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Bewertung
3von
Dieser Podcast hat
2000 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DOMRADIO.DEExplizit
Nein
Erstellt am
2010/02/16
Neueste Episode
2026/10/22
Durchschnittsdauer
11 min.
Veröffentlichungsintervall
2 Tage
Beschreibung
Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann. Montags bis samstags als Podcast ab 7 Uhr.
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„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“ - Gespräch mit Thomas Lemmen
2026/10/22
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“ – die Worte Jesu im Lukasevangelium (Lukas 12,49–53) wirken irritierend. Wie passen sie zur Botschaft der Nächstenliebe? Dr. Thomas Lemmen, Islamexperte und langjähriger Referent für Islamfragen im Erzbistum Köln, erklärt: Die Spaltung steht für die Entscheidung, die Menschen treffen müssen, wenn sie mit Jesu Botschaft konfrontiert werden. Diese Entscheidung kann zu Konflikten führen, sogar innerhalb von Familien. Das Feuer verweist auf Läuterung und Gericht, die Taufe auf Jesu bevorstehenden Tod. Doch die Entscheidung für Jesus bedeutet nicht, andere abzulehnen. Vielmehr bleibt es die Aufgabe seiner Nachfolger, allen Menschen mit Respekt, Liebe und Wertschätzung zu begegnen. Lemmen betont, dass die schwierige Textstelle nur im Zusammenhang mit der gesamten Botschaft Jesu zu verstehen ist. Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem und er weiß, was ihm bevorsteht - das Evangelium läuft auf den Höhepunkt zu und da mahnt Jesus, sich für Gottes Reich zu entscheiden.Aus dem Evangelium nach Lukas:n jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung. Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei; der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter, und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter. (Lk 12,49-53)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Jesus will uns aufrütteln" - Gespräch mit Dr. Thomas Lemmen
2026/10/21
Im Lukasevangelium, Kapitel 12, Verse 39 bis 48, spricht Jesus eindringlich über Wachsamkeit und Verantwortung. Auf seinem Weg nach Jerusalem ist ihm bewußt, dass ihn dort Leiden erwarten. Jesus mahnt seine Zuhörer - im Angesicht seines tragischen Schicksals - auf die Wiederkunft des Herrn vorbereitet zu sein. Doch warum droht Jesus mit Schlägen? Ist das schwarze Pädagogik? Dr. Thomas Lemmen ordnet die drastischen Bilder in den Gesamtkontext des Evangeliums ein: Sie sollen nicht wörtlich verstanden werden, sondern die Menschen aufrütteln. Die Botschaft: Wer um seinen Auftrag weiß, trägt Verantwortung für sein Handeln. Wer wider besseres Wissen handelt, muss sich stärker verantworten als jemand, der es nicht besser wusste. Dr. Thomas Lemmen ist katholischer Theologe, Islamexperte und Honorarprofessor an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Bis vor wenigen Wochen war er Referent für Islamfragen im Erzbistum Köln.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Da sagte Petrus: Herr, sagst du dieses Gleichnis nur zu uns oder auch zu allen? Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen. Wenn aber der Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich zu kommen! und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen. (Lk 12,39-48)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Für die Begegnung mit Jesus wachsam bleiben" - Gespräch mit Dr. Thomas Lemmen
2026/10/20
Im Tagesevangelium Lukas 12,35–38 geht es um Knechte, die wach auf die Rückkehr ihres Herrn warten. Doch was bedeutet es, heute wachsam zu sein? Dr. Thomas Lemmen, Islamexperte und Honorarprofessor an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, erklärt, dass Jesus jederzeit in unser Leben treten könne. Das Evangelium erinnere auch daran, dass unsere Zukunft trotz aller geschmiedeter Pläne offenbleibe. Die Begegnung mit Jesus könne im Gebet, in der Eucharistie, in anderen Menschen oder am Ende des eigenen Lebens geschehen. Wachsam zu sein bedeute deshalb, sich täglich neu auf Gott einzulassen und ihm Raum im eigenen Leben zu geben. Lemmen selbst beginnt jeden Tag mit der Schriftlesung und dem Gebet – als Vorbereitung auf das, was kommt.Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Eure Hüften sollen gegürtet sein und eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft! Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie. (Lk 12,35-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Hütet euch vor Habgier" - Gespräch mit Dr. Thomas Lemmen
2026/10/19
Im Tagesevangelium nach Lukas (Lk 12,13–21) geht es um Habgier und die Frage, was im Leben wirklich zählt. Der katholische Theologe Dr. Thomas Lemmen war bis vor wenigen Wochen Referent für Islamfragen im Erzbistum Köln und er ist Honorarprofessor an der katholischen Hochschule Nordrheinwestfalen. Er erklärt, dass sich jeder von uns angesprochen fühlen darf, wenn es um die Versuchung der Habgier geht. Der reiche Gutsbesitzer im Gleichnis steht beispielhaft für Menschen, die ihren Besitz zum Maß aller Dinge machen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, für das Alter vorzusorgen und zu planen. Entscheidend ist jedoch, das richtige Maß zu finden und sich bewusst zu bleiben, dass das Leben nicht vollständig planbar ist. Lukas richtet den Blick besonders auf die Armen und auf Menschen, die wissen, dass sie vor Gott nichts aus eigener Kraft besitzen. Wirklicher Reichtum zeigt sich nicht in angehäuften Schätzen, sondern in dem Guten, das wir anderen schenken. Denn was von einem Menschen bleibt, ist nicht sein Besitz, sondern die Erinnerungen an seine guten Taten.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast? So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist. (Lk 12,13-21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Wenn Jesus Klartext spricht - Gespräch mit Sandra Huebenthal
2026/10/15
Das Neue Testament ist nicht nur ein Buch der Sanftmut, Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Das zeigt das Tagesevangelium aus Lukas 11,47–54, in dem Jesus scharfe Worte gegen Pharisäer und Schriftgelehrte richtet. Für Sandra Huebenthal, Professorin für Exegese und biblische Theologie an der Universität Passau, ist es wichtig, diesen Text im Zusammenhang zu lesen. Jesus wirft den Pharisäern vor, den Zugang zur Erkenntnis zu versperren. Sie errichten Denkmäler für die Väter, die die Propheten ermordet haben und bestätigen damit aus seiner Sicht die Taten ihrer Vorfahren, statt sich mit den Opfern zu solidarisieren. Vom Mord an Abel bis zum Blut des Zacharias spannt der Text einen Bogen durch die Geschichte menschlicher Ungerechtigkeit. Jesu Vorwurf wiegt besonders schwer, weil die Schriftgelehrten anderen den Schlüssel zur Erkenntnis vorenthalten. Dabei ist Jesus im Lukasevangelium gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten. Seine Botschaft markiert eine Zeitenwende und fordert dazu auf, das eigene Denken zu ändern und sich der Nähe Gottes anzuvertrauen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden. Damit bestätigt und billigt ihr, was eure Väter getan haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten. Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen, damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, von dieser Generation gefordert wird, vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharías, der zwischen Altar und Tempelhaus umgebracht wurde. Ja, das sage ich euch: An dieser Generation wird es gerächt werden. Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert. Als Jesus von dort weggegangen war, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen; sie lauerten ihm auf, um ihn in seinen eigenen Worten zu fangen. (Lk 11,47-54)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Wasser predigen und Wein trinken" - Gespräch mit Sandra Huebenthal
2026/10/14
Im Lukasevangelium (11,42–46) kritisiert Jesus die Pharisäer und Gesetzeslehrer. Sie achten penibel auf religiöse Vorschriften, etwa auf die Abgabe des Zehnten von Kräutern und Gemüse, verlieren dabei aber das Wesentliche aus dem Blick: die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Die Zehntabgabe sollte ursprünglich der Versorgung der Priester und Leviten dienen. Jesus wirft seinen Gesprächspartnern vor, sich in der Übererfüllung von Gesetzen zu verlieren und zugleich das eigene Ansehen und ihre Privilegien in den Vordergrund zu stellen. Auch das Bild von den unsichtbaren Gräbern hat einen konkreten Hintergrund: Wer ein Grab berührte, galt als kultisch unrein. Unmarkierte Gräber konnten Menschen unbemerkt verunreinigen. So, erklärt Bibelwissenschaftlerin Sandra Huebenthal, wird die Kritik an der Doppelmoral anschaulich: Menschen predigen moralische Maßstäbe, handeln aber selbst entgegengesetzt. Es gehe jedoch nicht darum, die Pharisäer direkt mit heutigen Personen gleichzusetzen. Vielmehr lade der Bibeltext dazu ein, die eigene Gegenwart kritisch zu betrachten – etwa dort, wo Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse und geht am Recht und an der Liebe Gottes vorbei. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch Pharisäern! Ihr liebt den Ehrenplatz in den Synagogen und wollt auf den Straßen und Plätzen gegrüßt werden. Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken. Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, mit diesen Worten beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen unerträgliche Lasten auf, selbst aber rührt ihr die Lasten mit keinem Finger an. (Lk 11,42-46)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Mit Zeichen und Wundern tun wir uns schwer" - Gespräch mit Sandra Huebenthal
2026/10/13
„Diese Generation ist eine böse Generation, weil sie ein Zeichen fordert." Jesu Worte aus Lukas 11,29 klingen hart. Doch Professorin Sandra Huebenthal, Professorin für Exegese und biblische Theologie an der Universität Passau, betont, dass es darauf ankommt, den Text aus dem Zusammenhang zu verstehen. der Prophet Jona, von dem Jesus hier spricht, war einer der Propheten, die kein Zeichen nötig hatten, sondern nur durch ihre Predigten gewirkt haben. Jona steht hier für eine Botschaft, die ohne spektakuläre Wunder auskommt. Jesus kritisiert nicht den Wunsch nach Zeichen, sondern die Haltung, mit der Menschen sie als Beweis oder Kontrolle einfordern. Auch heute sehnen wir uns nach eindeutigen Zeichen, die unseren Glauben bestätigen. Doch oft sind es nicht außergewöhnliche Erscheinungen, sondern persönliche Erfahrungen, Begegnungen oder erfahrene Heilung, die uns überzeugen und unseren Blick verändern.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, begann er zu sprechen: Diese Generation ist eine böse Generation. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Nínive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht mit den Männern dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Sálomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Sálomo. Die Männer von Nínive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona. (Lk 11,29-32)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Es geht um Scheinheiligkeit" - Gespräch mit Sandra Huebenthal
2026/10/12
Jesus verweigert bei einem Essen mit Pharisäern die rituelle Reinigung vor dem Mahl. Ist Jesus unhöflich? Auf den ersten Blick vielleicht. Doch in der Bibelstelle Lukas 11,37–41 geht es nicht um Hygiene, sondern um kultische Reinheit, erklärt Sandra Huebenthal, Professorin für Exegese und biblische Theologie an der Universität Passau. Jesus unterwirft sich nicht den Reinheitsritualen, die über die Vorgaben der Tora hinausgehen. Stattdessen hält er seinen Gastgebern den Spiegel vor: Sie achten auf die äußere Reinheit, vernachlässigen aber das, worauf es ebenso ankommt – Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.Jesu Aufforderung, Almosen zu geben, richtet den Blick auf die Armen. Es reicht nicht, nach außen den Anschein moralischer oder religiöser Integrität zu erwecken. Entscheidend ist, wie Menschen tatsächlich handeln. Dabei richtet sich die Kritik nicht allein an die Pharisäer. Das Lukasevangelium erzählt für eine wohlhabende Zielgruppe. Auch sie soll sich angesprochen fühlen: Wer die Bibel liest, muss genau hinsehen – und darf die Armen nicht vergessen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus ein, bei ihm zu essen. Jesus ging zu ihm und begab sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert. Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raffsucht und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber als Almosen, was ihr habt; und siehe, alles ist für euch rein. (Lk 11,37-41)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Auf das Wort Gottes hören - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/10
Was bedeutet es, „selig“ zu sein? Im Evangelium nach Lukas (11,27–28) wird deutlich: Selig sind diejenigen, die das Wort Gottes hören und es befolgen. Für die katholische Theologin Marie Euteneuer ist das ein Aufruf zu einer bewussten Haltung. Glückseligkeit hängt nicht von Herkunft oder einer zugeschriebenen Nähe zu Gott ab, sondern davon, sich auf Gottes Wort einzulassen und danach zu handeln. Dieses Wort zeigt sich für Euteneuer besonders im Leben Jesu: in der Liebe zu Gott und zum Nächsten und in der Hinwendung zu Menschen am Rand der Gesellschaft. Die Bibel versteht sie dabei nicht als zeitloses Regelwerk, das wortwörtlich auf jede Situation übertragen werden kann. Vielmehr gilt es, die Bibel im jeweiligen historischen und menschlichen Kontext zu lesen. Entscheidend bleibt für sie die Haltung: hören – und dem Gehörten nachfolgen.Aus den Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete, erhob eine Frau aus der Menge ihre Stimme und rief ihm zu: Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich gestillt hat! Er aber erwiderte: Ja, selig sind vielmehr, die das Wort Gottes hören und es befolgen. (Lk 11,27-28)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Von Dämonen und unreinen Geistern - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/09
Marie Euteneuer versteht die Dämonen und unreinen Geister als Bilder für das, was Menschen gefangen nehmen kann – etwa eine Sucht oder andere Dinge, die von den Menschen Besitz ergreifen können. Jesus macht deutlich: Das Böse wird nicht durch das Böse überwunden. Entscheidend ist vielmehr die Befreiung durch Gottes Wirken. Doch frei zu sein von etwas bedeutet noch lange nicht, frei zu sein für etwas. Ein leer gewordener Raum kann wieder von dem eingenommen werden, was zuvor gefangen hielt. Deshalb brauchen gewonnene Freiräume eine neue, positive Gestaltung. Für Marie Euteneuer bedeutet das: Die Freiheit, die uns geschenkt wird, bewusst mit Gutem zu füllen und den eigenen Alltag entsprechend zu gestalten.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon ausgefahren war, da konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beélzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich selbst gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan in sich selbst gespalten ist, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beélzebul austreibe. Wenn ich aber die Dämonen durch Beélzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Söhne sie aus? Deswegen werden sie eure Richter sein. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere seine ganze Rüstung, auf die er sich verlassen hat, und verteilt seine Beute. Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Wenn ein unreiner Geist aus dem Menschen ausfährt, durchwandert er wasserlose Gegenden, um eine Ruhestätte zu suchen, findet aber keine. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und er kommt und findet es sauber und geschmückt. Dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. Und die letzten Dinge jenes Menschen werden schlimmer sein als die ersten. (Lk 11,14-26)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Gott ist kein Wunschautomat" - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/08
Im Evangelium nach Lukas (11,5–13) ermutigt Jesus dazu, beharrlich zu bitten: „Bittet, dann wird euch gegeben.“ Für Marie Euteneuer bedeutet das jedoch nicht, dass Gebet wie eine Zauberformel funktioniert, die Gott zu einem Wunschautomaten macht. Vielmehr verspricht Jesus: Wir sind mit unseren Sorgen und Bitten nicht allein. Zugleich bleiben wir selbst in der Verantwortung. Wer etwa um Frieden bittet, ist auch aufgerufen, seinen eigenen Beitrag zum Frieden zu leisten. Das Evangelium verbindet so Vertrauen auf Gott mit menschlichem Handeln. Auch die Rede von den „bösen“ Menschen versteht Euteneuer nicht als endgültiges Urteil, sondern als Hinweis darauf, dass wir alle fehlerhaft sind. Gerade deshalb dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns seine Liebe und den Heiligen Geist schenkt. Für den Alltag bleibt die Erkenntnis: Nicht alles liegt in meiner Hand – aber für manches trage ich Verantwortung und sollte mich einbringen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten. (Lk 11,5-13)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Ja, ich bete" - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/07
Für Marie Euteneuer, theologische Referentin im Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf, ist das Vaterunser ein Gebet, das sie seit ihrer Kindheit begleitet. Besonders faszinierend findet sie, dass es das Große und das Kleine des Lebens miteinander verbindet: „Dein Reich komme“ steht neben der ganz konkreten Bitte um das tägliche Brot. Das Vaterunser ist für sie zugleich Dank-, Bitt- und Heiligungsgebet und so universell, dass so viele Menschen sich darin wiederfinden können. Beten bedeutet für Marie Euteneuer dabei nicht nur, vorgefertigte Gebete zu sprechen. Vielmehr geht es darum, mit Gott im Gespräch zu sein und die eigenen Gedanken und Sorgen vor ihn zu bringen. Auch in ihrer Familie hatte das Gebet seinen festen Platz – beim Essen, vor dem Schlafengehen oder vor einer Reise. Für sie ist Beten vor allem Beziehung: Das Gebet gibt ihr die Möglichkeit, zu erfahren, dass sie mit dem, was sie bewegt, nicht allein ist.Aus dem Evangelium nach Lukas:Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung! (Lk 11,1-4)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
ich Zeit nehmen, um zuzuhören - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/06
Maria oder Marta – wer macht es richtig? Im Evangelium nach Lukas (10,38–42) scheint Jesus zunächst die fleißige Marta zu kritisieren, während Maria, die ihm einfach zuhört, den „guten Teil“ erwählt hat. Doch Marie Euteneuer, theologische Referentin beim Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf, möchte die beiden Schwestern nicht gegeneinander ausspielen. Beides gehört zusammen: Marta sorgt für Gastfreundschaft und schafft den Raum, in dem Maria überhaupt zuhören kann. Und doch braucht es auch den Moment, in dem die Arbeit liegen bleiben darf und Zeit zum Hören ist. Besonders spannend ist dabei das Frauenbild der Erzählung: Maria entscheidet selbstbestimmt, sich zu Jesus zu setzen, und Jesus respektiert und verteidigt ihren Platz. Vielleicht liegt darin auch eine Einladung für uns: Nicht immer nur zu organisieren und zu sorgen, sondern uns bewusst Zeit zu nehmen, zuzuhören – und einfach da zu sein.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden. (Lk 10,38-42)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Mit offenen Augen durch die Welt gehen - Gespräch mit Marie Euteneuer
2026/10/05
Was bedeutet es, seinen Nächsten zu lieben? Im Evangelium nach Lukas (10,25–37) erzählt Jesus die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Marie Euteneuer, theologische Referentin beim Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf sagt, es sei hier wichtig zu wissen, dass ein Samariter damals nicht zum Volk Israel gehörte - sondern ein Fremder sei. Ausgerechnet er hilft dem verletzten Mann, während ein Priester und ein frommer Levit an ihm vorübergehen. Für Euteneuer liegt darin eine zentrale Botschaft: Nächstenliebe beginnt damit, hinzusehen. „Mit offenen Augen durch die Welt gehen“ und wahrnehmen, wer Hilfe braucht – darum gehe es. Jesus frage schließlich nicht: Wer gehört zu meinem Nächsten? Entscheidend sei vielmehr die Frage: „Wer ist demjenigen zum Nächsten geworden?“ Nächstenliebe werde damit zu einer konkreten Handlung. Dabei umfasst die Liebe für Euteneuer dreierlei: die Liebe zu Gott, zum Mitmenschen und auch zu sich selbst. Als Impuls für den Alltag verweist sie auf Madeleine Delbrêl, die davon sprach, in jedem Menschen Gott zu begegnen. Eine solche Haltung könne helfen, auch schwierigen Menschen barmherzig zu begegnen. Denn Handeln beginne immer mit einer Haltung – und diese könne der erste Schritt sein, die Botschaft des Evangeliums im Alltag lebendig werden zu lassen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben! Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jéricho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vorüber. Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber. Ein Samaríter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag holte er zwei Denáre hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien meinst du, ist dem der Nächste geworden, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso! (Lk 10,25-37)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Bei Gott ist kein Mensch vergessen" - Gespräch mit Norbert Bauer
2026/10/03
Im Lukasevangelium (10,17–24) berichten die Jünger begeistert, dass ihnen sogar die Dämonen gehorchen. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, versteht diese Dämonen als Bilder für das, was Menschen unfrei macht: "Dinge, die gefangen halten, niederdrücken und unglücklich machen". Besonders eindrücklich findet er Jesu Satz: „Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ Der französische Philosoph René Girard hat dieses Bild zum Titel eines Buches gemacht und darin die Gewaltverstrickungen der Gesellschaft untersucht. Für Bauer liegt darin eine wichtige Botschaft: "Wenn das Böse seine Macht verliert, muss Gewalt nicht länger mit Gewalt beantwortet werden".Auch die Zusage, dass die Namen der Jünger im Himmel verzeichnet sind, hat für Bauer eine besondere Bedeutung. Sie steht für die Gewissheit: Bei Gott ist kein Mensch vergessen. Namen bewahren Identität – auf einem Grabstein ebenso wie im „Himmel“.Aus dem Evangelium nach Lukas: In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und sagten voller Freude: Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen. Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. (Lk 10,17-24)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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