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3D-Druck Wissen, mit Torsten Wolschendorf

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Dieser Podcast hat
21 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2026/06/07
Neueste Episode
2026/10/25
Durchschnittsdauer
36 min.
Veröffentlichungsintervall
8 Tage

Beschreibung

3D-Druck Wissen, der Podcast für die Industrie und den Mittelstand. Einfach für alle, die mehr aus der additiven Fertigung rausholen wollen. Ich bin Torsten Wolschendorf, Geschäftsführer und Inhaber der PROTOTEC GmbH & Co. KG. Ich komme aus dem Maschinenbau und habe in verschiedenen Branchen gearbeitet und bringe dieses Prozessverständnis heute direkt in die additive Fertigung ein. Im 3D-Druck erlebe ich täglich, wie viel Potenzial bei Unternehmen auf der Strecke bleibt, weil intern einfach das Anwendungswissen fehlt. Wo hat der 3D-Druck seine Stärken? Wie setzt man diesen richtig in der Serienfertigung ein? Welches Verfahren und Material passt zu welcher Anwendung? Wo liegen die echten Kostenfallen? Wann macht der 3D-Druck Sinn und wann eben nicht? Genau diese Fragen beantworte ich hier, mit echten Beispielen, die du direkt mitnehmen kannst. Für Konstrukteure, Ingenieure und alle, die wissen wollen, was wirklich hinter der Technologie steckt. Im 3D-Druck heißt es Layer by Layer, und genau so baust du hier Episode für Episode dein Anwenderwissen auf. Einfach abonnieren und direkt loslegen. PROTOTEC GmbH & Co. KG: https://prototec.de LinkedIn Torsten Wolschendorf: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf

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020 Technikverrückt seit der Jugend: Warum das Dir im 3D-Druck hilft
2026/10/25
#3DDruckWissen #3DDruck #3DDruckDienstleister #Werdegang In Folge 20 geht es einmal nicht um ein Verfahren, sondern um mich. Ich erzähle, warum ich nach der Realschule gesagt habe, nie wieder Schule, und trotzdem später Techniker und MBA gemacht habe. Du erfährst, wie ich vom Werksleiter im Maschinenbau zum 3D-Druck gekommen bin und warum ich bei einer Anfrage zuerst nach Deiner Anforderung frage. Takeaways In mehr als der Hälfte der Anfragen ändern wir nach dem ersten Gespräch Material und Verfahren, weil viele nur Standards wie PA12, PLA oder PETG kennen.Seit es FDM-Drucker unter 1000 Euro gibt, entstehen viele einfache Prototypen im eigenen Haus, deshalb setze ich auf Kleinserien.Ich teste Materialien selbst, bis hin zum halben Jahr auf der Fensterbank, damit meine Beratung nicht nur auf dem Datenblatt beruht.Chapters 00:00 Ich drucke nicht sofort: Warum ich bei jeder Anfrage nachfrage00:32 Begrüßung und worum es in dieser Folge geht01:27 Realschule, Industriemechaniker und Fachabitur03:19 Nachtschichten, SPS und der Techniker für Mechatronik04:12 Wärmebehandlung im Luftfahrtbereich und Werksleiter mit 2905:57 Der Wechsel in den Maschinenbau06:10 Von der Massenfertigung zur Sonderfertigung07:58 Betriebswirt und der Weg zum Studium09:13 Hochschule Koblenz: 3 von 56 bekommen die Bachelor-Anerkennung10:44 MBA im Fernstudium mit Schwerpunkt Produktionsmanagement11:41 Wissen holen statt auf andere warten13:35 Der Weg zur Übernahme des Unternehmens14:48 Wie 3D-Druck vom Nebenprodukt zum Potenzial wurde15:55 Einarbeitung ohne 3D-Druck Hintergrund16:35 Dieselgate, WLTP und Corona18:58 Der FDM-Drucker unter 1000 Euro19:54 Umsatzrückgang bei Prototypen und der Fokus auf Kleinserien21:33 Der Vergleich mit der CNC-Technik23:18 Wie das Portfolio aus Kundengesprächen entstanden ist24:31 Materialien und Verfahren im Überblick25:49 Anforderungsgerecht statt materialgerecht27:24 Warum ich diesen Podcast gestartet habe29:19 Jedes Material selbst testen31:09 Warum ich nicht im 24/7 Wettbewerb antrete32:21 Was der Podcast bewirken soll33:35 Abonnieren, Sterne und VerabschiedungFAQ Woran erkenne ich, dass ein 3D-Druck Dienstleister meine Anforderungen versteht? Er fragt nach, was Dein Bauteil leisten muss, auch wenn Zeichnung, Stückzahl und Material schon feststehen. Außerdem kennt er die Materialien aus eigenen Tests und nicht nur aus dem Datenblatt.Warum ändert ihr bei einer Anfrage Material und Verfahren? Wir arbeiten anforderungsgerecht und nicht materialgerecht. In mehr als der Hälfte der Fälle passt nach dem Gespräch ein anderes Material besser als der Standard aus der Anfrage.Wird jedes Unternehmen den 3D-Druck künftig selbst machen? Ich glaube nicht, dass das der Standard wird, denn wie bei der CNC-Technik werden viele Unternehmen einfache Teile im Haus drucken und größere Mengen und spezielle Materialien nach außen geben.Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
019 Werkzeugkoffer statt Bauchladen: Warum ich als 3D-Druck-Dienstleister über 10 Verfahren nutze
2026/10/18
#Unternehmensnachfolge #3DDruckWissen #3DDruck #Serienfertigung Diesmal war ich nicht Gastgeber, sondern selbst zu Gast. Bastian Gaedike, Materialwissenschaftler, Gründer der Malping GmbH und Host von PEEKfeine Bauteile, hat mich zum Interview eingeladen. Wir sprechen darüber, wie es sich anfühlt, einen der ältesten 3D-Druck-Dienstleister Deutschlands zu übernehmen, warum ich mein Portfolio verbreitert statt fokussiert habe und welches Verfahren ich wieder abgeschafft habe. Takeaways Ein PLA-Prototyp zeigt dir, ob eine Idee funktioniert. In der Serie zählen dagegen Festigkeit, Oberfläche, Toleranzen und Nachweise, und wer schon die Hälfte der Anforderungen nicht erfüllt, kommt nie in die Serie.Ein breites Verfahrensportfolio ist kein Bauchladen, wenn es einem klaren Ziel folgt: die Anforderungen des Kunden zu erfüllen. Den langsameren Skalierungshebel nehme ich dafür bewusst in Kauf.Ein neues Verfahren trägt sich nicht ab dem ersten Tag. Bei der Metallanlage waren die ersten Jahre ein Zuschussgeschäft, bevor sie sich gerechnet hat.Chapters 00:00 Intro: Diesmal zu Gast bei PEEKfeine Bauteile00:29 Bastian Gaedike stellt seinen Gast vor02:01 Wann fühlt man sich als Eigentümer?03:55 Vom Maschinenbau zum 3D-Druck-Dienstleister09:02 Technik-Nerd mit betriebswirtschaftlichem Fokus11:59 Unternehmenskauf: Was ich heute anders machen würde14:37 Metallanlage, Dieselgate und Corona15:59 Unternehmer oder Verwalter17:47 Warum das Portfolio so breit geworden ist21:11 Zuschussjahre bei Metall und Carbon DLS22:52 Generalist oder Bauchladen?26:45 Bewusste Positionierung abseits der umkämpften Nischen29:09 Werkzeugkoffer statt Schweizer Taschenmesser31:23 Warum ich keine FDM-Printfarm aufbaue36:12 Lösungsberater mit angeschlossener Fertigung?36:56 Ein Verfahren, das ich wieder abgeschafft habe38:31 Robotik, Leichtbau und das Energieproblem42:03 Wie ich neue Verfahren auf der Formnext filtere46:29 Wie ich neue Maschinen bewerte48:13 Ein neuer Resindrucker aus Taiwan51:02 Abschlussfrage: Nur noch drei Verfahren53:42 OutroFAQ Warum betreibst du über 10 Verfahren, statt dich zu spezialisieren? Weil Serienbauteile konkrete Anforderungen haben, die selten ein einziges Verfahren abdeckt. Ich wähle das Verfahren nach der Anforderung aus und nicht umgekehrt.Warum baust du keine eigene FDM-Printfarm auf? Der FDM-Markt ist hart umkämpft, und im PLA-Bereich brauchst du 50 bis 60 Drucker, damit eine Person davon leben kann. Große FDM-Stückzahlen fertigen deshalb Partner mit einer Printfarm.Welche drei Verfahren würdest du behalten, wenn du nur drei haben dürftest? SLS, den Metall-3D-Druck und Carbon DLS, weil ich damit immer noch die meisten Anforderungen abdecken kann.PEEKfeine Bauteile / Bastian Gaedike: https://podcasts.apple.com/de/podcast/peekfeine-bauteile-der-3d-druck-industrie-podcast/id1895281360 LinkedIn Bastian Gaedike: https://de.linkedin.com/in/bastiangaedike Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
018 Carbon DLS: Das 3D-Druck-Verfahren, das an Spritzguss rankommt
2026/10/11
#CarbonDLS #3DDruck #3DDruckWissen In dieser Folge geht es um ein Verfahren, das die wenigsten kennen: Carbon DLS. Ich erkläre, warum das für mich das einzige 3D-Druck-Verfahren ist, das an Spritzguss-Qualität herankommt, und warum wir als einer von nur zwei bis drei Anbietern in Deutschland seit 2021 damit arbeiten. Takeaways Carbon DLS druckt nicht in Schichten, sondern durchgehend in Z-Richtung. Dadurch gibt es keine Z-Schwachstelle wie bei FDM oder SLS.Die Maschine wird aktiv beheizt und arbeitet deshalb weltweit mit denselben Parametern reproduzierbar, egal ob Sommer oder Winter.Wir setzen das Verfahren seit 2021 ein und sind einer von nur zwei bis drei Carbon-DLS-Anbietern in Deutschland.Chapters 00:00 Intro: Warum FDM nicht automatisch der Maßstab für 3D-Druck ist03:00 Was Carbon DLS ist und woher der Name kommt03:23 Das Material: zwei vernetzte Polymere in einem Duroplast04:41 Der Druckprozess: ähnlich wie MSLA, aber mit einem Grünling statt einem fertigen Bauteil06:02 Thermische Nachvernetzung statt UV-Kammer08:30 Warum die Bauteile dadurch maßstabil und UV-stabiler werden10:35 Das Besondere: kein Schichtdruck, konstanter Druck in Z-Richtung11:51 Die Sauerstoffmembran: warum nichts am Bildschirm klebt14:21 Oberflächenqualität fast auf Spritzguss-Niveau17:07 Die beheizte Maschine: weltweit reproduzierbare Ergebnisse20:02 Isotrope Eigenschaften in X, Y und Z21:20 Gummiartige Bauteile und Dichtungen25:37 Volle Parameterkontrolle pro Slice für die Serie29:48 Materialien: UL94 V0, Medizin, Autoklav, geringe Ausgasung30:40 Cerakote-Veredelung: Oberflächen, die niemand mehr vom Spritzguss unterscheidetFAQ Ist Carbon DLS ein Prototypenverfahren? Nein. Der Materialaufwand und die Kosten pro Bauteil lohnen sich nur für seriennahe Teile, nicht für ein einzelnes Anschauungsmuster.Was unterscheidet Carbon DLS von MSLA oder DLP? Nach dem Druck entsteht ein Grünling, der danach thermisch statt per UV-Licht nachvernetzt wird. Dadurch werden die Bauteile maßstabiler und UV-stabiler.Warum klebt beim Carbon DLS nichts am Bildschirm? Eine sauerstoffdurchlässige Membran verzögert die UV-Vernetzung direkt am Bildschirm, sodass das Bauteil immer in einer Flüssigphase bleibt.Sind Carbon-DLS-Bauteile in alle Richtungen gleich stabil? Ja. Durch die thermische Vernetzung sind die Materialeigenschaften in X, Y und Z nahezu identisch.Welche Materialien sind beim Carbon DLS möglich? Von UL94 V0 zertifizierten Materialien über hochfeste Kunststoffe bis zu medizinischen und autoklavierbaren Werkstoffen mit sehr geringer Ausgasung.Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
017 CNC Spannvorrichtungen 3D-drucken: Wann der Aluminiumklotz überflüssig ist
2026/10/04
#CNCSpannvorrichtungen #Spannvorrichtungen #3DDruckWissen #3DDruck Muss eine CNC Spannvorrichtung wirklich ein Aluminiumklotz sein? Ich zeige an einem aktuellen Beispiel aus meinem Arbeitsalltag, wann ich Spannvorrichtungen drucke statt zerspane, welche Fragen darüber entscheiden und wo das Fräsen die bessere Wahl bleibt. Takeaways Ob gedruckt oder gefräst wird, entscheiden die Stückzahl der Vorrichtung, die mechanische Belastung und die geforderte Präzision, nicht das Verfahren, das gerade im Haus istFreiformgeometrien müssten auf der Fräse komplett abgezeilt werden, lassen sich aber deutlich einfacher drucken, ohne dass die Genauigkeit am Bauteil leidetGedruckte und gefräste Elemente lassen sich kombinieren, etwa mit Metallstiften an Anschlägen oder einem NullspannsystemChapters 00:00 Intro00:46 Die Kernfrage: eine Vorrichtung für 20 unterschiedliche Teile01:51 Warum die meisten nur das Verfahren nutzen, das sie kennen02:51 Praxisbeispiel: gedruckte Aluminiumteile ohne gerade Fläche04:08 Acht unterschiedliche Spannbacken für ein Bauteil04:58 Die Entscheidung: Spannvorrichtung drucken05:19 Warum komplettes Abzeilen auf der Fräse so aufwendig ist06:27 Henry Ford und das Vertrauensproblem07:08 Warum nicht jede Vorrichtung aus Aluminium sein muss08:02 Das Prinzip gilt für alle Vorrichtungen09:40 Entscheidungsfaktor 1: Stückzahl09:58 Entscheidungsfaktoren 2 und 3: Belastung und Präzision11:25 Hybridlösung mit Nullspannsystem12:42 Beispiel Messvorrichtung mit Metallstiften14:17 Wo Kunststoff an Grenzen stößt: Werkzeugstahl15:23 Meine Entscheidung und der Ablauf in der Praxis17:08 3D-Druck als eigenständiges Fertigungsverfahren17:48 Kühlschmierstoff und Materialbeständigkeit18:34 Praxisbeispiele: Schweiß- und Montagevorrichtungen20:43 Fazit: Die Vorrichtung muss zur Nutzung passen, nicht zur GewohnheitFAQ Wann lohnt sich eine gedruckte CNC Spannvorrichtung? Bei komplexen Freiformgeometrien, geringer Stückzahl und moderater Belastung, etwa bei Positionier- und Montagehilfen.Hält eine gedruckte Spannvorrichtung Kühlschmierstoff stand? Bei kurzer Einsatzdauer ja, bei Dauerkontakt helfen Imprägniermittel oder chemisch beständige Materialien.Kann man Drucken und Fräsen kombinieren? Ja, zum Beispiel mit gefrästen Metallstiften an Anschlägen oder einem ergänzten Nullspannsystem.Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
016 5 Bewusstseinsstufen im 3D-Druck: Wo stehst du?
2026/09/27
#Serienfertigung #3DDruckWissen #3DDruck In dieser Folge erkläre ich, warum so viele Gespräche über 3D-Druck im Leeren landen. Nicht weil das Verfahren falsch ist. Sondern weil Absender und Empfänger auf völlig unterschiedlichen Bewusstseinsstufen stehen. Ich zeige dir anhand von drei Analogien, wo du heute stehst und was der nächste Schritt ist. Takeaways Wer 3D-Druck nur für Prototypen kennt, denkt noch in kabelgebundenen Telefonen. Die Serie ist das Mobiltelefon.Ein gescheiterter FDM-Versuch ist kein Beweis gegen 3D-Druck. Er ist ein Beweis gegen das falsche Verfahren für die falsche Anforderung.3D-Druck wird Fertigungstechnologie wie Fräsen oder Spritzguss. Die Frage ist nur, wer rechtzeitig aufgewacht ist.Chapters 00:00 Intro00:47 Was sind Bewusstseinsstufen im 3D-Druck?01:53 Stufe 1: Kein Bewusstsein04:42 Stufe 2: Problembewusstsein06:38 Stufe 3: Lösungsbewusstsein09:42 Stufe 4: Angebotsbewusstsein11:49 Stufe 5: Entscheidungsphase13:05 Fazit und Ausblick16:07 Kontakt und AbschlussFAQ Was bedeutet kein Bewusstsein im 3D-Druck? Wer 3D-Druck noch nie als Option für Serienteile gesehen hat, reitet gedanklich noch auf Pferden. Das Problem: Er zahlt die Kosten trotzdem, nennt sie nur anders.Warum scheitern viele auf Stufe 3? Weil sie mit dem falschen Verfahren für die falsche Anforderung gestartet sind. Ein FDM-Versuch mit PLA ist kein Test für Serienfertigung. Das führt zum falschen Schluss, nicht zur richtigen Entscheidung.Was ist der Unterschied zwischen Stufe 4 und 5? In Stufe 4 weißt du, dass du 3D-Druck für die Serie willst, suchst aber noch Verfahren und Anbieter. In Stufe 5 hast du alle Infos gesammelt und gehst in die Entscheidung.Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
015 Wettbewerbsvorteil 3D-Druck: Wer vorwegläuft, gewinnt
2026/09/20
#3DDruckWissen #Wettbewerbsvorteil #3DDruck China bringt ein neues Produkt in sechs Monaten auf den Markt, wir brauchen dafür 18. In dieser Episode spreche ich darüber, warum Geschwindigkeit kein Qualitätsverzicht ist und wie 3D-Druck dabei hilft, diesen Rückstand aufzuholen. Nicht als Versprechen, sondern als konkreter Hebel für Produktentwicklung und Serienfertigung. Takeaways * 80 Prozent Funktionalität und anfangen schlägt 100 Prozent warten: Wer zuerst am Markt ist, verdient zuerst Geld und lernt schneller durch echtes Kundenfeedback. * Gedruckte Werkzeuge mit konturnaher Kühlung können die Zykluszeit im Spritzguss um bis zu 20 Prozent senken, ohne dass neue Maschinen nötig sind. * Bei neuen Produkten mit unklaren Stückzahlen rechnet sich 3D-Druck auch dann, wenn der Stückpreis höher liegt als beim Spritzguss. Chapters * 00:00:47 Einstieg: China 6 Monate, wir 18 * 00:01:00 AM Innovation Day in Attendorn * 00:02:05 Deutschland optimiert auf Perfektion * 00:03:12 China hat keine besseren Ingenieure * 00:03:36 MVPs: Was US-Startups anders machen * 00:04:26 ChatGPT als Beweis für 80 Prozent und anfangen * 00:05:24 80 Prozent schlägt 100 Prozent warten * 00:06:16 3D-Druck als Geschwindigkeitshebel * 00:08:20 Das Mistral-Beispiel: Tempo in Business-Entscheidungen * 00:10:46 Europäische Behäbigkeit als Wettbewerbsproblem * 00:11:57 Zurück zu 3D-Druck und Prozessgeschwindigkeit * 00:12:14 Konturnahe Kühlung: 20 Prozent mehr Kapazität ohne neue Maschinen * 00:13:55 Gedruckte Werkzeuge und seriennahe Prototypen * 00:15:07 Iteration mit geringem Lagerrisiko * 00:16:09 Datei tauschen statt Werkzeug bauen * 00:17:14 Das erste Jahr: Wer zu langsam ist, verbrennt Geld * 00:18:52 Vorweglaufen als Strategie * 00:19:59 Empfehlung für neue Produkte in neuen Märkten * 00:20:29 CTA FAQ * Was kostet zu langes Warten beim Produktanlauf? Im ersten Jahr kann ein Unternehmen Geld verbrennen, wenn Werkzeugbau, Lageraufbau und Iteration zu lange dauern. 3D-Druck verkürzt diesen Vorlauf erheblich. * Ist 3D-Druck wirklich günstiger als Spritzguss? Nicht zwingend pro Teil. Aber bei neuen Produkten mit unklaren Stückzahlen sinken Gesamtkosten, wenn Werkzeugrisiko und Iterationsaufwand eingerechnet werden. * Was sind konturnahe Kühlwerkzeuge? Gedruckte Spritzgusswerkzeugkerne mit bauteilnah geführten Kühlkanälen, die sich konventionell nicht fräsen lassen. Sie senken die Zykluszeit und erhöhen die Kapazität ohne neue Maschinen. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
014 3D-Druck statt Werkzeug: Früher starten, früher verdienen
2026/09/13
#3DDruck #TimeToMarket #3DDruckWissen Wer auf das Spritzgusswerkzeug wartet, bevor er sein Produkt launcht, verliert zweimal: Zeit und Kapital. In dieser Episode geht es darum, warum Geschwindigkeit in der Produktentwicklung mehr wert ist als Perfektion, und wie 3D-Druck konkret dabei hilft, früher an den Markt zu kommen. Takeaways * 8 Wochen früher am Markt bedeuten bei einem Produkt mit 500.000 Euro Jahresumsatz rund 77.000 Euro mehr verdient, plus 30.000 Euro eingesparte Werkzeugkosten. * 3D-Druck ersetzt kein Spritzgusswerkzeug dauerhaft. Er überbrückt die Vorlaufzeit und ermöglicht, das spätere Werkzeug aus dem bereits verdienten Produktumsatz zu zahlen. * First Mover sind nicht die Perfekten, sondern die Schnellen. Flex, Tempo, OpenAI: Wer zuerst da ist, setzt die Marke. Chapters * 00:00 Einleitung und Event-Kontext * 01:56 Die Nächste-Woche-Montag-Falle * 03:40 Transfer in die Business-Welt * 06:03 Warum starten die meisten zu spät? * 07:36 3D-Druck als Beschleuniger im Serienprozess * 08:54 Die Rechnung: 500.000 Euro Jahresumsatz und 8 Wochen Verzögerung * 10:22 First-Mover-Vorteil und Markenaufbau * 11:40 Saisonale Produkte früher launchen * 13:26 Kapital früher verdienen und reinvestieren * 14:28 Das Werkzeug aus dem Produktumsatz finanzieren * 15:58 Wann 3D-Druck nicht das richtige Mittel ist * 16:51 80 Prozent Serienumsatz: Was die Praxis zeigt * 17:18 Fazit: Früher starten, früher verdienen * 21:29 CTA und Verabschiedung FAQ * Wann lohnt es sich, statt Spritzguss auf 3D-Druck zu setzen? Wenn die Werkzeug-Vorlaufzeit länger ist als der Marktvorteil, den Warten bringt. Bei neuen Produkten und kleineren Stückzahlen ist 3D-Druck fast immer die schnellere Wahl. * Sind 3D-Druckteile nicht teurer als Spritzgussteile? Im reinen Stückpreis oft ja. Aber wer Werkzeugkosten, Iterationskosten und entgangenen Umsatz einrechnet, kommt in der Anlaufphase häufig auf ein anderes Ergebnis. * Kann ich ein Produkt mit 3D-Druckteilen bereits vermarkten? Ja. Marketing aufbauen, erste Kunden gewinnen, Feedback sammeln, Social Media bespielen. Das Werkzeug kommt, wenn die Marktnachfrage bewiesen ist. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
013 Serienteile und Endanwendungen im 3D-Druck
2026/09/06
#3DDruck #Serienfertigung #3DDruckWissen Die meisten fragen mich noch heute, ob 3D-Druck überhaupt für die Serie geeignet ist. Dabei machen wir bereits 80 Prozent unseres Umsatzes mit Serien- und Endanwendungsteilen, nicht mit Prototypen. In dieser Folge erkläre ich, was ein Serienteil wirklich auszeichnet, wann sich 3D-Druck gegenüber Spritzguss und Fräsen lohnt und wo die echten Grenzen liegen. Takeaways Ein Serienteil hat andere Anforderungen als ein Prototyp: Wiederholgenauigkeit, zertifiziertes Material, QSV-Vereinbarungen und Materialkonformitäten sind Pflicht, kein Nice-to-have.Werkzeugkosten fehlen in den meisten Wirtschaftlichkeitsvergleichen komplett, weil sie auf der falschen Kostenstelle landen. Das verzerrt das Ergebnis systematisch zugunsten klassischer Verfahren.Serienreife beginnt beim Bauteildesign. Wer erst am Ende des Entwicklungsprozesses an 3D-Druck denkt, verschenkt die größten Einsparungen. Chapters 00:47 Intro und Hinweis: AM Innovation 202601:30 Prototyp oder Serienteil? Warum der Unterschied zählt03:37 3D-Druck als etabliertes Serienverfahren05:12 Serienanforderungen: QSV, REACH, RoHS und Materialkonformität06:55 Verfahren oder Material zuerst wählen?10:08 DfAM: Warum der Zeitpunkt in der Konstruktion entscheidet14:00 Endanwendung am Beispiel: Konturnahe Kühlung15:38 Wirtschaftlichkeit: Der unfaire Vergleich mit Spritzguss17:04 Mindestmengen, Lagerkosten und Zeit bis zum Markt22:32 Praxisbeispiele: Prothetische Hand und SLS-Abdeckungen28:06 Grenzen: Oberflächen, Toleranzen, Materialäquivalenz33:05 Fazit und Anforderungsanalyse34:58 Serienreife beginnt beim Bauteildesign35:31 DfAM-Beispiel: Vakuumsauger und Total Cost of Ownership37:07 Muster anfragen und Beratungsgespräch FAQ Was unterscheidet einen Prototyp von einem Serienteil im 3D-Druck? Ein Prototyp beantwortet eine Entwicklungsfrage. Ein Serienteil muss dauerhaft Anforderungen erfüllen: Wiederholgenauigkeit, zertifiziertes Material und QSV sind Pflicht.Welche 3D-Druckverfahren eignen sich für die Serienfertigung? SLS ist das einzige supportfreie Verfahren und damit geometrisch sehr flexibel. Carbon DLS liefert spritzgussnahe Eigenschaften. Resin-Verfahren punkten bei glatten Oberflächen. FDM eher für Betriebsmittel.Wann lohnt sich 3D-Druck gegenüber Spritzguss in der Serie? Bei kleinen bis mittleren Stückzahlen, häufigen Produktänderungen und wenn Werkzeugkosten wirtschaftlich nicht sinnvoll sind.Warum werden 3D-Druck-Preise oft unfair mit Spritzguss verglichen? Werkzeugkosten landen in vielen Unternehmen auf Entwicklungskostenstellen und tauchen im Stückpreisvergleich nicht auf. Der Vergleich ist damit strukturell verzerrt.Was bedeutet Serienreife im 3D-Druck konkret? Serienreife entsteht beim Konstruieren, nicht beim Drucken. Funktionsintegration und DfAM von Anfang an machen den Unterschied. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
012 Seriennahe Prototypen im 3D-Druck: Was muss ein Prototyp eigentlich beweisen?
2026/08/30
#Prototypen #3DDruck #Serienfertigung In dieser Folge geht es um eine Frage, die viele Entwicklungsabteilungen nie explizit stellen: Was muss ein Prototyp eigentlich beweisen? Ich erkläre die drei Ebenen der Seriennähe und warum die Antwort auf diese Frage darüber entscheidet, ob du mit deinem Prototyp etwas wirklich qualifizierst, oder nur etwas anfasst. Takeaways Seriennahe Prototypen gibt es auf drei Ebenen: geometrisch, mechanisch und prozessseitig. Wer diese Ebenen nicht bewusst wählt, testet am falschen Objekt.Mechanische Seriennähe braucht Materialvielfalt. Mit PLA und einem FDM-Drucker lässt sich kein IP65-Test, kein Dauertest und kein Vibrationstest seriös qualifizieren.Wer mechanische Tests im 3D-Druck erfolgreich abschließt, hat damit oft schon den Grundstein für einen späteren Serienprozess ohne Werkzeugkosten gelegt. Chapters 00:00:46 Intro und Hinweis: AM Innovation Days 8.9.202600:01:42 Thema: Seriennahe Prototypen, was steckt dahinter?00:02:44 Ebene 1: Geometrische Seriennähe00:04:45 Ebene 2: Mechanische Seriennähe00:06:29 Materialvielfalt für mechanische Tests: EPU, Dichtungen, IP65, Rüttelplatte00:10:28 Ebene 3: Prozessseriennähe00:12:09 Wenn mechanische Tests gelingen: 3D-Druck als Serienprozess00:14:10 Skalierungsrisiko und Werkzeugkosten im aktuellen Markt00:18:11 Die 80/20-Logik im Prototyping00:20:43 FDM ist nicht alles: Was interne Drucker nicht leisten können00:21:22 Was ein Fehler wirklich kostet: 1 Euro, 10 Euro, 100 Euro00:22:49 Abschluss und Kontakt FAQ Reicht ein FDM-Drucker für seriennahe Prototypen? Für geometrische Tests meistens ja. Für mechanische Seriennähe nein. Festigkeit, Steifigkeit und Beständigkeiten lassen sich mit Standard-FDM nicht zuverlässig abbilden.Wann macht mechanische Seriennähe im 3D-Druck Sinn? Immer wenn ein Prototyp qualifiziert werden soll: IP65-Tests, Vibrationstests, Dauertests oder Medienbeständigkeit. Wer dabei ein anderes Material einsetzt als später in der Serie, testet an der falschen Grundlage.Was kosten Fehler, die erst spät entdeckt werden? In der Zeichnung: 1 Euro. Im Werkzeug: 10 Euro. In der laufenden Serie: 100 Euro. Je seriennäher der Prototyp, desto früher tauchen Fehler auf und desto günstiger ist die Korrektur. AM Innovation Days 8.9.2026 in Attendorn: https://prototec.de/am-innovation-day-2026 Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
011 Betriebsmittel mit 3D-Druck: Verborgenes Potenzial erkennen und nutzen
2026/08/23
#Betriebsmittel #3DDruckWissen #3DDruck Betriebsmittel, Vorrichtungen und Hilfsmittel aus dem 3D-Druck gehören zu den am meisten unterschätzten Potenzialen in der Fertigung. Ich zeige in dieser Folge, wie ihr solche Anwendungen im eigenen Betrieb findet, wie ihr sie bewertet und wie ihr von der Idee zur fertigen Lösung kommt. Mit zwei Beispielen aus unserem eigenen Betrieb und einem konkreten Kundenfall. Takeaways Wer nach einem Standardteil sucht, bekommt oft nur eine 80-Prozent-Lösung. Eine konstruierte 3D-Druck-Lösung trifft den Idealzustand — und der Aufwand dafür ist geringer, als die meisten denken.Das Signal für ungenutztes Betriebsmittelpotenzial ist eindeutig: Klebeband, Kabelbinder, Draht oder Pappe als Provisorium zeigen, dass eine echte Lösung fehlt.Wer intern keine Konstruktionskapazität hat, braucht trotzdem nicht auf das Potenzial zu verzichten. Eine Handskizze mit Maßen reicht als Ausgangspunkt. Chapters 00:00 Intro00:46 Thema: Betriebsmittel und ihr Potenzial01:21 Wie lange sucht ihr wirklich?02:56 Praxisbeispiel: Druckluftpistolen-Halter05:35 Praxisbeispiel: Gerätehalter im Vakuumguss06:19 80 Prozent vs. 100 Prozent: Warum Standardteile nicht reichen17:00 Kundenbeispiel: Kupferrohr-Wickelmaschine19:47 Wie erkenne ich Betriebsmittelpotenzial?20:13 Das Klebeband-Signal: Provisorien als Hinweis24:29 Konstruieren oder recherchieren?26:27 Die richtigen Ansprechpartner im Betrieb29:10 Bewertung: Aufwand vs. Mehrwert31:06 Intern oder extern — wer macht das?31:35 Handskizze reicht: Was wir übernehmen können32:52 Wissen im Betrieb kommunizieren36:18 Workshop-Angebot und externe Unterstützung39:15 Fazit FAQ Lohnt sich 3D-Druck für Betriebsmittel nur bei eigenem Drucker? Nein. Auch wer extern beauftragt, profitiert. Die Konstruktion kann intern oder durch den Dienstleister erfolgen. Die Lieferzeit ist etwas länger als bei internem Druck, dafür entfallen Materialwissen, Maschinenpflege und Anlernaufwand komplett.Wie erkenne ich, wo 3D-Druck im Betrieb sinnvoll ist? Überall dort, wo Klebeband, Kabelbinder, Draht oder Pappe als Notlösung eingesetzt werden. Auch Bereiche, in denen Mitarbeiter sich dauerhaft über die gleichen Abläufe ärgern, sind ein klares Signal.Muss ich CAD-Dateien liefern, um loszulegen? Nein. Eine Handskizze mit Maßen reicht als Ausgangspunkt. Die Konstruktion kann auf Anfrage mit übernommen werden.Wann ist FDM die richtige Wahl, wann SLS? FDM eignet sich für schnelle Funktionstests und einfache Geometrien. SLS in PA12 ist besser bei dünnen Wanddicken, höherer Belastung oder wenn die Lösung dauerhaft im Einsatz bleibt.Was ist der wirtschaftliche Vorteil, wenn das gedruckte Teil teurer ist als ein Standardteil? Der Vergleich ist nicht Teil gegen Teil, sondern Prozess gegen Prozess. Stunden für Recherche, eine Kompromisslösung, die wiederkehrende Problemstelle, das sind echte Kosten, die selten bewertet werden. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
010 3D-Druck in der Stanz- und Umformtechnik: 5 Anwendungen, die kaum jemand kennt
2026/08/16
#3DDruckWissen #3DDruck #Umformtechnik 3D-Druck und Stanz- und Umformtechnik klingt erstmal nach einer unwahrscheinlichen Kombination. In dieser Folge zeige ich, warum es fünf konkrete Bereiche gibt, in denen 3D-Druck für Stanz- und Umformbetriebe echten Mehrwert liefert. Und warum die meisten dieser Betriebe das noch gar nicht wissen. Takeaways * Für die eigentlichen Stanz- und Schneidwerkzeuge ist 3D-Druck nicht geeignet. Scherkräfte, Schnittkräfte und Toleranzanforderungen übersteigen die Möglichkeiten der heute verfügbaren Materialien. * Rund ums Werkzeug gibt es fünf Bereiche, in denen 3D-Druck konkret Zeit und Geld spart: Werkzeughalter, Messvorrichtungen, Biegeprozesse mit komplexen Konturen, Sicken und direkte Blechprototypen. * Wer vor dem ersten Werkzeugeinlauf kein SLS-Teil zur Vorbereitung des Messprogramms nutzt, verschenkt mehrere Stunden Maschinenzeit bei jedem neuen Werkzeug. Chapters * 00:00 Intro * 01:06 Ankündigung: AM Innovation Days 8.9.2026 in Attendorn * 02:07 Thema: 3D-Druck in der Stanz- und Umformtechnik * 03:02 Bereich 1: 3D-gedruckte Halter, Auswerfer und Sensorik im Werkzeug * 04:12 Bereich 2: Messvorrichtungen fur taktile Messmaschinen * 08:48 Messprogramme vorab schreiben mit dem SLS-Druckteil * 11:03 Was ein 3D-Druckteil hier wirklich spart * 13:26 Bereich 3: Prototypenwerkzeuge fur Biegeprozesse * 17:03 Bereich 4: Sickenwerkzeuge und Versteifungsgeometrien * 20:01 Bereich 5: Blechteile direkt drucken * 21:35 Automobilbereich: Verbautests und Plattformvarianten * 22:43 Fazit: Wo 3D-Druck wirklich Sinn macht * 25:42 Outro FAQ * Kann man Stanzwerkzeuge aus dem 3D-Drucker herstellen? Nein, nicht fur den aktiven Stanz- und Schneidprozess. Scherkrafte und Toleranzanforderungen sind zu hoch. Sinnvoll sind hingegen Werkzeughalter, Sensoraufnahmen und Auswerfer innerhalb des Werkzeugs, die schwer zu fransen waren. * Welches 3D-Druckverfahren eignet sich fur Messvorrichtungen im Stanz- und Umformbereich? SLS ist hier das Mittel der Wahl. Es liefert maasshaltige, formstabile Teile ohne Stutzstrukturen, die als Aufnahme und Positionierhilfe fur komplexe Umformteile auf taktilen Messmaschinen geeignet sind. * Ab welcher Blechdicke funktionieren 3D-gedruckte Biegewerkzeuge? Erfahrungswerte liegen im dunnen Blechbereich bis etwa 1,5 bis 2 Millimeter, material- und geometrieabhangig. Bei einfachen Biegungen reichen Kunststoffwerkzeuge. Fur Sicken und hohere Stuckzahlen empfehlen sich Metallwerkzeuge, die bis auf 54 HRC gehartet werden konnen. * Was kostet ein 3D-gedrucktes Biegewerkzeug? Je nach Grosse und Komplexitat liegen die Kosten fur einfache Werkzeuge im Bereich von 100 bis 300 Euro. Im Vergleich zu den Stillstandskosten einer Stanzmaschine fallt das kaum ins Gewicht. AM Innovation Days — 8.9.2026 in Attendorn, kostenlos, Anmeldung erforderlich: https://prototec.de/am-innovation-day-2026 Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
009 3D-gedruckte Spritzgussformen: Prototypen Spritzguss Formen und Lost Molds
2026/08/09
#3DDruckWissen #3DDruck #Spritzguss In dieser Folge spreche ich über gedruckte Spritzgusswerkzeuge für kleine Stückzahlen. Es geht um MSLA-Formen aus keramisch gefülltem Kunststoff, wasserlösliche Einleger für Hinterschnitte und den Lost-Mold-Prozess für das Spritzen ohne Entformungsschrägen. Kein Ersatz für klassische Serienwerkzeuge, aber eine echte Alternative in der Prototypen- und Qualifizierungsphase. Takeaways * Gedruckte MSLA-Werkzeuge aus keramisch gefülltem Material ermöglichen 20 bis 50 Abschüsse mit dem Originalwerkstoff, ohne ein teures Prototypenwerkzeug bauen zu müssen. * Wasserlösliche Einleger ersetzen klassische Schieber im Prototypenwerkzeug und lösen sich nach dem Spritzen einfach in Wasser auf. * Mehrere Geometrievarianten lassen sich beim MSLA in einem einzigen Druckjob parallel fertigen. Die Druckzeit ist identisch, die Kosten verteilen sich auf alle Varianten. Chapters * 00:00:46 Intro und Thema der Folge * 00:02:06 3D-Druck und Spritzguss: kein Widerspruch * 00:03:58 Welche Materialien kommen für gedruckte Werkzeuge in Frage? * 00:06:21 MSLA: alle Variantenformen parallel in einem Druckjob * 00:08:02 Ablauf am Spritzguss: Einrüsten, Füllstudie, Variantenwechsel * 00:09:25 Hinterschnitte ohne Schieber: wasserlösliche Einleger * 00:13:57 Kosten und Lieferzeit in der Praxis * 00:15:21 Lost Mold: Spritzen ohne Entformungsschrägen * 00:17:54 Größenbereich und Grenzen: bis ca. 100 mm Teillänge * 00:19:27 Direktvergleich: gedruckte Formen vs. gefräste Werkzeuge bei Varianten * 00:20:45 Fazit und Empfehlung FAQ * Was ist der Unterschied zwischen keramisch gefüllten Werkzeugen und wasserlöslichen Formen? Keramisch gefüllte MSLA-Werkzeuge sind wiederverwendbar und liefern 20 bis 50 Abschüsse im Originalwerkstoff. Wasserlösliche Lost-Mold-Formen sind Einwegwerkzeuge für genau einen Schuss, ermöglichen aber Geometrien ganz ohne Entformungsschrägen. * Für welche Teilegröße eignen sich gedruckte Spritzgussformen? Erfahrungsgemäß gut bis zu einer Teillänge von ca. 100 mm. Bei größeren Bauteilen fehlt meist der Kostenvorteil gegenüber gefrästen Werkzeugen. * Wann lohnt sich das gegenüber einem Aluminium-Prototypenwerkzeug? Immer dann, wenn mehrere Geometrievarianten unter Originalmaterial getestet werden sollen oder geringe Stückzahlen für Qualifizierungs- und Zulassungstests benötigt werden. * Kann jeder Spritzgusswerkstoff in gedruckten Formen verarbeitet werden? Nicht jeder. Keramisch gefüllte MSLA-Formen halten aber schon Materialien wie PA6 GF30 aus. Hochtemperatur Sondermaterialien stoßen an die Grenzen der Werkzeugstandzeit. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/ Zum Event AM-Innovation Day 2026: https://prototec.de/am-innovation-day-2026
008 Wie ersetze ich meinen Spritzguss-Werkstoff im 3D-Druck? So findest du das richtige Material
2026/08/02
#3DDruckWissen #3DDruck #Werkstofftechnik Technische Datenblätter vergleichen klingt einfach. Ist es aber leider nicht. Wer einen PA6 GF30 aus dem Spritzguss sucht und im 3D-Druck nach genau diesem Namen fragt, wird enttäuscht. Wer stattdessen fragt, welche Eigenschaften er wirklich braucht, findet fast immer eine Lösung. Takeaways - Datenblätter aus dem Spritzguss und dem 3D-Druck sind nicht direkt vergleichbar. ISO vs. ASTM, konditioniert vs. trocken, Streckdehnung vs. Bruchdehnung: Wer das nicht unterscheidet, vergleicht Äpfel mit Birnen. - HDT A, HDT B und Glasübergangstemperatur messen grundlegend verschiedene Dinge. Wer Wärmebeständigkeit pauschal liest, unterschätzt oder überschätzt seinen Werkstoff. - Die richtige Frage ist nicht: Welchen Werkstoff brauche ich? Sondern: Welche Eigenschaften muss mein Bauteil unter welchen Bedingungen erfüllen? Chapters - 00:00:47 Intro: Warum Datenblätter ein ständiges Beratungsthema sind - 00:01:12 Das Problem: Spritzguss-Werkstoffe haben keine 1:1-Entsprechung im 3D-Druck - 00:02:45 Die entscheidende Frage: Was brauchst du wirklich? - 00:06:26 Anekdote: Werkstoff in der Zeichnung, dessen Ursprung niemand mehr kennt - 00:08:50 PA6 und PA12 im Vergleich: ähnlicher als erwartet - 00:09:12 HDT A und B: Was Warmformbeständigkeit wirklich misst - 00:14:45 Konditioniert vs. trocken: Wie Feuchtigkeit Kennwerte verändert - 00:17:01 Faserorientierung: Gleiche Effekte im Spritzguss und im 3D-Druck - 00:20:27 Schmelztemperatur vs. Glasübergangstemperatur - 00:24:48 Resin-Werkstoffe: PU, Acrylat, Epoxid und die Rolle der Tg - 00:28:39 Dehnungswerte: Streck-, Bruch- und Biegedehnung erklärt - 00:34:11 Konkrete Werkstoffvergleiche: PP, PA6 und Vakuumguss-Alternativen - 00:35:40 Warum Verfahrens- und Werkstoffbreite kein Zufall ist - 00:36:00 3D-Druck in Medizintechnik und Automobil - 00:37:05 Unsere Realität: 80 % Serien- und Endanwendungen - 00:37:48 Fazit: Anforderungen analysieren statt Werkstoff fordern FAQ - Was ist der Unterschied zwischen HDT A und HDT B? HDT A wird mit 1,8 MPa geprüft, HDT B mit 0,45 MPa. Beide messen die Temperatur, bei der ein Prüfstab 0,32 mm durchbiegt. Ohne Kenntnis der Prüfbedingung ist ein Vergleich wertlos. - Was bedeutet konditioniert bei Polyamid-Datenblättern? Das Material hat vor der Prüfung Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufgenommen. Das verändert mechanische Eigenschaften teils um 30-40 %. Viele Datenblätter weisen das nicht klar aus. - Was ist der Unterschied zwischen Streckdehnung und Bruchdehnung? Streckdehnung ist der elastische Bereich: Das Bauteil kehrt nach Entlastung zurück. Bruchdehnung ist das vollständige Versagen. Diese Werte können sich drastisch unterscheiden und werden von Herstellern nicht einheitlich angegeben. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
007 Eigenschaften entscheiden, nicht der Materialname | Interview mit Andreas Wegner
2026/07/26
#3DDruckWissen #3DDruck #SLS3DDruck Andreas Wegner ist Gründer von AM-Polymers und entwickelt seit 18 Jahren Pulvermaterialien für das Lasersintern. Er betreibt selbst fünf SLS-Anlagen. Thema: das 1-zu-1-Problem bei der Materialauswahl, Datenblatt-Werte die in der Praxis nicht reproduzierbar sind und der Unterschied zwischen kristallinen und amorphen Kunststoffen. Takeaways SLS-Materialien sind keine Pendants zu Spritzguss-Werkstoffen. Gleicher Name, andere Chemie, anderes Prozessverhalten, andere Bauteilkennwerte. Viele Datenblätter zeigen Werte, die am Bauteil nicht reproduzierbar sind. Wer die eigenen Werte kennt, hat einen echten Qualitätsvorteil. Der Mehrwert von 3D-Druck liegt nicht im Preiskampf gegen den Spritzguss, sondern in Flexibilität, Variantenvielfalt und dem Wegfall von Werkzeugkosten. Chapters 00:00 Intro und Begrüßung 00:47 Vorstellung: Andreas Wegner und AM Polymers 01:24 Warum schon 2014 Materialentwicklung für SLS? 02:31 Warum SLS und nicht Spritzguss-Material? 04:47 SLS vs. FDM: Schichtanbindung und Bauteilqualität 06:10 Das Materialportfolio: 8 Polymere, 30+ Produkte 06:57 Das 1-zu-1-Problem: SLS-Material ist kein Spritzguss-Pendant 11:24 Anforderungen statt Materialnamen 14:24 Prozessparameter und ihr Einfluss auf Bauteilkennwerte 17:49 Warum AM Polymers Startparameter für verschiedene Maschinen liefert 22:46 SLS-Pulver als Filament: Was technisch dagegen spricht 23:35 Kristallin vs. amorph: Der entscheidende chemische Unterschied 29:17 Datenblatt-Wahrheit: Welche Werte sind reproduzierbar? 34:44 Bewusst langsamer: Qualität vor Geschwindigkeit 36:35 Überkapazitäten, Preisdruck und Bauteilqualität 38:04 Der echte Mehrwert des 3D-Drucks gegenüber Spritzguss 41:29 Variantenvielfalt und sinkende Stückzahlen als SLS-Chance 43:35 Desktop-SLS: Chance oder Risiko? 49:28 Große vs. kleine Maschinen: Handling und Wirtschaftlichkeit 54:42 Ausblick: Nächste 2 bis 3 Jahre im SLS-Markt 58:41 Kontakt zu Andreas Wegner / AM Polymers FAQ Was unterscheidet SLS-Materialien von FDM-Materialien, auch wenn beide PA12 heißen? Im SLS werden teilkristalline Kunststoffe mit definiertem Schmelzpunkt benötigt. FDM-Materialien sind meist amorph, optimiert für geringen Schrumpf und Haftung auf der Bauplattform. Warum sind Datenblätter für SLS-Materialien oft nicht realitätsnah? Viele zeigen Spritzguss-Rohmaterialwerte oder Messwerte unter optimierten Bedingungen. Schichtstärke, Hatchabstand, Packdichte und Auffrischrate beeinflussen die Bauteilkennwerte erheblich. Wann macht Desktop-SLS Sinn, wann nicht? Für kleine Bauteile, geringe Stückzahlen und maximale Materialflexibilität ist er sinnvoll. Für großen Durchsatz und niedrige Stückkosten sind größere Anlagen bei voller Auslastung im Vorteil. Gastlinks: AM Polymers Webseite: https://www.am-polymers.de AM Polymers LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andreas-wegner-60a3681ab/ Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/
006 Temperierverteiler & konturnahe Kühlung: 3D-Druck im Spritzguss-Werkzeugbau
2026/07/18
#3DDruckWissen #3DDruck #Spritzguss Diesmal mit Gast: Juri Müller, Inhaber des Ingenieurbüros Juri Müller, spricht über konturnahe Temperierung und 3D-gedruckte Einsätze im Spritzguss-Werkzeugbau. Es geht um Wärmetransport, automatisierte FEM-Simulation und warum gedruckte Einsätze oft günstiger sind als konventionelle. Takeaways * Konturnahe Temperierung erlaubt Kühlkanäle entlang der Bauteilkontur statt gerader Bohrungen – das verdoppelt bis vervierfacht den Wärmestrom bei halbem Wandabstand. * Automatisierte Simulation reduziert die Konstruktionszeit für Temperiereinsätze von Tagen auf Minuten und liefert direkt eine Kostenabschätzung. * Gedruckte Einsätze können durch kleinere Bauform und Gewichtsoptimierung bis zu 70 % günstiger sein als konventionelle Lösungen. Chapters * 00:00 Begrüßung und Vorstellung von Juri Müller * 02:34 Intern vs. extern: Was ist Temperierung im Spritzguss? * 07:24 Der Temperierverteiler: Plug-and-Play-Lösung erklärt * 14:00 Automatisierte Konstruktion und FEM-Simulation * 23:00 Kostenvorteile: Warum gedruckte Einsätze günstiger werden * 29:30 Nachrüstbarkeit bestehender Werkzeuge * 47:20 FEM-Simulation von Füllphase bis Leichtbaustruktur * 51:20 Energieeinsparung durch bessere Isolierung * 53:23 Kontakt und Abschluss FAQ * Was ist konturnahe Temperierung? Kühlkanäle folgen der Bauteilkontur statt geraden Bohrungen, was gleichmäßigere Wandstärken und besseren Wärmetransport ermöglicht. * Warum sind 3D-gedruckte Einsätze günstiger als konventionelle? Durch automatisierte Simulation und kleinere, optimierte Bauformen sinkt sowohl Konstruktions- als auch Materialaufwand. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/ Link zu Juri Müller: LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/ib-jm Link zur Webseite: https://www.ib-jm.com/

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