
Werben im Podcast: Persönlich
Bewertung
5von
Dieser Podcast hat
102 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Explizit
Nein
Erstellt am
2006/10/18
Neueste Episode
2026/10/18
Durchschnittsdauer
52 min.
Veröffentlichungsintervall
10 Tage
Beschreibung
«Persönlich» ist die erste Live-Radio-Talksendung der Schweiz. Sie wird jede Woche von über 400'000 Hörerinnen und Hörern am Radio verfolgt. Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Im «Persönlich» sind Gäste eingeladen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat
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Maria Minutella und Daniela Kaiser
2026/10/18
Christian Zeugin begrüsst die Stanser Theatermacherin und sechsfache Mutter Maria Minutella sowie die ehemalige Spitzenhandballerin und Heilpflanzenexpertin Daniela Kaiser. Zwei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich auch von unerwarteten Wendungen nicht aufhalten lassen.
Maria Minutella (69)
Maria Minutella ist eine Frau, die lieber anpackt, als lange zu überlegen. Als zweites von acht Kindern einer traditionsreichen Stanser Familie aufgewachsen, wurde sie mit 20 Jahren zum ersten Mal Mutter. Heute hat sie sechs erwachsene Kinder und sechs Enkel.
Seit 1989 prägt sie die «Märli Biini Stans», schreibt Theaterstücke, spielt selbst auf der Bühne und engagiert sich für das Kindertheater. Daneben hat sie als Waldspielgruppenleiterin gearbeitet und zwei Häuser mit viel Eigenleistung renoviert.
Minutella hat gelernt, selbst in schwierigen Momenten ihren Humor und ihre Zuversicht nicht zu verlieren. Nun steht sie vor einem neuen Lebensabschnitt: Sie übergibt ihr Haus an ihren jüngsten Sohn und zieht in ein Mehrgenerationenprojekt.
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Daniela Kaiser (37)
Daniela Kaiser braucht wenig Schlaf und hat jede Menge Energie. Aufgewachsen mit drei Schwestern auf einem Bauernhof in Stans, wurde sie Primarlehrerin und studierte nebenbei Psychologie. Gleichzeitig spielte sie Handball auf höchstem Schweizer Niveau.
2020 wollte sie alles hinter sich lassen und auf Weltreise gehen. Doch Corona durchkreuzte ihre Pläne. Statt in die Ferne führte sie ihr Weg in den Klostergarten St. Klara in Stans. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft für Heilpflanzen und machte sich mit «KaiserKraut» selbstständig.
Heute vermittelt sie Heilpflanzenwissen, engagiert sich im Gemüseanbau und schafft im Garten auch Raum für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
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Moderation: Christian Zeugin
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Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
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Die Gesprächssendung «Persönlich» von Radio SRF 1 kommt am Sonntag, 18. Oktober 2026 um 10.00 Uhr live aus dem Theater Stans.
Türöffnung: 9.00 Uhr. Freier Eintritt.
Julia Steiner und Mario Muntwyler
2026/10/11
Comedienne Julia Steiner trifft bei Olivia Röllin auf den Zirkusartisten Mario Muntwyler.
Julia Steiner (26) wuchs in Buttisholz auf, ein Dorf im Luzerner Hinterland. Volg, Bus ins Nachbardorf und das Gefühl, nicht recht dazuzugehören prägen die Kindheit. Der Vater, ein Theaterregisseur und Lehrer, nimmt sie und ihre Schwester zu Proben mit; bald sprechen sie die Shakespeare-Dialoge besser nach als die Schauspieler auf der Bühne. Als Julia sechs ist, stirbt der Vater – später verarbeitet sie diese Erfahrungen in ihren Bühnentexten, macht aus Panikattacken, Trauer und Scham Comedy. Ihren ersten Poetry Slam gewinnt sie mit drei Texten, die sie am Austragungstag spontan schreibt. Privat sucht sie sich eher Orte ohne viel Publikum und Bewertung: zum Beispiel im Fitness, dem Pole Dance, oder Rap.
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Mario Muntwyler (30) wuchs zwischen Wohnwagen, Lastwagen und Manege auf. Mit vier jongliert er bereits Bälle, mit sechs beginnt sein Leben in der Manege. Vormittags geht er im Zirkuswagen zur Schule, nachmittags zu den Proben im Zelt - jeweils acht Monate pro Jahr: So sieht seine Kindheit aus. Dieses Jahr feiert er sein zwanzigjähriges Jubiläum. Heute jongliert er noch immer, führt aber ebenso Finanzen, IT und Administration des Circus Monti – und bereitet mit seinen Brüdern die Übernahme vor. Sein Jahr hat kaum Leerlauf: Tournee, Weihnachtsvariété, Planung. Nach der Hüftoperation Anfang Jahr musste er sich zurück kämpfen. Einen normalen Bürojob würde er angeblich trotzdem nie wählen.
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Moderation: Olivia Röllin
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Das ist «Persönlich»:
Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Madlaina Erni und Giuseppe Palaia
2026/10/04
Eine angehende Juristin wird Winzerin, ein Lehrer durchschwimmt in sechs Stunden den Walensee: Madlaina Erni und Giuseppe Palaia gehen ihren eigenen Weg, auch wenn er alles andere als einfach ist. Sie sind zu Gast bei Dani Fohrler.
Giuseppe Palaia (51), Heilpädagoge, Time-out-Lehrer
Giuseppe Palaia ist Oberstufenlehrer und Heilpädagoge. In Chur arbeitet er mit Jugendlichen, die er selbst «verhaltenskreativ» nennt. Sein Ziel ist es, junge Menschen, die aus der Norm geraten sind, wieder in die Regelklasse zurückzuführen. Dabei setzt er auf Beziehung, Zuhören, gezielte Fragen – und auf eine Haltung, die nicht zuerst das Problem sieht.
Auch privat weiss Giuseppe Palaia, was Geduld, Kraft und Beziehung bedeuten. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Trimmis. Der jüngere Sohn Lino ist seit seiner Geburt körperlich und geistig stark beeinträchtigt. Eine klare Diagnose gibt es nicht. Lino kann sich mitteilen, aber nicht sprechen. Für die Familie bedeutet das viel Nähe, viel Organisation – und, wie Palaia sagt, eigentlich immer strenge Zeiten.
Giuseppe Palaia ist ein leidenschaftlicher Ausdauersportler. Er läuft schon mal einen Halbmarathon mit Sohn Lino im Spezialwagen, hat Gigathons und Halb-Ironman absolviert. Dieses Jahr schwamm er in rund sechs Stunden durch den Walensee.
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Madlaina Erni (31), Winzerin
Als junge Frau hatte Madlaina Erni eigentlich andere Pläne. Sie begann ein Jus-Studium und rechnete nicht damit, einmal Winzerin zu werden. Dann hatte ihr Vater einen schweren Traktorunfall. Madlaina sprang im Familienbetrieb im Misox zunächst notfallmässig ein. Bald merkte sie allerdings: Das ist mehr als eine Übergangslösung. Da ist eine Leidenschaft wach geworden.
Als Einundzwanzigjährige übernahm sie vor zehn Jahren den Betrieb in Monticello bei San Vittore. Heute bewirtschaftet sie steile, historische Terrassen, alte Rebstöcke und kleine Parzellen diesseits und jenseits des San Bernardino. Vieles geschieht von Hand. Ihre Weine sollen nicht laut sein, sondern das Misox zeigen: pur, eigenständig, mit Herkunft und Charakter.
Madlaina Erni lebt mit Wetter, Risiko und viel Handarbeit. Hagel, Wildtiere und Klimaveränderungen gehören zu ihrem Alltag. Trotzdem bleibt sie prinzipientreu, neugierig und experimentierfreudig, etwa mit einem roten Spumante aus Merlot.
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Moderation: Dani Fohrler
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Renate Bach und Jürg Schwarzenbach
2026/09/27
Bei Michèle Schönbächler erzählen die beiden von ihrem Engagement, Unternehmergeist und Leidenschaft für Menschen
Renate Bach
Zwischen Saanen und Gstaad verwurzelt, aber mit offenen Augen für die Welt. Aufgewachsen ist Renate Bach als ältestes von drei Kindern zwischen Saanen und Gstaad. Kühe, Käsen und die Arbeit auf Haus, Hof und der Alp gehörten zu ihrem Alltag. Dort entstand ihre Liebe zu den Bergen, zur Natur und zum Käse, die sie bis heute begleitet.
Mit 16 Jahren verliess sie das Tal und besuchte das Lehrerseminar in Bern. Der erste Schritt hinaus in die grosse Welt. Und dann unterrichtete sie mehr als 40 Jahre lang in Gstaad und erlebte Generationen von Schülerinnen und Schülern. Sie hat gesellschaftliche Veränderungen kommen und gehen sehen und blieb ihrer Heimat dennoch immer treu.
Auch neben dem Schulzimmer engagierte sie sich mit grosser Leidenschaft. Am Menuhin Festival Gstaad hilft sie bis heute mit und weist internationalen Gästen ihre Plätze zu. Seit ihrer Pensionierung ist sie keineswegs ruhiger geworden: Sie unterrichtet weiterhin wöchentlich, engagiert sich in einem Gönnerverein für Menschen mit Beeinträchtigungen, setzt sich für das Museum in Saanen ein und wirkt aktiv in der Kirchgemeinde mit.
Obwohl ihr Lebensmittelpunkt stets im Saanenland lag, zog es sie immer wieder in die Ferne. Reisen führten sie nach Kambodscha, China, Usbekistan und zuletzt nach Peru. Dort erfüllte sie sich einen mehr als 50 Jahre alten Traum und besuchte den legendären Machu Picchu.
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Jürg Schwarzenbach
Vom Elektromonteur zum Unternehmer, Investor und TV-Juror. Seilbahnen, Kräne und technische Bauten faszinierten ihn schon als Kind und so war der Grundstein für seinen beruflichen Weg früh angelegt. Als dritter von vier Söhnen wuchs Jürg Schwarzenbach in einem familiären und bodenständigen Umfeld auf, das ihn nachhaltig prägte.
Nach der Lehre als Elektromonteur plante er zunächst eine militärische Karriere. Als sich dieser Weg nicht wie erhofft entwickelte, entschied er sich für ein Studium zum Elektroingenieur in Biel. Eine Entscheidung, die sein Leben prägen sollte. Gemeinsam mit einem Geschäftspartner gründete er wenig später seine eigene Firma. Aus dem Unternehmen entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte: Die Firma «Delec» wuchs kontinuierlich und wurde vor rund 20 Jahren verkauft, was ihm finanziell eine grosse Unabhängigkeit ermöglichte.
Doch statt sich zurückzulehnen, investierte er seine Energie in neue Projekte. Heute unterstützt er junge Unternehmerinnen und Unternehmer auf ihrem Weg zum Erfolg. Er engagiert sich im Powerpreneur-Netzwerk des Swiss Economic Forum, wirkt als Jurypräsident des Swiss Venture Clubs Region Bern und hat mit Aare Ventures ein Investorennetzwerk für Start-ups in der Region Mittelland aufgebaut.
Einem breiteren Publikum ist er als Jurymitglied der Fernsehsendung «Die Höhle der Löwen Schweiz» auf 3+ bekannt. Dort entscheidet er mit, welche Geschäftsideen das Potenzial haben, Investoren zu überzeugen und erfolgreich zu werden.
Trotz seiner Leidenschaft für Unternehmertum und Innovation stehen heute auch Familie und Privatleben im Zentrum. Der zweifache Grossvater hat sein Unternehmen an die nächste Generation übergeben und geniesst es, gemeinsam mit seiner Frau Zeit mit den Enkelkindern zu verbringen.
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Moderation: Michèle Schönbächler
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Das ist «Persönlich»:
Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Christine Brand und Pascal Hiltbrand
2026/09/20
Christian Zeugin begrüsst die Krimiautorin und Schreibnomadin Christine Brand sowie den Trauredner, Musiker und leidenschaftlichen Pumpfoiler Pascal Hiltbrand.
Christine Brand (53)
Schon in der vierten Klasse schrieb Christine Brand ins Freundebuch, sie wolle einmal Detektivin oder Schriftstellerin werden. Beides kam der Realität erstaunlich nahe. Aufgewachsen im Emmental als Tochter des Dorffotografen und Bestatters, faszinierte sie früh die Frage, warum Menschen Verbrechen begehen. Während des Lehrerseminars schwänzte sie den Unterricht, um Gerichtsprozesse zu verfolgen, später berichtete sie während Jahrzehnten als Journalistin aus Schweizer Gerichtssälen. Mit 43 wagte sie den radikalen Schnitt: Auf einer siebenmonatigen Weltreise schrieb sie den Roman «Blind», kündigte danach Festanstellung und Wohnung und wurde zur Schreibnomadin. Heute pendelt sie zwischen Sansibar, Bali und Zürich. Ende September kommt ihre Bestseller-Reihe als sechsteilige SRF-Krimiserie «Blind» ins Fernsehen.
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Pascal Hiltbrand (37)
Pascal Hiltbrand wuchs als Pfarrerssohn im Berner Oberland auf und moderierte als Jugendlicher selber freikirchliche Gottesdienste. Dann begann er, die Gewissheiten seiner Kindheit grundlegend infrage zu stellen. Hiltbrand studierte Psychologie und schlug danach einen ebenso vielfältigen wie eigenwilligen Weg ein. Heute arbeitet der zweifache Vater als freier Trauredner, Musiker, Foil-Lehrer und Social-Media-Content-Creator. Auf dem Wasser philosophiert er im knappen Badehösli vor einem Millionenpublikum über das Leben.
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Moderation: Christian Zeugin
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Das ist «Persönlich»:
Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Gabi Aschwanden und Dafi Kühne
2026/09/13
Bei Olivia Röllin trifft der Buchdrucker Dafi Kühne auf die Wanderwegrangerin Gabi Aschwanden.
Dafi Kühne (44) ist Plakatgestalter und Buchdrucker, aufgewachsen in Mollis. Während fast alles digital wird, setzt er bewusst auf tonnenschwere Pressen, Blei- und Holzlettern – und verbindet sie mit zeitgenössischem Grafikdesign. Statt auf Schnelligkeit und perfekte Reproduzierbarkeit setzt er auf jahrhundertealtes Handwerk und Zeit. Er sammelt und repariert alte Maschinen, ergänzt fehlende Lettern selbst und arbeitet oft Tage, manchmal Wochen, an einem einzigen Plakat. Gerade aus diesem scheinbar anachronistischen Handwerk entstehen seine grossformatigen, farbintensiven und unverwechselbar modernen Plakate. Ein weltweit beachteter, eigenwilliger Kosmos, der dazu führt, dass Dafi Kühne auf der ganzen Welt unterrichtet und auch Ausstellungen in Japan hat.
Gabi Aschwanden (56) wuchs in einfachen, schwierigen Verhältnissen in Linthal auf – und wurde mit 20 Jahren quasi ohne Berg- oder Kochkenntnisse Hüttenwartin der Fridolinshütte auf 2111 Metern. Was als blauäugiger Aufbruch begann, wurde für sie zur Lebensschule: Schnee schmelzen, Feuer machen, Gäste bewirten, Verantwortung übernehmen. 28 Jahre lang lebte und arbeitete sie unterhalb des geliebten Tödi; aus der jungen Frau, die selbst kaum wusste, wo die Hütte liegt, wurde eine kundige Wanderleiterin und Vermittlerin von Bergen und Natur. Heute bringt sie diese Erfahrung auch als Gemeinderätin ein: Sie kämpft dafür, dass die Bergwelt nicht bloss touristische Kulisse, sondern ein schützenswerter Lebensraum bleibt.
Moderation: Olivia Röllin
Manoush Toth und Beni Thurnheer
2026/09/06
Musik, Medien und Mut zum eigenen Weg: Die Pianistin Manoush Toth und der Moderator Beni Thurnheer geben im «Persönlich» bei Michèle Schönbächler Einblick in ihr Leben.
Manoush Toth, Pianistin
Manoush Toth ist eine aussergewöhnliche junge Musikerin. Bereits als Achtjährige entdeckte sie das Klavier für sich, nachdem sie schon früh mit dem Geigenspiel begonnen hatte. Die Musik spielte in ihrem Leben eine besondere Rolle: Nach einem einschneidenden Erlebnis fand sie durch ihre Instrumente ihre Stimme wieder.
Aufgewachsen auf den Kanarischen Inseln und im Berner Oberland, führte Manoush Toth ein ungewöhnliches Leben. Gemeinsam mit ihren Geschwistern wurde sie zu Hause unterrichtet. Die Familie lebte zeitweise als Selbstversorger. Mit 16 Jahren trat sie in die Klavierklasse der Hochschule für Musik Basel ein, wo sie heute ihr Masterstudium absolviert.
Ein weiterer Meilenstein folgte 2026: Als Schweizer Vertreterin nahm sie am renommierten Wettbewerb «Eurovision Young Musicians» in armenischen Eriwan teil. Im Rahmen der SRF-Talentförderung hatte sie sich zuvor in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchgesetzt.
In der «Sternstunde Musik» spricht Manoush Toth über ihren ungewöhnlichen Lebensweg, und ihre Leidenschaft für die Musik. Dazu sagt sie: «Es ist so viel Gefühl und Persönliches in der Musik, und ich liebe diese Dinge, die muss man sich bewahren.»
Bernard Thurnheer, Fernsehlegende
Wenn es um das Schweizer Fernsehen geht, fällt sein Name unweigerlich: Beni Thurnheer. Seit Jahrzehnten gehört der Winterthurer zu den bekanntesten Medienpersönlichkeiten des Landes. Als Sportreporter, Fussballkommentator, Quizmaster und Moderator grosser Samstagabendshows prägte er Generationen von Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern. Sendungen wie «Tell-Star» und später «Benissimo» machten ihn zur Fernsehlegende und brachten ihm den Übernamen «Beni national» ein.
Aufgewachsen ist Beni Thurnheer als Einzelkind in einem zweisprachigen Elternhaus. Die Mutter stammte aus der Waadt, der Vater aus der Deutschschweiz. Früh lernte er, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen und Kompromisse zu finden. Nach dem Jurastudium an der Universität Zürich führte ihn sein Weg allerdings nicht in die Gerichtssäle, sondern direkt in die Medienwelt. 1973 wurde er in einem Talentwettbewerb für Sportreporter entdeckt und legte damit den Grundstein für eine aussergewöhnliche Karriere. Mit seiner Sprachgewandtheit, seinem Humor und seinem enormen Faktenwissen wurde er zu einer der markantesten Stimmen des Landes.
Heute, mit 77 Jahren, steht Beni Thurnheer nicht mehr regelmässig im Rampenlicht. Wie erlebt jemand diesen Lebensabschnitt, dessen Gesicht und Stimme über Jahrzehnte allgegenwärtig waren? Was bleibt vom Ruhm, wenn die Kameras seltener werden? Und wie gestaltet die Fernsehlegende ihren Alltag zwischen Rückblick, neuen Projekten und der Freiheit eines Lebens nach der grossen Karriere?
Im «Persönlich» erzählt Beni Thurnheer auch vom Älterwerden in der Öffentlichkeit und davon, weshalb Neugier und Gelassenheit für ihn bis heute zu den wichtigsten Begleitern des Lebens gehören.
Moderation: Michèle Schönbächler
Gerlinde Neff und Christian Manser
2026/08/30
Kuhversteher Christian Manser trifft auf die langjährige Älplerin Gerlinde Neff. Bei Dani Fohrler sprechen die beiden über das Leben mit Tieren, und die Realität der Landwirtschaft.
Christian Manser (57), Kuhsignale-Trainer
Christian Manser gilt als einer der bekanntesten «Kuhversteher» der Schweiz. Als «Kuhsignale-Trainer» beobachtet er Körperhaltung, Verhalten und Aussehen der Tiere und erkennt daraus, ob es ihnen gut geht. Mit seinen Erkenntnissen berät er Bauernfamilien bei Fragen zu Tierhaltung und Stallbau.
Aufgewachsen ist Manser auf einem Pachtbetrieb mit Milchwirtschaft und Schweinehaltung in Andwil SG. Eigentlich wäre er gerne selbst Bauer geworden. Weil er jedoch den Hof nicht übernehmen konnte, studierte er an der ETH Agronomie.
Während 27 Jahren arbeitete er als Lehrer und Berater am Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen. Heute ist er mit seiner Familienfirma «Kuhsignale.ch» selbständig.
Einem breiten Publikum ist Christian Manser auch als langjähriger Moderator des «Säulirennens» und Verantwortlicher der Tierausstellungen an der OLMA bekannt. Zudem war er Gossauer Stadtrat und Dirigent eines Jodlerchörlis. Für sein Engagement wurde er mit dem «Prix Agro-Star Suisse» ausgezeichnet.
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Gerlinde Neff (65), Älplerin und ehemalige Pflegefachfrau
Gerlinde Neff verbringt seit fast vier Jahrzehnten jeden Sommer auf der «Altenalp» hoch über dem Seealpsee. Die Alp liegt auf rund 1600 Metern über Meer, ist nur zu Fuss erreichbar und gilt wegen ihres steilen Geländes als besonders anspruchsvoll.
Neff ist im Grossraum Stuttgart auf einem Bauernhof aufgewachsen und wurde Pflegefachfrau. Diese Tätigkeit brachte sie 1986 ins Appenzellerland zu einer Stelle ins Spital nach Teufen (AR). Ihr damaliger Wunsch war es, einmal für ein paar Tage auf einer Alp mit anzupacken. Für einen zweiwöchigen Arbeitseinsatz ging sie auf die Altenalp, wo sie sich prompt in Bruno, den Älpler verliebte.
Die beiden heirateten 1988, zogen vier Kinder gross und sind heute Grosseltern von zehn Enkelkindern. Heute führt der eine Sohn und seine Frau den Bauernbetrieb. Gerlinde kümmert sich auf der Alp aber immer noch um Kühe, Ziegen und Schweine, hilft beim Melken und Käsen und empfängt Übernachtungs- und Gastwirtschaftsgäste.
Neben ihrer Arbeit als Bäuerin engagierte sich Gerlinde Neff in verschiedenen Kommissionen. Bis heute ist sie Geschäftsführerin Verein «Bäuerlicher Sorge-Chratte». Zudem war sie 7 Jahre lang Grossrätin von Appenzell Innerrhoden.
Moderation: Dani Fohrler
Eva Wannenmacher und Ralph Wicki
2026/08/23
Christian Zeugin begrüsst die langjährige Fernsehmoderatorin und Leadership-Coach Eva Wannenmacher sowie den profilierten Radiomoderator und Nacht-Talker Ralph Wicki.
Eva Wannenmacher (55)
Über zwei Jahrzehnte hinweg prägte sie als unverwechselbares Gesicht das SRF-Kulturmagazin «Kulturplatz» und schrieb zuvor als jüngste «10vor10»-Anchorwoman Fernsehgeschichte. Schon früh sorgte die gebürtige Zürcherin dafür, sich nie allein über den Bildschirm zu definieren: Inspiriert von einer Ehetherapeutin baute sie sich über viele Jahre fundierte psychologische Ausbildungen auf. Nach ihrem bewussten Abschied vom Fernsehen im Jahr 2025 begleitet sie heute als zertifizierter Leadership Coach Führungskräfte aus Wirtschaft und Kultur, unterrichtet an der Universität Basel und verbindet klassische Rhetorik mit Atemarbeit und Nervensystem-Regulation. Privat lebt die dreifache Mutter und junge Grossmutter ein eng verbundenes Patchwork-Modell über Generationen hinweg.
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Ralph Wicki (65)
Mit seiner sonoren Stimme, langen Haaren und ausgeprägtem Einfühlungsvermögen begleitete er ab 2014 im «Nachtclub» auf Radio SRF 1 schlaflose Menschen durch dunkle Stunden. In über 1500 Livesendungen führte der einstige Musikchef und passionierte Plattensammler rund 7500 ungeschminkte Gespräche über Freud, Leid und existenzielle Lebensfragen. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in Luzern, wagte er nach abgebrochenen Studien in Medizin und Geisteswissenschaften den Sprung ans Radiomikrofon. Nach tiefen Sinnkrisen fand er im nächtlichen Austausch mit dem Publikum seine Lebensaufgabe. Stets an seiner Seite: Sein Stoffschaf «Lämmli», das ihn seit über 30 Jahren durchs Leben begleitet. Mit Erreichen des Pensionsalters verabschiedet sich der bekennende Nachtmensch von der SRF-Bühne, um als moderner Nomade die Welt zu bereisen.
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Moderation: Christian Zeugin
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Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Mike Müller und Bruno Humbel
2026/08/16
Karatemeister Bruno Humbel trifft bei Olivia Röllin auf Schauspieler Mike Müller
Mike Müller (62) gehört zu den bekanntesten Schweizer Schauspielern und Satirikern – und will sich doch nicht auf eine Rolle festlegen lassen. Aufgewachsen im Kanton Solothurn, arbeitete er schon als Jugendlicher neben der Schule in Apotheke, Gastronomie und auf dem Bau und gründete mit Freunden eine Theatergruppe. Nach 27 Semestern schloss er sein Philosophiestudium ab, fuhr Taxi und wurde in der Late-Night-Show mit Viktor Giacobbo, und später als Bestatter in der Rolle des Luc Conrad schweizweit bekannt. Seit einem Jahr ist er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Heute ist er zusammen mit seinem Hund Pesche und dem Circus Knie auf Tournee; für Rollen lernt er immer wieder Neues – vom Reiten bis zu Karate.
Bruno Humbel (69) wuchs mit seinem jüngeren Bruder und seiner alleinerziehenden Mutter in Wettingen auf. Geld war knapp, der Vater starb, als Humbel fünf Jahre alt war. Früh begeisterte er sich der Junge Naturwissenschaften: Er experimentierte mit Chemikalien, baute Hygrometer und setzte auch mal den Küchentisch in Brand. An der ETH Zürich studierte er Biochemie. Über Stationen in München, Utrecht und Lausanne führte ihn sein Weg 2017 nach Okinawa, Japan, wo er die Mikroskopieabteilung des Okinawa Institute of Science and Technology leitete. Seine grosse zweite Leidenschaft ist Japan und der Kampfsport: Seit 33 Jahren praktiziert er Aikido, trainiert Schwertkampf und hat den schwarzen Gurt im Karate.
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Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
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Barbara Buser und Sascha Quanz
2026/06/28
Der eine greift nach den Sternen, die andere nach dem, was schon da ist. Die Architekturpionierin Barbara Buser trifft bei Olivia Röllin auf den Astrophysiker Sascha Quanz.
Barbara Buser (72)
hat fast ihr ganzes Leben in nur einem Haus verbracht. Bis heute lebt sie dort, wo sie einst aufwuchs, dem Haus ihres Urgrossvaters, mitten im Basler Gundeli, das voller Geschichten und Erinnerungen ist. Als Architektin hat sie einen aussergewöhnlichen Ansatz – sie will möglichst nichts neu bauen, dafür weiterverwenden, renovieren, umnutzen. Dafür wurde sie lange Zeit belächelt, inzwischen aber mehrfach ausgezeichnet. Ihr Faible für das Gestalten von Räumen hat sie schon als Mädchen entdeckt, als sie nacheinander jedes der 12 Zimmer im Haus bewohnte und nach ihrem Gusto einrichtete. Später arbeitete sie 10 Jahre in Afrika, baute Brunnen und wurde für das Thema Abfall und Nachhaltigkeit sensibilisiert, was fortan ihre Arbeit prägen sollte. Inzwischen zwar Grossmutter geworden, ist Buser noch voll im Berufsleben tätig, das sie einmal die Woche auch auf den Rhein führt, wo sie als Fährifrau arbeitet. Derzeit läuft in den Kinos der Dokumentarfilm «Barbara Buser - Pionierin der Nachhaltigkeit» über sie.
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Sascha Quanz (47)
wollte eigentlich ja Astronaut werden, statt das All in direkter Nähe zu erkunden, tut er das nun von der Erde aus – er ist Astrophysiker an der ETH Zürich und sucht nach extrasolaren Planeten, also solchen, die nicht um die Sonne, sondern um andere Sterne kreisen. Aufgewachsen ist er im nordhessischen Eschwege, einer Kleinstadt mit Fluss, See, sanften Hügeln und Schloss – und nur wenige Kilometer von der damaligen innerdeutschen Grenze entfernt, wo Grenzzäune und Wachtürme seine Kindheit prägten und der Mauerfall 1989 beim Einkaufen mit der Mutter plötzlich zum Augenöffner wurde. Mit seiner Frau und den vier Kindern lebt er seit 17 Jahren in Zürich und leitet die internationale «LIFE Space Mission» die sich zum langfristigen Ziel gesetzt hat, nach Leben ausserhalb unseres Sonnensystems zu suchen, eine Arbeit, die sich manchmal wie ein Start-up anfühle.
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Moderation: Olivia Röllin
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Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Monika Kaelin und Roger Schäli
2026/06/21
Monika Kaelin, Förderin der Schweizer Unterhaltungsszene, und Extremalpinist Roger Schäli, der zwischen Traum und Grenzerfahrung lebt, treffen sich bei Michèle Schönbächler.
Monika Kaelin
Monika Kaelin ist eine vielseitige Schweizer Künstlerin: Entertainerin, Moderatorin, Sängerin, Schauspielerin, Komponistin und Texterin. Darüber hinaus prägt sie als Theater- und Musikproduzentin, TV-Produzentin sowie Event-Organisatorin die Kulturlandschaft nachhaltig.
Geboren und aufgewachsen in Schwyz, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für die Bühne. Bereits als Kind stand sie im Stück «Heidi» auf der Bühne. Nach einem Hauswirtschaftsjahr bei Ordensschwestern in Fribourg liess sie sich als Kindergärtnerin ausbilden. Die junge Frau zog es nach Zürich, wo sie das pulsierende Stadtleben und die Vielfalt der Bühnenwelt für sich entdeckte. Diese Erfahrungen legten den Grundstein für ihre umfassende Karriere im Showbusiness. Ihr Talent zeigte sich schon damals: Obwohl sie beim ersten Casting heiser antrat, überzeugte sie mit ihrer Hartnäckigkeit und erhielt die Rolle dennoch.
Privat wuchs Monika Kaelin in einem bodenständigen Umfeld auf – ihr Vater war Polizist. Mit dem ehemaligen Fussballnationalspieler Fritz Künzli verband sie eine grosse, lebensprägende Liebe. Gemeinsam führten sie mehrere Jahre ein Restaurant und waren als bekanntes Schweizer Glamourpaar auf zahlreichen Anlässen präsent – eine Verbundenheit, die für Monika Kaelin bis heute weiterlebt.
Bis heute engagiert sie sich mit grosser Leidenschaft für die Schweizer Unterhaltungskultur. Mit viel Herzblut und Beharrlichkeit organisiert sie den renommierten Prix Walo und setzt sich dabei besonders für die Förderung von Nachwuchstalenten ein. Ihr Engagement macht sie zu einer wichtigen Förderin und Botschafterin der Schweizer Künstlerinnen- und Künstlerszene.
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Roger Schäli
«Träume sind mir lieber als Erinnerung» – dieser Satz steht sinnbildlich für das Leben von Roger Schäli, einem der herausragenden Schweizer Alpinisten seiner Generation.
Aufgewachsen in Sörenberg gemeinsam mit zwei Schwestern, fand Schäli früh den Bezug zur Natur und zu den Bergen. Zunächst erlernte er den Beruf des Zimmermanns. Doch ein Schlüsselmoment veränderte seinen Lebensweg grundlegend: Beim Aufbau eines Hauses mit Blick auf die legendäre Eigernordwand fasste er den Entschluss, selbst hinaufzusteigen. Aus dieser Vision wurde eine Leidenschaft – und schliesslich eine aussergewöhnliche Karriere.
Heute hat Roger Schäli die Eigernordwand über 50 Mal durchstiegen und dabei nicht nur bestehende Routen wiederholt, sondern auch neue Wege erschlossen. Unter anderem die Route «Merci la vie», die sinnbildlich für seine Haltung zum Leben steht.
Ein schwerer Unfall im Alter von 16 Jahren, der ihn mit erheblichen Verletzungen zurückliess, brachte ihn früh dazu, sein Tun zu reflektieren. Dieses Erlebnis prägte seinen Umgang mit Risiko und Verantwortung in den Bergen nachhaltig. Bereits mit 21 Jahren schloss er die Ausbildung zum Bergführer ab und machte seine Leidenschaft zum Beruf.
Seine Erfahrungen sind geprägt von Extremsituationen: eisige Kälte, Grenzerfahrungen und der Verlust von Seilpartnern. Diese Erlebnisse haben ihm gezeigt, wie wichtig es ist, innezuhalten. Als Athlet habe er gelernt, dass man allzu oft vergesse, dankbar zu sein für das Wesentliche – für die eigene Gesundheit und für das Leben selbst.
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Moderation: Michèle Schönbächler
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Das ist «Persönlich»:
Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Marc Sway und Sarah van Berkel
2026/06/14
Von musikalischen Wurzeln bis zum EM-Gold auf dem Eis: Marc Sway und Sarah van Berkel haben auf sehr unterschiedlichen Bühnen gelebt, gekämpft und geglänzt. Beide kennen das Rampenlicht und den Druck der Öffentlichkeit. Bei Dani Fohrler geben sie Einblick in ihre Lebensgeschichten.
Marc Sway (46), Sänger und Songwriter
Marc Sway ist der Sohn eines Schweizers und einer Brasilianerin. Aufgewachsen ist er zweisprachig und mit mehreren kulturellen Wurzeln, die bis heute sein Leben und seine Musik prägen. Heimat ist für ihn kein eindeutiger Ort, sondern etwas Bewegliches: Schweiz, Brasilien, Familie, Bühne, Küche und Musik gehören alle dazu.
Schon früh wurde aus Stefan Bachofen der Künstler Marc Sway. Ein Plattenvertrag in Deutschland öffnete ihm die Tür zur professionellen Popkarriere. Doch statt alles auf eine internationale Laufbahn zu setzen, entschied er sich bewusst für den Aufbau in der Schweiz – und für ein Leben, in dem Familie und Vaterschaft nicht am Rand stehen.
Seine Frau Severine ist seit Jugendzeiten an seiner Seite, seine beiden Töchter sind inzwischen behutsam Teil seines künstlerischen Kosmos geworden. Auf der Bühne wirkt Marc Sway warm, farbig und lebensfreudig. Gleichzeitig beschreibt er sich als empfindsam, sensibel und rückzugsbedürftig. In seiner Musik sucht er Verbindung: Menschen zusammenbringen, gemeinsam singen, tanzen, essen und feiern – das ist sein Leben.
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Sarah van Berkel (41), ehemalige Eiskunstläuferin und Europameisterin
Sarah van Berkel, vielen noch als Sarah Meier bekannt, stand schon als Vierjährige auf dem Eis. Früh trat sie in eine Welt ein, in der Körper, Ausdruck, Leistung und Bewertung eng miteinander verbunden sind. Ihre Karriere führte sie bis an die europäische Spitze: 2011 gewann sie EM-Gold – ausgerechnet in ihrem letzten Wettkampf. Es war ein perfekter sportlicher Abschied vor heimischem Publikum.
Hinter der Eleganz auf dem Eis standen Disziplin, Schmerzen und schwierige Entscheidungen. Immer wieder erlebte sie Verletzungskrisen. Trotz der Rollenbilder im Eiskunstlauf war Sarah van Berkel nie einfach die «Eisprinzessin». Sie widersetzte sich früh den Erwartungen, wie eine Eiskunstläuferin zu sein habe.
Nach dem Rücktritt wechselte sie die Perspektive und liess sich zur Journalistin ausbilden. Heute arbeitet sie in der Sportkommunikation und im Umfeld von Art on Ice. Sarah van Berkel lebt mit ihrem Mann Jan und zwei Söhnen im Aargau. Die grosse Bühne steht heute nicht mehr im Zentrum – wichtiger geworden sind Familie, Alltag und ihre Selbstständigkeit im Beruf.
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Das ist «Persönlich»:
Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
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Andy Fitze und Stephanie Egger
2026/06/07
Christian Zeugin begrüsst im Casinotheater Winterthur die MMA-Profisportlerin Stephanie «Stephi» Egger und den Technologie-Pionier sowie Extrem-Abenteurer Andy Fitze.
Andy Fitze (57)
Der Technologie-Unternehmer und strategische Berater beschäftigt sich bereits seit über einem Jahrzehnt intensiv mit Künstlicher Intelligenz, lange bevor der aktuelle weltweite Boom einsetzte. Seine Freizeit ist geprägt von aussergewöhnlichen Outdoor-Herausforderungen: Als Mitglied des exklusiven «Global Explorers» Clubs sucht er bewusst extreme Expeditionen in arktische Gebiete wie Skandinavien und Grönland. Auf dem Nordatlantik überlebte er das dramatische Unglück eines nachgebauten Wikingerschiffs, das von einer Riesenwelle zerstört wurde. Ein einschneidendes Erlebnis, das von ihm nach dem Verlust einer Expeditionskollegin eine tiefe Phase der mentalen Verarbeitung und Neuorientierung forderte.
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Stephanie Egger (37)
Die Profisportlerin aus dem Rheintal schrieb Sportgeschichte als erste Schweizerin in der UFC (Ultimate Fighting Championship), der härtesten Kampfsportliga der Welt. Ihre sportliche Karriere begann im Alter von vier Jahren im Judo, wo sie es bis ins Nationalkader und zum U23-Europameistertitel brachte. Nach einem verletzungsbedingten Rücktritt im Jahr 2012 erfand sie sich im MMA-Sport völlig neu. Parallel zu ihrer Karriere absolvierte sie ein Psychologiestudium und erlernte schon als Kind extreme Selbstständigkeit, da ihre Eltern stark im eigenen Gastronomiebetrieb eingebunden waren. Nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2024 kehrte sie mit eiserner Disziplin in Rekordzeit in das intensive Training zurück.
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Moderation: Christian Zeugin
Andy Fitze und Stephanie Egger sind zu Gast bei Christian Zeugin am Sonntag, 7. Juni im Casinotheater Winterthur. Türöffnung ist um 9 Uhr. Bitten seien Sie bis spätestens 9.30 Uhr vor Ort. Der Eintritt ist frei.
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Das ist «Persönlich»:
Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
«Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
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Daniela Brunner-Gmür und Hanspeter Krüsi
2026/05/31
Zwei Menschen im Wandel: Daniela Brunner-Gmür trifft an ihrem letzten Tag als Gemeindspräsidentin von Kaltbrunn/SG auf Hanspeter Krüsi, der nach der Pension seiner Passion nachgeht und als Komiker auf der Bühne steht.
Daniela Brunner-Gmür
Am Tag ihres Besuches im «Persönlich» endet auch die Amtszeit von Daniela Brunner. Während gut 6 Jahren präsidierte sie die Gemeindeexekutive, als erste Frau in der Gemeinde Kaltbrunn. Aufgewachsen ist Daniela Brunner im Oberstufen-Schulhaus von Kaltbrunn, ihre Eltern waren als Hauswart-Ehepaar bei der Schule in Kaltbrunn tätig. Der enge Familienzusammenhalt hat sie geprägt, Skifahren und wandern standen ebenso auf dem Programm, wie die aktiven Teilnahmen in Dorfvereinen. Die gelernte Zahnarztgehilfin fand in jungen Jahren zum Journalismus, zuerst als Redaktionsassistentin einer Lokalzeitung, dann als Lokaljournalistin. Nach ihrer Ausbildung zum Presse- und Informationsoffizier diente sie für die Schweizer Armee im Kosovo. Dort begleitete sie Journalistinnen und Journalisten bei ihren Recherchen und Berichterstattungen. Danach arbeitete sie 8 Jahre in der Kommunikation bei der Schweizer Armee. Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Mollis 2025 unterstütze sie das Medienteam. Ausserdem liess sie sich in Gerontologie aus- und weiterbilden. Nach ihrer Zeit als Gemeindepräsidentin wird Daniela Brunner eine regionale Informations- und Beratungsstelle für die Region Zürichsee-Linth bei der Spitex aufbauen.
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Hanspeter Krüsi
Hanspeter Krüsi ist überzeugt: «Humor hilft über vieles hinweg». Seit vergangenem Herbst ist der gebürtige Appenzell Ausserrhoder pensioniert. Insgesamt verbrachte er über 43 Jahre bei der Polizei. Nach der Ausbildung zum Konditor besuchte er 1983 die Polizeischule in Zürich und arbeite dort während acht Jahren. Anschliessend war er in Appenzell Ausserrhoden als Kantonspolizist tätig, bevor er 2009 in den Kanton St. Gallen wechselte und dort die Funktion des Polizeisprechers und Kommunikationschef übernahm. In dieser Funktion stand er rund um die Uhr als Dienstleister für Medien und Bevölkerung im Dienst. Mit dem Wechsel zur Kantonspolizei St. Gallen musste Hanspeter Krüsi sich von seinem grossen Hobby verabschieden – die Polizeisprecherarbeit war aus Sicht des Arbeitgebers nicht mit seinem Hobby als Komiker vereinbar.
Nach seiner Pension kehrte Hanspeter Krüsi wieder zurück auf die Bühne und unterhält an Privatanlässen, Seniorennachmittagen, Firmenfeiern und Konzerten. Auf seinen Reisen nach Thailand, Sumatra, Burma und weiteren asiatischen Ländern, hat er die fernöstlichen Traditionen kennen- und schätzen gelernt.
Hanspeter Krüsi wurde für seine Medienarbeit mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2023 belegte er den zweiten Platz im Gesamtranking der Mediensprechenden des Landes und wurde als bester Polizeisprecher ausgezeichnet. Im letzten Jahr erreichte er den dritten Platz im Ranking des Fachmagazins «Schweizer Journalist:in».
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Moderation: Michèle Schönbächler
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