
Werben im Podcast: Esel und Teddy
Bewertung
5von
Dieser Podcast hat
824 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Esel Müller und Teddy KrzysteczkoExplizit
Ja
Erstellt am
2007/06/07
Neueste Episode
2026/10/11
Durchschnittsdauer
15 min.
Veröffentlichungsintervall
5 Tage
Beschreibung
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Atzige Dreifotzigmaus
2026/10/11
Eine Folge über die Absurdität von Persönlichkeitstests, kleine persönliche Geständnisse, das Älterwerden und die Erkenntnis, dass Esel und Teddy trotz aller Unterschiede erstaunlich ähnlich sind.
atzigfotzigmausig.de
Eigentlich sind die Menschen doch alle gut
2026/10/04
Teddy: Heute waren irgendwie alle nett. Im Hotel, beim Konzert, in der Kneipe – nur entspannte Menschen.
Esel: Eigentlich sind die Menschen doch alle gut.
Teddy: Das dachte ich beim Konzert auch. Alle glücklich, freundlich, einander zugewandt.
Esel: Und trotzdem läuft auf der Welt so viel schief. Warum gibt es Kriege? Wir sind doch alle nur Menschen, die Träume haben.
Teddy: Das klingt jetzt schon ziemlich platt.
Esel: Wollen wir das wirklich veröffentlichen?
Teddy: Nee, oder?
Esel: Nee, sicher nicht. Viel zu platt.
Auf dem Bürgersteig vor 3 Savile Row (leider nicht)
2026/09/27
Zwanzig Jahre. Zwanzig Jahre habe ich gewartet.
Damals hat es irgendwann einfach nicht mehr gepasst. Jeder ist seinen Weg gegangen. Und wahrscheinlich haben beide lange geglaubt, dass es besser so war.
Ich stehe in den vordersten Reihen, ziemlich weit links, aber nah genug dran.
Jetzt kommen sie Arm in Arm auf die Bühne, ein bisschen unbeholfen vielleicht, aber sie müssen ja erst wieder herausfinden, wie das geht. Eigentlich tun sie gar nichts Besonderes. Es reicht schon, dass sie da sind. Zusammen. Und plötzlich sieht alles so einfach aus.
Als hätten sie sich all die Jahre vermisst. Als wäre das, was damals nicht mehr gepasst hat, mit der Zeit wieder passend geworden.
Vielleicht waren sie ja doch gar nicht nie zu verschieden gewesen.
Vielleicht passen sie ja doch sogar verdammt gut zusammen.
Dann ist alles still, Freude, Spannung, neben mir weint jemand. Dann geht er ans Mikro. "Hallo, Herr Müller!"
Und das Stadion tobt.
Sounds:
https://freesound.org/people/sebastianlund/sounds/45406
https://freesound.org/people/tim.kahn/sounds/521889/
https://www.youtube.com/watch?v=frdBb9Slu1A
https://www.youtube.com/watch?v=uCgbOg8Xnt0
https://freesound.org/people/soundslikewillem/sounds/193064/
Raffaello und ein alkoholfreies Bier
2026/09/20
Es regnet. Seit Stunden.
Ich sitze am Fenster in einem Sessel und sehe hinaus auf diese Hügel, die man hier Berge nennt. Obwohl sie dafür eigentlich zu weich sind. Alles ist grün, noch grün jedenfalls, aber an manchen Bäumen beginnt schon ein stumpfes Gelb. Herbstanfang? Die Fichten sind natürlich alle tot, wie überall. Das ignoriere ich. Über den höheren Hügeln hängt Nebel, mal sieht man die Baumkronen, dann sieht man sie verschwinden.
Ein paar Tropfen laufen die Scheibe hinunter. Ich könnte ihnen ewig zusehen.
Damals im Auto, als Kind, auf dem Weg in den Urlaub, da habe ich das auch gemacht. Der Regen lief durch den Fahrtwind seitlich über das Fenster, von vor nach hinten, und ich habe stundenlang zugesehen. Nichts anders gemacht. Die Tropfen kamen, vereinten sich mit anderen Tropfen, wurden größer, verschwanden am Rand. Manche liefen ein Stück zusammen. Dann wieder auseinander.
Ich mag Regen wirklich sehr. Alles wird dunkler und stärker. Die Wiesen grüner, die Dächer röter, die Straßen schwärzer. Alles nass, alles neu. Oder so.
Raus will ich trotzdem nicht.
Das ist vielleicht nicht ganz fair, denke ich. Regen schön zu finden, solange eine Scheibe dazwischen ist.
Ich könnte einfach aufstehen. Schuhe an, Jacke an, raus. Der Weg führt am Haus vorbei, dann den Hügel runter, durch die Bäume, runter zum See.
Ich sollte rausgehen.
Ich gehe jetzt raus.
Vielleicht vorher noch einen Kaffee.
Oder ein alkoholfreies Bier.
Kaffee hatte ich genug. Süßigkeiten auch. Raffaello vor allem. Erstaunlich, dass etwas, das so leicht aussieht, einen so schwer machen kann.
Ich bleibe sitzen.
Draußen wird der Nebel dichter. Für ein paar Minuten ist der gegenüberliegende Hügel fast weg. Ich weiß natürlich, dass er noch da ist. Das ist ja das Beruhigende. Dinge verschwinden nicht gleich, nur weil man sie nicht mehr sieht.
Ich will raus.
Wirklich.
Ich will den Regen ja spüren, den Geruch von nasser Erde, die kalte Luft.
Aber vielleicht ist es auch schöner, ihn von hier aus zu mögen.
Aus meinem Sessel.
Hinter dem Glas.
Ein Tropfen läuft über die Scheibe, sehr langsam, bleibt kurz stehen und entscheidet sich dann doch für eine Richtung.
Ich sehe ihm nach.
Vielleicht mache ich das gleich auch.
Vielleicht.
Links zur Folge:
https://www.window-swap.com/
https://troet.cafe/@Bonetti/117143911012246914
Die Beamten staunten nicht schlecht
2026/09/13
POLIZEI – Zwei Podcaster mit ungewöhnlichem Pressearchiv aufgefallen
Am Mittwochabend wurden Beamte auf zwei Männer aufmerksam, die nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren Polizeimeldungen und Zeitungsberichte sammelten, in denen die Formulierung „Die Beamten staunten nicht schlecht“ vorkam. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass die beiden Podcaster über einen umfangreichen Bestand entsprechender Meldungen verfügten. Darunter befanden sich zahlreiche kuriose Berichte, in denen Einsatzkräfte mit Situationen konfrontiert wurden, mit denen sie offenbar nicht gerechnet hatten.
Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie oft die Beamten in den gesammelten Meldungen nicht schlecht gestaunt hatten.
Nach einer ersten Sichtung konnte eine genaue Anzahl nicht festgestellt werden. Die Sammlung soll jedoch über mehrere Jahre hinweg systematisch erweitert worden sein. Auf die Frage nach dem Zweck des Archivs erklärten die beiden Männer, das Material für ihren Podcast auszuwerten. Die Polizei weist vorsorglich darauf hin, dass das Staunen von Beamten grundsätzlich nicht strafbar ist. Die Ermittlungen dauern nicht an.
Ihr habt ja nicht mehr alle ...
2026/09/06
Der Morgen-Kaffee schnell im Steh'n
Doch vorher noch durch alle Farben geh'n
So viele Formen sehen seh'n, tagein, tagaus
Nichts dabei, nochmal ne neue Runde dreh'n
Dann seh ich Jörn motzend rumsteh’n:
Ich hab' hier alles schon geseh'n, ich muss hier raus
Ich halt's hier nicht mehr aus
Ich sehe oben am Himmel
Fliegende Untertassen verschwinden
Stell dir vor, wir säßen drin
Egal, wohin
Hauptsache raus aus dieser Folge
(Frei nach Max Giesinger)
Schön, dich wiederzusehen
2026/08/30
Er kommt auf mich zu und hebt die Hand. Ich sehe das erst, dann sehe ich seine Frisur, beeindruckend fluffig irgendwie, energetisch, leichter Neid steigt in mir auf. Ich schaue wieder auf die Hand und denke sofort: Fistbump. Keine Ahnung, warum. Vielleicht weil er so aussieht, als würde er fistbumpen. Was natürlich Quatsch ist. Menschen sehen nicht aus, als würden sie fistbumpen. Höchstens wie Menschen, bei denen man hofft, dass sie einem einfach normal die Hand geben.
Ich mache jedenfalls eine Faust. Er nicht. Er greift nach meiner Faust. Für ungefähr fünf Sekunden hält er sie einfach in seiner Hand. Ich denke: Das ist also unser Anfang.
Andere Leute lernen sich kennen und wissen später noch, dass es geregnet hat oder welcher Song lief oder was der andere anhatte. Wir werden irgendwann sagen: Weißt du noch, wie du beim ersten Mal meine Faust festgehalten hast?
Falls es ein Irgendwann gibt. Vielleicht bleiben wir länger zusammen. Vielleicht sehen wir uns noch zwei- bis dreimal. Und erst dann müssen wir uns Gedanken über den Abschied machen. Was aber einfacher ist, man riskiert weniger, das ist wie beim Abspann im Kino, den schauen sich ja die wenigsten an. Außer der Film war super. Dann bleibt man vielleicht und es ist wichtig. Dann gibt es vielleicht Outtakes.
Vielleicht werde ich in sechs Monaten nachts wachliegen und denken, dass ich damals schon hätte merken müssen, dass das mit uns nichts wird, weil ich einen Fistbump wollte und er irgendeinen komplizierten Handschlag.
Jetzt öffne ich die Hand. Zu spät. Er verändert seinen Griff, zieht meine Hand leicht zu sich, unsere Finger rutschen gegeneinander und dann macht er mit dem Daumen plötzlich dieses Schnipsen.
Klack. Ich schaue ihn an. „Was war das?“
„Ghanaischer Snap-Handshake.“, sagt er.
Natürlich.
Natürlich lerne ich jemanden kennen, der einen ghanaischen Snap-Handshake macht.
„Und du?“, fragt er.
„Was ich?“
„Was wolltest du machen?“
Ich schaue auf meine Hand. Ich mag, dass er offen fragt, das nimmt die Ernsthaftigkeit raus.
„Fistbump.“
Er lacht.
Ich auch.
Und wir beide stehen so da und tun so, als wäre das jetzt einfach lustig. So wie das Leben lustig ist, nicht haha-lustig, eher merkwürdig lustig. Möglicherweise ist das eine sehr präzise Zusammenfassung von allem, was zwischen uns noch passieren wird, denke ich: Vielleicht ist das ja Beziehung.
Einer macht eine Faust. Der andere erwartet eine offene Hand.
Und dann versuchen wir irgendwie, daraus noch eine Begrüßung zu machen.
Ein Teil der Geräusche in dieser Folge stammt von Freesound.org. Alle verwendeten Sounds sind unter CC0 veröffentlicht.
Bei uns zu Hause (Folge 9): Abgeholt
2026/08/27
Ein Mietboot, das wochenlang ungenutzt am äußersten Steg am Hafen von Peep'n'Brook lag, wird endlich von seinem Besitzer abgeholt, der sich mit einer längeren Geschäftsreise entschuldigt. Esel hilft aus Reflex beim Verladen der Ausrüstung. Als das Boot ablegt, muss Teddy die eine oder andere Träne verdrücken, weil ihn der leere Platz unfassbar rührt.
Bei uns zu Hause (Folge 8): Dienstag
2026/08/24
Jeden Dienstagabend veranstaltet das große Hotel eine Quizrunde, bei der Esel dank seines Gedächtnisses für Ortsnamen und Jahreszahlen verlässlich gewinnt. Heute tritt erstmals ein Gast an, der ihn ausgerechnet mit einer Frage zur Geschichte des Orts selbst schlägt. Teddy schafft es, seinen Freund zu rächen, indem er aus Versehen eine Tüte Popcorn umstößt – der Hauptpreis beim Quiz.
Bei uns zu Hause (Folge 7): Postfiliale
2026/08/23
Im kleinen Postshop des Ortes gibt jemand eine gefundene Surfbrett-Finne ab, die morgens am Strand angespült wurde. Die Angestellte legt sie zu den anderen Fundsachen und vermutet, sie gehöre einem der Aussteiger, die jeden Sommer neu nach Peep'n'Brook kommen und wieder verschwinden. Esel nimmt sich vor, später noch mal nachzufragen, wird aber von etwas anderem abgelenkt. Teddy ist erleichtert.
Bei uns zu Hause (Folge 6): Geheimnisse
2026/08/20
Unter den Ladenbesitzern am Kai von Peep'n'Brook gibt es die Angewohnheit, sich am Ende eines langen Tages ein kleines, belangloses Geheimnis zu verraten – wer heimlich welche Musik mag oder welchen Stammgast am liebsten hat. Esel hört mit, dass der Besitzer des Tattoo-Shop jeden Sonnenuntergang fotografiert. Teddy findet, dass das gar nicht wie ein Geheimnis klingt, sondern einfach nur wie eine nette Angewohnheit.
Bei uns zu Hause (Folge 5): Nicht schütteln
2026/08/18
Über der Cocktailbar an der Strandpromenade hängt seit Jahren ein handgemaltes Schild mit knallroten Buchstaben: »Not shaken, just stirred — or it'll turn as murky as the Pacific at low tide.« Ein neuer Aushilfsbarkeeper in viel zu weitem Palmenhemd ignoriert das aus Gewohnheit, weshalb Teddy seinen Cocktail reklamiert. Esel erklärt dem Kellner geduldig, wie man einen Deep'n'Schluck sauber zubereitet.
Bei uns zu Hause (Folge 4): Zwei Pakete
2026/08/16
Zwei Gästegruppen haben versehentlich dasselbe Bootstour-Paket für denselben Nachmittag gebucht, weil das Buchungssystem kurzzeitig doppelt vergeben hat. Teddy vermittelt zwischen beiden, während Esel spontan eine zweite Route zusammenstellt. Am Ende sind beide Gruppen pünktlich und versöhnt abgefahren, nur mit unterschiedlichem Ziel.
Bei uns zu Hause (Folge 3): Die Liste
2026/08/13
Esel führt seit seiner ersten Ankunft eine private Liste kurioser Beobachtungen aus Peep'n'Brook: ein Flamingo mit Vorliebe für liegengelassene Sonnenbrillen, ein Jetski, der nur rückwärtsfährt, eine Strandbar mit Schneemann-Lichterkette. Teddy hält die Liste für überflüssig, gibt aber zu, dass sie sich gut macht, wenn das nächste Mal jemand nach einer Anekdote fragt.
Bei uns zu Hause (Folge 2): Der Absender
2026/08/11
Im kleinen Heimatmuseum von Peep'n'Brook hängt eine alte Postkarte, nur mit drei Herzen unterschrieben, adressiert an »die Menschen von hier«. Teddy liest sie Esel vor, weil sie ihm beim Warten auf die Fähre in die Hände fällt. Esel findet die Idee für eine Postkarte schön, fragt sich aber, wer so etwas verschickt, ohne zu wissen, wer es je lesen wird.
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