Wieso ein Duft aus der Kindheit sofort Erinnerungen bringt Wie Hunde 10.000× besser riechen als wir Was Hunde alles riechen können: Krebs, Diabetes, Herzinfarkt Sinnes-Check: Wie wäre dein Alltag mit Hunde-Nase? Der Augenbinde-Duft-Test für zuhause Für wen ist diese Folge? Für neugierige Kinder ab 6 Jahren, die Sinne, Körper und Tiere lieben. Für Eltern und Großeltern beim gemeinsamen Riechen-Ausprobieren. Für Lehrkräfte in Sachunterricht Klasse 1 bis 6. Spielzeit rund 12 Minuten. Mitmach-Aufgabe für daheim Augenbinde-Duft-Test. Lass dir die Augen verbinden. Eine andere Person hält dir 5 verschiedene Duft-Gegenstände unter die Nase: Zitrone, Kaffee, Zahnpasta, Buch, Waschmittel. Kannst du jeden erkennen? Wechsel dann die Rollen. Wer erkennt mehr? Kapitel 00:00 Was du besser kannst als du denkst00:40 Wirklich wahr! Begrüßung01:15 Wow-Fakt: 1 Billion Düfte03:30 Wie 400 Duft-Rezeptoren zusammenarbeiten05:30 Warum Düfte sofort Erinnerungen wecken07:30 Sinnes-Check: Hunde-Nase gegen Menschen-Nase09:30 Was Hunde riechen können - Krebs, Diabetes10:30 Wirklich-wahr-Stempel und Cliffhanger Häufige Fragen zu dieser Folge Warum wecken Düfte Erinnerungen? Weil der Duft-Nerv direkt ins limbische System läuft - den Teil des Gehirns, der Erinnerungen und Gefühle verarbeitet. Bei allen anderen Sinnen gibt es einen Umweg. Quelle: Charité Berlin. Können Hunde wirklich Krebs riechen? Ja. Studien zeigen: speziell trainierte Hunde erkennen Krebs-Zellen an ihrem Duft. Die Trefferquote liegt bei über 90 Prozent. Quelle: Nature Reviews Neuroscience. Warum ist die Zahl 1 Billion so gigantisch? Weil Düfte selten „rein" sind - sie sind Kombinationen aus vielen Molekülen. Diese Kombinationsvielfalt macht die Billion aus. Quelle: Rockefeller University. Wenn dir diese Folge gefällt, hör auch Folge 028 - Wow! Mücken finden dich mit ihren Sinnen (Sinne + Insekten) Folge 024 - Wow! Hunde können über hundert Wörter lernen (Hunde-Wissen) Folge 022 - Wow! Warum ist scharf kein Geschmack? (Sinne) Quellen und Belege Rockefeller University - Human Odor Research (Bushdid et al. 2014) Max-Planck-Institut für Neurobiologie: Duft-Rezeptoren Charité Berlin - Geruchsforschung Nature Reviews Neuroscience - Olfaction Papers Wer steckt hinter Wirklich wahr!? Wirklich wahr! ist der Wissenspodcast für Kinder ab 6 Jahren. Robin und Lou nehmen euch dreimal pro Woche mit auf Neugier-Reisen. Wir arbeiten nur mit Fakten, die mehrere unabhängige Forschende bestätigen. Schreib uns! [email protected] Eine Produktion von KB&B - Family Marketing Experts für das Podcastlabel HEAROOZ. Mehr auf hearooz.de. Diese Folge wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz produziert - Robin und Lou sind KI-Stimmen. Alles, was wir sagen, kannst du bei echten Forschenden nachlesen.

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